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Topschlagen

Mal ange­nom­men, Sie müss­ten ein Foto betex­ten, in dem unter ande­rem die­ses Detail vor­kommt:

Acht Brüste, davon zwei im Bikini.

Wür­den Sie es nicht exakt so machen wie der Kol­le­ge von „eines­ta­ges“?

Topp-Stimmung: Eine mit einem Bikini-Top bekleidete Love-Parade-Teilnehmerin (2. v. li.) blickt von einem Partywagen herab.

Mit Dank an Nico K.

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Digital

Da lacht der Anglist

Unbe­kann­te haben sich in der ver­gan­ge­nen Woche einen Spaß draus gemacht, Todes­mel­dun­gen zu streu­en. Opfer davon waren unter ande­rem Pop­s­tern­chen Brit­ney Spears (27), Schau­spie­ler Jeff Gold­blum (56), Schau­spie­le­rin Nata­lie Port­man (28) – und jetzt auch Schau­spie­ler und Womanzi­ner Geor­ge Cloo­ney (48).

Sowas ist natür­lich nicht lus­tig.

Zumin­dest nicht, bis man weiß, auf wel­cher Sei­te die­se Mel­dung steht:

www.die-topnews.de

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Digital Politik

Internet Gaga

Wer sich zag­haft der ganz eige­nen Welt von Poli­ti­kern annä­hern will, soll­te fol­gen­de Wor­te ein paar Mal im Kopf hin- und her­schie­ben:

Ich hal­te es für falsch und nicht mach­bar, im Inter­net unlieb­sa­me Inhal­te durch Sper­ren oder das Kap­pen von Ver­bin­dun­gen zu unter­drü­cken.

Das hat nicht etwa irgend­ein Kri­ti­ker der vor einer Woche beschlos­se­nen Inter­net­sper­ren gegen Kin­der­por­no­gra­phie gesagt, son­dern Dr. Mar­ti­na Krog­mann, Ver­hand­lungs­füh­re­rin der CDU/​CSU bei genau die­sem Gesetz.

Aller­dings jetzt und zu einem etwas ande­ren The­ma.

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Kultur

The Post-It-Service

Ech­te Puris­ten notie­ren sich auf Post-Its wich­ti­ge Din­ge, ande­re wie­der­um machen dar­aus etwas Künst­le­ri­sches. So auch Bang-yao Liu. Und ich kann die wer­te Leser­schaft beru­hi­gen: Der Mann im Video hat kei­ne wich­ti­ge Prü­fung vor sich her­ge­scho­ben.

Hier kli­cken, um den Inhalt von You­Tube anzu­zei­gen.
Erfah­re mehr in der Daten­schutz­er­klä­rung von You­Tube.

Und wer sehen will, wie viel Arbeit in dem Clip steckt, der soll­te sich das Making Of zu Gemü­te füh­ren.

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Musik Print

Stadt, Land, Flucht

Micha­el Wend­ler will umzie­hen – raus aus der durchs „per­fek­te Pro­mi­din­ner“ berühmt gewor­de­nen wei­ßen Vil­la in Ober­loh­berg.

Das erklär­te der König des Pop­schla­gers und bekann­tes­te Dins­la­ke­ner der „Rhei­ni­schen Post“:

Ein neu­es Domi­zil braucht er, weil „die Wend­ler-Vil­la in Hies­feld zur Pil­ger­stät­te gewor­den ist“. Nachts füh­ren Fans vor, hup­ten und rie­fen: „Wend­ler – komm raus!“ Nicht dass ihn das stör­te, sturm­er­probt durch Fest­zel­te und Mal­lor­ca, aber er will Ade­line schüt­zen, sei­ne sie­ben­jäh­ri­ge Toch­ter. Die Nach­barn auch.

Und die schützt er ver­mut­lich am Bes­ten, indem er in der Zei­tung ver­kün­det, einen stadt­be­kann­ten Rei­ter­hof („das 2003 abge­brann­te Gestüt an der Fran­zo­sen­stra­ße“) auf­kau­fen und sich wäh­rend der Reno­vie­rungs­ar­bei­ten vom Kame­ra­team einer Sat.1‑Dokusoap fil­men las­sen zu wol­len …

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Leben

Endlich gute Nachrichten!

Es war ein biss­chen schwer in letz­ter Zeit: Kli­ma­wan­del, Wirt­schafts­kri­se und die Hoch­zeit von Boris Becker haben der Mensch­heit schwer zuge­setzt.

Aber es wird bes­ser.

Schon über­mor­gen:

Ab Dienstag kann wieder gekegelt werden!
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Digital

Who Are You?

Knock, knock …

Schweinegrippe: Höchste Alarmstufe. Who* ruft Pandemie aus

Dr. Who oder The Who?

*Weltgesundheitsorganisation

Ach so …

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Digital

Symbolbild ohne Signalwirkung

"Maßnahme zur Selbstverteidigung" Nordkorea führt weiteren Atomtest durch

Fin­den Sie es nicht auch fas­zi­nie­rend, dass „RP Online“ als ein­zi­ges Medi­um welt­weit mit einem Foto vom unter­ir­di­schen (!) Atom­test der Nord­ko­rea­ner auf­war­ten kann?

Ach so, das ist gar kein Atom­pilz:

Nordkoreas Nukleartest hat die Welt in große Sorge versetzt. Symbol des nordkoreanischen Atomprogramms ist der Komplex in Yongbyon (Foto). Foto: AP

Ach so, das Foto zeigt das „Sym­bol des nord­ko­rea­ni­schen Atom­pro­gramms“ bei sei­nem Abriss. Und der war eigent­lich als Signal für die Auf­ga­be des nord­ko­rea­ni­schen Atom­pro­gramms gewer­tet wor­den.

Nach­trag, 23:50 Uhr: „RP Online“ hat das Foto ent­fernt – und durch einen Hin­weis auf die Klick­stre­cke „Nord­ko­re­as Rake­ten-Arse­nal im Über­blick“ ersetzt.

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Digital

69% aller Statistiken sind fehlerhaft

Es gibt Sät­ze, die liest man, dann stockt man, liest sie noch mal und wun­dert sich. Sol­che Sät­ze gehö­ren meist zu völ­lig irrele­van­ten Arti­keln und ste­hen in gefühlt zwei Drit­teln aller Fäl­le bei „RP Online“.

So auch die­ser:

Sta­tis­ti­ken bele­gen, dass 57 Pro­zent der Japa­ne­rin­nen unter 34 unver­hei­ra­tet sind.

Nun habe ich spon­tan kei­ne dezi­dier­te Sta­tis­tik gefun­den, wohl aber eine Bevöl­ke­rungs­py­ra­mi­de. Deren Zah­len stam­men zwar aus dem Jahr 2000 und bezie­hen sich jetzt auf die Japa­ne­rin­nen unter 35, aber mit ein biss­chen Gra­fik­spie­le­rei wird trotz­dem deut­lich, wie man sich „57 Pro­zent der Japa­ne­rin­nen unter 34“ unge­fähr vor­zu­stel­len hat (grü­ne Linie):

57% der Japanerinnen unter 34

Nach­trag für alle Rot-Grün-Blin­den:

57% der Japanerinnen unter 34

Da ich mal hof­fe, dass die Quo­te der unver­hei­ra­te­ten Japa­ne­rin­nen unter 15 bei 100% liegt, und da die­se Grup­pe schon rund ein Drit­tel der Unter-35-Jäh­ri­gen aus­macht, soll­te klar sein, dass 57% aller Frau­en unter 34 kei­ne auf­fal­lend hohe Zahl für Unver­hei­ra­te­te wäre – eher im Gegen­teil.

Das ein­zi­ge, was ich in die­ser Rich­tung an Sta­tis­ti­ken gefun­den habe, ist ein Satz aus einem „NZZ“-Artikel von 2007, der auch gleich zeigt, wie aus den Zah­len ein Braut­schuh wird:

Heu­te sind in Japan rund sech­zig Pro­zent aller Frau­en im Alter von 30 Jah­ren unver­hei­ra­tet, und bei den 34-Jäh­ri­gen haben noch immer rund vier­zig Pro­zent kei­nen Bund fürs Leben geschlos­sen.

Und wehe, Sie fra­gen jetzt, ob ich eigent­lich nichts bes­se­res zu tun habe!

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Print Digital

Der Klammeraffenbumerang

Über die Inter­net­kom­pe­tenz von Poli­ti­kern ist gera­de in den letz­ten Tagen viel gespot­tet wor­den und tat­säch­lich habe ich manch­mal den Ein­druck, dass mei­ne 76-jäh­ri­ge Groß­mutter bes­ser mit dem Com­pu­ter umzu­ge­hen weiß als so man­cher Bun­des­mi­nis­ter. (Ver­mut­lich auch bes­ser als eini­ge 25-Jäh­ri­ge, aber dar­um soll es nicht gehen.)

Manch­mal aller­dings ist es um die Inter­net­kom­pe­tenz von Poli­ti­kern (oder ihren Mit­ar­bei­tern) dann viel­leicht doch nicht so schlecht bestellt, wie man­cher Beob­ach­ter das ger­ne hät­te. Das sieht dann zum Bei­spiel so aus wie in der Kolum­ne „Unse­re Woche“ in der Jörg Wer­ner, der Dins­la­ke­ner Lokal­chef der „Rhei­ni­schen Post“, am ver­gan­ge­nen Sams­tag schrieb:

Und zum Schluss noch dies: Dinslakens SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Michael Heidinger hat das Wahlvolk in dieser Woche mit seinem Internet-Auftritt beglückt. Nun wollen wir gar nicht darüber rechten, wie altbacken das von ihm vorgestellte Wahllogo ist. Das ist schließlich Geschmackssache. Eines allerdings gibt uns zu denken. Wer dem Kandidaten eine Mail mailen möchte, sollte dies, so stand es jedenfalls noch gestern nachmittag im Impressum der Seite, unter buergermeister-fuer-dinslaken(ät)arcor.de tun. Mensch, lieber Dr. Heidinger, groß herausposaunen, dass man jetzt einen tollen Internet-Auftritt hat und dann das @-Zeichen nicht finden ... Ist das professionell? Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende.

Ich schrieb mei­nem frü­he­ren Chef am Sonn­tag­abend, dass Hei­din­ger die­se obsku­re Schreib­wei­se ver­mut­lich gewählt habe, damit die E‑Mail-Adres­se nicht so leicht von Spam­bots gefun­den wer­de, die das Inter­net durch­fors­ten. (Das dürf­te zwar heut­zu­ta­ge kaum noch wir­kungs­voll sein, aber die Web­site sieht ja auch nicht gera­de aus, als stam­me sie aus dem Jahr 2009.)

Jörg Wer­ner reagier­te prompt und vor­bild­lich, indem er am Diens­tag auf der ers­ten Sei­te des Lokal­teils schrieb:

Professionelles (ät): Auf ein Wort in eigener Sache: Redaktionsleiter, wer hätte das gedacht, sind nicht unfehlbar. Sie sind, ich habe kein Problem, das zuzugeben, nicht allwissend. Aber sie lernen täglich dazu. Warum ich das erzähle? Na ganz einfach, ich hab was dazu gelernt. Da hab ich doch am Samstag die Frage gestellt, ob der Internetauftritt des SPD-Bürgermeisterkandidaten Dr. Michael Heidinger tatsächlich professionell ist, weil das gewohnte @-Zeichen dort durch ein (ät) ersetzt worden ist. Die Antwort auf diese Frage ist: Ja. Denn dieses (ät) gilt, wie ich mich inzwischen habe belehren lassen, als Mittel, sich vor automatischen Programmen auf der Suche nach Adressen für Spam-Mails zu schützen. Nun gut, das kannte ich bislang nur in der Version (at), ob's tatsächlich effektiv hilft, ist auch nicht unumstritten und über die Frage, ob der Trick nicht eher dazu dient, die Erreichbarkeit des Kandidaten für Otto-Normalcomputerbenutzer zu behindern, ließe sich auch philosophieren Aber hier ist nicht der Platz zum Haare spalten. Also, Asche auf mein Haupt, Herr Dr. Heidinger. Die nächste kritische Anmerkung, ich versprech's, trifft aber wieder mitten ins Schwarze. Jörg Werner.

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Gesellschaft

Von den Autoren von „Koreanische Gebrauchsanleitungen“

Studiengebühren sin sozial GERECHT & NICHT Steine können fliegen

Ich fra­ge das wirk­lich ungern, aber: Wie vie­le Semes­ter Ger­ma­nis­tik müss­te ich wohl noch stu­die­ren, um die­ses Trans­pa­rent an der Bochu­mer Uni-Biblio­thek sinn­ent­neh­mend lesen zu kön­nen?

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Queen – „Park Avenue“ 1:0

Gera­de bin ich bei einer Recher­che zufäl­li­ger­wei­se über das hier gestol­pert:

Tritt Queen Eliza­beth II. in die­sem Jahr zurück?

Ham­burg (ots) – „Die Gerüch­te meh­ren sich, die Köni­gin pla­ne kei­nen behut­sa­men Rück­zug aus dem Amt, son­dern einen dra­ma­ti­schen Schritt“, schreibt Peter Obor­ne in der neu­en PARK AVENUE (erscheint am 25. April 2006). Viel­leicht noch in die­sem Jahr?

Queen Eliza­beth II. ist bekannt­lich immer noch im Amt – „Park Ave­nue“ hin­ge­gen