Ella, ella, eeh

Von Lukas Heinser, 22. Februar 2008 19:18

Im Frühjahr 2007 erschien „Umbrella“, die erste Single aus dem dritten Album von Rihanna. Das zuvor semi-prominente R’n’B-Sternchen wurde über Nacht zum Superstar und „Umbrella“ der Hit des Jahres, der es auch auf meine Bestenliste schaffte.

Bereits im September berichtete NPR über die damals schon zahlreichen Coverversionen des Songs und fragte:

Can It Be Too Soon to Cover a Pop Song?

Seitdem dürfte eine knappe halbe Million weiterer Neuinterpretationen hinzugekommen sein, von denen ich Ihnen nun einige vorstellen möchte:

Tegan And Sara
Die kanadischen Indie-Pop-Zwillinge haben sich einige Male live durch den Song gekämpft. Nicht immer ganz textsicher, aber immer sehr schön.

Mandy Moore
Nachdem sie schon „Someday We’ll Know“ der New Radicals nicht kaputt gekriegt hat, hat Popsternchen Mandy Moore „Umbrella“ also in eine Ballade verwandelt. Klappt auch.

Marié Digby
Mein Favorit unter den Coverversionen: laid back und mit einem eigenen Ansatz.

Lillasyster
Die Tatsache, dass nicht mal eine skandinavische Prollmetalband das Lied kaputt kriegt, spricht doch deutlich für dessen Qualität.

Vanilla Sky
Die knuffigen Italo-Punkrocker, die schon ein spektakuläres Cover von Vanessa Carltons „A Thousand Miles“ aufgenommen hatten, covern nicht nur den Song, sondern gleich noch das Video. Ich mag vor allem, wie das Lied im Refrain richtig losdüst. Den Durchbruch werden sie damit aber wieder nicht schaffen.

Plain White T’s
Noch eine Punkrock-Kapelle: Nach ihrer (wirklich sehr schönen) Ballade „Hey There Delilah“ droht der Band der Ruf des one hit wonders. Vielleicht sollten sie diese Akustikversion zu einer Single ausbauen …

Biffy Clyro
Eigentlich klingt der Alternative Rock der drei Schotten ja ganz anders, aber in der „Live Lounge“ von BBC Radio 1, wo der Song mitgeschnitten wurde, hat man ja schon alles an abwegigen Coverversionen erlebt.

Keith Urban & Carrie Underwood
Die Version ist uninspiriert as hell, aber die Stimmen haben doch einen gewissen Reiz.

Manic Street Preachers
Sogar die walisischen Kommunisten-Rocker ließen sich nicht davon abhalten, „Umbrella“ für eine NME-Compilation zu covern. Immerhin haben sie als eine der ganz wenigen den grandiosen Beat (bei dem es sich übrigens um „Vintage Funk Kit 03“ aus Garage Band handelt) zumindest ansatzweise beibehalten.

Rihanna & Klaxons
Na, das war doch mal was bei den Brit Awards am Mittwoch: Rihanna singt den Song halt immer noch am Besten, während Klaxons im Hintergrund „Golden Skans“ und „It’s Not Over Yet“ spielen. So haucht man dem Song auch nach fast einem Jahr noch mal neues Leben ein.

[via OliverDing in den Kommentaren und „Visions Newsflash“]

13 Kommentare

  1. Sebastian
    22. Februar 2008, 19:26

    Coverversionen kommen glaube ich wirklich immer früher. Wie auch immer, die zahlreichen Vesionen von Crazy haben mir insgesamt besser gefallen, wohl, weil der Ausgangssong einer der besten überhaupt ist. Irgendwie.

  2. Nummer 9
    23. Februar 2008, 14:53

    Crazy… von Miss Spears? Aerosmith? Oder gibts das auch von Rihanna?

  3. Oliver Ding
    23. Februar 2008, 18:28

    Vorschlag zum baldigen Vordiestirnklatschen: „Crazy“ von Gnarlz Barkley. Aber Lukas hat die schönste, in den Kommentaren dieses Blogs bereits schon einmal sehr, sehr weise genamedroppte Version unterschlagen. Also muß schon wieder ich auf Scott Simons hinweisen.

  4. Sebastian
    23. Februar 2008, 19:30

    Es stimmt schon, ich meine Gnarls Barkley. Aber zumindest Spears‘ Crazy würde sich sicher auch eignen.

  5. Oliver Ding
    23. Februar 2008, 22:38

    Das beste „Crazy“ ist eh das von Adamski feat. Seal.

  6. OttoKrüja
    23. Februar 2008, 23:01

    Plain White T’s Punkrock? Also bitte! Das ist ja noch schlimmer als die Bezeichnung irgendwelcher Rock-am-Ring-Bands als „Rock’n’Roll“!

  7. Lukas
    24. Februar 2008, 13:04

    Na ja, so Punkrock wie Blink-182, The Ataris oder Third Eye Blind halt. Ich mag das ja alles.

  8. Nummer 9
    24. Februar 2008, 13:26

    *vordiestirnklatsch* stimmt, das gab’s ja auch noch.

  9. Michael
    25. Februar 2008, 10:39

    Hör Dir mal die „Wild Hope“ von Madame Moore an. Tolle Platte, mit Popsternchen hat sie schon lange nichts mehr am Hut…

  10. Bob
    28. Februar 2008, 16:39

    Letzten Sommer trällerten in Karlsruhe bei „Das Fest“ sowohl Sugarplum Fairy als auch die Beatsteaks das Liechen ebenfalls. Gut, es hat ja auch geregnet :)

  11. bastian
    29. Februar 2008, 18:50

    Schön, weil amüsant, finde ich die Version von Ingrid Michaelson „Under My Ukulele“.
    Und so.

  12. Coffee And TV: » Wenn Basketball mal langweilig wird …
    14. Juni 2009, 16:25

    […] man wissen, dass sich im Archiv etliche Bildergalerien zur jungen Sängerin (aus Barbados, Hit: “Umbrella”) befinden, deren Betextung eigentlich nur den Schluss zulässt – wir begeben uns hier ins […]

  13. Kun ĉiu korobato « La vivo de Kunar
    12. November 2009, 22:13

    […] monatoj. Tiam mi legis en la popkultura blogo Coffee & TV pri Umbrella-reludversioj. Origine ĝin kantis Rihanna. En tiu enskribo la aŭtoro Lukas Heinser ligas al […]