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A noisy, useless piece of junk

Ich bin mir nicht sicher, ob ich „Der Lorax“ sehen wol­len wür­de, wenn er im Juli auch in Deutsch­land anläuft. Ich bin (wie wohl die meis­ten ande­ren Men­schen in Deutsch­land) ohne die Wer­ke von Dr. Seuss auf­ge­wach­sen und habe des­halb kei­ne Kind­heits­er­in­ne­run­gen, die ich mit einem Besuch des Films auf­fri­schen oder bedie­nen könn­te. Außer­dem gehen mir 3D-Fil­me fürch­ter­lich auf die Ket­ten.

Den­noch habe ich gera­de durch Zufall auf der Web­site der „New York Times“ eine Kri­tik zu „The Lorax“ gele­sen – und was soll ich sagen: So stel­le ich mir einen ordent­li­chen Ver­riss vor.

The movie is a noi­sy, use­l­ess pie­ce of junk, rever­se-engi­nee­red into some­thing resembling popu­lar art in accordance with the reig­ning impe­ra­ti­ves of mar­ke­ting and brand exten­si­on.

War­ten Sie, geht erst los:

The movie’s sil­li­ne­ss, like its prea­chi­ness, is loud and slight­ly hys­te­ri­cal, as if young view­ers could be enter­tai­ned only by a cea­se­l­ess bar­ra­ge of sen­so­ry sti­mu­lus and pop-cul­tu­re atti­tu­de, or ins­truc­ted by songs that make the coll­ec­ted works of Up With Peo­p­le sound like Metal­li­ca.

Das war dann die Stel­le, wo bei mir tat­säch­li­che Kind­heits­er­in­ne­run­gen ein­setz­ten und ich mir bei You­Tube erst mal ein paar Songs von Up With Peo­p­le anhö­ren muss­te. Erstaun­lich, was einem mit zehn, elf Jah­ren alles gefällt, um dann über Jah­re erfolg­reich ver­drängt zu wer­den, bis so ein ver­damm­ter Neben­satz in einer Film­kri­tik alles wie­der her­vor­holt. Puh!

Aber zurück zu unse­rem Film und A.O. Scotts Abrech­nung damit. Sie nimmt den Schluss vor­weg (wahr­schein­lich, was weiß ich?) und kul­mi­niert in fol­gen­dem Satz:

The­re is an obvious meta­phor here, but the movie is blind to it, and to ever­y­thing else that is inte­res­t­ing or true in the sto­ry it tri­es to tell.

Ich glau­be, ich möch­te „The Lorax“ auf kei­nen Fall sehen.

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Film Politik

Christian Wulff im Wortlaut

Sie kön­nen es heu­te über­all lesen: Bun­des­prä­si­dent Chris­ti­an Wulff hat „Bild“-Chefredakteur Kai Diek­mann mit dem „end­gül­ti­gen Bruch“ gedroht, falls die Zei­tung über sei­nen Pri­vat­kre­dit berich­te.

Eini­ge Zita­te vom Über­schrei­ten des „Rubi­kons“ und „Krieg füh­ren“ sind schon bekannt gewor­den, aber der genaue Wort­laut ist bis­her nicht kol­por­tiert.

Bis­her, denn Cof­fee And TV hat den Mit­schnitt von Kai Diek­manns Mail­box exklu­siv:

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Film

If Only

Das ist natür­lich ein wahn­sin­nig ego­is­ti­scher Gedan­ke, aber ich hat­te mir das anders vor­ge­stellt. Ich hat­te gedacht, dass ich mich mit etwa 50 Jah­ren dar­auf ein­stel­len müss­te, von den Hel­den mei­ner Kind­heit und Jugend Abschied zu neh­men (von denen aus dem Plat­ten­schrank mei­ner Eltern über­nom­me­nen Hel­den viel­leicht etwas frü­her).

Dou­glas Adams starb im Jahr 2001, mit unfass­ba­ren 49 Jah­ren. Elliott Smith (34) und John­ny Cash (71) star­ben, bevor ich mich rich­tig mit ihrem Werk beschäf­tigt hat­te. Als Heath Led­ger (28), Micha­el Jack­son (50) und Ste­phen Gate­ly (33) star­ben, ver­schwan­den plötz­lich Leu­te, die ich beim Auf­wach­sen irgend­wie in mei­nem Sicht­feld gehabt hat­te.

Jay Rea­tard war 29, als ich wuss­te (wie­der so ein ego­is­ti­scher Gedan­ke), dass ich nie eines sei­ner Kon­zer­te wür­de besu­chen kön­nen. Stuart Cable war auch gera­de mal 40 – und die Ste­reo­pho­nics hat­ten mit 16, 17 schon eine gro­ße Rol­le in mei­nem Leben gespielt.

Jetzt also Frank Gier­ing, der Mann mit den trau­rigs­ten Augen. „Abso­lu­te Gigan­ten“, der wohl größ­te Film, der einem 16-Jäh­ri­gen vor die Füße fal­len kann, und des­sen Mischung aus Sehn­sucht, Par­ty und Melan­cho­lie natür­lich all das vor­weg­nahm, was da im eige­nen Leben noch so kom­men soll­te. Oder habe ich ver­sucht, mein eige­nes Erwach­sen­wer­den durch die Kame­ra­lin­se von „Abso­lu­te Gigan­ten“ zu sehen? Wie kann man denn nicht bei Son­nen­auf­gang auf der Rück­bank eines Autos sit­zen, ohne „Wie spät ist es eigent­lich?“ zu fra­gen und dabei an Frank Gier­ing zu den­ken.

Es war ja nur eine Mel­dung, auf einer nicht gera­de ver­trau­ens­wür­di­gen News­ti­cker-Sei­te im Inter­net. Kei­ne Quel­len­an­ga­be. Aber war­um soll­te man Falsch­mel­dun­gen über Schau­spie­ler ver­brei­ten, die nicht gera­de auf den Klatsch­sei­ten der Trash­me­di­en zuhau­se sind? Also: War­ten und goo­geln und dabei Inter­views fin­den, die man vor der Ahnung eines viel zu frü­hen Todes natür­lich sofort ganz anders liest. Aber was muss das für ein zer­brech­li­cher Mann gewe­sen sein, wenn man das jetzt so liest. Schei­ße, wie­so denn „gewe­sen sein“? Und dann die Bestä­ti­gun­gen.

Es gab in mei­nem Leben kei­ne Berüh­rungs­punk­te mit Frank Gier­ing. Sebas­ti­an Schip­per, den Regis­seur von „Abso­lu­te Gigan­ten“, habe ich vor acht Jah­ren auf der Ber­li­na­le getrof­fen, wobei „über­fal­len“ viel­leicht das rich­ti­ge­re Wort ist: Ich sah ihn von wei­tem, rief sei­nen Namen, rann­te ihm auf­ge­regt hin­ter­her und muss wie ein Was­ser­fall gewirkt haben, als ich ihm sag­te, wie viel mir sein Film bedeu­te. (Dass Schip­pers wei­te­re Fil­me eher so „geht so“ waren, lässt das Debüt natür­lich noch ein biss­chen hel­ler strah­len.) Mit Flo­ri­an Lukas und Antoine Monot Jr., den ande­ren „Gigan­ten“, habe ich E‑Mail- und Tele­fon­in­ter­views geführt, in denen ich gar nicht an „Abso­lu­te Gigan­ten“ vor­bei­kam. Von Frank Gier­ing kann­te ich nur die­sen einen beein­dru­cken­den Film, der aus­ge­reicht hat, um ihn unsterb­lich zu machen – ein Adjek­tiv, das plötz­lich glei­cher­ma­ßen unpas­send wie trös­tend wir­ken kann.

Weißt du, was ich manch­mal den­ke? Es müß­te immer Musik da sein. Bei allem, was du machst. Und wenn’s so rich­tig schei­ße ist, dann ist wenigs­tens noch die Musik da. Und an der Stel­le, wo sie am aller­schöns­ten ist, da müß­te die Plat­te sprin­gen, und du hörst immer nur die­sen einen Moment.

(Sebas­ti­an Schip­per: „Abso­lu­te Gigan­ten“, Euro­pa Ver­lag Hamburg/​Wien 1999)

Musik!

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Musik Film Literatur

Positive Jam

Ich dach­te ja schon, es wäre die Krö­nung in Sachen Hel­den-Kol­la­bo­ra­ti­on, dass Ben Folds und Nick Horn­by gemein­sam an einem Album arbei­ten (Cof­fee And TV berich­te­te).

Jetzt lese ich, dass Craig Finn, der Sän­ger der von mir hoch­ver­ehr­ten The Hold Ste­ady, gemein­sam mit dem lang­jäh­ri­gen David-Let­ter­man-Autoren Tom Ruprecht an einer Kino­ad­ap­ti­on von Chuck Klos­ter­mans „Far­go Rock City“ arbei­tet.

Zwar kann ich mir im Moment noch nicht ganz vor­stel­len, wie aus einem Buch, das zu wei­ten Tei­len aus dem Theo­re­ti­sie­ren von Hea­vy Metal, Hair Metal und Hard Rock besteht, eine Film­ko­mö­die wer­den könn­te, aber ich ver­traue den bei­den Autoren, die den Film zusam­men mit Klos­ter­man pro­du­zie­ren, da voll. Außer­dem wer­den hier­zu­lan­de alber­ne Quatsch-Rat­ge­ber wie „War­um Män­ner nicht zuhö­ren und Frau­en schlecht ein­par­ken“ zu Kino­pro­duk­tio­nen geprü­gelt, da ist eine Coming-of-age-Geschich­te im länd­li­chen North Dako­ta mit ganz viel Musik sicher der nahe­lie­gen­de­re Stoff.

Aber was für pop­kul­tu­rel­le Mas­hups mit mei­nen per­sön­li­chen Hel­den fin­den als nächs­tes statt? Neh­men Thees Uhl­mann und Max Goldt ein gemein­sa­mes Album auf? Ver­tont Fran Hea­ly die „Cal­vin & Hobbes“-Comics von Bill Wat­ter­son? Nimmt sich Ben Gib­bard ein Buch von Jack Kerouac vor?

Oh.

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Film

Hauptschul Musical

Apro­pos Oh, Napo­le­on: Die sind mit ihrem Song „Lovers In Your Head“ auch auf einem aktu­el­len Films­ound­track ver­tre­ten.

Der Film heißt „Gangs“ und der Höher-schnel­ler-wei­ter-Trai­ler ver­spricht, ganz nach dem schö­nen Mot­to „LASS LIEBER ALLES ANZÜNDEN!“, mehr. Von allem:

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Motor­rä­der!
Mas­ken!
Scrat­ches!
Bal­lett!
Jimi Blue Och­sen­knecht!
Wil­son Gon­za­les Och­sen­knecht!
Lie­be!
Cabri­os!
Hun­de!
Kri­mi­nel­le!
Kon­flik­te!
Brü­der!
Ver­fol­gungs­jag­den!
Oneli­ner!
Pin­kel­wit­ze!
Kalau­er!
Dono­ts!

Isses nich doll? Die­se Mischung aus „West Side Sto­ry“ und „Die wil­den Ker­le“, aus „Die fet­ten Jah­re sind vor­bei“ und „James Bond – Der Mor­gen stirbt nie“? Das muss ja ein Hit wer­den.

Und trotz­dem hat der Film – wohl, weil die Alters­frei­ga­be ab 12 Jah­ren die Kern­ziel­grup­pe aus­siebt – nach drei Wochen eher ent­täu­schen­de 345.359 Zuschau­er.

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Musik Film

Nimm mein Mixtape, Babe

Die Neun­zi­ger sind ein trau­ri­ges Jahr­zehnt, denn sie muss­ten ohne die ganz gro­ßen, prä­gen­den Teen­ager-Fil­me aus­kom­men. Allen­falls „Ame­ri­can Pie“ (von 1999) hat­te einen ver­gleich­ba­ren Ein­fluss auf die Pop­kul­tur wie „Say Any­thing“, „Fer­ris Bueller’s Day Off“, „Fast Times At Rid­ge­mont High“ oder „Six­teen Cand­les“. Vor allem hat­ten die Neun­zi­ger kei­nen John Cusack.

Oh, glück­li­che Nuller, denn die haben Micha­el Cera, der in „Super­bad“ schon von erstaun­li­cher Lloyd-Dobler-Haf­tig­keit war, der in „Juno“ die Rol­le des lie­bens­wer­ten, höf­li­chen Jun­gen ohne Eigen­schaf­ten erneut spiel­te und jetzt mit gera­de mal 20 schon sein „High Fidelity“-Pendant dre­hen durf­te: „Nick and Norah’s Infi­ni­te Play­list“.

Nick ist ein Schü­ler, der nicht über die Tren­nung von sei­ner Freun­din Tris hin­weg­kommt, ihre Mail­box voll­quas­selt und ihr unab­läs­sig Mix-CDs brennt. 1 Die CDs, die Tris weg­wirft, sam­melt Norah (Kat Den­nings) ein und ver­liebt sich über die Musik in den ihr unbe­kann­ten Absen­der. Dann tref­fen sich die Bei­den erst­mals in der Rea­li­tät, mögen sich nicht, stol­pern durch eine chao­ti­sche Nacht und Rich­tung Hap­py End.

Ich weiß nicht, wann ich das letz­te Mal das Gefühl hat­te, dass bei einem Film von der Atmo­sphä­re über die Dar­stel­ler bis zur Musik alles stimmt, aber das Dreh­buch lei­der völ­li­ger Quark ist. Viel­leicht bei Came­ron Cro­wes „Eliza­beth­town“ und ein biss­chen bei „Gar­den Sta­te“. 2 Man kann im Sin­ne der Dreh­buch­au­to­ren eigent­lich nur hof­fen, dass da ein Zwei­stün­der ganz bru­tal auf 89 Minu­ten zusam­men­ge­kürzt wur­de, denn vie­les passt nicht so recht zusam­men und gera­de das Ver­hal­ten der bei­den Haupt­per­so­nen wirkt oft völ­lig unmo­ti­viert.

„Nick and Norah’s Infi­ni­te Play­list“ 3 ist trotz­dem ein wun­der­ba­rer Film – und das liegt an allem, was nicht Dreh­buch ist. 4 Für einen Musik­lieb­ha­ber 5 sind der Film und sein Sound­track 6 wie ein Besuch bei Freun­den: Vie­le kennt man schon und die ande­ren sind auch nett. Bishop Allen tre­ten live auf und Deven­dra Ban­hart latscht als Super­markt-Kun­de durchs Bild, dazu kom­men Songs von unter ande­rem Vam­pi­re Weekend, The Dead 60s, We Are Sci­en­tists, Shout Out Louds, Band Of Hor­ses und Rogue Wave.

Die Schau­spie­ler spie­len ihre Cha­rak­te­re auf eine für einen Tee­nie-Film über­ra­schend zurück­hal­ten­de und damit sehr ange­neh­me Art. New York zeigt sich abseits der 5th-Ave­nue-Kli­schees von sei­ner sym­pa­thischs­ten Sei­te. Und hat­te ich erwähnt, wie groß­ar­tig die gan­ze Atmo­sphä­re ist?

Und so kommt es, dass ich ein paar Stun­den nach dem Kino­be­such ((Und beim Hören des Sound­tracks, den iTu­nes freund­li­cher­wei­se auch nach Laden­schluss noch vor­rä­tig hat­te.) mit woh­li­ger Erin­ne­rung an einen Film zurück­den­ke, wäh­rend des­sen Sich­tung ich fast die Lein­wand ange­schrien hät­te, um die Autoren zu ver­flu­chen.

Bil­ly Wil­der hat ein­mal gesagt, für einen guten Film brau­che man drei Din­ge: 1. Ein gutes Dreh­buch, 2. Ein gutes Dreh­buch und 3. Ein gutes Dreh­buch. Ich wür­de dem Meis­ter nie wider­spre­chen, aber viel­leicht ist „Nick and Norah’s Infi­ni­te Play­list“ ja ein­fach die Aus­nah­me, die die Regel bestä­tigt.

Trai­ler
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IMDb

  1. Ein bizar­rer Ana­chro­nis­mus – sowohl Mix­tapes als auch MP3-Lis­ten wür­de man ver­ste­hen, aber CDs?![]
  2. Des­sen Dreh­buch aller­dings nicht völ­li­ger Quark, son­dern nur ein biss­chen unstruk­tu­riert war.[]
  3. Oder „Nick und Norah – Sound­track einer Nacht“, wie der eher so mit­tel­gu­te deut­sche Titel lau­tet.[]
  4. Das Dreh­buch hat übri­gens auch ein paar hüb­sche Ein­fäl­le an den Rän­dern, aber die zen­tra­le Hand­lung ist halt völ­lig ver­un­glückt.[]
  5. Oder auch Musik­nerd.[]
  6. Im Abspann wer­den 37 Songs auf­ge­führt, nur ein paar weni­ger als bei „High Fide­li­ty“ und „Almost Famous“.[]
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Musik Film

Did you think you’d escaped from routine?

Man data-epi-spa­cing weiß data-epi-spa­cing nicht data-epi-spa­cing so data-epi-spa­cing rich­tig, data-epi-spa­cing was data-epi-spa­cing bei data-epi-spa­cing den data-epi-spa­cing Mit­glie­dern data-epi-spa­cing der data-epi-spa­cing Aca­de­my data-epi-spa­cing of data-epi-spa­cing Moti­on data-epi-spa­cing Pic­tu­re data-epi-spa­cing Arts data-epi-spa­cing and data-epi-spa­cing Sci­en­ces data-epi-spa­cing jetzt data-epi-spa­cing schon data-epi-spa­cing wie­der data-epi-spa­cing kaputt data-epi-spa­cing ist: data-epi-spa­cing Erst data-epi-spa­cing nomi­nie­ren data-epi-spa­cing sie data-epi-spa­cing statt data-epi-spa­cing der data-epi-spa­cing sonst data-epi-spa­cing übli­chen data-epi-spa­cing fünf data-epi-spa­cing Songs data-epi-spa­cing nur data-epi-spa­cing drei data-epi-spa­cing in data-epi-spa­cing der data-epi-spa­cing Kate­go­rie data-epi-spa­cing „Bes­ter data-epi-spa­cing Titel­song“, data-epi-spa­cing dann data-epi-spa­cing über­ge­hen data-epi-spa­cing sie data-epi-spa­cing bei data-epi-spa­cing den data-epi-spa­cing Nomi­nie­run­gen data-epi-spa­cing Bruce data-epi-spa­cing Springsteens data-epi-spa­cing „The data-epi-spa­cing Wrest­ler“, data-epi-spa­cing der data-epi-spa­cing nach data-epi-spa­cing sei­ner data-epi-spa­cing Gol­den-Glo­be-Aus­zeich­nung data-epi-spa­cing eigent­lich data-epi-spa­cing als data-epi-spa­cing Favo­rit data-epi-spa­cing galt, data-epi-spa­cing schi­cken data-epi-spa­cing dafür data-epi-spa­cing gleich data-epi-spa­cing zwei data-epi-spa­cing Songs data-epi-spa­cing aus data-epi-spa­cing „Slum­dog data-epi-spa­cing Mil­lionaire“ data-epi-spa­cing ins data-epi-spa­cing Ren­nen data-epi-spa­cing und data-epi-spa­cing dann data-epi-spa­cing wer­den data-epi-spa­cing die data-epi-spa­cing Songs data-epi-spa­cing auch data-epi-spa­cing nicht data-epi-spa­cing mehr data-epi-spa­cing ein­zeln data-epi-spa­cing vor­ge­tra­gen data-epi-spa­cing (was data-epi-spa­cing immer­hin data-epi-spa­cing die data-epi-spa­cing mehr­stün­di­ge data-epi-spa­cing Zere­mo­nie data-epi-spa­cing auf­lo­ckert), data-epi-spa­cing son­dern data-epi-spa­cing jeder data-epi-spa­cing Titel data-epi-spa­cing soll­te data-epi-spa­cing 65 data-epi-spa­cing Sekun­den data-epi-spa­cing in data-epi-spa­cing einem data-epi-spa­cing Med­ley data-epi-spa­cing bekom­men.

Kein data-epi-spa­cing Wun­der, data-epi-spa­cing dass data-epi-spa­cing Peter data-epi-spa­cing Gabri­el data-epi-spa­cing da data-epi-spa­cing kei­nen data-epi-spa­cing Bock data-epi-spa­cing drauf data-epi-spa­cing hat­te, data-epi-spa­cing und data-epi-spa­cing sei­nen data-epi-spa­cing Auf­tritt data-epi-spa­cing (nicht data-epi-spa­cing aber data-epi-spa­cing die data-epi-spa­cing Teil­nah­me data-epi-spa­cing an data-epi-spa­cing der data-epi-spa­cing Oscar-Ver­lei­hung) data-epi-spa­cing abge­sagt data-epi-spa­cing hat:

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Film Literatur

Der Buddenbrook-Komplex

Fami­li­en­sa­gen haben in Deutsch­land eine lan­ge Tra­di­ti­on: von den Nibe­lun­gen bis zu den Bei­mers führt ein direk­ter Weg (wenn auch ein ver­schlun­ge­ner) von Geschich­ten, die den Men­schen das Gefühl geben sol­len, ihre eige­ne Fami­lie sei dann viel­leicht doch gar nicht so kaputt. Den unbe­strit­te­nen Höhe­punkt bil­den wohl die „Bud­den­brooks“, jener „Jahr­hun­der­t­ro­man“, den Tho­mas Mann mit 25 Jah­ren ver­öf­fent­lich­te und der ihm Welt­ruhm und Lite­ra­tur­no­bel­preis sicher­te.

Hein­rich Bre­lo­er, der 2001 mit „Die Manns – Ein Jahr­hun­der­t­ro­man“ die nicht min­der span­nen­de Fami­li­en­ge­schich­te der Manns selbst doku­men­tiert hat­te, hat sich in sei­nem Spiel­film­de­büt nun den 750-Sei­ten-Klas­si­ker vor­ge­nom­men und auf kurz­wei­li­ge zwei­ein­halb Stun­den her­un­ter­ge­bro­chen. Der Ein­fach­heit hal­ber lässt Bre­lo­er min­des­tens eine Gene­ra­ti­on (die von Johann Bud­den­brook dem Älte­ren) und zwei Kin­der (Cla­ra Bud­den­brook und Eri­ka Grün­lich) außen vor und kon­zen­triert sich direkt auf Jean und Beth­sy Bud­den­brook und ihre (jetzt nur noch drei) Kin­der. Das redu­ziert das unüber­sicht­li­che Cha­rak­ter­en­sem­ble auf eine bei­na­he nach­voll­zieh­ba­re Grö­ße, führt aber auch dazu, dass Fami­li­en­tra­di­ti­on und ‑ehre nicht mehr direkt erzählt, son­dern maxi­mal berich­tet wer­den.

Der „Ver­fall einer Fami­lie“, so der Unter­ti­tel des Romans, wird in die­ser vier­ten Ver­fil­mung teils poin­tiert, teils hek­tisch abge­han­delt. So ziem­lich alles, was in Manns Roman über die Lübe­cker Kauf­manns­fa­mi­lie Bud­den­brook span­nend und außer­ge­wöhn­lich ist, ist bei Bre­lo­er banal gera­ten. Das liegt mög­li­cher­wei­se dar­an, dass der Regis­seur ein erklär­ter Fan des Romans und sei­nes Autors ist – sowas geht sel­ten gut und es funk­tio­niert auch hier nur bedingt. Wenn man die inne­ren Kämp­fe, die der Dreh­buch­au­tor und Regis­seur zwi­schen Werk­treue und behut­sa­mer Neu­in­ter­pre­ta­ti­on aus­ge­stan­den hat, hin­ter­her auf der Lein­wand sehen kann, ist etwas gewal­tig schief gelau­fen.

Den Schau­spie­lern kann man das nicht wirk­lich anlas­ten: Armin Muel­ler-Stahl könn­te man als Kon­sul Jean Bud­den­brook leicht mit sei­nem Tho­mas Mann in „Die Manns“ ver­wech­seln, aber Iris Ber­ben über­rascht als sei­ne Gat­tin Beth­sy dadurch, dass sie auch mal mehr sein kann als immer nur Iris Ber­ben. Mark Wasch­ke hat etwas damit zu kämp­fen, dass sei­ne Rol­le des Fir­men­er­ben Tho­mas Bud­den­brook nur in weni­gen Momen­ten zum Sym­pa­thie­trä­ger taugt, aber die Bür­de der fami­liä­ren Pflicht und die zuneh­men­den Anstren­gun­gen, die Fas­sa­de auf­recht zu erhal­ten, sind bei ihm stets glaub­wür­dig. Auch Jes­si­ca Schwarz, deren Tony Bud­den­brook als ein­zi­ge Per­son im Film über­haupt nicht zu altern scheint, steht die Zer­ris­sen­heit ins Gesicht geschrie­ben – zumin­dest solan­ge, bis sich die Todes­fäl­le in einem der­art alber­nen Rhyth­mus häu­fen, dass man die­ses Gesicht hin­ter dem schwar­zen Schlei­er sowie­so kaum noch zu sehen bekommt. Und August Diehl spielt den zuneh­mend wahn­sin­ni­ge­ren Chris­ti­an Bud­den­brook mit so viel Ver­ve, dass man am Ende lei­der von Bei­den genervt ist.

Die Aus­stat­tung ist durch­aus gelun­gen, mit gro­ßem Auf­wand wur­den Lübeck und Ams­ter­dam des 19. Jahr­hun­dert auf die Lein­wand gezau­bert. Dafür ist die Kame­ra­ar­beit von Ger­not Roll, der bereits die TV-Ver­si­on von 1979 foto­gra­fiert hat­te, bis auf weni­ge Aus­nah­men lang­wei­lig oder gar schlecht. Für die Weich­zeich­ner beim gro­ßen Ball zu Beginn des Films gehö­ren Kame­ra­mann und Regis­seur glei­cher­ma­ßen geschol­ten und mit­un­ter wird all­zu deut­lich, dass ein bestimm­ter Blick­win­kel nur gewählt wur­de, weil sonst irgend­et­was ana­chro­nis­ti­sches zu sehen gewe­sen wäre. Über die Musik wol­len wir an die­ser Stel­le den Man­tel des Schwei­gens brei­ten, der auch dem Kom­po­nis­ten Hans Peter Strö­er gut zu Gesicht gestan­den hät­te.

Im Gro­ßen und Gan­zen haben Bre­loers „Bud­den­brooks“ viel mit Uli Edels „Baa­der Mein­hof Kom­plex“ gemein, dem ande­ren gro­ßen deut­schen Film von 2008: mit beacht­li­chem Auf­wand, aber ohne eige­ne Hal­tung, wer­den die wich­tigs­ten Sta­tio­nen einer alt­be­kann­ten Vor­la­ge abge­he­chelt. Bei­de Male ist dabei soli­des Pop­corn­ki­no ent­stan­den, das sich als Ein­stieg in die jewei­li­ge Mate­rie eig­net.

Dass ein Film dem Roman gerecht wer­den könn­te, hat hof­fent­lich sowie­so nie jemand geglaubt.

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Wiedersehen macht nichts

Man kann aus einem 330-Sei­ten-Roman eine elf­stün­di­ge Fern­seh­se­rie machen, so wie es mit „Wie­der­se­hen mit Bri­des­head“ von Eve­lyn Waugh 1981 gesche­hen ist. Man kann aus dem glei­chen 330-Sei­ten-Roman auch einen 133-minü­ti­gen Kino­film machen – dass dabei eini­ges auf der Stre­cke blei­ben muss, ist klar.

Die Sprün­ge sind mit­un­ter ver­wir­rend. Man­ches erklärt sich hin­ter­her in der Rück­schau, man­ches nie. Was klar ist: Im Zen­trum steht der jun­ge Stu­dent Charles Ryder (Matthew Goo­de), der – 1923 kaum in Oxford ange­kom­men – die Bekannt­schaft des schwu­len Adli­gen Sebas­ti­an Fly­te (Ben Whis­haw) macht. Die bei­den wei­chen ein­an­der nicht mehr von der Sei­te, bis Charles in Vene­dig Sebas­ti­ans Schwes­ter Julia (Hay­ley Atwell) küsst. Jah­re spä­ter ist Charles ein auf­stre­ben­der und ver­hei­ra­te­ter Künst­ler, der beim ers­ten zufäl­li­gen Wie­der­se­hen über die eben­falls ver­hei­ra­te­te Julia her­fällt, wäh­rend Sebas­ti­an alko­hol­krank in Marok­ko ver­schwun­den ist. Charles und Julia wol­len hei­ra­ten, aber dann kommt ihnen das Able­ben von Juli­as Vater dazwi­schen, der auf dem Ster­be­bett das Chris­ten­tum wie­der für sich ent­deckt. Plötz­lich ist erst die Bezie­hung vor­bei und kurz dar­auf (aber erst nach­dem Eng­land mit Deutsch­land im Krieg ist) auch der Film.

Irgend­wie haben es die Macher der Neu­ver­fil­mung geschafft, aus Eve­lyn Waughs (Wich­ti­ger Cock­tail­par­ty-Small­talk-Hin­weis: Eve­lyn war ein Mann) gefei­er­tem Roman eine Melan­ge aus Jane-Aus­ten-Fließ­band­ver­fil­mung und Rosa­mun­de-Pilcher-Fern­seh­spiel her­aus­zu­de­stil­lie­ren. Die Hand­lung wur­de bis zur Sinn­lo­sig­keit ver­flacht, dafür wur­de jede ein­zel­ne Sze­ne mit einer opu­len­ten Schein­be­deu­tungs­schwe­re auf­ge­la­den, damit auch jeder begreift, was Charles schon in der Eröff­nungs­sze­ne aus dem Off gesagt hat­te: Hier geht es um Schuld.

Außer­dem geht es um Reli­gi­on, sozia­le Unter­schie­de und immer wie­der um das titel­ge­ben­de Anwe­sen Bri­des­head, das Charles wich­ti­ger ist als jeder Mensch. Als er zum ers­ten Mal einen Som­mer dort ver­bringt, ist die sonst groß­ar­ti­ge Emma Thomp­son als Mut­ter von Julia und Sebas­ti­an damit beschäf­tigt, wie eine Lady zu wir­ken, der die gan­ze Schwe­re der Welt auf den Schul­tern unter­halb ihres Migrä­ne-geplag­ten Haup­tes las­tet. Immer­hin macht sie damit mehr als alle ande­ren Schau­spie­ler zusam­men – die ste­hen ein­fach nur an unfass­bar pit­to­res­ken Sets her­um und sagen das auf, was die Dreh­buch­au­to­ren Andrew Davies und Jere­my Brock ihren holz­schnitt­ar­ti­gen und so gut wie nie nach­voll­zieh­ba­ren Cha­rak­te­ren an Text zuge­schus­tert haben. Und weil das allei­ne noch nicht barock genug wirkt, liegt unter den Sze­nen, in denen es beson­ders dra­ma­tisch und/​oder bedeut­sam wird (also in nahe­zu jedem Moment) eine unglaub­lich schwüls­ti­ge Film­mu­sik.

„Wie­der­se­hen mit Bri­des­head“ ist eine Art Tele­no­ve­la im Pana­vi­si­on-For­mat, bei der man minüt­lich dar­auf war­tet, dass Lord und Lady Hes­keth-For­tes­cue mit Gwy­neth Moles­worth im Schlepp­tau um die Ecke kom­men. Man wird das Gefühl nicht los, dass Regis­seur Juli­an Jar­rold selbst nicht so genau wuss­te, was er mit dem Stoff anfan­gen soll­te. Sein Film kippt von der Schwu­len­ro­man­ze in eine Drei­ecks­be­zie­hung, macht dann eini­ge irri­tie­ren­de Sprün­ge durch Raum und Zeit, um sich in einer ober­fläch­li­chen Medi­ta­ti­on über Reli­gi­on und Glau­be zu ver­lie­ren. Das wirk­lich Erstaun­li­che ist, dass sich der Film bei allen Sprün­gen und ver­lo­re­nen Fäden auch noch so zieht wie eine elf­stün­di­ge Fern­seh­se­rie.

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Dancing With Tears In My Eyes

Da fährt ein Boot über das Mit­tel­meer, ein „Love Boat“, aber an Bord sind aus­schließ­lich Män­ner: israe­li­sche Sol­da­ten. Aus den Boxen schep­pert „Eno­la Gay“ von OMD, die­se New-Wave-Hym­ne über das Flug­zeug, aus dem die Atom­bom­be auf Hiro­shi­ma gewor­fen wur­de, und die Sol­da­ten trin­ken Bier. Einem von ihnen ist schlecht, er kotzt über die Reling und beginnt zu hal­lu­zi­nie­ren: Eine nack­te Rie­sin ent­steigt dem Was­ser und nimmt ihn mit ins Meer. Sie schwim­men davon, wäh­rend er das Schiff mit sei­nen Kame­ra­den an Bord explo­die­ren sieht.

Es sind Sze­nen wie die­se, die einem beson­ders in Erin­ne­rung blei­ben von „Waltz with Bas­hir“, obwohl eigent­lich der gan­ze Film etwas Beson­de­res ist: Zum einen behan­delt er den Liba­non-Krieg von 1982, von dem die meis­ten Deut­schen ver­mut­lich nicht ein­mal wuss­ten, dass er statt­ge­fun­den hat, zum ande­ren gehört er zum eher über­schau­ba­ren Gen­re des ani­mier­ten Doku­men­tar­films.

Regis­seur Ari Fol­man ver­ar­bei­tet in „Waltz with Bas­hir“ sei­ne eige­nen Erfah­run­gen als Sol­dat im Liba­non-Krieg und beim Mas­sa­ker von Sabra und Scha­ti­la. Genau­er gesagt begibt er sich auf die Suche nach sei­ner eige­nen Geschich­te, denn im Gegen­satz zu vie­len sei­ner dama­li­gen Kame­ra­den kann er sich an nichts mehr erin­nern, was in sei­ner Jugend im Krieg vor­ge­fal­len ist. So besucht er alte Weg­ge­fähr­ten, die ihm ihre jewei­li­ge Sicht auf die Ereig­nis­se anver­trau­en und ihm so hel­fen, sei­ne eige­nen Ver­drän­gungs­me­cha­nis­men zu über­win­den.

„Waltz with Bas­hir“ wäre schon von sich aus ein inter­es­san­ter Film über Krieg, Gewalt und das mensch­li­che Erin­ne­rungs­ver­mö­gen. Aller­dings wür­de er wohl ehr­lich gesagt auf irgend­wel­chen nächt­li­chen Sen­de­plät­zen des Bil­dungs­fern­se­hens unter­ge­hen. Aber „Waltz with Bas­hir“ ist kein gewöhn­li­cher Doku­men­tar­film, er ist kom­plett ani­miert. In meh­re­ren Pro­duk­ti­ons­schrit­ten wur­den die Inter­views und Kriegs­sze­nen digi­tal nach­be­ar­bei­tet und/​oder kom­plett neu ani­miert (das Ani­ma­ti­ons­ver­fah­ren wird hier genau­er erklärt) – und das alles mit einem Bud­get von 2 Mil­lio­nen US-Dol­lar (zum Ver­gleich: Pix­ars „Wall‑E“ kos­te­te unge­fähr das Neun­zig­fa­che). Dabei ent­ste­hen Bil­der, die nicht all­zu viel mit Hol­ly­wood-Per­fek­ti­on zu tun haben, die man aber in die­ser Form bis­her noch nie gese­hen hat.

In den außer­ge­wöhn­li­chen Bil­dern, die die gan­ze Zeit auf einen ein­pras­seln, liegt lei­der auch eine Gefahr: stän­dig fragt man sich „Wie haben sie das jetzt gemacht?“ und wäh­rend man über 2D- und 3D-Gra­fi­ken grü­belt, über Flash-Ani­ma­tio­nen und After Effects, ist man plötz­lich wie­der raus aus der Geschich­te (der Begriff „Hand­lung“ wäre da viel­leicht auch irre­füh­rend). Außer­dem ist es fast unver­meid­lich, sich die his­to­ri­schen Hin­ter­grün­de vor oder nach dem Kino­be­such noch ein­mal durch­zu­le­sen, weil sie sich aus dem Film eher nicht erklä­ren.

Das Mas­sa­ker von Sabra und Scha­ti­la, bei dem die christ­li­chen liba­ne­si­schen Phal­an­ge-Mili­zen meh­re­re Hun­dert paläs­ti­nen­si­scher Zivi­lis­ten ermor­de­ten, rückt gegen Ende ins Zen­trum des Films. Fast neben­säch­lich stel­len sich Fra­gen nach der Mit­schuld der israe­li­schen Sol­da­ten, die in unmit­tel­ba­rer Nähe der Flücht­lings­la­ger waren, und ein­mal mehr geht es um das heil­lo­se Durch­ein­an­der, das seit Gene­ra­tio­nen im Nahen Osten herrscht, und das mit „Jeder gegen Jeden“ unzu­rei­chend, aber irgend­wie doch tref­fend beschrie­ben wer­den kann.

Gera­de an die­sen Stel­len bie­ten die Ani­ma­tio­nen dem Zuschau­er auch einen gewis­sen Schutz, weil er die Erschie­ßung paläs­ti­nen­si­scher Fami­li­en rein optisch nicht groß anders erlebt als den Tod von Bam­bis Mut­ter. Aber spä­tes­tens als die gezeich­ne­ten Flücht­lings­la­ger kurz vor Schluss plötz­lich ech­ten Video­bil­dern von sich tür­men­den Lei­chen Platz machen, ist die­ser Schutz dahin: das Grau­en von Krieg und Völ­ker­mord, das sowie­so kaum begreif­bar ist, ver­steckt sich nicht mehr hin­ter teils sur­rea­len Zeich­nun­gen, son­dern springt einem mit der vol­len Bru­ta­li­tät des Rea­len ent­ge­gen. Man kann dar­über strei­ten, ob das nötig ist, aber ande­rer­seits geht es nun mal um tat­säch­li­che Ereig­nis­se – und das könn­te man ja fast schon ver­ges­sen haben.

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Ungesundes Merchandise

Ich habe es noch nicht geschafft, mir „High School Musi­cal 3“ anzu­se­hen (aber ich wer­de es, das ver­spre­che ich).

Ich möch­te Sie aber auf ein Inter­view auf­merk­sam machen, das NPR mit Ken­ny Orte­ga, dem Regis­seur der „High School Musical“-Filme, geführt hat.

Auf die Fra­ge, was er eigent­lich von die­sem gan­zen Mer­chan­di­se (Ruck­sä­cke, Bett­wä­sche, Schlüs­sel­an­hän­ger, Unter­wä­sche, you name it …) zu „High School Musi­cal“ hal­te, reagier­te er zunächst ein­mal mit einem lan­gen, nach­denk­li­chen Seuf­zer und sag­te dann:

Well, you know, that’s a tough one for me, you know. Tho­se are the folks that give us the money to make the movies. And I would just say that it’s, you know, the par­ents just have to like … be the ones in char­ge. Disney’s gon­na put out wha­te­ver they can put out. There’s a hun­ger for the mer­chan­di­se, but I also think that, you know, at a cer­tain point, it would be unhe­alt­hy to allow too much of it into an individual’s life.

Ich den­ke, mit die­ser Ein­stel­lung wird er sowohl Dis­ney, als auch so man­che Eltern ver­är­gert haben, die ihren Kin­dern erklä­ren müs­sen, war­um sie nicht auch noch die HSM-But­ter­brot­do­se haben kön­nen. Aber ich fin­de sei­ne Ein­stel­lung erfri­schend ehr­lich.

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Film Gesellschaft

Holger, der Kampf geht weiter

Andre­as Baa­der wird in der Erin­ne­rung der Men­schen immer der Mann sein, der im Gerichts­saal von Stutt­gart-Stamm­heim den vor­sit­zen­den Rich­ter anbrüll­te und Frau­en, wenn er mit ihnen rede­te, als „Fot­zen“ bezeich­ne­te. Dar­an wird sich auch durch den zwan­zig-Mil­lio­nen-Euro-Film „Der Baa­der Mein­hof Kom­plex“ nichts ändern – die Leu­te wer­den den gebür­ti­gen Mün­che­ner Baa­der höchs­tens mit einem nor­di­schen Ein­schlag im Ohr haben, weil Moritz Bleib­treu im Sprech­un­ter­richt an der Schau­spiel­schu­le gepennt hat.

Es gibt ja kaum einen Super­la­tiv, kaum einen Satz, der im Vor­feld nicht über den Film geschrie­ben wor­den war. Jeder, der damals dabei war oder jeman­den kann­te, der die Geschich­te der RAF am Fern­se­her mit­er­lebt hat­te, durf­te sich in irgend­ei­nem Medi­um dar­über äußern, durf­te dis­ku­tie­ren, ob man aus so einer Geschich­te einen kom­mer­zi­el­len Spiel­film machen dür­fe, oder durf­te sonst irgend­et­was sagen. Der Film wur­de vor­ab so mit Bedeu­tung auf­ge­la­den, dass man sich schon fragt, ob man ihn über­haupt noch als Film sehen und beur­tei­len kann.

Ja, man kann. „Der Baa­der Mein­hof Kom­plex“ ist sti­lis­tisch soli­de, mit­un­ter bril­lant, was inso­fern über­rascht, als Regis­seur Uli Edel („Chris­tia­ne F. – Wir Kin­der vom Bahn­hof Zoo“, „Letz­te Aus­fahrt Brook­lyn“) seit unge­fähr zwan­zig Jah­ren nichts Rele­van­tes mehr gedreht hat. Es ist ein detail­ver­lieb­ter Zwei­ein­halb­stün­der, des­sen Span­nungs­bo­gen ein biss­chen dar­un­ter lei­det, dass zehn Jah­re (und 650 Sei­ten Buch­vor­la­ge) abge­han­delt wer­den müs­sen, bis das pas­siert, was man eh schon tau­send­mal gese­hen hat: Die „Lands­hut“ wird in Moga­di­schu gestürmt, in Stamm­heim wer­den drei Lei­chen gefun­den. Bis dahin ist es nie lang­wei­lig gewor­den, aber auch nur sel­ten kon­kret oder gar über­sicht­lich. Ich weiß nicht, ob es hilf­rei­cher ist, gar nichts über die Geschich­te der RAF zu wis­sen, weil man sich dann wenigs­tens nicht stän­dig fragt, wer wer ist.

„Der Baa­der Mein­hof Kom­plex“ oder kurz „BMK“ ist kei­ne Doku­men­ta­ti­on und kei­ne Ver­tie­fung von irgend­was, er ist eine ober­fläch­li­che Ein­füh­rung in ein Kapi­tel deut­scher Geschich­te, des­sen Auf­ar­bei­tung rech­ne­risch noch zehn bis zwan­zig Jah­re brau­chen wird. Wir Spät­ge­bo­re­nen sit­zen da und wun­dern uns über Mas­sen­de­mons­tra­tio­nen, Rau­cher aller­or­ten, rie­si­ge Stu­den­ten­ver­samm­lun­gen und Men­schen, die umständ­lich mit Voka­beln wie „Impe­ria­lis­mus“, „Genos­sen“ und „Bour­geoi­sie“ han­tie­ren. Wir wun­dern uns, dass sol­che Leu­te, die man bei jeder Stu­den­ten­par­ty ste­hen las­sen wür­de, wenn sie einen anla­ber­ten, damals die Mas­sen bewegt haben (die Kon­ser­va­ti­ven haben sich frei­lich schon damals gewun­dert). Wenn ein voll­be­setz­ter Hör­saal auf Geheiß von Rudi Dutsch­ke (erschre­ckend nah am Ori­gi­nal: Sebas­ti­an Blom­berg) „Ho, Ho, Ho Chi Minh“ anstimmt, sind das für uns ähn­lich frem­de und beun­ru­hi­gen­de Bil­der wie die vom Reichs­par­tei­tags­ge­län­de in Nürn­berg.

Aber der Film macht klar, was die Stu­den­ten 1967 beweg­te, und wenn man die dama­li­gen Mel­dun­gen aus Viet­nam mit denen aus dem Irak heu­te ver­gleicht, ist einem das gleich gar nicht mehr so fremd und man wun­dert sich statt­des­sen, war­um die heu­ti­gen Krie­ge eigent­lich so egal sind. Auch die Bil­der vom 2. Juni, als sich die Span­nung zwi­schen Demons­tran­ten und Poli­zis­ten schließ­lich in roher Gewalt ent­lädt, hat man so ähn­lich in letz­ter Zeit schon mal im Fern­se­hen gese­hen – aller­dings längst nicht so bru­tal und ohne die „Jubel­per­ser“, die mit Lat­ten auf die Demons­tran­ten ein­schla­gen.

Die­se Par­al­le­len machen den Film für jün­ge­re Zuschau­er inter­es­sant, aber wie aus dem Pro­test gegen Viet­nam­krieg und Schah plötz­lich die RAF wer­den konn­te, geht im Film völ­lig unter. Die Frank­fur­ter Kauf­haus­brand­stif­tung, für die Baa­der und Gud­run Ens­slin (Johan­na Woka­lek) erst­ma­lig vor Gericht ste­hen, und die in der Buch­vor­la­ge aus­führ­lich anmo­de­riert wird, pas­siert ein­fach so. Damit feh­len dem Unter­neh­men RAF im Grun­de genom­men wei­te Tei­le des Über­baus und alles, was man sieht, sind ver­wöhn­te Bür­ger­kin­der, die (wie schon in „Die fet­ten Jah­re sind vor­bei“) ein biss­chen Ter­ro­ris­ten spie­len wol­len. Ent­spre­chend däm­lich stel­len sie sich mit­un­ter an, ent­spre­chend komisch sind die Sze­nen in den paläs­ti­nen­si­schen Aus­bil­dungs­camps.

Micha­el Buback hat „BMK“ als „Täter­film“ beschrie­ben, was sicher­lich nicht falsch ist. Schon das Buch kon­zen­triert sich haupt­säch­lich auf die Bio­gra­phien der Ter­ro­ris­ten, der Film ver­knappt da wei­ter. Anders als in Hein­richt Bre­loers bril­lan­tem Fern­seh-Zwei­tei­ler „Todes­spiel“ bekommt Schley­er hier nur weni­ge Augen­bli­cke Auf­merk­sam­keit, alle ande­ren Opfer sind sowie­so rei­nes Kano­nen­fut­ter. Poli­zis­ten, US Army, Sprin­ger-Hoch­haus, Stock­holm, „Deut­scher Herbst“, zwi­schen­durch sogar Mün­chen 1972 – die Schau­plät­ze und Ver­bre­chen wer­den abge­he­chelt, der Body­count läuft stumm mit.

Aller­dings ist der Film trotz­dem kei­ne Bon­nie-und-Cly­de-Num­mer, kei­ne mehr­fach pop­kul­tu­rell codier­te Hel­den­bal­la­de wie Chris­to­pher Roths „Baa­der“. Solan­ge die Ter­ro­ris­ten reden, sind sie uner­träg­lich: Mao, Lenin, und die gan­zen fran­zö­si­schen Phi­lo­so­phen sind nicht spur­los an ihnen vor­bei gegan­gen, ihre Auf­ru­fe schwan­ken zwi­schen bla­sier­tem Pathos und ver­blen­de­tem Zynis­mus. Man­che Dia­lo­ge, wie die zwi­schen Ens­slin und ihren Eltern, wir­ken furcht­bar höl­zern und pla­ka­tiv, aber man muss anneh­men, dass „Dis­kurs“ damals eben so klang. Sobald die Ter­ro­ris­ten dann schie­ßen, sind sie kalt­blü­tig und bru­tal, und außer Susan­ne Albrecht, die als Lock­vo­gel bei der Ermor­dung Jür­gen Pon­tos, dem Paten­on­kel ihrer Schwes­ter, dabei war, zeigt nie­mand eine Gefühls­re­gung für die Opfer.

Moritz Bleib­treu schafft es nur in weni­gen Momen­ten, hin­ter der Rol­le zu ver­schwin­den. Die meis­te Zeit ist sein Baa­der irgend­ei­ne wei­te­re Bleib­treu-Rol­le: ein biss­chen ver­schla­gen, ein biss­chen sym­pa­thisch (weil eben Bleib­treu), ein biss­chen wahn­sin­nig. Mar­ti­na Gedeck spielt Ulri­ke Mein­hof als eine zöger­li­che Sprü­che­klop­fe­rin, die sich völ­lig in der Situa­ti­on ver­hed­dert und am Ende zwi­schen Lethar­gie und Hys­te­rie schwankt, bis sie ein­fach tot ist. Johan­na Woka­lek ist unglaub­lich gut, man hasst ihre Gud­run Ens­slin qua­si ab dem ers­ten Moment und ist doch immer mal wie­der fas­zi­niert von die­ser ent­rück­ten Frau. Und dann gibt es da noch mehr als hun­dert wei­te­re Schau­spie­ler – fast jeder, der in Deutsch­land in den letz­ten zehn Jah­ren mal vor einer Kame­ra stand, ist (mit Aus­nah­me von Til Schwei­ger, Fran­ka Poten­te und Iris Ber­ben) auch dies­mal mit dabei, was den Film so ein biss­chen nach einem deut­schen „Ocean’s Ele­ven“ aus­se­hen lässt. Sogar Hei­no Ferch und Jan Josef Lie­fers hat man unter­brin­gen kön­nen.

Bru­no Ganz aller­dings hat­te Pech: Als BKA-Chef Horst Herold ern­te­te er stän­dig unfrei­wil­li­ge Lacher. Viel­leicht, weil die Leu­te Adolf Hit­ler vor Augen bzw. im Ohr hat­ten (s. „Der Unter­gang“), viel­leicht, weil die Rol­le so dünn und kari­kiert ange­legt ist. Herold ist durch und durch Beam­ter, der irgend­wie immer allei­ne ist (von den mehr als 100.000 Poli­zis­ten, BKA-Leu­ten und den gan­zen Com­pu­tern, die mit der Ras­ter­fahn­dung beschäf­tigt waren, mal ab) – sowohl räum­lich, als auch als ein­zi­ge Stim­me der Ver­nunft in einem Heer von Wahn­sin­ni­gen auf bei­den Sei­ten. Denn bru­tal sind sie alle, in die­ser Spi­ra­le der Gewalt, die als self-ful­fil­ling pro­phe­cy schließ­lich zu dem Poli­zei­staat führt, den die Ter­ro­ris­ten von Anfang an bekämp­fen woll­ten: Die einen bei der Ent­füh­rung Hanns Mar­tin Schley­ers, bei der sei­ne Beglei­ter ein­fach nie­der­ge­mäht wer­den, die ande­ren nach der Ver­haf­tung von Hol­ger Meins, bei dem jeder Poli­zei­be­am­te aus Rache für die getö­te­ten Kol­le­gen ein­mal zutre­ten darf. Die einen kämp­fen gegen sinn­lo­se Gewalt, die ande­ren für den Rechts­staat.

Man konn­te nicht viel falsch machen mit dem „Baa­der Mein­hof Kom­plex“: Die Buch­vor­la­ge ist eine gut recher­chier­te Zusam­men­fas­sung einer Geschich­te, die auch einer anti­ken Sage oder einem Shakespear’schen Dra­ma ent­stam­men könn­te. Da dre­hen sich Gut und Böse im Kreis, endet die vor­geb­lich auf­ge­klär­te Kri­tik am ame­ri­ka­ni­schen „Impe­ria­lis­mus“ im men­schen­ver­ach­ten­den Töten vom „Schwein in Uni­form“, und der angeb­lich so gefes­tig­ten Bun­des­re­pu­blik droht plötz­lich eine kru­de Mischung aus Poli­zei­staat und Anar­chie. Und über allem schwebt die Defi­ni­ti­on von Ulri­ke Mein­hof, was Pro­test, und was Wider­stand sei.

Uli Edel und Bernd Eichin­ger haben fil­misch ent­spre­chend ziel­si­cher eine span­nen­de Geschichts­stun­de hin­be­kom­men. Die Ver­qui­ckung von Archiv­ma­te­ri­al und Film in man­chen Sze­nen ist auch unter rein hand­werk­li­chen Aspek­ten inter­es­sant. Dass die Macher den media­len Over­kill, den ihr Film erzeugt hat, jetzt von den glei­chen Medi­en wech­sel­sei­tig um die Ohren gehau­en bekom­men, haben sie nicht ver­dient. Der Dis­kus­si­on, die der Film aus­ge­löst hat, hat er selbst aller­dings über­haupt nichts hin­zu­zu­fü­gen. Er ist, wie ich oben schon schrieb, eine Ein­füh­rung in ein kom­ple­xes Kapi­tel der Geschich­te, das bis heu­te nicht auf­ge­ar­bei­tet wur­de und das viel­leicht wirk­lich noch Zeit braucht.

Für vie­le jun­ge Men­schen wird „Der Baa­der Mein­hof Kom­plex“ die ers­te Begeg­nung mit der RAF sein – und auch wenn man­che Sze­nen wie ein Tri­umph­zug insze­niert sind, wird am Ende wohl kaum jemand die Ter­ro­ris­ten als Hel­den fei­ern wol­len. Der Film hat zu wenig Zeit, ihre Beweg­grün­de und Ent­schei­dun­gen wirk­lich zu ver­tie­fen, aber zumin­dest ein klei­ner Teil ihrer Tra­gik kommt rüber. Und letzt­lich däm­mert einem, dass das viel­leicht wirk­lich ganz ver­schie­de­ne Sachen sein könn­ten, die nur einen gemein­sa­men Aus­gangs­punkt haben: die ech­ten Ver­bre­cher, der Mythos RAF und sei­ne kul­tu­rel­le Auf­be­rei­tung.

Nur eins noch: Die Film­mu­sik ist wirk­lich grau­en­voll.

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