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Still wird das Echo sein

In mei­nem direk­ten Umfeld gibt es eini­ge Men­schen, die seit län­ge­rem glaub­haft vor­ge­ben, mich zu mögen. Sie haben mich unab­hän­gig von­ein­an­der auf­ge­for­dert, mit der Lek­tü­re von Tex­ten aus der Spar­te „Ero­tik“ auf Bild.de auf­zu­hö­ren. Irgend­was wer­de davon sicher in Mit­lei­den­schaft gezo­gen: Augen, Hirn, Rücken­mark – man ken­ne das ja.

Ande­rer­seits ist es auch immer wie­der ein Quell der Freu­de, sich die­se Tex­te vor­zu­neh­men – und sie sind häu­fig auf der Start­sei­te ver­linkt.

Zum Bei­spie­le die­ser hier über „15 selt­sa­me Lie­bes­krank­hei­ten“. Dass in dem Arti­kel irgend­wel­che gänz­lich unko­mi­schen Zita­te abge­feu­ert wer­den, die einen nicht gera­de dazu brin­gen, das Buch zu kau­fen, dem sie ent­stam­men, soll uns hier mal nicht inter­es­sie­ren.

Ent­schei­dend ist der Ein­stieg:

Paa­re beneh­men sich manch­mal schon selt­sam: Da kon­trol­liert SIE ihren Part­ner, ob er die Spül­ma­schi­ne in ihrem Sin­ne ein­räumt. Da wird ER miss­trau­isch, wenn ihr Orgas­mus nicht mul­ti­pel ist. Manch­mal ant­wor­ten ER und SIE frei­mü­tig vor Freun­den auf nicht gestell­te Fra­gen zu ihrem Sex­le­ben. Und dann

Ich unter­bre­che da gera­de mal und fra­ge Sie, wie es wohl wei­ter­geht mit jenem Satz, der da mit „Und dann“ durch­aus span­nungs­taug­lich anmo­de­riert wird.

Naa, haben Sie eine Idee?

Tada­aa:

Und dann wie­der star­ren bei­de schwei­gend in einen kar­gen Misch­wald.

Ich fürch­te, ich wer­de heu­te die gan­ze Nacht wach lie­gen und mich fra­gen, was das nun wie­der soll …

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Klickbefehl (25)

[…] Ich bin der Sohn eines Grie­chen, der wäh­rend der Mili­tär­dik­ta­tur nach Deutsch­land emi­griert ist, und nach dem Ende der Jun­ta in den grie­chi­schen Staats­dienst gegan­gen ist, weil er gelernt hat, dass Demo­kra­tie etwas ist, das man sich jeden Tag erar­bei­ten muss. Und ich habe in mei­nem gan­zen Leben noch nie einen Men­schen getrof­fen, der auch nur annä­hernd so viel arbei­tet wie mein Vater. Heu­te liest er offe­ne Brie­fe in der Bild-Zei­tung, im Stern und wo nicht noch alles, in denen Jour­na­lis­ten Deutsch­land zur rei­chen Tan­te fan­ta­sie­ren, die jetzt aber streng mit ihrem fre­chen Nef­fen sein muss, weil der so unver­ant­wort­lich mit ihrem Geld her­um­wirft. Ich bin selbst Jour­na­list und ich schä­me mich, wenn ich dar­an den­ke, dass mein Vater das liest. […]

Ich kann die Ver­ach­tung nicht in Wor­te fas­sen, die ich für die Kol­le­gen mit ihren offe­nen Brie­fen emp­fin­de, die sich ohne jede Recher­che einen demü­ti­gen­den Witz nach dem ande­ren aus den Fin­gern gesaugt haben, die sehen­den Auges Vor­ur­tei­le bis hin zum ras­sis­ti­schen Hass geschürt haben und die dabei nichts erreicht haben als den Zockern in den ent­spre­chen­den Invest­ment­ban­ken noch ein biss­chen in die Hän­de zu spie­len. […]

Mich­a­lis Pan­te­lou­ris, Ham­bur­ger Jour­na­list mit grie­chi­schen Vor­fah­ren, schreibt in sei­nem Blog Print Würgt über die media­le Het­ze von „Bild“ und Kon­sor­ten.

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Leben

Alles was Du siehst gehört Dir

Wenn es Welt­meis­ter­schaf­ten im Mul­ti­tas­king gäbe – ich dürf­te nicht teil­neh­men. Ich wür­de mich noch nicht ein­mal für die Bezirks­li­ga qua­li­fi­zie­ren. Ich bin so hoff­nungs­los schlecht im gleich­zei­ti­gen Erle­di­gen von meh­re­ren Auf­ga­ben, dass ich noch nicht ein­mal wäh­rend des Essens trin­ken kann.

Jeden Abend fin­de ich in mei­nem Brow­ser Tabs, die ich irgend­wann gegen Mit­tag geöff­net und seit­dem nicht mehr zu Gesicht bekom­men habe. Begon­ne­ne E‑Mails, denen nur noch eine Gruß­for­mel und ein Klick auf den „Absenden“-Button fehlt. Text­an­fän­ge in irgend­wel­chen Edi­to­ren, die ein­mal irgend­was hät­ten wer­den kön­nen: Jour­na­lis­mus, Lite­ra­tur, Lyrics. Aber die Idee, der die­se Anfän­ge ent­wach­sen sind, ist längst ver­glimmt und die Zei­len, die da ste­hen, irri­tie­ren mich selbst am meis­ten.

Wenn man eine Woh­nung mit meh­re­ren Zim­mern hat, wird jedes irgend­wann zum Tab im Brow­ser des Lebens: In der Küche steht das Was­ser in der Spü­le und wird lang­sam kalt, weil ich eben ins Bad rüber­ge­gan­gen war, um die Wasch­ma­schi­ne aus­zu­stel­len, und dabei gese­hen hat­te, wie dre­ckig Wasch­be­cken und Spie­gel eigent­lich schon wie­der sind. Wäh­rend­des­sen steht die nas­se Wäsche im Schlaf­zim­mer und war­tet dar­auf, dass sie jemand auf­hängt. Die­ser Jemand soll­te ich sein, aber ich bin gera­de im Wohn­zim­mer, um die E‑Mails zu che­cken. Da mich wäh­rend mei­ner Abwe­sen­heit vom Rech­ner fünf Freun­de in drei ver­schie­de­nen Chats ange­schrie­ben haben, blei­be ich erst mal am Com­pu­ter, der­weil mein frisch auf­ge­wärm­tes Mit­tag­essen in der Mikro­wel­le wie­der erkal­tet. Als ich kurz ins Bad gehe, über­ra­schen mich dort ein offe­nes Fens­ter und ein halb geputz­tes Wasch­be­cken.

Neben mei­nem Bett, in das ich mich regel­mä­ßig viel zu spät zurück­zie­he, weil ich mich wie­der irgend­wo auf­ge­hal­ten habe, lie­gen drei Bücher: Ein Roman, der mir aber viel mehr Auf­merk­sam­keit abver­langt, als ich zu so spä­ter Stun­de zu leis­ten imstan­de bin; eine bereits mehr­fach gele­se­ne Text­samm­lung, aus der man kurz vor dem Weg­däm­mern noch mal eben ein paar Sei­ten weg­le­sen kann; ein Klas­si­ker, von dem ich nie­mals nie und unter gar kei­nen Umstän­den mehr als die ers­ten drei Sät­ze lesen wer­de. Aber er liegt da ganz gut.

Wenn ich mich mit Freun­den tref­fe, fal­len sie zumeist im Rudel ein. Dann sit­zen wir in Knei­pen, in denen die Musik lau­ter ist als die Sum­me unse­rer Gesprächs­fet­zen, und füh­ren Gesprä­che. Meh­re­re. Gleich­zei­tig. Manch­mal kom­men Men­schen vor­bei, eini­ge ken­ne ich selbst. Man plau­dert kurz, dann müs­sen die­se Men­schen zurück in ihre eige­nen Gesprächs­ar­ran­ge­ments. Oder drin­gend aufs Klo. Die ein­zi­gen, die den Über­blick behal­ten, sind die Kell­ner. Sie haben klei­ne elek­tri­sche Gerä­te, mit denen sie die Bestel­lun­gen auf­neh­men kön­nen, und die immer wis­sen, was wohin muss.

Im Hei­mat­ur­laub sit­ze ich meist in mei­nem alten Kin­der­zim­mer und fra­ge mich, wen ich besu­chen könn­te. Dann gehe ich kurz in die Küche, wo ich nichts zu essen fin­de, wes­we­gen ich in den Kel­ler gehe, um im Vor­rats­raum nach­zu­se­hen, wobei ich an unse­rem alten Pro­ben­kel­ler vor­bei­kom­me und mei­ne E‑Gitarre sehe. Wäh­rend ich sie in die Hand neh…

*pling*

Ver­zei­hung, das ist mein Mit­tag­essen. Glaub ich.

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Digital Leben

Hang On To Your IQ

Als ich bei CT das radio anfing, gab es eine fes­te Regel: Pro Nach­rich­ten­block wur­de eine Welt­nach­richt, eine Deutsch­land­nach­richt, eine aus NRW/​Ruhrgebiet und eine aus dem Hoch­schul­we­sen benö­tigt. Hoch­schul­nach­rich­ten began­nen meist mit der For­mu­lie­rung „For­scher der Ruhr-Uni­ver­si­tät haben her­aus­ge­fun­den …“ und ende­te nicht sel­ten mit schla­fen­den Hörern. 1 Manch­mal auch mit schla­fen­den Nach­rich­ten­spre­chern.

Irgend­wann wur­den die gelang­weilt abge­le­se­nen Mit­tei­lun­gen der Uni-Pres­se­stel­len zum Hor­mon­haus­halt von Karp­fen und zur Anzie­hungs­kraft weit ent­fern­ter Pla­ne­ten in ein eige­nes Pro­gramm­seg­ment ver­frach­tet, des­sen Bum­per 2 den Hörern deut­lich macht, dass sie jetzt gefahr­los zwei Minu­ten auf Klo gehen kön­nen, ohne ihren aktu­el­len Lieb­lings­song zu ver­pas­sen. Aber was will man tun? Hoch­schul­nach­rich­ten gehö­ren halt zum Sen­de­auf­trag von Cam­pus­ra­di­os …

Medi­en gehen kaum weni­ger lieb­los mit den Ent­de­ckun­gen und Erkennt­nis­sen gro­ßer For­scher um: Wis­sen­schaft­li­che Inhal­te sind nur dann span­nend, wenn „wir“ 3 mal wie­der Nobel­preis „sind“ oder sich zu kna­cki­gen Schlag­zei­len im „Panorama“-Ressort bürs­ten las­sen.

In den letz­ten Wochen also in etwa so:

Studie: Niedriger IQ schlecht fürs Herz

Herz-Kreislauf-Erkrankung durch niedrigen IQ - Gesundheitszustand vom IQ abhängig

Areale im Gehirn - Wo die Intelligenz sitzt

Und wenn man Ursa­che und Wir­kung ver­tauscht, kommt schon mal so etwas her­aus:

Die neu­es­ten Erkennt­nis­se sind auch wie­der beru­hi­gend:

Intelligenz und Evolution - Konservative haben geringeren IQ

Sato­shi Kana­za­wa von der Lon­don School of Eco­no­mics and Poli­ti­cal Sci­ence will eine gan­ze Men­ge her­aus­ge­fun­den haben:

In the cur­rent stu­dy, Kana­za­wa argues that humans are evo­lu­tio­na­ri­ly desi­gned to be con­ser­va­ti­ve, caring most­ly about their fami­ly and fri­ends, and being libe­ral, caring about an inde­fi­ni­te num­ber of gene­ti­cal­ly unre­la­ted stran­gers they never meet or inter­act with, is evo­lu­tio­na­ri­ly novel. So more intel­li­gent child­ren may be more likely to grow up to be libe­rals.

Mehr noch:

„Humans are evo­lu­tio­na­ri­ly desi­gned to be para­no­id, and they belie­ve in God becau­se they are para­no­id,“ says Kana­za­wa. […] „So, more intel­li­gent child­ren are more likely to grow up to go against their natu­ral evo­lu­tio­na­ry ten­den­cy to belie­ve in God, and they beco­me athe­ists.“

Und schließ­lich:

And the theo­ry pre­dicts that more intel­li­gent men are more likely to value sexu­al exclu­si­vi­ty than less intel­li­gent men, but gene­ral intel­li­gence makes no dif­fe­rence for women’s value on sexu­al exclu­si­vi­ty.

All die­se Erkennt­nis­se 4 gerin­nen bei den Online-Medi­en des Axel-Sprin­ger-Ver­lags schließ­lich zu Schlag­zei­len wie die­sen:

Britischer Forscher behauptet: Fremdgeher haben einen niedrigeren IQ!

Sex-Studie: Fremdgeher haben niedrigen IQ

Hmmmm. Was könn­te wohl pas­sie­ren, wenn es die Mel­dung bis nach Öster­reich schafft?

Untreue Männer sind dümmer

Ob die im Volks­mund weit ver­brei­te­te The­se, wonach Dumm bes­ser ficke, auch für Män­ner gilt, steht lei­der nicht im Arti­kel.

Wäre aber doch ein schö­ner Aus­gleich, denn:

Wer einen niedrigen IQ hat, stirbt früher

Mit Dank auch an Peter B., Lukas S. und noir

  1. Mut­maß­lich, für eine Media-Ana­ly­se fehl­te das Geld.[]
  2. Fach­be­griff für „Eine gut gelaun­te Stim­me ruft den Namen der Rubrik, dann läuft jene Hin­ter­grund­mu­sik, die die ver­rück­ten Radio­men­schen ‚Bett‘ nen­nen …“[]
  3. Also Sie, ich und Kai Diek­mann – das gan­ze deut­sche Volk halt.[]
  4. Ein höhe­rer IQ führt zu mehr Pro­gres­si­vi­tät, weni­ger Reli­gio­si­tät und höhe­rer Mono­ga­mie.[]
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Literatur

Bitte keine Heiterkeitsausbrüche!

Wäh­rend sich der deut­sche Lite­ra­tur­be­trieb gera­de unge­fähr in der sel­ben Kater-Stim­mung befin­det wie der „Stern“ im Som­mer 1983, dis­ku­tie­ren die Öster­rei­cher die­ser Tage über ein Buch, das es immer­hin vor Gericht geschafft hat.

Das Wie­ner Lan­des­ge­richt muss­te ges­tern dar­über ent­schei­den, ob der Roman „Wei­ße Nacht“ von David Schal­ko den höchst­per­sön­li­chen Lebens­be­reich des Poli­ti­kers Ste­fan Petz­ner, „Lebens­mensch“ des ver­stor­be­nen Rechts­po­pu­lis­ten Jörg Hai­der, ver­letzt. Petz­ner sah sei­ne Men­schen­wür­de ver­letzt und woll­te außer­dem finan­zi­ell am Erfolg des Romans teil­ha­ben – ein Erfolg, der frei­lich erst einer wur­de, nach­dem Petz­ner öffent­lich­keits­wirk­sam gegen das Buch vor­ge­gan­gen war. Schal­ko hat sei­ne Sicht der Din­ge vor eini­gen Wochen wort­ge­wal­tig für die „Welt am Sonn­tag“ zusam­men­ge­fasst.

Obwohl Petz­ner gefor­dert hat­te, das gesam­te Buch im Gerichts­saal vor­zu­le­sen, wur­de dar­auf offen­bar ver­zich­tet, denn das Urteil war schnell gespro­chen: Petz­ner unter­lag, kün­dig­te Beru­fung an und rief sei­nem Pro­zess­geg­ner zu, der sol­le sich was schä­men.

Von beson­de­rer Qua­li­tät ist die Urteils­be­grün­dung der Rich­te­rin, in der die­se die Hand­lung des Romans noch ein­mal kurz zusam­men­fasst – und gleich­zei­tig ver­sucht, die Wür­de des Ortes zu bewah­ren:

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[via Face­book]

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Musik

Creative, common

Aus Grün­den, die heu­te ver­mut­lich nie­mand mehr kennt, sehen die Ver­an­stal­ter der Echo-Ver­lei­hung ihren Preis noch immer in einer Rei­he mit Gram­my und Brit Award ste­hen. (Fai­rer­wei­se muss man bemer­ken, dass „in einer Rei­he“ nicht „in einer Liga“ bedeu­tet.)

Am 4. März wird der Echo mal wie­der ver­lie­hen und Prof. Die­ter Gor­ny, Insol­venz­ver­wal­ter der deut­schen Ton­trä­ger­indus­trie, lässt sich anläss­lich der Aus­zeich­nung der kom­mer­zi­ell erfolg­reichs­ten Musi­ker mit den Wor­ten zitie­ren:

"Hier geht es um Kreativität, um Kultur und um Kunst", Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Musikindustrie e.V.

„Vor­her­seh­bar­keit, Ver­kaufs­zah­len und Ver­zweif­lung“ wären als Beschrei­bung des zu erwar­ten­den Abends zwar pas­sen­der, aber natür­lich längst nicht so … krea­tiv.

Alles, was es sonst noch zu sagen gäbe, hat Tim Ren­ner schon gesagt.

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Musik Digital

Songs For The Dumped

Aus Anlass des heu­ti­gen Valen­tins­tags haben sich die Macher der bes­ten Musik­show der Welt, „All Songs Con­side­red“, mal was beson­de­res ein­fal­len las­sen: Nach­dem es im letz­ten Jah­re ein paar weni­ger bekann­te Lie­bes­lie­der gab, geht es dies­mal um break­up songs, also Lie­der rund um Bezie­hungs­en­den.

Sym­pa­thi­scher­wei­se ist es wie­der ein­mal eine Show in gro­ßer Run­de, das heißt neben Stan­dard-Mode­ra­tor Bob Boi­len sind auch Pro­du­zent Robin Hil­ton, sowie die Redak­ti­ons­kol­le­gen Ste­phen Thomp­son und Car­rie Brown­stein mit dabei. Wie immer, wenn die Vier gemein­sam eine Sen­dung schmei­ßen, sind die Dia­lo­ge und die zwi­schen­mensch­li­chen Necke­rei­en fast genau­so schön wie die Musik.

Die Song­aus­wahl schwankt zwi­schen nahe­lie­gend und abwe­gig. Die gan­zen wüten­den Abrech­nun­gen (s. Über­schrift) wur­den weg­ge­las­sen, dafür gibt es viel Herz­schmerz – und eine musi­ka­li­sche Band­brei­te, die von den Ramo­nes zu Jus­tin Tim­ber­la­ke, von Stars zu Vic Ches­nutt reicht. Dazwi­schen: Beck und The Repla­ce­ments.

Ein biss­chen posi­ti­ver geht es dage­gen beim Valen­tins-Geschenk von Enno Bun­ger wei­ter: Deren schmu­cke Sin­gle „Herz­schlag“ kann man heu­te (ganz ohne Anmel­dung) kos­ten­los her­un­ter­la­den.

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Leben Gesellschaft

Möbeltransport im ÖPNV – Eine Fallstudie

Men­schen mit ent­spre­chen­den Erfah­run­gen erklä­ren ger­ne, ein Kind zu bekom­men wür­de die Sicht­wei­se auf die Welt völ­lig ver­än­dern. Ich bin weit davon ent­fernt, dem wider­spre­chen zu wol­len (oder zu kön­nen), aber ich kann die­sen Men­schen zuru­fen: “Für einen Per­spek­tiv­wech­sel braucht’s kei­nen unge­schütz­ten Geschlechts­ver­kehr. Es reicht auch, mit vier Alu­mi­ni­um­stüh­len unterm Arm U‑Bahn zu fah­ren.“

Und das kam so:

Ich hat­te kurz vor mei­nem Umzug in einem Geschäft in der Bochu­mer Innen­stadt mei­ne Traum­sitz­mö­bel ent­deckt: Nach­bau­ten des Design­klas­si­kers „Navy Chair“, her­ab­ge­setzt auf einen Preis, der nahe­zu unan­stän­dig nied­rig war. Als mein Vater mei­ner neu­en Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­de ansich­tig wur­de (und den dazu­ge­hö­ri­gen Preis erfuhr), rief er aus: „Sohn, gehe hin und hole mir davon, so viel Du tra­gen kannst!“

Das gan­ze Pro­ze­de­re dau­er­te etwas län­ger, die Stüh­le muss­ten erst bestellt wer­den, aber dann waren sie da: Schön, sta­bil, leicht und unfass­bar bil­lig. Pro­blem: Mei­ne Fuh­re hat­te ich bequem mit einem Auto abho­len kön­nen, das zum Zwe­cke der Umzugs­vor­be­rei­tun­gen gera­de bei mir auf dem Park­platz rum­ge­stan­den hat­te. Aber das war jetzt weg.

Da zu den oben auf­ge­führ­ten her­vor­ste­chen­den Eigen­schaf­ten der Möbel auch das gerin­ge Gewicht zählt, war ich aber unbe­sorgt, die Situa­ti­on trotz­dem meis­tern zu kön­nen. Kurz bevor Bochum zum sie­ben­und­neun­zigs­ten Mal in die­ser Sai­son unter einer geschlos­se­nen Schnee­de­cke ver­sank, mach­te ich mich also auf den Weg, kauf­te die bestell­ten Stüh­le und klemm­te sie mir unter dem angst­er­füll­ten Blick der Mit­ar­bei­ter unter den Arm. Wür­de ich es schaf­fen, das Geschäft zu ver­las­sen, ohne ande­re Tei­le der Pro­dukt­pa­let­te in Mit­lei­den­schaft zu zie­hen? Ich schaff­te es. Eine freund­li­che Kun­din hielt mir sogar die Tür auf.

Der Weg hin­ab in die U‑Bahn-Sta­ti­on war kurz und soweit kein Pro­blem. Zwar nahm ich auf der Roll­trep­pe eini­gen Platz ein, aber die weni­gen Men­schen, die vor­bei woll­ten, beschie­den mir gera­de­zu aus­ufernd, dass das schon pas­se.

Die U35 stell­te kein Pro­blem dar: Die Wagen sind groß und geräu­mig, und da ich eh nur eine Hal­te­stel­le fah­ren und auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te aus­stei­gen muss­te, konn­te ich mich direkt vor die Tür stel­len. Hei­kel wur­de es, als sich eine Kon­trol­leu­rin näher­te und die Fahr­aus­wei­se sehen woll­te. Auf kei­nen Fall woll­te ich die genau aus­ba­lan­cier­ten Sitz­ele­men­te abstel­len müs­sen, um mein Porte­mon­naie zu zücken. Es war wie bei Hitch­cock: Sie kam immer näher, wäh­rend die Bahn schon für den Halt am Haupt­bahn­hof abbrems­te. Glück­li­cher­wei­se schaff­te ich es, den Zug zu ver­las­sen, bevor ich mein Ticket vor­zei­gen muss­te.

Im Bahn­hof kämpf­te ich mich – etwas in Wen­dig­keit und Tem­po gehemmt – zur unter­ir­di­schen Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­le vor. Dort traf mich die Erkennt­nis mit der Wucht einer auf dem Büh­nen­bo­den des New Yor­ker Pal­la­di­ums zer­trüm­mer­ten Bass­gi­tar­re: Die Rush Hour ist nicht der idea­le Zeit­punkt, um den öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr als Möbel­trans­por­ter zu miss­brau­chen.

Meh­re­re Hun­dert­tau­send Men­schen (Schät­zung von mir) stan­den am Gleis und scharr­ten mit den Füßen, auf dass sie sich in eben jene Stra­ßen­bahn des Todes zwän­gen kön­nen wür­den, um mög­lichst schnell bei Fami­lie, Abend­brot und/​oder TV-Unter­hal­tung zu sein. Das wür­de ein har­ter, bru­ta­ler Kampf wer­den.

Inner­lich berei­te­te ich mich schon dar­auf vor, Gal­le gei­fern­de Tex­te über zu klei­ne Ver­kehrs­mit­tel, dumm glot­zen­de Mit­men­schen und die gene­rel­le Schlech­tig­keit der Welt ins Inter­net zu kot­zen. Dann kam die Bahn, eine stark gegen unend­lich ten­die­ren­de Anzahl Men­schen stieg aus und eine eben­sol­che ein. Ich auch.

Es war mir etwas unan­ge­nehm und ich hat­te auch Angst, Men­schen mit den Leicht­me­tall­mö­beln zu ver­let­zen. Aber zum Glück ist ja immer noch Polar­win­ter und alle Men­schen sind gut ver­packt. Ent­schul­di­gend mur­mel­te ich in die Run­de, ich hät­te halt kein Auto und die Stoß­zei­ten außer acht gelas­sen. „Ach, Sie haben sich dazu ent­schie­den, jetzt und hier mit der Bahn zu fah­ren und damit ist es gut“, erklär­te mir eine Frau mitt­le­ren Alters zu mei­ner eige­nen Ver­wun­de­rung mei­ne momen­ta­ne Situa­ti­on.

Erstaun­li­cher­wei­se waren alle Men­schen in einem Maße hilfs­be­reit, dass mich sofort das schlech­te Gewis­sen über­kam, vor­her jemals etwas ande­res erwar­tet zu haben: Soll ich Ihnen das mal abneh­men? Wo müs­sen Sie denn raus? Wis­sen Sie, auf wel­cher Sei­te der Aus­stieg ist?

An mei­ner Hal­te­stel­le trug mir ein jun­ger Mann zwei zwi­schen­zeit­lich doch mal abge­stell­te Stüh­le auf den Bahn­steig und frag­te, ob er mir tra­gen hel­fen sol­le, er woh­ne hier ja auch in der Gegend. Vie­len Dank, sag­te ich, geht schon.

Auf der Roll­trep­pe nach oben starr­te mich eine jun­ge Frau mit einer Mischung aus Mit­leid und Ent­set­zen an und frag­te, ob ich Hil­fe brau­che. Nein, sagt ich, kein Pro­blem, wiegt ja nix.

Drei Minu­ten spä­ter war ich zuhau­se. Ich hat­te nicht nur mei­ne Hei­mat­stadt mit ganz neu­en Augen gese­hen, son­dern auch die Men­schen dort.

Nächs­te Woche brin­ge ich mei­ne alte Leder­couch mit der Bahn von Dins­la­ken nach Bochum.

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Literatur Digital

Die Arroganz der Jungen, die Ignoranz der Alten

Wir müs­sen dann lei­der noch mal auf „Axolotl Road­kill“ zurück­kom­men, das lite­ra­ri­sche Hype-The­ma der Stun­de. Nicht, dass ich das Buch inzwi­schen gele­sen hät­te, aber: Das von der Lite­ra­tur­kri­tik auf Laut­stär­ke 11 gefei­er­te Werk von Hele­ne Hege­mann (17) weist in etli­chen Pas­sa­gen erstaun­li­che Ähn­lich­keit mit einem ande­ren Buch auf.

Deef Pir­ma­sens hat in sei­nem Blog Die Gefühls­kon­ser­ve eine Gegen­über­stel­lung von Text­stel­len aus „Axolotl Road­kill“ und aus dem Buch „Stro­bo“ des Ber­li­ner Blog­gers Airen ver­öf­fent­licht, das im ver­gan­ge­nen Jahr erschie­nen war. Um es vor­sich­tig aus­zu­drü­cken: Da kommt schon Eini­ges an Auf­fäl­lig- und Ähn­lich­kei­ten zusam­men.

Als gelern­ter Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler ste­he ich die­sen Ent­hül­lun­gen etwas schul­ter­zu­ckend gegen­über: Mon­ta­gen und Inter­tex­tua­li­tät gibt es seit kurz nach Erfin­dung der Schrift­spra­che – Georg Büch­ners Novel­le „Lenz“ ist knapp zur Hälf­te aus Auf­zeich­nun­gen des Pfar­rers Johann Fried­rich Ober­lin über­nom­men, Johann Wolf­gang von Goe­the hat sich mehr als ein­mal mas­siv von ande­ren Tex­ten inspi­rie­ren las­sen. Auf den Platz in der Lite­ra­tur­ge­schich­te hat­te das für die bei­den Her­ren kei­ne Aus­wir­kun­gen, aber über den ent­schei­det nahe­lie­gen­der­wei­se die Nach­welt und nicht der Zeit­ge­nos­se. Über­haupt gilt ja, was Oscar Wil­de zuge­schrie­ben wird, der gemei­ne Pop-Kon­su­ment (also ich) aber erst seit Toco­tro­nic weiß: „Talent bor­rows, geni­us ste­als“.

Als jemand, der mit dem Schrei­ben von Tex­ten sei­nen Lebens­un­ter­halt zu erwirt­schaf­ten ver­sucht, sehe ich es natur­ge­mäß kri­ti­scher, wenn jemand (mut­maß­lich) gutes Geld mit Inhal­ten ver­dient, die zumin­dest zu einem nicht ganz uner­heb­li­chen Teil aus dem Werk eines Ande­ren stam­men.

Die Gren­zen zwi­schen Zitat und Dieb­stahl geis­ti­gen Eigen­tums sind flie­ßend – der Unter­schied zwi­schen den Groß-Zitie­rern Quen­tin Taran­ti­no und Die­ter Wedel besteht letzt­lich auch nur dar­in, dass Taran­ti­nos Fil­me cool sind und Wedels spie­ßig. Und dass die Über­nah­me bestimm­ter Wor­te oder gan­zer Text­pas­sa­gen noch mal ein biss­chen was ande­res ist als das zufäl­li­ge Wie­der-Erstel­len einer bereits kom­po­nier­ten Melo­die (man erin­ne­re sich nur an die rund tau­send Songs, von denen Cold­play ihr „Viva La Vida“ samt und son­ders abge­pinnt haben sol­len), lässt sich einer­seits mit den unter­schied­li­chen Mate­ri­al­la­gen (zehn­tau­sen­de Wör­ter vs. zwölf Töne) erklä­ren, ist aber ande­rer­seits auch nur Geschmacks- und Defi­ni­ti­ons­sa­che.

Man könn­te also Hele­ne Hege­mann und Die­ter Wedel zu Peter Slo­ter­di­jk und Rüdi­ger Safran­ski ins „Phi­lo­so­phi­sche Quar­tett“ set­zen und eine Stun­de lang über Blues-Moti­ve und Bas­tard­pop, Wil­liams Shake­speare und Hei­ner Mül­ler dis­ku­tie­ren las­sen und hät­te am Ende viel­leicht ein biss­chen Erkennt­nis­ge­winn oder wenigs­tens was zum drü­ber auf­re­gen. Man wür­de sich womög­lich dar­auf eini­gen, dass Zita­te, Remi­xe und Mas­hups Teil unse­rer (Pop-)Kultur sind, es aber nur höf­lich wäre, wenigs­tens sei­ne Quel­len zu benen­nen und nicht Ander­erleuts Gedan­ken als eige­ne aus­zu­ge­ben.

Aber das sind phi­lo­so­phi­sche und kul­tur­wis­sen­schaft­li­che Gedan­ken all­ge­mei­ner Art. Der „Fall Hege­mann“ dage­gen ist lei­der der Super-GAU der öffent­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung, weil er sich genau an der (lei­der immer noch von vie­len Men­schen auf bei­den Sei­ten ima­gi­nier­ten) Ver­wer­fung zwi­schen ana­lo­ger und digi­ta­ler Welt ereig­net hat: Da hat also so eine Ber­li­ner Künst­ler­toch­ter abge­schrie­ben – und zwar bei einem Blog­ger! Hur­ra, der Klas­sen­kampf beginnt erneut, auf die Bar­ri­ka­den!

Jetzt krie­gen die Lite­ra­tur­kri­ti­ker, denen man sicher vie­les vor­wer­fen kann, ernst­haft um die Ohren gehau­en, sie hät­ten ja mal Goo­geln kön­nen.

Goo­geln. Einen Roman! Dabei erzählt Deef Pir­ma­sens, dem die gan­zen text­li­chen Par­al­le­len als Ers­tem auf­ge­fal­len waren, im Inter­view mit sueddeutsche.de, dass ihm bei der Lek­tü­re von „Axolotl Road­kill“ bestimm­te Wor­te bekannt vor­ge­kom­men sei­en – weil er „Stro­bo“ gele­sen hat­te. Beim Erken­nen von unge­nann­ten Quer­ver­wei­sen hilft es also offen­bar immer noch, das Ori­gi­nal zu ken­nen. Dass lan­ge Zeit nie­man­dem auf­ge­fal­len ist, dass eine ande­re Text­stel­le aus dem Song „Fuck U“ von Archi­ve über­nom­men wur­de, spricht dann eben lei­der nicht für die Popu­la­ri­tät der Band.

Der Kampf der Wel­ten endet in Sät­zen wie die­sen:

In Wirk­lich­keit scheint sich als Abwehr­hal­tung des Feuil­le­tons her­aus­zu­kris­tal­li­sie­ren: Es ist nicht so schlimm, von einem weit­ge­hend unbe­kann­ten Medi­um aus dem Web geklaut zu haben – Hege­mann kann zur Not noch als Tran­skri­bis­tin vom Inter­net ins Buch gefei­ert wer­den.

Es ist jener pas­siv-aggres­si­ve Ton, gepaart mit dem Hin­weis, dass das Inter­net immer noch etwas ande­res sein soll als der Rest der Welt, der den genau­so ver­bohr­ten Men­schen im Kul­tur­be­trieb dann wie­der als Vor­la­ge dient, wenn es dar­um geht, über die Mecke­rei­en und das merk­wür­di­ge Selbst­be­wusst­sein (bzw. offen­sicht­lich des­sen Feh­len) der Blog­ger zu läs­tern. Ich fra­ge mich, ob die Geschich­te in der deutsch­spra­chi­gen Netz­welt genau­so hohe Wel­len geschla­gen hät­te, wenn der „beraub­te“ Autor nicht gleich­zei­tig Blog­ger wäre, und lie­fe­re mir die Ant­wort gleich selbst: „Ver­mut­lich nicht“. Statt sich also auf den kon­kre­ten Vor­gang zu kon­zen­trie­ren, wird mal wie­der das übel rie­chen­de Fass „wir Blog­ger gegen die Nichts­bli­cker bei den Tot­holz­me­di­en“ auf­ge­macht und es grenzt an ein Wun­der, dass sich die „#fail„s bei Twit­ter bis­her in Gren­zen hal­ten.

Der Ver­le­ger von „Stro­bo“ klingt da im Gespräch mit Spree­blick wesent­lich ent­spann­ter. Der glei­che Ver­le­ger übri­gens, der mun­ter erzählt, wann Vater Hege­mann das Buch für sei­ne Toch­ter gekauft hat:

Wäh­rend Hege­mann sagt, dass sie das Buch nicht ken­ne, kann der Ver­lag SuKuL­Tur einen Beleg vor­wei­sen, aus dem her­vor­geht, dass Carl Hege­mann den Roman Airens am 28. August 2009 über Ama­zon Mar­ket­place bestellt und an sei­ne Toch­ter Hele­ne hat lie­fern las­sen.

[via otterstedt.de]

Wenn’s um die gute eige­ne Sache geht, ist das mit dem Daten­schutz – sonst die Domä­ne der Netz­ge­mein­de – offen­bar auch nicht mehr ganz so wich­tig.

Die Über­schrift die­ses Ein­trags, übri­gens, die stammt von Vir­gi­nia Jetzt!

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Musik Literatur

„Das ist keine Reisegruppe“
Ein Interview mit Sven Regener

Musik­jour­na­lis­ten erzäh­len häu­fi­ger, dass sie rela­tiv wenig Ambi­tio­nen hät­ten, ihre per­sön­li­chen Hel­den zu tref­fen. Zu groß ist die Angst, dass sich der über lan­ge Jah­re Bewun­der­te als lang­wei­lig oder – schlim­mer noch – unsym­pa­thisch her­aus­stellt, dass einem kei­ne guten Fra­gen ein­fal­len oder man ver­se­hent­lich die eige­nen Freun­de mit rein­zieht.

Vor Sven Rege­ner habe ich einen Hei­den­re­spekt: Die Musik sei­ner Band Ele­ment Of Crime beglei­tet mich schon län­ger, die letz­ten bei­den Alben habe ich rauf und run­ter gehört und sei­ne Roman­tri­lo­gie über Frank Leh­mann habe ich mit gro­ßem Gewinn gele­sen. Außer­dem muss ich immer an jenes legen­dä­re Inter­view mit der (inzwi­schen fast schon wie­der völ­lig ver­ges­se­nen) „Net­zei­tung“ den­ken.

Es hät­te also gute Grün­de gege­ben, sich nicht um ein Inter­view mit dem Mann zu bemü­hen, obwohl er mit Ele­ment Of Crime in Bochum war. Aber ein kur­ze Begeg­nung beim letzt­jäh­ri­gen Fest van Cleef hat­te mich so weit beru­higt, dass ich gewillt war, mich auf das Expe­ri­ment ein­zu­las­sen.

Element Of Crime (Archivfoto vom Fest van Cleef 2009)

Kurz bevor es los­ging sag­te er: „So, wir duzen uns. Ich bin Sven.“ Gut, dass das vor­ab geklärt ist, Respekts­per­so­nen wür­de man ja sonst auch sie­zen.

Wie das Gespräch dann lief, kön­nen Sie jetzt sel­ber hören und beur­tei­len. Zu den The­men zäh­len Sven Rege­ners Tour­blog, klei­ne­re Städ­te, „Romeo und Julia“, Cover­ver­sio­nen und Vor­bands.

Inter­view mit Sven Rege­ner
(Zum Her­un­ter­la­den rechts kli­cken und „Ziel spei­chern unter …“ wäh­len.)

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Digital

I’m just a crosshair. Not!

Fritz­chen Mül­ler (inzwi­schen 9 1/​2), lang­jäh­ri­ger Chef-Gra­fi­ker von turi2.de und zwi­schen­zeit­lich bei „RP Online“ beschäf­tigt, hat einen neu­en Job. Bei Bild.de:

Mit Dank an Gre­gor K.