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Politik

Nixkönner

BREAKING NEWS!

Im Fal­le unse­rer neu­en Lis­te „Yes, may­be we could try to, but come to think of it: we defi­ni­te­ly can’t“ geht die SPD Mar­burg mög­li­cher­wei­se unein­hol­bar in Füh­rung:

Schäfer-Gümbel '09: Yo isch kann

Für den Fall, dass das „irgend­wie iro­nisch“ gemeint sein soll­te: Fail!

[via PickiHH]

Nach­trag, 26. Novem­ber: Tobi­as weist in den Kom­men­ta­ren völ­lig zu Recht dar­auf hin, dass es sich bei dem Logo um einen zwei Wochen alten Ent­wurf des Design­ta­ge­buchs han­delt. Aus was für absur­den Inter­pre­ta­tio­nen des Kon­zepts „Selbst­iro­nie“ die SPD das aber auf­greift, ist mir offen gestan­den schlei­er­haft.

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Digital Politik

Barack Obamas schlimme Folgen für die Weltpolitik

„Was kön­nen wir vom Wahl­kampf von Barack Oba­ma ler­nen?“ hat­te ein Dele­gier­ter auf dem Grü­nen­par­tei­tag den zu die­sem Zeit­punkt noch desi­gnier­ten Par­tei­vor­sit­zen­den Cem Özd­emir gefragt. Özd­emir ant­wor­te­te irgend­was Klu­ges, Abwar­ten­des, von wegen das sol­le man jetzt nicht alles nach­ma­chen und man müs­se auch mal sehen und so …

„Ist eine Inter­net-Kam­pa­gne wie die von Barack Oba­ma auch in Deutsch­land mög­lich?“ hat­te Mar­kus Becke­dahl schon kurz nach Oba­mas Wahl­sieg gefragt und sowohl eine kur­ze („Ja und Nein“), als auch eine lan­ge Ant­wort dar­auf gege­ben.

Aber wie das immer so ist: auf beson­ne­ne Poli­ti­ker hören genau­so vie­le Per­so­nen, wie läng­li­che Blog-Ein­trä­ge lesen – also kaum einer. Und so kommt es, dass die zwei­te bis drei­ßigs­te Rei­he (so vie­le Sitz­rei­hen hat das Bochu­mer Ruhr­sta­di­on, viel­leicht bie­tet jemand mehr) der Poli­ti­ker jetzt vor den Fett­näp­fen Schlan­ge steht, um auf eine neue Lis­te zu kom­men.

Sie heißt:
„Yes, may­be we could try to, but come to think of it: we defi­ni­te­ly can’t“

Los ging es mit die­sem Meis­ter­werk:

Yes we can -  Klausurtagug der SPD Havixbeck

[via Jens]

Eine wei­te­re gewag­te Kom­bi­na­ti­on aus Slo­gan und miss­glück­ter deut­scher Spra­che fand ich dann bei Face­book:

Wir machen's: Mit Heiko Maas, muss einer neuer Mann an die Spitze der saarländischen Landesregierung. Unterstützt Heiko Maas für Gute Arbeit, Faire Chancen und Neue Energie im Saarland.

Und den fina­len Aus­lö­ser, die Num­mer von einer Twit­ter-Serie zu einer Blog-Serie zu machen (hof­fent­lich nicht), fand ich dann im Dins­la­ke­ner Lokal­teil der „Rhei­ni­schen Post“:

Dinslaken: 
Köse dreht Wansing-Wahlspot. Dinslaken (RP) Reportage am Montag "Wansing on Ice" hieß es am Sonntagmittag in der Dinslakener Eishalle. Dort drehte CDU-Bürgermeisterkandidat Heinz Wansing gemeinsam mit Regisseur Adnan Köse seinen Wahlwerbespot.

Der auf­stre­ben­de Lokal­po­li­ti­ker Heinz Wan­sing hat sich vom Dins­la­ke­ner Regis­seur Adnan Köse („Lauf um Dein Leben – Vom Jun­kie zum Iron­man“) über­re­den las­sen, einen Wahl­wer­be­spot zu dre­hen, der ab Janu­ar als zehn­mi­nü­ti­ge Ver­si­on auf sei­ner Home­page und spä­ter als Zwei­mi­nü­ter in der Dins­la­ke­ner Licht­burg lau­fen soll.

Die „RP“ zitiert den Regis­seur wie folgt:

Man muss die neu­en Medi­en nut­zen. Mir gefällt sei­ne Hal­tung und ich will mit dem Film errei­chen, dass neben dem Poli­ti­ker und Ver­wal­tungs­fach­mann auch der pri­va­te, der Mensch Heinz Wan­sing fokus­siert wird.

Und wenn Sie jetzt fra­gen: „Ja, was sol­len die armen deut­schen Poli­ti­ker denn jetzt machen, ohne dass Ihr Inter­net-Jung­spun­de Euch immer über deren Unbe­hol­fen­heit lus­tig macht?“, dann ant­wor­te ich mit mei­ner glo­cken­klars­ten Engels­stim­me, die sonst für Fami­li­en­be­su­che und mei­nen Bank­be­ra­ter reser­viert ist: „Poli­tik!“

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Musik

And no religion, too

Bei einem Unter­neh­men, das seit 2000 Jah­ren flo­riert, sind 41 Jah­re ein Wim­pern­schlag.

Gera­de mal so lang hat es gedau­ert, bis der Vati­kan John Len­non sein „We’­re more popu­lar than Jesus now“-Zitat ver­ge­ben hat.

dpa tickert dazu:

In der Vati­kan­zei­tung «Osser­va­to­re Roma­no» nimmt der Hei­li­ge Stuhl nun das Erschei­nen des «White Album» der Beat­les im Novem­ber 1968 zum Anlass, Len­non zu ver­zei­hen.

Nach so vie­len Jah­ren scheint das doch «nur der Über­mut eines Jugend­li­chen der eng­li­schen Arbei­ter­klas­se» gewe­sen zu sein, der «ganz offen­sicht­lich über­wäl­tigt war von einem uner­war­te­ten Erfolg», schreibt die Zei­tung. Zudem lob­te das Blatt die Plat­te der Beat­les, die heu­ti­ge Pop­mu­sik sei häu­fig eher von schlech­te­rer Qua­li­tät.

Zum Ver­gleich: Gali­leo Gali­lei wur­de nach 359 Jah­ren for­mal reha­bi­li­tiert, Mar­tin Luther war­tet dar­auf seit 488 Jah­ren. So sehr wie die Bei­den ist John Len­non aller­dings nie ver­sto­ßen wor­den – er war aber eh nicht katho­lisch.

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Musik Gesellschaft

Frittierte Rock-Nostalgie

Mit Nost­al­gie ist das ja immer so eine Sache: vie­le Din­ge son­nen sich nur noch in ihrem eins­ti­gen Ruhm und sind bei genau­er Betrach­tung heu­te ganz schlimm. Led Zep­pe­lin ohne Robert Plant, zum Bei­spiel, vie­le Fuß­ball­ver­ei­ne oder auch Weih­nach­ten mit der Fami­lie.

Die Esse­ner Gru­ga­hal­le fei­ert in die­sem Jahr ihren fünf­zigs­ten Geburts­tag. Sie ist Beton­ge­wor­de­ne Bon­ner Repu­blik (Wil­ly Brandt und Kon­rad Ade­nau­er haben dort Reden gehal­ten), deren Archi­tek­tur den Opti­mis­mus der 1950er Jah­re per­fekt wie­der­gibt und die des­halb ohne Mäd­chen in Pet­ti­coats und Män­ner mit Anzü­gen und Hüten anti­ker wirkt als so manch mit­tel­al­ter­li­cher Sakral­bau. Eine Cou­si­ne mei­nes Vaters hat dort 1966 die Beat­les live gese­hen, was sie in der Ver­wandt­schaft zu einer klei­nen Berühmt­heit macht.

Die Gru­ga­hal­le ist untrenn­bar mit den legen­dä­ren „Rockpalast“-Nächten des WDR ver­bun­den, die damals noch live im Fern­se­hen über­tra­gen wur­den. Gra­teful Dead haben damals dort gespielt, Mitch Ryder und Bap. Und obwohl man mei­nen soll­te, dass man mit Fern­seh­über­tra­gun­gen von Kon­zer­ten nicht all­zu viel falsch machen kann, ist auch der „Rock­pa­last“ heu­te ange­staub­ter denn je: Manu­el Unger, für den man beim Ewi­ge-Jugend-Sen­der Eins Live kei­ne Ver­wen­dung mehr hat­te, wird heut­zu­ta­ge mit­ten in die Live­sets geschnit­ten und stellt dort Fra­gen, die älter sind als Peter Rüchel und Alan Bangs zusam­men.

Aus den ein­gangs geschil­der­ten gefähr­li­chen Nost­al­gie-Grün­den haben sich Gru­ga­hal­le und WDR zusam­men­ge­tan, noch ein­mal eine „Rockpalast“-Nacht aus­zu­rich­ten, deren Head­li­ner Ben Folds und Tra­vis die Haupt­rol­le in mei­ner ganz per­sön­li­chen Kon­zert-Nost­al­gie-Geschich­te spie­len. Es war also klar, dass ich ges­tern dabei sein muss­te.

Fast wäre dar­aus nichts gewor­den, denn die Secu­ri­ties am Ein­gang, die offen­bar erst letz­te Woche vom Depart­ment of Home­land Secu­ri­ty abge­wor­ben wor­den waren, woll­ten mich nicht in die Hal­le las­sen, so lan­ge ich ein Taschen­mes­ser in mei­ner Hosen­ta­sche hat­te. Sowas kön­ne man nie mit rein­neh­men, erklär­te mir der über­aus unfreund­li­che Schrank, und riet mir, das Mes­ser weg­zu­wer­fen. Da ich ers­tens mit mei­nem Schwei­zer Mes­ser bis­her bei kei­nem Kon­zert und Sta­di­on­be­such Pro­ble­me gehabt hat­te und ich zwei­tens kei­ne 15 Jah­re alten Wert­ge­gen­stän­de in Müll­ton­nen zu wer­fen pfle­ge, muss­te ich mir erst ein­mal ein gutes Ver­steck (im Rad­kas­ten eines WDR-LKW) suchen. Auch bei mei­nem zwei­ten Ver­such, die Hal­le zu betre­ten, wur­de ich gründ­li­cher abge­sucht als am New Yor­ker Flug­ha­fen JFK. Aber man kennt ja die Gefah­ren, die von ver­lieb­ten Teen­agern in Chucks und ergrau­ten Rock­fans aus­ge­hen. (Dass natür­lich fast jeder Besu­cher mit einem Video­han­dy in die Hal­le gehen durf­te, mit dem er Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen in Mil­lio­nen­hö­he bege­hen könn­te, steht auf einem ande­ren Blatt.)

Als ich dann end­lich in der Hal­le war, hat­te ich The Ras­cals schon ver­passt, was angeb­lich nicht wei­ter schlimm war. Der Hal­len­bo­den war not­dürf­tig mit sich wel­len­dem PVC aus­ge­legt, die Hal­le selbst in der Mit­te mit Vor­hän­gen abge­trennt. Es sah aus, wie es eben in Mehr­zweck­hal­len aus­sah, bevor sie „Köln­are­na“ und „O2 World“ hie­ßen“, und roch fürch­ter­lich nach Frit­tier­fett, was an der Imbiss­the­ke im Erd­ge­schoss lag, die (samt Beleg­schaft und Würst­chen) ver­mut­lich auch schon bei den Beat­les dort stand. Es fällt schwer, sich ein wür­de­lo­se­res Ambi­en­te für sei­ne Lieb­lings­künst­ler aus­zu­den­ken, ohne die Begrif­fe „Möbel­haus“ oder „Auto­haus“ zu ver­wen­den. Und dann spiel­ten Glas­ve­gas irgend­wel­chen düs­te­ren Joy-Divi­si­on-Indie­rock.

Fleet Foxes live on stage

Es konn­te also nur noch bes­ser wer­den, als die Fleet Foxes die Büh­ne betra­ten. Ihr Auf­tritt war noch bes­ser als der in Hald­ern, was unter ande­rem dar­an lag, dass sie nur noch knapp ein Drit­tel ihrer Brut­to-Spiel­zeit mit Pau­sen ver­brach­ten und nicht mehr die Hälf­te. Sän­ger Robin Peck­nold, der sich vor­her via iPho­ne noch infor­miert hat­te, was für eine Stadt Essen über­haupt ist, nutz­te gleich mal die Gele­gen­heit, sich über den Namen „Rock­pa­last“ lus­tig zu machen, und die gan­ze Band ver­such­te sich in kras­sen Rocker­po­sen. Dann stimm­ten sie wie­der ihren vier­stim­mi­gen Gesang an und zupf­ten ihre groß­ar­ti­gen Folk­songs. Weder Musik noch Aus­se­hen der Band deu­te­ten auf das Jahr 2008 hin.

Dona­von Fran­ken­rei­ter ver­folg­te ich aus eini­ger Ent­fer­nung im Sit­zen. Es war net­ter Pop zwi­schen Jack John­son und Jason Mraz, aber ich muss­te ja eh mei­ne Kräf­te spa­ren.

Ben Folds live on stage

Denn dann kam Ben Folds auf die Büh­ne. Anders als zu Zei­ten sei­nes Tri­os Ben Folds Five war Folds dies­mal tat­säch­lich zu fünft, um den Sound sei­nes neu­es­ten Albums mög­lichst ori­gi­nal­ge­treu auf die Büh­ne zu brin­gen. Ent­spre­chend opu­lent klang das Gan­ze, dafür gab es – bei knapp fünf­zig Minu­ten Spiel­zeit kein Wun­der – kei­ner­lei Impro­vi­sa­tio­nen und auch kei­nen ein­zi­gen Ben-Folds-Five-Song. Dafür gab es von „Dr. Yang“ und „Bitch Went Nutz“ je gleich zwei Ver­sio­nen – ein­mal die vom neu­en Album und ein­mal die vom Fake-Album, das Folds zuvor über Tausch­bör­sen ver­teilt hat­te. Es war ein (bis auf gele­gent­li­che Text­aus­set­zer) höchst pro­fes­sio­nel­ler Auf­tritt, und trotz­dem fehl­te etwas.

Travis live on stage

Die­ses Etwas, das wir „See­le“ nen­nen wol­len, kam dann mit Tra­vis auf die Büh­ne. Die rocken ja seit Neu­es­tem wie­der und klan­gen ent­spre­chend stür­misch wie lan­ge nicht mehr. Zwi­schen die neu­en Songs und die umju­bel­ten Hits der mitt­le­ren Pha­se hat­ten sie ein paar Uralt-Songs ins Set gepackt, dar­un­ter „U16 Girls“, das ich noch nie live gehört hat­te, und „Fal­ling Down“, das Fran Hea­ly gleich mal inmit­ten des Publi­kums sang. Als sie dann im Zuga­ben­block noch „Flowers In The Win­dow“ nur mit Akus­tik­gi­tar­re (und ohne irgend­ei­ne Form von Ver­stär­kung) spiel­ten, war die Lager­feu­er­at­mo­sphä­re kom­plett und ich war mir sicher, das bes­te Tra­vis-Kon­zert mei­nes Lebens gese­hen zu haben (es war mein fünf­tes ins­ge­samt). Auch die zwi­schen­durch auf­kom­men­de Fra­ge, war­um man sich über­haupt noch Live­kon­zer­te (und mit ihnen ein oft nerv­tö­ten­des Publi­kum) antun muss, wur­de in dem Moment beant­wor­tet, als ich einen älte­ren Herrn, der mich an mei­nen frü­he­ren Mathe­leh­rer erin­ner­te, bei Tra­vis strah­lend im Takt wip­pen sah. Sowas sieht man im Fern­se­hen ja nie.

Vor der Hal­le wur­de ich dann aber wie­der von der kal­ten Esse­ner Rea­li­tät ein­ge­holt, als ich fest­stell­te, dass der Nacht­bus mit­nich­ten an der Hal­te­stel­le „Messe/​Gruga“ abfuhr, an der ich stand, son­dern offen­bar an einer namens­glei­chen irgend­wo anders. (Es sei hier nur noch ein­mal dar­an erin­nert, dass das Ruhr­ge­biet und Essen ins­be­son­de­re in drei­zehn­ein­halb Mona­ten „Kul­tur­haup­stadt Euro­pas“ genannt wer­den wol­len und Gäs­te aus der gan­zen Welt erwar­tet wer­den. Da wäre es natür­lich hilf­reich, wenn sich auch fremd­spra­chi­ge Besu­cher in die­ser Kata­stro­phe von Städ­te­bau und ÖPNV bewe­gen könn­ten – etwas, was heu­te nicht mal Anwoh­nern der Nach­bar­städ­te gelingt.)

Am Wochen­en­de 6./7. Dezem­ber wird die „Rockpalast“-Nacht von ges­tern im WDR Fern­se­hen aus­ge­strahlt.

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Rundfunk Digital

Raiders of the lost fart

Es ist mög­li­cher­wei­se nicht die neu­es­te Idee, die­ses komi­sche Fern­se­hen 2.0 im Inter­net zu benut­zen. Alles mög­li­che ist da zu sehen. Und auch vie­les Unmög­li­ches. Es gibt sogar wirk­lich lus­ti­ge Din­ge dort zu sehen. Die ein­zi­ge wirk­lich komi­sche Form von Humor fand aller­dings eher inof­fi­zi­ell statt. Die Bri­ten drü­cken das so aus:

For 3 years you You­Tubers have been rip­ping us off, taking tens of thou­sands of our vide­os and put­ting them on You­Tube.

Das macht sau­er. Rich­tig sau­er.

We know who you are, we know whe­re you live and we could come after you in ways too hor­ri­ble to tell. […] No more of tho­se crap qua­li­ty vide­os you’­ve been pos­ting.

Aber zum Glück machen Mon­ty Python alles rich­tig und stel­len recht­zei­tig zur Eröff­nung des Musi­cals „Spama­lot“ einen eige­nen You­Tube-Chan­nel ins Netz. End­lich anseh­li­che Schnip­sel aus Mon­ty Python’s Fly­ing Cir­cus oder den Fil­men. Man fin­det das Minis­try Of Sil­ly Walks und die Argu­ment Cli­nic, das Kil­ler-Kanin­chen und den schwar­zen Rit­ter. Wun­der­bar. Bit­te bald noch mehr davon.

Das ist zwar wie gesagt nicht die neu­es­te Idee zu You­Tube. Aber viel­leicht die bes­te.

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Musik Rundfunk

Queensberry

Heu­te abend ist der Name der neu­en Pop­stars-Band bekannt gege­ben wor­den. Queens­ber­ry soll die neue Girl­group hei­ßen, und ich bin mir ziem­lich sicher, dass sie sich per­fekt ein­rei­hen wer­den in die Erfolgs­ge­schich­te der rest­li­chen Pop­stars-Bands. Vor allem, wenn es um den Namen an sich geht.

Wer erin­nert sich nicht noch ger­ne an die No Angels und die in der glei­chen Staf­fel ent­stan­de­nen Bands Cur­ly und Fres­h’n’­Jui­cy? Oder die herr­li­chen Bro’­Sis, die Staf­fel, in der Ross Antho­ny so bekannt wur­de, dass es immer­hin für die Teil­nah­me am Dschun­gel­camp reich­te? Beson­ders über­zeugt war ich auch von Room2012, dem „hei­ßes­ten Liveact Deutsch­lands“ mit ihrem Jus­tin-Tim­ber­la­ke-Sound­a­li­ke-Song „Haun­ted“.

Ein beson­de­res Schmun­zeln aber konn­te mir Pro7 in dem Moment auf das Gesicht zau­bern, als sie im Jah­re 2004 den Band­na­men der Staf­fel bekannt gaben. Mit Nu Paga­di haben sie damals eine Band geschaf­fen, die mit „Swee­test Poi­son“ nicht nur gera­de­wegs auf den bereits abge­fah­re­nen Dark-Rock-Zug auf­ge­sprun­gen ist, son­dern auch hieß wie ein ost­deut­scher Brot­auf­strich.

Die poten­ti­el­len Band­mit­glie­der freu­en sich jetzt unge­mein, bald viel­leicht auch „eine Queens­ber­ry zu sein“. Wenn sie ähn­lich erfolg­reich wer­den wie ihre Vor­gän­ger, soll­te man viel­leicht mög­lichst schnell Mar­me­la­de aus den Bee­ren machen, um sie den Pro­du­zen­ten direkt aufs Brot zu schmie­ren …

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Musik Digital

Wenn ein Königreich zerfällt

Zum ers­ten Mal habe ich vor acht Jah­ren von Leo­na Naess gehört, als ihr Album „Coma­tis­ed“ erschien. Ihr fast per­fek­ter Pop­song „Charm Attack“ hat es auf zahl­rei­che Kas­set­ten­mäd­chen­kas­set­ten geschafft, die ich über die Jah­re auf­ge­nom­men habe. Dann habe ich lan­ge nichts mehr von ihr gehört (also von Leo­na Naess jetzt, obwohl: auch von vie­len Mix­tape-Emp­fän­ge­rin­nen).

Schon der ers­te Satz in ihrem Wiki­pe­dia-Ein­trag klingt nach der ganz gro­ßen, ganz wei­ten Welt. Man möch­te sie sofort ken­nen­ler­nen:

Naess was born in New York City and rai­sed in Lon­don. She is the daugh­ter of Filip­pa Kum­lin D’Orey, a Swe­dish-Bra­zi­li­an inte­ri­or desi­gner and Arne Næss, Jr., a Nor­we­gi­an moun­tai­neer and busi­ness magna­te.

Jetzt stel­le ich fest, dass sie in der Zwi­schen­zeit eini­ge Alben auf­ge­nom­men und sie vor fünf Jah­ren mal mit Ryan Adams ver­lobt war – und mit dem zusam­men hat sie eine beson­de­re Ver­si­on ihres Songs „Lea­ve Your Boy­fri­end Behind“ („nor­ma­le“ Ver­si­on hier) auf­ge­nom­men. Das Ergeb­nis kann man sich bei spin.com anhö­ren.

Es ist ein span­nen­der Song, der zwi­schen Jazz in den Stro­phen und Coun­try im Refrain schwankt und der eine unglaub­li­che Dra­ma­tik ent­wi­ckelt, wenn man um den per­sön­li­chen Hin­ter­grund der bei­den Künst­ler weiß.

Oder wie Peter Gas­ton bei spin.com schreibt:

„We’­re not rea­dy,“ Leo­na Naess and Ryan Adams har­mo­ni­ze. „We’­re not even clo­se.“ It’s one of tho­se powerful lines that a sad­den­ed lover might post as a Face­book sta­tus update, or as an AIM away mes­sa­ge.

But when sung by a form­er­ly smas­hing cou­ple, it weighs a ton.

Ich mag den Ver­weis auf die Sta­tus­nach­rich­ten bei Face­book, die heut­zu­ta­ge all das Her­um­te­le­fo­nie­ren und „Aber sag’s erst mal keinem“-Sagen im Freun­des­kreis abge­löst haben. Irgend­wann steht dann da „… is no lon­ger lis­ted as in a rela­ti­onship“ und die Sache ist zwar noch lan­ge nicht durch, aber doch fast so offi­zi­ell wie die schrift­li­che Ver­kün­dung ihrer Ver­lo­bung, die mei­ne Groß­el­tern vor 54 Jah­ren noch an 500 Adres­sa­ten ver­schickt haben. (Ich habe dazu übri­gens auch noch einen lesens­wer­ten Arti­kel zum The­ma rela­ti­onship sta­tus gefun­den.)

Doch ich gera­te aus dem Glei­se: Kau­fen kann man die Duett-Ver­si­on von „Lea­ve Your Boy­fri­end Behind“ lei­der nur als Bonus­track im ame­ri­ka­ni­schen iTu­nes-Store. Auf der CD-Ver­si­on, die auch in Deutsch­land erhält­lich ist, fehlt sie.

[via Visi­ons]

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Digital Politik

Wehrmacht denn sowas?

Manch­mal sit­ze ich vor mei­nem Com­pu­ter und spü­re eine ganz merk­wür­di­ge Mischung aus Para­noia, Grö­ßen­wahn und Fas­sungs­lo­sig­keit in mir auf­stei­gen.

Denn war­um haben so vie­le Men­schen ein so unge­sun­des Inter­es­se dar­an, in mei­ne (inzwi­schen nicht mehr ganz so) klei­ne Nazi-Ver­gleichs-Lis­te auf­ge­nom­men zu wer­den?

In den letz­ten Wochen gab es es ein regel­rech­tes Wett­ren­nen um den selt­sams­ten Ver­gleich zur Nazi-Zeit.

schreibt „Spie­gel Online“ heu­te wei­ter unten in einem Arti­kel, der oben so aus­sieht:

Kubicki krawallig: FDP-Politiker vergleicht Pisa-Reaktion mit Wehrmachtsparolen. Im Wettstreit um den dümmsten Vergleich mit der Nazizeit hat Wolfgang Kubicki gepunktet: Den FDP-Fraktionschef in Schleswig-Holstein erinnern Pisa-Reaktionen der Kultusministerin an "Durchhalteparolen des Oberkommandos der Wehrmacht". Damit sorgte Kubicki für einen saftigen Eklat.

[mit Dank an Jens, mspro und Niels]

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Print Sport

Dear Mr. President

Bevor heu­te Abend das tra­di­ti­ons­rei­che Fuß­ball­spiel zwi­schen Deutsch­land und Eng­land statt­fin­det (also das Auf­ein­an­der­tref­fen zwei­er einst ruhm­rei­cher Fuß­ball­na­tio­nen), möch­te ich noch ein­mal kurz dar­an erin­nern, was das für ein Ver­ein ist, dem Sie da heu­te ver­mut­lich die Dau­men drü­cken wer­den:

Nach­dem DFB-Prä­si­dent Theo Zwan­zi­ger in zwei Instan­zen mit sei­nem Ver­such geschei­tert war, dem frei­en Sport­jour­na­lis­ten Jens Wein­reich unter­sa­gen zu las­sen, ihn einen „unglaub­li­chen Dem­ago­gen“ zu nen­nen, hat der DFB am ver­gan­ge­nen Frei­tag eine gro­ße Ver­leum­dungs­kam­pa­gne gegen Wein­reich los­ge­tre­ten.

Dabei kehrt der DFB nicht nur die bei­den Gerichts­ent­schei­dun­gen zu Unguns­ten Zwan­zi­gers unter den Tep­pich, er ver­dreht in sei­ner Pres­se­mit­tei­lung auch mun­ter Sach­ver­hal­te und Begriff­lich­kei­ten. So scheu­en sich weder DFB noch Zwan­zi­ger, das Wort „Dem­ago­ge“ mit „Volks­ver­het­zer“ zu über­set­zen und aus­schließ­lich auf den Natio­nal­so­zia­lis­mus zu bezie­hen.

Wer die Vita und das kon­se­quen­te Enga­ge­ment von Theo Zwan­zi­ger im Kampf gegen Neo-Nazis kennt, ver­steht selbst­ver­ständ­lich sei­ne Reak­ti­on. Denn als Dem­ago­ge wird ein Volks­ver­het­zer bezeich­net, der sich einer straf­ba­ren Hand­lung schul­dig macht.

(DFB-Vize­prä­si­dent Dr. Rai­ner Koch)

Wenn man eine sol­che Vita hat und außer­dem, wie ich, in Yad Vas­hem war, denkt man anders über die Din­ge nach. Ich bit­te um Ver­ständ­nis, dass mei­ne Emp­find­lich­keit, was die Nazi-Zeit angeht, grö­ßer ist, als das viel­leicht bei andern Leu­ten oder Jün­ge­ren der Fall ist.

(Theo Zwan­zi­ger im Inter­view mit „Direk­ter Frei­stoß“)

Alles wei­te­re kön­nen Sie bei Jens Wein­reich selbst und bei Ste­fan Nig­ge­mei­er nach­le­sen.

Jede Wet­te: wenn der Vor­stand eines Bun­des­li­ga­ver­eins so eine Show abzie­hen wür­de, wür­den die Fans anschlie­ßend im Sta­di­on mit Sprech­chö­ren und Trans­pa­ren­ten des­sen Abset­zung for­dern. Theo Zwan­zi­ger, der sich heu­te Abend mal wie­der mit der Bun­des­kanz­le­rin schmü­cken wird, muss so etwas kaum befürch­ten.

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Digital Politik

Grüne in schwarz-weiß

Ich ver­spre­che: das wird der letz­te Bei­trag zum Grü­nen­par­tei­tag.

Aber wie Sie schon ver­mu­tet haben wer­den, fehlt neben Text und Video natür­lich noch mei­ne liebs­te Prä­sen­ta­ti­ons­form: die Bil­der­ga­le­rie.

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Unterwegs Politik

Nach Erfurt

Bundesdelegiertenversammlung der Grünen 2008

Das war er also: mein ers­ter Par­tei­tag. Oder zumin­dest der ers­te, an den ich mich erin­nern kann.

War er so, wie ich mir das vor­her vor­ge­stellt hat­te? Ja und Nein.

Der Frei­tag war schlimm – das fan­den aber auch fast alle Grü­nen, mit denen ich gespro­chen habe. Stun­den­lang wur­de dar­über dis­ku­tiert, wel­chen Stand­punkt die Par­tei ver­tre­ten sol­le, wenn sie mal wie­der was zu sagen hat. Dar­über, ob bis zum Jahr 2020, 2030 oder 2040 80%, 90% oder 100% erneu­er­ba­re Ener­gien ein­ge­setzt wer­den sol­len. Und dar­über, was Al Gore in der „New York Times“ geschrie­ben hat.

Die Dis­kus­sio­nen zum The­ma „60 Jah­re Men­schen­rech­te“ am Sams­tag waren deut­lich span­nen­der, aber in der Men­ge auch ermü­dend. Aller­dings habe ich so wenigs­tens ein­mal gese­hen, wie Par­tei­en zu der Linie kom­men, die sie ver­tre­ten. Eine Par­tei ist wohl nie einer Mei­nung, bei den Grü­nen gehört das aber (wie das Stri­cken auf Par­tei­ta­gen) zum Pro­gramm: Die Flü­gel­kämp­fe sind legen­där, auch wenn in der Par­tei man­che nicht mehr ganz genau durch­bli­cken, wer da wel­che Posi­tio­nen ver­tritt.

In den Reden der gro­ßen Vier (die Par­tei­vor­sit­zen­den Clau­dia Roth und Cem Özd­emir, sowie die Spit­zen­kan­di­da­ten Rena­te Kün­ast und Jür­gen Trit­tin) war viel von den „grü­nen Kern­the­men“ die Rede, die wie­der besetzt und gegen die Ver­ein­nah­mungs­ver­su­che ande­rer Par­tei­en ver­tei­digt wer­den sol­len. Beson­ders Trit­tin keil­te so stark gegen alle ande­ren Par­tei­en, dass man fast befürch­ten muss­te, die momen­tan fünftstärks­te Bun­des­tags­frak­ti­on wol­le in Zukunft allei­ne regie­ren – zumal es auch kei­ner­lei Ansa­gen gab, was für eine Koali­ti­on man denn am liebs­ten hät­te. „Wir sind grün, nicht Bin­de­strich-Grün“, hat­te Rein­hard Büti­ko­fer das zusam­men­ge­fasst.

Wirk­lich schlimm fand Rot-Grün im Nach­hin­ein aber auch kei­ner, auch wenn sowohl die Ver­schlep­pung und ver­säum­te Rück­ho­lung von Murat Kur­naz, als auch die Ernen­nung des viel geschol­te­nen Hart­mut Meh­dorn zum Vor­stands­vor­sit­zen­den der deut­schen Bahn in die­se sie­ben Jah­re fie­len.

Die Insze­nie­rung des Par­tei­tags war wie die Grü­nen selbst: immer ein klei­nes biss­chen neben der Spur und dadurch irgend­wie grund­sym­pa­thisch. Die Ein­spiel­fil­me hat­ten wenig von Barack Oba­mas halb­stün­di­gem Mei­len­stein und mehr von dem, was man auf Sil­ber­hoch­zei­ten und run­den Geburts­ta­gen sehen kann. Oder im Inter­net.

Die Idee, im gro­ßen Block der Per­so­nal­ent­schei­dun­gen erst mal die Rech­nungs­prü­fer zu wäh­len und dann die Par­tei­vor­sit­zen­den, hat­te auch was. Die Bewer­bungs­re­de von Ste­fan Vol­pert für die­ses Amt zähl­te zu den humo­ris­ti­schen Höhe­punk­ten des Wochen­en­des: erst sprach er die gan­ze Zeit von „Chan­ge“ (womit er nicht etwa – was dem Amt ange­mes­sen gewe­sen wäre – Wech­sel­geld mein­te, son­dern sich sehr direkt auf Barack Oba­ma bezog) und als er dann auch noch „Yes, we can!“ aus­rief, ging ein Stöh­nen durch die Rei­hen. Die Kin­der­ge­burts­tags­num­mer, bei der nach der Wahl von Kün­ast und Trit­tin grü­ne Bäl­le ins Publi­kum gewor­fen wur­den, lie­fer­te zwar schö­ne Bil­der, wirkt aber um so gro­tes­ker, wenn man weiß, dass im Ablauf­plan danach eigent­lich noch 50 Minu­ten für das The­ma „Armut im Alter“ vor­ge­se­hen waren.

Dafür zeig­te sich, dass Grü­nen die wohl web-affins­te Par­tei Deutsch­lands sind. Die Idee, Blog­ger-Sti­pen­di­en zu ver­ge­ben, ist da nur ein Mosa­ik­stein: Neben­her arbei­te­ten ange­hen­de Euro­pa-Abge­ord­ne­te an ihren Face­book­sei­ten, auf twit­ter war die Höl­le los und als Vol­ker Beck sei­ne Bewer­bungs­re­de für den Par­tei­rat mit „Lie­be Freun­din­nen und Freu­de, lie­be Fol­lower“ eröff­ne­te, fand ich das erst ein wenig ran­schmei­ße­risch und dann irgend­wie kon­se­quent. Bei so viel Web 2.0 besteht natür­lich die Gefahr, bald nur noch im Inter­net statt­zu­fin­den, die auch prompt von eini­gen Red­nern ange­spro­chen wur­de.

Letzt­end­lich war es eine inter­es­san­te Erfah­rung. Die vier ande­ren Blog­ger waren sehr nett (wobei ich Jens natür­lich schon kann­te und Tere­sa auch ein biss­chen) und auch unter den Dele­gier­ten (die ja in ers­ter Linie ganz nor­ma­le Men­schen mit rich­ti­gen Beru­fen sind und erst in zwei­ter oder drit­ter Linie Par­tei­mit­glie­der) und Jour­na­lis­ten habe ich ein paar neue Leu­te ken­nen­ge­lernt.

In den Kom­men­ta­ren gab es ein wenig Empö­rung dar­über, dass ein Par­tei­tag über­haupt hier oder in ande­ren Blogs Erwäh­nung fin­de. Ich sehe aber die vie­len Kom­men­ta­re, die es aus ganz unter­schied­li­chen Rich­tun­gen gege­ben hat, ein biss­chen als Bestä­ti­gung an, dass es Inter­es­se an einer sol­chen, etwas ande­ren Bericht­erstat­tung gibt. Ich fin­de es gut, wenn sich in einer Demo­kra­tie nicht nur Par­tei­mit­glie­der für Par­tei­ta­ge inter­es­sie­ren.

Die Ergeb­nis­se und die Bil­der einer win­ken­den Clau­dia Roth kann man in jeder Zei­tung nach­le­sen und in den Nach­rich­ten sehen. Ich woll­te hier ver­su­chen, die Atmo­sphä­re des Par­tei­tags ein­zu­fan­gen. Ich wür­de durch­aus ger­ne mal zu einem Par­tei­tag einer ande­ren Par­tei fah­ren – um die Gemein­sam­kei­ten und Unter­schie­de zu sehen, und um ein biss­chen mehr über Poli­tik zu erfah­ren, im Guten wie im Schlech­ten.

In eine Par­tei wer­de ich trotz­dem nicht ein­tre­ten. Dafür bin ich zu wenig gesel­lig und zu wenig Dis­kus­si­ons­be­reit. Schon die Fra­ge, was wir zum Abend essen sol­len, kann mir den hal­ben Tag ver­sau­en.

Was mir aber auf jeden Fall in Erin­ne­rung blei­ben wird, sind die blin­ken­den Nie­ten an Clau­dia Roths Jeans:

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Digital

Super-Selbstreferentialität (2)

Die Net­zei­tung hat den fünf Blog­gern auf dem Grü­nen­par­tei­tag einen eige­nen Arti­kel gewid­met. Dass sie mei­nen Blog-Ein­trag nicht rich­tig ver­linkt haben, ist ver­zeih­lich. Dass sie mich nach Ber­lin ste­cken, nicht:

Blogger Heinser schrieb den Berliner Politikstudenten Arvid Bell nach dessen Bewerbungsrede für einen Posten im Parteirat zum künftigen Bundeskanzler hoch. Als sich beide am Blogger-Tisch begegneten, sah dann «Pottblog»-er Jens Matheuszik  schon eine Begegnung von «Kanzler und Chefredakteur». Um die Symbiose von Politik und Hauptstadtpresse muss man sich also auch künftig keine Sorgen machen.

Bochum ist kei­ne Haupt­stadt!

[via Ekrem]