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Podcast: Episode 2

Ganz knapp zu spät für die erste Folge hat Ben Folds sein erstes Album seit acht Jahren angekündigt. Deshalb beginnen wir unsere zweite Sendung natürlich mit der Vorab-Single „Winslow Gardens“. Außerdem singt P!nk auf ihrem neuen Album zusammen mit den schwedischen Söderberg-Schwestern von First Aid Kit, es gibt neue Songs von Kelela, Barrie und Caroline Polachek und Lukas darf „Fucked Up“ im (ist doch quasi) Radio sagen.

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Alle Songs:

  • Ben Folds – Winslow Gardens
  • Darren Jessee – Love And Thanks
  • Kelela – Happy Ending
  • P!nk feat. First Aid Kit – Kids In Love
  • Barrie – Unholy Appetite
  • Caroline Polachek – Pretty In Possible
  • Fucked Up – Lords Of Kensington
  • Brad Mehldau – Here, There And Everywhere
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Songs des Jahres 2020

Hier Einstiegstext: Was für ein Jahr, Musik als Trost und Eskapismus, streng subjektiv, Stand 16:04, viel Spaß!

25. Janou – Sweet Love
Was für ein Geschenk das ist, talentierten Menschen dabei zusehen zu dürfen, wie sie ihre Kunst verfeinern! Ich kenne Janou jetzt schon seit fast zehn Jahren und habe erlebt, wie sie rumorende Kneipen zum Schweigen brachte, wenn sie ihre Stimme zur Akustikgitarre erhob. Seit einiger Zeit bekommt sie dabei elektronische Unterstützung und gleich die allererste Single des Duos klingt, als hätte sie 1994 auf der „Protection“ von Massive Attack dieses merkwürdige „Light My Fire“-Cover ersetzen sollen:

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24. Holly Humberstone – Deep End
Der Nachteil, wenn einem Spotify einfach so ein Lied vorschlägt, in das man sich dann verliebt, ist ja, dass man ihn manchmal ein Jahr lang hört, ohne irgendetwas über die Person zu wissen, die ihn singt. Andererseits haben wir ja im Studium gelernt, Biographie vom Werk zu trennen, und so können Formatradio-Moderator*innen gerne aus dem Wikipedia-Beitrag von Holly Humberstone vorlesen (als ob!) — ich bleibe einfach ganz ergriffen von diesem todtraurigen, aber irgendwie auch optimistischen Song:

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23. lovelytheband – Loneliness For Love
Erinnern Sie sich noch, als The Killers neu waren und wahlweise dafür gescholten oder gepriesen wurden, dass sie wie Joy Division, New Order und Duran Duran klangen? Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir es alle geschafft haben, so alt zu werden, dass junge Bands wie The Killers klingen! lovelytheband ist nun wirklich kein besonders gelungener Bandname, ich habe keine Ahnung, wie der Rest ihres Schaffens klingt, aber dieser 80’s pop song (und besonders sein Synthesizer-Riff) ist schon sehr chic:

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22. Darlingside – Green + Evergreen
„Fish Pond Fish“, das aktuelle Album von Darlingside, hat es knapp nicht in meine Top 10 geschafft — ich möchte es aber dennoch allen ans Herz legen, die opulent arrangierten Folk-Pop lieben, bei dem trotzdem kein Ton zu viel ist. Wer Fleet Foxes oder The Low Anthem mag, wird auch Darlingside zu schätzen wissen!

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21. Jacob Collier feat. Mahalia and Ty Dolla $ign – All I Need
Der Name Jacob Collier ist mir im letzten Jahr immer wieder in unterschiedlichsten Zusammenhängen untergekommen: Als Songwriter für u.a. Coldplay; als Testimonial, das in den Werbeblöcken auf CNN erzählt, welche Auswirkungen der Lockdown auf Musiker*innen hat; und als Gast in US-Late-Night-Shows. Ob er auch in Deutschland im Radio läuft? Keine Ahnung, ich hör ja kaum welches (eine kurze Recherche ergab allerdings, dass er zumindest innerhalb der letzten Woche nicht auf 1Live gespielt wurde). „All I Need“ ist ein R’n’B-Song, der immer wieder Haken schlägt und in Richtungen geht, die man einen Beat zuvor nicht erwartet hätte. Cool, mit Verweisen auf die Musikgeschichte und eigenem Sound. Zugegeben: Das ist zu viel fürs deutsche Formatradio!

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20. Agnes Obel – Island Of Doom
„Kate Bush“. Da wir das jetzt hinter uns haben, können wir uns ganz auf diesen … nun ja: ätherischen Popsong einlassen, in dem die Stimme von Agnes Obel in vielen Schichten über ein tänzelndes Klavier weht. Einfach mal durchatmen war 2020 gar nicht so leicht, dieser Song konnte dabei helfen. Und: Ja, so coole Sachen bekommen Sie im ARD-Morgenmagazin zu sehen, für das ich unter anderem arbeite!

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Alben des Jahres 2020

Okay, ich bin spät dran — andererseits hat 2021 ja nicht am 1. Januar begonnen, sondern fast drei Wochen später. Und: Ja, ich hatte letztes Jahr schon gesagt, dass ich vielleicht nie wieder eine Liste mit den „Alben des Jahres“ machen würde, weil das Format Album zunehmend an Bedeutung verliert; weil manche Acts zum Beispiel gar keine Alben mehr machen — oder Leute wie Taylor Swift halt gleich zwei, von denen man dann auch irgendwie nicht so recht weiß, wie man diese behandeln soll. Aber es war so ein seltsames Jahr, dass ein wenig Rückbesinnung auf Altbewährtes psychologisch sinnvoll sein kann.

Wald voller Bäume

Also dann: Zum wirklich allerletzten Mal — meine liebsten Alben eines Kalenderjahres!

10. Sevdaliza – Shabrang (Spotify, Apple Music)
Der Musik von Sevdaliza bin ich zum ersten Mal im Februar 2020 bei „All Songs Considered“ begegnet und erstmal abgetaucht in diese etwas ungewohnten Klangwelten. Als dann im August das zweite Album der iranisch-niederländischen Musikerin erschien, war „ungewohnt“ keine Kategorie mehr, in der irgendjemand gedacht hat. Das Internet bezeichnet die Musik als „Electronic, alternative R&B, trip hop, experimental pop, avant-pop“, aber manchmal hilft es ja, sich Sachen einfach anzuhören und darauf einzulassen.

9. Vistas – Everything Changes In The End (Spotify, Apple Music)
Wenn Stephen Thompson von NPR, ein Mann, dem ich in Sachen Musik blind vertraue, sagt, dass er seit langem kein Album mehr gehört habe, das so viele potentielle Hits enthalte; das klinge wie eine Mischung aus den Proclaimers, Andrew W.K. und Fountains Of Wayne und das eines seiner absoluten Lieblingsalben des Jahres sein werde, dann höre ich mir das natürlich an: „Everything Changes In The End“ von Vistas war dann tatsächlich eine einzige Sammlung großer, vor Freude fast platzender Power-Pop-Hymnen — in Sachen Spannungsbogen und Abwechslung war das ein bisschen öde, aber nachdem der Sommer 2020 fast ausschließlich in unserem eigenen Garten stattfand, denke ich bei diesen Songs eben nicht an Nachmittage im Stadtpark, Festival-Besuche (gut: ich bin eh zu alt für diesen Quatsch!) und abendliche Heimwege in kurzen Hosen, sondern an den Teil des Gartens hinter der Garage, den Teil des Gartens neben der Kellertreppe und – total crazy – den Ausflug zu Fuß zum Edeka.

8. Bruce Springsteen – Letter To You (Spotify, Apple Music)
Wenn man ein Album von Bruce Springsteen in seine Jahres-Top-10 packt, kann man eigentlich als nächstes an der Lesercharts-Wahl des deutschen „Rolling Stone“ teilnehmen, sich mit Lederjacke auf ein Motorrad setzen und schon mal den Termin für die nächste Vorsorge-Untersuchung beim Hausarzt machen! Aber wenn uns 2020 eines gelehrt hat, dann: Weniger Zynismus, bitte! (Und mehr Vorsorge-Untersuchungen!) Was können ich und motorradfahrende Rockmagazin-Leser über 60 denn dafür, dass der Boss auch nach all den Jahren so gute Alben aus dem Ärmel seiner Lederjacke schüttelt? Fast das ganze „Letter To You“ ist eine Feier von Musik, Optimismus und Durchhaltevermögen und es ist etwas überraschend, dass die Songs schon vor dem ganzen Scheiß geschrieben (drei sogar vor fast 50 Jahren) und mit der E Street Band aufgenommen wurden.

7. Touché Amoré – Lament (Spotify, Apple Music)
Wer wollte 2020 nicht am Liebsten einfach nur Schreien? Jeremy Bolm macht genau das — und er ist sehr gut darin. Irgendwie waren die ersten vier Alben von Touché Amoré an mir vorbeigegangen, obwohl sie eigentlich genau mein Ding hätten sein müssen. Jetzt aber: „Lament“. Musik, die klingt, als würde ich sie schon seit 20 Jahren im Herzen tragen, als hätte ich dazu schon in abgeranzten Clubs auf der Tanzfläche gestanden, meine Fäuste geballt, die Unterarme angewinkelt und dann sehr laut und emotional mitgebrüllt. Ich verspreche, ich werde es nachholen, sobald es möglich ist!

6. Circa Waves – Sad Happy (Spotify, Apple Music)
Wo wir gerade vom Format Album sprachen: „Sad Happy“ kam in zwei Teilen heraus — „Happy“ im Januar 2020, als die Welt, wie wir sie kannten, noch existierte, und man angesichts von sieben großartigen Songs schon mal nach Tourdaten Ausschau gehalten hat; „Sad“ an jenem 13. März, in dessen Verlauf Schulen und Kindergärten geschlossen, die Bundesliga ausgesetzt und generell die vorherige Normalität völlig abgeschaltet wurde. Nach der euphorischen, energiegeladenen ersten Hälfte passte der 2. Teil zur neuen Wirklichkeit (so, wie natürlich alles plötzlich irgendeine Bedeutung hatte): Ein bisschen mehr Melancholie, ein bisschen mehr Synthesizer, ein bisschen mehr Akustikgitarren. Die ersten sieben Songs waren plötzlich eine Erinnerung an eine andere Welt, das ganze Album blieb toll.

5. Darren Jessee – Remover (Spotify, Apple Music)
Darren Jessee begleitet mich mehr als mein halbes Leben: Erst als Schlagzeuger, Background-Sänger und Gelegenheits-Songwriter bei meiner ewigen Lieblingsband Ben Folds Five, dann als Sänger und Haupt-Bandmitglied von Hotel Lights, wo ich ein paar Mal mit ihm im E-Mail-Austausch stand, um die Musik der Band bei CT das radio zu spielen und sonstwie in Europa populär zu machen. „Remover“ ist Darren Jessees zweites Soloalbum und zählt mit zum Besten, was er je herausgebracht hat: Ein einfaches, reduziertes Folk-Pop-Album zwischen Elliott Smith und Monta, Neil Young und Wilco. Songs wie „Along The Outskirts“ und „Never Gonna Get It“ fühlen sich an wie die kraftvolle Umarmung eines alten Freundes (wenigstens glaube ich das, was weiß ich, wie sich Umarmungen anfühlen?!).

4. Kathleen Edwards – Total Freedom (Spotify, Apple Music)
2014 hatte sich Kathleen Edwards nach vier großartigen Alben und auszehrenden Touren durch die halbe Welt aus dem Musikgeschäft zurückgezogen und in ihrer Heimat einen Coffee Shop namens „Quitters“ aufgemacht. Nach Jahren der Stille und des Milchaufschäumens kehrte sie im vergangenen Jahr zurück und sang auf „Total Freedom“ zum Glück wieder wunderschöne, etwas melancholische Alternative-Folk-Songs über zwischenmenschliche Beziehungen, das Leben und den Ausstieg aus dem Business. Ich bin 2020 wirklich nicht viel Auto gefahren, aber wenn ich mich an unbeschwerte Stunden auf der Autobahn erinnere, dann mit diesem Album.

3. HAIM – Women In Music Pt. III (Spotify, Apple Music)
Natürlich hießen die ersten beiden Alben von HAIM nicht „Women In Music“, aber es war schon ein kluger, kleiner Gag der Schwestern-Band, das dritte Werk so zu benennen, ist es doch im besten Sinne eine konsequente Fortsetzung: Es groovt, die Drums scheppern ein bisschen und die Stimmen von Este, Danielle und Alana Haim harmonieren. Man hat das Gefühl, das eigene Leben würde ein bisschen glamouröser und kredibiler, wenn man diese Musik hört — Roséwave eben! Für mich war „Women In Music Pt. III“ der Soundtrack zu einem Samstagvormittag im Juni, den ich beruflich bedingt in Hamburg verbrachte und an dem ich zwei Stunden bei Sonnenschein (Hamburg!) durchs Schanzenviertel spazierte, was sich trotz Maskenpflicht in den Geschäften so sehr wie Urlaub anfühlte wie wenig anderes in 2020.

2. Gordi – Our Two Skins (Spotify, Apple Music)
Alle, wirklich alle Songs, die Sophie Payten alias Gordi vorab veröffentlicht hatte, hatten es auf meine Vorauswahl-Liste für die Songs des Jahres geschafft und ließen Großes erwarten. „Our Two Skins“ enttäuschte nicht: Vom zaghaften, ganz zerbrechlichen „Aeroplane Bathroom“ über das tänzelnde „Sandwiches“ bis zu den schwelgerischen „Volcanic“ (bei dem man am Deutlichsten hört, dass es mit dem Produzenten Chris Messina und dem Label Jagjaguwar einige Gemeinsamkeiten mit Bon Iver gibt) und “Extraordinary Life“ folgt hier wirklich ein unwahrscheinlicher Hit auf den nächsten. „Our Two Skins“ klingt, wie sich tiefes Durchatmen (was wir ja jetzt Dank der 2020 entdeckten Yoga-Videos und Meditations-Apps alle regelmäßig machen) anfühlt!

1. Taylor Swift – Folklore (Spotify, Apple Music)
Schon als ich „Folklore“ zum ersten Mal gehört habe, wusste ich, dass es eine besondere Beziehung sein würde zwischen mir und diesem Album. Taylor Swift hatte es im 1. Lockdown geschrieben und aufgenommen, keine 24 Stunden vor Veröffentlichung angekündigt — und schon beim ersten Hören war klar, dass sie gemeinsam mit ihren Co-Songwritern und Produzenten Aaron Dessner (The National, Big Red Machine) und Jack Antonoff damit schlichtweg ein Meisterwerk geschaffen hatte. Waren Taylor Swift mit modernster, aufwendigster Produktion schon zahlreiche instant classics gelungen, so katapultierte sie der eher reduzierte Sound von „Folklore“ in noch höhere Höhen. Endlich handelten die Texte mal nicht mehr nur davon, wie es ist, Taylor Swift zu sein, sondern sie erzählten kleine Geschichten — wobei, was heißt da „klein“?! „The Last Great American Dynasty“ ist eine great American novel in 3:51 Minuten; „Betty“ der beste Song, der je darüber geschrieben wurde, wie es ist, ein 17-jähriger Junge zu sein (Sorry, Travis!); „August“ klingt so sorglos, wie sich der gleichnamige Monat im Nachhinein fast anfühlte; „Epiphany“ bringt mich immer noch zum Heulen (oder zumindest dazu, tief durchzuatmen) und das Trennungs-Duett „Exile“ mit Justin Vernon von Bon Iver ist sowieso ein Lied, das einem einfach jedes Mal den Stecker zieht.
Seit Juli wache ich jeden Morgen mit einem neuen Ohrwurm auf — und es sind wirklich alle 16 Songs von „Folklore“ dabei (wahlweise gemeinsam oder anstelle des täglichen „Hamilton“-Ohwurms). Dieses Album hat mich durch die zweite Jahreshälfte begleitet wie sonst nur mein Kind und meine engsten Freund*innen. Etwa ab September war klar, dass „Folklore“ mein Album des Jahres werden würde — und dann haute Taylor Swift im Dezember, wieder mit minimaler Vorwarnung, einfach noch ein Album raus! „Evermore“ hätte mit seinen Kollaborationen mit HAIM, The National und abermals Bon Iver beste Chancen gehabt, ebenfalls in meinen Top 10 zu landen, aber ich hatte ja schon „Folklore“. I think, I’ve seen this film before. And I loved all of it.

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English Edition

I hope that it got into you

This is a story about a song.

In 2001, one year after my favourite band Ben Folds Five had disbanded, I found the final three new songs they had ever presented live on the Internet: “The Secret Life Of Morgan Davis”, a swinging pop-tune, reappeared as a b-side to Folds’ first solo single “Rockin’ The Suburbs” later that year. “Prince Charming”, written and sung by bass-player Robert Sledge, was included on the first (and only) EP his follow-up-band International Orange released in 2004. The third one which I had always liked the most, stayed missing: “Amelia Bright”, written by Darren Jessee who had been the drummer of Ben Folds Five (the amazing ballad “Magic” on the band’s final record was also his tune).

Darren Jessee (photo by Debora Francis)In 2004 I found out there was Hotel Lights, Darren’s new band where he now writes the songs, plays the guitar and the piano and sings. I listened to a few of their songs that were available online and wrote an email to Darren. I wrote him that I loved the music of Hotel Lights, but asked him what had happened to “Amelia Bright”. Darren replied that a lot of people had asked him that question and we stayed in touch. He sent me a copy of Hotel Lights’ self-titled debut album, CT das radio, the college radio station I was working for back then in Bochum, Germany probably became the first European radio station to ever play the band and whenever I met someone who was working for the music industry I told him about Hotel Lights (I’ve only done this twice, the other band being Kilians who had more luck in achieving a record deal in Germany.) In 2006, Hotel Lights released an EP called “Goodnightgoodmorning” which came up with beautiful folk-based pop songs once more. You might have listened to their song “A.M. Slow Golden Hit” on “Grey’s Anatomy” without knowing it.

A few weeks ago I learned that Hotel Lights would release a new album called “Firecracker People” – and on their MySpace site I stumbled across their version of “Amelia Bright” at last. I don’t know whether it’s because I had already loved the song for seven years, but it’s beauty literally struck me. It was even better than the version Ben Folds Five had done – probably because this time the singer was the man who had written the song: Darren Jessee.

Even though “Amelia Bright” sticks out of “Firecracker People” (and was used as a trigger for this article by me so inelegantly), the other songs are by no means worse. The music of Hotel Lights reminds me of artists like Ron Sexsmith, Josh Rouse and Sparklehorse (Alan Weatherhead of Sparklehorse co-produced the record and played the guitar). It sounds autumnally, melancholic and peaceful to me and I imagine driving through small American towns and into deserted landscapes – images Darren Jessee says he’s okay with.

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HOTEL LIGHTS “Blue Always Finds Me” from Firecracker People on Vimeo.

Click here to read a full-length interview with Darren Jessee of Hotel Lights.

Hotel Lights - Firecracker People (Album cover)
Hotel Lights – Firecracker People

Release date: August 19, 2008
Label: Bar/None

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I hope that it got into you

Dies ist die Geschichte eines Liedes.

2001, ein Jahr nachdem sich meine Lieblingsband Ben Folds Five aufgelöst hatte, stieß ich im Internet auf die drei letzten neuen Songs, die die Band jemals live vorgestellt hatte: “The Secret Life Of Morgan Davis”, ein swingender Popsong, tauchte wenig später als B-Seite zu Folds’ erster Solosingle “Rockin’ The Suburbs” wieder auf, “Prince Charming”, geschrieben und gesungen vom Bassisten Robert Sledge, erschien 2004 auf der ersten (und einzigen) EP von dessen Nachfolgeband International Orange. Der dritte, den ich immer am Meisten gemocht hatte, blieb verschwunden: “Amelia Bright”, geschrieben von Darren Jessee, dem Schlagzeuger von Ben Folds Five, der auch die großartige Ballade “Magic” auf dem letzten Album der Band geschrieben hatte.

Darren Jessee (Foto: Debora Francis)2004 stellte ich dann fest, dass es Hotel Lights gab, Darrens neue Band, in der er die Songs schrieb, Gitarre und Klavier spielte und sang. Ich hörte mir die Songs an, die online verfügbar waren, und schrieb Darren eine E-Mail. Ich schrieb ihm, dass ich die Musik von Hotel Lights liebte, fragte aber auch, was mit “Amelia Bright” passiert war. Darren antwortete, dass ihm schon viele Leute diese Frage gestellt hätten, und wir blieben in Kontakt. Er schickte mir das selbstbetitelte Debutalbum von Hotel Lights, CT das radio, das Bochumer Campusradio für das ich damals arbeitete, war vermutlich der erste europäische Sender, der die Band gespielt hat, und jedesmal, wenn ich jemanden aus der Musikindustrie traf, schwärmte ich ihm von Hotel Lights vor (Das habe ich überhaupt nur zwei Mal gemacht. Bei den Kilians verlief das allerdings etwas erfolgreicher.) 2006 veröffentlichten Hotel Lights eine EP namens “Goodnightgoodmorning”, auf der einmal mehr wunderbare Folk-basierte Popsongs zu finden waren. Möglicherweise haben Sie den Song “A.M. Slow Golden Hit” bei “Grey’s Anatomy” gehört, ohne es zu merken.

Vor ein paar Wochen stellte ich fest, dass Hotel Lights ein neues Album namens “Firecracker People” veröffentlichen würden – und auf ihrer MySpace-Seite stolperte ich endlich über ihre Version von “Amelia Bright”. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich den Song schon seit sieben Jahren geliebt hatte, aber seine Schönheit haute mich buchstäblich um. Er war sogar noch viel besser als die Ben-Folds-Five-Version – was vermutlich daran lag, dass der Sänger diesmal auch der Mann war, der das Lied geschrieben hatte: Darren Jessee.

Auch wenn “Amelia Bright” aus “Firecracker People” herausragt (und von mir als billiger Aufhänger für diesen Artikel benutzt wurde), sind die anderen Songs kein Stück schlechter. Die Musik von Hotel Lights erinnert mich an Künstler wie Ron Sexsmith, Josh Rouse und Sparklehorse (Alan Weatherhead von Sparklehorse hat das Album mitproduziert und darauf Gitarre gespielt). Sie klingt herbstlich, melancholisch und friedlich und ich stelle mir vor, durch kleine amerikanische Städte und in die menschenleere Landschaft zu fahren – Bilder, mit denen Darren Jessee leben kann.

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HOTEL LIGHTS “Blue Always Finds Me” from Firecracker People on Vimeo.

Lesen Sie hier ein ausführliches Interview mit Darren Jessee von Hotel Lights: auf deutsch oder im englischen Original.

Hotel Lights - Firecracker People (Album cover)
Hotel Lights – Firecracker People

VÖ: 19. August 2008 (in den USA)
Label: Bar/None
(einen US-Import des Albums kann man bei Amazon.de bestellen)

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Your Redneck Past

“Ich würde nach Chapel Hill fliegen, wenn es eine einmalige Reunion-Show von Ben Folds Five gäbe”, war immer mein Standardspruch, wenn es um Fandom ging. Ich habe halt nie verwunden, dass ich meine Lieblingsband nie live gesehen habe.

So wie es aussieht, muss ich nun mein Sparschwein schlachten und sämtliche Freunde anpumpen, denn am 18. September steht meine Lieblingsband zum ersten Mal seit neun acht Jahren gemeinsam auf der Bühne, um mein Lieblingsalbum zu spielen:

Ben Folds Five

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MySpace launcht damit offenbar eine neue Konzertreihe.

Aaaaaaaaaaaaaaaaaarrggggghhhhhh!!!!!!!1

[via The Magical Armchair]