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Ja, Ihr könnt mich mal (10)

Dies­mal müs­sen wir auch gar nicht über irgend­wel­che Städ­te dis­ku­tie­ren, dies­mal hab ich’s mit­ten in Bochum ent­deckt:

Yes, you can!

(Man beach­te, dass hier gleich noch eine zwei­te Poli­tik-Iko­ne mit ver­bra­ten wur­den!)

Alle bis­he­ri­gen Oba­ma-Anspie­lun­gen gibt’s hier.

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Digital Politik

That’s Not My Name

Es ist immer ein beru­hi­gen­des Gefühl, wenn man fest­stellt, man ist nicht allein. Ich freue mich zum Bei­spiel immer, wenn ich auf ande­re Men­schen sto­ßen, zu deren Hob­bies es offen­bar eben­falls gehört, merk­wür­di­ge Lis­ten zu erstel­len.

Mar­cus Mei­er scheint so ein Mensch zu sein und das macht ihn mir sehr sym­pa­thisch. Für das (ohne­hin sehr lesens­wer­te) Blog Ruhrbarone.de und zu Ehren von Thors­ten Schä­fer-Güm­bel hat er eine ganz außer­ge­wöhn­li­che Lis­te erstellt: die Top Fif­ty der beson­ders lyri­schen Poli­ti­ker-Dop­pel-Nach­na­men mit min­des­tens einem Umlaut. (Wie man ein sol­ches Vor­ha­ben angeht, ist mir offen gestan­den schlei­er­haft.)

Hier geht’s lang.

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Brüste – Jetzt auch in Deutschland!

Face­book fin­det stil­len­de Müt­ter obs­zön und löscht Bil­der von Brust und Baby.

schrieb die „taz“ ges­tern. Aus­lö­ser war ver­mut­lich eine Pro­test­ak­ti­on von stil­len­den Müt­tern vor der Haupt­ver­wal­tung von Face­book, die von etwa 11.000 Men­schen online beglei­tet wur­de, indem die­se Still­fo­tos zu ihren User­bild­chen mach­ten. Face­book hat­te näm­lich immer mal wie­der Fotos, auf denen zu viel Brust zu sehen gewe­sen war, ein­fach gelöscht. Und in die­sem „immer mal wie­der“ liegt der Knack­punkt, den der „taz“-Artikel ver­schweigt.

Anders als bei­spiels­wei­se heise.de am 31. Dezem­ber 2008 schrieb, hat­te die Platt­form damit näm­lich nicht „im Herbst die­ses Jah­res ange­fan­gen“, son­dern bereits im Jahr 2007 – ein Blick in die Face­book-Grup­pe „Hey, Face­book, breast­fee­ding is not obs­ce­ne!“ hät­te da aus­ge­reicht.

Aber „taz“ und Hei­se sind nicht die ein­zi­gen deut­schen Medi­en, die erst durch die Berich­te eng­lisch­spra­chi­ger Medi­en über die Pro­test­ak­ti­on auf­ge­wacht sind: Stern.de, das „Netz­ge­flüs­ter“ der „Han­no­ver­schen All­ge­mei­nen Zei­tung“, der Medi­en­dienst Mee­dia, „RP Online“ natür­lich und Zoomer.de („Doch was sich die inter­ne Zen­sur des Online­netz­wer­kes jetzt geleis­tet hat, geht über­haupt nicht“) – sie alle tun so, als sei der Umstand, dass Face­book sol­che Bil­der löscht, eine Neu­ig­keit.

Bild.de, wo es natür­lich eine Bil­der­ga­le­rie mit stil­len­den Müt­tern gibt, schreibt:

Aus­ge­löst hat den Wir­bel Kel­li Roman (23) aus Kali­for­ni­en.

Gemeint ist damit jene Kel­li Roman, die das „Time“-Magazin kürz­lich zu der gan­zen Sache inter­viewt hat­te, und neben deren Foto die „Time“-Redakteure fol­gen­den Satz geschrie­ben hat­ten:

This pho­to­graph of Kel­li Roman breast­fee­ding her baby was remo­ved from Face­book a year and a half ago.

Und wenn Sie das Gefühl haben, über die­se gan­ze Face­book-löscht-Still­fo­tos-Num­mer schon mal vor län­ge­rer Zeit gele­sen zu haben: das kann natür­lich sein …

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Rhabarbarack Obamandarine

Der Grat zwi­schen augen­zwin­kern­der Iro­nie und him­mel­schrei­en­der Pein­lich­keit ist schmal.

In die­sem Fall bin ich aber sicher, dass sich die Macher auf der guten Sei­te befin­den:

Ben & Jerry's: Yes, Pecan!

Immer­hin machen Ben & Jer­ry ganz her­vor­ra­gen­des Eis und eine ihrer ande­ren Sor­ten heißt „Cher­ry Gar­cia“.

[via Cem Bas­man, mit Dank an Pau­le und Björn für die Hin­wei­se]

Mehr Oba­ma-Ver­glei­che gibt’s hier.

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Literatur Leben

Die Omelette-Maschine: Heiner Müller zum Achtzigsten

Den trau­rigs­ten Moment mei­ner aka­de­mi­schen Lauf­bahn erleb­te ich eines Frei­tags­mor­gens in einem Pop­li­te­ra­tur-Semi­nar. Eine Grup­pe von Kom­mi­li­to­nen hielt ein Refe­rat über Ben­ja­min von Stuck­rad-Bar­re und an einer Stel­le (in „Black­box“) gibt es neben einer gan­zen Rei­he ande­rer Zita­te auch eines von Hei­ner Mül­ler: „Alles ist Mate­ri­al.“

Und was sag­te die­ser Ger­ma­nis­tik-Stu­dent im durch­aus nicht mehr ers­ten Semes­ter?

„Hei­ner Mül­ler, also der Mann vom ‚RTL Nacht­jour­nal‘ …“

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Film Literatur

Der Buddenbrook-Komplex

Fami­li­en­sa­gen haben in Deutsch­land eine lan­ge Tra­di­ti­on: von den Nibe­lun­gen bis zu den Bei­mers führt ein direk­ter Weg (wenn auch ein ver­schlun­ge­ner) von Geschich­ten, die den Men­schen das Gefühl geben sol­len, ihre eige­ne Fami­lie sei dann viel­leicht doch gar nicht so kaputt. Den unbe­strit­te­nen Höhe­punkt bil­den wohl die „Bud­den­brooks“, jener „Jahr­hun­der­t­ro­man“, den Tho­mas Mann mit 25 Jah­ren ver­öf­fent­lich­te und der ihm Welt­ruhm und Lite­ra­tur­no­bel­preis sicher­te.

Hein­rich Bre­lo­er, der 2001 mit „Die Manns – Ein Jahr­hun­der­t­ro­man“ die nicht min­der span­nen­de Fami­li­en­ge­schich­te der Manns selbst doku­men­tiert hat­te, hat sich in sei­nem Spiel­film­de­büt nun den 750-Sei­ten-Klas­si­ker vor­ge­nom­men und auf kurz­wei­li­ge zwei­ein­halb Stun­den her­un­ter­ge­bro­chen. Der Ein­fach­heit hal­ber lässt Bre­lo­er min­des­tens eine Gene­ra­ti­on (die von Johann Bud­den­brook dem Älte­ren) und zwei Kin­der (Cla­ra Bud­den­brook und Eri­ka Grün­lich) außen vor und kon­zen­triert sich direkt auf Jean und Beth­sy Bud­den­brook und ihre (jetzt nur noch drei) Kin­der. Das redu­ziert das unüber­sicht­li­che Cha­rak­ter­en­sem­ble auf eine bei­na­he nach­voll­zieh­ba­re Grö­ße, führt aber auch dazu, dass Fami­li­en­tra­di­ti­on und ‑ehre nicht mehr direkt erzählt, son­dern maxi­mal berich­tet wer­den.

Der „Ver­fall einer Fami­lie“, so der Unter­ti­tel des Romans, wird in die­ser vier­ten Ver­fil­mung teils poin­tiert, teils hek­tisch abge­han­delt. So ziem­lich alles, was in Manns Roman über die Lübe­cker Kauf­manns­fa­mi­lie Bud­den­brook span­nend und außer­ge­wöhn­lich ist, ist bei Bre­lo­er banal gera­ten. Das liegt mög­li­cher­wei­se dar­an, dass der Regis­seur ein erklär­ter Fan des Romans und sei­nes Autors ist – sowas geht sel­ten gut und es funk­tio­niert auch hier nur bedingt. Wenn man die inne­ren Kämp­fe, die der Dreh­buch­au­tor und Regis­seur zwi­schen Werk­treue und behut­sa­mer Neu­in­ter­pre­ta­ti­on aus­ge­stan­den hat, hin­ter­her auf der Lein­wand sehen kann, ist etwas gewal­tig schief gelau­fen.

Den Schau­spie­lern kann man das nicht wirk­lich anlas­ten: Armin Muel­ler-Stahl könn­te man als Kon­sul Jean Bud­den­brook leicht mit sei­nem Tho­mas Mann in „Die Manns“ ver­wech­seln, aber Iris Ber­ben über­rascht als sei­ne Gat­tin Beth­sy dadurch, dass sie auch mal mehr sein kann als immer nur Iris Ber­ben. Mark Wasch­ke hat etwas damit zu kämp­fen, dass sei­ne Rol­le des Fir­men­er­ben Tho­mas Bud­den­brook nur in weni­gen Momen­ten zum Sym­pa­thie­trä­ger taugt, aber die Bür­de der fami­liä­ren Pflicht und die zuneh­men­den Anstren­gun­gen, die Fas­sa­de auf­recht zu erhal­ten, sind bei ihm stets glaub­wür­dig. Auch Jes­si­ca Schwarz, deren Tony Bud­den­brook als ein­zi­ge Per­son im Film über­haupt nicht zu altern scheint, steht die Zer­ris­sen­heit ins Gesicht geschrie­ben – zumin­dest solan­ge, bis sich die Todes­fäl­le in einem der­art alber­nen Rhyth­mus häu­fen, dass man die­ses Gesicht hin­ter dem schwar­zen Schlei­er sowie­so kaum noch zu sehen bekommt. Und August Diehl spielt den zuneh­mend wahn­sin­ni­ge­ren Chris­ti­an Bud­den­brook mit so viel Ver­ve, dass man am Ende lei­der von Bei­den genervt ist.

Die Aus­stat­tung ist durch­aus gelun­gen, mit gro­ßem Auf­wand wur­den Lübeck und Ams­ter­dam des 19. Jahr­hun­dert auf die Lein­wand gezau­bert. Dafür ist die Kame­ra­ar­beit von Ger­not Roll, der bereits die TV-Ver­si­on von 1979 foto­gra­fiert hat­te, bis auf weni­ge Aus­nah­men lang­wei­lig oder gar schlecht. Für die Weich­zeich­ner beim gro­ßen Ball zu Beginn des Films gehö­ren Kame­ra­mann und Regis­seur glei­cher­ma­ßen geschol­ten und mit­un­ter wird all­zu deut­lich, dass ein bestimm­ter Blick­win­kel nur gewählt wur­de, weil sonst irgend­et­was ana­chro­nis­ti­sches zu sehen gewe­sen wäre. Über die Musik wol­len wir an die­ser Stel­le den Man­tel des Schwei­gens brei­ten, der auch dem Kom­po­nis­ten Hans Peter Strö­er gut zu Gesicht gestan­den hät­te.

Im Gro­ßen und Gan­zen haben Bre­loers „Bud­den­brooks“ viel mit Uli Edels „Baa­der Mein­hof Kom­plex“ gemein, dem ande­ren gro­ßen deut­schen Film von 2008: mit beacht­li­chem Auf­wand, aber ohne eige­ne Hal­tung, wer­den die wich­tigs­ten Sta­tio­nen einer alt­be­kann­ten Vor­la­ge abge­he­chelt. Bei­de Male ist dabei soli­des Pop­corn­ki­no ent­stan­den, das sich als Ein­stieg in die jewei­li­ge Mate­rie eig­net.

Dass ein Film dem Roman gerecht wer­den könn­te, hat hof­fent­lich sowie­so nie jemand geglaubt.

Offi­zi­el­le Web­site
IMDb

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Unterwegs

If you’re going to San Francisco … (Teil 3)

San Francisco, CA

Nach­dem wir schon Geschäf­te, sowie Knei­pen und Restau­rants emp­foh­len haben, kom­men wir im drit­ten und letz­ten Teil unse­res gro­ßen San-Fran­cis­co-Rei­se­füh­rers „Cocoa And Books“ heu­te zu einem ande­ren, nicht ganz so klar zu umrei­ßen­den The­men­kom­plex. Erst sage ich Ihnen, wel­che Main­stream-Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen gar nicht mal so schlecht sind, und dann machen wir noch einen klei­nen Abste­cher ins Nacht­le­ben.

Teil 3: (Ach, da fehlt uns noch ’ne Über­schrift)

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Digital

Macworld Expo: Erste Eindrücke vom neuen Apple

Heu­te beginnt in San Fran­cis­co, CA die Mac­world Expo, die Mes­se für alles rund um die Pro­dukt­pa­let­te von Apple.

Dank unse­rer guten Kon­tak­te vor Ort kön­nen wir schon jetzt das ers­te High­light vor­stel­len:

iTouch myself by Apple

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Uncategorized

Ja, Ihr könnt mich mal (7 & 8)

Es ist ja nicht nur der Slo­gan, es ist gleich alles, was einem die Lust nimmt, sich über­haupt noch mit dem Ange­bot von Yel­low Möbel beschäf­ti­gen zu wol­len:

Yes we can! Der neue Katalog! Abholen! Yellow.

[via Paul in den Kom­men­ta­ren]

Und obwohl Barack Oba­ma eigent­lich als aus­ge­spro­chen durch­trai­niert gilt, will das Frau­en­ma­ga­zin „Jolie“ mit sei­nem Mot­to abneh­men:

Schnell sechs Kilo weniger: Stars und ihre Diät-Tricks. Yes we can!

[mit Dank an Frie­de­ri­ke für den Hin­weis und das Foto!]

Und hier das gan­ze Elend …

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Unterwegs

If you’re going to San Francisco … (Teil 2)

Nach­dem wir im ers­ten Teil unse­res gro­ßen San-Fran­cis­co-Rei­se­füh­rers „Cocoa And Books“ ein wenig Shop­pen waren (und dabei so tol­le Läden wie Fox Hard­ware, sämt­li­che Luxus-Kauf­häu­ser am Uni­on Squa­re und den gan­zen Tou­ris­ten­ramsch am Fisherman’s Wharf uner­wähnt gelas­sen haben), wol­len wir uns nun ein wenig um das leib­li­che Wohl in der schöns­ten Stadt der Welt küm­mern.

Teil 2: Knei­pen und Restau­rants

Erwar­ten Sie von mir kei­ne Bespre­chun­gen kuli­na­ri­scher Tem­pel – dafür habe ich viel zu wenig Ahnung, die geschätz­ten Autoren von Go to Rio dafür umso mehr. Hier und jetzt soll es um Ambi­en­te, Ori­gi­na­li­tät und Satt wer­den gehen. Und das geht so:

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Unterwegs

Müssen nur können

Es ist schon erstaun­lich, wer so alles auf die Lis­te „Yes, may­be we could try to, but come to think of it: we defi­ni­te­ly can’t“ will:

Gut Licht 2009: Yes we can

Wenn Sie am Sams­tag­vor­mit­tag in der Köl­ner Innen­stadt einen laut krei­schen­den jun­gen Mann unter einem Wer­be­pla­kat gese­hen haben: das war ich.

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Unterwegs

If you’re going to San Francisco … (Teil 1)

Die Kol­le­gin Kath­rin ist zur Zeit in San Fran­cis­co, CA. Weil ich vor zwei­ein­vier­tel Jah­ren ein­mal elf Wochen in die­ser Stadt ver­bracht – oder kos­mo­po­li­ti­scher aus­ge­drückt: dort gelebt – habe, fühl­te ich mich bemü­ßigt, ihr eine Lis­te mit Emp­feh­lun­gen mit­zu­ge­ben, was man unbe­dingt gese­hen und besucht haben soll­te. Und weil das ein ziem­li­cher Auf­wand war, kön­nen Sie jetzt auch davon pro­fi­tie­ren:

Cocoa And Books – Der gro­ße Cof­fee-And-TV-San-Fran­cis­co-Füh­rer

Teil 1: Geschäf­te