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Die Omelette-Maschine: Heiner Müller zum Achtzigsten

Den trau­rigs­ten Moment mei­ner aka­de­mi­schen Lauf­bahn erleb­te ich eines Frei­tags­mor­gens in einem Pop­li­te­ra­tur-Semi­nar. Eine Grup­pe von Kom­mi­li­to­nen hielt ein Refe­rat über Ben­ja­min von Stuck­rad-Bar­re und an einer Stel­le (in „Black­box“) gibt es neben einer gan­zen Rei­he ande­rer Zita­te auch eines von Hei­ner Mül­ler: „Alles ist Mate­ri­al.“

Und was sag­te die­ser Ger­ma­nis­tik-Stu­dent im durch­aus nicht mehr ers­ten Semes­ter?

„Hei­ner Mül­ler, also der Mann vom ‚RTL Nacht­jour­nal‘ …“

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Film Literatur

Der Buddenbrook-Komplex

Fami­li­en­sa­gen haben in Deutsch­land eine lan­ge Tra­di­ti­on: von den Nibe­lun­gen bis zu den Bei­mers führt ein direk­ter Weg (wenn auch ein ver­schlun­ge­ner) von Geschich­ten, die den Men­schen das Gefühl geben sol­len, ihre eige­ne Fami­lie sei dann viel­leicht doch gar nicht so kaputt. Den unbe­strit­te­nen Höhe­punkt bil­den wohl die „Bud­den­brooks“, jener „Jahr­hun­der­t­ro­man“, den Tho­mas Mann mit 25 Jah­ren ver­öf­fent­lich­te und der ihm Welt­ruhm und Lite­ra­tur­no­bel­preis sicher­te.

Hein­rich Bre­lo­er, der 2001 mit „Die Manns – Ein Jahr­hun­der­t­ro­man“ die nicht min­der span­nen­de Fami­li­en­ge­schich­te der Manns selbst doku­men­tiert hat­te, hat sich in sei­nem Spiel­film­de­büt nun den 750-Sei­ten-Klas­si­ker vor­ge­nom­men und auf kurz­wei­li­ge zwei­ein­halb Stun­den her­un­ter­ge­bro­chen. Der Ein­fach­heit hal­ber lässt Bre­lo­er min­des­tens eine Gene­ra­ti­on (die von Johann Bud­den­brook dem Älte­ren) und zwei Kin­der (Cla­ra Bud­den­brook und Eri­ka Grün­lich) außen vor und kon­zen­triert sich direkt auf Jean und Beth­sy Bud­den­brook und ihre (jetzt nur noch drei) Kin­der. Das redu­ziert das unüber­sicht­li­che Cha­rak­ter­en­sem­ble auf eine bei­na­he nach­voll­zieh­ba­re Grö­ße, führt aber auch dazu, dass Fami­li­en­tra­di­ti­on und ‑ehre nicht mehr direkt erzählt, son­dern maxi­mal berich­tet wer­den.

Der „Ver­fall einer Fami­lie“, so der Unter­ti­tel des Romans, wird in die­ser vier­ten Ver­fil­mung teils poin­tiert, teils hek­tisch abge­han­delt. So ziem­lich alles, was in Manns Roman über die Lübe­cker Kauf­manns­fa­mi­lie Bud­den­brook span­nend und außer­ge­wöhn­lich ist, ist bei Bre­lo­er banal gera­ten. Das liegt mög­li­cher­wei­se dar­an, dass der Regis­seur ein erklär­ter Fan des Romans und sei­nes Autors ist – sowas geht sel­ten gut und es funk­tio­niert auch hier nur bedingt. Wenn man die inne­ren Kämp­fe, die der Dreh­buch­au­tor und Regis­seur zwi­schen Werk­treue und behut­sa­mer Neu­in­ter­pre­ta­ti­on aus­ge­stan­den hat, hin­ter­her auf der Lein­wand sehen kann, ist etwas gewal­tig schief gelau­fen.

Den Schau­spie­lern kann man das nicht wirk­lich anlas­ten: Armin Muel­ler-Stahl könn­te man als Kon­sul Jean Bud­den­brook leicht mit sei­nem Tho­mas Mann in „Die Manns“ ver­wech­seln, aber Iris Ber­ben über­rascht als sei­ne Gat­tin Beth­sy dadurch, dass sie auch mal mehr sein kann als immer nur Iris Ber­ben. Mark Wasch­ke hat etwas damit zu kämp­fen, dass sei­ne Rol­le des Fir­men­er­ben Tho­mas Bud­den­brook nur in weni­gen Momen­ten zum Sym­pa­thie­trä­ger taugt, aber die Bür­de der fami­liä­ren Pflicht und die zuneh­men­den Anstren­gun­gen, die Fas­sa­de auf­recht zu erhal­ten, sind bei ihm stets glaub­wür­dig. Auch Jes­si­ca Schwarz, deren Tony Bud­den­brook als ein­zi­ge Per­son im Film über­haupt nicht zu altern scheint, steht die Zer­ris­sen­heit ins Gesicht geschrie­ben – zumin­dest solan­ge, bis sich die Todes­fäl­le in einem der­art alber­nen Rhyth­mus häu­fen, dass man die­ses Gesicht hin­ter dem schwar­zen Schlei­er sowie­so kaum noch zu sehen bekommt. Und August Diehl spielt den zuneh­mend wahn­sin­ni­ge­ren Chris­ti­an Bud­den­brook mit so viel Ver­ve, dass man am Ende lei­der von Bei­den genervt ist.

Die Aus­stat­tung ist durch­aus gelun­gen, mit gro­ßem Auf­wand wur­den Lübeck und Ams­ter­dam des 19. Jahr­hun­dert auf die Lein­wand gezau­bert. Dafür ist die Kame­ra­ar­beit von Ger­not Roll, der bereits die TV-Ver­si­on von 1979 foto­gra­fiert hat­te, bis auf weni­ge Aus­nah­men lang­wei­lig oder gar schlecht. Für die Weich­zeich­ner beim gro­ßen Ball zu Beginn des Films gehö­ren Kame­ra­mann und Regis­seur glei­cher­ma­ßen geschol­ten und mit­un­ter wird all­zu deut­lich, dass ein bestimm­ter Blick­win­kel nur gewählt wur­de, weil sonst irgend­et­was ana­chro­nis­ti­sches zu sehen gewe­sen wäre. Über die Musik wol­len wir an die­ser Stel­le den Man­tel des Schwei­gens brei­ten, der auch dem Kom­po­nis­ten Hans Peter Strö­er gut zu Gesicht gestan­den hät­te.

Im Gro­ßen und Gan­zen haben Bre­loers „Bud­den­brooks“ viel mit Uli Edels „Baa­der Mein­hof Kom­plex“ gemein, dem ande­ren gro­ßen deut­schen Film von 2008: mit beacht­li­chem Auf­wand, aber ohne eige­ne Hal­tung, wer­den die wich­tigs­ten Sta­tio­nen einer alt­be­kann­ten Vor­la­ge abge­he­chelt. Bei­de Male ist dabei soli­des Pop­corn­ki­no ent­stan­den, das sich als Ein­stieg in die jewei­li­ge Mate­rie eig­net.

Dass ein Film dem Roman gerecht wer­den könn­te, hat hof­fent­lich sowie­so nie jemand geglaubt.

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Unterwegs

If you’re going to San Francisco … (Teil 3)

San Francisco, CA

Nach­dem wir schon Geschäf­te, sowie Knei­pen und Restau­rants emp­foh­len haben, kom­men wir im drit­ten und letz­ten Teil unse­res gro­ßen San-Fran­cis­co-Rei­se­füh­rers „Cocoa And Books“ heu­te zu einem ande­ren, nicht ganz so klar zu umrei­ßen­den The­men­kom­plex. Erst sage ich Ihnen, wel­che Main­stream-Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen gar nicht mal so schlecht sind, und dann machen wir noch einen klei­nen Abste­cher ins Nacht­le­ben.

Teil 3: (Ach, da fehlt uns noch ’ne Über­schrift)

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Digital

Macworld Expo: Erste Eindrücke vom neuen Apple

Heu­te beginnt in San Fran­cis­co, CA die Mac­world Expo, die Mes­se für alles rund um die Pro­dukt­pa­let­te von Apple.

Dank unse­rer guten Kon­tak­te vor Ort kön­nen wir schon jetzt das ers­te High­light vor­stel­len:

iTouch myself by Apple

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Ja, Ihr könnt mich mal (7 & 8)

Es ist ja nicht nur der Slo­gan, es ist gleich alles, was einem die Lust nimmt, sich über­haupt noch mit dem Ange­bot von Yel­low Möbel beschäf­ti­gen zu wol­len:

Yes we can! Der neue Katalog! Abholen! Yellow.

[via Paul in den Kom­men­ta­ren]

Und obwohl Barack Oba­ma eigent­lich als aus­ge­spro­chen durch­trai­niert gilt, will das Frau­en­ma­ga­zin „Jolie“ mit sei­nem Mot­to abneh­men:

Schnell sechs Kilo weniger: Stars und ihre Diät-Tricks. Yes we can!

[mit Dank an Frie­de­ri­ke für den Hin­weis und das Foto!]

Und hier das gan­ze Elend …

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Unterwegs

If you’re going to San Francisco … (Teil 2)

Nach­dem wir im ers­ten Teil unse­res gro­ßen San-Fran­cis­co-Rei­se­füh­rers „Cocoa And Books“ ein wenig Shop­pen waren (und dabei so tol­le Läden wie Fox Hard­ware, sämt­li­che Luxus-Kauf­häu­ser am Uni­on Squa­re und den gan­zen Tou­ris­ten­ramsch am Fisherman’s Wharf uner­wähnt gelas­sen haben), wol­len wir uns nun ein wenig um das leib­li­che Wohl in der schöns­ten Stadt der Welt küm­mern.

Teil 2: Knei­pen und Restau­rants

Erwar­ten Sie von mir kei­ne Bespre­chun­gen kuli­na­ri­scher Tem­pel – dafür habe ich viel zu wenig Ahnung, die geschätz­ten Autoren von Go to Rio dafür umso mehr. Hier und jetzt soll es um Ambi­en­te, Ori­gi­na­li­tät und Satt wer­den gehen. Und das geht so:

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Unterwegs

Müssen nur können

Es ist schon erstaun­lich, wer so alles auf die Lis­te „Yes, may­be we could try to, but come to think of it: we defi­ni­te­ly can’t“ will:

Gut Licht 2009: Yes we can

Wenn Sie am Sams­tag­vor­mit­tag in der Köl­ner Innen­stadt einen laut krei­schen­den jun­gen Mann unter einem Wer­be­pla­kat gese­hen haben: das war ich.

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Unterwegs

If you’re going to San Francisco … (Teil 1)

Die Kol­le­gin Kath­rin ist zur Zeit in San Fran­cis­co, CA. Weil ich vor zwei­ein­vier­tel Jah­ren ein­mal elf Wochen in die­ser Stadt ver­bracht – oder kos­mo­po­li­ti­scher aus­ge­drückt: dort gelebt – habe, fühl­te ich mich bemü­ßigt, ihr eine Lis­te mit Emp­feh­lun­gen mit­zu­ge­ben, was man unbe­dingt gese­hen und besucht haben soll­te. Und weil das ein ziem­li­cher Auf­wand war, kön­nen Sie jetzt auch davon pro­fi­tie­ren:

Cocoa And Books – Der gro­ße Cof­fee-And-TV-San-Fran­cis­co-Füh­rer

Teil 1: Geschäf­te

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Keine dramatischen Veränderungen

Las­sen Sie sich nichts erzäh­len von Kri­se und Ver­än­de­run­gen im neu­en Jahr. Rau­cher, über­ge­wich­ti­ge und fau­le Men­schen wis­sen: So ein Jah­res­wech­sel muss nicht zwangs­läu­fig eine Bedeu­tung haben.

Und man­che Kon­stan­ten im Leben sind sowie­so über alles erha­ben:

Das war die letz­te „Bild“-Titel-Schlagzeile 2008 …

Linkspartei-Chef: Todes-Drama um Bisky-Sohn

… und das die ers­te 2009:

CDU-Ministerpräsident Althaus: Todes-Drama auf Ski-Piste

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Von der Bedeutung, Ernst zu sein

Ich woll­te das ver­gan­ge­ne Jahr nicht schon wie­der mit der Medi­en­grup­pe RP been­den, aber das hier ist noch lie­gen geblie­ben und muss raus:

Die „Rhei­ni­sche Post“ ist auf­grund ihrer geo­gra­phi­schen Ver­or­tung ein wich­ti­ges Medi­um, wenn es um mei­nen Lieb­lings­ver­ein Borus­sia Mön­chen­glad­bach geht. Und die Redak­ti­on macht ihre Arbeit da in der Regel gar nicht mal schlecht.

Aber was die „RP“ da am Sil­ves­ter­mor­gen noch raus­ge­hau­en hat, das war irgend­wie merk­wür­dig:

Borussia Mönchengladbach: Liegt über dem Klub ein Fluch?

Hat „Bild“ die feind­li­che Über­nah­me der „Rhei­ni­schen Post“ end­lich abge­schlos­sen?

Nein, die Lage ist viel … erns­ter:

Fuß­ball ist nicht wit­zig. Fuß­ball ist eine ziem­li­che erns­te Ange­le­gen­heit. Dar­über macht man kei­ne Spä­ße. Ehr­lich. Schon gar nicht, wenn man Fan von Borus­sia Mön­chen­glad­bach ist.

Sie erken­nen an dem ein­ge­scho­be­nen „Ehr­lich“, dass sich hier gleich jemand am schlimms­ten und gleich­zei­tig unzer­stör­bars­ten Lokal­jour­na­lis­mus-Gen­re ver­su­chen wird: der Glos­se.

Auch optisch ist der Text eine Her­aus­for­de­rung, wer­den zusam­men­ge­hö­ren­de Neben­sät­ze doch nicht nur durch einen Punkt, son­dern gleich auch noch durch einen Absatz aus­ein­an­der­ge­ris­sen:

[…] Es wur­den zwar fast nur noch Her­ren mit klang­vol­len Namen (dar­un­ter ein gewis­ser Kahé) ver­pflich­tet.

Etwas in Ver­ges­sen­heit ist dabei aber offen­sicht­lich gera­ten, dass die Koor­di­na­ti­on zwi­schen Hirn und Bei­nen beim Fuß­ball einen nicht zu unter­schät­zen­den Anteil ein­nimmt. […]

Und weil bei der Medi­en­grup­pe RP Dada ja bekannt­lich groß geschrie­ben wird, hier noch ein Pot­pour­ri unzu­sam­men­hän­gen­der Sät­ze:

Dank gilt in die­sem Zusam­men­hang den Pro­du­zen­ten von Han­dy-Klin­gel­tö­nen in Form der Ver­eins­hym­ne „Die Elf vom Nie­der­rhein“. Neu­lich in der Regio­nal­bahn war es dann mal wie­der so weit. Anruf, Hym­ne, Kla­ge­lied. „Ja, ja“, raunzt ein älte­rer Herr von neben­an hin­über und lächelt dabei so ver­ständ­nis­voll, als ob er ein Klein­kind auf­mun­tern will, das beim Mur­mel­wer­fen eine ziem­lich lan­ge Pech­sträh­ne hat, „kom­men bestimmt auch wie­der bes­se­re Zei­ten.“

Der Text endet übri­gens mit dem Satz:

Man­che ver­ste­hen ein­fach den Ernst der Lage nicht.

Mir geht’s da ganz anders.

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Musik

Listenpanik: Songs 2008

Ich bin einer die­ser Men­schen, die Sil­ves­ter has­sen wie sonst nur Ebe­nee­zer Scr­oo­ge das Weih­nachts­fest. Ich kann nichts Fest­li­ches oder Tol­les dar­an erken­nen, neue Kalen­der auf­hän­gen und mit­neh­men zu müs­sen und auch das Durch­strei­chen von fal­schen Jah­res­zah­len im Janu­ar (das seit der Ein­füh­rung des Inter­net­ban­kings rapi­de abge­nom­men hat) ist ein Brauch, auf den ich ver­zich­ten könn­te. Davon ab muss ich Ihnen lei­der mit­tei­len, dass For­scher des Bochu­mer Lehr-Orts für erwäh­nens­wer­te Daten her­aus­ge­fun­den haben, dass „Din­ner For One“ nicht lus­tig ist und Blei­gie­ßen impo­tent macht.

Trotz­dem ist der Rob­bie-Bubble-Kin­der­sekt natür­lich kalt­ge­stellt und um die Zeit bis zum „Sil­ves­ter­stadl“ rum­zu­krie­gen, habe ich mei­ne iTu­nes-Lis­ten ein paar mal hin- und her­sor­tiert, ein biss­chen abge­wo­gen und füh­le mich jetzt see­lisch in der Lage, die Songs des Jah­res 2008 zu ver­kün­den (nur um die Lis­te ver­mut­lich noch heu­te Nacht wie­der umsor­tie­ren zu wol­len). Wie üblich ist alles total sub­jek­tiv:

25. Danko Jones – Take Me Home
„Never Too Loud“ war irgend­wie nicht so wirk­lich das Album, das man nach „Sleep Is The Ene­my“ erwar­tet hät­te: ein biss­chen zu ver­hal­ten, ein biss­chen zu lang, Tem­po­li­mit statt durch­ge­tre­te­nem Gas­pe­dal. „Take Me Home“ ist dann auch noch der unty­pischs­te Danko-Jones-Song über­haupt mit sei­nen Akus­tik­gi­tar­ren und den John-Den­ver-Anlei­hen. Aber weil Danko Jones eben Danko Jones ist (sind) und nicht Kid Rock, funk­tio­niert die­ser Irr­sinn trotz­dem. Und ein Lied, in dem der Refrain auf „Take me home to whe­re my records are“ endet, muss man sowie­so her­vor­he­ben, so lan­ge die Leu­te noch wis­sen, was die­se phy­si­schen Ton­trä­ger über­haupt sind.

24. Jakob Dylan – Val­ley Of The Low Sun
Stel­len Sie sich vor, Sie wären der Sohn von Bob Dylan und wür­den Musik machen! Jakob Dylan gebührt allein des­halb Respekt, dass er sich die­sen gan­zen Ver­glei­chen und Fra­gen seit fast 20 Jah­ren aus­setzt – und jetzt kann er sich nicht mal hin­ter den Wall­flowers ver­ste­cken, jetzt steht sein Name auch noch auf dem Album. Und er singt ein­fach völ­lig redu­zier­te Folk-Musik, die eher an War­ren Zevon, Bruce Springsteen und John­ny Cash erin­nert als an Musi­ker ähn­li­chen Namens. „Val­ley Of The Low Sun“ ist eine gewal­ti­ge, schlep­pen­de Bal­la­de, so schön wie ein Son­nen­un­ter­gang in der Sier­ra Neva­da.

23. Slut – If I Had A Heart
Ach ja: Slut haben ja die­ses Jahr auch ein Album ver­öf­fent­licht – und das war noch nicht mal schlecht. „If I had a heart /​ I would have a hearta­che“ kann als Zei­le tie­risch in die Hose gehen, aber so wie Chris Neu­bur­ger das singt, klingt es ein­fach auf­rich­tig und klug.

22. Clue­so – Kei­nen Zen­ti­me­ter
Die­ser Groo­ve, die­ser fast (aber nur fast) ver­nu­schel­te Gesang, die­ser gefühl­vol­le, aber gänz­lich unkit­schi­ge Text. Mehr Under­state­ment als „Ich würd‘ gern mit Dir viel mehr unter­neh­men“ passt in kei­ne Lie­bes­er­klä­rung!

21. Jason Mraz – I’m Yours
Ich hab lan­ge über­legt, ob es auch hier unbe­dingt die Sin­gle sein muss­te, aber doch: so klingt der Som­mer. Selbst bei Minus­gra­den meint man sich dar­an erin­nern zu kön­nen, wie man zu die­sen Klän­gen mit der Liebs­ten im Gras gele­gen und in den wol­ken­lo­sen Him­mel gestarrt hat – auch wenn man das nie getan hat. Anders als der viel­ver­gli­che­ne Jack John­son hat Jason Mraz aber noch mehr auf Lager als die­sen Strand-Schun­k­ler und wird uns des­halb bei den bes­ten Alben des Jah­res wie­der begeg­nen.

20. The Ver­ve – Love Is Noi­se
Okay, das Come­back-Album von The Ver­ve habe ich drei oder vier Mal gehört, ehe es mir zu lang­wei­lig wur­de. Aber die­se Sin­gle! Hyp­no­tisch, eupho­risch, in die Bei­ne gehend – man­che wür­den schlicht­weg „ner­vig“ dazu sagen. „Love is noi­se, love is pain“ ist auch wie­der so ein Satz, der schon von den rich­ti­gen Leu­ten gesun­gen wer­den muss, um nicht doof zu klin­gen. Richard Ash­croft ist ein rich­ti­ger Leut.

19. Death Cab For Cutie – The Ice Is Get­ting Thin­ner
Viel­leicht hat nie jemand einen bes­se­ren Text dar­über geschrie­ben, wie das ist, wenn die Lie­be lang­sam nach­lässt, als Ben Gib­bard hier. Dazu eine Instru­men­tie­rung, die mit „spär­lich“ noch euphe­mis­tisch umschrie­ben ist und fer­tig ist der Gän­se­haut­song 2008. Wer die­ses Lied hört und nichts fühlt, ist ver­mut­lich tot.

18. Niz­lo­pi – Start Begin­ning
Weil das Album „Make It Hap­pen“ in Deutsch­land nicht regu­lär erschie­nen ist, sind Niz­lo­pi durch das Lis­ten­pa­nik-Ras­ter gefal­len. Aber Kath­rin hat das Kon­zert, für mich das Bes­te des Jah­res war, ja hier im Blog noch aus­rei­chend gewür­digt. Hier also ein Lied mit Gitar­re, Kon­tra­bass, Beat­boxing und Gos­pel­chor, für das das Wort „uplif­ting“ erfun­den wer­den müss­te, wenn es nicht schon im Wör­ter­buch stün­de.

17. Tom­te – Der letz­te gro­ße Wal
Schon wie­der die Sin­gle? Ja, tut mir leid, ich kann mir nicht hel­fen. Bei Tom­te setzt bei mir der letz­te Rest Objek­ti­vi­tät aus, des­we­gen neh­me ich ein­fach mal das nahe­lie­gends­te Lied. Aber das ist ja auch gut. Thees Uhl­manns Stim­me ist wie eine ein­zi­ge Umar­mung, die auch vor Leu­ten, die so vol­ler Hass sind wie die­se Schrei­ber, kei­nen Halt macht. Er ist der letz­te gro­ße Wal, der die klei­nen Fische zum Früh­stück ver­speist.

16. Tra­vis – Befo­re You Were Young
Noch so eine Band, wo für Objek­ti­vi­tät kein Platz ist. „Ode To J. Smith“ war aber auch wie­der ein gutes Album – dass bei den vie­len Rock­num­mern der bes­te Song aus­ge­rech­net wie­der eine melan­cho­li­sche Bal­la­de ist, liegt an mir, echt! Oder an dem schö­nen Text, der gran­dio­sen Stei­ge­rung und über­haupt allem, was „Befo­re You Were Young“ aus­macht.

15. Gre­gor Meyle – Irgend­wann
Ste­fan Raabs Cas­ting­show war eine fei­ne Sache: für die Charts fiel Ste­fa­nie Heinz­mann ab (die ihren Job auch wirk­lich gut macht), für die nach­denk­li­che­ren Momen­te Gre­gor Meyle. Der ist nicht nur ein sym­pa­thi­scher Gesprächs­part­ner, son­dern auch noch ein sehr guter Song­wri­ter: text­lich geht er manch­mal bis ganz knapp vor die Schla­ger­gren­ze (aber was will man machen, wenn man jedes Wort ver­steht?), musi­ka­lisch ist er auf Welt­ni­veau und „Irgend­wann“ ist ein Lied, das Sehn­sucht und Antriebs­lo­sig­keit, Opti­mis­mus und Resi­gna­ti­on bes­tens aus­ba­lan­ciert in vier­ein­halb Minu­ten packt.

14. Nada Surf – Who­se Aut­ho­ri­ty
Ich bezweif­le ja, dass Nada Surf irgend­was falsch machen kön­nen, und auch „Lucky“ ist wie­der ein sehr fei­nes Album gewor­den. „Who­se Aut­ho­ri­ty“ ist die­se ganz spe­zi­el­le jugend­li­che Mischung aus Über­mut und Melan­cho­lie in Musik gegos­sen und das Video, das im Licht der tief­stehen­den Son­ne badet, passt wie die Faust aufs Auge.

13. Cold­play – Viva La Vida
Kön­nen Sie’s noch hören? Ich habe Glück, da ich mich ja vom Radio fern­hal­te. Zwar haben allei­ne die­se Woche unge­fähr 42 Jah­res­rück­bli­cke ver­sucht, mir das Lied doch noch zu ver­lei­den, aber irgend­wie ist es dann doch resis­tent gegen sol­che Ver­wurs­tun­gen. Wann geht schon mal ein Lied mit bibli­schen Moti­ven, des­sen gan­ze Rhyth­mus­struk­tur auf Strei­chern, Pau­ken und Glo­cken (!) auf­baut, in die Charts? Nach lan­gem Stu­di­um kann ich Par­al­le­len zu „Dis­arm“ und „Tonight, Tonight“ von den Smas­hing Pump­kins erah­nen, aber Chris Mar­tin hat die schö­ne­re Stim­me. So klingt es, wenn man die Welt regiert.

12. The Hold Ste­ady – Con­s­truc­ti­ve Sum­mer
Defi­ni­tiv eine mei­ner Ent­de­ckun­gen des Jah­res: The Hold Ste­ady. So müs­sen Alben übri­gens los­ge­hen: mit etwas Kla­vier, vie­len Gitar­ren, etwas (aber nur etwas) Gegrö­le, Eska­pis­mus und Ver­wei­sen auf Joe Strum­mer („I think he might have been our only decent tea­cher“). So klingt es, wenn gro­ße Gefüh­le auf gera­de noch gebrems­te Ener­gien tref­fen.

11. R.E.M. – Super­na­tu­ral Super­se­rious
Micha­el Sti­pe könn­te die Schlag­zei­len sin­gen und es wäre ein gro­ßer Song. Ent­schul­di­gung, ich höre gera­de, das ist bereits gesche­hen und hieß „It’s The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)“. Egal: R.E.M. wer­den nie ein schlech­tes Album machen und „Acce­le­ra­te“ war eine gelun­ge­ne Rück­kehr zu den Wur­zeln. „Super­na­tu­ral Super­se­rious“ sol­len ihnen die­se gan­zen 18-Jäh­ri­gen erst­mal nach­ma­chen. (Und er singt wirk­lich nicht „Gise­la, Gise­lei“? Nein? Okay.)

10. The Gas­light Anthem – Old White Lin­coln
War­um man dann manch­mal doch noch mal Radio hören soll­te: Man könn­te dort bis­her über­se­he­ne Juwe­len ent­de­cken. So wie die­ses fei­ne Lied (das Album habe ich mir immer noch nicht gekauft, was sich ver­mut­lich bei der Alben­lis­te rächen wird), das nach 30 Mal hören zwar immer noch ver­blüf­fen­de Par­al­le­len zu The Cure und den Kil­lers auf­weist, aber eben doch eigen­stän­dig genug ist, um es inner­halb von drei­ein­halb Wochen noch in die Top 10 geschafft zu haben.

9. Fet­tes Brot – Lie­ber Ver­bren­nen als Erfrie­ren
„Wir sind jung, wir sind frei, das ist unse­re Stadt /​ Wir haben nichts zu ver­lie­ren /​ Es ist soweit, ich bin dabei, denn das ist unse­re Nacht /​ Lie­ber ver­bren­nen als erfrie­ren“ – Noch Fra­gen? Na gut: Nein, das ist gar kei­ne Dicke-Hose-Hym­ne. Par­ty ja, aber kei­ne ohne Mor­gen. So soll­te deutsch­spra­chi­ger Hip Hop immer sein, es muss ja nicht immer gegen Frau­en und Schwu­le gehen.

8. Black Kids – I’m Not Going To Teach Your Boy­fri­end How To Dance
Das Debüt­al­bum der Black Kids fand ich biss­chen nichts­sa­gend, aber wer dar­auf so einen über­dreh­ten Tanz­bo­den­fül­ler unter­kriegt, ist natür­lich wenigs­tens bei den Songs des Jah­res vor­ne mit dabei. Die Ver­tei­lung der Geschlech­ter­rol­len im Text erschließt sich mir kein biss­chen, aber wer wird beim wüs­ten Her­um­wa­ckeln noch auf sowas ach­ten? „Dance, dance, dance, dance!“

7. The Ting Tings – Gre­at DJ
Sie mei­nen, „That’s Not My Name“ sei der bes­se­re, weil noch ein biss­chen irre­re Song gewe­sen? Mag sein, aber „Gre­at DJ“ hat­te mich beim ers­ten Hören in „All Songs Con­side­red“. Ein schlich­tes Lied, das aber auch gar nicht mehr will als unbe­ding­tes Mitz­ap­peln und ‑sin­gen. Und das funk­tio­niert hier ja wohl groß­ar­tig. Die Trom­meln, übri­gens!

6. Hotel Lights – Ame­lia Bright
Ganz kras­ser Rich­tungs­wech­sel jetzt: Eine Folk­bal­la­de, die mich seit sie­ben Jah­ren beglei­tet hat und jetzt end­lich „fer­tig“ ist. Das ist natür­lich viel mehr Zeit, als sonst irgend­ein Lied hat­te, um mir ans Herz zu wach­sen, aber die Stu­dio­ver­si­on ist ja auch wun­der­schön gewor­den. Neben Niz­lo­pi sind Hotel Lights der Geheim­tipp auch in die­sem Jahr und wir wer­den bei­de Bands so lan­ge in den Him­mel schrei­ben, bis zumin­dest ihre Alben hier­zu­lan­de zu Kau­fen sind.

5. Sigur Rós – Inní Mér Syn­gur Vitley­sin­gur
Lie­der, deren Namen man sich beim bes­ten Wil­len nicht mer­ken kann, haben es mit­un­ter etwas schwer, wenn es um das Erstel­len von Bes­ten­lis­ten geht: „Hier, Dings, die­ses Lied mit dem Kla­vier, den Blä­sern und dem ent­rück­ten Gesang!“ Egal: Dank Copy & Pas­te wis­sen wir jetzt alle, dass die­ses Lied „Inní Mér Syn­gur Vitley­sin­gur“ heißt (was auch immer das hei­ßen mag), und dass es groß­ar­tig ist, müs­sen Sie mir glau­ben (oder es nach­hö­ren). Zu mei­nem nächs­ten Geburts­tag wün­sche ich mir eine Mar­ching Band, die mit die­sem Lied durch mei­ne Bochu­mer Berg­ar­bei­ter­sied­lung mar­schiert (einen Scho­ko­la­den­spring­brun­nen habe ich ja die­ses Jahr schon bekom­men).

4. MGMT – Time To Pre­tend
Nen­nen Sie mir eine Mög­lich­keit, die­sem Key­board-Riff zu wider­ste­hen, und ich müss­te nicht jedes Mal „Waaah, wie geil!“ schrei­en, wenn ich das Lied irgend­wo höre. Wenn Sie bei allem Arsch­wa­ckeln dann viel­leicht noch ein biss­chen Wert­schät­zung für die­sen unglaub­lich klu­gen Text übrig hät­ten, könn­ten wir die Mis­si­ons­ar­beit an die­ser Stel­le auch been­den und nur noch die­sem groß­ar­ti­gen Indie­knal­ler lau­schen.

3. Fleet Foxes – White Win­ter Hym­nal
Ich wie­der­ho­le mich ger­ne, aber die ers­ten 30 Sekun­den die­ses Lie­des zäh­len mit zum Bes­ten, was es die­ses Jahr über­haupt zu Hören gab. Der Rest des Lie­des (und des gan­zen Albums) glück­li­cher­wei­se auch und des­halb ist „White Win­ter Hym­nal“ natür­lich völ­lig zu Recht auf dem Trepp­chen ver­tre­ten.

2. The Kil­lers – Human
Auch nach über 50 Durch­gän­gen bin ich mir sicher: die­ser Song ist arsch­geil! Meckern Sie ruhig alle rum von wegen Micha­el Wend­ler. Selbst wenn Thees Uhl­mann und ich neben Bran­don Flowers die ein­zi­gen Men­schen auf der Welt wären, die des­sen Tex­te zu schät­zen wüss­ten: es blie­be immer noch ein abso­lu­ter Ober­ham­mer von Pop­song! Allein die­se unfass­bar bril­lan­te Fra­ge „Are we human or are we dancer?“, da braucht man doch weder Hegel, noch Kant noch Dou­glas Adams, das ist der abso­lu­te Kern von Phi­lo­so­phie! Und jetzt Ruhe!

1. Goldf­rapp – A&E
Ganz, ganz knapp sind die Kil­lers nur Zwei­te gewor­den, weil die­ses Lied dann am Ende doch noch ein klei­nes biss­chen bes­ser war. So hyp­no­tisch, so klug auf­ge­baut und so wun­der-wun­der­schön. Ich muss­te das Lied unge­fähr 40 Mal hören, bis ich begrif­fen habe, wor­um es in dem Text eigent­lich gehen könn­te (geschei­ter­ter Selbst­mord­ver­such wegen Lie­bes­kum­mers), aber selbst wenn es um die Abgel­tungs­steu­er gin­ge: kein Lied war 2008 in der Sum­me bes­ser als „A&E“. Und wenn ich das nach mehr als acht Mona­ten der Dau­er­ro­ta­ti­on sage, wird es schon stim­men, oder?

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… as every year

Stel­len Sie sich vor, Sie sind Redak­teur bei einem Bou­le­vard­ma­ga­zin, einer Tages­zei­tung oder einem belie­bi­gen For­mat­ra­dio­sen­der.

Ja, das ist schon schlimm, aber jetzt kommt’s: Stel­len Sie sich bit­te wei­ter vor, Sie haben sich wie­der mal zu spät um die Urlaubs­pla­nung geküm­mert und wis­sen jetzt schon, dass Sie im kom­men­den Jahr „zwi­schen den Jah­ren“ arbei­ten müs­sen – also in der extrem lang­wei­li­gen Zeit zwi­schen Weih­nach­ten und Sil­ves­ter, in der außer rie­si­gen Natur­ka­ta­stro­phen und bür­ger­kriegs­ähn­li­chen Zustän­den eigent­lich nie was pas­siert.

Damit Sie das Pro­gramm irgend­wie gefüllt krie­gen, gibt Ihnen das Dienst­leis­tungs­blog Cof­fee And TV schon jetzt eine klei­ne Lis­te mit The­men an die Hand, die Sie wäh­rend der nächs­ten 361 Tage abar­bei­ten kön­nen:

  • Geschen­ke umtau­schen: Schi­cken Sie einen Repor­ter in ein belie­bi­ges Kauf­haus und las­sen Sie ihn von Gut­schei­nen und Umtausch­ak­tio­nen faseln. Wich­tig: Kli­schee­ge­mäß Socken, Kra­wat­ten, o.ä. erwäh­nen!
  • Abneh­men: Alle Men­schen wer­den über Weih­nach­ten dick. War­um weiß kein Mensch. Glau­ben einem aber eh alle unbe­se­hen. Exper­ten (Arzt, Ernäh­rungs­wis­sen­schaft­le­rin, Har­ry Wijn­ford) vor die Kame­ra zer­ren. Evtl. wäh­rend einer der diver­sen Preis­ver­lei­hun­gen schon mal Pro­mi­nen­te nach Abspeck­tipps fra­gen (dabei drin­gend auf mög­li­che Schleich­wer­bung achten!!!!1).
  • Feu­er­werk: Ist urst gefähr­lich. Schau­fens­ter­pup­pen in die Luft spren­gen, Feu­er­wehr oder Pyro­tech­ni­ker inter­view­en. Wich­tig: Vor ost­eu­ro­päi­schen Pro­duk­ten war­nen (haben kein Prüf­zei­chen).
  • Vor­sät­ze fürs neue Jahr: Pro­mi­nen­te (Preis­ver­lei­hung, s.o.) oder Stra­ßen­um­fra­ge. Obsku­re Sta­tis­ti­ken ein­brin­gen. Exper­te: Schwie­rig. Viel­leicht Pete Doh­erty o.ä.
  • Das wird anders: Neue Mün­zen, Steu­er­sät­ze, Geset­ze, Ver­ord­nun­gen. Kann man einen Tag von leben. Stra­ßen­um­fra­gen bei benach­tei­lig­ten Min­der­hei­ten (Steu­er­zah­ler, Rau­cher, etc.) nicht ver­ges­sen!
  • Sil­ves­ter­fei­er: So fei­ert Pro­mi XY oder Ihre Nach­ba­rin. Zwecks Abwechs­lung auch an Exo­ten den­ken (s. Blan­co, Rober­to; Cord­a­lis, Cos­ta; Farr­ag, Nad­ja Abd El; Baf­foe, Liz). Gut kom­bi­nier­bar mit:
  • Rezep­te: Kochen geht immer, beson­ders zu Sil­ves­ter. Ope­ner: Schnitt­bil­der von Raclette, Fon­due, Karp­fen blau (s. Archiv).
  • Haus­mit­tel gegen Kater: Pro­mi­nen­te (s.o.), Stra­ßen­um­fra­ge, Arzt, Apo­the­ke­rin, etc. Wich­tig: In der Anmo­de­ra­ti­on den Mode­ra­tor von „mei­ner Oma“ erzäh­len las­sen.
  • Din­ner For One: Läuft zum xy. Mal. Pro­mi­nen­te erzäh­len oder nach­spie­len las­sen, gut mit Quiz (Sitzordnung!!!1) kom­bi­nier­bar. Auf alle Fäl­le dar­auf hin­wei­sen, dass der Sketch in Eng­land „völ­lig unbe­kannt“ ist (geht auch als Auf­hän­ger, dann GB-Kor­re­spon­den­ten früh­zei­tig um eine alber­ne Stra­ßen­um­fra­ge bit­ten).

Alter­na­tiv könn­ten Sie natür­lich auch den Krem­pel von die­sem Jahr wie­der­ho­len. Oder den vom letz­ten Jahr. Oder vom vor­letz­ten …