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Kai Diekmann aß neben mir einen Hotdog

Wäh­rend Tau­sen­de auf der OMD auf IHN war­te­ten, traf ich, der BILD­blog-Autor, Kai Diek­mann ALLEIN – neben einer Wand aus Äpfeln!

Kai Diekmann

10.37 Uhr. Ich ste­he inmit­ten von Hun­der­ten Mes­se­be­su­chern am Ein­lass der Online-Mar­ke­ting-Düs­sel­dorf. „Das dau­ert ein biss­chen“, sagt ein wich­tig aus­se­hen­der Typ im Anzug (mit Knopf im Ohr). Oh nein! Ich will doch zu den „Scree­nings“, wo ER auf dem Podi­um sitzt.

11.11 Uhr. Ich bin drin. ER ist es wirk­lich! ER sitzt auf dem Podi­um und erzählt, dass Bild.de zukünf­tig mehr Bewegt­bild anbie­ten will. Zu die­sem Zweck sol­len beson­ders preis­güns­ti­ge Video­ka­me­ras ange­bo­ten wer­den, um mehr „user gene­ra­ted con­tent“ zu ermög­li­chen.

11.20 Uhr. Jetzt steht ER weni­ge Meter neben mir. ER (1,80 m) ist viel grö­ßer, als ich ihn mir vor­ge­stellt habe. ER trägt ein schwar­zes Cordsak­ko – genau wie ich!

11.29 Uhr. Ich gehe IHM und sei­nem Assis­ten­ten seit eini­gen Minu­ten hin­ter­her und hal­te mit mei­ner Video­ka­me­ra drauf.
Plötz­lich lächelt ER und winkt direkt in die Lin­se. Was für ein höf­li­cher Mann!

11.32 Uhr. ER erreicht den Stand des Axel-Sprin­ger-Ver­lags. Die Leu­te um ihn her­um begrü­ßen IHN freund­lich und unter­hal­ten sich mit ihm.

11.38 Uhr. Eine jun­ge Frau bie­tet IHM Hot­dogs an. ER greift beherzt zu und schafft es bei­na­he, die Wurst im Bröt­chen wür­de­voll zu ver­spei­sen. ER ist so wich­tig, dass er nicht mal genug Zeit zum Essen hat – stän­dig muss er mit vol­lem Mund wei­ter­spre­chen. Ich neh­me alles auf Video auf.

11.56 Uhr. ER geht wei­ter. Die meis­ten Besu­cher der Mar­ke­ting-Mes­se erken­nen ihn gar nicht oder gehen ein­fach wei­ter. Doch ich ken­ne IHN und fol­ge ihm auf Schritt und Tritt.

12.00 Uhr. ER schaut mich an, dann kommt er auf mich zu. Sein Hän­de­druck ist männ­lich-fest, aber sei­ne Hän­de sind ange­nehm weich.
„Wenn ich irgend­was für Sie tun kann, müs­sen Sie Bescheid sagen“, sagt ER zu MIR. Ich fra­ge ihn, was er von der Kri­tik des Deut­schen Jour­na­lis­ten­ver­bands an sei­nen Leser­re­por­ter-Plä­nen sagt. Er ant­wor­tet aus­führ­lich und aus­ge­spro­chen höf­lich.

12.04 Uhr. ER muss wei­ter. Zum Abschied gibt er mir noch ein­mal die Hand und sagt: „Es ist mir ein Ver­gnü­gen“.
Dann geht er wei­ter und ich den­ke: WAS FÜR EIN MANN!

Was ich eigent­lich sagen woll­te: mein Video­in­ter­view mit Kai Diek­mann fin­den Sie jetzt drü­ben im BILD­blog.

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Politik

Vergleichsweise originell

Der Nazi-Ver­gleich der Woche kommt von Hel­mut Schmidt, auch wenn es genau genom­men kei­ner ist.

Der Alt­kanz­ler hat­te der „Bild am Sonn­tag“ gesagt:

Aber wir sehen jetzt in Ame­ri­ka, wie ein jun­ger Mann, Barack Oba­ma, allein mit Cha­ris­ma zu einer natio­na­len Figur wird. Dabei darf man nicht ver­ges­sen, dass Cha­ris­ma für sich genom­men noch kei­nen guten Poli­ti­ker aus­macht. Auch Adolf Nazi war ein cha­ris­ma­ti­scher Red­ner. Oskar Lafon­taine ist es auch.

Zu sagen, dass drei ver­schie­de­ne cha­ris­ma­ti­sche Red­ner „cha­ris­ma­ti­sche Red­ner“ sind, macht den Absatz nicht zu einem Ver­gleich. Wenn Schmidt gesagt hät­te: „Ich mag mei­ne Frau. Auch Ziga­ret­ten mag ich. Die ‚Fünf­te‘ von Beet­ho­ven auch.“, hät­te er ja auch nicht Loki mit einer klas­si­schen Sym­pho­nie ver­gli­chen.

Aller­dings gibt es da natür­lich noch einen qua­li­ta­ti­ven Unter­schied zwi­schen Hit­ler und Beet­ho­vens „Fünf­ter“ – letz­te­re ist nicht dafür bekannt, die Tötung von Mil­lio­nen von Men­schen geplant und frem­de Län­der über­fal­len zu haben. Ziga­ret­ten wie­der­um dürf­ten, was die Opfer­zah­len angeht, sogar schlim­mer als Hit­lerTM sein.

Was ich aber eigent­lich sagen woll­te: Hit­ler­ver­glei­che sind nicht das schlimms­te rhe­to­ri­sche Mit­tel, aber das lang­wei­ligs­te. Man kann alles und jeden mit Hit­ler ver­glei­chen (schrieb der Mann, des­sen Name mit „H“ anfängt und mit „er“ auf­hört).

Das Dienst­leis­tungs­blog Cof­fee And TV prä­sen­tiert statt­des­sen eine Lis­te von Leu­ten, mit denen Schmidt Lafon­taine hät­te ver­glei­chen kön­nen, wenn er ein biss­chen ori­gi­nel­ler hät­te sein wol­len:

  • Erich Hon­ecker Eben­falls Saar­län­der mit Grö­ßen­wahn und vor­geb­lich „sozia­lis­ti­scher“ Par­tei.
  • Lyn­don Larou­che Neben dem fran­ko­pho­nen Namen eint die bei­den, dass sie erfolg­lo­se Kan­di­da­ten für ihre jewei­li­gen Par­tei­en (SPD und US-Demo­kra­ten) waren, dann belei­digt von dan­nen zogen und sich eine auf sie zuge­schnit­te­ne Orga­ni­sa­ti­on mit merk­wür­digs­ten Zie­len auf­bau­ten.
  • Kurt Beck Hät­te sich auch bes­ser nie in der Bun­des­po­li­tik ver­sucht.
  • Rudolf Schar­ping War auch mal Kanz­ler­kan­di­dat der SPD, bevor er sich bei einem ande­ren Ver­ein (Bund Deut­scher Rad­fah­rer) voll­ends lächer­lich mach­te.
  • Wolf­gang Schäub­le Auch ein Berufs­pol­ti­ker, der Opfer eines Atten­ta­tes wur­de und sich seit­dem merk­wür­dig benimmt.
  • Kurt Georg Kie­sin­ger War auch mal für drei­ein­halb Jah­re Vor­sit­zen­der einer gro­ßen Volks­par­tei.
  • Hil­trud Hen­sen Hat sich auch mal bes­ser mit Ger­hard Schrö­der ver­stan­den.
  • Mar­cel Reich-Rani­cki Ist auch kein Freund von Gün­ter Grass.
  • Otto Lili­en­thal Hat die glei­chen Initia­len und woll­te auch immer hoch hin­aus.
  • Karl-Heinz Ried­le Hat am glei­chen Tag (näm­lich heu­te) Geburts­tag, nur in einem ande­ren Jahr. Ried­le passt aller­dings nicht so ganz, weil der auch Erfol­ge hat­te (Welt­meis­ter 1990).
  • Brun­ner & Brun­ner Haben auch einen Namen mit Was­ser­be­zug.
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Gesellschaft

Neues Füllmaterial für das Ressort „Vermischtes“

Jetzt, wo sich das „G.R.P. Insti­tut für Ratio­nel­le Psy­cho­lo­gie“ unter sei­nem Lei­ter Hen­ner Ertel offen­bar zer­legt hat, wer­den sich vie­le Medi­en neue alber­ne Stu­di­en suchen müs­sen, aus denen sie zitie­ren kön­nen.

Ich dach­te mir, ich bin so freund­lich und stel­le mich zur Ver­fü­gung. Mich und mei­nen Bochu­mer Lehr-Ort für erwäh­nens­wer­te Daten (kurz BLOED).

Grei­fen Sie also zu:

Müt­ter stei­gen frü­her aus

Wenn ein Fern­zug in einen Bahn­hof ein­fährt, ste­hen Müt­ter als ers­te am Aus­gang – egal, wie alt ihre Kin­der sind. Das ergab eine Stu­die des Bochu­mer Lehr-Orts für erwäh­nens­wer­te Daten unter der Lei­tung von Lukas Hein­ser, B.A..

Die Wis­sen­schaft­ler hat­ten dafür meh­re­re Rei­sen in ICEs der Deut­schen Bahn unter­nom­men und das Ver­hal­ten der Fahr­gäs­te vor dem Aus­stei­gen beob­ach­tet. Nach den Müt­tern, die sich oft schon bis zu zehn Minu­ten vor der geplan­ten Ankunft hin­ter den Türen posi­tio­nie­ren, fol­gen Rent­ner auf Platz 2 und Schul­klas­sen auf dem drit­ten Rang. Am längs­ten blei­ben der Stu­die zufol­ge Geschäfts­rei­sen­de sit­zen.

Die Unter­su­chung kam dar­über hin­aus zu dem Ergeb­nis, dass Müt­ter auch zu den von Mit­rei­sen­den am Meis­ten gehass­ten Fahr­gäs­ten zäh­len. Beson­ders, wenn sie ihre Kin­der auf drei­ein­halb­stün­di­gen Zug­fahr­ten von Ber­lin ins Ruhr­ge­biet per­ma­nent ermah­nen, doch bit­te ihre Haus­auf­ga­ben zu machen. (BLOED)

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The Playboy Mention

Mal was ganz ande­res: Wel­chen Nach­rich­ten­wert hat es eigent­lich, wenn sich eine leid­lich bekann­te Blon­di­ne für ein Her­ren­ma­ga­zin aus­zieht und ein biss­chen über sich plau­dert?

Schöne Referendarin aus ARD-Hit "Die Stein": Ivonne Schönherr entblättert sich
(„RP Online“)

 Sexy Schauspielerin: Ivonne mag es verführerisch
(Express.de)

TV-Star Ivonne Schönherr im Playboy: "Beim Sex brauche ich Gefühl"
(Bild.de)

Bildergalerie: Ivonne Schönherr - Die Schauspielerin zieht sich für den Playboy aus
(welt.de)

"Eigentlich bin ich total schüchtern" MÜNCHEN – Ivonne Schönherr lässt die Hüllen fallen. Die Schauspielerin mit dem Schlafzimmerblick räkelt sich für den Playboy.
(blick.ch)

Im Oktober: TV-Star Ivonne Schönherr als sexy Playboy-Girl
(oe24.at)

Sexy Referendarin: "Die Stein"-Star Ivonne Schönherr im Playboy Oktober 2008
(de.msn.com)

Ivonne Schönherr im Playboy
(freenet.de)

Gute Grün­de, über das The­ma zu berich­ten, hat auch Bunte.de – immer­hin erscheint der „Play­boy“ im glei­chen Ver­lag:

Ivonne Schönherr stand nicht so auf Mathe & Physik

Eben­falls zu Hubert Bur­da Media gehört „Focus Online“. Auf deren Sei­te gibt es gleich meh­re­re Links zu playboy.de: ein­mal als Anzei­ge …

Anzeige: Playboy - Alles, was Männern Spaß macht. Special - Das Playmate des Monates. Playboy-Abo - Jetzt ein Geschenk sichern.

… und ein­mal als „Surf­tipp im Web“:

Surftipp im Web: Mehr schöne Frauen: Hier geht es zum Playboy

Die Fra­gen, wo die Unter­schie­de zwi­schen den bei­den Links lägen und ob das kei­ne unzu­läs­si­ge Ver­men­gung von Wer­bung und redak­tio­nel­lem Inhalt sei, konn­te man mir bei „Focus Online“ auf die Schnel­le nicht beant­wor­ten.

Auf die Spit­ze getrie­ben wird die Cross­pro­mo­ti­on inner­halb des Unter­neh­mens aller­dings von die­sem Arti­kel bei cinema.de, den ich hier der Ein­fach­heit hal­ber mal in vol­ler Län­ge, sowie inklu­si­ve aller Links und Bil­der wie­der­ge­ben möch­te:

Playboy: Ein Model in der Sauna. Die Schwäbin Alena Gerber arbeitet als Model in München. Abgelichtet wurde sie als Wiesn-Playmate im Wellness-Bereich eines Hotels in Südtirol. Die 19-Jährige wurde vor Jahren beim Einkaufen von einem Model-Scout angesprochen - wohl nicht zuletzt wegen ihrer Traummaße von 91-60-89. Sie mag schnelle Autos und Sushi und verreist gerne mit dem Motorrad. Mehr über das Playmate erfahren Sie hier. Auf dem Titel ist die Schauspielerin Ivonne Schönherr zu sehen.

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Give Facts A Chance

Ich weiß nicht, war­um sich Jour­na­lis­ten die­ser Tage so auf­fal­lend schwer damit tun, sich kor­rekt dar­an zu erin­nern, wann und wo John Len­non erschos­sen wur­de (8. Dezem­ber 1980 vor dem Dako­ta Buil­ding in Man­hat­tan, steht auch in der Wiki­pe­dia).

Ich weiß nur, dass es so ist:

1980 war bekanntlich John Lennon in New York vor dem Chelsea Hotel von David Chapman erschossen worden.
(„Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung“, 7. Sep­tem­ber 2008)

John Lennon ist schon seit 26 Jahren tot, aber die Friedensmission der beiden lebt im Werk Yoko Onos weiter.
(„Welt am Sonn­tag“, 7. Sep­tem­ber 2008)

Nach dem Attentat auf John von 1969 fotografiert sie seine blutbespritzte Brille und macht draus ein Platten-Cover.
(„Bild“, 11. Sep­tem­ber 2008)

Mit Dank u.a. an BILD­blog-Hin­weis­ge­ber Wil­helm E.

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Tower Records

Preis­fra­ge: Was ist das?

a) Ein Plat­ten­co­ver von Wil­co.
b) Ein Foto der Mari­na City in Chi­ca­go, IL.
c) Ein Teil einer Bil­der­ga­le­rie bei „RP Online“.
d) Irgend­was mit Elf­ter Sep­tem­ber.

Sie brau­chen gar nicht lan­ge zu grü­beln oder jeman­den anru­fen: Alle vier Ant­wor­ten sind rich­tig.

Aus gege­be­nem kalen­da­ri­schen Anlass haben sich „Rhei­ni­sche Post“ und „RP Online“ des The­mas „Pop­mu­sik seit dem 11. Sep­tem­ber“ ange­nom­men. Autor Sebas­ti­an Peters beginnt bei Enyas Kata­stro­phen­be­gleit­mu­sik „Only Time“, erwähnt Songs („Let’s Roll“ von Neil Young) und Alben („The Rising“ von Bruce Springsteen), die unter den Ein­drü­cken der Ter­ror­an­schlä­ge ent­stan­den sind, und führt dann aus, dass der Pop poli­ti­scher gewor­den sei:

Die lin­ke Pop­kul­tur von Radio­head bis zu den Dixie Chicks wie­der­um hol­te zum Rund­um­schlag gegen Prä­si­dent Bush aus. Und neu­er­dings üben sich Stars von Kid Rock bis Madon­na im Plä­doy­er für Oba­ma und gegen die Repu­bli­ka­ner. Ohne Zwei­fel ist Pop­mu­sik in Ame­ri­ka nach dem 11. Sep­tem­ber poli­ti­scher gewor­den.

Nun pas­sen Radio­head und „Pop­mu­sik in Ame­ri­ka“ nicht unbe­dingt sooo gut zusam­men – noch weni­ger ver­ständ­lich ist aller­dings, wann sich Kid Rock „für Oba­ma“ aus­ge­spro­chen haben soll. Das letz­te, was der Proll­ro­cker zum The­ma Poli­tik gesagt hat, war eigent­lich die Auf­for­de­rung, dass Pro­mi­nen­te im Bezug auf Wahl­emp­feh­lun­gen die Klap­pe hal­ten soll­ten.

Peters schreibt über Pop, der „seit dem 11. Sep­tem­ber auch in Deutsch­land wie­der poli­tisch aufgeladen„sei, und belegt das wie folgt:

Auch die Sport­freun­de Stil­ler sind Stell­ver­tre­ter die­ser x‑ten „Neu­en Deut­schen Wel­le“. Ihr Lied „54, 74, 90, 2006“ sagt laut Ja zur Hei­mat, Sol­che Posi­tio­nen waren zuvor exklu­siv dem Schla­ger vor­be­hal­ten, plötz­lich lan­den sie in der Pop-Mit­te.

Jene Sport­freun­de Stil­ler, die im Jahr 2000 eine Sin­gle namens „Hei­mat­lied“ ver­öf­fent­licht haben?

Noch merk­wür­di­ger als der Text ist aber – immer­hin reden wir hier von „RP Online“ – die dazu­ge­hö­ri­ge Bil­der­ga­le­rie, in der acht Plat­ten­co­ver abge­bil­det und not­dürf­tig mit Titel und Inter­pret ver­se­hen sind (und das manch­mal auch noch feh­ler­haft).

Dort fin­det man:

  • den Sam­pler „Ame­ri­ca: A Tri­bu­te To Heroes“
  • Bruce Springsteens „The Rising“
  • „Are You Pas­sio­na­te?“ von Neil Young
  • „Riot Act“ von Pearl Jam (ver­mut­lich wegen des Songs „Bu$hleaguer“)
  • „Gold“ von Ryan Adams (ver­mut­lich, weil das Video zur Sin­gle „New York, New York“ am 7. Sep­tem­ber 2001 gedreht wur­de und das noch intak­te World Trade Cen­ter zeigt)
  • den Sam­pler „Love Songs From New York“ (kei­ne Ahnung, was das sein soll, Goog­le kennt’s nicht)
  • „Kid A“ von Radio­head
  • das oben gezeig­te „Yan­kee Hotel Fox­t­rot“ von Wil­co.

Zu mög­li­chen Par­al­le­len von „Kid A“ und den Ereig­nis­sen vom 11. Sep­tem­ber gibt es eine recht span­nen­de Abhand­lung von Chuck Klos­ter­man in sei­nem Buch „Kil­ling Yours­elf To Live“, aber das wird kaum der Grund sein, wes­halb die­ses, im Okto­ber 2000 erschie­ne­ne Album in der Bil­der­ga­le­rie auf­taucht. Immer­hin wer­den Radio­head ja im Text erwähnt, ganz anders als Wil­co.

Für deren Auf­tau­chen suche ich noch nach der rich­ti­gen Erklä­rung:

a) Weil „Yan­kee Hotel Fox­t­rot“ ursprüng­lich am 11. Sep­tem­ber 2001 ver­öf­fent­licht wer­den soll­te, was sich wegen eines Label­wech­sels aber bis April 2002 ver­zö­ger­te.
b) Weil sich auf dem Album ein Song namens „Ashes Of Ame­ri­can Flags“ befin­det, der sich aber (s. das geplan­te Ver­öf­fent­li­chungs­da­tum) nicht auf den 11. Sep­tem­ber bezieht.
c) Weil das Cover die Zwil­lings­tür­me eines Hoch­hau­ses zeigt, das – im Gegen­satz zum World Trade Cen­ter – auch heu­te noch steht.
d) Wie­so Erklä­rung? Da steht’s doch: „RP Online“.

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Digital

Licensed To Il

Nur weni­ge Tage, nach­dem sich jeder Feld‑, Wald- und Wie­sen­jour­na­list mal an Wort­spie­len der Mar­ke „Beck ist weg“, „Mün­te vor dem Come-Beck“, „Beck to the roots“ oder „Dolch­stoß mit dem Beck-Mes­ser“ ver­su­chen durf­te, schlägt schon wie­der die gro­ße Stun­de der Über­schrif­ten-mit-Namens­wit­zen-Tex­ter:

Nordkorea: Is Kim Jong ill?

[via Null­sum­men­spiel]

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Leben

Neuer iPod schon lange bekannt

Das hier ist seit Mona­ten auf Pla­ka­ten der Boges­tra zu sehen:

Der neue iPod "Verryloud" Hier nicht! Essen, Trinken und lautes Musikhören verboten!

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Musik

Der erste Sonnenstrahl

Wenn Thees Uhl­mann gera­de mal nicht gemein­sam mit irgend­wel­chen Nach­wuchs­jour­na­lis­ten irgend­wel­che Nach­wuchs­bands ent­deckt oder mit Fer­idun Zai­mo­g­lu und einem Fern­seh­team eine Nacht in Swan­sea ver­bringt (falls Sie das ver­passt haben: es war groß­ar­tig, unbe­dingt die Wie­der­ho­lun­gen anschau­en!), ist er immer noch Sän­ger der Band Tom­te.

Die­se wird im Okto­ber ihr fünf­tes Album „Heu­re­ka“ ver­öf­fent­li­chen, wel­ches sich durch die Sin­gle „Der letz­te gro­ße Wal“ ankün­digt.

Und die klingt so sieht so aus:

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[Direkt­link]

Okay, die Idee ist ein biss­chen bei Snow Pat­rol geklaut, aber trotz­dem sehr char­mant.

Es ist übri­gens das ers­te Video mit dem neu­en Key­boar­der Simon Front­zek, der dies­mal lus­ti­ger­wei­se Bass spielt, weil ja auch Olli Koch die Band lei­der aus gesund­heit­li­chen Grün­den ver­las­sen muss­te.

[via Pop­kul­tur­jun­kie]

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English Edition

National Public Radiohead

I real­ly like NPR’s „All Songs Con­side­red“ and their „Live In Con­cert“ pod­cast.

Right now you can lis­ten to (and if you sub­scri­be to the pod­cast: down­load) the show Radio­head gave at the end of their US tour on August 28th in San­ta Bar­ba­ra, CA.

Bob Boi­len, who cho­se Radio­head over Barack Oba­ma on that day, wri­tes:

When I think of the best con­certs I’ve seen, I always flash back to Pink Floyd in ear­ly 1972. […]

Radiohead’s show at the San­ta Bar­ba­ra Bowl came as clo­se for musi­ci­an­ship and crea­ti­vi­ty as any show I’ve seen in 37 years. I’ve seen a lot of shows.

Even though I did­n’t like Radiohead’s latest album „In Rain­bows“ that much, I’m alre­a­dy impres­sed by what was (among­st others) on the set list: „The­re The­re“, „Talk Show Host“, „Mor­ning Bell“, „No Sur­pri­ses“, „The Bends“, „Kar­ma Poli­ce“, „Para­no­id Android“, „Ever­y­thing in Its Right Place“, „Lucky“ and – the grand fina­le after more than two hours of songs – „Idio­te­que“.

Click here to lis­ten to Radio­head, live at San­ta Bar­ba­ra Bowl.

[via twit­ter]

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Musik

Podcasthead

Vor ziem­lich genau einem Jahr hat­te ich schon mal auf die „Live In Concert“-Podcast von „All Songs Con­side­red“, der Musik­sen­dung im Natio­nal Public Radio hin­ge­wie­sen.

Ich tue es ger­ne wie­der, denn im Moment (und ver­mut­lich bis in alle Ewig­keit) kann man sich dort das Kon­zert anhö­ren (und als Pod­cast-Abon­nent: her­un­ter­la­den), das Radio­head zum Abschluss ihrer US-Tour am 28. August in San­ta Bar­ba­ra, CA gege­ben haben.

Bob Boi­len, der sich an dem Tag für Radio­head und gegen Barack Oba­ma ent­schie­den hat, schreibt:

When I think of the best con­certs I’ve seen, I always flash back to Pink Floyd in ear­ly 1972. […]

Radiohead’s show at the San­ta Bar­ba­ra Bowl came as clo­se for musi­ci­an­ship and crea­ti­vi­ty as any show I’ve seen in 37 years. I’ve seen a lot of shows.

Und auch wenn ich das letz­te Radio­head-Album „In Rain­bows“ jetzt nicht sooooo doll fand, macht allein eine Set­list, in der „The­re The­re“, „Talk Show Host“, „Mor­ning Bell“, „No Sur­pri­ses“, „The Bends“, „Kar­ma Poli­ce“, „Para­no­id Android“, „Ever­y­thing in Its Right Place“, „Lucky“ und – nach mehr als zwei Stun­den als gro­ßes Fina­le – „Idio­te­que“ auf­tau­chen, ganz schön was her.

Aber genug geschrie­ben: Kli­cken Sie hier und hören Sie!

[via twit­ter]

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Leben

Mitbewohner 1.0

Leeres Zimmer (Symbolbild)

Im Mai star­te­te ich einen Auf­ruf, mit dem ich einen neu­en Bewoh­ner für das leer­ste­hen­de Zim­mer in unse­rer WG fin­den woll­te.

Ich schrieb damals, mit die­ser Akti­on „das welt­wei­te Daten­netz auf eine har­te Pro­be stel­len“ zu wol­len. Nun, was soll ich sagen? Das Web hat ver­lo­ren.

Der Mai ist kein guter Monat, um neue Mit­be­woh­ner zu fin­den: das Semes­ter ist im vol­len Gan­ge und kaum jemand ist auf der Suche nach einem Zim­mer oder Wil­lens umzu­zie­hen. In den ers­ten drei Mona­ten mel­de­ten sich genau drei Leu­te, die durch Zet­tel, die ich an der Uni aus­ge­hängt hat­te, auf das Ange­bot auf­merk­sam gewor­den waren: der Ers­te such­te nur was zur Zwi­schen­mie­te (was wir nicht woll­ten), der Zwei­te war ent­täuscht, dass das Zim­mer gänz­lich unmö­bliert war (was auch für den Ers­ten von Nach­teil gewe­sen wäre), vom Drit­ten waren wir so ange­tan, dass wir ihm das Zim­mer geben woll­ten. Lei­der hat er sich nach unse­rem Ange­bot, bei uns ein­zu­zie­hen, nie wie­der gemel­det.

twit­ter hat­te kein biss­chen gehol­fen und mit der Zeit begriff ich auch, dass ein Blog-Ein­trag allein nicht aus­rei­chen wür­de: bei einer Goog­le-Suche nach frei­en Zim­mern in Bochum kam Cof­fee And TV unter den ers­ten 200 Such­ergeb­nis­sen nicht ansatz­wei­se vor (Der ers­te Besu­cher, der nach mit­be­woh­ner gesucht bochum gegoo­gelt hat­te, kam heu­te auf das Blog).

Mein ver­blie­be­ner Mit­be­woh­ner kam schließ­lich auf die Idee, das Zim­mer bei wg-gesucht.de zu inse­rie­ren. Das hat­te ich auch schon mal ver­sucht, war aber irgend­wie an der Sei­te geschei­tert. Mit dem her­an­na­hen­den neu­en Semes­ter wur­de der Kreis der Inter­es­sen­ten schließ­lich doch noch grö­ßer – wobei etwa die Hälf­te der Bewer­ber über das Inter­net­por­tal kam und die ande­re Hälf­te direkt beim Stu­den­ten­werk nach frei­en Zim­mern gefragt hat­te.

So besa­hen wir uns etwa ein Dut­zend Kan­di­da­ten bei­der­lei Geschlechts (wir hat­ten zwi­schen­zeit­lich über­legt, aus der seit Jah­ren exis­tie­ren­den Män­ner-WG eine gemisch­te zu machen) und erklär­ten etwa ein Dut­zend Mal, wie das mit der Mie­te, dem Besteck, den Bahn­hal­te­stel­len und den Wasch­ma­schi­nen ist. Nur ein Bewer­ber ver­lor schon bei der Besich­ti­gung das Inter­es­se – die 15m2 waren ihm bei einer Kör­per­grö­ße von mehr als zwei Metern offen­bar zu wenig.

Im Ver­lauf der Akti­on lern­te ich, war­um ich für Cas­ting­show­ju­ries und Per­so­nal­ab­tei­lun­gen denk­bar unge­eig­net bin: Ich bin unfä­hig, Men­schen mit­ein­an­der zu ver­glei­chen wie ver­schie­de­ne Kar­ten beim Auto­quar­tett. So lau­te­te die Stan­dard­zu­sam­men­fas­sung meist: „Joa, der war ganz nett – aber der ande­re auch. Aber was weiß ich eigent­lich nach zehn Minu­ten Small­talk über ihn oder sie?“ Goog­le sag­te über die meis­ten Kan­di­da­ten auch nicht viel aus.

Jeden­falls haben wir uns letzt­lich für einen Medi­zin­stu­den­ten ent­schie­den, der über das Stu­den­ten­werk von dem Zim­mer gehört und mich tele­fo­nisch kon­tak­tiert hat­te. Das Inter­net hat­te nichts damit zu tun (und das fin­de ich ehr­lich gesagt auch mal ganz beru­hi­gend).