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Leben Gesellschaft

„Die glauben, sie wären sonstwer“

Das Zwei­te, was wir nach unse­rer Rück­kehr aus Oslo erleb­ten, war ein Zusam­men­stoß mit einer Zug­be­glei­te­rin der Deut­schen Bahn, die uns auf sehr unfreund­li­che Wei­se mit­teil­te, dass es eine schlech­te Idee gewe­sen sein, unser Gepäck auf der ein­zi­gen hori­zon­ta­len Flä­che im Zug abzu­stel­len, die nicht von Alko­hol oder Erbro­che­nem kon­ta­mi­niert war. (Das ers­te waren betrun­ke­ne Men­schen unter 18 und weit über 50.) „Will­kom­men zuhau­se“, dach­ten (und sag­ten) wir.

Ande­rer­seits habe ich heu­te in der U35 in Bochum ein Gespräch mit­an­hö­ren müs­sen, das mir nur all­zu tie­fes Ver­ständ­nis für Gereizt­heit und Ent­nervt­heit von Zug­be­glei­tern ein­ge­prü­gelt hat. Eine durch Tabak­kon­sum und Sola­ri­ums­be­su­che ent­stell­te Frau hat es mit dem Kon­trol­leur im Zug und einer mir unbe­kann­ten Per­son am Mobil­te­le­fon geführt und es folgt ein Gedächt­nis­pro­to­koll:

Frau: (ins Tele­fon) Ach, da ist wie­der der Kon­trol­leur, weiß­te? Der will bestimmt gleich wie­der das Ticket so genau begu­cken, macht der doch jedes Mal. Je, der, weiß­te?
Kon­trol­leur: Guten Tag, die Fahr­aus­wei­se bit­te!
F: Sie neh­men das ja schon wie­der aus­ein­an­der! Lang­sam müss­ten Sie das doch mal wis­sen oder sind Sie so schwer von Begriff?
K: Wis­sen Sie, wie vie­le Leu­te ich jeden Tag kon­trol­lie­re?
F: Ja, aber Sie haben mich schon tau­send­mal kon­trol­liert. In der 306!
K: Ich ken­ne Sie doch gar nicht!
F: In der 306!
K: Das ist mei­ne Auf­ga­be …
F: Ja, aber das ist auch mein Ticket! Ich kann bestim­men, was mit mei­nem Ticket pas­siert!
K: Ich muss kon­trol­lie­ren, ob …
F: Ja, aber das sieht man doch!
K: Das Ticket ist total ver­wa­schen, ich kann da nicht sehen, ob …
F: Also ich kann das sehen!
K: Ja, aber ich nicht.
F: Dann, dann, dann soll­ten Sie viel­leicht mal zum Opti­ker gehen! (ins Tele­fon) Ja, wie­der der. Weiß­te, der hat mich schon tau­send­mal kon­trol­liert. Wars­te ja dabei. Ja. Schlimm. Die glau­ben immer, sie wären sonst­wer. Ja. Bil­den sich ein, sie könn­ten sich alles erlau­ben. Schlimm, ganz schlimm. Der muss doch inzwi­schen wis­sen … Ja, in der 306. Ja, schlimm. Weiß­te, die neh­men den Deut­schen die gan­zen Arbeits­plät­ze weg und dann glau­ben­se. Ja. Du, ich muss Schluss machen, ich muss jetzt erst mal aus­stei­gen. Ich ruf spä­ter … (steigt aus) Ja, aber ich muss jetzt erst mal aus­stei­gen, ich ruf dann spä­ter wie­der an …

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Leben Unterwegs

Behind the wheel

Wenn ich Früh­dienst habe, klin­gelt bei mir der Weckdas Mobil­te­le­fon 1 um Vier­tel nach fünf. Des­we­gen war ich letz­ten Sams­tag natür­lich über das Sturm­klin­geln nachts um halb vier sehr erfreut. Wenn einem die Nach­ba­rin etwas Schi­ckes geba­cken hat oder der Nach­bar wie­der mit net­ten Anwei­sun­gen bezüg­lich der Monats­en­d­rei­ni­gung der Müll­ton­nen ankom­men möch­te, wäre das zum Bei­spiel eine tol­le Zeit, lie­gen zu blei­ben. Igno­rie­ren ist aber nicht immer die bes­te Tak­tik, denn sie half in die­sem Fall nicht wei­ter. Es klin­gel­te wei­ter.

Als ich schlaf­trun­ken den Knopf der Wech­sel­sprech­an­la­ge drück­te, gab es kei­ne Ant­wort. 2 Also öff­ne­te ich das Küchen­fens­ter, um zu gucken, ob ich den Voll­pa­ti­en­ten sehe, der da erwei­ter­tes Klin­gel­männ­chen spiel­te. Die­ser Pati­ent trug grün und fuch­tel­te bedeut­sam mit einer Taschen­lam­pe her­um. Wenn ich der Herr Ding sei, möge ich mich bit­te nicht erschre­cken, sol­le aber trotz­dem Auto­schlüs­sel und Fahr­zeug­schein mit­brin­gen. 3 4

Wegen der Minus­gra­de trotz­dem dezent frös­telnd sah ich eine Grup­pe eben­falls Uni­for­mier­ter, die mei­ne Gara­ge umring­ten und mich baten, mei­nen klei­nen Roten aus der Gara­ge zu holen. Als ich die Gara­ge öff­ne­te, staun­te ich nicht schlecht, weil hin­ter mei­nem Auto noch ein zwei­tes Auto zu sehen war. Teil­wei­se. Denn nur die Front steck­te in der Rück­wand der Gara­ge. Dass eine durch die Gara­ge füh­ren­de Regen­rin­ne zer­bro­chen war, die u.a. auf eini­ge Kar­tons mit Büchern, CDs und DVDs tropf­te, mei­ne in der Gara­ge gela­ger­ten Som­mer­rei­fen ein Tänz­chen neben mein Auto gemacht hat­ten und der dort noch zwi­schen­ge­la­ger­te, funk­ti­ons­tüch­ti­ge Com­mo­do­re 1702 (Moni­tor mei­nes in den Acht­zi­gern heiß gelieb­ten Brot­kas­tens) eine unschö­nen Knacks bekom­men hat­te, stell­te ich fest, nach­dem der zer­beul­te Opel aus der Rück­wand gezo­gen war. Die Ver­mu­tung, dass mein Auto von mei­nem Fahr­rad geknutscht wor­den war, das vor­her fried­lich vor den Kar­tons gestan­den hat­te 5, und diver­ses Mau­er­werk über mein Auto gebrö­ckelt war, konn­te ich erst bei Tages­licht veri­fi­zie­ren.

Was genau war pas­siert? Ein jun­ger Bur­sche, der kei­nen Füh­rer­schein hat­te, muss gewar­tet haben, bis Mama schlief. Dann nahm er sich den Auto­schlüs­sel, ging „Fei­ern“ (was bei der viel beschwo­re­nen Jugend von heu­te 6 heut­zu­ta­ge anschei­nend grund­sätz­lich mit „Sau­fen“ Sams­tag zu über­set­zen ist) und fuhr mit ein paar Leu­ten im Auto in Rich­tung hei­mat­li­cher Woh­nung. Ein paar Mal abbie­gen müss­te ja mög­lich sein. Dumm nur, dass aus der geplan­ten 90°-Linkskurve in die Stra­ße, in der ich woh­ne, nur eine 45°-Linkskurve wur­de.

Zum Glück für die Insas­sen ver­fehl­te das Auto die Ver­kehrs­am­pel um ein paar Zen­ti- oder auch Mil­li­me­ter 7. Auch die Büsche am Stra­ßen­rand und das Stück­chen Wie­se hin­ter der Gara­gen­rei­he hiel­ten das Auto nicht auf. Also gibt es jetzt, ein paar Tage nach dem Crash, immer noch stau­nen­de Pas­san­ten und gaf­fen­de Auto­fah­rer, die für Mini-Staus und gele­gent­li­che Zusam­men­rot­tun­gen an der Ecke Kol­ber­ger Str./Feldstr. in Lever­ku­sen-Quet­tin­gen sor­gen 8.

Dass mir die inzwi­schen her­bei­ge­ru­fe­ne Mut­ter des Bruch­pi­lo­tens vor­heul­te, dass sie das Auto doch brau­che, und von mir wis­sen woll­te, wie sie denn jetzt zur Arbeit im über­nächs­ten Orts­teil käme, war mir dann ziem­lich egal 9. Und nach­dem ich spä­ter sah, wie knapp der Wagen an der Ampel vor­bei­ge­don­nert ist, wur­de mir das noch ega­ler. Ihr ver­zo­ge­ner Sohn soll bloß froh sein, dass er jetzt nur ein Straf­ver­fah­ren wegen Fah­ren ohne Fahr­erlaub­nis und Trun­ken­heit im Ver­kehr am Hals und kei­nen Mit­fah­rer auf dem Gewis­sen hat.

Ich sehe übri­gens gnä­dig davon ab, das öffent­li­che Aus­peit­schen von Leu­ten zu for­dern, die mit Blut­al­ko­hol am Steu­er Ver­kehrs­un­fäl­le ver­ur­sa­chen. Ein lebens­lan­ges Fahr­ver­bot wür­de ja schon aus­rei­chen. Ach ja: Erwähn­te ich, dass ich bereits vor­her für 0,0 Pro­mil­le für sämt­li­che Ver­kehrs­teil­neh­mer war?

  1. IMHO die sinn­volls­te Ver­wen­dung eines „Han­dy“ über­haupt[]
  2. Meis­tens hört man da sowie­so nur ein lau­tes Sur­ren.[]
  3. Den Hin­weis, mir erst ein­mal etwas wär­men­des anzu­zie­hen, gab ich mir selbst.[]
  4. Toll übri­gens, dass die Beam­ten gleich den Rich­ti­gen wach­ge­klin­gelt haben, anstatt erst die Nach­barn durch­zu­pro­bie­ren.[]
  5. Mein Auto ist ziem­lich kurz, da war eigent­lich genug Platz.[]
  6. Ja, ich bin mitt­ler­wei­le ein „Alter Sack“ und geh auf die Vier­zig zu. Jeden­falls ist es län­ger her, dass ich eine Zwei vor­ne ste­hen hat­te, als es noch dau­ert, bis die Vier vor­ne steht.[]
  7. Das umge­nie­te­te Stra­ßen­schild wei­ter links war die bes­se­re Wahl, weil weni­ger sta­bil.[]
  8. Ansatz­wei­se ellip­ti­sche Löcher in Gara­gen­rück­wän­den sind ja sooo span­nend.[]
  9. Dafür gibt es schließ­lich Ver­si­che­run­gen.[]
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Rundfunk Radio Leben

I’m single bilingual

Ich war noch nicht ganz wach und hör­te nur mit einem hal­ben Ohr hin, als auf WDR 5 eine Repor­ta­ge über Sin­gles in Deutsch­land lief. Den­noch hin­ter­ließ die Frau, die tap­fer ver­kün­de­te, sie brau­che gar kei­nen Part­ner, bei mir blei­ben­den Ein­druck.

Den Grad ihrer inne­ren Ver­zweif­lung konn­te man dem Satz ent­neh­men, mit dem sie ihre Aus­füh­run­gen schloss:

Wenn ich total despe­ra­te wäre, viel­leicht.

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Print Leben

Uschi Blum macht Lokalredakteure schwach

Hape Ker­ke­lings neue Komö­die „Ein Mann, ein Fjord“ läuft am 21. Janu­ar um 20:15 Uhr im ZDF. Für den Film hat der Komi­ker ein alte Rol­le reak­ti­viert, die auch schon in „Kein Par­don“ zu sehen war: die der Schla­ger­sän­ge­rin Uschi Blum.

Weil man das eben heut­zu­ta­ge so macht, bekam Uschi Blum eine Art Viral­kam­pa­gne spen­diert. Das ist zwar bei einem kos­tü­mier­ten Pro­mi­nen­ten ein wenig albern, aber mit eige­nem MySpace-Pro­fil, offi­zi­el­ler und Agen­tur-Web­site (vor dem Ankli­cken die Laut­spre­cher run­ter­dre­hen!) durch­aus auf­wen­dig und mit … äh: Lie­be zum Detail gemacht.

Natür­lich hat man auch an eine fik­ti­ve Bio­gra­phie gedacht und die besagt, dass Uschi Blum als Hil­de­gard Ster­c­zinski in Dins­la­ken gebo­ren wur­de, sie 1978 4. bei der Wahl zur „Miss Dins­la­ken“ war und sie eini­ge Jah­re das Hun­de-Nagel­stu­dio „Uschi’s Pföt­chen-Salon“ in der Din­kel­gas­se in Dins­la­ken betrieb.

Nun ist es offen gestan­den nur so mit­tel­ab­surd, ein Schla­ger­stern­chen aus­ge­rech­net aus Dins­la­ken kom­men zu las­sen, wenn doch schon der König des Pop­schla­gers dort zuhau­se ist. Aber als inof­fi­zi­el­ler Stadt­blog­ger Dins­la­kens habe ich natür­lich trotz­dem ver­sucht, über sein Manage­ment Kon­takt mit Hape Ker­ke­ling auf­zu­neh­men. Dass der im Moment flei­ßig Pro­mo macht und nicht auf die Anfra­gen jedes Feld‑, Wald- und Wie­sen­blog­gers reagiert, kann ich durch­aus ver­ste­hen. Offen­bar ist es aber auch den Kol­le­gen in der Lokal­re­dak­ti­on der „Rhei­ni­schen Post“ (für die ich frü­her geschrie­ben habe) nicht gelun­gen, eige­ne O‑Töne des belieb­ten Komi­kers zu bekom­men, wes­we­gen man dort den Helb­sei­ter, der wohl unbe­dingt in die Sams­tags­aus­ga­be soll­te, irgend­wie anders fül­len muss.

Sie kön­nen den Arti­kel ger­ne selbst mit der offi­zi­el­len „Bio­gra­phie“ und den wei­te­ren Pro­mo­tex­ten ver­glei­chen, ich hab Ihnen aber die wich­tigs­te Eigen­krea­ti­on des Autors hier mal kurz rüber­ko­piert:

Die [Inter­net­sei­te] von Uschi ist der Ham­mer.

Nun ist es viel­leicht etwas ande­res, ob man eine (fik­ti­ve) Künst­ler­bio­gra­phie in wei­ten Tei­len für einen redak­tio­nel­len Text über­nimmt, oder ein­fach Wer­be­tex­te für Unter­neh­men abschreibt (wie „RP Online“ das ja schon mal macht).

Trotz­dem hat der Arti­kel aus der „Rhei­ni­schen Post“ in mei­nen Augen wenig mit Jour­na­lis­mus zu tun. Sein Autor Ralf Schrei­ner ver­säumt es, auch nur ein Mal auf die Pres­se­info hin­zu­wei­sen. Nach einer Ein­lei­tung, in der Ker­ke­lings Ver­klei­dung erklärt, folgt über sechs Absät­ze der leicht modi­fi­zier­te Pro­mo­text. Sowas kann man machen, wenn man Kon­zer­te von Berg­ar­bei­ter­chö­ren oder Nach­wuchs­bands ankün­di­gen will – aber nicht, wenn man aus eige­nem Antrieb ein gro­ßes Por­trät für die Sams­tags­aus­ga­be schreibt.

Die „Neue Rhein Zei­tung“, das ande­re Blatt mit Dins­la­ke­ner Lokal­re­dak­ti­on, hat am Sams­tag eben­falls einen gro­ßen Arti­kel über Uschi Blum gebracht – der aller­dings im Super-Duper-Online­por­tal Der Wes­ten nicht zu fin­den ist. Dort steht im Wesent­li­chen das Sel­be drin (Dins­la­ken, „Miss Dins­la­ken“, „Uschi’s Pföt­chen-Salon“), aber wesent­lich kür­zer und sogar anmo­de­riert:

Außer­dem hat Uschi im Inter­net ihren lesens­wer­ten Lebens­lauf ver­öf­fent­licht. Dar­aus:

Auch dass die „NRZ“ bei der Kon­takt­auf­nah­me mit Ker­ke­ling geschei­tert ist, erfährt der Leser. Ver­packt in einen Info­kas­ten, der zumin­dest eine nähe­re Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Gegen­stand nahe­legt:

Warum ausgerechnet Dinslaken? Im vergangenen Jahr ließen ein Ehepaar, das sich mit einem anderen aus Dinslaken ein Hotelzimmer teilen musste und dafür Rabatt bekam (Cartoon "Hippenstocks Strategen", Süddeutsche Zeitung), ein weiterer Cartoon und eine Äußerung von Roger Willemsen die Frage aufkommen: Warum ausgerechnet Dinslaken? Hat Dinslaken einen lustigen Klang? Steht Dinslaken für etwas Besonderes? Für das Nirgendwo? Das Kleinstädtische? Das Geheimnisvolle? Oder für das Ende der Welt? Zumindest Hape Kerkeling konnte es uns nicht beantworten. Er sei bis Ende 2010 zu ausgebucht, um derartigen Anfragen nachzukommen, teilte sein Büro mit.

Ich glau­be, ich soll­te mich bei Roger Wil­lem­sen ent­schul­di­gen

Mit Dank auch an Micha­el M. für den Hin­weis und an mei­ne Mut­ter für den Scan!

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Literatur Leben

Die Omelette-Maschine: Heiner Müller zum Achtzigsten

Den trau­rigs­ten Moment mei­ner aka­de­mi­schen Lauf­bahn erleb­te ich eines Frei­tags­mor­gens in einem Pop­li­te­ra­tur-Semi­nar. Eine Grup­pe von Kom­mi­li­to­nen hielt ein Refe­rat über Ben­ja­min von Stuck­rad-Bar­re und an einer Stel­le (in „Black­box“) gibt es neben einer gan­zen Rei­he ande­rer Zita­te auch eines von Hei­ner Mül­ler: „Alles ist Mate­ri­al.“

Und was sag­te die­ser Ger­ma­nis­tik-Stu­dent im durch­aus nicht mehr ers­ten Semes­ter?

„Hei­ner Mül­ler, also der Mann vom ‚RTL Nacht­jour­nal‘ …“

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Leben

Adolf möchte aus dem Småland abgeholt werden

Es gibt so Namen, die möch­te man ein­fach nicht haben. Neben dem gan­zen Kli­schee-Schmonz von Cin­dy, Man­dy und Jac­que­line gehört der Name „Adolf“ ganz sicher dazu. Wir hat­ten einen Leh­rer namens Adolf an der Schu­le (nach 1945 gebo­ren) und jeder kann sich die Wit­ze aus­ma­len, die puber­tie­ren­den Men­schen dazu ein­fal­len.

Was aber ist mit dem drei­jäh­ri­gen Adolf Hit­ler aus Hol­land Town­ship, NJ? Adolf Hit­ler Camp­bell, wohl­ge­merkt, denn „Hit­ler“ ist sein midd­le name.

Der wird in sei­nem Leben noch viel Freu­de haben, wenn er schon zu sei­nem Geburts­tag kei­ne Tor­te mit Namens­zug drauf bekommt.

Und falls Sie gera­de einen Mar­mor­block zur Hand haben, möch­ten Sie viel­leicht fol­gen­den Satz ein­mei­ßeln, um ihn bei wer­den­den Eltern im Freun­des­kreis (oder gar bei der eige­nen Fami­li­en­pla­nung) wie­der her­vor­zu­ho­len:

Adolf has two sis­ters, Joy­ce­Lynn Aryan Nati­on and Honszlynn Hin­ler Jean­nie.

[Mit Dank an Kat­ti für den Hin­weis]

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Leben

Die brutale Banalität der Tragik

Heu­te saß ich in der U‑Bahn neben einem Maschi­nen­bau­stu­den­ten, der sei­nem Kum­pel berich­te­te, er wer­de wohl sein Stu­di­um schmei­ßen, falls er die anste­hen­den Klau­su­ren nicht bestehe. Aber er sei hoch moti­viert, wol­le in der ver­blie­be­nen Zeit ganz viel ler­nen und dann wer­de er das schon hin­krie­gen.

Die Selbst­be­schwö­run­gen des jun­gen Man­nes hat­ten etwas sehr Rüh­ren­des, aber irgend­wie sah ich sei­ne Chan­cen in einem Mathe­ma­tik-las­ti­gen Stu­di­en­fach deut­lich getrübt, als er vor­rech­ne­te, bis zu den Klau­su­ren Ende März sei­en es ja „noch fast vier­ein­halb Mona­te“.

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Gesellschaft Leben

Fast ein Held

Das „Zeit-Maga­zin“ wid­met sich in sei­ner aktu­el­len Aus­ga­be dem The­men­kom­plex der „Nuller Jah­re“.

In einem Inter­view fasst der Phi­lo­soph Peter Slo­ter­di­jk zusam­men, was für ihn die Nuller aus­macht (Cas­ting Shows, die Queen Mary 2, Dau­men bei der Bedie­nung elek­tro­ni­scher Klein­ge­rä­te), er kri­ti­siert, dass der „Krieg gegen den Ter­ro­ris­mus“ aus Bür­gern „Sicher­heits­un­ter­ta­nen“ gemacht habe, und ant­wor­tet auf die Fra­ge, wer für ihn die Hel­den die­ses Jahr­zehnts sei­en:

Für mich per­sön­lich ist die Ant­wort evi­dent: die Men­schen, die bei den Sicher­heits­kon­trol­len am Flug­ha­fen aus­ge­ras­tet sind. Im Spie­gel stand neu­lich eine hüb­sche Auf­zäh­lung. Ein Pas­sa­gier hat sei­ne Rasier­was­ser­fla­sche gegen eine Schei­be gewor­fen, ein ande­rer hat eine Kon­trol­leu­rin geohr­feigt. Das sind mei­ne Hel­den, ein­sa­me Kämp­fer gegen den Sicher­heits­wahn.

Ich bin also fast ein Held im Sloterdijk’schen Sin­ne, denn ich wäre um ein Haar mal am Flug­ha­fen Chi­ca­go O’Ha­re ver­haf­tet wor­den. 1 Und das kam so:

Es begab sich im Okto­ber 2006, dass ich von Chi­ca­go nach Oak­land flie­gen muss­te. Das Wet­ter war schon beim Check-In schlecht gewe­sen und wur­de im Lau­fe des Abends immer schlech­ter. Nach und nach wur­den alle Flü­ge nach hin­ten und an ande­re Gates ver­legt – so lan­ge, bis um kurz nach Elf dann ehr­li­cher­wei­se sämt­li­che Flü­ge als „can­cel­led“ geführt wur­den. Also ver­lie­ßen ein paar Tau­send Men­schen mit Hotel-Gut­schei­nen in der Hand den Abflug­be­reich, um sich ein Nacht­la­ger zu suchen. Sämt­li­che Hotels im Umkreis waren bin­nen Sekun­den aus­ge­bucht, aber man ließ uns auch nicht mehr in den Abflug­be­reich zurück, da das Per­so­nal, das die Sicher­heits­kon­trol­len durch­füh­ren hät­te kön­nen, sei­ne Tages­schicht been­det hat­te und die nächs­te Schicht nicht vor 4:30 Uhr begin­nen wür­de.

Viele Menschen würden gerne eine Umbuchung vornehmen.

An die­ser Stel­le muss ich kurz die fast schon erschüt­tern­de Gelas­sen­heit der Ame­ri­ka­ner loben. In Deutsch­land, wo man ver­gleich­ba­re Aktio­nen etwa jeden zwei­ten Abend an den Haupt­bahn­hö­fen belie­bi­ger Mit­tel­städ­te beob­ach­ten kann, wäre es schon lan­ge unter dem Aus­tausch fra­ter­ni­sie­ren­der Kom­men­ta­re und Bli­cke zu Mob-Bil­dun­gen gekom­men. Aggres­sio­nen hät­ten sich wie üblich aus­schließ­lich an den Bediens­te­ten vor Ort ent­la­den, wäh­rend unter­ein­an­der auf „die fei­nen Her­ren da oben“ geschimpft wird.

All das gab es in Chi­ca­go nicht, dafür gab es Feld­bet­ten von Heils­ar­mee und US Army, auf denen dann eini­ge hun­dert Men­schen neben den Gepäck­ka­rus­sells im Kel­ler des Flug­ha­fens lager­ten. Es war eine Stim­mung wie beim Kir­chen­tag – nur dass man dort nicht um vier Uhr nachts von einem Drill Ser­geant der Army wach­ge­brüllt wird. Ich ver­brach­te zumin­dest einen Teil der rest­li­chen fünf Stun­den bis zum neu­en Abflug­ter­min auf dem (extrem flau­schi­gen) Tep­pich­bo­den in der Lob­by des Flug­ha­fen-Hil­tons.

Viele Feldbetten, kein Korn.

Dann woll­te ich irgend­wann zurück in den Abflug­be­reich und durch die Sicher­heits­kon­trol­len. Und dort pas­sier­te es: Weil ich eine am Vor­abend im Sicher­heits­be­reich gekauf­te und geöff­ne­te Fla­sche Mine­ral­was­ser in mei­nem Ruck­sack ver­ges­sen hat­te, schlu­gen die Sen­so­ren an. Die dazu­ge­hö­ri­ge Geschich­te war der stäm­mi­gen Dame des Sicher­heits­diens­tes herz­lich egal, sie durch­such­te mei­nen Ruck­sack mit einer eher deut­schen Akri­bie, wisch­te ihn mit einem Tuch aus, das sie dann unter einen CSI-mäßi­gen Scan­ner leg­te, um es auf Spreng­stoff-Rück­stän­de zu unter­su­chen, und hat­te ver­mut­lich unter dem Tisch schon auf einen klei­nen unauf­fäl­li­gen Knopf gedrückt.

Mein Deo­stick, der am Vor­abend kein Pro­blem dar­ge­stellt hat­te 2, wur­de kri­tisch beäugt, durf­te aber im Ruck­sack ver­blei­ben, weil er nicht flüs­sig genug war. Die Mine­ral­was­ser­fla­sche, die ich unter kei­nen Umstän­den mit hin­ein­neh­men durf­te, stand zwi­schen uns auf einem Tisch wie ein kon­fis­zier­ter Dil­do. Sie war die Plas­tik­ge­wor­de­ne Respekt­lo­sig­keit mei­ner­seits.

Also griff ich die Fla­sche und warf sie mit einer schwung­vol­len Bewe­gung an der Dame vor­bei in die dafür bereit­ste­hen­de Müll­ton­ne. Wie ein Bas­ket­ball schlug sie innen gegen den Ring und lan­de­te mit einem sehr dump­fen „Plonk!“ in dem Alu­mi­ni­um­ei­mer. Ich hat­te das Gefühl, alle ande­ren Geräu­sche im Ter­mi­nal sei­en plötz­lich ver­stummt und etwa 20.000 Augen sei­en auf mich gerich­tet. Die Frau sah mich mit einem Blick an, der „Ich könn­te Sie inner­halb einer Sekun­de töten. Mit mei­nem klei­nen Fin­ger.“ sag­te. Sie selbst sag­te: „Next time, Sir, I’m gon­na throw this away for you!“

„The­re won’t be a next time“, dach­te ich zum Glück nur und ging wei­ter. Nicht, ohne fast noch mei­ne Arm­band­uhr 3 ver­ges­sen zu haben.

Ja, so war er, mein fast-revo­lu­tio­nä­rer Moment. Hät­te ich ein biss­chen weni­ger nor­disch aus­ge­se­hen, wäre ich ver­mut­lich ver­haf­tet wor­den.

  1. Neh­me ich zumin­dest an.[]
  2. Weil er auf den Scan­ner-Bil­dern nicht zu erken­nen gewe­sen war.[]
  3. Ich tra­ge Arm­band­uh­ren nur auf Flü­gen, sonst habe ich für sowas mein Han­dy.[]
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Rundfunk Leben

Die geheimnisvollen Listen des WDR

Dem The­ma Rund­funk­ge­büh­ren kann man sich kaum nähern, ohne dass nicht inner­halb von zwei Minu­ten min­des­tens einem Gesprächs­part­ner die Hals­schlag­ader platzt und Wor­te wie „Plan­wirt­schaft“ und „Musi­kan­ten­stadl“ fal­len. Des­we­gen hät­te ich schon vor­ab die Bit­te, dass wir in den Kom­men­ta­ren die grund­sätz­li­che Debat­te über den Sinn und Unsinn von öffent­lich-recht­li­chem Rund­funk und der GEZ aus­klam­mern.

Am Frei­tag stand ein Gebüh­ren­be­auf­trag­ter des WDR (Name und Dienst­num­mer lie­gen mir vor) vor unse­rer WG-Tür im Stu­den­ten­wohn­heim. Er sag­te, der WDR arbei­te schon seit lan­gem mit dem Aka­de­mi­schen För­de­rungs­werks (Aka­fö) zusam­men, um zu kon­trol­lie­ren, ob da auch alles rich­tig lau­fe („Sie könn­te ja auch ver­se­hent­lich etwas ange­mel­det haben, was Sie gar nicht anmel­den müs­sen!“) und um Stress zu ver­mei­den. Des­we­gen habe er auch vom Aka­fö eine Lis­te mit allen Bewoh­nern der Wohn­hei­me erhal­ten und klap­pe­re die seit eini­gen Jah­ren („mein Sohn hat ja auch hier stu­diert und im Wohn­heim gewohnt“) ab.

Da stand natür­lich plötz­li­che eine sehr unschö­ne Fra­ge unüber­seh­bar im Raum: Das Stu­den­ten­werk gibt Daten sei­ner Bewoh­ner wei­ter? 1

Fakt ist: Der Mann hat­te eine Lis­te, auf der – soweit ich das erken­nen konn­te – die Namen aller Heim­be­woh­ner nach WGs sor­tiert waren. Und zwar in mei­nem Fall bei­de Vor­na­men. 2 Das Ein­woh­ner­mel­de­amt schei­det als Quel­le eigent­lich aus, weil ver­mut­lich längst nicht alle Bewoh­ner auch in Bochum gemel­det sind, und man dort auch nicht wüss­te, wer in wel­cher Woh­nung wohnt.

In der Pres­se­stel­le des Aka­fö sag­te man mir, dass man aus Daten­schutz­grün­den kei­ne Daten wei­ter­ge­ben dür­fe – ent­spre­chend tue man das natür­lich auch nicht. Das Aka­fö habe aber, nach­dem es frü­her vie­le „Rei­be­rei­en“ gege­ben habe, vor eini­gen Jah­ren eine Über­ein­kunft mit dem WDR getrof­fen, nach der die­ser etwa ein­mal im Jahr Gebüh­ren­be­auf­trag­te in die Wohn­hei­me schi­cke. Die­se Besu­che wür­den aber in der Regeln vor­her ange­kün­digt und mit den Heim­rä­ten bespro­chen. Wenn der WDR das mit irgend­wem beim Aka­fö bespre­che, krie­ge die Pres­se­stel­le den Auf­trag, Flug­blät­ter zu dru­cken. Da man aber in die­sem Jahr noch kei­ne gedruckt hät­te, die auf einen der­ar­ti­gen Besuch hin­wie­sen, sei der Pres­se­stel­le nichts der­ar­ti­ges bekannt.

In der Pres­se­stel­le des WDR war man zunächst sehr hilfs­be­reit und ver­sprach, der Geschich­te nach­zu­ge­hen. Das war aller­dings am Mon­tag und seit­dem war­ten mei­ne Fra­gen auf Ant­wor­ten:

- Woher stam­men die (offen­bar nach Woh­nungs­num­mer sor­tier­ten) Lis­ten mit den Namen der Heim­be­woh­ner, wenn sie nicht vom Aka­fö stam­men?
– War­um wur­den die Besu­che nicht (wie sonst üblich) mit dem Aka­fö abge­spro­chen?
– Han­delt es sich bei den Gebüh­ren­be­auf­trag­ten des WDR um ande­re Per­so­nen als die Rund­funk­ge­büh­ren­be­auf­trag­te der LfM? Falls ja: Wor­in bestehen die Unter­schie­de?

Um ehr­lich zu sein: Ich weiß nicht, ob es sich dabei um einen „Daten­schutz­skan­dal“ han­delt oder um einen der unzäh­li­gen Grenz­fäl­le aus jener Grau­zo­ne, die die GEZ 3 umgibt. Aber die Fra­ge, wer was mit mei­nen Daten macht, 4 die hät­te ich doch ganz ger­ne noch mal beant­wor­tet.

  1. Zunächst ein­mal erschließt sich mir nicht ganz, war­um man in Stu­den­ten­wohn­hei­men Lis­ten benö­tigt, um Stu­den­ten aus­fin­dig zu machen. Als Gebüh­ren­be­auf­trag­ter angelt man da ja qua­si im Fass.[]
  2. War­um das Aka­fö Brie­fe an mich seit 2005 mit bei­den Vor­na­men adres­siert, obwohl ich mich 2004 nur mit Lukas ange­mel­det habe, ist eine ande­re Fra­ge, die sich mir gera­de bei der Durch­sicht mei­ner Unter­la­gen stell­te. Ver­mut­lich haben sie den zwei­ten Vor­na­men ein­fach von mei­ner Stu­di­en­be­schei­ni­gung über­nom­men, weil sie dach­ten, ich lege Wert dar­auf.[]
  3. Mit der übri­gens auch Jour­na­lis­ten nicht tele­fo­nisch kom­mu­ni­zie­ren kön­nen.[]
  4. Und bevor Sie fra­gen: Nein, die stam­men ganz sicher weder aus dem Impres­sum die­ses Blogs, noch aus irgend­ei­nem Social Net­work – und auch nicht von mei­ner Bank, dem Deut­schen Jugend­her­bergs­werk, dem Miles-and-More-Pro­gramm der Luft­han­sa und der Jun­gen Pres­se NRW.[]
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Digital Leben

Zettel-Traum

Tho­mas schrieb in den Kom­men­ta­ren zum Bei­trag über mein selbst­ge­mal­tes Schild im Trep­pen­haus:

Ein­fach noch einen Zet­tel schrei­ben. Mit Recht­schreib­feh­lern, mehr Unter­strei­chun­gen und WICHTIGEN WÖRTERN IN GROSSBUCHSTABEN!!!!! So ähn­lich wie die Zet­tel am Dins­la­ke­ner Bahn­hof bit­te.

Damit konn­ten Sie als Nicht-Dins­la­ke­ner ver­mut­lich wenig anfan­gen.

Das macht aber nichts, denn es gibt ein wun­der­ba­res Blog, das die geheim­nis­vol­len Zet­tel am Dins­la­ke­ner Bahn­hof minu­ti­ös doku­men­tiert. Seit andert­halb Jah­ren foto­gra­fiert und kom­men­tiert der mir unbe­kann­te Blog­ger alle neu­en Bot­schaf­ten, die man am Bahn­steig und in der Ein­gangs­hal­le lesen kann.

Mein bis­he­ri­ges Lieb­lings­mo­tiv:

Verbot!! Wer besitzt die Unverschämtheit und bringt von zu Hause Mülltüten hier mit und wirft diese in die Behälter der DB? Nur für Reiseabfall. Benutzen Sie zu Hause für Ihren Müll. Ihre Restmülltonne.

Aber nicht nur die Expo­na­te selbst sind sen­sa­tio­nell, auch die dazu­ge­hö­ri­gen Kom­men­ta­re sor­gen immer wie­der für Lacher.

So wie die­ser hier:

Was auf den ers­ten Blick wie ein altes, bekann­tes Hin­weis­schild­chen aus­schaut, ent­puppt sich bei genau­er Betrach­tung als ein Hin­weis­schild­chen der vier­ten oder fünf­ten Gene­ra­ti­on. Immer wie­der neu muss hier also mit Hil­fe von Freund Tesa­film für den frei­en Zugang zum Abfall­be­häl­ter gekämpft wer­den.

Hin­ter die­sen omi­nö­sen Zet­teln steckt ver­mut­lich Man­fred Rei­ners, ein Rent­ner, der sich seit eini­gen Jah­ren ehren­amt­lich um den ansons­ten völ­lig her­un­ter­ge­kom­me­nen Dins­la­ke­ner Bahn­hof küm­mert und es damit immer­hin schon zu Erwäh­nun­gen im Lokal­teil der „Rhei­ni­schen Post“, in der „Wirt­schafts­wo­che“ und beim WDR gebracht hat.

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Leben

… und nächste Woche verklage ich jemanden!

So lang­sam dürf­te der Klein­krieg, den sich die Post- und Paket­zu­stel­ler mit mir lie­fern, als das durch­ge­hen, was in man­chen Krei­sen ger­ne „Kult“ genannt wird.

Ist entsetzt: Postkunde Lukas H.
Ist ent­setzt: Post­kun­de Lukas H.
Schon wieder hat ihm der Postbote eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten geworfen!
Schon wie­der hat ihm der Post­bo­te eine Benach­rich­ti­gungs­kar­te in den Brief­kas­ten gewor­fen!

Ande­rer­seits bin ich auch nur noch 42 Jah­re vom der­zei­ti­gen Ren­ten­ein­tritts­al­ter ent­fernt und habe „Natio­na­li­tät: deutsch“ in mei­nem Aus­weis ste­hen, von daher den­ke ich, es ist der rich­ti­ge Zeit­punkt für mein ers­tes hand­ge­schrie­be­nes Schild im Trep­pen­haus:

Lieber Postbote, wenn Sie mir noch einmal eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten werden, ohne vorher auch nur bei mir geklingelt zu haben, werde ich mich bei Ihren Vorgesetzten beschweren! Mit freundlichen Grüßen,

Nach­trag, 29. Novem­ber: Irgend­je­mand hat den Zet­tel heu­te abge­ris­sen und in den Papier­korb gewor­fen.

Nach­trag, 1. Dezem­ber: Ers­te Erfol­ge wer­den sicht­bar: Mein Mit­be­woh­ner hat­te heu­te eine Benach­rich­ti­gungs­kar­te mit dem Ver­merk „12:00 Uhr geklin­gelt!“ im Brief­kas­ten. Ich neh­me mal an, er hat zu der Zeit noch geschla­fen. Ich war jeden­falls nicht da.

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Leben Unterwegs

Unter Grünen: Im Wandel der Zeit

Zwi­schen die­sen bei­den Bil­dern lie­gen 25 Jah­re:

Lukas Beckmann, Lukas Heinser, Mama und Papa Heinser (v.l.n.r.)

Lukas Heinser und Lukas Beckmann (v.l.n.r.)

Sie sehen den lan­ge Zeit belieb­tes­ten Jun­gen­vor­na­men Deutsch­lands in Form von Lukas Beck­mann (Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­rer von Bünd­nis 90/​Die Grü­nen, obe­res Foto: links, unte­res Foto: rechts) und Lukas Hein­ser (Blog­ger, obe­res Foto: Mit­te, unte­res Foto: links).

Beach­ten Sie für alle Par­tei­tags-Bei­trä­ge bit­te die Vor­be­mer­kun­gen.