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Digital Unterwegs

Worstpiel statt Inhalt

Mal davon ab, dass seit der Ver­öf­fent­li­chung des UN-Kli­ma­be­richts eh die Freu­den­feu­er in den Wis­sen­schafts­re­dak­tio­nen sämt­li­cher Medi­en bren­nen (bzw. hof­fent­lich nicht, wegen CO2), hat Umwelt­mi­nis­ter Sig­mar Gabri­el mit sei­nem Vor­schlag, doch auf Flug­rei­sen in den Urlaub zu ver­zich­ten, jetzt auch noch sämt­li­che Wort­spiel­fe­ti­schis­ten in Ver­zü­ckung ver­setzt.

Cof­fee And TV prä­sen­tiert des­halb hier die gro­ße X‑statt‑Y-Lis­te mit gesam­mel­ten Kost­bar­kei­ten und Selbst­ge­dach­tem zur Wei­ter­ver­wen­dung:

  • All­gäu statt Anden (20 Minu­ten)
  • Bay­ern statt Bali (Thü­rin­ger All­ge­mei­ne)
  • Ber­lin statt Bang­kok (20 Minu­ten)
  • Chem­nitz statt Chi­ca­go
  • Dort­mund statt Dubai
  • Eifel statt Eif­fel­turm
  • Frank­furt statt Frank­reich
  • Göt­tin­gen statt Grie­chen­land
  • Hal­lig statt Hawaii (Schles­wig Hol­stein Zei­tung, online nicht ver­füg­bar)
  • Ingol­stadt statt Indi­en
  • Jülich statt Jer­sey
  • Kanal statt Kurz­ur­laub (WAZ)
  • Lübeck statt Liba­non
  • Müns­ter statt Mada­gas­kar
  • Neuss statt New York
  • Ober­ur­sel statt Ost­ti­mur
  • Pir­ma­sens statt Por­tu­gal
  • Quick­born statt Queens
  • Rügen statt Rimi­ni (Stern)
  • Sylt statt Sey­chel­len (u.a. sueddeutsche.de)
  • Tau­nus statt Tro­pen (taz, online nicht ver­füg­bar)
  • Unna statt USA
  • Vier­sen statt Ver­ei­nig­te Ara­bi­sche Emi­ra­te
  • Wes­ter­land statt Washing­ton
  • Xan­ten statt Xi’an
  • Y statt eines Orts­na­mens, der damit anfängt (gib­bet näm­lich nicht)
  • Zwö­nitz statt Zai­re

Abzü­ge wegen nicht ver­stan­de­ner Alli­te­ra­ti­ons-Vor­aus­set­zun­gen:

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Digital

Die Ziehung der Jahreszahlen

Eine der ers­ten Regeln, die man auf jeder Jour­na­lis­ten­schu­le, ach­was: als jugend­li­cher frei­er Mit­ar­bei­ter bei jeder Lokal­zei­tung lernt, ist die, dass jeder Arti­kel eine gute Eröff­nung brau­che. Einen kna­cki­gen Satz, einen Eye Cat­cher, eine Zei­le, die den Leser am Kra­gen packt und bis zum letz­ten Punkt im letz­ten Absatz nicht mehr los­lässt.
Eine wei­te­re wich­ti­ge Regel ist die, dass man gut recher­chie­ren soll­te, was man in sei­nen Arti­keln so behaup­tet.

Und jetzt über­le­gen wir mal alle, wel­che die­ser bei­den Regeln Flo­ri­an Leclerc von FAZ.NET in sei­nem Arti­kel „Bür­ger­re­por­ter im Netz“ nicht beher­zigt hat:

Zwölf Jahre ist das Internet nun alt.

PS: Selbst das WWW ist älter als zwölf Jah­re, wie ein kur­zer Blick in Geschich­te des Inter­nets erge­ben hät­te.

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Musik Digital

12, 483, 1, 2:0 (Zusatzzahl: 2007)

Mor­gen erscheint das neue Album von Her­bert Grö­ne­mey­er „Zwölf“. Mor­gen erschei­nen aber auch die aktu­el­len Album­charts, in denen, wenn alles mit rech­ten Din­gen zugeht, Tokio Hotels „Zim­mer 483“ auf Platz 1 ein­stei­gen dürf­te. Des­we­gen bin ich gera­de ein biss­chen am Recher­chie­ren, um dann nächs­te Woche (wenn, jede Wet­te, Grö­ne­mey­er auf 1 gehen wird) einen schö­nen Ein­trag über den musi­ka­li­schen Gene­ra­tio­nen­kon­flikt, der viel­leicht gar kei­ner ist, schrei­ben zu kön­nen.

Ich stol­per­te also gera­de über ein Inter­view, dass Spie­gel Online mit dem Mag­de­bur­ger Quar­tett geführt hat. Krea­ti­ve Idee dabei: Pro­mi­nen­te wie Boris Becker, Bushi­do oder Jona­than Mee­se durf­ten auch Fra­gen stel­len. Aber auch Niels Ruf und Dol­ly Bus­ter. Und das ging wie folgt:

NIELS RUF, Schau­spie­ler und Come­di­an: Mir haben damals die Pres­se­kon­fe­ren­zen zur Auf­lö­sung von Tic Tac Toe wahn­sin­nig gut gefal­len. Wie die sich da gestrit­ten haben! Plant Ihr zu Eurer Auf­lö­sung etwas Ähn­li­ches?
Bill: Ich fand das mit Tic Tac Toe auch lus­tig, aber lei­der müs­sen wir Dich ent­täu­schen: Wir haben noch nichts geplant. Ich glau­be, wenn man sich trennt, soll­te man das ver­nünf­tig machen.
Tom: Und ich glau­be, das wird Niels Ruf auch nicht mehr mit­er­le­ben.

Zuge­ge­ben: die Fra­ge war lahm. Die Ant­wort von Tom Kau­litz dafür gar nicht mal so schlecht.

Noch bes­ser aber:

DOLLY BUSTER: Und hat­test Du schon mal Sex?
Bill: Ich?! Das wer­de ich auch Dir nicht ver­ra­ten. Ich weiß auf jeden Fall, dass Du schon wel­chen hat­test!

Ich bin mir noch nicht sicher, ob das eine rich­tig gute Replik oder so ein „Tataa!“-Karnevalsspruch ist, dafür hät­te man wohl den Ton­fall mit­er­le­ben müs­sen. Trotz­dem: Sol­che Ant­wor­ten hät­te ich den Jungs gar nicht zuge­traut. Um so mehr freue ich mich auf das Chart-Ren­nen der nächs­ten Tage.

Nach­trag 2. März, 15:00 Uhr: Ich hab natür­lich wie­der über­haupt kei­ne Ahnung von Charts. Offen­bar bezie­hen sich die aktu­el­len (es gibt lei­der kei­nen Per­ma­link) auf die Ver­käu­fe von letz­ter Woche. Tokio Hotel (letz­ten Frei­tag erschie­nen) sind also nächs­te, Her­bert Grö­ne­mey­er erst über­nächs­te Woche dran. Was die­se Woche auf 1 ist, gucke ein jeder lie­ber sel­ber nach …

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Digital

Kalifornische Stadt mit vier Silben

Ich bin mir sicher, eines Tages wer­den wir erle­ben, dass man bei Spie­gel Online, kurz bevor man eine nur mini­mal modi­fi­zier­te Agen­tur-Mel­dung online setzt, noch mal eben über­prüft, ob man bei den wich­tigs­ten Anga­ben auch kei­nen Feh­ler gemacht hat. Heu­te jedoch nicht:

Irgendwo in Kalifornien
Screen­shot: Spie­gel Online, Her­vor­he­bun­gen: Cof­fee And TV

Nach­trag 1. März, 10:22 Uhr: Irgend­wann in den letz­ten neun Stun­den haben sie es doch noch bemerkt. Die rich­ti­ge Ant­wort war natür­lich „San Fran­cis­co“, bit­te nicht mehr anru­fen.

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Digital

Müssen wir alles mitmachen?

Bei Tech­no­ra­ti könn­te es ver­mut­lich hel­fen. Will­kom­men in der Welt des durch­such­ba­ren Inter­nets! Und weil wir ja die Welt­herr­schaft anstre­ben, kön­nen die Herr­schaf­ten uns da doch nur zuträg­lich sein.

Tech­no­ra­ti Pro­fi­le

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Fair is foul and foul is fair

Sie lässt uns ein­fach nicht los, die deut­sche Vani­ty Fair: Der frü­he­re Viva-2-„Rüpelkomödiant“ Niels Ruf, der offen­bar seit län­ge­rem eine neue Show beim Digi­tal­fern­seh­ka­nal Sat 1 Come­dy hat, hat eine Redak­ti­ons­kon­fe­renz beim fik­ti­ven Hoch­glanz­ma­ga­zin „Vani­ty Fear“ gedreht. Den äußerst unter­halt­sa­men Clip gibt’s hier zu sehen und natür­lich schwärmt schon die hal­be Blogo­sphä­re davon.

Auch bei sueddeutsche.de, wo man ja schon vor ein paar Wochen Web 9 3/​4 und lus­ti­ge Online-Clips für sich ent­deckt hat, wird Rufs Video hoch gelobt. Mit einem Text, der nach min­des­tens eben­so über­dreh­ter Redak­ti­ons­kon­fe­renz klingt. Aus­zug:

Wir sagen dazu nichts wei­ter und behaup­ten auch nicht, dass die­ses Video den Ablauf irgend­ei­ner Redak­ti­ons­kon­fe­renz auf die­sem Pla­ne­ten wie­der­gibt.
Wir lachen nur – und wir lachen trotz­dem – und wenn Sie es sehen, tun Sie es auch. Mehr muss man zum Inhalt nicht sagen. Laut hören, das ist wich­tig.

Den Text allein kann man ja schon selt­sam genug fin­den, einen wirk­lich selt­sa­men Bei­geschmack bekommt der Arti­kel aber erst, wenn man sich noch mal vor Augen hält, wer eigent­lich der Chef von „Vani­ty Fair“ ist, der da in die­sem Video kari­kiert wer­den soll: Ulf Pos­ch­ardt, von 1996 bis 2000 Chef des „SZ-Maga­zins“, der qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Frei­tags­bei­la­ge der ohne­hin recht emp­feh­lens­wer­ten „Süd­deut­schen Zei­tung“. Ein Schelm, der hier an so unschö­ne Begrif­fe wie „Nach­tre­ten“ denkt …

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Uncategorized Digital

Geschenkideen zum Valentinstag: ein Grammatikduden

Aus der aktuellen ICQ-Welcome-Nachricht

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Digital

Lauf, Stapel, lauf!

Schön, dass Sie alle so zahl­reich erschie­nen sind!

Bei mir ist jetzt die Gat­tin des stell­ver­tre­ten­den Betriebs­rats­vor­sit­zen­den der Zement­wer­ke Nie­der­mörm­ter, Heid­run Bess­mer-Vol­len­stein. Ich will gar nicht lan­ge quat­schen, Frau Bess­mer-Vol­len­stein, viel­leicht neh­men Sie ein­fach mal die­se Fla­sche Sekt hier und wer­fen sie mit etwas Schwung – und wir ken­nen Sie ja als schwung­vol­le Frau – dort gegen die­sen alten 14-Zoll-Bild­schirm aus süd­ko­rea­ni­scher Pro­duk­ti­on.

Herr­lich, wie das gespritzt und gezischt und geknallt hat. Ganz herz­li­chen Dank, Frau Bess­mer-Vol­len­stein, die­ses Blog – ich hab extra mal nach­ge­schaut: Blog gilt wohl als Neu­trum, des­we­gen „das“ – ist damit eröff­net. Grü­ßen Sie Ihren Mann und die Kin­der ganz herz­lich, wenn Sie wol­len, kön­nen Sie noch was von den Schnitt­chen mit­neh­men, zum Mitt­ach oder so …