Ja, Ihr könnt mich mal (12)

Von Lukas Heinser, 16. Januar 2009 13:52

Ja ja, ich hatte auch geglaubt, mit dem Howard-Carpendale-Schlager, den Stefan uns neulich freundlicherweise ins Blog gekippt hatte, wäre die Talsohle der Obama-Ranschmisse so langsam erreicht — zumindest musikalisch.

Wir alle haben Howard Carpendale Unrecht getan — sein Song zeigte immerhin noch, dass sich jemand Gedanken gemacht hatte (Gospel!), und bei einem gebürtigen Südafrikaner ist es auch noch mal etwas anderes, wenn er über einen schwarzen Präsidenten singt.

Aber das hier, das geht wirklich nicht und unter gar keinen Umständen:

Frank Farian, dessentwegen man immer ein bisschen Angst haben musste, dass George W. Bush Deutschland bombardieren lassen könnte, hat das gemacht, was er seit 20 Jahren macht, und versucht aus einer alten Idee noch ein paar Taler rauszuquetschen, indem er sich auf den Zeitgeist stürzt wie seine ganzen Ex-Schützlinge ins Unglück.

Deshalb hat er den alten Boney-M.-Schlager (ein Hit war das schon nicht mehr wirklich) „Felicidad“ wieder aufgewärmt und auf Barack Obama gemünzt. Natürlich hat er die Belegschaft dafür mal wieder ausgetauscht, aber wen interessiert sowas?

Nun ja, Bild.de interessiert es natürlich, weswegen das Video (der Zeichner der alten E-Rotic-Musikvideos ist offenbar auch wieder in Lohn und Brot) dort exklusiv zu besichtigen ist. Ich rate allerdings dazu, das Browserfenster spätestens nach zwanzig Sekunden zu schließen, weil bleibende Schäden sonst nicht auszuschließen sind.

[Mit Dank an Björn für den Hinweis]

Barack Around The Clock

Von Lukas Heinser, 14. Januar 2009 23:54

Ich bin mir grad nicht sicher, was ich davon halten soll.

Aber eigentlich sind Sie ja auch alt genug, um selbst zu entscheiden, wie witzig oder doof dieses T-Shirt-Motiv des renommierten Labels Verve ist:

Jazz We Can

[Mit Dank an Guido für den Hinweis!]

Barack Obama, der Weise der Steine

Von Lukas Heinser, 13. Januar 2009 15:44

In einer Woche wird Barack Obama in Washington DC den Amtseid schwören und auch endlich offiziell der 44. Präsident der USA sein. Dann geht es los mit seiner Weltrettungsmission, an deren Ende alle Menschen Brüder geworden und alle Schwerter zu Pflugscharen umgeschmiedet sein werden.

Wie das genau aussehen wird, darüber haben sich die Macher von Nicht gedreht, Projekt Hörspiel und Prisac so ihre Gedanken gemacht. Dank dieses Internets, von dem man im Moment so viel hört, können wir alle daran teilhaben:

[Direktlink]

Ja, Ihr könnt mich mal (10)

Von Lukas Heinser, 10. Januar 2009 21:42

Diesmal müssen wir auch gar nicht über irgendwelche Städte diskutieren, diesmal hab ich’s mitten in Bochum entdeckt:

Yes, you can!

(Man beachte, dass hier gleich noch eine zweite Politik-Ikone mit verbraten wurden!)

Alle bisherigen Obama-Anspielungen gibt’s hier.

Rhabarbarack Obamandarine

Von Lukas Heinser, 9. Januar 2009 11:52

Der Grat zwischen augenzwinkernder Ironie und himmelschreiender Peinlichkeit ist schmal.

In diesem Fall bin ich aber sicher, dass sich die Macher auf der guten Seite befinden:

Ben & Jerry's: Yes, Pecan!

Immerhin machen Ben & Jerry ganz hervorragendes Eis und eine ihrer anderen Sorten heißt „Cherry Garcia“.

[via Cem Basman, mit Dank an Paule und Björn für die Hinweise]

Mehr Obama-Vergleiche gibt’s hier.

Ja, Ihr könnt mich mal (7 & 8)

Von Lukas Heinser, 5. Januar 2009 17:04

Es ist ja nicht nur der Slogan, es ist gleich alles, was einem die Lust nimmt, sich überhaupt noch mit dem Angebot von Yellow Möbel beschäftigen zu wollen:

Yes we can! Der neue Katalog! Abholen! Yellow.

[via Paul in den Kommentaren]

Und obwohl Barack Obama eigentlich als ausgesprochen durchtrainiert gilt, will das Frauenmagazin „Jolie“ mit seinem Motto abnehmen:

Schnell sechs Kilo weniger: Stars und ihre Diät-Tricks. Yes we can!

[mit Dank an Friederike für den Hinweis und das Foto!]

Und hier das ganze Elend …

Müssen nur können

Von Lukas Heinser, 4. Januar 2009 0:43

Es ist schon erstaunlich, wer so alles auf die Liste „Yes, maybe we could try to, but come to think of it: we definitely can’t“ will:

Gut Licht 2009: Yes we can

Wenn Sie am Samstagvormittag in der Kölner Innenstadt einen laut kreischenden jungen Mann unter einem Werbeplakat gesehen haben: das war ich.

Barack Obama und Lukas Heinser können es

Von Stefan Niggemeier, 30. Dezember 2008 22:59

(Nicht erschrecken, ich bin’s nur.)

Meine Damen und Herren, ich möchte Sie bitten, den Eierlikör kurz zur Seite zu stellen, sich vielleicht eine Wunderkerze vom Vorrat für morgen abzuzwacken und sich von den Plätzen zu erheben. Applaus für den Stargast des heutigen Abends: Howard Carpendale!

Ich kenn ihn aus dem Fernsehn Internet
Seit über einem Jahr
Am Anfang war ich skeptisch
Doch am Ende war mir klar
Wenn einer etwas ändert bloggt
Dann ist es sicher er
Und ich hätt auch mit geschrien getrackbackt
Wenn ich dabei gewesen wär

Yes We Can

Es war die Nacht der Nächte
Und ich war bis morgens wach
Und ich wünschte mir nichts mehr als dass
dieser schwarze schmale Mann es schafft
Ich wär gern dabei gewesen
So wie tausende zwei oder drei mit ihm
Und ich hätt mit ihnen allen
In den Himmel das Twitter rein geschrien

Yes We Can

Jawohl, er hat es geschafft: Lukas Heinser ist mit dem Goldenen Blogger 2008 ausgezeichnet worden. Er wurde in der großen Publikumsabstimmung zum „Besten Blogger deutsch“ gewählt. Frau Franzi und die Herren Knüwer und Fiene übergaben den traditionsreichen Preis gestern Abend im Rahmen einer glanzvollen Sofarunde mit Konferenzschaltung.

Lukas Heinser nahm die Würdigung gefasst und äußerlich gelassen auf. Vermutlich weiß er, dass die eigentliche Arbeit jetzt erst beginnt. Dass er die vielen Hoffnungen, die in ihn gesetzt werden, nicht enttäuschen darf.

Aber wenn Sie die Kraft aufbringen, oben im YouTube-Fenster auf „Replay“ zu klicken, wissen Sie, dass man alles kann, wenn man nur an sich glaubt.

Lukas: Ich hab immer an dich geglaubt.

(Schluchzend ab.)

Tun statt Können

Von Lukas Heinser, 6. Dezember 2008 16:15

Bisher hat sich die SPD viel Mühe gegeben, unsere neue Liste „Yes, maybe we could try to, but come to think of it: we definitely can’t“ zu dominieren. Aber die CDU schläft nicht:

"Yes we do": Bürgermeisterkandidat Schlütermann hat ehrgeizige Ziele. NORDKIRCHEN Nicht „Yes we Can“ wie im amerikanischen Wahlkampf, sondern „Yes we do“ ist der Leitsatz für Christoph Schlütermann, Bürgermeisterkandidat der CDU in Nordkirchen. „Wenn man von etwas überzeugt ist, muss man es anpacken. Ich sage deswegen: Yes we do.“

Nun kann man sicher sein, dass das heillose Durcheinander der folgenden Sätze auf das Konto der „Ruhr Nachrichten“ geht, aber zum Horst macht sich Schlütermann trotzdem:

„Mein Ziel sind 11000 Bürger.“ Es sei zwar sicher, dass diese Zahl später aufgrund der demographischen Entwicklung wieder aufnehmen, doch sage ich Leuten, die ein Bevölkerungsanstieg nicht glauben können : „Yes we do“.

[Mit Dank an Jens für den Hinweis]

Nixkönner

Von Lukas Heinser, 25. November 2008 22:32

BREAKING NEWS!

Im Falle unserer neuen Liste „Yes, maybe we could try to, but come to think of it: we definitely can’t“ geht die SPD Marburg möglicherweise uneinholbar in Führung:

Schäfer-Gümbel '09: Yo isch kann

Für den Fall, dass das „irgendwie ironisch“ gemeint sein sollte: Fail!

[via PickiHH]

Nachtrag, 26. November: Tobias weist in den Kommentaren völlig zu Recht darauf hin, dass es sich bei dem Logo um einen zwei Wochen alten Entwurf des Designtagebuchs handelt. Aus was für absurden Interpretationen des Konzepts „Selbstironie“ die SPD das aber aufgreift, ist mir offen gestanden schleierhaft.

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