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Songs des Jahres 2025

In Zei­ten wie die­sen hel­fen ja vor allem Tra­di­tio­nen und Ritua­le: Jedes Jahr sit­ze ich also im Janu­ar vor mei­nem Mac­Book, schie­be zuneh­mend hilf­los Tracks in einer Spo­ti­fy-Play­list hin und her und ver­su­che, Hun­der­te Songs, die ich im ver­gan­ge­nen Jahr gehört habe, in irgend­ei­ne belast­ba­re Rei­hen­fol­ge zu brin­gen. Das neue Jahr kann, ja: darf, nicht rich­tig begin­nen, ehe ich nicht das alte mit einer mög­lichst objek­ti­ven, all­um­fas­sen­den Rück­schau abge­schlos­sen habe.

Aus der ers­ten Kalen­der­wo­che wird die zwei­te, drit­te und vier­te, lang­sam wer­de ich gestresst — und obwohl ich weiß, dass das hier nie­mand ernst­haft von mir erwar­tet, erscheint mir die­ses Hob­by-Pro­jekt, das eigent­lich harm­los, posi­tiv und lebens­be­ja­hend sein soll­te, zuneh­mend wie eine Last; eine Art musi­ka­li­sche Steu­er­erklä­rung. Mehr noch: Weil ich weiß, dass ich mir die­sen Druck aus­schließ­lich selbst mache, habe ich beson­ders schlech­te Lau­ne — so einen intrin­si­schen Stress ken­ne ich von den ande­ren Män­nern in mei­ner Fami­lie und dafür bin ich nicht in The­ra­pie gegan­gen!

Die­ses Jahr ist es zumin­dest ein biss­chen anders: Ich habe mich Anfang Dezem­ber bei Apple Music ange­mel­det — das ist ethisch immer­hin ein biss­chen bes­ser zu ver­tre­ten als Spo­ti­fy, außer­dem ist die Sound­qua­li­tät so viel bes­ser, dass ich Anfangs dach­te, ich hät­te ein neu­es Paar Ohren, und alle mei­ne Lieb­lings­al­ben erst­mal neu – also qua­si: zum ers­ten Mal – hören muss­te. Wenn man Musik die letz­ten 19 Jah­re als MP3s mit 160 kb/​s gehört hat, hat man kei­ne Musik gehört!

Die ande­ren Pro­ble­me aber blei­ben: So vie­le Songs, aber die meis­ten nicht öfter als drei, vier Mal gehört. Zumin­dest im Strea­ming — man­che Songs habe ich bei BBC Radio 6 Music bestimmt 20, 30 Mal gehört und sie sind mir damit auto­ma­tisch ver­trau­ter, lie­ber und wer­den am Ende ver­mut­lich höher gerankt wer­den. Und damit zeigt sich ja die gan­ze Absur­di­tät der ver­meint­li­chen Qua­li- und Quan­ti­fi­zie­rung: Es gehört eben­falls zur Tra­di­ti­on, dass ich zu irgend­ei­nem Zeit­punkt den Sinn des gan­zen Unter­fan­gens hin­ter­fra­ge. Und wen genau will ich mit so einer Rang­lis­te, die ich nun – mit Unter­bre­chun­gen – seit dem Jahr 2000 jedes Jahr anle­ge, eigent­lich noch beein­dru­cken?

Mit zuneh­men­dem Alter erscheint mir das Pro­jekt also immer sinn­lo­ser und trotz­dem mache ich erst­mal wei­ter (was auch eine sehr schö­ne Beschrei­bung für das Kon­zept „Leben“ an sich wäre). Weil es mir eben auch hilft, zurück­zu­bli­cken, zu sor­tie­ren, und so ein Jahr dann in einen Kar­ton zu packen und ins Schwer­last­re­gal zu stel­len.

Wenn ich die gro­ßen Trends und The­men von 2025 her­aus­ar­bei­ten soll­te, wür­de ich sagen: Die 1990er Jah­re sind wie­der da — und sie gehen nicht mehr weg. Von Brit­pop (und da rech­nen wir die Oasis-Reuni­on und das neue Rob­bie-Wil­liams-Album glei­chen Namens nicht mit rein) über Alter­na­ti­ve Rock ist alles zurück; jun­ge Acts erin­nern an Beck, Blur, Hole, Smas­hing Pump­kins und so wei­ter. Und was nicht nach den Neun­zi­gern klingt, klingt nach The War On Drugs.

Ansons­ten war ich sti­lis­tisch weit unter­wegs: Ich sehe in mei­ner Lis­te neben Nahe­lie­gen­dem wie Indie, Ame­ri­ca­na und Elec­t­ro auch fran­zö­si­schen Hip­Hop, Jazz, Klas­sik; ich zäh­le sechs deutsch­spra­chi­ge Songs (davon zwei in den Top 10), was es so ver­mut­lich auch lan­ge nicht mehr gege­ben hat, zwei nie­der­län­di­sche und was auch immer Rosalía da alles in „Berg­hain“ abfeu­ert. Zwei Cover-Ver­sio­nen des glei­chen Songs! Der längs­te Song ist 10:52 Minu­ten lang, der kür­zes­te 1:56.

Es sind 100 Songs, alle sehr gut, vie­le davon rich­tig, und ich hät­te sicher­lich noch viel mehr fin­den und auf die Lis­te packen kön­nen. Ihr könnt sie auf Shuff­le hören, aber das hier sind – Stand Jetzt – mei­ne Top 10 des Jah­res 2025:

10. Jalen Ngonda – Just As Long As We’re Together

Erst Anfang des letz­ten Jah­res bin ich durch mei­nen Kum­pel Ste­phan Kochs auf Jalen Ngon­das Debüt-Album „Come Around And Love Me“ (Dap­to­ne; Apple Music, Spo­ti­fy, Ama­zon Music, Tidal, You­Tube Music, Band­camp) aus dem Jahr 2023 auf­merk­sam gewor­den — und da haben wir gleich einen wei­te­ren Grund, die­se gan­zen Jah­res­bes­ten­lis­ten in Fra­ge zu stel­len, denn im Nach­hin­ein wür­de ich die­se fei­ne Soul/R&B/Motown-Platte ger­ne in mei­ne Top 10 jenes Jah­res packen (die aller­dings eh nicht so rich­tig exis­tiert).

Die gute Nach­richt: Jalen Ngon­da hat auch 2025 Musik ver­öf­fent­licht und „Just As Long As We’­re Tog­e­ther“ ist Son­nen­schein auf Vinyl (wenn man Musik noch auf Vinyl hört). Man ist sich beim ers­ten Hören sicher, die­sen Song schon seit der eige­nen Kind­heit von Mar­vin Gaye, The Tempt­a­ti­ons, The Four Tops, The Spin­ners oder The Jack­son 5 zu ken­nen, und stellt dann fest: Nee. Aber es fühlt sich genau­so an!

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9. Kae Tempest – Statue In The Square

Bis zum letz­ten Jahr war Kae Tem­pest immer nur am Ran­de mei­nes Sicht­felds auf­ge­taucht: span­nen­de Per­son (die Kar­rie­re begann weib­lich gele­sen, 2020 hat­te Kae Tem­pest ein coming out als nicht-binä­re Per­son, seit letz­tem Jahr spricht er von sich selbst als trans Mann), die Gedich­te, Roma­ne, Thea­ter­stü­cke, Essays und eigent­lich alle Arten von Tex­ten schreibt, span­nen­de Musik, aber näher beschäf­tigt hab ich mich nie damit.

Dann kam „Sta­tue In The Squa­re“, die ers­te Sin­gle des Albums „Self Titled“ (Island; Apple Music, Spo­ti­fy, Ama­zon Music, Tidal, You­Tube Music): Breit­bei­nig stellt sich der Song kon­ser­va­ti­ven Evo­lu­ti­ons­brem­sen und dem Nar­ra­tiv eines reak­tio­nä­ren Back­lashs ent­ge­gen; im Hin­ter­grund schwillt ein Beat, irgend­wie bedroh­lich, aber mit­rei­ßend. „They never wan­ted peo­p­le like me round here /​ But when I’m dead, they’ll put my sta­tue in the squa­re“, rappt Kae Tem­pest und errich­tet denen, die nie rein­ge­passt haben, die beäugt, ver­spot­tet und aus­ge­grenzt wur­den, eige­ne Denk­mä­ler. Eine Faust, die auf den Brust­korb trom­melt, an der Stel­le, wo das Herz ist.

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8. KORD – Das ist nicht New York

Auf deutsch­spra­chi­ge Tex­ten reagie­re ich in aller Regel sehr kör­per­lich: Ent­we­der will ich mich vor lau­ter Fremd­scham selbst ent­lei­ben oder mein Herz wird direkt frei­ge­legt, weil es zu groß für mei­nen Brust­korb gewor­den ist.

„Das ist nicht New York“ von KORD fällt in letz­te­re Kate­go­rie. Ich weiß gar nicht, bei wie vie­len Text­stel­len ich Gän­se­haut bekom­me. Es ist die Geschich­te einer Kind­heit in der deut­schen Pro­vinz im Wis­sen um das Kon­zept „USA“ (im Springsteen’schen Sin­ne, nicht im poli­ti­schen) bei gleich­zei­ti­ger Nega­ti­on des­sel­ben. Drauf gesto­ßen bin ich durch den Auf­tritt bei „Inas Nacht“, aber die gan­ze EP (War­ner; Apple Music, Spo­ti­fy, Ama­zon Music, Tidal, You­Tube Music, Deezer) gefällt mir sehr gut. Klingt, als hät­te Adam Gran­du­ciel von The War On Drugs Annen­May­Kan­te­reit pro­du­ziert, ist aber geil!

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7. Clipping – Keep Pushing

Das ein­zi­ge, was ich lan­ge über Clip­ping, jenes expe­ri­men­tel­les Hip­Hop-Trio aus Kali­for­ni­en, wuss­te, war, dass Dave­ed Diggs, Mar­quis de Lafayette/​Thomas Jef­fer­son aus „Hamil­ton“, dort sei­ne maschi­nen­ge­wehr­ähn­li­chen rap skills abfeu­ert.

Dann kam „Keep Pushing“ als Vor­ab-Sin­gle ihres fünf­ten Albums „Dead Chan­nel Sky“ (Sub Pop Records; Apple Music, Spo­ti­fy, Ama­zon Music, Tidal, You­Tube Music, Band­camp): Ein hyp­no­ti­scher Track, der sich immer wei­ter stei­gert und einen mit­reißt wie in einen Stru­del. Und jeder Stru­del führt nach unten: Es ist ein Song dar­über, in einer Welt, die um einen zer­fällt, immer wei­ter zu machen. Wobei die­ses „wei­ter machen“ im Text kon­kret bedeu­tet: Dro­gen­han­del.

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6. HAIM – Relationships

„Bezie­hun­gen: Oder soll man es las­sen?“, ist eine Fra­ge, die (mei­nes Wis­sens, aber ich hab auch bes­se­res zu tun) bis­her noch kein Medi­um gestellt hat. Dabei gäbe es in Zei­ten, in denen die kör­per­li­che Selbst­be­stim­mung von Frau­en in vie­len US-Bun­des­staa­ten wie­der ein­ge­schränkt wird; in denen das Mutt­chen am Herd als frag­wür­di­ger Social-Media-Trend „Trad­wi­fe“ eine über­ra­schen­de Renais­sance fei­ert; in denen meh­re­re Stu­di­en zu dem Ergeb­nis kom­men, dass die jüngs­te geschlechts­rei­fe Gene­ra­ti­on, Z, weni­ger Sex hat als die Gene­ra­tio­nen vor ihr; in denen Paartherapeut*innen zu Social-Media-Stars wer­den, genug Anläs­se, Bei­spie­le und Gele­gen­hei­ten, mal inten­si­ver über zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen nach­zu­den­ken.

HAIM machen das auf ihrem vier­ten Album „I Quit“ (Poly­dor; Apple Music, Spo­ti­fy, Ama­zon Music, Tidal, You­Tube Music), über das ich für die „Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung“ geschrie­ben habe, unter vie­len Aspek­ten; vor allem tun sie es in der ers­ten Sin­gle „Rela­ti­onships“, die Jahr­zehn­te (ehr­li­cher­wei­se: Jahr­tau­sen­de, aber mit sol­chen Kate­go­rien ist man ja hier­zu­lan­de lie­ber vor­sich­tig) gesell­schaft­li­cher Kon­ven­tio­nen in Fra­ge stellt und dabei so ver­gnügt klingt wie eine TLC-Sin­gle aus den 1990er Jah­ren: „Oh, this can’t just be the way it is /​ Or is it just the shit our par­ents did /​ And had to live with it in their rela­ti­onship?“

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5. Deep Sea Diver – Shovel

„Sho­vel“ von Deep Sea Diver aus Seat­tle wird schon des­halb immer einen beson­de­ren Platz in mei­nem Her­zen haben, weil wir damit unse­re kurz­le­bi­ge Musik-Video­blog-Serie „5 Songs, die Ihr die­sen Monat gehört haben soll­tet“ eröff­net haben.

Die­ser Wech­sel zwi­schen Stro­phe und Refrain, zwi­schen Selbst­zwei­feln und trot­zig-opti­mis­ti­schem „It’s taken care of“ reißt mich auch ein Jahr spä­ter immer noch mit.

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4. Lucy Dacus – Best Guess

Das ist einer die­ser Songs, die bei BBC Radio 6 Music rauf- und run­ter­lie­fen: Ein Lie­bes­lied dar­über, dass bei­de Part­ne­rin­nen altern wer­den; dass es viel­leicht nicht für immer hal­ten wird; dar­über, was man sucht und fin­det, und dass letzt­lich alles, was mit der Zukunft zu tun hat, immer auch eine Wet­te ist.

So abge­klär­te Gedan­ken zu einem wun­der­schö­nen, roman­ti­schen Love­song zu for­men, ist die gro­ße Stär­ke von Lucy Dacus. Nicht als trotz­dem, son­dern als des­halb. Was soll man denn auch sonst machen?

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3. Taal – Schwerelos

Auf deutsch­spra­chi­ge Tex­ten reagie­re ich …

Sor­ry, ich komm noch mal rein: Taal sind ein jun­ges FLIN­TA-Duo aus Köln. Cla­ra hat schon unter dem Namen Mar­ya­ka Musik gemacht und in der aller­al­ler­ers­ten Fol­ge unse­rer klei­nen Musik­sen­dung haben wir Mar­ya­kas Song „Grow“ gespielt. Zusam­men mit Tari ist Cla­ra Taal und die bei­den sin­gen auf Deutsch über gro­ße Gefüh­le.

„Schwe­re­los“ ist erst ihre drit­te Sin­gle, aber es war sehr, sehr unan­ge­foch­ten mein Som­mer­hit des Jah­res 2025. „Bei Dir den­ke ich, ich kann das“, ist – hands down – eines der auf­rich­tigs­ten, pas­sends­ten und süßes­ten Kom­pli­men­te, das je in einem Lie­bes­lied gemacht wur­de.

Text­li­che Ver­spre­chen knal­len natür­lich umso mehr, wenn sie auch musi­ka­lisch ein­ge­löst wer­den — und hier ist tat­säch­lich alles schwe­re­los, indi­go und so groß: Älte­re wer­den sich an Wir Sind Hel­den oder Mia erin­nert füh­len, ganz Alte viel­leicht an Nena, es ist auch ein Hauch von The War On Drugs zu erken­nen (wie eigent­lich aktu­ell über­all), vor allem ist es aber ein wun­der­schö­ner, unpein­li­cher, quee­rer Love­song!

Und wenn man ein­mal gese­hen hat, wie Cla­ra und Tari die­sen Song live mit einer Cho­reo unter­le­gen, die man nur als „selbst­be­wusst awk­ward“ bezeich­nen kann, wird die bei­den eh sofort in sein Herz schlie­ßen!

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2. Ider – Attachment Theory

Die­se merk­wür­di­gen neu­en Ver­öf­fent­li­chungs­kon­zep­te mit „water­fall stra­tegy“ und allem füh­ren dazu, dass Du als Act in zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Jah­ren in mei­nen Top 10 auf­tau­chen kannst: Letz­tes Jahr waren Ider mit „You Don’t Know How To Dri­ve“ auf Platz 6, jetzt sind sie mit „Attach­ment Theo­ry“ auf Platz 2: Ein trei­ben­der Song über Bezie­hun­gen, Rol­len­bil­der, Selbst­er­mäch­ti­gung und dar­über, aus alten Struk­tu­ren aus­zu­bre­chen. (Ich mer­ke gera­de, dass min­des­tens die Hälf­te mei­ner Top-10-Songs mit Bezie­hun­gen und Lie­be zu tun haben. Weiß mein Musik­ge­schmack etwas, das ich nicht weiß?)

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1. Wet Leg – Catch These Fists

Ich weiß noch ganz genau, wo und wie ich die ers­ten Tak­te von „Catch The­se Fists“ von Wet Leg zum ers­ten Mal bei „All Songs Con­side­red“ gehört habe. Ich wuss­te schon nach drei, vier Tönen, dass mich die­ser Song lan­ge beglei­ten und ver­mut­lich mein Song des Jah­res wer­den wird. Es war frü­her Mor­gen, die Son­ne schien und Hei­ko But­scher, der den VfL Bochum in der Sai­son 2023/​24 völ­lig über­ra­schend in der Bun­des­li­ga gehal­ten hat­te, fuhr auf dem Fahr­rad an mir vor­bei.

2025 ist der VfL dann abge­stie­gen, aber dazu passt ein Song, der die gan­ze Zeit damit droht, einem eins aufs Maul zu geben, natür­lich auch sehr schön: Rhi­an Teas­da­le und Hes­ter Cham­bers von Wet Leg wis­sen jeden­falls, wie man einen Span­nungs­bo­gen auf­baut und so rich­tig schön auf die Hörer*innen drauf­knüp­pelt. Man down!

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Und hier sind mei­ne Top 100 — bei Apple Music:

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Und auch noch mal bei Spo­ti­fy:

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Robbie’s Coming Home

„Rob­bie Wil­liams ist bei Take That aus­ge­stie­gen. Der Grund: Er möch­te end­lich mal gute Musik machen.“ Die­sen Witz riss ich im Alter von elf Jah­ren in der damals von mir mode­rier­ten Late Night Show (Publi­kum: mei­ne bei­den jün­ge­ren Geschwis­ter) und auch wenn der dort ent­hal­te­ne Boy­band-Burn der vor­pu­ber­tä­ren Genervt­heit über Klas­sen­ka­me­ra­din­nen, die das alles ganz toll fan­den, geschul­det war (und ich Take That heim­lich auch immer schon ganz gut fand — wenn auch nicht so gut wie East 17), möch­te ich mir mehr als 30 Jah­re spä­ter ein­fach mal attes­tie­ren: Ja.

Ich habe vor unge­fähr zwei Jah­ren schon mal über Rob­bies Früh­werk und des­sen Bedeu­tung für mei­ne eige­ne Musik­bio­gra­phie geschrie­ben. Jetzt hat er die Hei­li­ge Drei­fal­tig­keit des altern­den Pop­stars (Grea­test-Hits-Album mit Orches­ter­be­glei­tung, Net­flix-Doku, Bio­pic mit Affe) hin­ter sich und kann nach vor­ne gucken. Zumin­dest theo­re­tisch, denn das Cover sei­nes 13. Stu­dio­al­bums ziert ein Foto von Rob­bies legen­dä­rem Glas­ton­bu­ry-Wochen­en­de 1995, als er 21-jäh­rig mit den Gal­lag­her Brot­hers sei­nen Abschied von Take That recht zünf­tig beging — hier aller­dings schon muse­ums­reif aus­ge­stellt und von jun­gen Bil­der­stür­mern mit Far­be beschmiert.

Robbie Williams - Britpop (Albumcover)

Dazu der Titel: „Brit­pop“. Jene Par­ty, zu der Rob­bie mit sei­nen ers­ten bei­den Alben „Life Thru A Lens“ (1997) und „I’ve Been Expec­ting You“ (1998) reich­lich spät stieß, zu der er mit Songs wie „Old Befo­re I Die“, „Strong“, „No Reg­rets“, „Lazy Days“ oder „It’s Only Us“ aber durch­aus noch Signi­fi­kan­tes bei­zu­steu­ern hat­te. Er habe das Album erschaf­fen, das er nach sei­nem Aus­stieg bei Take That habe schrei­ben und ver­öf­fent­li­chen wol­len, erklär­te er dann auch beflis­sen bei der Ankün­di­gung im ver­gan­ge­nen Mai — und die Brit­pop-Rob­bie-Fans von damals dach­ten: „Been The­re Then“.

Das Album soll­te zunächst im letz­ten Herbst erschei­nen, wur­de dann wegen Tay­lor Swifts „The Life Of A Show­girl“ auf den Febru­ar ver­scho­ben, und schließ­lich ohne wei­te­re Vor­war­nung doch ver­gan­ge­nen Frei­tag gedroppt. Offen­bar arbei­ten Mega­stars inzwi­schen genau­so erra­tisch wie Behör­den, gro­ße Fuß­ball­ver­ei­ne oder der öffent­lich-recht­li­che Rund­funk. Viel­leicht lag es dar­an, dass Har­ry Styl­es, der Har­ry Kane zu Rob­bies David Beck­ham, letz­te Woche ein neu­es Album für den 6. März ange­kün­digt hat und der Alt­meis­ter dem (auch nicht mehr ganz so) Jung­star aus dem Weg gehen woll­te.

Tat­säch­lich ver­sprü­hen die ers­ten Songs des Albums – die ers­te Sin­gle „Rocket“ mit Tony Iom­mi von Black Sab­bath an der Gitar­re, „Spies“, „Pret­ty Face“ – eine ähn­lich jugend­li­che Luft­gi­tar­ren-Ener­gie wie das Williams’sche Früh­werk. Sie brin­gen aber auch über­ra­schen­de Erin­ne­run­gen an „Esca­po­lo­gy“ mit, das etwas zwei­schnei­di­ge, angeb­lich so „ame­ri­ka­ni­sche“ Album von 2002, das den Abschied von Rob­bies lang­jäh­ri­gem Song­wri­ting-Part­ner Guy Cham­bers (und damit nach Ansicht vie­ler: den Anfang vom Ende) mar­kier­te und die letz­ten wirk­lich gro­ßen Songs („Feel“, „Come Undo­ne“) ent­hielt.

„Pret­ty Face“ zitiert direkt Nir­va­na („Hel­lo, hel­lo, hel­lo, how low“), „Cocky“ (geschrie­ben mit Gaz Coom­bes von Super­grass) erin­nert ans eige­ne „Man Machi­ne“, „Bite Your Ton­gue“ direkt noch mal an „Rocket“. Stö­cke und Stei­ne, die Kno­chen bre­chen und „Human“ eröff­nen, hat­ten wir schon 2001 in „Toxic“, aber das geht ja alles eh auf einen alten Kin­der­reim zurück und über­haupt: War­um denn nicht nach 30 Jah­ren Solo-Kar­rie­re jetzt auch mal flei­ßig Selbst­zi­tat? „Brit­pop“ ist ja eh selbst­be­wusst meta — bis hin zur Idee, als Titel eine Gen­re­bezeich­nung zu neh­men, die zumin­dest damals von allen gehasst wur­de, die damit bedacht wur­den. Wir Alt-Fans aber neh­men dank­bar alles, nur nicht noch mal sowas wie „Rude­box“ oder das zwei­te Swing-Album!

Inhalt­lich wirkt es ein wenig, als sei er bei „Love My Life” aus dem Jahr 2016 hän­gen­ge­blie­ben: Wir waren mal jung und haben da viel (*zwink­er­zwin­ker*) erlebt; jetzt gera­de ist Fami­lie das Wich­tigs­te; wer weiß, wie viel Zeit uns bleibt. Das alles ist ja nun wirk­lich das exak­te Gegen­teil von Rock ’n‘ Roll, aber eben auch Lebens­wirk­lich­keit sei­ner Xen­ni­al fan base und von daher: Bit­te! „Youth is was­ted on the young“, hat­te Rob­bie ja schon 2001 in „Eter­ni­ty“ geklagt und dabei Geor­ge Ber­nard Shaw (mut­maß­lich) nicht zitiert.

Ob es jetzt wirk­lich noch ein Song mit „my life“ im Titel sein muss­te (hier: „All My Life“), sei mal dahin­ge­stellt, aber der Refrain ist schon wie­der so hym­nisch, dass man – das alko­hol­freie Getränk noch in der Hand – schon wie­der die Tanz­flä­che stür­men und sich brom­an­tisch in den Armen lie­gen muss! Außer­dem beschert uns Rob­bie mal wie­der – die Lis­te ist ja inzwi­schen lang – eine groß­ar­ti­ge Selbst­cha­rak­te­ri­sie­rung: „The only thing I’d miss is mis­be­ha­viour /​ I’ve made fri­ends with kno­wing that I’m stran­ge /​ Maso­chi­stic, but I’m always enter­tai­ning /​ And I know l’Il die, but l’Il never lea­ve the stage“. Klar, dass man so einen Song dann nicht etwa mit einem Knall been­det, son­dern 80er-Jah­re-mäßig aus­fa­den lässt.

„Bite Your Ton­gue“ gibt sich so etwas ähn­li­ches wie poli­tisch: „Wham bam, ain’t it a scam /​ Afgha­ni­stan and Viet­nam“. Wenn Rob­bie dann auch noch eine 80er-Jah­re-Band mit dem Todes­schüt­zen von Robert F. Ken­ne­dy gleich­setzt („Duran Duran is a Sir­han Sir­han“), steht fest: „poli­tisch“ in dem Sin­ne wie „Palim, Palim“ — aber auch dort hat ja inzwi­schen eine Umdeu­tung statt­ge­fun­den.

Mit „Mor­ris­sey“ (geschrie­ben mit Gary Bar­low!) lie­fert Rob­bie einen wei­te­ren Bei­trag zum Sub­gen­re „Lie­der über den The-Smit­hs-Sän­ger“, mit dem man inzwi­schen gan­ze Com­pi­la­ti­on-Alben fül­len könn­te, was natür­lich deut­lich erfreu­li­cher ist, als dem kom­plett durch­ge­dreh­ten Ras­sis­ten, Tier­rechts­hy­per­ak­ti­vis­ten und Gele­gen­heits-Musi­ker selbst wei­ter zuzu­hö­ren. 1

„It’s OK Until The Drugs Stop Working“ grüßt im Titel The Ver­ve (Rob­bie muss nach den Auf­nah­me­ses­si­ons Mus­kel­ka­ter vom Zwin­kern und Zuni­cken gehabt haben), erin­nert musi­ka­lisch aber über­ra­schend an den inzwi­schen auch schon 20 Jah­re alten Indiepop-Kra­cher „We’re From Bar­ce­lo­na“ — falls sich da außer mir noch irgend­je­mand dran erin­nern kann.

Klingt der Refrain von „Spies“, als wäre er in den „Cham­pa­gne Supernova“-Kelch gefal­len? Ja, klar. Ande­rer­seits: War­um denn auch nicht? Da könn­te man ja gleich die ver­meint­lich man­geln­de Ori­gi­na­li­tät der Gal­lag­hers kri­ti­sie­ren! Das Album wur­de geschrie­ben und auf­ge­nom­men, bevor Oasis wie­der die Band der Stun­de waren (und Richard Ash­croft und Cast zur Par­ty mit­brach­ten), jetzt passt plötz­lich alles zusam­men bei die­sem gro­ßen Welt­klas­sen­tref­fen.

Dabei gilt über­ra­schen­der­wei­se das, was The Hold Ste­ady in „Stay Posi­ti­ve“ über eine ganz ande­re Musik­sze­ne schrie­ben: „There’s gon­na come a time when the true sce­ne lea­ders /​ For­get whe­re they dif­fer and get big pic­tu­re /​ ‚cau­se the kids at the shows, they’ll have kids of their own /​ The sing along songs will be our scrip­tures“. Wenn „Brit­pop“ wirk­lich die ange­spro­che­ne Selbst­ver­wirk­li­chung ist und dabei noch so soli­den Fan-Ser­vice leis­tet, haben wir doch alle was davon!

Natür­lich gibt es das Album auch in einer „Delu­xe Edi­ti­on“, die die Dra­ma­tur­gie des eigent­li­chen Albums (das mit einer Schlaf­lied-Repri­se von „Pocket“ endet), ad absur­dum führt. Das aller­dings – Rob­bie bleibt Rob­bie – gleich sehr gründ­lich, denn der fina­le Song „Desi­re“, der die Son­der­aus­ga­be nach über einer Stun­de beschließt, ist eine „Offi­ci­al FIFA Anthem“, gesun­gen mit Lau­ra Pausi­ni, und min­des­tens so schreck­lich, wie man es ange­sichts des Fuß­ball­welt­ver­ban­des erwar­ten wür­de. Wenn raus­kä­me, dass der gan­ze Song von einer KI mit dem Auf­trag erstellt wur­de, eine schrei­end kli­schier­te Pathos­quatsch­schleu­der im Sti­le von Ima­gi­ne Dra­gons zu pro­du­zie­ren, wäre man nicht im Min­des­ten über­rascht — es wäre viel­mehr die kon­se­quen­te Fort­set­zung von Rob­bies Auf­tritt bei der Eröff­nung der Fuß­ball-WM 2018 in Mos­kau, bei der er der ver­sam­mel­ten Welt­öf­fent­lich­keit den Mit­tel­fin­ger ent­ge­gen­streck­te. Wenn die FIFA so ver­ant­wor­tungs­los mit Geld umgeht, ist es kein Wun­der, dass sie die Scheich­mil­li­ar­den und das „dyna­mic pri­cing“ braucht.

Wenn man die zusätz­li­chen Tracks aller­dings als Rechts­nach­fol­ger der B‑Seiten sieht – jenem aus­ge­stor­be­nen Medi­um, in dem Rob­bie damals ähn­lich pro­duk­tiv war wie all die gro­ßen Brit­pop-Bands -, dann ergibt es wie­der Sinn. Irgend­wie. „Sel­fi­sh Dis­co“ ist ein Aus­flug in ein ande­res Gen­re; „G.E.M.B.“ (das steht für „Green Eyed Men­tal Boy“) ein wei­te­res Gitar­ren­brett in der Tra­di­ti­on von „The World’s Most Hand­so­me Man“ (auch text­lich); und „Com­ment Sec­tion“ macht sich über Social-Media-Nutzer*innen lus­tig (inkl. gut gelaun­ter Ein­la­dung zum Shit­s­torm: „I’m a fan of K‑Pop and One Direc­tion“). Das haben von Tay­lor Swift über die Pet Shop Boys bis hin zu Mar­cus Wie­busch zwar wirk­lich schon alle durch­ex­er­ziert, aber Pop­kul­tur ist ja immer Spie­gel ihrer Zeit — und Social Media ist eben die Umwelt­ver­schmut­zung der Gegen­wart. 2

„Brit­pop“ ist das musi­ka­li­sche Äqui­va­lent dazu, wenn sich Män­ner über 40 – man­che mit Bier­bauch, man­che frisch getrennt, man­che gera­de wer­den­de Väter – zum gemein­sa­men Fuß­ball­spie­len tref­fen: Es sieht nicht mehr so ath­le­tisch aus wie frü­her; bei man­chen Aus­ru­fen hofft man, dass die eige­ne peer group gera­de nicht zuhört; das kon­su­mier­te Bier wird man mor­gen noch mer­ken — aber in einer Welt, in der man lie­ber gar kei­ne Nach­rich­ten mehr kon­su­miert, gibt die­ses Ritu­al ein Gefühl von Sta­bi­li­tät. Rob­bie Wil­liams hält auch mit 51 das Ver­spre­chen, das er uns im ers­ten Song sei­nes Solo-Debüts gege­ben hat: „And we will have /​ A jol­ly good time“.

Rob­bie Wil­liams – Brit­pop
(Sony Music, 16. Janu­ar 2026)
Apple Music
Spo­ti­fy
Ama­zon Music
Tidal
You­Tube Music
Deezer

  1. Aktu­ells­tes Bei­spiel: „Dear Ste­phen“ von den Manic Street Pre­a­chers, Zeit­ge­nos­sen der gro­ßen Brit­pop-Pha­se und im Jahr 2000 von Rob­bie schon in „By All Means Neces­sa­ry“ nament­lich erwähnt, aus dem ver­gan­ge­nen Jahr.[]
  2. Neben Umwelt­ver­schmut­zung.[]
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Musik

Songs 11/​25

Ent­schul­di­gung, ich weiß, ich bin ein biss­chen spät dran. Aber ich muss­te noch eben ein Buch schrei­ben. Des­halb hab ich auch nicht so viel neue Musik gehört — das Mix­tape ist also ein biss­chen kür­zer als sonst und ent­hält ein biss­chen mehr Jazz und Deep House (mei­ne bevor­zug­te Schreib-Musik).

Es sind aber trotz­dem vie­le schö­ne Sachen dabei:

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Und weil Spo­ti­fy ja böse ist, gibt es die Mix­tapes jetzt auch bei Apple Music:

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Musik

Songs 10/​25

Like Roses covern Cher (und wie!), Haim brin­gen einen Bonus­track mit Bon Iver raus, Tay­lor Swift singt über Holz, Ash klin­gen zusam­men mit Blur-Gitar­rist (und Blog-Namens­ge­ber) Gra­ham Coxon wie Weezer, The Moun­tain Goats haben sich Ver­stär­kung in Form von „Hamilton“-Erfinder Lin-Manu­el Miran­da geholt, Brock­hoff chan­nelt die hal­ben 90er (also: den musi­ka­lisch guten Teil), Hem haben ihr Debüt­al­bum „Rab­bit Songs“ remas­te­red — und noch so viel mehr tol­le Sachen!

Hört ein­fach rein:

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Musik

Songs 9/​25

Wie schnell so ein Jahr ver­geht, merkt man vor allem, wenn man für jeden Monat ein Mix­tape zusam­men­stellt. Jetzt ist 2025 also zu drei Vier­teln durch. Okay.

Ich hof­fe, die Musik hilft:

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Musik

Songs 8/​25

Wenn es doch nur irgend­wel­che Lied­zi­ta­te gäbe, die beschrei­ben, wie schnell so ein August dann auch wie­der vor­bei ist. Naja. Die Schu­le hat wie­der begon­nen, der Som­mer dreht ein paar Abschluss­run­den — und ich hab ziem­lich viel zu tun.

Trotz­dem sollt Ihr natür­lich Euer monat­li­ches Mix­tape bekom­men. Wie es der Zufall will, sind dies­mal eini­ge mei­ner abso­lu­ten Lieb­lings-Acts dar­auf: Ben Folds hat ein paar Songs für das „Peanuts“-Musical bei Apple TV+ geschrie­ben; Jack’s Man­ne­quin haben zum 20. Jubi­lä­um ihres Debüt­al­bums eine EP ver­öf­fent­licht, die fünf Songs von „Ever­y­thing In Tran­sit“ ent­hält, die nur mit Gesang, Kla­vier, Strei­chern und Per­cus­sion ein­ge­spielt wur­den; Demi Lova­to beginnt, nach­dem sie ihre Dämo­nen mit reich­lich Punk-Pop aus­ge­trie­ben hat­te, eine neue Power­pop/EDM-Ära; Maro hat eine Akus­tik-EP ver­öf­fent­licht (und das zau­ber­haf­te nie­der­län­di­sche Duo Lumi, mit dem sie im letz­ten Jahr auf Tour war, hat damit sei­nen ers­ten offi­zi­el­len Release); Her­bert Grö­ne­mey­er ist für den Moment auch ganz akus­tisch und dann bringt Car­ly Rae Jep­sen auch noch eine Spe­cial Edi­ti­on ihres Albums „Emo­ti­on“ raus, die eini­ge bis­her unver­öf­fent­lich­te Tracks ent­hal­ten wird.

Ich sag mal so: Viel Spaß damit!

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Musik

Songs 7/​25

Fieldre­por­ter Lukas mel­det sich aus Bochum-Ehren­feld mit 5 Songs, die Ihr im Juli gehört haben soll­tet: Shame klin­gen wie eine Knei­pen­schlä­ge­rei, Wolf Ali­ce sin­gen ein Lie­bes­lied aufs Sofa (nicht: auf dem), Kid Cudi chan­nelt Tay­lor Swift, Sev­da­li­za besingt den Mes­si­as und Taal­mu­sik lie­fern den Som­mer­hit des Jah­res ab. Wie das alles klingt? Hört Ihr im Video!

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Die­se und noch mehr Songs gibt’s wie immer auf dem Cof­fee And TV-Mix­tape:

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Musik

Songs 6/​25

Bes­ser spät als nie: Lukas hat wie­der 5 Songs für Euch im Gepäck, die Ihr die­sen (letz­ten) Monat gehört haben soll­tet: Hip­hop von Loyle Car­ner, Dre­am­pop von Coun­try Girl & Melo­dy Eng­lish, Punk­rock von Upchuck und Ame­ri­ca­na von Home Is Whe­re (wild) und Katie Pruitt (pop­pig).

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Die­se und noch mehr Songs gibt’s im Cof­fee And TV-Mix­tape:

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Musik Leben Unterwegs

Surf’s Up — In memoriam Brian Wilson

Die Son­ne mach­te sich gera­de bereit, sich das Prä­fix „Abend-“ über­zu­wer­fen und, wenn auch schon tief ste­hend, den Tag wür­de­voll abzu­run­den. Am Strand wäre es sicher­lich noch mal bedeu­tend schö­ner gewe­sen (so wie es am Meer immer schö­ner ist) als am Ran­de der Bochu­mer Innen­stadt, aber da wären wir jetzt nicht so schnell hin­ge­kom­men, außer­dem war Abend­essens­zeit und als wir uns an den Tisch setz­ten, frag­te ich also mei­nen Sohn, ob er jetzt bereit sei für mein klei­nes Impuls­re­fe­rat über Bri­an Wil­son und die Beach Boys.

Eine Stun­de zuvor war die Nach­richt auf mei­nem Smart­phone ein­ge­gan­gen, dass Wil­son, einer der Pio­nie­re der Pop­mu­sik im 20. Jahr­hun­dert; einer der aller­größ­ten Künst­ler der Pop­kul­tur; ich zöge­re nicht zu sagen: einer der Göt­ter der schö­nen Küns­te, im Alter von 82 Jah­ren gestor­ben war. Die Spo­ti­fy-Play­list „This Is The Beach Boys“ hat­te also schon die Zube­rei­tung unse­res Abend­essens laut­stark unter­malt.

Strand von Scheveningen, Niederlande

Wäh­rend wir Hähn­chen­brust mit Thy­mi­an und Gnoc­chi mit Lauch – ein ange­mes­sen som­mer­li­ches Gericht – aßen, muss­te das Kind nun erdul­den, wie ich ihm von der Grün­dung der Beach Boys durch die Gebrü­der Wil­son und ihren Cou­sin berich­te­te; davon, wie Bri­an Wil­son Ein­flüs­se aus Rock ’n‘ Roll, R&B und Bar­ber­shop-Gesang auf bis­her unbe­kann­te Art kom­bi­niert und damit die moder­ne Pop­mu­sik min­des­tens mit-erfun­den hat­te; wie wir Ein­flüs­se von Beach-Boys-Kom­po­si­tio­nen auch heu­te noch in den Songs unse­rer Lieb­lings-Car­toon-Serie „Phi­ne­as & Ferb“ wie­der­fin­den könn­ten. Ich erzähl­te von Bri­an Wil­sons psy­chi­schen Pro­ble­men, sei­nem Aus­stieg aus dem Tour-Leben und den Jah­ren, die der Musi­ker qua­si nur im Bett ver­bracht hat­te — ein so absur­der und pop­kul­tu­rell bedeut­sa­mer Fakt, dass die Baren­aked Ladies ihm in den Neun­zi­gern einen gan­zen Song wid­me­ten, den Wil­son selbst, eini­ger­ma­ßen gene­sen, eini­ge Jah­re spä­ter covern soll­te.


Die Musik der Beach Boys war in mei­ner Kind­heit so all­ge­gen­wär­tig, dass ich gar nicht sagen könn­te, wo sie mir erst­mals begeg­net ist. Viel­leicht im „Babybel“-Werbespot der frü­hen 1990er Jah­re, in dem der wachs­ver­klei­de­te Mini­kä­se auf die Melo­die von „Bar­ba­ra-Ann“ (übri­gens kei­ne Wil­son-Kom­po­si­ti­on) besun­gen wur­de; viel­leicht durch die ein­ge­deutsch­ten Ver­sio­nen ihrer Hits durch eine Band namens – I kid you not – Strand­jungs, die damals im Radio lie­fen (aus „Sur­fin‘ USA“ wur­de etwa „Sur­fen auf­’m Bag­ger­see“ — übri­gens mit mei­nem heu­ti­gen „MoMa“-Kollegen Peter Groß­mann am Mikro­fon); viel­leicht durch „Koko­mo“, die­sen objek­tiv furcht­ba­ren – und Bri­an-Wil­son-frei­en – Ohr­wurm aus dem Tom-Crui­se-Film „Cock­tail“;  viel­leicht durch die maxi­mal unse­riö­se „Super Hits“-CD aus den Wild­west-Tagen der Musik­in­dus­trie, die mein Vater besaß und die sich extrem auf das Surf-las­ti­ge Früh­werk der Band fokus­sier­te. Ver­dammt: Sogar bei „Hal­lo Spen­cer“, der NDR-Ant­wort auf die „Mup­pet Show“, tauch­te eine Band auf, die Quietsch­beus hieß!

Maximal unseriöse „Super Hits“-CD der Beach Boys

Als ich dann selbst tief ein­tauch­te in die Welt der Pop­kul­tur führ­te natür­lich gar kein Weg mehr an Bri­an Wil­son und den Beach Boys vor­bei: In den Sound­tracks von „Almost Famous“, „Vanil­la Sky“ und sogar „Das Expe­ri­ment“, in den Musik­zeit­schrif­ten, die ich ver­schlang, erst recht in der Musik, die ich hör­te und lieb­te. Ben Folds Five, The Ramo­nes, Tra­vis und so vie­le ande­re Bands wür­den nicht so klin­gen, wie sie klan­gen, wenn sie nicht auf die Wilson’schen Chor-Arran­ge­ments und Har­mo­nien hät­ten zurück­grei­fen kön­nen.

Ihre Songs waren so groß und teil­wei­se syn­onym mit Lie­be, dass Neil Han­non von The Divi­ne Come­dy in sei­nem Mehr­fach-Meta-Lie­bes­lied zwei bedeu­ten­de Zuta­ten für den „Per­fect Love­song” aus­mach­te: „A divi­ne Beat­les bass­li­ne /​ And a big old Beach Boys sound“. Mir ist genau heu­te auf­ge­fal­len, dass „Remem­ber“ von Air aus­gie­big den Beach-Boys-Song „Do It Again“ sam­plet.

Man kann eigent­lich fast jeden Song aus ihrem Gesamt­werk hören – und glaubt mir, ich arbei­te seit ges­tern Abend inten­siv dar­an! – und wird immer einen ande­ren, spä­te­ren Song fin­den, der mehr oder weni­ger deut­lich dar­an erin­nert (aller­dings auch etli­che frü­he­re Songs, bei denen sich Bri­an Wil­son und sei­ne Band­mit­glie­der bedient hat­ten).

Ich hab mich immer schon min­des­tens so sehr für die Hin­ter­grün­de und Ent­ste­hungs­pro­zes­se von Pop­kul­tur inter­es­siert wie für das eigent­li­che Werk und Bri­an Wil­son ist da in den 1960er Jah­ren etwas gelun­gen, was in die­ser Form sonst eigent­lich nur die Beat­les beherrsch­ten: Die Pro­duk­ti­ons­tech­ni­ken immer zu erwei­tern und die Gren­zen des Kon­zepts „Pop­song“ per­ma­nent zu ver­schie­ben und dabei immer noch Musik zu erschaf­fen, die einen ein­fach nicht kalt­las­sen kann. Das, was bei ande­ren in unschö­nem Mucker-Voka­bu­lar wie „Rock-Oper“ oder „Kon­zept­al­bum“ gip­fel­te, waren bei ihm immer noch Pop­songs — unend­lich kom­pli­ziert, so dass sie Men­schen, die sich mit Musik­pro­duk­ti­on oder Kom­po­si­ti­on beschäf­ti­gen, noch heu­te als Anschau­ungs­ma­te­ri­al die­nen, dabei aber immer noch so ein­deu­tig Pop, dass ich von den eige­nen Groß­el­tern bis zu mei­nem damals neu­ge­bo­re­nen Sohn wider­spruchs­los alle damit beschal­len konn­te.


Jan Wie­le ist für sei­nen Wil­son-Nach­ruf bei FAZ.net auf die – viel­leicht nicht wahn­sin­nig ori­gi­nel­le, aber wich­ti­ge – Idee gekom­men, den Tod von Bri­an Wil­son (und den von Sly Stone weni­ge Tage zuvor) mit der aktu­el­len Situa­ti­on in Kali­for­ni­en zu ver­schnei­den: Dass die­se bei­den Musi­ker, „die bei­de auf ihre Wei­se für kali­for­ni­sche Träu­me stan­den“, nun aus­ge­rech­net in jenen Tagen ster­ben muss­ten, in denen Donald Trump die Natio­nal­gar­de im frei­heits­lie­ben­den „Gol­den Sta­te“ auf­mar­schie­ren und Pro­tes­te gegen sei­ne unmensch­li­che Abschie­be­po­li­tik nie­der­schla­gen lässt, muss einem schon sym­bo­lisch vor­kom­men.

Strand von Santa Cruz, CA

Kali­for­ni­en – der ein­zi­ge USA-Bun­des­staat, der bis heu­te einen eigen­stän­di­gen deut­schen Namen hat – prägt für die meis­ten von uns Aus­län­dern das Ame­ri­ka­bild wie maxi­mal noch New York City. Der Staat ist gleich­zei­tig pars pro toto für die USA und unend­lich weit weg von den red­necks im fly-over coun­try. Es ist die Geschich­te des Gold­rauschs, der Enter­tain­ment-Indus­trie, des Inter­nets in all sei­nen befrei­en­den und beun­ru­hi­gen­den Aggre­gat­for­men, die vom Paci­fic Coast High­way und die vom Strand. Die Beach Boys haben – auch wenn jetzt wie­der über­all zu lesen ist, dass ja nur Bri­ans Bru­der Den­nis, der Schlag­zeu­ger der Band, wirk­lich Sur­fer war – Kali­for­ni­en und damit die USA auf eine Art erfun­den und zur Mar­ke gemacht.

In den ers­ten Zei­len von „Fun, Fun, Fun“ – einem Song, der den Spaß der­art ernst nimmt, dass er ihn gleich drei­mal im Titel trägt – singt Mike Love „Well, she got her daddy’s car /​ And she crui­sed through the ham­bur­ger stand now“ und skiz­ziert damit – von der unend­lich genia­len Phra­sie­rung von „ham­bur­ger stand now“ mal ganz ab – das, was Men­schen, die sich nicht näher für die USA inter­es­sier­ten, über Jahr­zehn­te über die USA dach­ten: Autos und Fast Food. Wenn Du hier einen Pflock in die Erde schlägst, bil­det er eine Linie mit Geor­ge Lucas‘ „Ame­ri­can Graf­fi­ti“ und wei­ten Tei­len von Quen­ti­on Taran­ti­nos „Pulp Fic­tion“. Dass der Song im Früh­jahr 1964 erschien, zwei­ein­halb Mona­te nach der Ermor­dung von John F. Ken­ne­dy, zu einer Zeit, als der Viet­nam­krieg gera­de anfing, rich­tig unschön zu wer­den, ist Kon­text, der das Ame­ri­ka-Kli­schee per­fekt macht. Stu­die­ren­den­pro­tes­te an kali­for­ni­schen Uni­ver­si­tä­ten? The Beach Boys got you cover­ed.

Mein Kali­for­ni­en-Bild ist geprägt von den Besu­chen bei mei­ner Fami­lie, die in der San Fran­cis­co Bay Area, in Nor­Cal, lebt, weit weg von den ober­fläch­li­chen Show­biz-Leu­ten in SoCal (natür­lich ist auch Kali­for­ni­en noch ein­mal in sich gespal­ten, wenn auch nicht so tief wie der Rest der USA). Ich hab’s – von einem Aus­flug nach Dis­ney­land per Flug­zeug mal ab – nie wei­ter süd­lich geschafft als Big Sur. Und gleich­zei­tig ist der Mythos Süd­ka­li­for­ni­ens natür­lich auch tief in mein Herz ein­ge­ba­cken — durch „The O.C.“, die Red Hot Chi­li Pep­pers und die Bands von Andrew McMa­hon. Der ist gera­de auf Tour­nee, um das 20. Jubi­lä­um von „Ever­y­thing In Tran­sit“ zu fei­ern, und pos­te­te ges­tern sogleich ein Insta­gram-Reel, in dem er Wil­son gedach­te und des­sen Ein­fluss auf sein eige­nes Album wür­dig­te. Soll­te ich jemals mit mei­nem vor vier Jah­ren begon­ne­nen Solo­al­bum fer­tig wer­den, wird dar­auf ein Song ent­hal­ten sein, der „Cali­for­nia Girls“ heißt, den Mythos Kali­for­ni­en fei­ert und sich im Refrain natür­lich scham­los bei den Beach Boys bedient — man kann das Wort „Cali­for­nia“ ja nur im Satz­ge­sang sin­gen.


Ich bin mir rela­tiv sicher, dass ich das Meer auch ohne die Beach Boys lie­ben wür­de (ich fah­re nach Hol­land, seit ich zwei Jah­re alt bin!), aber die Melan­cho­lie, die jeden Strand­be­such umweht, die kommt wahr­schein­lich zu einem guten Teil von der Band.

Jens Bal­zer schafft es in sei­nem Nach­ruf bei „Zeit Online“, wirk­lich jeden Win­kel von Wil­sons Schaf­fen aus­zu­leuch­ten und doch per­sön­lich und mensch­lich zu schlie­ßen. Ann Powers, die gro­ße Pop-Erklä­re­rin bei „NPR Music“, erin­nert auch noch mal aus­führ­lich an die vie­len Her­aus­for­de­run­gen und Tief­schlä­ge im Leben des Man­nes, des­sen Musik für sehr ober­fläch­li­che Beobachter*innen vor allem für „Son­ne, Strand und gute Lau­ne“ stand.

Strand von Egmond Aan Zee, Niederlande

Dabei muss man ja nicht ein­mal zu „God Only Knows“, „I Just Was­n’t Made For The­se Times“ (schon der Titel!) oder „Surf’s Up“ grei­fen: Selbst „Fun, Fun, Fun“ hat eine bedroh­lich an eine Sire­ne erin­nern­de Hin­ter­grund­me­lo­die und der gan­ze Spaß endet, wenn Vati dem über­mü­ti­gen Mäd­chen die Auto­schlüs­sel weg­nimmt. Die­se Wider­sprüch­lich­keit des Lebens wird in „God Only Knows“ beson­ders deut­lich: Die ers­te Zei­le lau­tet – für ein Lie­bes­lied eher unge­wöhn­lich – „I may not always love you“; eine Tren­nung bedeu­te zwar nicht das Ende der Welt, aber ob und wie der Spre­cher her­nach wei­ter­le­ben kön­ne, dass wis­se nur Gott allein.

Bei Bob Dylan hat­te die Ant­wort auf alle wich­ti­gen Fra­gen ein paar Jah­re zuvor schon deut­lich irdi­scher im Wind geweht.

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Musik

Songs 5/​25

Asche in Vinyl. Jaz­z/Afro­beat-Fusi­on. Indie­rock. Ame­ri­ca­na. Rob­bie Wil­liams. Das sind die 5 Songs, die Ihr im Mai 2025 gehört haben soll­tet:

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Musik

Coffee And TV empfiehlt: Sounds Like Sugar 2025

Ver­gan­ge­nen Juni fand auf dem Gelän­de von Schloss Strün­ke­de in Her­ne das ers­te Sounds Like Sugar Fes­ti­val statt, eine zau­ber­haf­te klei­ne Ver­an­stal­tung: Ein Nach­mit­tag und Abend vol­ler span­nen­der Acts in einem male­ri­schen Burg­hof und einer klei­nen Kapel­le; man trink eher un Spritz als Dosen­bier; es gibt einen U‑Bahn-Anschluss direkt vor der Tür, so dass man kurz vor Mit­ter­nacht nach Hau­se fah­ren und im eige­nen Bett schla­fen kann. So stellt man sich mit über 35 doch das idea­le Musik­fes­ti­val vor (und das alles für weni­ger als 20 Euro Ein­tritt, was heut­zu­ta­ge ja nun wirk­lich das ist, was wir im Ruhr­ge­biet als „Schnap­per“ bezeich­nen).

Philine Sonny beim Sounds Like Sugar 2024

Bei der Pre­mie­re spiel­ten unter ande­rem Mar­ya­ka, Phi­li­ne Son­ny, Loki, Zim­mer 90 und Ätna und wir haben damals bei Insta­gram und in unse­rer Musik­sen­dung dar­über berich­tet.

Am 12. Juli steht jetzt die zwei­te Aus­ga­be des Sounds Like Sugar an, die wir ger­ne und wärms­tens emp­feh­len:

Mit Amil­li aus Bochum und Brock­hoff aus Ham­burg sind zwei Acts dabei, die wir hier in unse­rer kurz­le­bi­gen Musik­sen­dung mehr­fach gefea­tur­et haben, aber auch der Rest des Line-Ups ist viel­ver­spre­chend.

Wir wer­den da sein!

Alle Infos und Tickets unter soundslikesugar.de

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Musik

Songs 4/​25

Ein Song, bei dem ich mich immer erin­nern wer­de, wo ich ihn das ers­te Mal gehört hat; ein über­ra­schen­des Come­back; ein Song, der für und gegen schlech­te Lau­ne geeig­net ist, und mehr — das sind die 5 Songs, die Ihr im April 2025 gehört haben soll­tet:

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Noch mehr Songs gibt’s wie immer auf unse­rem Cof­fee-And-TV-Mix­tape:

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PS: Ja, wir sind ein biss­chen spät dran, aber ein paar tech­ni­sche Her­aus­for­de­run­gen, Fei­er­ta­ge und die ESC-Vor­be­rei­tung sind schuld!