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Man wird sprachlos

In der ARD läuft heute um 23.30 Uhr eine Dokumentation über die letztjährige Loveparade in Duisburg, bei der bei einer Massenpanik 21 Menschen gestorben sind und mehr als 500 verletzt wurden. Der WDR bewirbt diese Doku, indem er seit Tagen via Pressemitteilung einzelne O-Töne von Verantwortlichen in die Verwertungskette gibt.

Vergangene Woche warf er Zitate des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland unters Volk:

“Ich habe mir immer gesagt: Du musst so lange durchhalten, bist du allen zeigen kannst, dass diese Katastrophe nicht durch dein Verhalten entstanden ist”, erklärt Adolf Sauerland. Er habe am Anfang das Gefühl gehabt, wenn er sich entschuldige, werde er automatisch für das Unglück verantwortlich gemacht. “Und das hat dazu geführt, dass man sprachlos wird.”

Gestern kam Rainer Schaller, Veranstalter der Loveparade, zu Wort:

Zum ersten Mal äußert sich Schaller im Film auch zur Problematik des Tunnels als einzigem Ein- und Ausgang zum Veranstaltungsgelände: “Man hat Monate geplant, und für mich ist es natürlich ein Rätsel, wie man das über Monate gemeinsam nicht hat sehen können. Das ist etwas, was ich mich bis heute frage: Wie konnte man das nicht sehen?”

Ist Ihnen an der Wortwahl der beiden Herren etwas aufgefallen?

Um mal Benjamin von Stuckrad-Barre zu zitieren:

Das erste, was einem ein Psychotherapeut beibringt: Sagen Sie nicht “man”, sagen Sie “ich”. Das erste, was man als Profipolitiker wahrscheinlich lernt: öfter mal “man” sagen, dann kann nichts groß passieren.

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Digital

Die Achse des Blöden

Im heiß umkämpften Rennen um den dämlichsten Text zur Loveparade-Katastrophe ist “Welt Online” möglicherweise uneinholbar in Führung gegangen:

Tragische Orte: Duisburg verewigt sich auf der Landkarte des Grauens. Winnenden, Hoyerswerda, Eschede – der Schrecken klingt meist nach Provinz. Nun ist auch Duisburg auf der Landkarte des Grauens gelandet.

Autorin Brenda Strohmaier offenbart dabei eine beeindruckende Phantasie:

Duisburg ist auf der Landkarte des Grauens gelandet. Orte wie Ramstein(offizielle Homepage), Winnenden(hier), Mügeln(hier) haben sich dort unfreiwillig verewigt, ebenso Bad Kleinen(hier) und Gladbeck(hier), Tschernobyl und Bhopal. Würde man die perfekte Karte davon zeichnen, so müsste man auch eine makaber anmutende Legende entwerfen. Bestimmte Symbole stünden für Unfall, Missbrauch, Rechtsradikalismus. Und verschiedene Farben für verschiedene Opferzahlen. In Klammern hinter den Orten würde wohl jeweils die Jahreszahl der Katastrophe stehen.

Die perfekte Karte des Grauens sollte natürlich auch noch die zentrale Gedenkstätte und den Tag der alljährlichen Gedenkveranstaltungen verzeichnen.

Und natürlich sollte die Karte einen ziemlich großen Maßstab haben, weil die Orte ja alle so klein sind:

Wie eine Anti-Imagekampagne katapultiert das Unglück die Orte in eine Welt des ungewollten Ruhms, in der ganz eigene, zynische Regeln gelten. Eine davon: Je kleiner und unbekannter der Ort, desto wahrscheinlicher landet er wegen eines Verbrechens auf der Landkarte. Der Schrecken klingt meist nach Provinz.

Schrecken klingt also nach Provinz, aber nicht nur: Er kann auch nach Großstädten klingen. Aber Großstädte können auch ein Schutz sein.

Oder wie es Frau Strohmaier selbst formuliert:

Größe schützt nicht immer: Sogar Metropolen landen auf der Weltkarte des finsteren Ruhmes – wenn das Ausmaß der Katastrophe entsprechend dimensioniert ist. Seit dem 11. September 2001 klingt selbst New York nach Tragödie. Und seit dem 24. Juli eben auch Duisburg, die mit fast 500.000 Einwohnern fünftgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens. Doch die Größe birgt auch die Chance, dass der Name auf der Schreckenskarte wieder verblasst.

Vielleicht ist es also letztlich entscheidend, ob eine Stadt egal welcher Größe einen Misthaufen hat, und was die Hähne auf dem so tun oder auch nicht.

Das Prinzip hinter diesem Text ist natürlich nicht neu: Im vergangenen Jahr hatte die Website der “Münchener Abendzeitung” kurz nach dem Amoklauf von … na klar: Winnenden in einer Klickstrecke bereits die “Orte des Grauens” gekürt und schwafelig verkündet:

Es gibt Orte, die für immer den Stempel des Grauens verpasst bekommen haben. Wenn man ihren Namen hört, denkt man unwillkürlich an die schrecklichen Taten und menschlichen Tragödien, die sich dort abgespielt haben.

Das alles hat mit Journalismus natürlich nichts mehr am Hut, es ist eine self fulfilling prophecy, ähnlich wie der Off-Kommentar in der WDR-Sondersendung am Samstagabend, in dem die Sprecherin bedeutungsschwer verkündete, das seien jetzt Bilder, die die Menschen nie mehr vergessen werden — Bilder, die allein innerhalb der einstündigen Sendung da gerade zum vierten Mal über den Bildschirm flimmerten.

Bei Frau Strohmaiers Landkarten-Text kann man es sogar ganz praktisch überprüfen:

Nehmen wir Brieskow-Finkenheerd, 2500 Bewohner, südlich von Frankfurt/Oder gelegen.

Na, klingelt’s?

Oder muss jemand nicht an die neun toten Babys denken, die im Sommer 2005 gefunden wurden?

Ganz ehrlich? Bis eben nicht, Frau Strohmaier, bis eben nicht! Aber die Einwohner von Brieskow-Finkenheerd danken es Ihnen sicher, dass sie diese kleine Erinnerungslücke bei mir geschlossen haben.

Es ist erstaunlich, wie viel man auf logischer und sprachlicher Ebene falsch machen kann, aber Brenda Strohmaier lässt auch nichts unversucht, ihre eigene These Wirklichkeit werden zu lassen: Dass im Artikel selbst eine Stadtsoziologin zu Wort kommt, die relativ zuversichtlich ist, was Duisburgs zukünftige Konnotationen angeht? Geschenkt. Dass seit Samstag in erster Linie von Unglücken, Katastrophen und Tragödien “bei der Loveparade” die Rede ist? Egal. Hauptsache: Duisburg. Oder “Duisberg”, wie es gleich im ersten Satz heißt.

Disclosure: Ich bin in Duisburg geboren und schon mal von “Welt Online” abgemahnt worden.

Mit Dank an David S.

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Siehste!

Hinterher hat man es ja sowieso immer gewusst. Im Nachhinein ist jedem klar, dass es die richtige Entscheidung gewesen war, die Loveparade 2009 in Bochum abzusagen. Aber was haben wir damals auf den Stadtoberen rumgehackt …

Gut, die Art und Weise der Absage war peinlich gewesen: Nach Monaten plötzlich festzustellen, dass die Stadt dann doch irgendwie zu klein ist, deutete entweder auf erstaunlich schwache Ortskenntnisse hin — oder auf einen besorgniserregenden “Das muss doch irgendwie zu schaffen sein”-Aktionismus, der die Augen vor der Realität verschließt. Letztlich haben sie es in Bochum noch gemerkt, die Schuld an der Absage der Deutschen Bahn in die Schuhe geschoben und Häme und Spott einfach ausgesessen. Dass der damalige Polizeipräsident, der sich lautstark gegen die Durchführung der Loveparade ausgesprochen hatte, neun Monate später in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde, hatte ja ganz andere Gründe.

Erstaunlich aber: Von der Sicherheit war in all den Artikeln, Kommentaren und Pressemitteilungen kaum die Rede. Das kam nur am Rande zur Sprache:

Ganz andere Risiken bewegen Martin Jansen. Dem Leitenden Polizeidirektor wäre die Rolle zugefallen, den wohl größten Polizeieinsatz aller Zeiten in Bochum zu koordinieren. “Wir hätten die Loveparade nur unter Zurückstellung erheblicher Sicherheitsbedenken vertreten.” Knackpunkt ist nach seiner Einschätzung der Bochumer Hauptbahnhof.

Aber um die Sicherheit der zu erwartenden Menschenmassen ging es auch im Vorfeld der Duisburger Loveparade öffentlich nie, immer nur um die Kosten:

Fritz Pleitgen, Vorsitzender und Geschäftsführer der Ruhr.2010, beobachtet mit großer Sorge, wie sehr die Auswirkungen der Finanzkrise den Städten der Metropole Ruhr zu schaffen machen. Besonders prägnant sei das aktuelle Beispiel Loveparade in Duisburg. “Hier müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um dieses Fest der Szenekultur mit seiner internationalen Strahlkraft auf die Beine zu stellen.”

Dabei hätte das Argument “Menschenleben” bestimmt auch Dampfplauderer wie Prof. Dieter Gorny beeindrucken können, der im Januar mal wieder das tat, was er am Besten kann, und groß tönte:

“Man muss sich an einen Tisch setzten und den Willen bekunden, die Loveparade durchzuführen, statt klein beizugeben.” Die Politik müsse sich dahingehend erklären, dass sie sagt: “Wir wollen die Veranstaltung und alle Kraft einsetzen, sie zu retten!”

Gorny, der sonst keinen öffentlichen Auftritt auslässt, hat sich seit Samstagnachmittag zurückgezogen. Er sei “schwer erschüttert”, erklärte die Ruhr.2010 auf Anfrage, und fügte hinzu:

Wir haben beschlossen, dass für die Kulturhauptstadt ausschließlich Fritz Pleitgen als Vorsitzender der Geschäftsführung spricht und bitten, dies zu respektieren.

Aber es gibt ja immer noch die Journalisten, die sich spätestens seit der denkwürdigen Pressekonferenz am Sonntagmittag als Ermittler, Ankläger und Richter sehen. Und als Sachverständige:

“We were the only newspaper that said: ‘No. Stop it. The city is not prepared. We will not be able to cope with all these people,”

lässt sich Götz Middeldorf von der “Neuen Ruhr Zeitung” in der “New York Times” zitieren.

Bei “Der Westen” forderte Middeldorf bereits am Sonntag lautstark den Rücktritt von Oberbürgermeister Sauerland und kommentierte:

Auf die Frage der NRZ, ob man nicht gesehen habe, dass Duisburg nicht geignet ist für die Loveparade ging der OB nicht ein, sprach von “Unterstellung” und wies mögliches Mitverschulden der Stadt zurück.

Ich habe mich lange durch alte Artikel gewühlt, aber nichts dergleichen gefunden. Da das auch an der unfassbar unübersichtlichen Archivsuche bei “Der Westen” liegen kann, habe ich Herrn Middeldorf gefragt, nach welchen Artikeln ich Ausschau halten sollte. Eine Antwort habe ich bisher nicht erhalten.

Wie kritisch die Duisburger Presse war, kann man zum Beispiel an Passagen wie dieser ablesen:

Die Organisatoren gaben sich am Dienstag allerdings sehr optimistisch, dass es kein Chaos geben werde. “Die eine Million Besucher wird ja nicht auf einmal, sondern über den Tag verteilt kommen”, so Rabe. Es sei zwar nicht auszuschließen, dass der Zugang während der zehnstündigen Veranstaltung kurzzeitig gesperrt werden müsse, aber derzeit gehe man nicht davon aus. Und wenn der Fall doch eintrete, “dann haben wir ganz unterschiedliche Maßnahmen, mit denen wir das problemlos steuern können”, verspricht der Sicherheitsdezernent – bei den Details wollte er sich nicht in die Karten schauen lassen.

(Kritisch ist da der letzte Halbsatz, nehme ich an.)

Artikel wie der Kommentar “Die Loveparade als Glücksfall” vom 23. Juli oder die großspurigen Übertreibungen von Ordnungsdezernent Rabe und Veranstalter Lopavent die Kapazität des Festivalgeländes betreffend sind plötzlich offline — “Technikprobleme”, wie mir der Pressesprecher der WAZ-Gruppe bereits am Dienstag erklärte.

Den (vorläufigen) Gipfel des Irrsinns erklomm aber Rolf Hartmann, stellvertretender Redaktionsleiter der “WAZ” Bochum. Anders als seine Kollegen, die sich hinterher als aktive Mahner und Warner sahen, schaffte es Hartmann in seinem Kommentar am Dienstag, völlig hinter dem Thema zu verschwinden:

Meine Güte, war man Anfang 2009 über OB & Co hergefallen, als die Stadt Bochum die Loveparade 2009 in Bochum absagte.

“Man.”

Nachtrag, 1. August: Stefan Niggemeier hat in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” über das gleiche Thema geschrieben.

Ihm hat Götz Middeldorf auch geantwortet:

Auf Nachfrage räumt Middeldorf ein, dass Sicherheitsbedenken nicht das Thema waren. “Wir waren immer gegen die Loveparade, aber aus anderen Gründen.” Dann muss die “International Herald Tribune” ihn mit seinem Lob für die eigene, einzigartige Weitsichtigkeit wohl falsch verstanden haben? “Das vermute ich mal”, antwortet Middeldorf. “Das ist nicht ganz richtig.” Er klingt nicht zerknirscht.

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Gesellschaft Digital

silence.

Ich wollte was schreiben.

Muss ich jetzt nicht mehr.

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Digital

Topschlagen

Mal angenommen, Sie müssten ein Foto betexten, in dem unter anderem dieses Detail vorkommt:

Acht Brüste, davon zwei im Bikini.

Würden Sie es nicht exakt so machen wie der Kollege von “einestages”?

Topp-Stimmung: Eine mit einem Bikini-Top bekleidete Love-Parade-Teilnehmerin (2. v. li.) blickt von einem Partywagen herab.

Mit Dank an Nico K.

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Ich bin nur zugezogen, holt mich hier raus!

Die peinliche Absage der Loveparade, die dieses Jahr eigentlich in Bochum stattfinden sollte, bestimmt in den letzten Tagen die Lokalpresse:

Nein, von einem Imageschaden könne keine Rede sein, gab Stadtrat Paul Aschenbrenner (SPD) zu Protokoll. „Weil wir eine verantwortungsbewusste Entscheidung getroffen haben.“

(“Ruhrnachrichten”)

Gut, dass Bochum kein Image hat, was zu Schaden kommen könnte. Und wen interessieren schon junge Menschen, die Krach hören und Rauschgift konsumieren?

Die SPD jedenfalls nicht:

So hatte etwa der SPD-Ortsverein Bochum-Hamme, der schon Wolfgang Clement politisch weitgehend über die Klinge springen ließ, einen Antrag für den Rat vorbereitet, wegen drohender Vermüllung der Anliegerstraßen vom Raver-Tanzvergnügen ganz abzulassen.

In dem Antrag vom 31. Juli 2008 heißt es wörtlich: „Der SPD-Ortsverein Bochum-Hamme sieht in der Ausrichtung der Loveparade 2009 in Bochum keinen kulturellen bzw. nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung des Images des Ruhrgebietes bzw. für das Kulturhauptstadtjahr 2010. Die im Rahmen der Organisation entstehenden Kosten und Nachfolgeschäden stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen dieser Veranstaltung und sind öffentlich nicht vertretbar.” Bochum solle deshalb die Veranstaltung zurückgeben.

(“WAZ”)

Aber die sehr endliche Kompetenz der SPD manifestiert sich bis ins kleinste Detail:

Im Sommer 2008 verabschiedete der Ortsverein den Antrag an den Rat, die Loveparade in Bochum abzublasen, wegen Gefahr der Vermüllung und anderer Schäden. Zwar wurde der Antrag nie abgeschickt, doch in den SPD-Gremien wie Ratsfraktion und Unterbezirksparteitag sickerte die Ablehnung gleichwohl durch.

(Noch mal die “WAZ”)

Entsprechend gut lässt sich dieser Eiertanz kommentieren:

Wie eine Nachgeburt kommen nun Einschätzungen zu Tage, die darauf hinweisen, dass die Macher der Bochumer Politik mit der Loveparade wenig am Hut hatten. Stattdessen ging die Sorge um, das Thema spalte und könne im Superwahljahr 2009 Wählerstimmen kosten.

Das allerdings ist nicht von der Hand zu weisen. Zu auffällig, wie eindrucksvoll und wortmächtig sich Bochumer Politiker über Konzerthausbau, Cross-Border-Deal und Gott und die Welt verbreitet haben, das Thema Loveparade aber fast gänzlich mieden. […]

Und dann die Kosten: 130 000 Euro allein durch den Einsatz der Feuerwehr und Rettungsdienste. Ganz zu schweigen von hunder-ten Extrabussen. Und der befürchteten Vermüllung. Das wirkt doch sehr wie ein rundes bestelltes Gutachten. Von Leuten, die nicht wirklich wollen.

(Kommentar in der “WAZ”)

Insgeheim dürften spätestens seit dem Erfolg der Loveparade in Essen klar gewesen sein: Bochum ist dem nicht gewachsen. Da das niemand sagen will, fehlte nur ein Grund für die Absage.

Zum Glück gibt es die Gleisbauarbeiten der Bahn.

(Kommentar in den “Ruhr Nachrichten”)

Der publizistische Todesstoß kam allerdings aus der alten Heimat der Loveparade. Ein Provinzporträt in zweieinhalb Sätzen:

Herbert Grönemeyer hat Bochum groß gemacht, aber nicht groß genug. Die Loveparade – Ältere werden sich erinnern – kann dort in diesem Jahr mangels Kapazität nicht stattfinden: Bahnhof zu klein, Miettoiletten ausgebucht, zu wenig Papierkörbe, so etwa.

(“Der Tagesspiegel”)

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bochumer Stadtrat wird von der “WAZ” übrigens wie folgt zitiert:

Es wurde der Eindruck erweckt, als wären nur Deppen am Werk.

Wie jetzt? “Eindruck”? “als”?

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Musik Unterwegs

Bochum überraschend eingelaufen

Hatte ich geglaubt, mit meinem Umzug von Dinslaken nach Bochum ein Provinznest gegen eine Großstadt eingetauscht zu haben, weiß ich es spätestens seit heute besser: Die Loveparade, die in diesem Jahr in Bochum stattfinden sollte, fällt aus.

Der Westen schreibt dazu:

Hintergrund für die Absage ist eine Erklärung der Stadt Bochum, dass die vorhandene Infrastruktur der Stadt nicht dazu ausreiche, die erwarteten Besuchermassen zu bewältigen.

Ich sehe es förmlich vor mir, wie die ganzen Mitglieder der Stadtverwaltung, die seit Jahren behaupten, so eine Loveparade in Bochum sei schon zu stemmen, plötzlich gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit von der Erkenntnis getroffen wurden: “Ach Du Scheiße, dat is ja allet viel zu klein hier!”

Schade vor allem für Dominik Peters, der morgen die erste Jugendherberge Bochums eröffnet:

Spätestens zur Loveparade, da ist sich Peters sicher, wird die Herberge proppenvoll sein.

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Digital

Affig

Hmmm …

Na ja …

Ich weiß nicht …

Also …

Ich kann mich irren, aber ich habe das Gefühl, da ist was schief gelaufen bei der Beschriftung der Bildergalerie zur Loveparade bei “RP Online”:

Eine Krankenschwester verarztet zwei Gorillas.

Zumal das gleich Bild zwei Klicks später etwas ganz anderes zeigen soll:

Übermütig lehnen sich zwei Tänzerinnen aus einem Wagen.

Wobei: noch spannender ist ja eigentlich die Frage, warum die Loveparade in Dortmund für die Düsseldorfer von “RP Online” offenbar im Ausland liegt …

...aktuelles/panorama/ausland/...

Nachtrag, 21:45 Uhr: “RP Online” hat an der Galerie geschraubt. Das doppelte Bild ist nur noch einmal da, aber die zwei Gorillas werden wir wohl nie zu Gesicht bekommen. Schade eigentlich.

Nachtrag, 21. Juli: Hurra! Tom hat Krankenschwester und Gorillas entdeckt.