Mal angenommen, Sie müssten ein Foto betexten, in dem unter anderem dieses Detail vorkommt:

Würden Sie es nicht exakt so machen wie der Kollege von „einestages“?

Mit Dank an Nico K.
Mal angenommen, Sie müssten ein Foto betexten, in dem unter anderem dieses Detail vorkommt:

Würden Sie es nicht exakt so machen wie der Kollege von „einestages“?

Mit Dank an Nico K.
Unbekannte haben sich in der vergangenen Woche einen Spaß draus gemacht, Todesmeldungen zu streuen. Opfer davon waren unter anderem Popsternchen Britney Spears (27), Schauspieler Jeff Goldblum (56), Schauspielerin Natalie Portman (28) – und jetzt auch Schauspieler und Womanziner George Clooney (48).
Sowas ist natürlich nicht lustig.
Zumindest nicht, bis man weiß, auf welcher Seite diese Meldung steht:
Wer sich zaghaft der ganz eigenen Welt von Politikern annähern will, sollte folgende Worte ein paar Mal im Kopf hin- und herschieben:
Ich halte es für falsch und nicht machbar, im Internet unliebsame Inhalte durch Sperren oder das Kappen von Verbindungen zu unterdrücken.
Das hat nicht etwa irgendein Kritiker der vor einer Woche beschlossenen Internetsperren gegen Kinderpornographie gesagt, sondern Dr. Martina Krogmann, Verhandlungsführerin der CDU/CSU bei genau diesem Gesetz.
Allerdings jetzt und zu einem etwas anderen Thema.
Echte Puristen notieren sich auf Post-Its wichtige Dinge, andere wiederum machen daraus etwas Künstlerisches. So auch Bang-yao Liu. Und ich kann die werte Leserschaft beruhigen: Der Mann im Video hat keine wichtige Prüfung vor sich hergeschoben.
Und wer sehen will, wie viel Arbeit in dem Clip steckt, der sollte sich das Making Of zu Gemüte führen.
Michael Wendler will umziehen – raus aus der durchs „perfekte Promidinner“ berühmt gewordenen weißen Villa in Oberlohberg.
Das erklärte der König des Popschlagers und bekannteste Dinslakener der „Rheinischen Post“:
Ein neues Domizil braucht er, weil „die Wendler-Villa in Hiesfeld zur Pilgerstätte geworden ist“. Nachts führen Fans vor, hupten und riefen: „Wendler – komm raus!“ Nicht dass ihn das störte, sturmerprobt durch Festzelte und Mallorca, aber er will Adeline schützen, seine siebenjährige Tochter. Die Nachbarn auch.
Und die schützt er vermutlich am Besten, indem er in der Zeitung verkündet, einen stadtbekannten Reiterhof („das 2003 abgebrannte Gestüt an der Franzosenstraße“) aufkaufen und sich während der Renovierungsarbeiten vom Kamerateam einer Sat.1‑Dokusoap filmen lassen zu wollen …
Es war ein bisschen schwer in letzter Zeit: Klimawandel, Wirtschaftskrise und die Hochzeit von Boris Becker haben der Menschheit schwer zugesetzt.
Aber es wird besser.
Schon übermorgen:


Finden Sie es nicht auch faszinierend, dass „RP Online“ als einziges Medium weltweit mit einem Foto vom unterirdischen (!) Atomtest der Nordkoreaner aufwarten kann?
Ach so, das ist gar kein Atompilz:

Ach so, das Foto zeigt das „Symbol des nordkoreanischen Atomprogramms“ bei seinem Abriss. Und der war eigentlich als Signal für die Aufgabe des nordkoreanischen Atomprogramms gewertet worden.
Nachtrag, 23:50 Uhr: „RP Online“ hat das Foto entfernt – und durch einen Hinweis auf die Klickstrecke „Nordkoreas Raketen-Arsenal im Überblick“ ersetzt.
Es gibt Sätze, die liest man, dann stockt man, liest sie noch mal und wundert sich. Solche Sätze gehören meist zu völlig irrelevanten Artikeln und stehen in gefühlt zwei Dritteln aller Fälle bei „RP Online“.
So auch dieser:
Statistiken belegen, dass 57 Prozent der Japanerinnen unter 34 unverheiratet sind.
Nun habe ich spontan keine dezidierte Statistik gefunden, wohl aber eine Bevölkerungspyramide. Deren Zahlen stammen zwar aus dem Jahr 2000 und beziehen sich jetzt auf die Japanerinnen unter 35, aber mit ein bisschen Grafikspielerei wird trotzdem deutlich, wie man sich „57 Prozent der Japanerinnen unter 34“ ungefähr vorzustellen hat (grüne Linie):
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Nachtrag für alle Rot-Grün-Blinden:
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Da ich mal hoffe, dass die Quote der unverheirateten Japanerinnen unter 15 bei 100% liegt, und da diese Gruppe schon rund ein Drittel der Unter-35-Jährigen ausmacht, sollte klar sein, dass 57% aller Frauen unter 34 keine auffallend hohe Zahl für Unverheiratete wäre – eher im Gegenteil.
Das einzige, was ich in dieser Richtung an Statistiken gefunden habe, ist ein Satz aus einem „NZZ“-Artikel von 2007, der auch gleich zeigt, wie aus den Zahlen ein Brautschuh wird:
Heute sind in Japan rund sechzig Prozent aller Frauen im Alter von 30 Jahren unverheiratet, und bei den 34-Jährigen haben noch immer rund vierzig Prozent keinen Bund fürs Leben geschlossen.
Und wehe, Sie fragen jetzt, ob ich eigentlich nichts besseres zu tun habe!
Über die Internetkompetenz von Politikern ist gerade in den letzten Tagen viel gespottet worden und tatsächlich habe ich manchmal den Eindruck, dass meine 76-jährige Großmutter besser mit dem Computer umzugehen weiß als so mancher Bundesminister. (Vermutlich auch besser als einige 25-Jährige, aber darum soll es nicht gehen.)
Manchmal allerdings ist es um die Internetkompetenz von Politikern (oder ihren Mitarbeitern) dann vielleicht doch nicht so schlecht bestellt, wie mancher Beobachter das gerne hätte. Das sieht dann zum Beispiel so aus wie in der Kolumne „Unsere Woche“ in der Jörg Werner, der Dinslakener Lokalchef der „Rheinischen Post“, am vergangenen Samstag schrieb:

Ich schrieb meinem früheren Chef am Sonntagabend, dass Heidinger diese obskure Schreibweise vermutlich gewählt habe, damit die E‑Mail-Adresse nicht so leicht von Spambots gefunden werde, die das Internet durchforsten. (Das dürfte zwar heutzutage kaum noch wirkungsvoll sein, aber die Website sieht ja auch nicht gerade aus, als stamme sie aus dem Jahr 2009.)
Jörg Werner reagierte prompt und vorbildlich, indem er am Dienstag auf der ersten Seite des Lokalteils schrieb:


Ich frage das wirklich ungern, aber: Wie viele Semester Germanistik müsste ich wohl noch studieren, um dieses Transparent an der Bochumer Uni-Bibliothek sinnentnehmend lesen zu können?
Gerade bin ich bei einer Recherche zufälligerweise über das hier gestolpert:
Tritt Queen Elizabeth II. in diesem Jahr zurück?
Hamburg (ots) – „Die Gerüchte mehren sich, die Königin plane keinen behutsamen Rückzug aus dem Amt, sondern einen dramatischen Schritt“, schreibt Peter Oborne in der neuen PARK AVENUE (erscheint am 25. April 2006). Vielleicht noch in diesem Jahr?
Queen Elizabeth II. ist bekanntlich immer noch im Amt – „Park Avenue“ hingegen …