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Musik Digital

You all get the best

Die­sen Kom­men­tar las ich gera­de bei You­Tube:

Ich bin jetzt 21 Jah­re alt und bin so ver­dammt froh wenigs­tens noch ein biss­chen von solch einer gei­len Musik abbe­kom­men zu haben. Die armen Gaga Bie­ber Fans wis­sen ja gar nicht was Musik ist..

So weit, so gut.

Kom­men wir nun zu dem Song, unter dem die­ser Kom­men­tar stand:

Hier kli­cken, um den Inhalt von You­Tube anzu­zei­gen.
Erfah­re mehr in der Daten­schutz­er­klä­rung von You­Tube.

Und fra­gen Sie mich bit­te nicht, war­um ich die­ses Lied gera­de bei You­Tube gesucht habe …

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Digital

Hit me with your Spritzbesteck

Die Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät zu Mün­chen (LMU) hat an ihren Toi­let­ten­tü­ren einen „Nut­zungs­hin­weis“ auf­ge­hängt:

„Der Auf­ent­halt in den Toi­let­ten­an­la­gen ist nur zum Zwe­cke der Ver­rich­tung der Not­durft gestat­tet“, heißt es da. Und wei­ter: „Bei dar­über hin­aus gehen­dem unbe­fug­ten Ver­wei­len wird ab sofort, ohne Aus­nah­me, Straf­an­trag wegen Haus­frie­dens­bruch gestellt!“

Der Grund, so sueddeutsche.de:

Das Schrei­ben habe einen erns­ten Hin­ter­grund. „Bei der Ver­wal­tung sind Beschwer­den von Mit­ar­bei­tern und Stu­den­ten ein­ge­gan­gen, die sich bedroht fühl­ten, weil es auf den Toi­let­ten Dro­gen­miss­brauch gab.“ Benutz­te Sprit­zen und Blut­spu­ren sei­en ent­deckt wor­den.

Bebil­dert ist die­ser Arti­kel mit einem Foto, das mut­maß­lich nicht die Toi­let­te der LMU zeigt:

Mit in den Toiletten ausgehängten "Nutzungshinweisen" will die LMU Drogensüchtige abschrecken.

Die Bild­un­ter­schrift sah nicht immer so aus. Als der Arti­kel online ging stand dort:

Sollen sich gerne in den Toiletten der LMU treiben: Drogensüchtige mit ihrem Spritzbesteck.

[Ein­ge­sandt von Juli­us.]

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Rundfunk Digital

Diese Überschrift führt in die Irre

Herr der Quiz-Fragen starb mit 49! Günther Jauch: Sein Tod hat uns alle schockiert
Geben Sie’s zu: Für einen Augen­blick dach­ten Sie auch, Sie hät­ten die Nach­richt des Wochen­en­des ver­passt.

Doch anders als die­ser Bild.de-Screenshot vom Frei­tag sug­ge­riert, ist Gün­ther Jauch nicht tot. Gestor­ben ist Gün­ter Schrö­der, Grün­der und Geschäfts­füh­rer der Fir­ma Mind The Com­pa­ny, die sich die Fra­gen für „Wer wird Mil­lio­när?“ und ande­re Quiz­shows aus­denkt. Und scho­ckiert ist dies­mal nicht die „Bild“-Redaktion oder „ganz Deutsch­land“, das „uns“ ist Teil eines Zitats von Gün­ther Jauch.

Wer den Arti­kel liest, erfährt das auch alles. Nach dem ers­ten Schreck.

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Digital Gesellschaft

Kürzen und Würgen

Zuge­ge­ben: Ich hal­te Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler und Art­ver­wand­te sowie­so für moder­ne Scha­ma­nen. Ich wäre nicht im Min­des­ten über­rascht, wenn man im Kel­ler des ifo-Insti­tuts (bekannt durch sei­nen monat­lich ermit­tel­ten „Geschäfts­kli­ma­in­dex“, einer Art Gefühls­ba­ro­me­ter der Wirt­schaft) groß­flä­chi­ge Krei­de­krei­se und Hüh­ner­kno­chen fän­de oder bei den soge­nann­ten Rating­agen­tu­ren Glas­kol­ben mit ver­schie­den­far­bi­gen Flüs­sig­kei­ten. Ich habe also auch nicht näher ver­folgt, was es mit dem aktu­ell statt­fin­den­den Öko­no­men­streit auf sich hat – mut­maß­lich eine Art His­to­ri­ker­streit ohne Nazis, also für Außen­ste­hen­de sehr, sehr lang­wei­lig.

Ges­tern berich­te­te „Han­dels­blatt Online“ unter der ange­mes­sen unauf­ge­regt Über­schrift „Der Krieg der Öko­no­men eska­liert“ über den Dort­mun­der Sta­tis­tik­pro­fes­sor Wal­ter Krä­mer:

Nichts zeigt die Zer­strit­ten­heit deut­scher Öko­no­men so dra­ma­tisch, wie ein Inter­view mit dem Öko­no­mie­pro­fes­sor Wal­ter Krä­mer in der Dort­mun­der Stu­den­ten­zei­tung „Pflicht­lek­tü­re“. „Was von unse­ren Geg­nern an Gehäs­sig­keit in die Tin­te geflos­sen ist, das ist ja kaum zu glau­ben, Leu­te wie Herr Bofin­ger der übri­gens eine aka­de­mi­sche Null­num­mer ist.“ Kei­ner neh­me Herrn Bofin­ger ernst, wet­tert Krä­mer. Die­ser sei nur in den Rat der Wirt­schafts­wei­sen gekom­men, weil die Gewerk­schaf­ten ihn dort rein koop­tiert hät­ten. Han­dels­blatt Online kon­fron­tier­te Bofin­ger mit der har­ten Kri­tik, eine Reak­ti­on gab es auf die Email-Anfra­ge aber bis­her nicht.

Mit man­geln­dem Exper­ten­tum muss sich Krä­mer aus­ken­nen wie kaum ein Zwei­ter, ist der Öko­no­mie­pro­fes­sor doch Vor­sit­zen­der des „Ver­eins Deut­sche Spra­che“, der mit ernst­zu­neh­men­der Ger­ma­nis­tik unge­fähr so viel gemein hat wie Krea­tio­nis­ten mit der Evo­lu­ti­on.

Vor ein paar Wochen hat Krä­mer einen Appell ver­öf­fent­licht. Bei der Bericht­erstat­tung dar­über fühl­te er sich miss­ver­stan­den, wie „Han­dels­blatt Online“ wei­ter schreibt:

Im Inter­view mit der Dort­mun­der Stu­den­ten­zei­tung ver­sucht Krä­mer nun, auf­zu­klä­ren. [Hans-Wer­ner] Sinn sei an dem Auf­ruf nicht betei­ligt gewe­sen, sagt er. Der „Spie­gel“ stel­le ihn aber als medi­en­gei­len Dumm­schwät­zer da. „Die­sen Redak­teur könn­te ich erwür­gen und an die Wand klat­schen“, so Krä­mer.

Der Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Gus­tav Horn ver­link­te den „Handelsblatt“-Text bei Face­book und kom­men­tier­te, Krä­mer habe sich „für wei­te­re wirt­schafts­po­li­ti­sche Debat­ten als unge­eig­net erwie­sen“. Dann bekam Horn offen­bar Post von Krä­mer, die er „der Korekt­heit wegen“ eben­falls auf Face­book ver­öf­fent­lich­te:

Sehr geehr­te Damen und Her­ren,
ich fal­le gera­de aus allen Wol­ken, im Han­dels­blatt einen nicht auto­ri­sier­ten Mit­schnitt einer flap­si­gen Neben­be­mer­kung wäh­rend eines Inter­views zu fin­den.
Den von Ihnen zitier­ten Text hat­te ich bis heu­te Mit­tag nicht gese­hen.
Sie dür­fen ger­ne in der Redak­ti­on der Pflicht­lek­tü­re nach­fra­gen.
Die auto­ri­sier­te Fas­sung des Inter­views fin­den Sie hier:

http://www.pflichtlektuere.com/

Wie Sie dar­in sehen, bemü­he ich mich nach Kräf­ten um das Gegen­teil des­sen, was Sie mir vor­wer­fen.
Näm­lich die Gemein­sam­kei­ten der ver­schie­de­nen Ansät­ze her­aus­zu­stel­len.
Und bei dem Kol­le­gen Bofin­ger wer­de ich mich für die­sen faux pas ent­schul­di­gen.
Was treibt eigent­lich das Han­dels­blatt, mit aller Gewalt eine allen­falls auf per­sön­li­cher, aber kaum auf wis­sen­schaft­li­cher Ebe­ne exis­tie­ren­de Fron­ten­bil­dung zwi­schen deut­schen Öko­no­men zu erfin­den?

Mit irri­tier­ten Grü­ßen Wal­ter Krä­mer

PS: Bit­te lei­ten Sie die­se Nach­richt auch an den zustän­di­gen Redak­teur wei­ter, ich habe die elek­tro­ni­sche Anschrift lei­der nicht

(„Faux pas“ ist offen­bar okay für den „Ver­ein Deut­sche Spra­che“.)

Wenn man nun das Inter­view auf pflichtlektuere.com liest, fin­det man dort tat­säch­lich kei­ne Erwäh­nung Bofin­gers und kei­ne Gewalt­phan­ta­sien gegen­über „Spiegel“-Redakteuren.

Man fin­det sie nicht mehr.

Rund eine Woche stand das Inter­view offen­bar in sei­ner ursprüng­li­chen Form online, ges­tern wur­de es über­ar­bei­tet und die ent­spre­chen­den Pas­sa­gen wur­den ohne einen Hin­weis ent­fernt.

Bei scribd.com oder im Goog­le-Cache kann man aber noch ein­mal nach­le­sen, wie Krä­mer ande­ren vor­warf, sich im Ton zu ver­grei­fen:

Neben der Kanz­le­rin gab es aber auch noch deut­li­che­re Wor­te, bei­spiels­wei­se von Wolf­gang Schäub­le. Man­che Kri­ti­ker wer­fen Ihnen unter ande­rem Pathos und inhalt­li­che Armut vor…

Krä­mer: Also, wenn sich hier jemand im Ton ver­greift, dann sind das die ande­ren. Was von unse­ren Geg­nern an Gehäs­sig­keit in die Tin­te geflos­sen ist, das ist ja kaum zu glau­ben. Leu­te wie Herr Bofin­ger (Anmerk. Der Red.: Peter Bofin­ger, VWL-Pro­fes­sor an der Uni Würz­burg und einer der fünf Wirt­schafts­wei­sen) der übri­gens eine aka­de­mi­sche Null­num­mer ist. Kei­ner nimmt ihn ernst, er ist nur in den Rat gekom­men, weil von den Gewerk­schaf­ten rein koop­tiert wor­den ist. Wenn hier jemand auf Stamm­tisch­ni­veau argu­men­tiert, dann die Gegen­sei­te.

An fast 20 Stel­len unter­schei­den sich die Ver­sio­nen mal mehr, mal weni­ger stark von­ein­an­der. Die Leser von „Pflicht­lek­tü­re“ erfuh­ren davon bis zum heu­ti­gen Nach­mit­tag nichts, nur der Hin­weis „[Update 24.7.2012]“ im Vor­spann deu­te­te vage eine Über­ar­bei­tung an.

Ich habe mich an die Redak­ti­on gewandt und unter ande­rem gefragt, ob die Über­ar­bei­tung des Inter­views, gera­de wenn es beim „Han­dels­blatt“ zitiert und ver­linkt wird, nicht kennt­lich gemacht wer­den müss­te. Der Redak­ti­ons­lei­ter erklär­te mir dann, dass es meh­re­re Nach­fra­gen gege­ben habe und man dar­auf nun reagie­ren wer­de.

Seit dem spä­ten Nach­mit­tag steht nun unter dem Arti­kel:

Hin­weis der Redak­ti­on:

Das ver­schrift­li­che Inter­view mit Wal­ter Krä­mer vom 17. Juli 2012 lag dem Befrag­ten vor der Ver­öf­fent­li­chung nicht vor. Die aktua­li­sier­te Fas­sung ent­hält die Ände­run­gen, die Herr Wal­ter Krä­mer am 24. Juli 2012 ergänzt hat.

Tobi­as Schweig­mann
Lei­ter der Lehr­re­dak­ti­on Online

„Ergänzt“, soso. Wenn der „Ver­ein Deut­sche Spra­che“ von die­ser Bedeu­tungs­ver­schie­bung erfährt …

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„Haha“, said the clown

Wenn sich der Mann, der in der Nacht zum Frei­tag in einem Kino in Colo­ra­do 12 Men­schen erschos­sen und 58 wei­te­re ver­letzt hat, für eine ande­re Vor­stel­lung ent­schie­den hät­te, wäre alles anders: „Ice Age 4“, der Katy-Per­ry-Kon­zert­film, schon „The Ama­zing Spi­der-Man“ hät­te alles geän­dert, aber der Mann ging in die Mit­ter­nachts­vor­stel­lung von „The Dark Knight Rises“ – ob gezielt, ist noch nicht klar.

dapd schreibt:

Der Poli­zei­chef von New York, Ray­mond Kel­ly, sag­te, der Ver­däch­ti­ge habe sei­ne Haa­re rot gefärbt und gesagt, er sei der „Joker“, ein Böse­wicht aus den „Batman“-Filmen und ‑Comic­bü­chern. „Das ist mei­nes Wis­sens nach nicht wahr“, sag­te hin­ge­gen der ört­li­che Poli­zei­chef Dan Oates, erklär­te aber mit Kel­ly gespro­chen zu haben.

Der Poli­zei­chef einer 2.800 Kilo­me­ter ent­fern­ten Stadt sagt etwas, was der ört­li­che Poli­zei­chef nicht bestä­ti­gen kann oder will – das kann man auf­schrei­ben, wenn man die ohne­hin ins Kraut schie­ßen­den Spe­ku­la­tio­nen wei­ter anhei­zen will, muss es aber sicher nicht.

Das heißt: Als Nach­rich­ten­agen­tur im Jahr 2012 muss man es wahr­schein­lich schon, weil die Kun­den, allen vor­an die Online­diens­te, ja sonst selbst anfan­gen müss­ten, irgend­wel­che mut­maß­li­chen Details aus dem Inter­net zusam­men­zu­tra­gen. Dabei gibt es kaum wel­che!

„Spie­gel Online“ kom­men­tiert den Umstand, dass der Mann offen­bar nicht bei „Face­book, Twit­ter, irgend­ein Social Net­work her­kömm­li­cher Strick­art“ ange­mel­det war, dann auch ent­spre­chend so:

Bei den Fahn­dern wirft das Fra­gen auf, wäh­rend es bei jün­ge­ren Inter­net­nut­zern für Fas­sungs­lo­sig­keit sorgt. Ihnen erscheint [der Täter] wie ein Geist. Wie kann das sein, dass ein 24 Jah­re jun­ger ame­ri­ka­ni­scher Aka­de­mi­ker nicht ver­netzt ist? Mit nie­man­dem kom­mu­ni­ziert, Bil­der tauscht, Sta­tus-Aktua­li­sie­run­gen ver­öf­fent­licht, sich selbst öffent­lich macht?

Man hät­te es also wie­der ein­mal kom­men sehen müs­sen:

Dass [der Täter] im Web nicht prä­sent ist, macht ihn heu­te genau­so ver­däch­tig, wie er es als exzes­si­ver Nut­zer wäre. Im Janu­ar 2011 ver­öf­fent­lich­te ein Team um den Jugend­psy­cho­lo­gen Richard E. Bélan­ger eine Stu­die, die exzes­si­ve Inter­net­nut­zung genau wie Inter­net- und Ver­net­zungs-Abs­ti­nenz bei jun­gen Leu­ten zu einem Warn­si­gnal für men­ta­le Erkran­kun­gen erklär­te.

Erst an die­ser Stel­le, in den letz­ten Absät­zen, wen­det sich Autor Frank Pata­long gegen die von ihm bis­her refe­rier­ten The­sen:

Man muss sich ein­mal vor­stel­len, was es für uns alle bedeu­ten wür­de, wenn das Kon­sens wür­de: Dann wäre nur noch der unver­däch­tig, der ein „nor­ma­les“ Online-Ver­hal­ten zeigt, Selbst­ver­öf­fent­li­chung per Social Net­work inklu­si­ve.

Doch viel­leicht braucht man aus […] feh­len­der Online-Prä­senz kein Mys­te­ri­um zu machen. Viel­leicht ist […] ein­fach nur ein ehe­ma­li­ger Über­flie­ger, der mit sei­nem eige­nen Schei­tern nicht zurecht­kam. Ein Nie­mand, der jemand wer­den woll­te, und sei es mit Gewalt auf Kos­ten unschul­di­ger Men­schen.

Es gibt aller­dings berech­tig­te Hoff­nung dar­auf, dass die Tal­soh­le bereits erreicht wur­de – womög­lich gar bis zum Ende des Jah­res oder dem der Welt.

Beim Ver­such, mög­li­che Zusam­men­hän­ge zwi­schen den „Batman“-Filmen und dem Mas­sen­mord im Kino als halt­lo­se Spe­ku­la­ti­on zurück­zu­wei­sen, lehnt sich Hanns-Georg Rodek bei „Welt Online“ näm­lich der­art weit aus dem Fens­ter, dass er fast schon wie­der im Nach­bar­haus auf der gegen­über­lie­gen­den Stra­ßen­sei­te (vier­spu­ri­ge Stra­ße mit Park­buch­ten am Rand und Grün­strei­fen in der Mit­te) ankommt.

Aber lei­der nur fast:

[Der Täter] flüch­te­te durch den Not­aus­gang und wur­de, ohne Wider­stand zu leis­ten, bei sei­nem Auto gefasst. Dabei soll er „Ich bin der Joker, der Feind von Bat­man“ gesagt haben.

Dar­aus lässt sich eine ers­te wich­ti­ge Fol­ge­rung zie­hen: Der Atten­tä­ter hat den Film nicht gese­hen, auch nicht im Netz, weil dort kei­ne Raub­ko­pien kur­sier­ten, und er kann sich den Inhalt nur bruch­stück­haft zusam­men­ge­reimt haben, wobei aller­dings All­ge­mein­wis­sen war, dass der Joker gar nicht auf­tritt.

Laut Rodek war der Joker also da, wo sich die Leser sei­nes Arti­kels wäh­nen: im fal­schen Film. Er hät­te nicht die ers­te Vor­stel­lung von „The Dark Knight Rises“ stür­men müs­sen, son­dern eine der (zum Start des Films zahl­reich ange­bo­te­nen) Wie­der­auf­füh­run­gen des zwei­ten „Batman“-Films von Chris­to­pher Nolan, „The Dark Knight“. Denn da hät­te ja der Joker mit­ge­spielt.

Aber das ist eh alles egal, so Rodek:

Auf jeden Fall hät­te [der Täter], wäre sei­ne Sti­li­sie­rung ernst gemeint gewe­sen, sich die Haa­re nicht rot fär­ben müs­sen, son­dern grün. Der Joker trägt grü­nes Haar, weil er ein­mal in ein Fass mit Che­mi­ka­li­en fiel, das weiß in Ame­ri­ka jedes Kind.

Die Leu­te von dpa wuss­ten es nicht, aber die sind ja auch kei­ne ame­ri­ka­ni­schen Kin­der. Und das, wo Rodek den Jugend- und Teen­ager-Begriff schon aus­ge­spro­chen weit fasst:

US-Teen­ager – [der Täter] ist 24 – wis­sen ziem­lich gut über die­se Figur Bescheid.

Rodek hin­ge­gen weiß über Mas­sen­mor­de ziem­lich gut Bescheid:

Das Cen­tu­ry-Kino war die per­fek­te Büh­ne – Hun­der­te Men­schen, zusam­men­ge­pfercht, ihm in Dun­kel und Gas­ne­bel aus­ge­lie­fert. Ein Ort, bes­ser noch für sein Vor­ha­ben als eine Schu­le, ein Ein­kaufs­zen­trum oder eine bewal­de­te Insel.

Ein Kino ist beim Amok­lauf-Quar­tett also unschlag­bar, qua­si der … äh: Joker.

Viel kann man zum jet­zi­gen Zeit­punkt aber eh noch nicht sagen:

Genaue Grün­de für sei­ne Mord­lust wer­den die Psy­cho­lo­gen erfor­schen, sie dürf­ten irgend­wo zwi­schen per­sön­li­cher Ver­ein­sa­mung und der Unfä­hig­keit der Gesell­schaft lie­gen, ihm trotz sei­ner anschei­nen­den Intel­li­genz mehr als einen McDonald’s‑Job zu bie­ten.

Das steckt natür­lich ein wei­tes Spek­trum ab. Der Satz „Alles ande­re wäre zum jet­zi­gen Zeit­punkt rei­ne Spe­ku­la­ti­on“ ist an die­ser Stel­le mut­maß­lich dem Lek­to­rat zum Opfer gefal­len.

Tat­säch­lich geht es aber um etwas ganz ande­res:

Sich mit allen Mit­teln in Sze­ne zu set­zen, ist heu­te ers­te Bür­ger­pflicht, in der Schu­le, in der Cli­que, bei der Super­star-Vor­auswahl, bei der Bewer­bung um eine Arbeits­stel­le. [Der Täter] hat die­se Lek­ti­on her­vor­ra­gend gelernt.

Er hat also nicht nur die „per­fek­te Büh­ne“ gewählt, son­dern auch die Selbst­dar­stel­lungs­lek­ti­on „her­vor­ra­gend gelernt“. Da ist es doch tat­säch­lich frag­lich, war­um so ein offen­kun­dig bril­lan­ter Mann wie die­ser Mas­sen­mör­der bei McDonald’s arbei­ten muss­te.

Gera­de, wo er auch bei der Wahl des rich­ti­gen Kino­films die rich­ti­ge Ent­schei­dung (gegen „Ice Age 4“, wir erin­nern uns) getrof­fen hat:

Er hat den Abend der ers­ten Vor­füh­rung des meis­ter­war­te­ten Films des Jah­res gewählt (zwei Wochen spä­ter hät­te er genau­so vie­le umbrin­gen kön­nen, nur der Auf­merk­sam­keits­ef­fekt wäre gerin­ger gewe­sen), und er hat sich das Label „Joker“ selbst ver­passt, das die Medi­en von nun an ver­wen­den wer­den.

Ja, man­che mensch­li­che Gehir­ne wären an die­ser Stel­le auf Not­aus gegan­gen. Der Ver­such zu erklä­ren, war­um der Täter nichts mit dem Joker zu tun hat (er hat ja offen­bar nicht mal die Fil­me gese­hen!), ist an die­ser Stel­le jeden­falls end­gül­tig geschei­tert. Selbst beim Anschrei­ben gegen den media­len Wahn­sinn ist Rodek in eine der klas­si­schen Fal­len getappt, die sol­che Mas­sen­mör­der ger­ne aus­le­gen um dar­in schlag­zei­len­gei­le Jour­na­lis­ten im Rudel zu fan­gen: Die Medi­en bege­hen die fina­le Bei­hil­fe zur Selbst­in­sze­nie­rung. Es ist also so wie immer.

„Spie­gel Online“ hat das auch beein­dru­ckend unglück­lich hin­be­kom­men: Der Arti­kel dar­über, dass der Gou­ver­neur von Colo­ra­do sich wei­gert, den Namen des Täters aus­zu­spre­chen, und dass US-Prä­si­dent Oba­ma sag­te, spä­ter wer­de man sich nur an die Opfer, nicht aber an den Täter erin­nern, beginnt mit dem Namen des Täters, der im wei­te­ren Arti­kel noch gan­ze 21 Male vor­kommt.

Doch zurück zu „Welt Online“, zum „Joker“, der nicht der Joker ist:

Wäre er wirk­lich auf merk­wür­di­ge Art vom Joker beses­sen, hät­te er sich ihm auch nach­kos­tü­miert. Aber nein, er war „pro­fes­sio­nell“ ein­ge­klei­det, mit schuss­si­che­rer schwar­zer Wes­te und Atem­mas­ke, wie die gru­se­li­gen Gestal­ten der Son­der­ein­satz­teams von Poli­zei und Armee. Viel­leicht soll­te man eher dort nach ver­häng­nis­vol­len Vor­bil­dern suchen.

Na, viel Spaß dabei!

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Journalisten im Backwahn

Neu­lich war ich auf einer Jour­na­lis­ten­ta­gung. Ich konn­te das vor mir selbst recht­fer­ti­gen, indem ich auf dem Podi­um sag­te, dass ich kei­ne Jour­na­lis­ten­ta­gun­gen (und kei­ne Blog­ger­tref­fen) mag. Die anwe­sen­den Jour­na­lis­ten waren anschlie­ßend so nett, mir noch ein­mal zu erklä­ren, war­um das eigent­lich so ist.

Ich saß im Publi­kum einer Dis­kus­si­on über das Urhe­ber­recht, die ganz außer­ge­wöhn­lich kusche­lig zu wer­den droh­te, weil nie­mand, der vor­her irgend­wel­che Auf­ru­fe zur Ret­tung des Urhe­ber­rechts (vor wem auch immer) unter­zeich­net hat­te, an der Dis­kus­si­on teil­neh­men woll­te. (Oder konn­te – viel­leicht fand zeit­gleich das Jah­res­tref­fen der Offe­ne-Brie­fe-zur-Ret­tung-des-Urheb­ber­rechts-Unter­zeich­ner statt, wer weiß schon, was Men­schen, die offe­ne Brie­fe unter­zeich­nen, so in ihrer Frei­zeit machen.)

JEDENFALLS: Ein Ver­tre­ter der Pira­ten­par­tei erklär­te gera­de, dass es ja durch­aus vie­le Men­schen gebe, die für Inhal­te zah­len wür­den, die­se Bezah­lung in vie­len Fäl­len aber unmög­lich sei. Die popu­lä­re Fern­seh­se­rie „Game Of Thro­nes“ etwa wer­de vom Sen­der HBO aus­schließ­lich über ihren Bezahl­ka­bel­ka­nal ver­trie­ben und ein Jahr nach Aus­strah­lung der Staf­fel auf DVD ver­öf­fent­licht. Wer die Serie zeit­nah sehen wol­le (etwa, um im Freun­des­kreis mit­re­den zu kön­nen), wer­de qua­si in die Ille­ga­li­tät gezwun­gen, selbst wenn er eigent­lich bereit wäre, gutes Geld für einen lega­len Zugang zu zah­len.

Tat­säch­lich ist die­se HBO/„Game of Thrones“-Geschichte ein bemer­kens­wer­ter Fall, denn eine neue Zugangs­mög­lich­keit zu den HBO-Seri­en wür­de das eigent­li­che Geschäfts­mo­dell des Sen­ders, den Absatz sei­ner Kabel­pa­ke­te, gefähr­den. Statt die­ses Risi­ko ein­zu­ge­hen, nimmt HBO die welt­wei­te Ver­brei­tung der Serie durch Drit­te eini­ger­ma­ßen bil­li­gend in Kauf – und hofft offen­bar dar­auf, dass die Fans dann schon noch anschlie­ßend die DVDs kau­fen wer­den.

Über all das wur­de bei der Podi­ums­dis­kus­si­on nicht gespro­chen, denn es erhob sich ein Mann (wie ich anneh­men muss: ein Jour­na­list) im Publi­kum und fing laut­stark zu schimp­fen an: Wo wir denn da hin­kä­men, wenn der Kon­su­ment plötz­lich bestim­men wür­de, auf wel­chem Weg und zu wel­chen Kon­di­tio­nen er das Pro­dukt gelie­fert bekom­me?! Wenn der Sen­der die Serie nicht anders ver­kau­fen wol­le, müs­se man halt war­ten. Man wür­de ja auch nicht beim Bäcker sagen: „Du willst zwan­zig Cent für die Bröt­chen, aber ich geb‘ Dir nur zehn!“ (Ich kann mich nicht an den genau­en Wort­laut erin­nern, aber die Bröt­chen­prei­se waren defi­ni­tiv nicht zeit­ge­mäß.)

Mal davon ab, dass sei­ne Wort­mel­dung ver­gleichs­wei­se weit am eigent­li­chen Punkt vor­bei­ging und ich ob sei­nes Geschreis ganz drin­gend aus dem Ver­an­stal­tungs­raum flie­hen muss­te, blieb mir der Mann im Gedächt­nis.

Was, so dach­te ich, muss bei einem Autor falsch gelau­fen sein, damit er sei­ne Tex­te mit Bröt­chen ver­gleicht?

Ges­tern dann ver­folg­te ich im Inter­net eine wei­te­re Podi­ums­dis­kus­si­on und wie­der fing irgend­ein Chef­re­dak­teur an, von Bröt­chen zu reden. Da däm­mer­te mir: So wird das nichts mehr mit dem Jour­na­lis­mus in Deutsch­land.

Damit wir uns nicht falsch ver­ste­hen: Das Back­hand­werk ist ein ehren­wer­tes Gewer­be, vor dem ich – wie vor allen Hand­wer­ken – größ­ten Respekt haben. Wer möch­te schon mit­ten in der Nacht auf­ste­hen, um Mehl­staub ein­zu­at­men und sei­ne Hän­de in eine kleb­ri­ge Mas­se zu drü­cken? Dar­über hin­aus ist es eine hohe Kunst: Es ist außer­halb Deutsch­lands nahe­zu unmög­lich, ein geschei­tes Brot zu fin­den, und wirk­lich gute Bröt­chen fin­det man nir­gend­wo mehr, seit die Bäcke­rei Hal­len in Dins­la­ken ihre Pfor­ten hat schlie­ßen müs­sen.

Damit wir uns des wei­te­ren nicht falsch ver­ste­hen: Auch ich möch­te für mei­ne Arbeit, in die­sem Fall das Erstel­len von Tex­ten und lus­ti­gen Vide­os, ange­mes­sen ent­lohnt wer­den.

ABER: Mei­ne Tex­te sind kei­ne Bröt­chen! Nie­man­des Tex­te sind das!

Text und Brötchen im Direktvergleich (Symbolfoto).
Wer­den oft ver­wech­selt: Text (links, über den Euro­vi­si­on Song Con­test in Baku) und Bröt­chen (rechts, mit Kür­bis­ker­nen).

Zwar schei­nen man­che Jour­na­lis­ten und die meis­ten Ver­le­ger über­zeugt, dass ihre Tex­te für die Mensch­heit so wich­tig sind wie das täg­li­che Brot, aber das macht sie noch nicht zur Back­wa­re.

Man könn­te das natür­lich durch­spie­len und augen­zwin­kernd fest­stel­len, dass die Leu­te anschei­nend auf Marie-Antoi­net­te gehört haben und jetzt ein­fach Kuchen essen statt Brot. Dafür müss­te man sich noch über­le­gen, was in die­ser Meta­pher jetzt der Kuchen wäre (Blogs? Goog­le?), aber das Bild wür­de mit jedem Gedan­ken schie­fer. Tex­te sind kei­ne Bröt­chen!

Tex­te wer­den nicht geba­cken, man kann sie nicht nach fünf Tagen klein­ho­beln und mit ihnen Schnit­zel panie­ren und vor allem wer­den Tex­te nicht an Leser ver­kauft, son­dern an Ver­le­ger. (Dass die dann sagen, sie wür­den ger­ne aber nur die Hälf­te des Prei­ses zah­len wol­len, ist das eigent­li­che Pro­blem für die Jour­na­lis­ten.)

Das gan­ze The­men­feld „geis­ti­ges Eigen­tum“ ist ver­mint mit hin­ken­den Ver­glei­chen, aus dem Boden von Fäs­sern her­aus­ge­schla­ge­nen Kro­nen, ver­un­fall­ten Meta­phern, fal­schen oder wenigs­tens über­hol­ten Annah­men und unglück­li­chen Begrif­fen. Ja, „geis­ti­ges Eigen­tum“ ist schon ein sol­cher unglück­li­cher Begriff, weil der Geist ja eben so erfri­schend unkör­per­lich ist. Das über­for­dert vie­le Vor­stel­lungs­kräf­te, wes­we­gen die Katho­li­sche Kir­che den Hei­li­gen Geist kur­zer­hand in eine Tau­be gepackt hat. Das ist auch nur ein Bild, lie­be Jour­na­lis­ten (wenn auch weit weni­ger bescheu­ert als geba­cke­ne Tex­te): Wenn Euch eine Tau­be auf den Kopf kackt, ist das in den sel­tens­ten Fäl­len ein Zei­chen Got­tes.

Wir kön­nen über alles dis­ku­tie­ren (ach, das tut Ihr ja schon seit 15 Jah­ren): über die Mög­lich­keit, ein­zel­ne Tex­te zu bezah­len; dar­über, dass die Wer­be­kun­den ins Inter­net abwan­dern; über die schlech­ten Arbeits­be­din­gun­gen von Jour­na­lis­ten und die teils ekli­gen Ver­trä­ge, die ihnen die Ver­la­ge vor­le­gen; dar­über, dass guter Jour­na­lis­mus natür­lich bezahlt wer­den muss, und über vie­les mehr.

Aber wenn Men­schen, die aus­schließ­lich von der Kraft ihrer Gedan­ken leben, Tex­te mit Bröt­chen ver­glei­chen, dann sehe ich für alle wei­te­ren Gesprächs­an­sät­ze aus­ge­spro­chen schwarz.

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Musik Digital

Covering the Eurovision Song Contest since 2010

Ich bin ges­tern nach Aser­bai­dschan gereist, um mit Herrn Nig­ge­mei­er mal wie­der ein Video­blog vom Euro­vi­si­on Song Con­test zu machen.

Bevor es mor­gen rich­tig los­geht, hal­ten wir noch ein­mal Rück­schau und erin­nern an das, was bis­her geschah:

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Alle wei­te­ren Fol­gen fin­den Sie dann auf bakublog.tv und bei „Spie­gel Online“.

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Musik Rundfunk Digital

Not for sale

Am Sonn­tag­abend schau­te ich mir das auf DVD an, von dem ich annahm, dass es die letz­te Fol­ge „Skins“ sein wür­de: Die zehn­te Fol­ge der sechs­ten Staf­fel, die drit­te Gene­ra­ti­on der Haupt­cha­rak­te­re ist durch. Es war, nach einer schwer ent­täu­schen­den fünf­ten, eine erstaun­lich gute Staf­fel, die Zeit­an­zei­ge näher­te sich der 45-Minu­ten-Mar­ke und dann lief zur gro­ßen Abschluss­mon­ta­ge ein Lied, das ich auf Anhieb lieb­te.

Ich habe noch nicht vie­le Seri­en kom­plett durch­ge­guckt, aber ich erin­ne­re mich noch gut an das Fina­le von „Scrubs“ 1 und wie ich danach tage­lang nur „The Book Of Love“ von Peter Gabri­el hören konn­te.

Wie auch bei „Scrubs“ wird es bei „Skins“ noch wei­ter­ge­hen: Eine fina­le Staf­fel, in der die Cha­rak­te­re aus allen drei Gene­ra­tio­nen auf­tau­chen wer­den, wird im kom­men­den Jahr lau­fen, was ich aber erst hin­ter­her gele­sen habe. Und wie auch bei „Scrubs“ hat­te ich anschlie­ßend das Pro­blem, dass ich die­sen gro­ßen, bedeu­ten­den, magi­schen Song nicht kau­fen konn­te.

„Don’t Go“ der erst 19-jäh­ri­gen Singer/​Songwriterin Rae Mor­ris ist bei War­ner Music UK erschie­nen und bis­her nur im bri­ti­schen iTu­nes-Store und bei amazon.co.uk zu kau­fen – das macht es mir als deut­schem Hörer qua­si unmög­lich, 2 die­sen Song legal zu erwer­ben.

Dabei wäre ich durch­aus bereit, mehr als die 99 bzw. 89 Pence dafür zu bezah­len, ich wür­de glatt zehn Pfund dafür hin­blät­tern, die­ses Lied end­lich auf mei­ner Fest­plat­te zu haben. Aber es geht nicht. Und so bekommt die jun­ge Frau, die die­ses für mich so bedeu­ten­de Lied geschrie­ben hat, jetzt eben kein Geld von mir – oder nur die paar Cent­bruch­stü­cke, die es abwirft, dass ich den Song seit zwei Tagen gefühl­te hun­dert Male auf ihrer Sound­cloud-Sei­te gehört habe.

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Erfah­re mehr in der Daten­schutz­er­klä­rung von Sound­Cloud.

Rae Mor­ris. · Don’t Go

Die­ser Ein­trag ist womög­lich ein Bei­trag zur Urhe­ber­rechts­de­bat­te.

  1. Also das eigent­li­che Fina­le von „Scrubs“, nicht die Unzu­mut­bar­kei­ten der neu­en Fol­gen.[]
  2. Ja, ich weiß: Es gibt Tricks und natür­lich hät­te ich mir bei mei­nem letz­ten Besuch im Ver­ei­nig­ten König­reich ein­fach mal einen bri­ti­schen iTu­nes-Gut­schein kau­fen kön­nen …[]
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Digital

Hoch im Interkurs

Ich weiß nicht, mit wel­chem Com­pu­ter­pro­gramm die Leu­te bei stylebook.de („Powered by Bild.de“) ihre Tex­te so aus dem Eng­li­schen über­tra­gen las­sen, aber irgend­et­was sagt mir, dass es aus der Schweiz stammt:

Darum geht es im Film: Der brotlose Ex-Soldat George Duroy (Pattinson) begibt sich in das Wirrwarr eines Pariser Verlagshauses. Um zu Einfluss und Macht zu gelangen, bezirzt er drei Damen (Uma Thurman, Christina Ricci und Kristen Scott Thomas). Dabei schreckt er auch nicht vor sexuellem Interkurs mit den verheirateten (!) Frauen zurück.

Mit Dank an Harald M.

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Digital

Inhaling thrills through twenty dollar bills

Die­se Mel­dung aus dem Inter­net­an­ge­bot der „Pforz­hei­mer Zei­tung“ liegt hier seit Tagen unge­b­loggt im Büro:

Prozessauftakt im Heroin-Prozess: Das gestellte Illustrationsfoto zeigt, wie mit einem zu einem Röhrchen gerollten Geldschein ein weißes Pulver von einer Linie in die Nase eingezogen wird.

Es ist ja nicht nur so, dass das Set­ting nicht gera­de den pro­to­ty­pi­schen Hero­in­kon­sum zeigt – ich mag vor allem die Bild­un­ter­schrift.

Fehlt eigent­lich nur noch der Hin­weis: „Lie­be Kin­der, bit­te nicht nach­ma­chen!“

Mit Dank an Ste­fan L.

Über­schrift geborgt bei The Pos­tal Ser­vice.

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Musik Digital

Whisper words of wisdom

Jeden Frei­tag ver­öf­fent­licht Chris­toph Dal­lach eine Pop­mu­sik-Kolum­ne auf „Spie­gel Online“. Heu­te wid­met er sich zum Bei­spiel inhalt­lich miss­ver­stan­de­nen Lied­tex­ten:

Immer wie­der pas­siert es Men­schen, die des Eng­li­schen nicht ganz so mäch­tig sind, dass sie Lied­tex­te anders deu­ten, als die Autoren sie gemeint haben. Aber auch, wer Eng­lisch als Mut­ter­spra­che gelernt hat, bekommt mit­un­ter nicht mit, was ein Song wirk­lich bedeu­tet. Acht Para­de-Bei­spie­le für häu­fig falsch ver­stan­de­ne Lied­tex­te hat nun das Blog Divi­ne Caro­li­ne zusam­men­ge­tra­gen.

Fer­ner geht es um Paul McCart­neys Sohn James, der in einem Inter­view mit der BBC unvor­sich­ti­ger­wei­se gesagt hat­te, er kön­ne sich vor­stel­len, gemein­sam mit Sean Len­non, Dha­ni Har­ri­son und Jason Star­key Musik zu machen. Die Geschich­te ging als „Next Gene­ra­ti­on Beat­les“ um die Welt.

Dal­lach schreibt:

Dum­mer­wei­se ent­pupp­te sich auch die­ser Plan letzt­lich als Nie­der­la­ge: Von der Online-Aus­ga­be des „Guar­di­an“ befragt, ob Inter­es­se an so einer B‑Beat­les-Gang bestün­de, ant­wor­te­ten 82,8 Pro­zent der User: Nein dan­ke. Let it be!

Blöd, dass „Let It Be“ nicht bei den acht „Para­de-Bei­spie­len für häu­fig falsch ver­stan­de­ne Lied­tex­te“ dabei war, gilt es inzwi­schen doch als eini­ger­ma­ßen sicher, dass „let it be“ nicht im Sin­ne von „lass es blei­ben“, son­dern als „lass es gesche­hen“ gemeint ist.

Paul McCart­ney jeden­falls hat die Inspi­ra­ti­on zum Song wie folgt beschrie­ben:

One night during this ten­se time I had a dream I saw my mum, who’d been dead ten years or so. And it was gre­at to see her becau­se that’s a won­derful thing about dreams, you actual­ly are reu­ni­ted with that per­son for a second… In the dream she said, ‚It’ll be alright.‘ I’m not sure if she used the words ‚Let it be‘ but that was the gist of her advice, it was ‚Don’t worry too much, it will turn out okay.‘ It was such a sweet dream I woke up thin­king, ‚Oh, it was real­ly gre­at to visit with her again.‘ I felt very bles­sed to have that dream.

Aber es pas­siert halt immer wie­der Men­schen, die des Eng­li­schen nicht ganz so mäch­tig sind, dass sie Lied­tex­te anders deu­ten, als die Autoren sie gemeint haben.

Mit Dank an Phil­ip.

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Hund, Katze, Maus, Elefant, …

Die Deut­sche Pres­se­agen­tur (dpa) ver­mel­de­te ges­tern, die Schau­spie­le­rin Char­li­ze The­ron habe sich öffent­lich bewun­dernd über das beacht­li­che Gemächt geäu­ßert, das ihr Kol­le­ge Micha­el Fass­ben­der im Film „Shame“ mehr­fach vor lau­fen­der Kame­ra ent­blößt.

Medi­en wie „Welt Online“ ste­hen damit vor einem Pro­blem: Einer­seits müs­sen sie ihre Leser natür­lich über die­sen Vor­gang infor­mie­ren – ande­rer­seits haben sie dann doch nicht die … äh: Eier, die­ses Mit­tei­lungs­be­dürf­nis kon­se­quent umzu­set­zen.

Und so ent­ste­hen dann Über­schrif­ten wie die­se:

Charlize Theron schwärmt von Fassbenders ...

Kann natür­lich auch sein, dass sie bei „Welt Online“ ein­fach Angst hat­ten, wegen einer mög­li­chen fal­schen Ter­mi­no­lo­gie Ärger mit den Sit­ten­wääch­tern von „Mee­dia“ zu bekom­men.