„Nazi!“ – „Selber!“

Von Lukas Heinser, 2. Februar 2008 17:47

Beinahe wöchentlich erschüttert ein neuer „Nazi-Skandal“ die Öffentlichkeit. Kaum jemand kann noch den Überblick behalten, wer gerade wieder versehentlich oder absichtlich etwas gesagt hat, was „halt nicht geht“.

Das Dienstleistungsblog Coffee And TV hat sich deshalb bemüht, einen historischen Abriss der skandalösesten Skandale und der empörenswertesten Entgleisungen zusammenzustellen, der selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben will:

  • 1979 Als Franz Josef Strauß im Wahlkampf mit Eiern und Tomaten beworfen wird, vergleicht sein Wahlkampfleiter Edmund Stoiber das Verhalten der Menschen mit dem der „schlimmsten Nazi-Typen in der Endzeit der Weimarer Republik“.
  • September 1980 In „Konkret“ erscheint ein Artikel von Henryk M. Broder, der glaubt, bei einer Artistiknummer im „Circus Roncalli“ eine „faschistische Ästhetik“ und den Hitlergruß beobachtet zu haben.
  • 15. Juni 1983 Heiner Geißler (CDU) sagt in einer Sicherheitsdebatte im Bundestag: „Ohne den Pazifismus der 30er Jahre wäre Auschwitz überhaupt nicht möglich gewesen.“
  • 15. Juli 1982 Oskar Lafontaine äußert sich über die „Sekundärtugenden“ von Bundeskanzler Helmut Schmidt, mit denen „man auch ein KZ betreiben“ könne.
  • 25. April 1983 Der „Stern“ präsentiert auf einer Pressekonferenz die angeblichen Tagebücher Adolf Hitlers, die sich zehn Tage später als Fälschung erweisen. Die Chefredaktion muss zurücktreten, Reporter Gerd Heidemann und Fälscher Konrad Kujau werden zu Haftstrafen verurteilt.
  • 1985 Alt-Kanzler Brandt sagt, Heiner Geißler sei „seit Goebbels der schlimmste Hetzer in unserem Land.“
  • 15. Oktober 1986 In einem Interview mit „Newsweek“ vergleicht Helmut Kohl die PR-Fähigkeiten des sowjetischen Staats- und Parteichefs Michail Gorbatschow mit denen von Joseph Goebbels.
  • 17. Oktober 1988 In einem Artikel in der „taz“ bezeichnet der freie Mitarbeiter Thomas Kapielski ein Disco als „Gaskammervoll“. Nach wochenlangen Leserprotesten werden die zuständigen Redakteurinnen entlassen.
  • 10. November 1988 Bundestagspräsident Philipp Jenninger hält eine Rede über das „Faszinosum“ des Nationalsozialismus und muss nach öffentlichen Protesten seinen Rücktritt erklären.
  • 10. Dezember 1988 Wiglaf Droste überschreibt einen Artikel in der „taz“ über Wolfgang Neuss mit „Trauerarbeit macht frei“. Die Leserbriefe treffen waschkörbeweise in der Redaktion ein.
  • 6. April 1994 Das für den 20. April geplante Fußballländerspiel Deutschland – England im Berliner Olympiastadion wird nach Protesten abgesagt.
  • 10. Februar 1997 In Florida herrscht ein betrunkener Harald Juhnke einen farbigen Wachmann an: „Du dreckiger Nigger, bei Hitler wäre so etwas vergast worden.“
  • Mai 1997 Bei einem Gastspiel in Israel unterschreibt ein Bassist der Deutschen Oper eine Hotelrechnung mit „Adolf Hitler“.
  • Juni 1998 Nokia wirbt mit dem Slogan „Jedem das Seine“ für austauschbare Handycover. Nach Protesten wird die Kampagne eingestellt.
  • 11. Oktober 1998 Martin Walser hält in der Frankfurter Paulskirche seine „Moralkeulen“-Rede, für die er von Ignatz Bubis langanhaltend kritisiert wird.
  • Februar 1999 Nach dem Rauswurf von Trainer Horst Ehrmantraut sagt der Eintracht-Frankfurt-Spieler Jan-Age Fjörtoft laut Sportdirektor Gernot Rohr: „Vorher war es Hitlerjugend, jetzt ist es korrekt.“
  • 1. Februar 2001 Nicola Beer, FDP-Abgeordnete im hessischen Landtag, sieht den Unterschied zwischen den „Putzgruppen“, denen Joschka Fischer früher angehört hat, und Neonazis „nur darin, dass die Putztruppen damals mit Turnschuhen im Wald unterwegs waren und dass die heute Springerstiefel anhaben.“
  • 12. März 2001 Bundesumweltminister Jürgen Trittin sagt über den kahlköpfigen CDU-Generalsekretär, dieser habe „die Mentalität eines Skinheads und nicht nur das Aussehen“.
  • März 2002 Jamal Karsli, damals Grünen-Abgeordneter im NRW-Landtag veröffentlicht eine Presseerklärung mit der Überschrift „Israelische Armee wendet Nazi-Methoden an!“ Kurz darauf verlässt er die Grünen und wird von Jürgen W. Möllemann kurzzeitig in die FDP-Fraktion geholt.
  • 13. Mai 2002 Im FAZ-Feuilleton schreibt Patrick Bahners über die fehlende Regierungserfahrung des FDP-Kanzlerkandidaten Guido Westerwelle: „Der letzte deutsche Kanzler, den nur das Charisma des Parteiführers empfahl, war Adolf Hitler.“ FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper fordert vergeblich eine Entschuldigung.
  • 13. August 2002 Weil er sich vom Rasenmähen seiner Nachbarn belästigt fühlt, bezeichnet der Liedermacher Reinhard Mey diese als „Gartennazis“.
  • 29. August 2002 Wie der „Spiegel“ berichtet, habe Helmut Kohl Bundestagspräsident Wolfgang Thierse in einem privaten Gespräch als „schlimmsten Präsidenten seit Hermann Göring“ bezeichnet.
  • September 2002 Nach einer wochenlangen Antisemitismusdebatte mit Michel Friedman veröffentlicht Jürgen W. Möllemann wenige Tage vor der Bundestagswahl ein Flugblatt, auf dem er Friedman und Ariel Sharon scharf angreift. Dem Parteiausschluss kommt er im März 2003 durch einen Austritt zuvor.
  • 18. September 2002 Herta Däubler-Gmelin vergleicht die Politik George W. Bushs mit der Adolf Hitlers.
  • 11. Dezember 2002 Roland Koch bezeichnet die Reichen-Kritik von Ver.di-Chef Frank Bsirske als „eine neue Form des Sterns auf der Brust“.
  • 2. Juli 2003 Im Europäischen Parlament schlägt Silvio Berlusconi den deutschen SPD-Abgeordneten Martin Schulz „für die Rolle des Lagerchefs“ in einem Spielfilm über Konzentrationslager vor.
  • 3. Oktober 2003 Bei einer Rede zum Tag der deutschen Einheit hantiert der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann mit dem Begriff „Tätervolk“ in der Nähe zu „den Juden“ und wird im folgenden Jahr aus der Partei ausgeschlossen.
  • 30. August 2004 Auf dem selbstbetitelten Album der Libertines erscheint ein Song namens „Arbeit Macht Frei“. Da Pete Doherty aber noch nicht der „Skandal-Rocker“ und „(Ex-)Freund von Kate Moss“ ist, ist dieser Umstand keine Meldung wert.
  • 15. Dezember 2004 In Hessen dürfen Ordnungsämter „Ordnungspolizei“ heißen. Da der Begriff schon für die Dachorganisation der Polizei im Nationalsozialismus verwendet wurde, kommt es zu Protesten und schließlich zur Auflösung der Behörde.
  • 6. Januar 2005 Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner vergleicht Abtreibungen mit den Verbrechen von Hitler und Stalin.
  • 13. Januar 2005 Der britische Prinz Harry erscheint in einer Nazi-Uniform auf einem Kostümball.
  • 13. Mai 2005 Der bayrische Wissenschaftsminister Thomas Goppel bezeichnet nach einer Rede das Verhalten protestierender Studenten als „Hinweis auf die Intoleranz, die uns damals in das Schlamassel gebracht haben“.
  • 12. Juli 2005 SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler vergleicht den CDU-Slogan „Sozial ist, was Arbeit schafft“ mit der KZ-Inschrift „Arbeit macht frei“.
  • 16. September 2005 Weil CDU-Abgeordnete die Rede eines SPD-Abgeordneten mit Zwischenrufen stören, vergleicht Sigmar Gabriel deren Verhalten mit dem der Nazis.
  • September 2005 Dieter Thomas Heck vergleicht Angela Merkels Rhetorik mit der Adolf Hitlers.
  • 24. Februar 2006 Weil er einen jüdischen Journalisten mit einem KZ-Aufseher verglichen hatte, wird der Londoner Bürgermeister Ken Livingstone für vier Wochen vom Dienst suspendiert.
  • 17. August 2006 Bei einem Testspiel in Italien formen kroatische Fußballfans auf der Tribüne ein Hakenkreuz.
  • November 2006 Der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani verschickt eine Geburtstagseinladung im Stile des „Völkischen Beobachters“.
  • 9. Februar 2007 Ein „Bild“-Leser entdeckt in Google Earth den Schriftzug „Nazi Germany“ bei Berlin.
  • 9. Februar 2007 Die RTL-Wohnungsverschönerin Tine Wittler erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen einen Trailer für die fiktive Sendung „Tine Hitler: Einmarsch in vier Wänden“ bei Comedy Central („täglich von 19.33 Uhr bis 19.45 Uhr“).
  • 14. März 2007 Bei einer internen Untersuchung stellt die Frankfurter Polizei fest, dass sich Personenschützer von Michel Friedman gerne mit Nazi-Symbolen präsentierten.
  • 11. April 2007 In seiner Trauerrede auf Hans Filbinger bezeichnet Günther Oettinger den früheren Marinerichter als „Gegner des NS-Regimes“.
  • 6. September 2007 Bei einer Buchvorstellung äußert sich Eva Herman umständlich und missverständlich über die Familienpolitik im Nationalsozialismus und wird vom NDR gefeuert.
  • 14. September 2007 Im Kölner Dom warnt Joachim Kardinal Meisner: „Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kult im Ritualismus und die Kultur entartet.“
  • 9. Oktober 2007 Bei einem Auftritt in der Show von Johannes B. Kerner verheddert sich Eva Herman abermals in rhetorischen Fußangeln, als sie von Hitlers Autobahnen spricht. Es ist ihr letzter Fernsehauftritt bis heute.
  • 20. Oktober 2007 Bischof Walter Mixa fühlt sich durch Äußerungen von Claudia Roth „in erschreckender Weise an die Propaganda-Hetze der Nationalsozialisten gegen die Katholische Kirche und ihre Repräsentanten“ erinnert.
  • 25. Oktober 2007 In der ersten Sendung von „Schmidt & Pocher“ kommt ein „Nazometer“ zum Einsatz, das für Proteste sorgt.
  • 7. November 2007 Wolfgang Schäuble sagt im Hinblick auf die Massenklage gegen die Vorratsdatenspeicherung: „Wir hatten den ‚größten Feldherrn aller Zeiten‘, den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten.“
  • 27. Dezember 2007 Will Smith spekuliert über Adolf Hitlers Morgengedanken.
  • 20. Januar 2008 Guido Knopp fühlt sich durch einen Vortrag von Tom Cruise an die Sportpalast-Rede von Joseph Goebbels erinnert.
  • 23. Januar 2008 „Bild“ veröffentlicht ein Video, das DJ Tomekk mit erhobenem rechten Arm und beim Singen der ersten Strophe des „Deutschlandlieds“ zeigt.
  • 30. Januar 2008 In der ProSieben-Quizshow „Nightloft“ sagt Moderatorin Juliane Ziegler „Arbeit macht frei“. Am nächsten Morgen trennt sich der Sender von ihr.
  • 31. Januar 2008 In Rio de Janeiro verbietet ein Gericht den Einsatz eines Karnevalswagens mit übereinander gestapelten Holocaust-Opfern und eines Tänzers im Hitlerkostüm beim Karnevalszug.

Mit Dank an Niels W. für die indirekte Anregung und Stefan N. für die Unterstützung bei der Recherche.

Unter Zuhilfenahme von agitpopblog.org, FAZ.net und der Politikwissenschaftler an der FU Berlin.

52 Kommentare

  1. Frank
    2. Februar 2008, 21:14

    Wow! Respekt, das muss ja eine immense Recherchearbeit gewesen sein.

    Mir fielen spontan noch Spindler & Klatt ein, die letztes Jahr einen Werbefilm für ein Modelabel im Holocaust-Mahnmal gedreht hatten. Der wurde nach der öffentlichen Kritik zurückgenommen und eine Entschuldigung folgte auf dem Fuße.

  2. Happy
    2. Februar 2008, 21:26

    Ich hab’s beim überfliegen nicht gefunden: Da gab es doch mal diesen Skandal in China, wegen eines Modelabels das in seiner Kollektion Hakenkreuze usw. verwendet hat und dann wegen Protesten de Verkauf gestoppt hat.
    Hab grad nur den Link hier von 2004 gefunden:
    http://www.stern.de/lifestyle/.....28231.html

  3. niels | zeineku.de
    2. Februar 2008, 22:08

    Immerhin stand Heiner Geißler je einmal auf beiden Seiten des Vergleichsmechanismus.

  4. zeineku.de
    2. Februar 2008, 22:12

    Broder und “konkret”?…

    Wer hätte das gedacht? Henryk M. Broder schrieb ausweislich der Liste von Nazi-Skandalen der jüngeren Weltgeschichte, die Lukas mühevoll zusammengestellt hat, einst für “konkret“.
    ……

  5. Sebastian
    3. Februar 2008, 0:03

    Ja gut, aber wo ist denn bei der Libertines der Skandal, wenn es keinen interessiert hat und sich der Text kritisch mit der Zeit befasst?

    Aber sehr schöne und auch lehrreiche Liste. Mir war zum Beispiel komplett unbekannt, dass „Jedem das Seine“ vorbelastet ist.

  6. Christoph
    3. Februar 2008, 3:23

    Jedem das Seine ist lächerlich. Für mich ist es das Motto Preußens, auch wenn es überm Tor zu Buchenwald stand.
    Bei der Jenningerrede solltest du vielleicht noch anmerken, das Bubis Teile der Rede praktisch wortgenau wiederholt hat, und dafür bejubelt wurde.

  7. Lukas
    3. Februar 2008, 14:49

    Völlig vergessen: Das Rammstein-Video mit den Riefenstahl-Ausschnitten 1998.

  8. Chat Atkins
    4. Februar 2008, 9:52

    Journalisten sind Awareness-Junkies, sie kennen keine andere Währung für ihre Ware. Jeder Hinweis auf Auschwitz ist – dem GröSchwaZ sei Dank! – besonders zugkräftig und klickträchtig. Also wird dieser Hinweis auch besonders gern und häufig verwendet, denn ‚man ist ja nicht blöd‘ und weiß, wie der Hase läuft.

    Seitdem aber die Zahl der Medien rasant zunimmt, nimmt auch die Zahl der Nazi-Skandaletten rasant zu. Alle Medien leben nur noch in einer einzigen großen Aufmerksamkeitsökonomie. Wann hätte es vor zehn Jahren ein grenzdebiler polnischer DJ mit gerecktem Pfötchen jemals bis auf die Titelseite von Deutschlands Qualitätsmedium No. 1 mit dem großen BILDungsauftrag geschafft?

    Man könnte jetzt sagen: Gut sollen sich die Medien doch in die Bedeutungslosigkeit skandalisieren, bis das Thema jedem zum Hals raushängt. Das Problem dabei: Die wirklichen Nazi-Skandale – die es auch gibt – gehen in dem allgemeinen Empörungs-Gebrabbel völlig unter, weil der Journalismus jeden Maßstab verloren hat – und den DJ mit dem Rieger auf einer Flamme köchelt …

    Eine Ergänzung zur Diskussion: ‚Jedem das Seine‘ stand einerseits über dem Buchenwald-Tor – das ist richtig. Nur fing die Geschichte nicht erst 1933 mit unseren Rasse-Teutonen an. Als ‚Suum cuique‘ ist dieses ‚Jedem das Seine‘ das Grundprinzip der römischen Rechtslehre gewesen. Die Jungs mit den braunen Streifen in der Hose haben hier einen älteren Grundsatz pervertiert. Deswegen ist aber nicht jeder, der ‚jedem das Seine‘ sagt, gleich ein Nazi. Es könnte schlicht sein, dass er sich in der Antike auskennt. Hinter der Geschichtsmauer ‚1933‘ geht das Leben noch weiter …

  9. Sebastian
    4. Februar 2008, 10:08

    „Deswegen ist aber nicht jeder, der ‘jedem das Seine’ sagt, gleich ein Nazi. Es könnte schlicht sein, dass er sich in der Antike auskennt.“

    Oder weder noch, für mich ist das seit jeher einfach ein Sprichwort gewesen.

  10. Frank
    4. Februar 2008, 10:59

    Eine wirklich aufschlussreiche Liste. Diese Sammlung zeigt sehr gut, wie bigott die Aufschreie der Empörung oft waren oder sind.

    Mit Preußen hat „Jedem das Seine“ meines Erachtens wenig zu tun. Friedrich II. hat in Bezug auf Religionen gesagt:

    „Die Religionen müssen alle toleriert werden und der Fiskus muss nur das Auge darauf haben, dass keine der anderen Abbruch tue, denn hier muss ein jeder nach seiner Façon seelig werden“

    http://de.wikiquote.org/wiki/Friedrich_II.,_der_Gro%C3%9Fe

    Die Unbedarfheit eines T-Shirtdesigners möchte ich auch noch der Liste hinzufügen. Walmart hat in den USA einmal Shirts verkauft, die das Divisionsabzeichen der SS Division Totenkopf zeigte. Die Shirts wurden dann aus dem Handel genommen.
    http://www.msnbc.msn.com/id/15702868/

  11. so do Media
    4. Februar 2008, 11:34

    Naziskandale – Eine kleine Chronologie…

    Sodomedia ist nicht der einzige Blog, dem aufgefallen ist, dass in dieser Republik eine inflationäre Zunahme von Naziskandalen festzustellen ist. Das Dienstleistungsblog Coffee And TV, hat dahingehend einmal ordentlich recherchiert und eine kleine H…

  12. Lukas
    4. Februar 2008, 17:37

    Heute dreimal im Spam-Ordner: „Bist Du mit Hitler verwandt?“

  13. D.Botson
    4. Februar 2008, 23:44

    „Nicht nur auf der Autobahn Gas geben.“ aus der Kampagne „Du bist Deutschland“ (2006?)

  14. moritz
    5. Februar 2008, 20:25

    Gestern stand in der Frankfurter Rundschau etwas von Sarah Kuttner, die sinngemäß zu Christine Westermann gesagt hatte dass es ein Klischee sei „dass Götz als Mann der Diktator ist und du bist die Juden“

  15. moritz
    5. Februar 2008, 20:25

    „als Mann“

    Ach du jemine. Alsmann

  16. Christoph
    6. Februar 2008, 3:54

    @Frank:
    Zurückklugscheiß:
    Es war (in seiner lateinischen Fassung ~ Suum Cuique) Motto des Schwarzen Adlerordens, dem höchsten Orden Preußens.
    Für andere ist es Cicero, für den nächsten Feldjäger. Ich denke dennoch lieber an Preußen.

  17. Jeeves
    9. Februar 2008, 15:44

    Auch das ist vielleicht listentauglich?
    = Im Presseclub (?) des Springerhauses in Berlin liegt ein alter Teppich mit Swastika-Muster (siehe Bildblog, irgendwann mal)

  18. Lukas
    14. Februar 2008, 1:36

    Und den Nazi-Vergleich für diese Woche präsentiert Ihnen …

    Carla Bruni

  19. Lukas
    21. Februar 2008, 16:13

    Die Nominierten für diese Woche:
    Ann Coulter
    Pierre Mirabaud, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung

  20. Lukas
    10. März 2008, 16:44

    Nazi der letzten Woche war die GEZ, diese Woche könnte es Hartmut Mehdorn werden.

  21. ich bleibe lieber halbwegs anonym ;D
    2. April 2008, 17:12

    man sollte nicht alles allzu eng sehn
    die reue zeit hat halt langsam ein ende und dies macht sich auch bemerkbar
    nur weil politiker ein paar vergleiche ziehen heißt es ja noch lange nicht das se den dritten weltkrieg anzetteln
    könntet ja auch mal eine liste von kriminellen imigranten posten
    und daneben eine der deutschen und dann einen vergleich ziehen
    das würd mich mal interessieren ..

  22. Coffee And TV: » Nicht wütend genug
    5. Juli 2008, 23:59

    […] nicht? Und möglicherweise schlicht zu unspannend für die Presse, die ja immer auf den großen Skandal aus […]

  23. Coffee And TV
    28. Juli 2008, 0:39

    Und ein Haken für Juli ……

    Gleich drei Vergleiche zum Preis von einem liefert die Büso-Chefin, Anglo-holländische-Verschwörungs-Gegnerin und Atomstromaktivistin Helga Zepp-LaRouche in ihrem aktuellenKommentar zu Barack Obamas Deutschland-Besuch. Der Führer ist selbstverstän…

  24. ml
    27. August 2008, 19:13

    Zweierlei: einerseits könnte man auf einer Zeitleiste sicherlich nachweisen, dass die Häufigkeit von Nazivergleich/Jahr stetig zunimmt – und: _zwei_ zentrale Nazivergleich hast du vergessen: Der große Diktator & Springtime for Hitler :)

  25. Lukas
    15. September 2008, 12:29

    14. September 2008 In einem Interview mit „Bild am Sonntag“ rächt sich Altkanzler Helmut Schmidt nach 26 Jahren an Oskar Lafontaine und nennt ihn (und Barack Obama) in einem Atemzug mit Adolf Hitler.

  26. ml
    15. September 2008, 12:48

    Dabei ist er selbst doch auch ein … charismatischer Redner.

    Hic Rhodos …

  27. Coffee And TV: » Vergleichsweise originell
    16. September 2008, 12:35

    Der Nazi-Vergleich der Woche kommt von Helmut Schmidt, auch wenn es genau genommen keiner ist. […]

  28. Coffee And TV: » Der Nazi-Vergleich des Monats
    26. Oktober 2008, 15:18

    … wird Ihnen präsentiert von Hans-Werner Sinn, dem Präsidenten des Münchner Ifo-Instituts. […]

  29. Coffee And TV: » Braungebrannt
    7. November 2008, 13:04

    […] als Hitlerkrebs – Missglückte Rhetorik für Profis” verdient, das ich auf Grundlage dieser Liste nächste Woche zu Schreiben beginnen […]

  30. Coffee And TV: » Der automatische Nazi-Beantworter
    16. November 2008, 21:31

    Neuer Nazi-Vergleich: SPD-Mann vergleicht Jugendliche mit SA […]

  31. Coffee And TV: » Wehrmacht denn sowas?
    19. November 2008, 23:46

    […] Im Wettstreit um den dümmsten Vergleich mit der Nazizeit hat Wolfgang Kubicki gepunktet: Den FDP-Fraktionschef in Schleswig-Holstein erinnern Pisa-Reaktionen der Kultusministerin an „Durchhalteparolen des Oberkommandos der Wehrmacht“. […]

  32. bongokarl
    22. November 2008, 17:40

    Was hat denn „Arbeit Macht Frei“ von den Libertines auf der Liste verloren? Bzw. muss dann jedes Lied mit Bzeug auf Nazi-Deutschland/Holocaust auf die Liste?

  33. Thomas Laumann
    12. Januar 2009, 20:30

    Ich finde einen Nazivergleich in keiner Weise schlimmer als eine „sonst übliche Normalbeleidigung“. Sie ist nur wesentlich wirkungsvoller. Und das solange es solche Deppen gibt, die sich, durch ihre pseudojournalistische Arbeit, wie sie sich hier bewundern lässt, als billigen Multiplikator anbieten. DAS ist der eigentliche Skandal, das aufblasen einer Allerweltsnichtigkeit als „besonders erwähnenswertes“ Vorkommniss. Tut mir leid, lächerlich.

  34. Coffee And TV: » Schon wieder das Vergessen
    13. Januar 2009, 16:42

    „Tchibo und Esso haben nach einer Anfrage der Frankfurter Rundschau eine gemeinsame PR-Aktion gestoppt, die bundesweit an rund 700 Tankstellen unter dem Slogan „Jedem den Seinen“ für Kaffeesorten warb.“ […]

  35. lmn
    16. Januar 2009, 11:54

    Die Max-Mosley-Geschichte vom letzten Jahr fehlt hier noch…

    Laut Wiki: März 2008 geriet Mosley in die Schlagzeilen, da er laut der britischen Boulevardzeitung News of the World auf einem fünfstündigen Video als Gastgeber einer Sexorgie mit Prostituierten in Nazi-Uniformen zu sehen sein soll. Im Mai 2008 stellte sich heraus, dass Mosley sieben Wochen lang im Auftrag Dritter von einer Londoner Detektivagentur beschattet wurde. Mosley bestritt lediglich den Bezug der Handlungen zum Nationalsozialismus; die Echtheit des Videos hat Mosley nicht in Frage gestellt.

  36. Coffee And TV: » Haben Sie das auch in braun?
    27. Februar 2009, 16:30

    […] Über den ganzen Obama-Wahn hätte ich fast vergessen, dass wir in diesem Blog ja noch eine ganz andere Liste am Laufen hatten: die der Nazi-Vergleiche. […]

  37. Edition Flint » Blog Archive » Kneipengespräche
    27. Februar 2009, 21:29

    […] beim Genuß alkoholischer Getränke entstandene Vergleiche, empfehle ich die Liste bei Coffee and TV. ________Siehe hier. [↩]Siehe hier. Gefunden bei Coffee and TV. […]

  38. Mario H.
    14. März 2009, 20:05

    Außerdem: SZ: Bischof Mixa vergleicht Abtreibungen mit dem Holocaust.
    Sonst kann man noch Williams hinzufügen.

  39. Lukas
    14. März 2009, 20:13

    Mixa hatten wir hier (ich gebe zu, dass es langsam etwas unübersichtlich wird).

  40. Coffee And TV: » Nazi und Indianer
    19. März 2009, 12:10

    […] fühlen. Der Einfachheit halber heften wir es hier im Blog aber trotzdem bei den Nazi-Vergleichen […]

  41. Max
    19. März 2009, 20:04

    allerdings. willst du nicht mal ne fortsetzungsliste veröffentlichen?

  42. Coffee And TV: » Dialektik der Nicht-Aufklärung
    3. Juli 2009, 15:50

    […] Waschen Sie sich den rechten Arm, pieksen Sie kleine Reichskriegsfähnchen in den Käse und hängen Sie die Hakenkreuzgirlande auf: Wir haben einen neuen Nazi-Vergleich! […]

  43. Entdinglichung
    17. August 2009, 12:27

    aktueller geschmackloser Nazivergleich aus den USA: http://shirazsocialist.wordpre.....s-bashers/

  44. Homophobie, Rassismus und Nazi-Vergleiche « meta.blogsport
    17. August 2009, 17:28

    […] Selber Nazi! Unrast.Wildcat verweist auf eine Sammlung von Nazi-Vergleichen auf Coffee And TV. […]

  45. Der Follow Friday für Blogs | ui.
    5. Oktober 2009, 11:27

    […] Hier schreibt meist Lukas Heinser, der unter anderem auch beim Bildblog tätig ist, schätzungsweise über Themen, die genau ihn interessieren – also ohne jegliche Verpflichtungen anderen gegenüber. Allein das finde ich schon gut, so mache ich das ja auch. Er schreibt allerdings so interessant, dass man nichts verpassen will und hat großartige Ideen, wie zum Beispiel schöne Brückenbilder zum Brückentag, unter dem Motto “Ja ihr könnt mich mal” die abwegigsten Obama-Verweise (z.B. hier und mit eigenem Blog hier) und die Auflistung von Nazivergleichen. […]

  46. Coffee And TV: » Die Führerlose Zeit ist vorbei!
    9. Oktober 2009, 15:26

    […] zum Preis von Zweien) glaub ich auch noch nicht, also hat sich Kramer sein Messingschild in der Ruhmeshalle der Nazi-Vergleiche redlich […]

  47. Brodaganda
    5. März 2010, 14:28

    Broder mit nur einem Nazivergleich aufzuführen ist natürlich sehr unvollständig. Andererseits würde es sonst auch einfach die Liste sprengen.
    Das folgende ist wohl nur die Spitze des Eisbergs: „Kinder-Stürmer“ als Bezeichnung für die taz, eine Gestapo-Gleichsetzung der Wiener Polizei und Freisler-Vergleiche für Richter.

    Andererseits beklagt er eine „unsägliche Verharmlosung des Dritten Reiches“, wenn jemand anders einen Nazivergleich wagt.

    Soviel als Ergänzung.

  48. Die hohe Kunst des schiefen Vergleichs | Spreeblick
    9. März 2010, 12:01

    […] immer, Hitlervergleiche nie. Nazideutschland geht immer, Nazideutschlandvergleiche nie.Das durfte (mal wieder) Michael Lerchenberg erfahren, der in seiner Nockherberg-Busspredigt als Bruder Barnabas sagte: […]

  49. plastickblog.
    22. Juni 2010, 13:32

    nazis, everywhere!…

    schöne liste, die „coffee and tv“ da zusammengetragen hat. auch über sechzig jahre nach dem totalversagen dieser nation ist das erbe, faschistisches gedankengut, frisch wie eh und je. warum auch etwas dazulernen, könnte ja anstrengend sein. geht „hi…

  50. Ali
    7. Oktober 2010, 21:20

    Ich habe mich wirklich köstlich amüsiert. :)

  51. Coffee And TV: » Der Ölprinz
    4. März 2011, 13:38

    […] Nazi-Vergleiche verbieten sich eigentlich als Stilmittel in der sachlichen Auseinandersetzung. Und dennoch fällt es schwer, angesichts von Hunderttausenden, meist jungen Menschen, die sich bei Facebook “Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg” aussprechen oder “Wir wollen Guttenberg zurück” fordern, nicht von einer “Guttenbergjugend” zu sprechen. […]

  52. Historisch-politische Aufladung - Katharina Brunner
    6. Januar 2015, 9:06

    […] hat in einer sicherlich Heidenarbeit Skandale und Skandälchen rund um Nazivergleiche, nationalsozialistische Äußerungen usw. ab 1979 […]

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