Kategorien
Digital Sport

Klickbefehl (2)

„Meis­ner-Äuße­run­gen“ wider­le­gen den Irr­glau­ben, dass die katho­li­sche Kir­che eine Art tibe­tisch-kali­for­ni­scher Medi­ta­ti­ons­club sein könn­te, unter des­sen Regen­bo­gen­zelt Pau­lo Coel­ho, Oprah Win­frey und der Dalai Lama bar­fuß zum Tam­bu­rin tan­zen.

Nils Mink­mar fin­det in der „Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung“ eine über­ra­schen­de Begrün­dung, war­um Kar­di­nal Meis­ner nicht mehr „trag­bar“ ist.

Bei Hoo­ters tra­gen die durch­weg weib­li­chen Bedie­nun­gen enge Hot Pants und tief aus­ge­schnit­te­ne wei­ße Hem­den. Außer­dem geben die “Hoo­ter Girls”, wenn es die Zeit her­gibt, auch Tanz­ein­la­gen im Lokal.

Frag­lich ob so etwas ins Ber­mu­da­drei­eck passt und noch frag­li­cher wie ein sol­ches Restau­rant­kon­zept mit dem All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG) in Ver­bin­dung zu brin­gen ist…

Das Pott­blog ver­mel­det die Sen­sa­ti­on der Woche: In Bochum eröff­net eine Hoo­ters-Filia­le.

Wenn ich man­che Web­fo­ren lese, da könn­te ich mich genau­so­gut an den Alt­her­ren­stamm­tisch set­zen und die über Krieg, Poli­tik und Fuß­ball reden las­sen.

Aus­nahms­wei­se stel­le ich mal nicht die Fra­gen, son­dern bemü­he mich um halb­wegs klu­ge Ant­wor­ten. Im ers­ten Teil der neu­en Serie „Geschich­te wird gemacht“ bei gulli.com.

Kategorien
Digital

Klickbefehl

Wenn ein Pro­gramm­di­rek­tor die­se Zei­len liest und sich ärgert, kann er von sofort an die Zei­tung nicht mehr kau­fen. Das kann der Örrf-Gefan­ge­ne, will er sich geset­zes­kon­form ver­hal­ten, nur dann tun, wenn er sich von allen sei­nen Radi­os, Fern­se­hern, Com­pu­tern etc. trennt und die GEZ außer­dem sei­ne Abmel­dung akzep­tiert.

Nach dem gest­ri­gen Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts kom­men­tiert Kurt Kis­ter in der „Süd­deut­schen Zei­tung“ die „Rund­funk­frei­heit“ in Deutsch­land.

Mr. Kurb­ju­weit also cal­led Win­ne­tou “a Ger­man with a migra­ti­on back­ground,” a phra­se I’ve heard used to descri­be Turks here. Tor­men­ted Ger­man intellec­tu­als like to pon­der whe­ther May’s con­cept of an “edel­mensch,” his term for a tru­ly noble man, as he cal­led Win­ne­tou, has inspi­red more fee­lings of fra­ter­ni­ty or of racial supe­rio­ri­ty in the coun­try. An Ame­ri­can today is like­lier to won­der how May shaped Ger­man views of the United Sta­tes over the last cen­tu­ry.

Die „New York Times“ ver­sucht ihren Lesern Karl May („vir­tual­ly unknown in the United Sta­tes but the most popu­lar aut­hor in Ger­man histo­ry“) und die Fas­zi­na­ti­on der Deut­schen für den Wil­den Wes­ten näher­zu­brin­gen.

das gigan­ti­sche waren­la­ger mit waren­aus­ga­be ist wirk­lich noch ekli­ger gewor­den als der roh­bau bereits sug­ge­rier­te. allein die auf­ge­kleb­te fas­sa­den­de­ko und die am ein­gang auf­ge­stelll­te plas­tik sind so geist­los, dass es einem die trä­nen in die augen treibt.

Felix Schwen­zel steht vor einem pot­ten­häss­li­chen neu­en Ber­li­ner Ein­kaufs­zen­trum und phi­lo­so­phiert über potem­kin­sche Dör­fer und fest­an­ge­stell­te Gebäu­de.

Kategorien
Musik

Have A Nice Day

In Eng­land und Wales ist soeben der Sum­mer Bank Holi­day zu Ende gegan­gen. Das nut­ze ich als scham- und sinn­lo­sen Auf­hän­ger, um dar­auf hin­zu­wei­sen, dass man auf der Sei­te von V2 Records den neu­en Ste­reo­pho­nics-Song „Bank Holi­day Mon­day“ kos­ten­los her­un­ter­la­den kann. Und zwar genau hier.

Die Ste­reo­pho­nics haben ja schon musi­ka­li­sche Höhen wie Tie­fen erlebt, aber irgend­wie bin ich die­ser Band immer treu geblie­ben und hat­te irgend­wann auch den größ­ten Schmu lieb­ge­won­nen. Des­we­gen bin ich auch gespannt, wie das neue Album „Pull The Pin“, das in Deutsch­land – *tadaa!* – an mei­nem Geburts­tag erschei­nen soll, wohl so klingt. Das recht old­schoo­lig rocken­de „Bank Holi­day Mon­day“ wird mit drauf sein, die Vor­ab-Sin­gle „It Means Not­hing“, die ein biss­chen lang­wei­li­ger hyp­no­ti­scher gera­ten ist, kann man jetzt schon bei MySpace hören.

Kategorien
Musik

Kilians-Content KW 34

Es hat sich mal wie­der viel getan bei der erklär­ten Cof­fee-And-TV-Lieb­lings­band:

  • Die Sin­gle „Enforce Yours­elf“ läuft bei eini­gen Radio­sta­tio­nen rauf und run­ter. Auf der MySpace-Sei­te der Band kann man sich den Song anhö­ren, bei You­Tube gibt’s das Video dazu und auf der frisch gere­launch­ten offi­zi­el­len Band­sei­te auch noch ein Making Of.
  • Das Album „Kill The Kili­ans“ erscheint am 7. Sep­tem­ber und kann bei Ama­zon bereits vor­be­stellt wer­den.
  • „VISIONS.de“ ver­lost fünf mal zwei Gäs­te­lis­ten­plät­ze für das exklu­si­ve Radio­kon­zert, das die Kili­ans am 5. Sep­tem­ber in Bochum für die Cam­pus­ra­di­os NRW spie­len wer­den. Nähe­re Infos dazu fin­det man lei­der weder bei den Cam­pus­ra­di­os NRW, noch beim ört­li­chen Cam­pus­ra­dio.
  • Dafür kann man auf campuscharts.de „Enforce Yours­elf“ in die Cam­puscharts wäh­len – also dahin, wo die Kar­rie­re der Senk­recht­star­ter vor gut andert­halb Jah­ren ihren Anfang fand. Bei „MTV TRL“ und „MTV TRL Rock“ kann man auch für den Song voten.
Kategorien
Digital

Leichen pflastern seinen Weg

Nach den gan­zen uner­freu­li­chen The­men des Tages jetzt mal zu etwas Unter­halt­sa­mem: dem Tod.

HAT MICH JEMAND GERUFEN?

Nun gut, der Tod ist natür­lich für sich genom­men nicht unter­halt­sam. Auch Beer­di­gun­gen sind es nicht per se (auch wenn wir von kett­car gelernt haben, dass es auf jedem Begräb­nis einen guten Lacher gibt, und „Six Feet Under“ eben­falls das Gegen­teil nahe­legt). Das Bestat­ter­web­log von Tom ist es aber.

Das liegt dar­an, dass Tom über sei­nen Berufs­all­tag als Bestat­ter infor­ma­tiv, wür­de­voll, aber vor allem auch unter­halt­sam berich­tet. Er erklärt, wie das so abläuft, wenn jemand gestor­ben ist, was mit dem Ver­stor­be­nen vor und nach der Bestat­tung geschieht und wie man sel­ber für den eige­nen Todes­fall pla­nen kann. Er beant­wor­tet Leser­fra­gen aus­führ­lich, ange­mes­sen und häu­fig mit einem Augen­zwin­kern. Und er berich­tet über kurio­se Sze­nen, die er in sei­nem Beruf erlebt hat, wie zum Bei­spiel die­se hier, von deren Lek­tü­re ich in Gegen­wart ande­rer Per­so­nen aller­dings abra­ten wür­de, weil das sicher­lich ein­set­zen­de Geläch­ter doch auf Dau­er etwas irri­tie­rend sein könn­te.

Es ist ein rund­her­um emp­feh­lens­wer­tes Blog, das für vie­le den Umgang mit dem The­ma Tod, das – um mal eine Phra­se zu ver­mei­den – für vie­le Men­schen in unse­rem Kul­tur­kreis immer noch ein Tabu­the­ma ist, erleich­tern könn­te.

Warn­hin­weis für Aber­gläu­bi­sche: Ich habe mich Mon­tag­abend im Bestat­ter­web­log fest­ge­le­sen. Diens­tag­mit­tag erfuhr ich, dass ich am Frei­tag auf eine Beer­di­gung muss.

Kategorien
Leben

Coffee On TV

Eine von 171 Starbucks-Filialen in Manhattan (Times Square)

Ges­tern hat­te ich noch über die „New-York-ver­däch­ti­ge“ Anzahl von Star­bucks-Filia­len in Bochum gescherzt (zwei Stück), inzwi­schen weiß ich, wie vie­le Star­buck­ses es in New York Man­hat­tan gibt: 171.

Mark Malkoff hat sie alle besucht. An einem Tag. Er hat in jeder Filia­le etwas gekauft. Und er hat einen höchst amü­san­ten Kurz­film über die­se Akti­on gedreht. Den kann man hier anschau­en.

Und wo wir gera­de bei Kurz­fil­men sind: Es gibt eine neue Epi­so­de von „Kloß und Spin­ne“. Also nicht so ganz, aber das erklärt Vol­ker Strü­bing am Bes­ten selbst.

Kategorien
Musik

Wir Sind Haldern

Haldern Pop 2003

Über­mor­gen ist es end­lich soweit: das Hald­ern Pop Fes­ti­val beginnt. Zeit, für einen letz­ten Stand der Din­ge:

  • Ich wer­de ver­su­chen, eine Art Live­blog zu betrei­ben. Natür­lich nicht alle paar Minu­ten wie beim Grand Prix oder Fuß­ball, aber ich wer­de schon ver­su­chen, zu jeder Band zeit­nah etwas zu schrei­ben. Mal gucken, wie das ohne eige­nen Lap­top geht, aber das soll­te eigent­lich schon pas­sen. Ansons­ten wird auch hier und hier von fach­kun­di­gem Per­so­nal live gebloggt.
  • Zu den Bands, die beim Wett­be­werb für Nach­wuchs­künst­ler einen Slot im Spie­gel­zelt ergat­tern konn­ten, zäh­len Black Rust. Die hab ich letz­tes Jahr bei einem ande­ren Nach­wuchs­wett­be­werb in Bochum gewin­nen sehen (sie erhiel­ten einen Slot beim letzt­jäh­ri­gen Area-4-Fes­ti­val, das dann nie statt­fand) und fand sie sehr gut. Das soll­te man also nach Mög­lich­keit auch noch mit­neh­men.
  • Als letz­te Nach­no­mi­nie­rung fürs „offi­zi­el­le“ Auf­ge­bot ticker­te ver­gan­ge­ne Woche Kate Nash her­ein. Die jun­ge Dame gilt schon als neue Lily Allen (wur­de ja auch lang­sam Zeit …) und ist mit ihrer Sin­gle „Foun­da­ti­ons“ aktu­ell auf Platz 2 der bri­ti­schen Sin­gle­charts. Spie­len wird sie am Don­ners­tag um 18 Uhr im Zelt – das könn­te knapp wer­den.
  • Apro­pos Zelt und knapp: Sie haben es tat­säch­lich getan. Erst­mals in der Geschich­te des Hald­ern Pop wer­den sich Kon­zer­te (absicht­lich) über­lap­pen. Am Frei­tag ist das für mich per­sön­lich nicht so tra­gisch, weil zwi­schen Spi­ri­tua­li­zed und The Elec­tric Soft Para­de genug Zeit liegt, um vom Platz ins Spie­gel­zelt zu gelan­gen. Theo­re­tisch zumin­dest, denn in den letz­ten Jah­ren war das schmu­cke Zelt fast immer bis an den Rand gefüllt – das kommt halt davon, wenn man Bands ein­lädt, die jeder sehen will. Schwie­ri­ger wird der Sams­tag, denn ich kann nicht gleich­zei­tig bei Jan Delay & Dis­ko No. 1 und Ghosts sein. Im Zwei­fels­fall muss Herr Ver­zö­ge­rung dann vor einer Lukas-frei­en Zuschau­er­schaft spie­len. Scha­de eigent­lich.
  • Zuletzt das wich­tigs­te: Hof­fen wir mal, dass sich die Wet­ter­vor­her­sa­gen (Regen­wahr­schein­lich­keit ab Frei­tag Abend: 0%) bestä­ti­gen. Beim drit­ten Regen-Hald­ern in Fol­ge wür­de ich näm­lich mei­ne Fes­ti­val­be­su­cher­kar­rie­re been­den. Eigent­lich bin ich eh schon viel zu alt, um im Zelt zu schla­fen und not­dürf­tig auf­ge­wärm­te Dosen­sup­pen zu essen. Auf der Fes­ti­val­sei­te gibt es aber ein Tem­pe­ra­tu­ren-Tipp­spiel, bei dem man bis Don­ners­tag teil­neh­men kann.

Haldern Pop 2002

Kategorien
Film Sport

Deine Mutter!

Etwa ein­mal in der Woche gucke ich, was es bei apple.com für neue Trai­ler gibt. Bei mei­nem letz­ten Kon­troll­gang erblick­te ich ein Pla­kat für „Beowulf“, erin­ner­te mich an die Vor­le­sung „Midd­le Eng­lish Lite­ra­tu­re“ im zwei­ten Anglis­tik-Semes­ter und guck­te mir den Trai­ler an.

Nach unge­fähr drei Vier­teln kam eine Stel­le, bei der ich dach­te: „Also das sah jetzt aber gera­de irgend­wie bil­lig ani­miert aus …“ – dann stell­te ich fest, dass der kom­plet­te Trai­ler (und damit natür­lich auch der Film) com­pu­ter­ani­miert ist. Die Gesich­ter von Ray Win­stone, Ange­li­na Jolie, Brendan Glee­son, Antho­ny Hop­kins, Robin Wright Penn, John Mal­ko­vich – alle aus dem Com­pu­ter. Uff!

Natür­lich stellt sich da irgend­wie die Fra­ge, war­um man der­art nam­haf­te Schau­spie­ler nicht ein­fach „in echt“ im Film auf­tre­ten lässt. Ande­rer­seits ist es nach „Sky Cap­tain And The World Of Tomor­row“ und „Sin City“, die kom­plett vor einer Blue bzw. Green Screen gedreht und mit digi­ta­len Hin­ter­grün­den ver­se­hen wur­den, ja nur noch ein wei­te­rer Schritt, auch gleich die Schau­spie­ler mit zu ani­mie­ren. Sowas wur­de sogar schon mal gemacht, z.B. bei „Polar Express – und des­sen Regis­seur Robert Zeme­ckis („Zurück in die Zukunft“, „For­rest Gump“, „Cast Away“, …) führt jetzt auch bei „Beowulf“ Regie.

Bei einem kur­zen Blick in die IMDb stell­te ich dann noch fest, dass das Dreh­buch vom phan­tas­ti­schen Neil Gai­man und vom frü­he­ren Taran­ti­no-Hel­fer Roger Ava­ry stammt. Da kann eigent­lich nichts mehr schief gehen, zumal Gai­man den Film als „cheerful­ly vio­lent and stran­ge take on the Beowulf legend“ ange­kün­digt hat.

P.S.: Wer den Zusam­men­hang zwi­schen Über­schrift und Inhalt die­ses Ein­trags ohne Nach­zu­gu­cken (also goo­geln) her­stel­len kann, darf sie als bewan­dert in mit­tel­eng­li­scher Lite­ra­tur betrach­ten.

Kategorien
Digital

Kneipenbekanntmachung

Ich bin nicht unbe­dingt immer son­der­lich schnell, was das Auf­spü­ren neu­er Trends angeht. Noch ist es nicht so schlimm, dass ich bei „Poly­lux“ anfan­gen müss­te, aber die Nach­fol­ge von Mat­thi­as Horx wer­de ich so bald nicht antre­ten. Würd‘ ich mal so vor­her­sa­gen …

Des­halb ist das, wor­über ich neu­lich bei Tho­mas Knü­wer gestol­pert bin, viel­leicht schon gar nicht mehr wirk­lich das hipps­te, neu­es­te Space-Age-Ding im Web 9 3/​4. Aber ich fin­de es ganz und gar groß­ar­tig und möch­te es ger­ne mit mög­lichst vie­len Men­schen tei­len:

Kloß und Spinne
(Screen­shot: youtube.com)

Es geht um „Kloß und Spin­ne“, eine Ani­ma­ti­ons­se­rie von Vol­ker Strü­bing, die man am Bes­ten als eine Mischung aus „Ditt­sche“ und „South Park“ beschrei­ben kann, gar­niert mit ganz viel von dem, was ich als Ruhr­pott­ler für Ber­li­ner Lokal­ko­lo­rit hal­ten wür­de. Das sind unglaub­lich wit­zi­ge und anrüh­ren­de Car­toons, die ich am Liebs­ten in einer End­los­schlei­fe gucken wür­de.

Bis­her gibt es vier Epi­so­den („Com­pu­ter kaputt!“, „Kli­ma­ka­ta­stro­phe“, „Gehack­tes!“ und „Die Höl­le war och schon­ma bes­ser!“), die alle knapp fünf Minu­ten lang sind und mit so viel Krea­ti­vi­tät und Lie­be zum Detail gestal­tet wur­den, dass man sich fragt, wozu man eigent­lich noch Fern­se­hen braucht. Ein Blog hat Vol­ker Strü­bing übri­gens auch.

Kategorien
Film

„Und wofür ist der Knopf?“

Für alle, die sich immer schon gefragt haben, wie es wohl im Kon­troll­raum eines Vat­ten­fall-Atom­kraft­werks zugeht: So oder so ähn­lich könn­te ich mir das schon vor­stel­len …

Nach­trag 18. Juni, 01:05 Uhr: Tja, da war der Film lei­der ganz schnell wie­der weg. Es han­del­te sich übri­gens um „Lifted“, einen neu­en Kurz­film von Pix­ar. Den kann man aber auch ab Okto­ber im Kino sehen, im Vor­pro­gramm von „Rata­touille“ (und der soll auch gut sein).

Kategorien
Print Politik

Sicherheits(ge)denken

Es ist Som­mer­loch und was macht man da? Die Bun­des­re­gie­rung hat sich offen­bar dazu ent­schie­den, den über­aus umtrie­bi­gen Wolf­gang Schäub­le durchs Dorf zu trei­ben. Glaubt man man­chen Reak­tio­nen, so hat der Bun­des­in­nen­mi­nis­ter in einem „Spiegel“-Interview offen­bar die Zer­schla­gung des Rechts­staats und die Ein­set­zung einer Mili­tär­jun­ta unter sei­ner Füh­rung gefor­dert – nichts genau­es weiß man jedoch nicht, denn die Mei­nun­gen über­schla­gen sich und beim „Spie­gel“ ist man (noch) nicht bereit, das Inter­view ein­zeln (oder gar kos­ten­los) online zu stel­len, damit sich jeder ein eige­nes Bild machen kann (was auch onlinejournalismus.de bemän­gelt).

Wolfgang Schäuble auf der Titelseite der “taz” (9. Juli 2007)Die bes­te Titel­sei­te zum The­ma lie­fert (wenig über­ra­schend) die „taz“, der bis­her bes­te Kom­men­tar stammt von Heri­bert Prantl in der „Süd­deut­schen Zei­tung“. Und wäh­rend die Kari­ka­tu­ris­ten über­le­gen, wie sie Schäub­le noch als völ­lig durch­ge­knall­ten Blut­rä­cher dar­stel­len könn­ten, lie­fern sich die Poli­ti­ker aller Par­tei­en einen mun­te­ren Schlag­ab­tausch. Die CDU-Minis­ter­prä­si­den­ten Roland Koch, Gün­ther Oet­tin­ger und Peter Mül­ler, die nie fern sind, wenn Bedenk­li­ches öffent­lich aus­ge­spro­chen wird, ste­hen schon … äh: Gewehr bei Fuß und sagen so klu­ge Sachen wie „Sicher­heit zuerst“. (Inwie­weit sich das mit der ande­ren Grund­satz­pa­ro­le „Vor­fahrt für Arbeit“ ver­ei­nen lässt, ist wohl noch nicht ganz raus.) Oet­tin­ger schreibt ver­mut­lich schon an einer Rede, in der er Schäub­le als „obers­ten Ver­fas­sungs- und Daten­schüt­zer“ bezeich­nen wird, und war­tet nur noch auf eine unpas­sen­de Gele­gen­heit, die­se auch hal­ten zu dür­fen.

Nach­trag 20:07 Uhr: Gera­de ent­deckt: „Wer for­dert mehr?“, ein Quiz vom „Zün­der“, der Jugend­sei­te der „Zeit“. Dort muss man ver­schie­de­ne ver­hee­ren­de Zita­te dem rich­ti­gen Urhe­ber (Schäub­le, Bush, Putin, …) zuord­nen. Wer ist alles bes­ser als 4/​9?

Kategorien
Musik

Like a robot from 1964

Tom Jones ist eine coo­le Sau, dar­an soll­te es kei­nen Zwei­fel geben. Zwar oszil­liert der Mann immer zwi­schen hoch­not­pein­lich und rich­tig cool, aber allein sein Auf­tritt in „Mars Attacks!“ und sein groß­ar­ti­ges „Rel­oad“-Album soll­ten aus­rei­chen, um den Mann zu fei­ern.

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag stand er beim Gedenk­kon­zert für Prin­zes­sin Dia­na auf der Büh­ne des Lon­do­ner Wem­bley Sta­di­ums und sang …

„I Bet You Look Good On The Dance­f­lo­or“ von den Arc­tic Mon­keys. Nicht so cool wie das Ori­gi­nal und nicht so char­mant wie die Suga­ba­bes, aber schon irgend­wie ganz spa­ßig für einen 67-Jäh­ri­gen. Wenn man nur nicht das Gefühl hät­te, die Band wür­de eigent­lich „Venus“ spie­len …