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Schönheit liegt in der Summe

Da hat also Land­au Media mal durch­ge­zählt, über wel­che „Spie­ler­frau“ wäh­rend der bis­he­ri­gen EM so am meis­ten berich­tet wor­den ist, und kam zu der Erkennt­nis, unter den Part­ne­rin­nen der deut­schen Spie­ler sei dies Sarah Brand­ner, die Freun­din von Bas­ti­an Schwein­stei­ger gewe­sen.

„Spie­gel Online“ berich­tet dar­über, „Focus Online“ unter der Über­schrift „Medi­en­lieb­lin­ge: Miss Schwein­stei­ger ist die Nr. 1“ eben­falls, und auch die „Pei­ner All­ge­mei­ne Zei­tung“ brach­te die AP-Mel­dung, bei der es – das nur noch mal zur Erin­ne­rung – um die Fra­ge ging, wel­che deut­sche Spie­ler­frau die meis­te Medi­en­auf­merk­sam­keit bekom­men hat.

Und was schreibt „RP Online“ über die Mel­dung?

Deutschlands Spielerfrauen: \"Schweinis\" Sarah ist die Schönste

Nach­trag, 29. Juni: Ich den­ke, jetzt kön­nen wir sicher sein: die lesen hier mit und reagie­ren – im Gegen­satz zu derwesten.de – auch auf die Ein­trä­ge.

Der neue Teaser heißt jetzt jeden­falls bei­na­he pas­send so:

DFB-Spielerfrauen: Brandner ist die Beliebteste

„… bei den Medi­en“ war viel­leicht ein­fach zu lang für die klei­ne Flä­che.

Der Arti­kel ist jetzt übri­gens so über­schrie­ben:

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Digital

We come from Garageland

Wie es so ist, wenn man ein neu­es Spiel­zeug hat, hab ich heu­te erst mal mit mei­nem Mac­Book rum­ge­spielt. Im Über­schwang des Neu­en hab ich dann auch mal mit Gara­ge­band 08 rum­ge­spielt und inner­halb einer Drei­vier­tel­stun­de fol­gen­de Minia­tur auf­ge­nom­men:

[audio:http://www.coffeeandtv.de/wp-content/uploads/2008/06/post_scriptum.mp3]

Auf den ers­ten Blick ist Gara­ge­band recht ordent­lich, man kann damit eine Men­ge, wenn auch natür­lich nicht alles machen. Für Demos ist es ide­al, weil man gera­de nicht vor­han­de­ne Instru­men­te wie Kla­vier, Schlag­zeug oder Strei­cher sogar mit der Lap­top­tas­ta­tur ein­spie­len kann. Und dafür, dass es beim Sys­tem kos­ten­los dabei war (wie auch iMo­vie und diver­ser ande­rer Kram) will ich echt nicht meckern. Mor­gen guck ich mir die Samples an und baue mir dann auch einen welt­wei­ten Hit.

Nach­trag, 28. Juni: Extra für SvenR: Der Remix inkl. Strei­chern und Drums.

[audio:http://www.coffeeandtv.de/wp-content/uploads/2008/06/ps_remix.mp3]

Und falls jemand die Ori­gi­nal­ver­si­on her­un­ter­la­den möch­te: ein­mal hier rechts kli­cken und „Spei­chern unter“ wäh­len.

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Politik Gesellschaft

Random Facts

Heu­te vor 15 Jah­ren ging ein Poli­zei­ein­satz gründ­lich schief. Es war der GSG-9-Ein­satz in Bad Klei­nen und der GSG-9-Beam­te Micha­el Newr­zel­la, der an die­sem Tag vom RAF-Ter­ro­ris­ten Wolf­gang Grams erschos­sen wur­de, ist das letz­te Todes­op­fer durch Ter­ro­ris­mus auf deut­schem Boden.

Die Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung zählt in den letz­ten 15 Jah­ren 85 Todes­op­fer rech­ter Gewalt in Deutsch­land.

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Leben

Die theatralische Sendung

Auf eine ersehn­te Paket-Lie­fe­rung zu war­ten dürf­te das Ermü­dends­te sein, was auf die­sem Pla­ne­ten mög­lich ist: Man sitzt zuhau­se und war­tet, dass es end­lich klin­gelt. Mit irgend­wel­chen Arbei­ten traut man sich nicht zu begin­nen, denn es könn­te ja jeder­zeit soweit sein und dann will man das Paket natür­lich sofort in Emp­fang neh­men, aus­pa­cken und dem Inhalt sei­ne vol­le Auf­merk­sam­keit wid­men. Es ist wie­der wie frü­her in der Zeit zwi­schen Haus­auf­ga­ben fer­tig haben und drei Uhr, wenn die Freun­de end­lich zum Spie­len kom­men; wie der Nach­mit­tag des 24. Dezem­ber, nur ohne Micha­el Schan­ze. Irgend­wann traut man sich nicht mehr auf die Toi­let­te und steht dafür sofort am Fens­ter, wenn man ein Auto anhal­ten hört. Auf dem Park­platz unse­res Wohn­heims hal­ten sehr vie­le Autos an.

Nicht bes­ser wird das alles, wenn man im Inter­net nach­ver­fol­gen kann, wo das Paket gera­de ist. So weiß man, dass es geschla­ge­ne 76 Stun­den irgend­wo in Köln gela­gert hat. So lan­ge Köln – das wünscht man kaum sei­nem ärgs­ten Feind, außer­dem hät­te man selbst in die­ser Zeit mit einem Auto nach Köln fah­ren und ver­mut­lich sogar wie­der her­aus­fin­den kön­nen. Und dann ist es in der Nacht nach Apel­doorn in die Nie­der­lan­de gebracht wor­den, was etwa drei Mal so weit weg von Köln ist wie der Ziel­ort Bochum – aber immer­hin in einer ähn­li­chen Him­mels­rich­tung. Man lernt, dass „Unter­wegs“ auch in einem abs­trak­ten, eher phi­lo­so­phi­schen Sinn gemeint sein kann: in einem Schwe­be­zu­stand zwi­schen den Orten, auf einem Weg, der das Ziel ist.

In der Zwi­schen­zeit liest man von den Schick­sals­schlä­gen ande­rer Men­schen, deren Sen­dun­gen im aus­tra­li­schen Ver­sand­we­sen ein­fach so … Ent­schul­di­gung: ver­san­den. Das hebt nicht gera­de die Hoff­nung, in den nächs­ten Tagen noch was zu Essen zu bekom­men, denn zum Super­markt weg­trau­en kann man sich auf kei­nen Fall, da der Zustel­ler ja nur auf die­sen Moment war­tet. Bleibt man aber zuhau­se, bleibt er natür­lich ein­fach weg.

Das War­ten auf eine Lie­fe­rung ist für Män­ner das, was das War­ten auf einen Rück­ruf für (her­an­wach­sen­de) Frau­en ist. Ver­mut­lich hat die Natur die­se Insti­tu­ti­on als Gene­ral­pro­be geplant: um zu über­prü­fen, ob der Mann den see­li­schen Belas­tun­gen einer her­an­na­hen­den Geburt gewach­sen wäre. Man stellt fest, dass man es nicht wäre und ver­wirft alle Plä­ne aufs Kin­der­krie­gen – zeu­gen könn­te man sie eh nicht, weil man sich ja auf die Tür­klin­gel kon­zen­trie­ren muss. Man ver­sucht zu lesen, aber jede Bewe­gung des Fahr­stuhls lenkt einen wie­der ab: Hält er in mei­ner Eta­ge? Ent­steigt ihm der Bote des Glücks?

So ver­bringt man gan­ze Tage mit War­ten. Der Hass auf das Trans­port­un­ter­neh­men droht auch auf das ver­schick­te Objekt abzu­fär­ben. Man erwischt sich dabei, wie man auf dem Boden liegt und die Zei­ger der Wand­uhr anstarrt, als sei­en sie vom Aus­ster­ben bedroh­te Tie­re, die im hei­mi­schen Gar­ten den Art­erhalt ver­su­chen. Jetzt bloß nicht stö­ren, sonst ist alles kaputt.

Irgend­wann steht auf der Web­site nicht mehr „Unter­wegs“, son­dern „Aus­nah­me: Inter­ne Akti­on“, was für einen Moment den Anschein des Beson­de­ren, Aus­er­wähl­ten hat. Dann begreift man, dass man wie­der mal Pech gehabt hat mit einem die­ser Unter­neh­men und dass die Aus­wahl jetzt immer gerin­ger wird und man bald Ein-Euro-Kräf­te mit der Abho­lung erwünsch­ter Din­ge an ihrem Pro­duk­ti­ons­ort beauf­tra­gen muss. Oder war­um nicht gleich selbst nach Chi­na rei­sen? Da rei­sen doch jetzt alle hin und es soll so span­nend sein. Ande­rer­seits sind da natür­lich Tibet, die Men­schen­rech­te und die Pres­se­frei­heit, die es einem schwer machen, in das Land zu rei­sen, in dem die sehn­süch­tig erwar­te­ten Waren pro­du­ziert wer­den.

Tage kom­men und gehen und irgend­wann kommt man auf dum­me Gedan­ken:

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Was ich eigent­lich nur sagen woll­te: seit ges­tern Abend ist mein Mac­Book da!

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Fernsehen Musik Rundfunk

Nichts geht verloren

Zum drit­ten Mal in der Geschich­te der „Dai­ly Show“ gab es ges­tern einen Musik­gast: Cold­play, „the num­ber one in this coun­try and most likely every coun­try“.

Und wenn man Cold­play schon mal da hat, lässt man sie natür­lich gleich zwei Mal spie­len.

„42“:

Hier kli­cken, um den Inhalt von www.thedailyshow.com anzu­zei­gen.

„Lost“:

Hier kli­cken, um den Inhalt von www.thedailyshow.com anzu­zei­gen.

Das Gan­ze gibt mir übri­gens Gele­gen­heit, end­lich mal auf den „Full Epi­so­de Play­er“ hin­zu­wei­sen, den thedailyshow.com seit eini­gen Wochen anbie­tet. Wer braucht da noch Fern­se­hen? In Deutsch­land?

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Digital

Super-Vertretungs-Symbolfotos (1)

Nor­ma­ler­wei­se ist Herr Nig­ge­mei­er ja für Sym­bol­fo­tos zustän­dig. Der ist aber gera­de in Urlaub. Weil die Sym­bol­fo­to-Bestü­cker der gro­ßen Online­me­di­en aber kei­ner­lei Rück­sicht auf sowas neh­men (und auch auf sonst nichts), hau­en sie wei­ter flei­ßig Sym­bol­fo­tos raus.

So wie die­ses:

Qualitätszeitungen haben gute Aussichten im Internet

Bit­te ach­ten Sie genau auf die Bild­un­ter­schrift und auf die Aus­sa­ge des bebil­der­ten Arti­kels!

[ein­ge­sandt von Sascha Lobo]

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Uncategorized

35. Ölfober 200*

Es tut mir leid, dass die­ses Blog gera­de etwas zur Abla­de­hal­de lus­ti­ger Fund­stü­cke wird.

Aber:

Sendungsstatus: Die Sendung wurde zur Abholung durch den Empfänger bereitgestellt und von diesem am 18.06.2008 abgeholt. Achtung: Das angezeigte Zustelldatum weicht eventuell vom tatsächlichen ab (das handschriftliche Datum auf dem Auslieferungsbeleg war nicht eindeutig lesbar).

Ob das wohl eine fest­ste­hen­de Opti­on in den Post-Com­pu­tern ist?

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Ballspielhaftes Verhalten

Dins­la­ken hat zur Zeit ein Rat­ten­pro­blem.

Und was für eins:

Drei Generationen von Wanderratten dribbeln derzeit durch die Stadt.

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Rundfunk

Frau Doktor und das liebe Vieh

Kaum weist der Kalen­der zwei fuß­ball­freie Tage auf, haben RTL und Pro­Sie­ben ihren gan­zen Mut in die Waag­scha­le gewor­fen 1 und etli­che Seri­en- und Staf­fel­starts auf die­se zwei Aben­de gelegt.

„24“ habe ich nie gese­hen und wenn ich den Men­schen, denen ich in sol­chen Belan­gen blind ver­traue, ver­trau­en darf, soll­te ich bes­ser die ers­te Staf­fel sehen. „Moon­light“ inter­es­siert mich nicht die Boh­ne und „Dr. Psycho“ habe ich zu Beginn ziem­lich genau andert­halb Fol­gen ertra­gen, dann war für mich Schluss. Die Serie wur­de hoch gelobt, mit Grim­me­prei­sen aus­ge­zeich­net und trotz­dem fort­ge­setzt, aber sie ist nichts für mich – aus den glei­chen Grün­den, war­um ich mir „Strom­berg“ und „Ditt­sche“ nicht anse­hen kann: die­ses ganz offen­sicht­li­che Schei­tern, das sich aus zwei­hun­dert Metern Ent­fer­nung mit Leucht­feu­ern ankün­digt, macht mich wahn­sin­nig. Ich habe es als Kind im Kin­der­thea­ter gehasst 2, wenn ein Stück nur all­zu deut­lich auf eine Kata­stro­phe zusteu­er­te und das alle außer den Akteu­ren bemerk­ten, und ich has­se es noch heu­te.

Dem­nach müss­te ich auch „Doctor’s Dia­ry“ has­sen, die neue Serie, mit der RTL gera­de den letz­ten Ver­such unter­nimmt, eine deut­sche Serie im Abend­pro­gramm zu plat­zie­ren. Und in der Tat gab es in den ers­ten bei­den Fol­gen, die am Mon­tag lie­fen, eini­ge Sze­nen, in denen die­ser Weg­schau-Reflex aus dem Kin­der­thea­ter wie­der auf­kam: „Gleich wird die­ses und jenes pas­sie­ren, das sieht jeder, der nicht gera­de als Schieds­rich­ter bei der Fuß­ball-EM arbei­tet, Ihr braucht es nicht auch noch zu zei­gen.“ Manch­mal pas­sier­te es dann, manch­mal aber auch nicht. Und es pas­sier­te noch so viel mehr, dass das Vor­her­seh­ba­re sehr schnell egal war ange­sichts der wit­zi­gen Ein­fäl­le. Es war, als hät­te jemand „Scrubs“ und „Mein Leben und ich“ bei hoher Tem­pe­ra­tur zu amal­ga­mie­ren ver­sucht – und der Ver­such war gelun­gen. Ganz neben­bei schaff­te es die Serie mit Ver­wei­sen auf die „Schwarz­wald­kli­nik“ und „Dr. Ste­fan Frank“, mei­ner fes­ten Über­zeu­gung, es gäbe in Deutsch­land kei­ne Pop­kul­tur, leich­te Krat­zer bei­zu­brin­gen.

Geschei­tert wird auch bei Pro­Sie­ben am Diens­tag, zum Bei­spiel in „Gül­can und Col­li­en zie­hen aufs Land“, der mög­li­cher­wei­se däm­lichst beti­tel­ten Serie seit … „Doctor’s Dia­ry“. Ande­rer­seits erklärt der Titel, wor­um es geht, so dass man nicht ein­schal­ten muss. Ich habe auch nur ein paar Minu­ten gese­hen, die mir wie­der­um gereicht haben: zwei Viva-Star­lets, die bei­de unheim­lich ner­ven, tun so, als wären sie Paris Hil­ton und Nico­le Richie, was sie aber nicht sind, wes­we­gen jede (von mir gese­he­ne) Sze­ne der Serie künst­lich und auf Kon­flikt gebürs­tet wirk­te. Doku-Soaps sind eh ein Gen­re, das mich – so es sich nicht um „Toto und Har­ry“, „Das per­fek­te Pro­mi-Din­ner“ oder irgend­was mit klei­nen Eich­hörn­chen und Kat­zen han­delt – nur äußerst peri­pher tan­giert. Mir fehlt ein­fach das, was Hans Hoff die „Lust am Unfall“ nennt. 3

Unfäl­le gab es hin­ge­gen bei „Elton vs. Simon – Die Show“, die ich auch unge­fähr zehn Minu­ten aus­ge­hal­ten habe. Das Amal­gam besteht hier aus „Schlag den Raab“ und „Jack­ass“ und bringt mit Elton und Simon Gose­jo­hann gleich zwei gute Abschal­tar­gu­men­te mit. Dass die Sen­dung auch noch von Johan­na Klum „mode­riert“ wird, die laut ein­hel­li­ger, von mir geteil­ter Medi­en­jour­na­lis­ten­mei­nung zwar „süüüüüß“ ist, aber laut eben­so ein­hel­li­ger, von mir nicht min­der geteil­ter Medi­en­jour­na­lis­ten­mei­nung fast so schlecht mode­riert wie Mar­co Schreyl, macht die Sache nicht bes­ser. Ich moch­te die puber­tä­ren „Wer kann länger/​schneller/​lauter $eklige_​Sache machen“-Spiele nicht, als die Sen­dung noch kei­ne „Show“ war und ich mag sie auch nicht vor Publi­kum.

An den zwei Tagen fiel für mich außer „Doctor’s Dia­ry“ und der neu­en Staf­fel von „Kalk­o­fes Matt­schei­be“ also nicht all zuviel ab, aber allein der Umstand, dass mir mal wie­der eine deut­sche Fic­tion gefal­len hat, ist einen klei­nen Freu­den­tanz und einen aus­ufern­den Blog-Ein­trag wert. Ich bin daher sehr gespannt, wie RTL trotz guter Quo­ten ein Argu­ment für eine Abset­zung fin­den will. Viel­leicht dies­mal ganz auf­rich­tig: „Uns ist zu Ohren gekom­men, dass Herr Lukas Hein­ser die­se Serie gut fin­det. Wir wer­den sie des­halb mit sofor­ti­ger Wir­kung aus dem Pro­gramm ver­ban­nen.“

  1. Es han­delt sich um eine sehr fein jus­tier­te Waa­ge aus dem Betäu­bungs­mit­tel­zu­be­hör­fach­ge­schäft.[]
  2. Falls Sie sich fra­gen, ob ein Kind über­haupt has­sen kann, hat­ten Sie offen­bar das Glück, dass ich fern von Ihnen auf­ge­wach­sen bin.[]
  3. Es wäre für mich kein Pro­blem, mich 24 Stun­den am Tag mit dem Schla­ger-Grand-Prix zu beschäf­ti­gen, bei dem alles immer eine Num­mer grö­ßer und oft genug zum Schei­tern ver­dammt ist. Der Grand Prix ist camp, ist eine eige­ne Welt, in der allen Betei­lig­ten klar ist, dass es sich um ein Par­al­lel­uni­ver­sum han­delt. Aber „Schwie­ger­toch­ter gesucht“, „Bau­er sucht Frau“ oder das Bügel­be­gleit­pro­gramm am Vor­mit­tag erzeu­gen in mir eine Mischung aus Mit­leid, Fremd­schä­men und Flucht­in­stinkt, die ich außer­halb von Fami­li­en­fei­ern nicht erle­ben muss.[]
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Was fällt Ihnen alles zum Begriff „Schule“ ein?

Dal­li, Dal­li:

Waffenschein gefällig? Wir führen Dich zu Deinem W-Schein. Besuche uns und schaue das Video! (Google Ad)

[Screen­shot: schulferien.org]

Mit Dank an Oli­ver M. für die Ein­sen­dung.

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Digital

Skandale abblasen mit der „WAZ“

Wir müs­sen noch­mal auf die Ankün­di­gung des Ryan­air-Chefs Micha­el O’Lea­ry zurück­kom­men, sei­ne Air­line wer­de bald Trans­at­lan­tik­flü­ge mit „beds and blo­wjobs“ anbie­ten. Das hat­te ja zumin­dest die „WAZ“ am ver­gan­ge­nen Mitt­woch berich­tet.

Zum einen habe ich inzwi­schen den Hin­weis erhal­ten, der Aus­druck sei zumin­dest im Iri­schen eini­ger­ma­ßen umgangs­sprach­lich für „voll­ende­ten Ser­vice“, was bedeu­ten wür­de, dass es sich bei der Ankün­di­gung streng genom­men noch nicht mal um einen „Witz“, son­dern schlicht um ein kul­tu­rel­les Miss­ver­ständ­nis gehan­delt hät­te. Da man aber von deutsch­spra­chi­gen Jour­na­lis­ten kei­ne Tief­en­kennt­nis­se in spe­zi­el­le­rer iri­scher Umgangs­spra­che erwar­ten kann, soll uns die­ses Detail mal egal sein.

Zum ande­ren aber bleibt die „WAZ“ auch in ihrem Inter­net­por­tal derwesten.de wei­ter­hin bei ihrer Dar­stel­lung. Katha­ri­na Bor­chert, Chef­re­dak­teu­rin bei derwesten.de, hat­te mir am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag auf Anfra­ge mit­ge­teilt, es wer­de nach Rück­spra­che mit dem Autor einen Bei­trag im Kor­rek­tur­blog und einen ent­spre­chen­den Hin­weis dar­auf unter dem eigent­li­chen Arti­kel geben, von bei­dem fehlt aber bis­her jeder Spur.

Wolf­gang Pott, der Autor des besag­ten Arti­kels, hat auf mei­ne E‑Mail vom Don­ners­tag bis­her gar nicht nicht reagiert. Das muss er natür­lich nicht, aber es wäre ja schon inter­es­sant gewe­sen zu erfah­ren, ob wäh­rend der Pres­se­kon­fe­renz davon aus­zu­ge­hen war, dass Micha­el O’Lea­ry sei­ne Ankün­di­gung ernst gemeint haben könn­te; ob die „WAZ“ sich noch ein­mal bei Micha­el O’Lea­ry oder ande­ren Ryan­air-Ver­ant­wort­li­chen nach der Ernst­haf­tig­keit der Ankün­di­gung erkun­digt hat­te, und ob die „WAZ“ den Scherz als sol­chen auf­klä­ren wer­de. (Letz­te­res lässt sich mit­hil­fe des Online­auf­tritts und der Zei­tun­gen der letz­ten Tage natür­lich auch ganz leicht sel­ber mit „ver­mut­lich nicht“ beant­wor­ten.)

Sogar bei Bild.de, wo die Geschich­te am Don­ners­tag auf­ge­grif­fen hat­te, hat man her­aus­fin­den kön­nen, dass O’Lea­rys Ankün­di­gung nicht ganz ernst gemeint war. Mehr noch: das Video, das Bild.de von der Pres­se­kon­fe­renz ver­öf­fent­licht, ver­weist einen wei­te­ren Satz des „WAZ“-Artikels ins Reich der künst­le­ri­schen Frei­heit.

Sogar die Pres­se­spre­che­rin zu sei­ner Lin­ken ver­schluckt sich bei­na­he, woll­te sie doch gera­de am Was­ser­glas nip­pen.

Von der lau­en Anspie­lung mal ab: die Pres­se­spre­che­rin neben Micha­el O’Lea­ry will im Video weder „gera­de am Was­ser­glas nip­pen“, noch „ver­schluckt“ sie sich „bei­na­he“ – sie lächelt viel­mehr höf­lich, wäh­rend ihr Chef sei­ne Sprü­che reißt.

Über­haupt, das Kor­rek­tur­blog des Wes­tens: Näh­me man es ernst, hät­te „Der Wes­ten“ seit sei­nem Start im ver­gan­ge­nen Okto­ber gan­ze sechs Feh­ler gemacht – davon drei, die aufs Kon­to der Tech­nik gehen.

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Musik

Listenpanik 05/​08 (Ein Fragment)

Bald ist Juli. Dann muss auf die Alben des Monats Juni zurück­ge­blickt wer­den. Das heißt, es „muss“ natür­lich gar nichts, das ist ja nur den Stress, den man sich sel­ber macht. Noch ist aber auch die Lis­te für den Monat Mai noch unfer­tig, was mich um so fer­ti­ger macht.

Und weil mir gera­de nicht viel mehr ein­fällt und beim Musik­jour­na­lis­mus eh unwich­tig ist, was man schreibt (wich­tig ist nur die kor­rek­te Schreib­wei­se von Künst­ler- und Album­na­men und eine unge­fäh­re Wer­tung, die schon allein durch die Erwäh­nung auf die­ser Lis­te vor­ge­nom­men wird), ver­öf­fent­li­che ich hier und jetzt ein­fach das, was ich bis­her habe. Ohne Rück­sicht auf Ver­lus­te und dies­mal ohne Plat­zie­run­gen:

Alben
Death Cab For Cutie – Nar­row Stairs
So ein biss­chen sind sie ja die Cold­play Ame­ri­kas: Death Cab For Cutie sind von der eins­ti­gen Indie-Band zu den Lieb­lin­gen von alt und jung gewor­den und seit „O.C., Cali­for­nia“ weiß auch jeder, dass wah­re Fans sie nur „Death Cab“ nen­nen.
Geschenkt: „Nar­row Stairs“ ist ein wenig lau­ter und sper­ri­ger gera­ten als der Vor­gän­ger „Plans“ (allein die Idee, eine acht­ein­halb­mi­nü­ti­ge Sin­gle zu ver­öf­fent­li­chen!) und ist natür­lich schon wie­der groß­ar­tig. Sechs gute Alben muss man auch erst mal schaf­fen – „O.C., Cali­for­nia“ hat­te vier Staf­feln, davon eine gute.

The Notwist – The Devil, You + Me
„Gut Ding will Weil­heim haben“ – irgend­ein deut­scher Musik­jour­na­list wird das sicher geschrie­ben haben über die Band aus der ober­bay­ri­schen Pro­vinz, deren letz­tes Album auch schon wie­der sechs Jah­re zurück­liegt – als Band, wohl­ge­merkt, denn mit diver­sen Neben­pro­jek­ten haben die Acher-Brü­der Mar­kus und Micha, Mar­tin „Con­so­le“ Gret­sch­mann und ihr stän­dig uner­wähnt blei­ben­der Drum­mer Andi Haberl in der Zwi­schen­zeit bestimmt einen hal­ben Plat­ten­schrank gefüllt.
Jetzt also wie­der The Notwist: „The Devil, You + Me“ klingt orga­ni­scher und weni­ger elek­tro­nisch als ihr Meis­ter­werk „Neon Gol­den“, ist aber min­des­tens genau­so gut. (Wie­so eigent­lich „aber“?) Wäre „gro­ßes Kino“ kei­ne bru­talst abge­dro­sche­ne Phra­se, es trä­fe auf die­ses Album zu, so schnell ent­ste­hen klei­ne Fil­me im Kopf.

The Ting Tings – We Star­ted Not­hing
Über­hit „Gre­at DJ“
… wie eine Mischung aus Cans­ei De Ser Sexy und The Clash

MGMT – Ora­cu­lar Spec­ta­cu­lar
Guil­l­emots – Red
Clue­so – So Sehr Dabei

Songs
The Notwist – Good Lies
Wie vie­le ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten gibt es, den sel­ben Satz zu sin­gen? Sie kön­nen es ger­ne nach­zäh­len bei Mar­kus Acher, Sie kön­nen es aber auch blei­ben las­sen und sich ganz auf die­ses wun­der­vol­le Lied kon­zen­trie­ren.

Death Cab For Cutie – The Ice Is Get­ting Thin­ner
Gut: So lang­sam sind dann mal alle Meta­phern durch für die Bezie­hung, aus der lang­sam, aber sicher die Luft ent­weicht. Und trotz­dem: So schön wie Ben Gib­bard hat das schon lan­ge nie­mand mehr besun­gen. Eine ech­tes Gän­se­haut-Lied, des­sen Kopf­stim­men-Gesang man aller­dings nur nach­ah­men soll­te, wenn man allei­ne ist.

The Ting Tings – That’s Not My Name
Clue­so – Kei­nen Zen­ti­me­ter

schon seit Mona­ten drau­ßen, aber immer noch gut

[Lis­ten­pa­nik – Die Serie]