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Das ist doch kein Einbruch!

Eigent­lich hät­te es nur eines The­sau­ru­ses bedurft, um den Arti­kel zu ret­ten, der heu­te in der „Ham­bur­ger Mor­gen­post“ steht.

Er beginnt wie folgt:

„Die Poli­zei mach­te mich zum Ein­bre­cher“

44-Jäh­ri­ger flüch­te­te vor Jugend­ban­de auf das Dach einer Hal­le und brach ein – Her­bei­ge­ru­fe­ne Beam­te glaub­ten ihm nicht

Weni­ge Zei­len spä­ter erfährt der Leser, dass der Mann „durch ein Dach gestürzt war (MOPO berich­te­te)“.

Doch im Ver­lauf von zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Absät­zen sorgt der Arti­kel wie­der für hoch­gra­di­ge Ver­wir­rung:

„Ich bin nicht ein­ge­bro­chen“, erklärt der Hafen­ar­bei­ter auf­ge­regt. […]

Er sei über einen Palet­ten­sta­pel auf das Dach geklet­tert – und wenig spä­ter ein­ge­bro­chen.

Und wenn wir uns jetzt noch den Satz „Ich bin nicht ein­ge­bro­chen, Herr Wacht­meis­ter, ich bin nur ein­ge­bro­chen!“ vor­stel­len, klingt es end­gül­tig, als ob sich alles um einen Didi-Hal­ler­vor­den-Sketch han­de­le, den man schon hun­dert Mal gese­hen hat.

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Sport Digital

Die Meisterschaft ist quasi schon entschieden

Ja, das kann man natür­lich nach dem ers­ten von 306 Bun­des­li­ga­spie­len schon mal machen:

Wolfsburg schon wieder Spitze

Das Jahr 2009 bestand übri­gens aus auf­fal­lend vie­len Don­ners­ta­gen – zumin­dest bis zum 2. Janu­ar.

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Leben Digital

Heimspiel: A Night At The Oprah

Zu einer Zeit, in der nor­ma­le Men­schen schla­fen, habe ich mich mit Unter­stüt­zung von Ste­fan in Klatsch­blogs (auch bekannt als Kloa­ken des Inter­nets) her­um­ge­trie­ben, habe ame­ri­ka­ni­sche Gerichts­ak­ten für Geld her­un­ter­ge­la­den und hat­te hin­ter­her einen Arti­kel dar­über, wie ein Ver­rück­ter Gerich­te beschäf­tigt und Online­me­di­en um den Ver­stand bringt.

Sie fin­den die Ergeb­nis­se unse­rer Recher­chen im BILD­blog und in eng­li­scher Fas­sung in unse­rer Eng­lish Edi­ti­on.

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Digital

Die schönsten Anschlussfehler des Internets

„Kein Text wird ohne Gegen­le­sen und Check von Zah­len und Namen ins Netz gestellt.“
(Rai­ner Kur­le­mann, Chef­re­dak­teur von „RP Online“ im Inter­view mit „jour­na­list“ 7/​2009)

Wenn ein Block­bus­ter ein paar Wochen im Kino gelau­fen ist, macht „RP Online“ sich tra­di­tio­nell dar­an, eine der vie­len Film­feh­ler­sei­ten zu besu­chen und die dort gewon­ne­nen Erkennt­nis­se – mal mit, mal ohne Quel­len­an­ga­be, an die eige­nen Leser wei­ter­zu­rei­chen. So auch jetzt wie­der im Fall von „Har­ry Pot­ter und der Halb­blut­prinz“.

Zunächst wird aber erst mal erklärt, wie es zu die­sen Feh­lern kom­men kann:

Die Goofs resul­tie­ren aus der Tat­sa­che, dass Kino­fil­me nie an einem Stück, son­dern in vie­len Etap­pen gedreht wer­den, womit zwi­schen direkt auf­ein­an­der­fol­gen­den Sze­nen oft meh­re­re Dreh­ta­ge lie­gen.

Nun weiß ich nicht, wie vie­le Tage die Pro­duk­ti­on eines „RP Online“-Artikels so dau­ert, aber irgend­ei­nen Grund wird es ja sicher­lich geben, dass drei Absät­ze Abstand aus­rei­chen, um von

Die Aus­beu­te der „Film­feh­ler­su­cher“ war im Fall von „Har­ry Pot­ter und der Halb­blut­prinz“ höchst erfolg­reich: 57 Feh­ler konn­ten bis­her im neu­en Har­ry Pot­ter-Film gefun­den wer­den. Damit löst der Zau­ber­lehr­ling die Maschi­nen aus „Trans­for­mers: Die Rache“ ab, die bis­her mit 53 Feh­lern den Spit­zen­platz inne hat­ten.

hier­hin zu kom­men:

Jedoch müs­sen sich die Macher von Har­ry Pot­ter nicht grä­men: Mit 391 Feh­ler steht Fran­cis Ford Coppola’s Anti­kriegs­film „Apo­ca­lyp­se Now“ an der Spit­ze der Fil­me mit den meis­ten Feh­lern.

Und dann wäre da noch das hier:

Wel­che Film­feh­ler es im neu­en Har­ry Pot­ter-Film noch gibt, sehen Sie hier:

Mit die­sem Dop­pel­punkt endet der Arti­kel. Ver­mut­lich han­delt es sich dabei um einen soge­nann­ten Cliff­han­ger – der letz­te Har­ry-Pot­ter-Roman soll ja auch in zwei Tei­len ins Kino kom­men.

Nach­trag, 5. August: Bei „RP Online“ ist der kom­plet­te Arti­kel ver­schwun­den.

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Musik Digital

Der Onan-Kanon

Ich habe heu­te etwas ent­deckt, das man den Lesern eines Maga­zins für Pop­kul­tur, Lis­ten und – gemes­sen an den Goog­le-Anfra­gen, die hier­her füh­ren – Selbst­be­frie­di­gung nicht vor­ent­hal­ten darf: „10 Songs I’m Pret­ty Sure Are About Mas­tur­ba­ti­on“

Bei „Pas­te“, wo man eine selbst für mei­nen Geschmack leicht besorg­nis­er­re­gen­de Lis­ten-Obses­si­on hegt, hat sich also jemand Gedan­ken dar­über gemacht, in wel­chen Songs es um nach­hal­ti­gen Rücken­mark­ab­bau gehen könn­te. Spek­ta­ku­lär ist die Lis­te nicht unbe­dingt, aber mit­un­ter schön abwe­gig.

Als Zuga­be gibt’s von mir einen lega­len Down­load-Tipp zum The­ma: „The Sun Always Shi­nes On TV“ – nicht von a‑ha, son­dern vom schwe­di­schen Elek­tro­pop-Duo Tri­be­ca.

Die ers­te Stro­phe beginnt so:

Tonight I’m in love with mys­elf
I go ber­serk in my couch
My favou­ri­te stars and my favou­ri­te me
Nata­lie Port­man comes to me (to me)

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Print Gesellschaft

Schreipflicht

Ken­nen Sie das? Man fährt gemüt­lich in sei­nem Dienst­wa­gen an der Spree ent­lang, hört ein biss­chen Radio, und ab und an kriegt man die Schei­ben an den Ampeln geputzt. Manch­mal sagt man „Nein“, dann machen die Damen und Her­ren das trotz­dem, man gibt fünf­zig Cent, kein Pro­blem, schließ­lich ist man ja Gesund­heits­mi­nis­te­rin, und schwupps hat man die Zeit ver­ges­sen und sitzt irgend­wo in Spa­ni­en und das Auto ist einem unter dem Aller­wer­tes­ten weg geklaut wor­den. So schnell kann’s gehen. Erst­mal zum zwei­ten The­ma:

Dienst­wa­gen im Som­mer­loch – das ist ganz und gar brand­ge­fähr­lich. Die Gedan­ken­ver­bin­dung von „Dienst­wa­gen“ zu „Affä­re“ ist eine der kür­zes­ten über­haupt.

Das steht heu­te auf Zeit Online und auch im Online-Ange­bot des „Tages­spie­gel“. Man kann jetzt ver­su­chen, sich zu erin­nern, wann man das letz­te Mal die­se kür­zes­te aller Gedan­ken­brü­cken schla­gen muss­te. Und wenn das über­ra­schen­der­wei­se noch nie der Fall gewe­sen sein soll­te, setzt man alles dar­an, die Asso­zia­ti­ons­ket­te genu­in und neu nach­zu­ver­fol­gen, aber wenn ich das tue, kom­me ich von „Dienst­wa­gen“ immer nur bei „Ben­zin“ vor­bei zu „Tank­stel­le“ und dann viel­leicht noch zu „Schei­ße, EC-Kar­te nicht dabei“, aber das ist ja schon eine rela­tiv lan­ge Ver­bin­dung. Und wie man von „Schei­ße, EC-Kar­te nicht dabei“ so flugs zu „Affä­re“ kommt, ist mir in dem Zusam­men­hang eher schlei­er­haft. Ver­mut­lich ist es eher so, dass da ein­mal wie­der jemand dach­te, dass man durch mög­lichst unei­gent­li­chen Schreib­stil beson­ders leicht zu knüp­pel­har­ten Apho­ris­men kommt. Das sei so sicher wie die Ren­te.

Per­sön­lich, und das muss natür­lich nichts hei­ßen, bin ich der Mei­nung, dass es nicht unbe­dingt nötig war, so eine Pan­zer­li­mou­si­ne mit in den Urlaub zu neh­men, aber die paar Tau­send Euro hät­te man auch ohne Dienst­wa­gen gut ander­wei­tig los­wer­den kön­nen. Muss man sich also nicht drü­ber auf­re­gen. Aber: Wer bin ich schon, um so eine Behaup­tung auf­zu­stel­len?

Auf­re­gen kann man sich näm­lich auch über weit gerin­ge­re Din­ge, womit wir beim eigent­lich ers­ten The­ma ange­langt wären. Die „Süd­deut­sche Zei­tung“ druckt heu­te (wie an jedem Tag seit 1946) auf ihrer Titel­sei­te die Glos­se mit dem Namen „Streif­licht“. Die ist manch­mal ziem­lich wit­zig, oft ziem­lich bemüht, wit­zig zu sein und in den gott­lob sel­tens­ten Fäl­len irgend­wie ein Griff ins Klo. Heu­te geht es um besag­te Fens­ter­put­zer an Ber­li­ner Ampel­kreu­zun­gen:

Bis vor kur­zem han­del­te es sich bei die­sen Ser­vice­leu­ten um Punks. Sie waren sehr freund­lich, denn an jeder Kreu­zung des Lebens, an der es links zur Anar­chie geht und rechts zur Schrank­wand aus Eiche, waren sie ein­fach geade­aus wei­ter­ge­trot­tet […]. Lehn­te also der gemei­ne Ber­li­ner ihre Offer­te ab, etwa mit den Wor­ten „Solan­ge ick dir hier­durch erken­nen kann, läss­te dei­ne Fin­ger von“, troll­ten sich die arti­gen Punks. Was ihre dem Aus­se­hen und Ver­neh­men nach aus Süd­ost­eu­ro­pa kom­men­den Nach­fol­ger nicht tun. Sie wischen trotz­dem. Dann hal­ten sie die nas­se Hand auf.

Dann wird sich da noch ein biss­chen über ein paar Auf­kle­ber aus­ge­las­sen und geen­det wird mit der unspe­zi­fi­schen Aus­sa­ge, dass nicht jeder gleich ein Schwein sei, der an der Ampel nein sagt. Zunächst war ich mir nicht so ganz sicher, was ich davon zu hal­ten hat­te. Ich ken­ne lei­der nie­man­den per­sön­lich, der sich durch sei­ne finan­zi­el­len Umstän­de irgend­wie dazu gezwun­gen sieht, den hal­ben Tag mit Schwimm­fin­gern auf der Fried­rich­stra­ße her­um­zu­ste­hen, aber ich kann mir vor­stel­len, dass die­ser jemand, läse er die­se Kolum­ne, sich ein biss­chen füh­len wür­de wie der, über den man in der ach­ten Klas­se geläs­tert hat, ohne zu bemer­ken, dass er hin­ter einem stand. Auf der Titel­sei­te ist das Ding jeden­falls irgend­wie frech, auf der Mei­nungs­sei­te wäre es auf­grund der feh­len­den Rele­vanz sowie­so nicht auf­ge­taucht, und wenn man es in die Pan­ora­ma-Ecke stellt, wüss­te der Leser ja sowie­so gleich, was Pha­se ist. Hät­te man man bes­ser abge­bü­gelt.

Den­noch gibt es heu­te auch eine fro­he Bot­schaft: Die „taz“ hat begrif­fen, dass die Wahr­heit manch­mal ein­fach schö­ner und leich­ter ver­dau­lich ist als die Wahr­heit.

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Musik Digital

Internetversteher unter sich

Ich data-epi-spa­cing muss data-epi-spa­cing zuge­ben, data-epi-spa­cing nie data-epi-spa­cing der data-epi-spa­cing gro­ße data-epi-spa­cing Blum­feld-Fan data-epi-spa­cing gewe­sen data-epi-spa­cing zu data-epi-spa­cing sein. data-epi-spa­cing Des­we­gen data-epi-spa­cing war data-epi-spa­cing es data-epi-spa­cing mir data-epi-spa­cing auch data-epi-spa­cing eini­ger­ma­ßen data-epi-spa­cing egal, data-epi-spa­cing dass data-epi-spa­cing deren data-epi-spa­cing frü­he­rer data-epi-spa­cing Front­mann data-epi-spa­cing Jochen data-epi-spa­cing Dis­tel­mey­er data-epi-spa­cing vor data-epi-spa­cing kur­zem data-epi-spa­cing bei data-epi-spa­cing eini­gen data-epi-spa­cing Kon­zer­ten data-epi-spa­cing neue data-epi-spa­cing Songs data-epi-spa­cing vor­stell­te, data-epi-spa­cing die data-epi-spa­cing auf data-epi-spa­cing sei­nem data-epi-spa­cing Solo-Debüt data-epi-spa­cing „Hea­vy“ data-epi-spa­cing (VÖ: data-epi-spa­cing 25. data-epi-spa­cing Sep­tem­ber) data-epi-spa­cing ent­hal­ten data-epi-spa­cing sein data-epi-spa­cing wer­den.

Eini­ge data-epi-spa­cing die­ser data-epi-spa­cing Songs data-epi-spa­cing wur­den data-epi-spa­cing – data-epi-spa­cing wie data-epi-spa­cing heut­zu­ta­ge data-epi-spa­cing all­ge­mein data-epi-spa­cing üblich data-epi-spa­cing – data-epi-spa­cing mit data-epi-spa­cing Han­dy- data-epi-spa­cing oder data-epi-spa­cing Digi­tal­ka­me­ras data-epi-spa­cing auf­ge­nom­men data-epi-spa­cing und data-epi-spa­cing kurz data-epi-spa­cing danach data-epi-spa­cing bei data-epi-spa­cing You­Tube data-epi-spa­cing hoch­ge­la­den. data-epi-spa­cing Dort data-epi-spa­cing blie­ben data-epi-spa­cing sie data-epi-spa­cing nicht data-epi-spa­cing all­zu data-epi-spa­cing lan­ge data-epi-spa­cing ste­hen: data-epi-spa­cing Sie data-epi-spa­cing wur­den data-epi-spa­cing mit data-epi-spa­cing Hin­weis data-epi-spa­cing auf data-epi-spa­cing Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen data-epi-spa­cing gelöscht, data-epi-spa­cing wie data-epi-spa­cing der data-epi-spa­cing Pop­kul­tur­jun­kie data-epi-spa­cing ges­tern data-epi-spa­cing in data-epi-spa­cing einem data-epi-spa­cing Ein­trag data-epi-spa­cing doku­men­tier­te.

Sei­ne data-epi-spa­cing Über­schrift data-epi-spa­cing ließ data-epi-spa­cing kei­nen data-epi-spa­cing Zwei­fel data-epi-spa­cing dar­an, data-epi-spa­cing wer data-epi-spa­cing hier data-epi-spa­cing der data-epi-spa­cing Schul­di­ge data-epi-spa­cing sein data-epi-spa­cing müss­te:

Sony data-epi-spa­cing hat data-epi-spa­cing das data-epi-spa­cing Inter­net data-epi-spa­cing immer data-epi-spa­cing noch data-epi-spa­cing nicht data-epi-spa­cing begrif­fen

In data-epi-spa­cing den data-epi-spa­cing Kom­men­ta­ren data-epi-spa­cing ergoss data-epi-spa­cing sich data-epi-spa­cing schnell data-epi-spa­cing der data-epi-spa­cing übli­che data-epi-spa­cing „Wir data-epi-spa­cing hier data-epi-spa­cing unten, data-epi-spa­cing die data-epi-spa­cing da data-epi-spa­cing oben“-Sermon data-epi-spa­cing von

ich data-epi-spa­cing fin­de data-epi-spa­cing das data-epi-spa­cing äußerst data-epi-spa­cing begrü­ßens­wert data-epi-spa­cing wenn data-epi-spa­cing sich data-epi-spa­cing sony data-epi-spa­cing selbst data-epi-spa­cing ins data-epi-spa­cing bein data-epi-spa­cing schießt, data-epi-spa­cing je data-epi-spa­cing frü­her data-epi-spa­cing medi­en­kon­zer­ne data-epi-spa­cing aller data-epi-spa­cing art data-epi-spa­cing kre­pie­ren data-epi-spa­cing des­to data-epi-spa­cing bes­ser.

bis data-epi-spa­cing hin data-epi-spa­cing zu

Memo data-epi-spa­cing an data-epi-spa­cing mich data-epi-spa­cing selbst: data-epi-spa­cing Kauf data-epi-spa­cing von data-epi-spa­cing Sony data-epi-spa­cing Pro­duk­ten data-epi-spa­cing mei­den!

Als data-epi-spa­cing Chris­ti­an data-epi-spa­cing Ihle data-epi-spa­cing höf­lich data-epi-spa­cing anfrag­te, data-epi-spa­cing ob data-epi-spa­cing es data-epi-spa­cing nicht data-epi-spa­cing viel data-epi-spa­cing ein­fa­cher data-epi-spa­cing sein data-epi-spa­cing könn­te data-epi-spa­cing und data-epi-spa­cing weder data-epi-spa­cing Dis­tel­mey­er data-epi-spa­cing noch data-epi-spa­cing die data-epi-spa­cing Plat­ten­fir­ma data-epi-spa­cing das data-epi-spa­cing Risi­ko data-epi-spa­cing ein­ge­hen data-epi-spa­cing woll­ten, data-epi-spa­cing dass data-epi-spa­cing die data-epi-spa­cing Leu­te data-epi-spa­cing die data-epi-spa­cing neu­en data-epi-spa­cing Songs data-epi-spa­cing in data-epi-spa­cing schlech­ter data-epi-spa­cing Qua­li­tät data-epi-spa­cing hör­ten data-epi-spa­cing (weil data-epi-spa­cing das data-epi-spa­cing „den data-epi-spa­cing Buzz data-epi-spa­cing zer­stö­ren data-epi-spa­cing wür­de“), data-epi-spa­cing wur­de data-epi-spa­cing die­se data-epi-spa­cing Mög­lich­keit data-epi-spa­cing mit data-epi-spa­cing dem data-epi-spa­cing Hin­weis data-epi-spa­cing abge­bü­gelt, data-epi-spa­cing so data-epi-spa­cing schlecht data-epi-spa­cing sei data-epi-spa­cing die data-epi-spa­cing Qua­li­tät data-epi-spa­cing nun data-epi-spa­cing auch data-epi-spa­cing wie­der data-epi-spa­cing nicht data-epi-spa­cing gewe­sen.

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Leben Digital

Schöner Onanieren mit Bild.de

Ent­schul­di­gung, ich muss was geste­hen: Ich hab’s schon wie­der getan. Ich woll­te ja eigent­lich nicht, aber jetzt hab ich wie­der auf so einen Sex-Arti­kel geklickt, dies­mal bei Bild.de, und schon nach dem ers­ten Absatz fühl­te ich mich eini­ger­ma­ßen … äh: über­fah­ren:

Sex ist ein wun­der­ba­rer Weg, um zu sich selbst zu fin­den. Doch bis wir die „Auf­fahrt“ und den pas­sen­den Part­ner zu die­sem Aben­teu­er gefun­den haben, stel­len wir uns vor lau­ter Unsi­cher­hei­ten immer wie­der selbst ein Bein. Wir ver­lie­ren uns in Aus­re­den, las­sen uns von den Vor­lie­ben ande­rer beir­ren, wer­den zu „Geis­ter­fah­rern“ in unse­rer Sex-Sack­gas­se. Im schlimms­ten Fall resi­gnie­ren wir und beob­ach­ten das Gesche­hen vom „Stand­strei­fen“…

Wie man sich selbst ein Bein stel­len kann, wenn der eine Fuß auf der Kupp­lung und der ande­re auf dem Gas­pe­dal ruht, ist mir nicht ganz klar. Viel­leicht bei Auto­ma­tik­wa­gen. Klar ist hin­ge­gen: Wenn einem in einer Sack­gas­se Geis­ter­fah­rer ent­ge­gen­kom­men, muss es sich wohl um eine Ein­bahn­stra­ße han­deln. Und aus einer Sack­gas­se, die gleich­zei­tig eine Ein­bahn­stra­ße ist, kommt man natür­lich nie wie­der raus.

Haben Sie jetzt gera­de beim Wort „Sack­gas­se“ geki­chert? Na, dann gab es doch bei „Stand­strei­fen“ ver­mut­lich kein Hal­ten mehr, oder? In jedem Fall: Super, aber viel zu früh. Zum Lach­or­gas­mus kom­men (hihihi) wir erst spä­ter.

Bild.de-Autorin Mei­ke Mey­ruhn hat die „US-Sex­leh­re­rin“ Bar­ba­ra Car­rel­las auf­ge­tan (nicht zu ver­wech­seln mit den 106 „Sex-Leh­re­rin­nen“ aus der „Gale­rie der Schan­de“), die all denen die Welt erklärt, die dach­ten, bei Tan­tra han­de­le es sich wahl­wei­se um ein Gebir­ge, eine Stra­ßen­bahn oder einen Schä­fer­hund. Falsch:

Tan­tra ist eine Lebens­phi­lo­so­phie. Wer Tan­tra-Sex prak­ti­ziert, liebt bewusst, strebt eine Art kos­mi­sche Ver­ei­ni­gung im Hier und Jetzt an. Und einen Part­ner brau­chen Sie dazu nicht!

Nun ist das mit der Ver­ei­ni­gung ohne Part­ner so eine Sache: Die Chan­cen, dass Deutsch­land noch eine Wie­der­ver­ei­ni­gung mit­macht, sind seit dem Ende der DDR bei­spiels­wei­se rapi­de gesun­ken.

Aber was komm ich jetzt mit der DDR an? Es ging ja um Sex. Bild.de emp­fiehlt natür­lich, direkt das Buch der Sex-Leh­re­rin Sex­leh­re­rin zu kau­fen, aber ein paar Aus­zü­ge gibt es dann doch noch:

Pla­ne das Date vor­her oder sei spon­tan.

(Ver­mut­lich abhän­gig davon, ob der Hahn auf dem Mist kräht oder nicht.)

Egal was du machst, stöps­le Tele­fon, Com­pu­ter und Fern­se­her aus, außer du willst einen ero­ti­schen Film in dei­ne Sze­ne ein­bau­en.

Der letz­te Halb­satz ist sehr wich­tig, denn wie oft ist die Betrach­tung eines ero­ti­schen Films schon dar­an geschei­tert, dass das Tele­fon aus­ge­stöp­selt war?

Erlau­be dir, dei­ne Plä­ne zu ändern, wenn dei­ne Stim­mung schwingt, aber bleib bei dei­nem Ren­dez­vous!

Wer kennt sie nicht, die berühm­ten Stim­mungs­schwin­gun­gen beim Ren­dez­vous ([ʀɑ̃de ˈvu], fran­zö­sisch: ‚Ver­ab­re­dung‘, wört­lich: ‚tref­fen Sie sich‘) mit sich selbst?

Egal was du machst, den­ke dar­an, bewusst zu atmen. Das beru­higt dei­nen Geist und lenkt die Auf­merk­sam­keit auf dei­nen Kör­per.

Gut, dass man da allei­ne ist: Wer hät­te beim Gedan­ken an bewuss­te Atmung und der Auf­merk­sam­keit auf den Kör­per noch Zeit, sich um jemand ande­ren zu küm­mern? Also: Frau­en viel­leicht, aber Män­ner sind ja bekannt­lich nicht Mul­ti­tas­king-fähig. (Des­we­gen atmen Män­ner übri­gens auch nie beim Sex. Jetzt wis­sen Sie’s!)

Nimm die Gefüh­le an, die hoch­kom­men. Viel­leicht ver­wan­delt sich dein Orgas­mus in einen Schrei‑, Wut- oder Lach­or­gas­mus. Erlau­be dir alles, was dein Kör­per heu­te erfah­ren will.

Damit wären wir dann beim Lach­or­gas­mus. Laut Goog­le han­delt es sich dabei zwar um etwas eher Unse­xu­el­les (näm­lich das, was in den 1990er Jah­ren am Nie­der­rhein „schrott lachen“ hieß), aber wer wür­de Bar­ba­ra Car­rel­las schon wider­spre­chen wol­len? Viel­leicht hat es auch was mit dem „Kit­zel­sex“ zu tun, den Bild.de erst kürz­lich gefei­ert hat – fas­zi­nie­ren­der­wei­se ohne den sehr nahe­lie­gen­den Kalau­er „Wer­den Sie zum Kitz­ler!“

Jeden­falls: Wenn Lachen beim (sexu­el­len) Orgas­mus, dann bit­te allein! Ihr Part­ner könn­te sonst ähn­lich ent­geis­tert reagie­ren wie wenn Sie dabei jodeln.

Wenn du dich nicht son­der­lich sexy fühlst, dann nimm das wahr und respek­tie­re es. Viel­leicht willst du dich ins Bett kuscheln und end­lich das Buch lesen, für das du dir nie Zeit genom­men hast. Gebe dir das, was du willst. Berei­te dir

Lei­der wer­den wir nie erfah­ren, was man sich berei­ten soll, denn mit die­sen Wor­ten enden die guten Rat­schlä­ge. Aber das gehört ver­mut­lich zum Tan­tra dazu: den Höhe­punkt ein­fach … weg­zu­las­sen.

Wich­ti­ger ist eh:

Gebe dir das, was du willst.

… aber ver­mei­de kor­rek­te Impe­ra­ti­ve!

Falls Ihnen die­ser Arti­kel jetzt zu lang war (Sie wis­sen schon: die Kunst des Her­aus­zö­gerns), hier noch ein­mal die Kurz­form: „Hol dich doch ein­fach mal wie­der gepflegt einen run­ter!“

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Leben Digital

Coffee And FH

Ich habe wäh­rend mei­nes Stu­di­ums mehr­fach dar­über nach­ge­dacht, ein­fach alles abzu­bre­chen. Einer die­ser Momen­te war, als eine Dozen­tin nach einer Klau­sur, die wei­te Tei­le der Stu­den­ten­schaft – mich ein­ge­schlos­sen – schwer ver­bockt hat­ten, Zet­tel mit den „lus­tigs­ten Ant­wor­ten“ ver­teil­te. Zwar stan­den kei­ne Namen dabei, aber ich emp­fand die­sen Vor­gang durch­aus als Bloß­stel­lung – zumal die Vor­le­sung ster­bens­lang­wei­lig und von „lus­tig“ bis zu die­sem Punkt nie die Rede gewe­sen war.

Der Fach­be­reich Medi­en der Hoch­schu­le Mitt­wei­da hat offen­bar den sel­ben Humor wie mei­ne dama­li­ge Dozen­tin und stellt „eini­ge Grün­de für die zuwei­len aus­ge­bro­che­ne Hei­ter­keit unter den sonst doch so gestren­gen Wis­sen­schaft­lern“ gleich ins Inter­net.

Dar­un­ter:

Fra­ge: Die Begrif­fe „Pearl“ und „Java“ klin­gen wie exo­ti­sche Mix­ge­trän­ke oder Mode­dro­gen, bezeich­nen aber etwas ande­res, näm­lich was?
Ant­wort: „Nein, das sind Kaf­fee­sor­ten“. (Rich­tig: Pro­gram­mier­spra­chen)

Haha­ha­ha­ha, was für ein Idi­ot!

Es sei denn natür­lich, er mein­te Java-Kaf­fee und die „Part­ner­ship for Enhan­cing Agri­cul­tu­re in Rwan­da through Lin­k­ages“ (PEARL), die sich in Ruan­da vor allem um den fai­ren Anbau von Mani­ok und … äh Kaf­fee bemüht.

(Und war­um die Pro­gram­mier­spra­che Java jetzt aus­ge­rech­net eine Kaf­fee­tas­se als Logo hat, das kann ich Ihnen natür­lich auch nicht sagen.)

[via Kat­ti]

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Musik Print

Unvordenkliche Pattitessen

Eigent­lich woll­te ich ja nur wis­sen, wie das Kon­zert von Pat­ti Smith in Frank­furt war. Aber schon nach den ers­ten zwei Sät­zen der Rezen­si­on der Repor­ta­ge des Arti­kels von Rose-Maria Gropp in der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“ war mir klar, dass ich das nicht so ein­fach her­aus­fin­den wür­de:

Sie schrei­tet den Par­cours ihrer Mög­lich­kei­ten ganz ab, von bald vier Jahr­zehn­ten ist da zu spre­chen. Zeit scheint für Pat­ti Smith nicht ent­lang einer Schie­ne zu ver­lau­fen, son­dern ihr wie ein wei­ter, geräu­mi­ger Hof zur Ver­fü­gung zu ste­hen.

Irgend­je­mand hat also auf einem bald vier Jahr­zehn­te gro­ßen Hof – wie viel das wohl in Fuß­ball­fel­dern ist? – einen Mög­lich­kei­ten-Par­cours errich­tet, den Pat­ti Smith nun abzu­schrei­ten gedenkt.

Na ja, schau­en wir mal, wie lan­ge wir da mit­schrei­ten kön­nen:

Sie heizt ihren Auf­tritt an mit dem schar­fen alten Song „Free Money“, dann holt sie sich ihr Publi­kum schon näher mit jenem Charme, der ihre seit unvor­denk­li­chen Zei­ten bestehen­de Lie­be zu Euro­pa und sei­nen Dich­tern ver­sprüht: „I came to Frank­furt to see Goethe’s house“, dekla­miert sie zur Gitar­re und erzählt eine klei­ne Geschich­te von Zer­stö­rung und Wie­der­auf­bau, vom Geist, der weht, wo er das darf – „the­re in the light, the­re is Goethe’s desk“.

Ist das nicht ver­ant­wor­tungs­los, das Publi­kum so nah an einen auf­ge­heiz­ten Auf­tritt her­an­zu­ho­len? Zumal, wenn dort etwas sprüht. Aber was genau eigent­lich? Man­che Men­schen ver­sprü­hen ja schon mal Charme, bei Pat­ti Smith ver­sprüht aber offen­bar der Charme Lie­be. Und zwar eine, die seit unvor­denk­li­chen Zei­ten besteht. Na, das muss ja eine alte Lie­be sein. Gut, dass die nicht ros­tet, sonst wäre es noch gefähr­li­cher, da so nah dran zu ste­hen. Immer­hin weht da vor­ne auch noch ein Geist – oder darf er das genau dort nicht?

Es hat sich schon immer gelohnt, Pat­ti Smit­hs Tex­te zu ver­ste­hen und zu begrei­fen; denn sie ist ganz eigent­lich eine Dich­te­rin, und der Punk in ihr ist vor allem sprach­li­che Ent­äu­ße­rung, die Musik ihre Rhyth­mus­ma­schi­ne, die frei­lich längst nicht so sim­pel kon­stru­iert ist, wie sie vor­gibt, als wären da bloß ein paar Akkor­de zu grei­fen.

Es ent­behrt natür­lich nicht einer gewis­sen Iro­nie (ver­mut­lich einer sehr unsim­pel kon­stru­ier­ten), der­art umständ­lich über die Ver­ständ­lich­keit und Begreif­bar­keit von Tex­ten zu schrei­ben. Dass Frau Smith „ganz eigent­lich“ eine Dich­te­rin ist, hät­te man natür­lich erah­nen kön­nen ange­sichts der Tat­sa­che, dass die Dame schon ein Dut­zend Gedicht­bän­de ver­öf­fent­licht hat.

Über­ra­schen­der wäre es viel­leicht gewe­sen, wenn sie „ganz eigent­lich“ eine Kon­di­to­rin wäre, die die­se gan­zen künst­le­ri­schen und intel­lek­tu­el­len Auf­trit­te nur als Tar­nung benutzt, um in Ruhe rie­si­ge Schwarz­wäl­der Kirsch­tor­ten backen zu kön­nen. Die wären ihr dann sicher eine kuli­na­ri­sche Ent­äu­ße­rung.

Aber wie sieht’s eigent­lich mit dem näher gehol­ten Publi­kum aus?

Längst hat sie die Hal­le auf ihrer Sei­te – die­je­ni­gen, die mit ihr den lan­gen Weg seit den Sieb­zi­gern gegan­gen sind, und die vie­len Jun­gen, die viel­leicht gekom­men sind, um eine leben­de Legen­de zu betrach­ten; ihnen wird eine veri­ta­ble Erschei­nung zuteil, die ihr Publi­kum anzieht wie ein Magnet die Spä­ne.

War der lan­ge Weg jetzt eine Schie­ne oder ein Hof? Ich kom­me da immer durch­ein­an­der. Jeden­falls scheint das Publi­kum inzwi­schen an Pat­ti Smith zu kle­ben, bzw. an einer veri­ta­blen Erschei­nung. Aber wo geho­belt wird …

An Pat­ti Smit­hs Sei­te steht immer wie­der und unver­brüch­lich Len­ny Kaye in sei­ner fort­wäh­rend schö­nen, eher alt­eu­ro­päi­schen Melan­cho­lie, schlank und edel ergraut, noch immer ein Aus­nah­me­gi­tar­rist, der sich indes­sen mit einem Hauch Iro­nie, vor allem wenn er singt, ganz in den Dienst sei­ner Front­frau stellt.

Als ich Pat­ti Smith live gese­hen habe (vor sechs Jah­ren beim Hald­ern Pop), wirk­te sie eini­ger­ma­ßen zart. Erstaun­lich, dass an ihrer Sei­te den­noch Platz für eine kom­plet­te Hal­le und einen Aus­nah­me­gi­tar­ris­ten ist. Und was das für ein Aus­nah­me­gi­tar­rist ist: Einer, der immer wie­der und unver­brüch­lich steht (an Pat­ti Smit­hs Sei­te) und der offen­bar in fort­wäh­rend schö­ner, eher alt­eu­ro­päi­schen Melan­cho­lie – nicht irgend­ei­ner: sei­ner! – edel ergraut ist. Er könn­te aber auch nur in die­ser Melan­cho­lie ste­hen, so genau gibt das die Gram­ma­tik nicht her. Sicher ist: Er steht und stellt sich dabei ganz in den Dienst sei­ner Front­frau. Das tut er natür­lich „indes­sen“, weil die­ses Wort auf Sei­te 137 des Nach­schla­ge­werks „Wor­t­he zum bedeu­tungs­schwan­ger in Tex­ten her­um­ste­hen“ (3., aktu­al. Auf­la­ge, Wei­mar 1871) zu fin­den ist.

Die­se Dya­de ist von hohem Reiz, und wenn die bei­den auf den Stahl­sai­ten ihrer akus­ti­schen Gitar­ren ein Duett geben, das groß­ar­tig aus­ufert in etwas, das frü­her die Ses­si­on einer Band gehei­ßen hät­te, dann ist da ein sol­cher Moment, für den Kon­zer­te gemacht sind.

Die gute Nach­richt zuerst: Eine Dya­de ist nicht – wie ursprüng­lich von mir ange­nom­men – ein Fisch.

Ses­si­ons hei­ßen jetzt also irgend­wie anders, aber wie sie hei­ßen, weiß Frau Gropp nicht – oder sie will es uns nicht mit­tei­len. Jeden­falls ist das Duett der rei­zen­den Dya­de erst groß­ar­tig in etwas aus­geu­fert und dann war da plötz­lich ein Moment – nicht irgend­ei­ner: ein sol­cher! -, für den Kon­zer­te gemacht sind. Hof­fent­lich wuss­te der den gan­zen Auf­wand zu schät­zen.

Aber zurück zur Fra­ge, wie es denn eigent­lich war, das Kon­zert. Zieht man sämt­li­che Adjek­ti­ve und Adver­bi­en ab, wäre der Arti­kel nur noch halb so lang. bleibt eine Erkennt­nis:

Mit Pathos wird Geschich­te gemacht.

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Musik Rundfunk Digital

Positive Role Model

2006 hat die BBC nach 42 Jah­ren ihre Musik­sen­dung „Top Of The Pops“ ein­ge­stellt. Neil Ten­n­ant von den Pet Shop Boys fin­det das nicht gut, wie er jetzt noch ein­mal in einem Inter­view ver­riet.

Einer bri­ti­schen Nach­rich­ten­sei­te war das einen eige­nen Arti­kel wert, über dem groß steht:

Tennant slams BBC for ending TOTP

Der Name der Nach­rich­ten­sei­te? bbc.co.uk – das Inter­view lief heu­te Mor­gen im BBC-Radio.

PS: Noch schö­ner war übri­gens die Über­schrift, die der BBC-Arti­kel im RSS-Feed trug. Sie lau­te­te schlicht „It’s a Sin“.

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Musik Digital

Der Weg zum Rockstar in sechs Milliarden Schritten

Falls ich mal eine Lis­te machen müss­te „Musi­ker, die auf die Musik­in­dus­trie nicht so rich­tig gut zu spre­chen sind“, stün­den zwei Namen ganz oben: Thom Yor­ke von Radio­head (deren letz­tes Album „In Rain­bows“ gegen so ziem­lich jede Logik der Bran­che ver­sto­ßen hat) und Trent Rez­nor von den Nine Inch Nails.

Letz­te­rer hat sich letz­te Woche mit einem Bei­trag im Forum sei­ner Band­web­site zu Wort gemel­det, in dem er mal eben kurz und holz­schnitt­ar­tig die Mög­lich­kei­ten erklärt, die man als Musi­ker heu­te so hat. Kurz zusam­men­ge­fasst lau­ten sie unge­fähr „Lass Dich tra­di­tio­nell von einem Major­la­bel ver­mark­ten und gib die Kon­trol­le ab“ und „Mach alles sel­ber, sei aktiv und beiß Dich durch“. Das ist natür­lich grob ver­ein­fa­chend (und von mir noch mal destil­liert), kommt aber so in etwa hin.

Wie genau das mit der Selbst­ver­mark­tung lau­fen soll, erklärt Rez­nor dann gleich aus­führ­li­cher:

Have your MySpace page, but get a site out­side MySpace – it’s dying and reads as cheap /​ gene­ric. Remo­ve all Flash from your web­site. Remo­ve all stu­pid intros and load-times. MAKE IT SIMPLE TO NAVIGATE AND EASY TO FIND AND HEAR MUSIC (but don’t auto­play). Con­stant­ly update your site with con­tent – pic­tures, blogs, wha­te­ver. Give peo­p­le a reason to return to your site all the time. Put up a bul­le­tin board and start a com­mu­ni­ty. Enga­ge your fans (with cau­ti­on!) Make cheap vide­os. Film yours­elf tal­king. Play shows. Make inte­res­t­ing things. Get a Twit­ter account. Be inte­res­t­ing. Be real. Sub­mit your music to blogs that may be inte­res­ted. NEVER CHASE TRENDS. Uti­li­ze the multi­tu­de of tools available to you for very litt­le cost of any – Flickr /​ You­Tube /​ Vimeo /​ Sound­Cloud /​ Twit­ter etc.

Ich habe Bücher gele­sen, die in der Sum­me unkon­kre­ter waren.

Aber die Pro­blem­lö­sung führt natür­lich zu neu­en Pro­ble­men: Ers­tens muss ich mich als Musi­ker neben der Musik (und dem … äh: Leben) auch noch um die gan­zen Ver­brei­tungs­ka­nä­le küm­mern. Im Best­fall ist das nur unglaub­lich auf­wen­dig – wenn man Pech hat, kann man aber weder mit Video­schnitt, noch mit Sozia­len Netz­wer­ken umge­hen. Zwei­tens wird man ja nie die ein­zi­ge Nach­wuchs­band sein, die die­se Wege geht. Statt auf dem tra­di­tio­nel­len Musik­markt mit ein paar hun­dert ande­ren Acts kon­kur­riert man heu­te bei MySpace mit – set­zen wir die Schät­zung mal opti­mis­tisch an – sechs Mil­li­ar­den Kapel­len.

Wäh­rend man ja schon bei offi­zi­ell (also via Plat­ten­fir­ma) ver­öf­fent­lich­ter Musik in aller Regel genau die Sachen nie mit­kriegt, die einen sonst am meis­ten begeis­tert hät­ten, gleicht es einem Blitz­schlag nach dem Lot­to­ge­winn, bei MySpace (oder irgend­ei­ner ande­ren der paar Tau­send Musik­platt­for­men) eine unbe­kann­te Band zu ent­de­cken, die einen kickt. Das, was ich immer über Blogs gesagt habe („Man muss halt Medi­en­kom­pe­tenz ent­wi­ckeln und ein biss­chen Glück haben, dann fin­det man schon ein paar Sachen, die einen rich­tig begeis­tern“), erscheint mir im Bezug auf Musik plötz­lich hoff­nungs­los naiv.

Wie also kom­men Musi­ker und Hörer zusam­men? Nicht mehr unbe­dingt durch Radio-DJs und Musik­fern­se­hen, wenn man die­ser Stu­die über den Medi­en­kon­sum von Teen­agern glaubt – wobei Radio-DJs in Deutsch­land eh seit den 1980er Jah­ren unbe­kannt sind. Häu­fig bekommt man Musik von auto­ma­ti­sier­ten Diens­ten wie last.fm oder von Freun­den emp­foh­len. Aber da geht’s bei mir schon wie­der los: „Höre ich mir jetzt neben­her die­se gan­zen unbe­kann­ten Sachen an oder las­se ich ein­fach zum hun­derts­ten Mal The Killers/​Travis/​Oasis lau­fen?“ Ob ich mich dazu zwin­gen könn­te, an einem Tag in der Woche nur neue Musik zu hören?

Natür­lich war es nie ein­fa­cher, ohne Kon­tak­te und ohne indus­tri­el­les Mar­ke­ting sei­ne Hörer zu fin­den. Und gleich­zei­tig nie schwie­ri­ger. Bis heu­te gibt es kei­ne mir bekann­te Band, die aus­schließ­lich durch das Inter­net in die ers­te Liga auf­ge­stie­gen wäre (und sagen Sie nicht „Arc­tic Mon­keys“ oder „Lily Allen“, die haben sowie­so wie­der nor­ma­le Plat­ten­ver­trä­ge unter­schrie­ben). Die gan­zen social media-Akti­vi­tä­ten erfor­dern eini­ges an Auf­wand und es bleibt immer offen, ob und wann es sich lohnt. (Das Beru­hi­gen­de dar­an ist wie­der­um: Es bleibt auch bei Major­la­bels offen, ob ein „The­ma“ funk­tio­niert. Da sind die Fehl­schlä­ge auch viel teu­rer.)

Lus­ti­ger­wei­se höre ich in letz­ter Zeit von vie­len Nach­wuchs­bands, dass sie jetzt ein eige­nes Manage­ment hät­ten. Das sind dann häu­fig Men­schen, die in einem Hin­ter­hof ein Ton­stu­dio für Wer­be­jin­gles haben und immer schon den Geruch des Rock’n’Roll ein­at­men woll­ten. (Rock’n’Roll riecht übri­gens nach kal­tem Rauch, Schweiß und Bier. Man kann es sich ganz leicht in der hei­mi­schen Küche züch­ten.) Im Best­fall haben die­se Mana­ger vor zwan­zig Jah­ren mal selbst in einer Band gespielt (man­che von ihnen haben Mil­lio­nen von Plat­ten ver­kauft, aber das weiß und glaubt heu­te nie­mand mehr) und wis­sen noch, wie die Bran­che damals funk­tio­niert hat. Ande­re „Mana­ger“ könn­ten sonst auch als „Model-Agent“ jun­ge Blon­di­nen in der Dis­co anspre­chen. (Spie­len Sie die gan­zen bösen Kli­schees ruhig im Geis­te alle mal durch, sie stim­men sowie­so alle. Das Gegen­teil aber auch immer, das ist ja das tol­le.)

Vie­le Bands sind natür­lich nur Musi­ker – die brau­chen jeman­den, der sich um alles ande­re küm­mert und auf sie auf­passt. Sol­che Leu­te gibt es, aber sie kos­ten im Zwei­fels­fall viel Geld. Geld, das man nicht hat, nie ver­die­nen wird und sowie­so für Equip­ment und Kip­pen aus­ge­ben muss.

Geld mache man heut­zu­ta­ge mit Kon­zer­ten, heißt es immer wie­der. Das ist unter bestimm­ten Aspek­ten (z.B. wenn man U2 ist) sicher nicht falsch, aber man muss sie erst mal spie­len. Außer­halb von Jugend­zen­tren (die natür­lich auch alle kein Geld haben bzw. machen) ist das schwie­rig bis unmög­lich. Boo­king ist die Höl­le für alle Betei­lig­ten, wes­we­gen ich mich da auch nie ran­ge­traut habe: Die Bands ver­schi­cken Demos und Band­in­fos im Dut­zend und die Ver­an­stal­ter haben den Schreib­tisch voll mit dem Kram. Wenn man heut­zu­ta­ge als Nach­wuchs­mu­si­ker irgend­was wirk­lich braucht, dann einen geschei­ten Boo­ker, der im Ide­al­fall ein gan­zes Port­fo­lio von Bands hat und den Ver­an­stal­tern genau das prä­sen­tie­ren kann, was zu ihnen passt. (Und das mit den Kon­tak­ten geht auch ein­fa­cher.) Winz­lings-Labels und ‑Ver­trie­be sind mei­nes Erach­tens ver­zicht­bar: Für die Down­loads­to­res (die heut­zu­ta­ge unver­zicht­bar sind, wenn man sei­ne Musik nicht eh ver­schen­ken will) gibt es Dienst­leis­ter wie Tun­e­co­re und die CDs, die man bei Kon­zer­ten unbe­dingt dabei haben soll­te, kann man ent­we­der in klei­ner Stück­zahl pres­sen las­sen oder gleich – Sakri­leg! – selbst bren­nen.

Wich­tig ist heut­zu­ta­ge vor allem der Aus­tausch unter­ein­an­der. Des­we­gen bin ich auch sehr gespannt auf die all2gethernow, die „Anti-Pop­komm“, die im Sep­tem­ber in Ber­lin statt­fin­den wird.

Ihre Zie­le kann man natür­lich auch total eke­lig aus­drü­cken, aber ich find’s trotz­dem span­nend:

Spä­tes­tens jetzt geht es dar­um nach vor­ne zu schau­en, neue Ideen und inno­va­ti­ve Pra­xis in der Krea­tiv­wirt­schaft zu beleuch­ten. Ziel muss sein gemein­sam Model­le zu defi­nie­ren, die Krea­ti­ven und Künst­lern mit ihrer Arbeit Ein­künf­te ermög­li­chen. Jede Form des Input ist hilf­reich, denn fina­le Ant­wor­ten gibt es noch nicht. Eine offe­ne Form der Dis­kus­si­on wie sie ein Bar­camp gewähr­leis­tet ist des­halb ide­al.

(Mehr über „Krea­tiv­wirt­schaft“ und „Input“ kön­nen Sie dem­nächst in mei­nem neu­en Buch „Die 1.000 dümms­ten Begrif­fe des frü­hen 21. Jahr­hun­derts“ nach­le­sen. Auf den Sei­ten zwi­schen „Digi­tal Nati­ve“, „Gene­ra­ti­on Upload“ und „fail“.)

Jeden­falls soll dis­ku­tiert und nicht nur reprä­sen­tiert wer­den und Musi­ker und Blog­ger dür­fen auch dabei sein.