Neues Füllmaterial für das Ressort „Vermischtes“

Von Lukas Heinser, 15. September 2008 13:16

Jetzt, wo sich das „G.R.P. Institut für Rationelle Psychologie“ unter seinem Leiter Henner Ertel offenbar zerlegt hat, werden sich viele Medien neue alberne Studien suchen müssen, aus denen sie zitieren können.

Ich dachte mir, ich bin so freundlich und stelle mich zur Verfügung. Mich und meinen Bochumer Lehr-Ort für erwähnenswerte Daten (kurz BLOED).

Greifen Sie also zu:

Mütter steigen früher aus

Wenn ein Fernzug in einen Bahnhof einfährt, stehen Mütter als erste am Ausgang — egal, wie alt ihre Kinder sind. Das ergab eine Studie des Bochumer Lehr-Orts für erwähnenswerte Daten unter der Leitung von Lukas Heinser, B.A..

Die Wissenschaftler hatten dafür mehrere Reisen in ICEs der Deutschen Bahn unternommen und das Verhalten der Fahrgäste vor dem Aussteigen beobachtet. Nach den Müttern, die sich oft schon bis zu zehn Minuten vor der geplanten Ankunft hinter den Türen positionieren, folgen Rentner auf Platz 2 und Schulklassen auf dem dritten Rang. Am längsten bleiben der Studie zufolge Geschäftsreisende sitzen.

Die Untersuchung kam darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass Mütter auch zu den von Mitreisenden am Meisten gehassten Fahrgästen zählen. Besonders, wenn sie ihre Kinder auf dreieinhalbstündigen Zugfahrten von Berlin ins Ruhrgebiet permanent ermahnen, doch bitte ihre Hausaufgaben zu machen. (BLOED)

12 Kommentare

  1. Matthias Sch.
    15. September 2008, 13:48

    gute Idee – allerdings wird in der Meldung auf die Form der Erhebung hingewiesen („Die Wissenschaftler hatten dafür mehrere Reisen in ICEs der Deutschen Bahn unternommen ….“), was für den Erfolg des BLOED angesichts der GPR-Vorgehensweise eher hinderlich sein dürfte…

  2. Johanna
    15. September 2008, 14:35

    Falls ich als Gastwissenschaftlerin zugelassen werden sollte, würde ich folgendes hinzufügen:

    Neben den Müttern zählen zu den meist gehassten Fahrgästen die Kinder, die anstatt endlich ihre Hausaufgaben zu machen, permanent durch den Gang rennen brüllen oder von hinten gegen die Sitze anderer Mitreisender treten.

  3. Lukas
    15. September 2008, 14:48

    @Johanna: Sehr gut. Ich könnte Dich zur Gastdozentin ernennen.

  4. SvenR
    15. September 2008, 17:05

    Nicht zu vergessen die Herren und Damen Geschäftsreisenden, die aus dem Zug heraus immer mit Ihrem Büro telefonieren schreien („War was…bin gerade auf dem Weg nach Hamburg…ja, die Qualität ist nicht so gut…fahrender Zug…ICE drei…ne, ohne Neigetechnik…ja, melden Sie sich halt, wenn was ist.“).

  5. David
    15. September 2008, 17:55

    …searching for Klickstrecke + „Artikel“ auf RP-Online, SPON etc. zum Thema – leider bisher ohne Erfolg :-(

    @ Lukas: Twitter RP doch mal den Link ;-) dann brauchen die den nicht zu recherchieren :)
    oder gebe eine Pressemitteilung raus.

    Eigentlich schon aus Berlin zurück? Wenn nicht könntest deine Erfahrungswerte der Rückfahrt mit einfließen lassen…

    Grüße

  6. daniel M.A.
    15. September 2008, 23:10

    Tatsächlich darf die Methode maximal angedeutet werden (repräsentative Studie) Dein akademischer Titel hat auch nichts verloren, Du versteckst Dich ja hinter einer Institution. Orts- und Zeitangaben müssen auch weg. Es geht hier um ALLE Züge, nicht nur um den zwischen Berlin und Bochum. Und: In Deiner Studie wurde nicht gefickt. (Kann man Euch Feldforschungsergebnisse anbieten?)

  7. Yetused C.D.
    16. September 2008, 0:02

    Jau. Needs more porn!

    (Mütter könnten ehemalige Teenie-Mütter sein, oder Kinder in One-Night-Stands gezeugt. Geschäftsreisende könnten sexuelle Gedanken mit Omi haben.)

  8. Matthias Sch.
    16. September 2008, 0:27

    stimmt, daniel, die Sex-Komponente war eindeutig unterrepräsentiert in diesem Artikel. Optimierte Variante:

    (Anfang)
    Wenn ein Fernzug in einen Bahnhof einfährt, stehen dralle Blondinen als erste am Ausgang — egal, wie groß ihre Titten sind. Das ergab eine Studie des Bochumer Lehr-Orts für erwähnenswerte Daten unter der Leitung von Lukas Heinser, B.A..

    Die Wissenschaftler hatten dafür mehrere Reisen in ICEs der Deutschen Bahn unternommen und das Verhalten der Fahrgäste vor dem Aussteigen beobachtet. Nach den Blondinen, die sich oft schon bis zu zehn Minuten vor der geplanten Ankunft hinter den Türen positionieren, folgen langbeinige Rothaarige auf Platz 2 und Mini-Rock-tragende Brünette auf dem dritten Rang. Am längsten bleiben der Studie zufolge nordische Schönheiten mit Körbchengröße DD sitzen.

    Die Untersuchung kam darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass Blondinen auch zu den von Mitreisenden am häufigsten sexuell mißbrauchten Fahrgästen zählen. Besonders, wenn sie ihre Titten auf dreieinhalbstündigen Zugfahrten von Berlin ins Ruhrgebiet permanent raushängen lassen, während verklemmte Jugendliche versuchen, ihre Hausaufgaben zu machen. (BLOED)
    (Ende)

    oder so ähnlich, wir müssen da wohl alle noch üben ;-)

  9. Manniac
    16. September 2008, 6:04

    Gibt es auch Erkenntnisse dazu, wie oft diese Mütter den Nachmittag mit einem leckeren Sandwich bei Subway verbringen?

  10. nilz
    16. September 2008, 11:23

    juchuh! i love it already!

    man könnte auch eine studie darüber machen, das es in fliegern genau umgekehrt läuft, wo geschäftsreisende schon weit vor erlöschen des anschnallzeichens aufspringen, ihr handy anmachen und genervt warten endlich den flieger verlassen zu können, um ihren bedeutsamen terminen nachkommen zu können!

  11. birgit
    16. September 2008, 12:31

    Du hast es richtig beobachtet: ich bin auch eine von diesen Müttern, nicht wahr?

  12. Dennis
    17. September 2008, 23:26

    Da wird sich Deutschlands größtes Männermagazin wohl einen neuen Studiendealer besorgen müssen. Ach ja! Frauen gehen IMMER zu (mindestens)zweit aufs Klo.