Die Filme von Wes Anderson muss man mögen. Nicht im Sinne von „Wer seine Filme doof findet, ist selber doof“, sondern im Sinne von „Man muss ein besonderer Typ Mensch sein, um sie gut zu finden. Wenn man es nicht tut, macht einen das aber auch nicht zu einem schlechteren Menschen“.
„Rushmore“ war eine wunderbare Coming-Of-Age-Geschichte, „The Royal Tenenbaums“ der nötige Trost für alle die dachten, ihre Familie sei seltsam, und „The Life Aquatic with Steve Zissou“ … nun ja: der war irgendwie besonders merkwürdig.
Jetzt hat Wes Anderson einen neuen Film gedreht, das heißt irgendwie auch zwei. „The Darjeeling Limited“ mit Owen Wilson, Adrien Brody und Jason Schwartzman, der auch am Drehbuch mitschrieb, lief am Freitag in den USA an (wir müssen uns bis zum 3. Januar 2008 gedulden). Davor läuft „Hotel Chevalier“, ein Kurzfilm, ebenfalls von Anderson und ebenfalls mit Schwartzman, der einen Teil der Vorgeschichte zu „The Darjeeling Limited“ erzählen soll – auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, wie das gehen soll.
Die „Geschichte“ geht nämlich so: Ein Mann (Schwartzman) liegt in seinem Hotelzimmer in Paris und bekommt einen Anruf von einer Frau. Wir verstehen sehr schnell, dass es sich um seine Ex-Freundin handeln muss, und sie ist auf dem Weg zu ihm. Der Mann hört sich auf seinem iPod „Where Do You Go To (My Lovely)“ von Peter Sarstedt und nimmt ein Bad. Dann steht seine Ex-Freundin vor der Tür und es handelt sich um die fantastische, hinreißende Natalie Portman. Die beiden plaudern ein wenig, dann küssen sie sich, er zieht sie aus und irgendwann stehen beide auf dem Balkon des Hotelzimmers.
Der Film hätte auch „Häh?“ heißen können, denn eine Handlung im herkömmlichen Sinne kann man „Hotel Chevalier“ nur schwerlich entnehmen. Trotzdem ist es ein brillanter Kurzfilm mit wunderbarer Optik und begnadeten Schauspielern. Denn was man hier in knapp 13 Minuten sieht, ist weniger eine Geschichte, die erzählt werden will. Vielmehr erinnert das Ganze an Paare, die man stumm in der U‑Bahn oder auf einer Parkbank sitzen sieht. Man ahnt, dass da irgendwas ganz und gar nicht stimmt, hat aber keine Ahnung, was.
Die Netzgemeinde geriet förmlich in Verzückung bei der Nachricht, dass Natalie Portman im Film „endlich“ nackt zu sehen sei. Dazu muss man anmerken: Ja, sie war sicher nackt am Set. Aber sehen tut man nix. Durch geschickte Kameraeinstellungen und absurdeste Verrenkungen, die mitunter eher an „Austin Powers“ als an Autorenfilm erinnern, bleiben die „entscheidenden“ Stellen stets verdeckt. Wer also nur auf Brustwarzen oder ähnliches aus ist, braucht sich „Hotel Chevalier“ nicht anzugucken.
Warum schreibe ich das alles jetzt schon? Nun, in einer etwas außergewöhnlichen Aktion hat Wes Anderson beschlossen, „Hotel Chevalier“ schon jetzt als kostenlosen Download bei iTunes anzubieten. Wer keinen amerikanischen iTunes-Account hat, findet den Film bei Google Video.

Was viele nicht wissen: Seit 2005 ist er künstlerischer Leiter des
Auch von Lotte erfahren wir vor ihrem ersten Auftritt, dass sie sterben wird: „Lottes Tod“ steht auf dem Zwischentitel. In der Mensa lernt die junge Frau aus gutem Hause (
wobei der direkte Kontakt zwischen Eltern und Kindern eher gering ist. Die Handlungsfäden sind kunstvoll miteinander verwoben, die Hauptpersonen aber laufen mehrmals knapp aneinander vorbei. Man ahnt das Reißbrett, an dem Akin seine Geschichten nebeneinander aufgezeichnet und hintereinander arrangiert haben muss um den Überblick zu behalten, und trotzdem sind die Geschichten ebenso glaubwürdig wie die Charaktere. Den
Auch die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern sind universell: Eltern lügen ihre Kinder an, weil sie nur das Beste für sie wollen; Kinder wollen auf keinen Fall wie ihre Eltern werden und finden sich plötzlich in deren Fußstapfen wieder; Eltern wollen, dass ihre Kinder etwas aus ihrem Leben machen, und sind dann irritiert, wenn die Kinder tatsächlich mal aktiv werden. Gerade Hanna Schygulla spielt die Mutter, die immer wieder über ihre Grenzen geht, erst als hanseatisch-vornehme Dame, die aber die ganze Zeit über ein großes Herz hat und von der man nach und nach erfährt, wie unkonventionell sie eigentlich ist. Außerdem hat sie eine große Nervenzusammenbruch-Szene, die völlig minimalistisch anfängt und dann trotz Auf-dem-Boden-wälzen und Schreien nicht peinlich wird. „Schauspiellegende“, eben.
Es gibt ja Filme, die hat man gefühlte Tausendmal gesehen. Bei mir ist