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Wer zu früh kommt, braucht für den Spott nicht zu sorgen

Deutschland verliert gegen Argentinien bei tagesschau.de
(Screen­shot: tagesschau.de am 30. Juni 2006)

Eigent­lich woll­te ich das Bild ja erst am ers­ten Jah­res­tag des „Bit­te­ren Vier­tel­fi­nal-Aus“ pos­ten, aber es scheint mir gera­de so pas­send. Manch­mal ist das aber auch wirk­lich eine Seu­che mit den vor­be­rei­te­ten Online-Inhal­ten, die sich sel­ber ins Netz stel­len und dann auch noch gese­hen wer­den …

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Digital

Redaktionsscrabble

Ent­we­der hat­te man bei der Schwe­ri­ner Volks­zei­tung kei­ne Muße, sich eine tref­fen­de Bild­un­ter­zei­le aus­zu­den­ken, oder die Redak­ti­ons­kat­ze hat­te mal wie­der Aus­lauf:

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Totes Pferd gefunden

Mil­lio­nen von Men­schen lesen jeden Tag die „Bild“-Zeitung, dar­un­ter vie­le Medi­en­schaf­fen­de und Jour­na­lis­ten. Man­che lachen sich danach ins Fäust­chen und wer­fen die Zei­tung weg – und ande­re set­zen sich danach hin und schrei­ben los.

Ich hab mich dar­an gewöhnt, dass die „Rhei­ni­sche Post“ bzw. „RP Online“ seit eini­ger Zeit wie schwarz-gel­be (die Zei­tungs­far­ben, nicht die Poli­tik) Aus­ga­ben von „Bild“ und „bild.de“ wir­ken – es könn­te damit zusam­men­hän­gen, dass Chef­re­dak­teur Sven Gös­mann und Online-Chef Oli­ver Eckert von der Elbe an den Rhein gewech­selt waren. Zuletzt sah man am Sams­tag, wie das geht: „ARD-Wet­ter­fee ras­tet im TV aus!“ vs. „Vor lau­fen­der Kame­ra: Wet­ter­fee Clau­dia Klei­nert ras­tet aus“.

Dass aber aus­ge­rech­net die von mir hoch­ge­schätz­te (und abon­nier­te) „Süd­deut­sche Zei­tung“ auf ihrer Inter­net­sei­te auch „Bild“-Inhalte recy­celt, ist für mich – mil­de aus­ge­drückt – ein Schock.

Zur Erin­ne­rung: Letz­te Woche hat­te „Bild“ eine angeb­li­che Ex-Freun­din des TV-Komi­kers Oli­ver Pocher samt Fotos aus­ge­gra­ben und kurz dar­auf Pochers aktu­el­le Freun­din samt Fotos vor­ge­stellt. Das ist ja schon unin­ter­es­sant genug, aber sueddeutsche.de nutzt die­se Geschich­te als Auf­hän­ger für etwas, was wir „Desas­ter“ „Offen­ba­rungs­eid“ „Bil­der­stre­cke“ nen­nen wol­len.

Auf elf Ein­zel­sei­ten han­gelt sich die Autorin Michae­la Förs­ter von Pocher und den Damen über Ste­fan Raab, Harald Schmidt und Her­bert Feu­er­stein wie­der zu Pocher zurück und dann noch ein­mal zu Schmidt. Der Text ist banal und dient nur der Betex­t­ung von Fotos, die haupt­säch­lich Oli­ver Pocher zei­gen. Dabei schreckt sie auch vor der neu­es­ten Unsit­te des Online­jour­na­lis­mus nicht zurück und lässt den Text ger­ne auch mal mit­ten im …

… Satz umbre­chen. Das ist in sprach­li­cher und ästhe­ti­scher Hin­sicht min­des­tens unschön und führt neben­bei auch noch schnell zu miss­lun­ge­nen Bild­un­ter­zei­len:

… und diese Riege handhabt die Trennung von Beruf und Privatleben anders.

(Screen­shot: sueddeutsche.de)

Wenn das die „hoch­wer­ti­gen Por­ta­le und Nach­rich­ten im Inter­net“ sei­en sol­len, gegen die Blogs angeb­lich kei­ne Chan­ce haben, dann möch­te ich unter kei­nen Umstän­den min­der­wer­ti­ge Por­ta­le zu Gesicht bekom­men.

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Leben Unterwegs

Mein schönstes Urlaubsfoto

Ab Mitt­woch gibt es bei Aldi Nord eine preis­wer­te Digi­tal­ka­me­ra, mit der man beson­ders schö­ne Urlaubs­fo­tos schie­ßen kann. Zum Bei­spiel vom Ground Zero:

Urlaubsfotos am Ground Zero
(Screen­shot: aldi-essen.de)

Zum Ver­gleich: So sah es im letz­ten Novem­ber von der gegen­über­lie­gen­den Sei­te des Lochs aus.

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Digital

M wie ‚Maren Gilzer‘

VISIONS.de möchte ein M kaufen

Screen­shots: visions.de, netvibes.com

Hmmm, lie­be Leu­te bei VISIONS.de, da ging wohl erst­mal eine feh­ler­haf­te Über­schrift in den RSS-Feed, was?

Nach­trag 20:03 Uhr: Jetzt lau­tet die Über­schrift im Feed­rea­der so:
Scherzhafte Absage

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Print

Franz Josef Wagner schaut in den Abgrund

Franz Josef Wag­ner ist ja dafür bekannt, dass er mit­un­ter recht inter­es­san­te Gedan­ken­gän­ge hat und sich nicht scheut, die­se den Mil­lio­nen Lesern der „Bild“-Zeitung auch mit­zu­tei­len. Man kann ihn wegen sei­ner Brie­fe für völ­lig durch­ge­knallt hal­ten oder für bril­lant. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, was ich von ihm hal­ten soll und lese sei­ne Kolum­nen auch zu sel­ten, um mir ein fina­les Urteil zu erlau­ben. Des­we­gen habe ich auch erst gera­de via Spie­gel­fech­ter mit­be­kom­men, was Wag­ner ges­tern für einen Brief an die Bun­des­kanz­le­rin geschrie­ben hat, der in den fol­gen­den Sät­zen … äh: gip­felt.

Lie­be Ange­la Mer­kel, schreibt die Welt­pres­se Sie so hoch oder sind Sie wirk­lich so hoch auf dem Gip­fel Ihres Lebens?

Mir wür­de schwin­de­lig wer­den auf die­sem Gip­fel. Wenn ich in den Abgrund schaue.

Die gan­ze Pro­sa in 116 Wör­tern gibt’s hier – und nächs­tes Jahr ver­mut­lich im Deutsch-Zen­tral­ab­itur.

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Musik

„Wir nennen es ‚Rad‘ …“

Sony-BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz erklärt in der Finan­cial Times Deutsch­land, dass sein Kon­zern, der sich bei der Fusi­on von Sony und BMG aus Wett­be­werbs­grün­den von sei­nen Musik­ver­la­gen tren­nen muss­te, einen Musik­ver­lag grün­den will.

Ganz neben­bei plau­dert der Chef des welt­weit zweit­größ­ten Musik­kon­zerns eine ech­te Inno­va­ti­on aus:

Zusätz­lich sol­len neue CD-For­ma­te den Umsatz stär­ken. „Bei jun­gen Künst­lern kann man zum Bei­spiel ein Album mit sechs Titeln machen“, so Schmidt-Holtz. Der Preis wer­de bei etwa 5 $ bis 6 $ je Album lie­gen.

Was sagt man dazu? Viel­leicht: „Herz­li­chen Glück­wunsch, Schmidt-Holtz! Sie haben soeben die EP erfun­den …“

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Politik Leben

An der nächsten Straßensperre links abbiegen!

An mei­ner Uni fand ich ein Flug­blatt, das zu einer Infor­ma­ti­ons- und Akti­ons­ver­an­stal­tung gegen den G8-Gip­fel ein­lädt. Ein wenig besorgt war ich schon, als ich sah, gegen wel­chen Gip­fel genau man demons­trie­ren woll­te:

Flugblatt des G8 Bündnis Rhein-Ruhr
(Flug­blatt: G8 Bünd­nis Rhein-Ruhr, Her­vor­he­bun­gen: Cof­fee And TV)

Nicht, dass die Demons­tran­ten hin­ter­her auf Got­land ste­hen oder ver­zwei­felt den Bahn­hof von Heil­gen­damm suchen. Wo die Stu­den­ten von heu­te doch schon öffent­lich um die Ver­le­gung von Klau­sur­ter­mi­nen bit­ten, um ent­schul­digt an Anti­glo­ba­li­sie­rungs­pro­tes­ten teil­neh­men zu kön­nen …

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Musik Digital

Mehr Abwechslung wagen

Ich will auf kei­nen Fall den Ein­druck erwe­cken, ich hät­te nichts bes­se­res zu tun, als renom­mier­ten Musik­ma­ga­zi­nen ver­gleichs­wei­se neben­säch­li­che Schreib­feh­ler nach­zu­wei­sen. Zum einen ist es bei den Kili­ans, die vor­her The Kili­ans hie­ßen, wirk­lich nicht ganz ein­fach mit dem Namen (bis auf die Tat­sa­che, dass da immer nur ein L im Band­na­men war); zum ande­ren habe ich erst letz­te Woche den Namen von Conor Oberst mal wie­der falsch geschrie­ben. Neh­men wir das nun fol­gen­de also lie­ber als Bei­spiel dafür, wie man durch ver­schie­dens­te Schreib­wei­sen läs­ti­ge Wie­der­ho­lun­gen ver­mei­det und die eige­ne Arbeit auf­lo­ckert.

Das Dort­mun­der Musik­ma­ga­zin VISIONS hat in sei­nem aktu­el­len E‑Paper u.a. einen Arti­kel über besag­te Dins­la­ke­ner Nach­wuchs­band. Die­ser wird auf visions.de so ange­kün­digt:

visions.de: “The Killians”

Im Inhalts­ver­zeich­nis des E‑Papers erfährt man dann, auf wel­cher „Sei­te“ man den Arti­kel fin­det:

visions-weekly.de: “Kilians”

Und der Arti­kel selbst wird dann so über­schrie­ben:

visions-weekly.de: The Kilians
(Alle Screen­shots: visions.de/visions-weekly.de, Her­vor­he­bun­gen: Cof­fee And TV)

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Digital

Sparen wir uns den Klimaschutz

Mit der Getrennt- und Zusam­men­schrei­bung ist es manch­mal echt ein Kreuz – schnell hat man etwas geschrie­ben, was man gar nicht mein­te. Wenn dann auch noch eine cra­zy gra­phi­sche Auf­be­rei­tung dazu­kommt, hat man den Salat:

Klimaschutz sparen

(Quel­le: News­let­ter von amazon.de)