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n‑tv ruft Neuwahlen aus

“Bei den Neuwahlen hofft die Opposition auf eine Chance.”

Screen­shot: n‑tv.de

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Musik

Lieder für die Ewigkeit: U2 – Beautiful Day

See the bird (with no leaf in her mouth)

Es gibt unge­fähr gleich vie­le Grün­de, U2 zu lie­ben, wie sie zu has­sen. Man muss das Pathos mögen, das sie fast unent­wegt ver­brei­ten, sonst hat man kei­ne Chan­ce. Man muss damit klar kom­men, dass Sän­ger Bono sich mit­un­ter auf­führt wie der unehe­li­che Sohn von Mut­ter The­re­sa und Al Gore, aber immer­hin schö­ner sin­gen kann. Aber man muss nur mal das lang­ge­zo­ge­ne Intro von „Whe­re The Streets Have No Name“ hören, um das Prin­zip Sta­di­on­rock zu ver­ste­hen.

U2 hat­ten in mei­ner musi­ka­li­schen Früh­erzie­hung nur eine Neben­rol­le gespielt, im Plat­ten­schrank mei­ner Eltern fin­det sich bis heu­te kein ein­zi­ges Album der Iren. 1998 wünsch­te ich mir das „Best Of 1980–1990“ zu Weih­nach­ten und hör­te die nächs­ten Wochen und Mona­te „I Still Haven’t Found What I’m Loo­king For“, „Sun­day Bloo­dy Sun­day“ und „With Or Wit­hout You“. U2 waren die ers­te Rock­band in mei­nem Regal.

Im Herbst 2000 erschien dann „All That You Can’t Lea­ve Behind“, der von den Fans heiß erwar­te­te „Pop“-Nachfolger. Da mir die Expe­ri­men­te der Neun­zi­ger Jah­re qua­si kom­plett unbe­kannt waren, war der Über­gang vom Acht­zi­ger-Best-Of flie­ßend. Es war die Zeit, wo man CDs am Don­ners­tag nach Erschei­nen kauf­te (weil der ört­li­che Elek­tronik­händ­ler dann sei­ne Ange­bo­te raus­brach­te) und erst­mal fünf- bis zwan­zig­mal hin­ter­ein­an­der hör­te.

Auf „All That You Can’t Lea­ve Behind“ ist mit „Stuck In A Moment You Can’t Get Out Of“ der viel­leicht bes­te Song der gan­zen Band­ge­schich­te ent­hal­ten, aber nach­hal­ti­ger hat mich das eupho­ri­sche „Beau­tiful Day“ beein­druckt. Der Rhyth­mus, den Lar­ry Mullen dort klopft, war damals noch neu – heu­te kommt er in jedem zwei­ten Song von Cold­play, Snow Pat­rol oder Jim­my Eat World vor. Das Gitar­ren­spiel von The Edge hat mich damals tage­lang in mei­nem Zim­mer fest­ge­hal­ten, wo ich ver­such­te, die­se neben­säch­li­che Ele­ganz auf der Kon­zert­gi­tar­re mei­ner Schwes­ter nach­zu­emp­fin­den. Der Text grub sich durch das unzäh­li­ge Noch­mal-Hören tief in mei­ne Gehirn­win­dun­gen ein, obwohl ich bis heu­te nicht genau weiß, was er eigent­lich aus­sa­gen soll. Und dann war da noch die­ses Video von Meis­ter­re­gis­seur Jonas Åker­lund:

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Wann immer ich danach in einem Flug­zeug saß und mir kurz vor dem Start doch ein wenig mul­mig wur­de, summ­te ich die­sen Song vor mich hin und stell­te mir vor, wir wür­den jetzt direkt über die auf der Start­bahn rocken­de Band flie­gen.

Ich wür­de mich bis heu­te nicht als U2-Fan bezeich­nen. Ich kau­fe mir die Alben, ich mag fast alles, was die Band macht, aber es fehlt trotz­dem noch etwas bis zu der kul­ti­schen Ver­eh­rung, die ich bei­spiels­wei­se R.E.M. oder Tra­vis ent­ge­gen­brin­ge. Trotz­dem: Als „Beau­tiful Day“ auf mei­ner Fahrt nach Ber­lin im ICE-Bord­ra­dio lief, wur­de ich plötz­lich so ent­spannt und gut gelaunt, dass mir das gan­ze Thea­ter drum­her­um egal wur­de. Da wuss­te ich: das Lied ist ein Fall für die­se Rubrik.

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Digital

In eigener Sache

In den letz­ten Tagen gehen hier ver­mehrt Track­backs von Arti­keln ein, in denen coffeeandtv.de gar nicht ver­linkt ist. Ich habe die­se Track­backs aus mei­nen Kom­men­ta­ren ent­fernt.

Ich fin­de es völ­lig okay, wenn regel­mä­ßi­ge Leser und Kom­men­ta­to­ren einen Ein­trag im Sin­ne von „Ich habe auch was dazu geschrie­ben und zwar hier …“ abge­ben, aber die­ses auto­ma­ti­sche, kom­men­tar­lo­se Hin­klat­schen von Links fin­de ich doch ein biss­chen unfreund­lich.

Alter­na­tiv kön­nen Sie bei sich natür­lich auch etwas schrei­ben wie „Cof­fee And TV hat auch was dazu geschrie­ben“, das ent­spre­chend ver­lin­ken und mir einen Track­back schi­cken. Den las­se ich dann selbst­ver­ständ­lich ger­ne ste­hen.

Nach­trag 18:35 Uhr: Eini­ge ande­re Track­backs schei­nen hier nie ange­kom­men zu sein. Dabei muss es sich um ein Pro­blem beim Ser­ver oder der Word­Press-Ver­si­on han­deln. Sowas ist natür­lich dop­pelt ärger­lich, da Track­backs von Arti­keln, die sich auf coffeeandtv.de bezie­hen und auch dar­auf ver­lin­ken, ja durch­aus gewünscht sind. Ich küm­mer mich dar­um.

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Digital

Internetz: Bald auch am Niederrhein

Ich war grad auf der offi­zi­el­len Web­sei­te mei­ner alten Hei­mat­stadt Dins­la­ken, weil ich etwas nach­gu­cken muss­te.

Mal davon ab, dass die ent­spre­chen­den Infor­ma­tio­nen gut ver­steckt und völ­lig ver­al­tet waren, haben mich vor allem die Links „Feed­back“ und „Impres­sum“ beein­druckt.

„Feed­back“
dinslaken.de: “Feedback”

„Impres­sum“
dinslaken.de: “Impressum”

Nach­trag 15. Novem­ber: Jetzt klappt’s wie­der. Wenn ich mir nicht abso­lut sicher wäre, dass das völ­li­ger Hum­bug ist, wür­de ich ja fast behaup­ten, die städ­ti­schen Infor­ma­ti­ker lesen mein Blog …

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Rundfunk Politik

An Tagen wie diesen

Stel­len Sie sich bit­te für einen Moment vor, sie wären Frank-Wal­ter Stein­mei­er, der deut­sche Außen­mi­nis­ter.

Ihre Woche hät­te damit begon­nen, dass Sie mit Ihrem fran­zö­si­schen Amts­kol­le­gen ein Ton­stu­dio auf­su­chen, um dort einen „Inte­gra­ti­ons­song“ ein­zu­sin­gen. Mit sowas macht man sich zwar mit­un­ter ein biss­chen zum Horst, aber es ist immer­hin eine schö­ne Abwechs­lung zum übli­chen Poli­ti­ker­all­tag und bei der Bevöl­ke­rung kommt sowas auch gut an.

Mon­tag Abend hät­ten Sie im Kanz­ler­amt geses­sen und die Koali­ti­ons­run­de wäre für Ihre Par­tei, die SPD, nicht wirk­lich erfolg­reich ver­lau­fen. Als Sie nach Hau­se gekom­men wären, hät­ten Sie im „Nacht­ma­ga­zin“ hören müs­sen, dass eine Fil­me­ma­che­rin schwe­re Vor­wür­fe gegen den Musi­ker erhebt, mit dem Sie am Mor­gen noch im Ton­stu­dio waren.

Der Diens­tag hät­te also für Sie im „Mor­gen­ma­ga­zin“ der ARD begon­nen, wo Sie erst mal hät­ten erklä­ren müs­sen, dass Sie sich nicht vor­stel­len könn­ten, dass die Vor­wür­fe rich­tig sei­en. Als nächs­tes hät­ten Sie erfah­ren, dass Ihr frü­he­rer Par­tei­vor­sit­zen­der Franz Mün­te­fe­ring aus pri­va­ten Grün­den vom Amt des Arbeits­mi­nis­ters und Vize­kanz­lers zurück­tritt.

Weil Sie neu­er Vize­kanz­ler wer­den soll­ten, wäre bei Ihnen natür­lich alles drun­ter und drü­ber gegan­gen und Sie hät­ten erst am Ende des gest­ri­gen Tages mit­be­kom­men, dass 26 Ihrer Frak­ti­ons­kol­le­gen ziem­li­chen Mist ver­zapft hät­ten.

Es sind Tage wie die­se, an denen ich es beson­ders bedaue­re, dass es in Deutsch­land kein Äqui­va­lent zur „Dai­ly Show“ gibt …

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Politik

Wähl! Mich! Ab!

Dar­auf muss man erst mal kom­men: 26 Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te der SPD haben dem umstrit­te­nen Gesetz zur Vor­rats­da­ten­spei­che­rung am ver­gan­ge­nen Frei­tag im Bun­des­tag zuge­stimmt und ver­öf­fent­lich­ten hin­ter­her eine Recht­fer­ti­gung (Anla­ge 4), in der sie sinn­ge­mäß schrei­ben, sie fän­den den Gesetz­ent­wurf schon irgend­wie doof, aber nicht so doof wie ande­re schlim­me Din­ge, und über­haupt wer­de das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt das Gesetz ja schon kas­sie­ren, wenn die­ses denn ver­fas­sungs­wid­rig sei.

Oder anders: Die Leu­te, die in Ihrem und mei­nem Namen Geset­ze erlas­sen sol­len (Legis­la­ti­ve), ver­las­sen sich lie­ber auf die Urteils­fä­hig­keit der Leu­te beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (Judi­ka­ti­ve), wenn es dar­um geht, was die Leu­te bei Poli­zei und Geheim­dienst (Exe­ku­ti­ve) so über Sie und mich wis­sen sol­len.

Oder noch anders: 26 SPD-Abge­ord­ne­te haben ein sehr merk­wür­di­ges Ver­ständ­nis unse­res Grund­ge­set­zes und der dar­in ver­an­ker­ten Gewal­ten­tei­lung und geben das auch noch öffent­lich zu!

Das Ver­hal­ten die­ser 26 Män­ner und Frau­en1 ist so absurd, däm­lich, erschüt­ternd und wirr, dass ich lan­ge grü­beln muss­te, bis mir ein eini­ger­ma­ßen schie­fes Bild ein­fiel, um die­sen Irr­sinn in den All­tag zu trans­por­tie­ren. Stel­len Sie sich also vor, der Hand­wer­ker, den Sie mit der Anbrin­gung eines Trep­pen­ge­län­ders beauf­tragt hät­ten, sag­te Ihnen hin­ter­her: „Ja, das kam mir schon ein biss­chen wacke­lig vor, aber ich dach­te, die Bau­auf­sicht guckt sich das eh noch mal an.“ Und Sie lie­gen mit gebro­che­nem Rück­grat auf dem neu­en Kachel­fuß­bo­den und den­ken sich Din­ge, die ich hier nicht hin­schrei­ben möch­te. Nur dass Sie in die­sem Bild ohne Rück­grat sind – in der Rea­li­tät sind es natür­lich die Sozi-Psy­cho­pa­then.

Da ist mir ja Wolf­gang Schäub­le lie­ber, dem ich sogar abneh­me, dass er auf­rich­tig davon über­zeugt ist, alle Frei­hei­ten abschaf­fen zu müs­sen.

Und weil ich gera­de mer­ke, dass ich mich in eine unglaub­li­che Rage schrei­be, die noch dazu füh­ren könn­te, dass der prunk­vol­le Zinn­hum­pen, der auf mei­ner Fens­ter­bank steht, auf direk­tem Wege mein Zim­mer ver­lässt, und ich mir sicher bin, dass die SPD auch für die­sen Scha­den nicht auf­kom­men wür­de, ver­wei­se ich lie­ber auf ein paar inter­es­san­te Blog-Ein­trä­ge zu dem The­ma:

Frak­ti­ons­zwang hin oder her – jeder Abge­ord­ne­te hat in ers­ter Linie die Pflicht, sein Man­dat aus­zu­üben, das er durch die Stim­men der Wäh­ler in sei­nem Wahl­kreis erhal­ten hat. Ganz bestimmt darf er nicht offen­sicht­lich ver­fas­sungs­wid­ri­ge Geset­ze zum Wohl der eige­nen Kar­rie­re durch­win­ken und sich dabei dar­auf ver­las­sen, dass ein Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt den ange­rich­te­ten Scha­den schon wie­der gera­de­bü­geln wird.

(Nur mei­ne zwei Cent)

Woll­ten sich die armen Abge­ord­ne­ten erspa­ren, wegen ihrer Bauch­schmer­zen Stress mit den Frak­ti­ons- und Par­tei­chefs zu bekom­men? War das Risi­ko zu hoch, wegen einer Abwei­chung vom Frak­ti­ons­zwang den bis­he­ri­gen Lis­ten­platz zu ver­lie­ren?

(Dobschat.de)

Der Gesetz­ent­wurf trägt (…) nach unse­rer Auf­fas­sung nicht den Makel der offen­sicht­li­chen Ver­fas­sungs­wid­rig­keit auf der Stirn (…)

Ent­schul­di­gung, nen­nen Sie mich Klug­schei­ßer, Wort­klau­ber oder Schlim­me­res, aber ich kann nicht ernst­haft mit Men­schen dis­ku­tie­ren, die glau­ben, dass Gesetz­ent­wür­fe Stir­ne haben. Und die, anstatt das eige­ne Gewis­sen zu prü­fen oder sich schlau zu machen, nur eine ober­fläch­li­che Gesichts­kon­trol­le auf offen­sicht­li­che Kains­ma­le durch­füh­ren, bevor sie für Geset­ze stim­men, die ihrer Mei­nung nach gut und ger­ne ver­fas­sungs­wid­rig sein könn­ten.

(Ste­fan Nig­ge­mei­er)

Dem­nach hof­fen sie auf das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, dass die ver­fas­sungs­wid­ri­gen Punk­te hof­fent­lich wie­der aus dem Gesetz raus­holt. Same Pro­ce­du­re wie so oft.

(netzpolitik.org)

Ich hät­te es für denk­bar gehal­ten, dass der eine oder ande­re Abge­ord­ne­te ver­fas­sungs­wid­ri­ge Geset­ze abnickt, weil er däm­lich ist. Und es nicht rafft, was er beschließt. Eben­so konn­te ich mir vor­stel­len, dass Abge­ord­ne­te faul sind und gar nicht lesen, wor­über sie abstim­men. […]

Aller­dings war es für mich bis­lang unvor­stell­bar, dass Abge­ord­ne­te ein Gesetz ver­ab­schie­den, das sie für ver­fas­sungs­wid­rig hal­ten. Aber das ist jetzt gesche­hen.

(Law Blog)

SIE HABEN KEINE EIER, UM DAS DEUTSCHE VOLK ZU REPRÄSENTIEREN!

(Indis­kre­ti­on Ehren­sa­che)

Apro­pos Gewal­ten­tei­lung: Was sagt die vier­te Gewalt denn dazu? Oh.

1 Chris­toph Sträs­ser, Niels Annen, Axel Berg, Lothar Bin­ding, Mar­co Bülow, Sieg­mund Ehr­mann, Gabrie­le Fre­chen, Mar­tin Gers­ter, Rena­te Gra­distanac, Ange­li­ka Graf, Gabrie­le Grone­berg, Gabrie­le Hil­ler-Ohm, Chris­tel Hum­me, Josip Jura­to­vic, Anet­te Kram­me, Ernst Kranz, Jür­gen Kuch­ar­c­zyk, Kat­ja Mast, Mat­thi­as Miersch, Rolf Müt­zenich, Andrea Nah­les, Ernst Die­ter Ross­mann, Bernd Schee­len, Ewald Schu­rer, Wolf­gang Spa­ni­er und Dit­mar Staf­felt.

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Musik

Recycling

Erin­nern Sie sich an Max Bus­kohl?

Okay, das ist eine gemei­ne Fra­ge. In der schnell­le­bi­gen Zeit von TV-Cas­ting­shows weiß ja schon nie­mand mehr, wer vor einem hal­ben Jahr bei „Deutsch­land sucht den Super­star“ gewon­nen hat – geschwei­ge denn, wer drei Wochen zuvor aus der Sen­dung aus­ge­stie­gen war.

Ande­rer­seits war die Max-Bus­kohl-Geschich­te so unin­ter­es­sant ja nicht: Immer­hin schmiss der jun­ge Mann im April angeb­lich hin, weil er einen Plat­ten­ver­trag für sei­ne gesam­te Band haben woll­te, wor­auf­hin ihn Ste­fan Raab zu „TV Total“ ein­lud, was aber aus ver­trag­li­chen Grün­den nicht ging, wes­we­gen Raab erst umstrit­te­ne Gra­fi­ken ein­blen­de­te und dann einen eige­nen Talent­wett­be­werb ins Leben rief, der zur Zeit läuft und musi­ka­lisch inter­es­san­ter ist als alle bis­he­ri­gen „DSDS“-Staffeln zusam­men.

Doch zurück zu Max Bus­kohl: Des­sen Band Emp­ty Trash, für die er damals angeb­lich einen Plat­ten­ver­trag haben woll­te, hat natür­lich sofort einen gekriegt – bei Capi­tol Racords, einer Toch­ter von EMI, dem schärfs­ten Kon­kur­ren­ten der „DSDS“-Plattenfirma SonyBMG.

Ver­gan­ge­ne Woche erschien die ers­te Sin­gle „Limi­t­ed“ und da wol­len wir doch erst ein­mal kurz rein­hö­ren:

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Lachen Sie jetzt mal nicht über das Video: Ver­gli­chen mit den doch sehr Schü­ler­band-mäßi­gen Songs, die Emp­ty Trash vor ihrem Sig­ning auf ihrer Web­site hat­ten, ist das musi­ka­lisch eine ziem­li­che Wei­ter­ent­wick­lung. Der Schwe­de Patrick Ber­ger, der das Album mit Bus­kohls Vater Carl Carl­ton pro­du­ziert hat, mag viel­leicht ein biss­chen viel Pla­ce­bo und The Kil­lers gehört haben, bevor er am Misch­pult Platz nahm (die Plat­ten­fir­ma möch­te beson­ders dar­auf hin­wei­sen, dass die Sin­gle von Pel­le Gun­n­ar­feldt abge­mischt wur­de, der sonst für The Hives, The (Inter­na­tio­nal) Noi­se Con­spi­ra­cy und Last Days Of April arbei­tet – doof nur, dass der Mann Gunnerfeldt heißt), aber die Stro­phen haben schon einen durch­aus net­ten Zug nach vor­ne. Scha­de, dass sie in einen der­art H‑Blockx-mäßi­gen Brüll-Refrain mün­den.

Lan­ge Rede, kur­zer Sinn: Von allen Ex-Cas­ting­show-Kan­di­da­ten Deutsch­lands ist Max Bus­kohl mit sei­ner Band Emp­ty Trash mit Sicher­heit der viel­ver­spre­chends­te. Solch ein Lob erin­nert natür­lich erst mal an den Ein­äu­gi­gen, der unter den Blin­den König ist, aber viel­leicht geht da ja wirk­lich noch was mit dem Album, das nächs­te Woche erscheint. Auch wenn Sound und Art­work wie­der mal völ­lig kon­ser­va­tiv alter­na­ti­ve sind: Mir ist es in jedem Fall lie­ber, wenn die Kin­der und Jugend­li­chen sich sowas anhö­ren als eine wei­te­re von Die­ter Boh­len geschrie­be­ne Power­schnul­ze.

P.S.: Machen Sie doch mit beim lus­ti­gen „Limited“-Puzzle. Ich hab schon bei­na­he alle Pla­ce­bo-Songs und Tei­le von „Lea­ving New York“ von R.E.M. wie­der­ent­deckt.

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Politik Gesellschaft

Das ist Bahnsinn

Die Gewerk­schaft der Lok­füh­rer (GdL) möch­te von Mitt­woch bis Sams­tag im Güter‑, Nah- und Fern­ver­kehr strei­ken.

Aller­dings droh­te GDL-Chef Schell im Gespräch mit der „Pas­sau­er Neu­en Pres­se“: „Wir kön­nen einen Streik län­ger durch­hal­ten, als es die Bun­des­re­pu­blik ver­kraf­tet“, sag­te er, „und vor allem deut­lich län­ger, als der Bahn­vor­stand dies glaubt“.

Zitat: Welt.de

Äh, okay. Alles klar.

Leu­te, wenn Eure Streik­kas­sen so der­ma­ßen gefüllt sind, dass Ihr schon ver­bal Fuf­fies im Club schmeißt, wie wäre es dann, wenn Ihr ein­fach alle Gewerk­schafts­funk­tio­nä­re wür­det, Euch qua­si selbst durch­füt­tert und die Füh­rer­stän­de für Leu­te räumt, die Spaß am Zug­fah­ren hät­ten?

Viel­leicht könn­te man auch ein­fach in irgend­ei­nem Stadt­thea­ter einen schmu­cken Bal­kon räu­men, Schell und Meh­dorn dort in die Ses­sel tackern und den gan­zen Tag im Kin­der­pro­gramm grum­meln las­sen, wäh­rend Gewerk­schaft und Unter­neh­men von weni­ger dick­köp­fi­gen Men­schen geführt wer­den.

Mit einer Inter­ven­ti­on des Bahn-Eigen­tü­mers (das sind Sie und ich, ver­tre­ten durch die Bun­des­re­gie­rung) ist bis auf wei­te­res übri­gens auch nicht zu rech­nen, denn in Ber­lin hat man gera­de ande­re Sor­gen.

(Höl­le, Höl­le, Höl­le!)

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Leben

Pimp my Feiertagskalender

Weihnachtsbaum (Symbolbild)

Weih­nachts­ge­bäck gibt es ja bekannt­lich schon seit mehr als zwei Mona­ten zu kau­fen. Heu­te habe ich den ers­ten Weih­nachts­schmuck in einem Ein­kaufs­zen­trum hän­gen sehen. Damit gilt jetzt wohl die Faust­re­gel, dass nach St. Mar­tin Plas­tik­tan­nen­grün und Lich­ter­ket­ten zum Ein­satz kom­men – frü­her war­te­te man damit bis nach dem Volks­trau­er­tag.

Ich kann Ihnen aber sagen, war­um man schon im frü­hen Novem­ber mit der­lei Tand beläs­tigt wird: Den Deut­schen fehlt ein­fach ein ordent­li­cher Fei­er­tag im Spät­herbst. Die Ame­ri­ka­ner haben Thanks­gi­ving, ein ganz wun­der­ba­res Fest, weil es bei­na­he nur aus Essen besteht und ohne ener­vie­ren­de Geschenk­ze­re­mo­nien aus­kommt. Thanks­gi­ving wird am vier­ten Don­ners­tag im Novem­ber began­gen, der dar­auf­fol­gen­de Frei­tag ist der offi­ziö­se Beginn des Weih­nachts­ge­schäfts.

Natür­lich wer­den die Häu­ser und Ein­kaufs­zen­tren so geschmückt, dass sie bereits zu Thanks­gi­ving in vol­lem Glanz erstrah­len – aber es denkt eben noch nie­mand an Weih­nach­ten, weil ja noch ein wei­te­rer Fei­er­tag vor der Tür steht. Die gefühl­te Weih­nachts­zeit redu­ziert sich damit auf die vier bis fünf Wochen bis zum 25. Dezem­ber, fast so wie frü­her, als man noch die Advents­zeit fei­er­te.

Ich wür­de also ger­ne für einen Thanks­gi­ving-ähn­li­chen Fei­er­tag im spä­ten Novem­ber plä­die­ren, wenn ich mir nicht sicher wäre, dass die Deut­schen es in ihrer unnach­ahm­li­chen Art wie­der völ­lig ver­mas­seln wür­den, angel­säch­si­sche Fes­te zu loka­li­sie­ren. Denn auch wenn vie­le Deut­sche davon über­zeugt sind, völ­lig „ame­ri­ka­ni­siert“ zu sein (den Exkurs in die ame­ri­ka­ni­sche Geschich­te spa­re ich mir; schla­gen Sie May­flower, Pil­ger­vä­ter oder Hal­lo­ween ein­fach mal nach oder lesen Sie am bes­ten gleich „USA Erklärt“ und die­ses Buch): ame­ri­ka­ni­sche Bräu­che funk­tio­nie­ren in Deutsch­land eben­so wenig wie ame­ri­ka­ni­sche Laden­ket­ten. Schla­gen Sie mal Walm­art, Gap oder Block­bus­ter Video nach!

Wo wir gera­de bei Ame­ri­ka­ni­sie­rung sind: Es kann doch nicht sein, dass mitt­ler­wei­le jede zwei­te Imbiss­bu­de in Deutsch­land Snapp­le führt und es das Zeug immer noch nicht im Han­del zu kau­fen gibt, oder?

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Radio Rundfunk

Wenn Campusradios ihre Tage haben

Am Sams­tag wur­de CT das radio, das ältes­te Cam­pus­ra­dio Nord­rhein-West­fa­lens, zehn Jah­re alt. Gefei­ert wur­de mit einer end­lo­sen (ca. 16 Stun­den dau­ern­den) Live-Sen­dung mit bei­na­he allen High- und Low­lights der Sen­der­ge­schich­te, mit einer gro­ßen Par­ty im Men­sa­foy­er und mit einem offi­zi­el­len Teil, dem Cam­pus-Radio-Tag1 der Lan­des­an­stalt für Medi­en NRW (LfM).

Letz­te­res war eine Art Kon­fe­renz, auf der sich Cam­pus­ra­dio-Macher aus ganz Deutsch­land tref­fen und aus­tau­schen soll­ten. Ich war als ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter und Chef­re­dak­teur von CT zum ers­ten Mal bei einer sol­chen Ver­an­stal­tung und mein Inter­es­se an einer Wie­der­ho­lung schwand mit jeder Minu­te der „Work­shop“ genann­ten Podi­ums­dis­kus­sio­nen. Ein wenig erin­ner­ten die „Panels“, also die Men­schen, die da vor­ne zum Dis­ku­tie­ren saßen, näm­lich ein biss­chen an das, was die Kol­le­gen so immer von den Tref­fen haupt­be­ruf­li­cher Jour­na­lis­ten berich­ten.

Nein, das war jetzt unge­recht. Aber es gibt schon Par­al­le­len: Wie in den gro­ßen Sen­de­an­stal­ten und Zei­tungs­re­dak­tio­nen, so gibt es auch bei den Cam­pus­ra­di­os Leu­te, die mit viel Herz­blut und Ener­gie (und in den meis­ten Fäl­len auch noch ohne Bezah­lung) am Pro­gramm arbei­ten, und Leu­te, die sich hin­stel­len und schön daher­re­den.

Lei­der (oder glück­li­cher­wei­se) boten die ein­zel­nen „Work­shops“ kei­ne Mög­lich­kei­ten zu Dis­kus­sio­nen, geschwei­ge denn zu kon­tro­ver­sen. Zwar glau­be ich nicht, dass auch nur einer der Dis­ku­tan­ten ange­fan­gen hät­te, Inter­net­me­di­en als „Müll“ oder „Scheiß­häu­ser“ zu bezeich­nen (für sol­che Aus­fäl­le wären sie wohl auch nicht alt oder ver­bit­tert genug), aber irgend­was span­nen­des hät­te durch­aus mal pas­sie­ren kön­nen.

In der Dis­kus­si­ons­run­de „Per­so­nal­ma­nage­ment im Cam­pus-Radio“ (s.a. das Live­blog von Domi­nik Oster­holt bei Radio Q) ging es um die in der Tat bri­san­te Fra­ge, wie man in Zei­ten ver­schul­ter Stu­di­en­gän­ge und Stu­di­en­ge­büh­ren über­haupt noch Mit­ar­bei­ter mit Tages­frei­zeit fin­den kön­ne. Nur Ant­wor­ten gab es lei­der kei­ne. „Wie­der mal“, muss man sagen, denn das The­ma ist natür­lich min­des­tens eben­so alt wie die Bache­lor-/Mas­ter-Stu­di­en­gän­ge.

Ech­te Lösungs­vor­schlä­ge hät­te ich auch kei­ne, aber die Fra­ge, war­um man als Mit­glied einer Fach­schaft (und man­che Stu­di­en­gän­ge haben fast so vie­le Fach­schafts-Mit­glie­der wie Stu­den­ten) die Stu­di­en­ge­büh­ren erlas­sen kriegt, nicht aber als Mit­ar­bei­ter eines Cam­pus­ra­di­os, das die Uni ja auch weit nach außen hin reprä­sen­tiert. Viel­leicht stellt die ja noch mal jemand sei­ner Uni-Ver­wal­tung.

Erfreu­lich hin­ge­gen ist, dass sich vie­le Radi­os im Moment nicht über feh­len­de Mit­ar­bei­ter bekla­gen. In Bochum kann man sein Radio-Prak­ti­kum aber zum Bei­spiel für die cre­dit points des Bache­lor-Stu­di­ums anrech­nen las­sen – wie vie­le Prak­ti­kan­ten hin­ter­her wei­ter­ma­chen, lässt sich nie vor­her­sa­gen. Wolf­gang Sabisch vom Mün­che­ner Aus­bil­dungs­ra­dio M94.5 sag­te des­halb den inter­es­san­ten Satz, man müs­se sich von dem Gedan­ken ver­ab­schie­den, dass man als Cam­pus- oder Aus­bil­dungs­ra­dio immer eine gleich­blei­ben­de Qua­li­tät lie­fern kön­ne. Ich sehe das durch­aus ähn­lich, hät­te ihm aber noch deut­li­cher zuge­stimmt, wenn er statt Qua­li­tät von Quan­ti­tät gespro­chen hät­te. Denn das Schö­ne an Cam­pus­ra­di­os (zumin­dest in NRW) ist ja, dass man nur zu zwei Stun­den Liv­e­pro­gramm pro Werk­tag ver­pflich­tet ist und man nicht wie öffent­lich-recht­li­che oder Pri­vat­sen­der gezwun­gen ist, sei­ne Musik­schlei­fe immer wie­der mit schlech­ten Bei­trä­gen oder ner­vi­gen Gewinn­spie­len zu unter­bre­chen.

Um die Pro­gramm­in­hal­te ging es dann im nächs­ten Work­shop (s.a. das Radio-Q-Live­blog), genau­er: um neue Pro­gramm­ideen. Das hat­te dem Kol­le­gen von Radio Hertz aus Bie­le­feld lei­der nie­mand gesagt, so dass der erst ein­mal zehn Minu­ten sei­ne Per­son und die all­ge­mei­ne Pro­gramm­struk­tur sei­nes Sen­ders vor­stell­te. Als in sei­ner Power­point-Prä­sen­ta­ti­on dann die Schrift ins Bild zu flie­gen begann, muss­te ich den Saal ver­las­sen, um mich an der fri­schen Luft zu beru­hi­gen.

Zuvor hat­te ich aber immer­hin noch zwei inter­es­san­te Sen­de­kon­zep­te ken­nen­ler­nen dür­fen: das Aus­lands­ma­ga­zin „Hin & Weg“ von Radio Sirup aus Sie­gen und die eng­lisch­spra­chi­ge „Mil­ler & John­son Show“ beim Cam­pus­Ra­dio Bonn. Denn auch das ist ja das Schö­ne an Cam­pus­ra­di­os: Man kann ohne Quo­ten­druck und Gre­mi­en-Ter­ror neue Ideen aus­pro­bie­ren. Hin­ter­her enden ja eh alle Mode­ra­to­ren bei Eins­li­ve und Das Ding.

Inter­es­sant und sogar unter­halt­sam wur­de es erst in der letz­ten Dis­kus­si­ons­run­de. Das inter­es­san­te war das The­ma „Cam­pus­ra­di­os auf dem Weg von der ana­lo­gen in die digi­ta­le Welt“ (Live­blog), das unter­halt­sa­me war unter ande­rem die Mode­ra­ti­on von Radio-Q-Urge­stein Dani­el Fie­ne. Wäh­rend das „Impuls­re­fe­rat“ von Mat­thi­as Felling die Idee des „digi­ta­len“ noch sehr weit fass­te (Digi­tal­ra­dio, Inter­net, Pod­casts, mobi­le End­ge­rä­te), ging es anschlie­ßend lei­der fast nur noch um das The­ma Digi­tal­ra­dio, von dem alle immer wie­der beton­ten, dass das noch Zukunfts­mu­sik sei. Vom Dach­ver­band Cam­pus­Ra­di­os NRW (ange­sichts der Tat­sa­che, dass dort nicht alle Cam­pus­ra­di­os NRWs ver­tre­ten sind, soll­te man viel­leicht bes­ser von einem „Vor­dach­ver­band“ spre­chen) gab es noch zu hören, dass es ihn seit zwei Jah­ren gibt, was sich im Wesent­li­chen mit mei­nen Erfah­run­gen in die­sem Ver­ein deck­te. Denn so gut und wich­tig die Idee ist, eine gemein­sa­me Ver­tre­tung zu haben: Die Idee, meh­re­re unab­hän­gi­ge Sen­der irgend­wie koope­rie­ren zu las­sen, äußert sich auf einer höhe­ren Ebe­ne ja vor allem durch Gre­mi­en-Ter­ror.

So ende­te der Cam­pus-Radio-Tag (sieht das Wort nicht herr­lich albern aus mit den gan­zen Bin­de­stri­chen?) lei­der ohne einen nen­nens­wer­ten Erkennt­nis­ge­winn für mich. Noch vor dem Gespräch mit NRW-„Innovationsminister“ Andre­as Pink­wart, der Ver­lei­hung des Cam­pus­ra­dio-Prei­ses und dem gemein­sa­men Abend­essen ver­ließ ich die Ver­an­stal­tung. Ich muss­te unbe­dingt Bay­ern Mün­chen ver­lie­ren sehen.

P.S.: Ich dan­ke Schandmaennchen.de für die Inspi­ra­ti­on für die Über­schrift.

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Schild-Schelte

Lie­be Her­ren,

eines Tages kommt für jeden von uns der Moment, wo wir den ers­ten Anzug kau­fen müs­sen. Manch­mal anläss­lich der ers­ten hei­li­gen Kom­mu­ni­on oder der Kon­fir­ma­ti­on, manch­mal anläss­lich des Examens oder einer Hoch­zeit (eige­ne oder ande­re), manch­mal auch erst anläss­lich der Eins­ar­gung.1

Die Aus­wahl kann oft sehr lan­ge dau­ern und für alle Betei­lig­ten sehr erschöp­fend sein. Aber ganz egal, für wel­che Mar­ke Sie sich ent­schei­den und ob der Anzug am Ende fünf­zig oder zwei­tau­send Euro kos­tet:

Gehen Sie um Him­mels Wil­len sicher, das klei­ne Her­stel­ler­lo­go, das beim Kauf am lin­ken Jackett­är­mel fest­ge­näht ist, vor dem ers­ten Tra­gen zu entfernen!!!!!1

Uff!

Dan­ke!

1 Gut, dann müs­sen wir ihn streng genom­men nicht selbst kau­fen

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Helden (Für einen Tag)

Erst woll­te ich eine Lis­te der 366 Abge­ord­ne­ten pos­ten, die heu­te für die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung gestimmt haben. Aber nach andert­halb Stun­den Copy & Pas­te hat­te ich gera­de mal ein Drit­tel der Namen mit ihrem Wahl­kreis und Links zu ihren Web­sites ver­se­hen. Gucken Sie also in der PDF-Datei des Bun­des­tags selbst nach, ob Ihr Abge­ord­ne­ter dabei war.

(Ich wei­se vor­sichts­hal­ber mal dar­auf hin, dass eini­ge Kom­men­ta­to­ren bei Spree­blick der Mei­nung sind, man kön­ne schon durch Ankli­cken des Links Opfer von geheim­dienst­li­cher Über­wa­chung wer­den.)

Anstatt also Leu­te in die Pfan­ne zu hau­en, die eh schon genug Pro­ble­me haben, ver­wei­se ich doch lie­ber auf Dr. Hans Georg Faust (CDU, Arzt), Dr. Peter Gau­wei­ler (CSU, Rechts­an­walt), Wolf­gang Gun­kel (SPD, Poli­zei­prä­si­dent a. D.), Petra Heß (SPD, Kin­der­gärt­ne­rin), Eike Hover­mann (SPD, Leh­rer), Ulrich Kel­ber (SPD, Diplom-Infor­ma­ti­ker), Dr. Rolf Koschor­rek (CDU, Zahn­arzt), Katha­ri­na Land­graf (CDU, Diplom-Melio­ra­ti­ons­in­ge­nieu­rin), Sön­ke Rix (SPD, Erzie­her), Frank Schwa­be (SPD, Gäs­te­füh­rer) und Jörn Thie­ßen (SPD, Pas­tor).
Die­se elf Män­ner und Frau­en fühl­ten sich offen­bar stär­ker ihrem Gewis­sen ver­pflich­tet als ihren Frak­tio­nen. (Dr. Her­mann Scheer und Ott­mar Schrei­ner haben sich ent­hal­ten.)

Die Abge­ord­ne­ten von FDP, Die Lin­ke und Bünd­nis ’90/​Die Grü­nen haben geschlos­sen gegen den Gesetz­ent­wurf gestimmt.