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Leben

A Room Of One’s Own

Ich habe heu­te das getan, was Max Goldt „nach Woh­nun­gen gucken“ nennt. Ich lief also durch die Gegend und guck­te nach Stra­ßen und Häu­sern, in denen ich gern woh­nen wür­de, in der vagen Hoff­nung, dass auch tat­säch­lich irgend­wo irgend­was frei sein könn­te. Ich bin näm­lich mit mir über­ein­ge­kom­men, dass die Zeit, in der ich Abfluss­roh­re von ander­erleuts Fuß­nä­geln befreie, so schnell wie mög­lich enden soll. (Ent­schul­di­gung, vor die­sen ein­ge­scho­be­nen Halb­satz hät­te ich natür­lich auch ein „Ach­tung, eklig!“ set­zen kön­nen. Nu isses zu spät!)

Als latent fau­ler Mensch hat­te ich natür­lich zunächst ange­nom­men, zur Woh­nungs­su­che auf das Instru­ment zurück­grei­fen zu kön­nen, dass mir für mich schon die Erschlie­ßung und Pfle­ge von Sozi­al­kon­tak­ten, sämt­li­che Finanz­trans­ak­tio­nen und die Ver­sor­gung mit aktu­el­ler Musik über­nom­men hat: das Inter­net.

Genau genom­men sind aber kryp­ti­sche Anzei­gen in Spam-Zei­tun­gen, die Hin­wei­se wie „KDB“ oder „WBS“ ent­hal­ten, den etwas aus­führ­li­che­ren Schil­de­run­gen in Online-Por­ta­len vor­zu­zie­hen. Die klei­nen Tex­te inmit­ten der Blei­wüs­ten erwe­cken näm­lich noch nicht mal den Ein­druck, irgend­et­was aus­zu­sa­gen. Im Inter­net gibt es zwar Fotos, aber fast immer nur sol­che, die nichts erklä­ren. Kürz­lich sah ich das Bild einer Woh­nung, in der von der Küche aus ein geflies­ter Raum zu erah­nen war, der durch eine Falt­tür zugäng­lich war. Ich frag­te zwei Freun­de, ob es sich dabei wohl um die Spei­se­kam­mer oder um das Bad han­de­le, und bei­de ant­wor­te­ten wort­gleich: „Ich fürch­te letz­te­res.“ Genau konn­te man das dem Foto und den Beschrei­bun­gen nicht ent­neh­men, aber mein Inter­es­se, das vor Ort zu unter­su­chen, war erlo­schen.

Auch die Beschrei­bun­gen sind nicht immer hilf­reich. Ein Anbie­ter, dem offen­bar zwei Drit­tel aller Miet­im­mo­bi­li­en in Bochum gehö­ren, hält es für sinn­voll, bei jeder Woh­nung die Ent­fer­nung zum nächs­ten Flug­ha­fen anzu­ge­ben (und zwar mit einer Stel­le hin­term Kom­ma), schweigt sich aber stets dar­über aus, ob die das zur Woh­nung gehö­ren­de Bade­zim­mer über eine Bade­wan­ne oder eine Dusche ver­fügt. Dafür wird man mit jener Geheim­spra­che behel­ligt, die aus­schließ­lich von Mak­lern und Wirt­schafts­jour­na­lis­ten ver­stan­den wird. „ver­kehrs­güns­tig gele­ge­ne, städ­ti­sche Stra­ße“ heißt ver­mut­lich „es fühlt sich an, als ob der Ver­kehr direkt durchs Wohn­zim­mer knat­tert“, aber: Weiß man’s?

Ein biss­chen was lernt man natür­lich auch. Ich weiß jetzt, dass ein „Gefan­ge­ner Raum“ nur durch ein ande­res Zim­mer zugäng­lich ist und nicht direkt vom Flur aus. (Schlech­te Scher­ze über öster­rei­chi­sche Kel­ler schrau­ben Sie sich bit­te bei Bedarf selbst zusam­men, die sind mir nun wirk­lich zu blöd.) Eine Pan­try-Küche ist ein Schrank, in dem eine Mini­bar, eine Mund­du­sche, eine Heiz­plat­te und Platz für eine Packung Nudeln unter­ge­bracht sind – also das Smart­phone unter den Küchen, nur noch ein biss­chen nutz­lo­ser.

Als ich mich für eine Woh­nung bewor­ben habe, woll­te die ver­mie­ten­de Wohn­ge­nos­sen­schaft von mir Kon­to­da­ten und Per­so­nal­aus­weis­num­mer wis­sen und inter­es­sier­te sich auch dafür, wel­che Musik­in­stru­men­te ich denn so spie­le – mut­maß­lich nicht, um ein Woh­nungs­block-Orches­ter zusam­men­zu­stel­len.

Natür­lich ist der Zeit­punkt, die Ver­än­de­rung der Wohn­si­tua­ti­on jetzt aber mal wirk­lich anzu­ge­hen (und zwar „sowas von“), unglück­lich gewählt: Zum Semes­ter­be­ginn kann man auch Abstell­kam­mern (so es sich dabei nicht um das Bad inner­halb der Küche han­delt) meist­bie­tend ver­mie­ten. Da muss man schon so dreist sein und erzäh­len, man habe „den gan­zen Kram“ direkt unten im Auto und müs­se sonst unter der Brü­cke näch­ti­gen – und selbst dann ist nicht garan­tiert, dass man auch den Zuschlag bekommt.

Anspruchs­voll bin ich ja auch: Erd­ge­schoss geht nicht, weil ich Gar­di­nen has­se, aber auch nicht über die nie­der­län­di­sche Staats­bür­ger­schaft ver­fü­ge – ich will nicht, dass mir jeder auf den Ess­tisch gucken kann, also muss ich wei­ter rauf. Mehr als eine, maxi­mal zwei Trep­pen möch­te ich aber auch nur ungern stei­gen müs­sen, beson­ders beim Umzug. Und wie um die­sen Punkt zu unter­mau­ern, habe ich mir neu­lich ein Leder­so­fa schen­ken las­sen, das nur sehr umständ­lich zu bewe­gen ist und sicher nicht durch jedes Trep­pen­haus passt. „Möbliert“ ist übri­gens ein Reiz­wort, denn wenn schon häss­lich, dann bit­te nach mei­nem Wil­len!

Ich bin also wei­ter auf der Suche, aber mein Opti­mis­mus ist unge­bro­chen. Beim heu­ti­gen Rund­gang bin ich näm­lich auf ein Objekt gesto­ßen, das mei­ne Begeis­te­rung fürs etwas ande­re und mei­nen heim­werk­li­chen Ehr­geiz glei­cher­ma­ßen ange­spro­chen hat:

Abrisshaus in Bochum.
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Rasende Reporter

Alle paar Mona­te muss ich über mei­nen Schat­ten sprin­gen und die „Rhei­ni­sche Post“ loben. Ich tue es gern ange­sichts der Jugend­bei­la­ge (falls Sie da noch mal schnell ein Wort für hät­ten, das weni­ger nach Acht­zi­ger Jah­ren und Han­ni-und-Nan­ni-Star­schnitt klingt …) „Herz­ra­sen“, die der Zei­tung heu­te bei­liegt.

Dar­in unter ande­rem: Krea­ti­ve Bas­tel­ideen von thereifixedit.com wer­den mit einem Exper­ten von der Hand­werks­kam­mer bespro­chen, eine Repor­ta­ge über die „demo­kra­tischs­te Cola der Welt“ und ein Rol­len­tausch für eine Sams­tag­nacht, bei dem sich der ver­ehr­te Kol­le­ge Sebas­ti­an Dal­kow­ski in der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt ver­gnü­gen soll, wäh­rend sei­ne Kol­le­gin Gesa Evers zuhau­se vor dem Fern­se­her hockt.

Der Text ist online lei­der nicht ver­füg­bar (Och, bit­te, bit­te …), daher müs­sen Sie mit die­sen Kost­pro­ben vor­lieb neh­men:

Als ich das Ober­bay­ern betre­te, den­ke ich: Wer volljährig ist, kommt hier nur nicht rein, wenn er mit einem Maschi­nen­ge­wehr kommt. Gefühlte 75 Pro­zent der Gäste gehören zu einem der Jung­ge­sel­len­ab­schie­de, sie trin­ken bun­ten Alko­hol aus Eimern oder Toilettenschüsseln. […]

Ich sehe vie­le Men­schen, die fort­ge­hen, mit Gesich­tern, die nichts mehr ausdrücken. Wer jetzt noch nie­man­den gefun­den hat, fin­det nie­man­den mehr. Falls doch, wird es rich­tig bit­ter.

Falls Sie sich irgend­wie in der Nähe von Duis­burg befin­den, kön­nen Sie heu­te Abend ab 20 Uhr zur „Herz­ra­sen-Par­ty“ ins Café Stein­bruch gehen, wo zunächst Herr Dal­kow­ski ein paar sei­ner Tex­te vor­le­sen wird, dann musi­ziert der Singer/​Songwriter Dani­el Ben­ja­min und anschlie­ßend ist Par­ty.

Und um die­sen Lob­prei­sungs- und Wer­be­ein­trag (für den ich – bis­her – noch nicht mal ein Bier bekom­men habe) jetzt abzu­run­den, erklä­re ich die­se Bild­un­ter­schrift aus der Par­ty-Ankün­di­gung zu mei­nem Lieb­ling des Monats:

Lampe in Anlehnung an Daniel Benjamin.

Und jetzt ist aber bis Weih­nach­ten auch erst mal wie­der gut …

Nach­trag, 19. Okto­ber: Das gesam­te „Herzrasen“-Magazin kann man nun kos­ten­los als PDF her­un­ter­la­den.

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Musik

Fran Healy unplugged

Ein Bekann­ter mein­te mal, bei Tra­vis habe doch auch schon der „Chris-de-Burgh-Effekt“ ein­ge­setzt: „Nur noch in Deutsch­land erfolg­reich.“

Nun ja: Die ganz gro­ßen Erfolgs­zei­ten der vier Schot­ten sind vor­bei. Cold­play fül­len welt­weit Sta­di­en, wäh­rend sich die Ver­an­stal­tungs­or­te bei Tra­vis lang­sam aber sicher von „Hal­len“ in Rich­tung „Clubs“ zu ver­schie­ben schei­nen. Chris Mar­tin ist wenigs­tens anstän­dig genug zu erklä­ren, dass es sei­ne Band ohne Tra­vis nie gege­ben hät­te.

Man könn­te mut­ma­ßen, dass es vor allem wirt­schaft­li­che Grün­de hat, wenn im Moment nicht Tra­vis als Band mit Tour-Key­boar­der und Live­crew die USA berei­sen, son­dern Fran Hea­ly und Andy Dun­lop allein mit ihren Akus­tik­gi­tar­ren unter­wegs sind. Aber selbst wenn dem so wäre, wür­de ich eini­ges dafür geben, mir die bei­den in rich­tig klei­nen Clubs anschau­en zu kön­nen.

Screenshot: Spin.com

Einen klei­nen Ein­blick kann man auch als Euro­pä­er bekom­men, denn Fran Hea­ly war in der Redak­ti­on von „Spin“ zu Gast und hat den Mit­ar­bei­tern drei Songs vor­ge­sun­gen, die jetzt als Vide­os im Inter­net ste­hen.

Los geht’s mit „20“, jener „All I Want To Do Is Rock“-B-Seite, die einst fes­ter Bestand­teil im Live­set war. Es folgt „Wri­ting To Reach You“, bei des­sen Anblick mir schlag­ar­tig wie­der ein­fiel, war­um ich vor neun­ein­halb Jah­ren ange­fan­gen hat­te, mir selbst das Gitar­ren­spiel bei­zu­brin­gen. Zu guter letzt gibt es „The Litt­le Things In Life“, ein Cover der eher unbe­kann­ten Band Green On Red. Alles tadel­los gespielt und gesun­gen und mit ein paar net­ten Wor­ten anmo­de­riert.

Fran Hea­ly unplug­ged bei Spin.com
Das Video funk­tio­niert bei mir nicht im Fire­fox, ver­su­chen Sie’s zur Not mal mit einem ande­ren Brow­ser.

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Digital

dpa frisst kleine Kinder

Ich hät­te am Bes­ten nie damit anfan­gen sol­len, auf dpa-Über­schrif­ten zu ach­ten. Man könn­te dabei schnell ver­rückt wer­den.

Was glau­ben Sie bei­spiels­wei­se, wor­um es in einer Mel­dung geht, die fol­gen­den Titel trägt?

Leona Lewis erlebte einen Schock

Natür­lich: Die Sän­ge­rin ist bei einer Auto­gramm­stun­de von einem Fan ange­grif­fen wor­den, der ihr ins Gesicht schlug. Oder wie sich ihr Spre­cher laut der etwas miss­ver­ständ­li­chen dpa-Über­set­zung aus­drück­te:

„Leo­na ist offen­sicht­lich geschockt nach ges­tern, aber okay“

Und was, glau­ben Sie, ist Gegen­stand die­ser Mel­dung?

Pamela Anderson macht keine gute Figur

Man hät­te es gleich erah­nen kön­nen:

Pame­la Ander­son (41) hat das Publi­kum damit scho­ckiert, dass sie sich ihre Klei­der­schlep­pe wäh­rend einer Gala den gan­zen Abend von einem neun­jäh­ri­gen Mäd­chen tra­gen ließ.

Ja, und dann war da noch die­se Über­schrift:

Madonna lästert über Paul McCartney

Was da los war? Madon­na wird vom „Rol­ling Stone“ wie folgt zitiert:

„Peo­p­le have told me, ‘You could just go out the­re and play gui­tar and sing your songs like Paul McCart­ney’ but I’d be bored.

„Most of the joy of shows is the magic of crea­ting them – the theat­re. I’m a per­fec­tion­ist. I like hard work. I like to sweat.“

Man könn­te die­se Sät­ze lapi­dar damit zusam­men­fas­sen, dass Frau Cic­co­ne sich lang­wei­len wür­de, wenn sie auf der Büh­ne nur Gitar­re (hier im Sin­ne von: Bass) spie­len wür­de.

Man könn­te dar­aus natür­lich auch gan­ze Mel­dun­gen ablei­ten und sie dann beloppter­wei­se so über­schrei­ben:

Madonna criticizes Macca's live performances

Oder so:

Madonna 'bored' by Sir Paul McCartney

Oder gleich so:

Madonna says she finds Paul McCartney boring!

Oder eben so wie die Deut­sche Pres­se-Agen­tur.

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Musik Digital

Verwirranstalt

Neh­men wir mal an, sie hät­ten die (nicht ganz unlus­ti­ge) Nach­richt vor­lie­gen, dass der Sän­ger einer sehr bekann­ten Band ein Kon­zert in Lima (Peru) mit einem enthu­si­as­ti­schen „Thank you very much, Chi­le!“ been­det hat, und woll­ten die­sen Sach­ver­halt in einer bun­ten Mel­dung nebst kna­cki­ger Über­schrift wei­ter­ver­brei­ten – wür­den Sie es nicht exakt so for­mu­lie­ren?

Dave Gahan verwirrte seine Fans

Nein?!

Gut!

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Musik

They’ll be gone in a year or two

Nur fürs Pro­to­koll:

a‑ha wer­den im nächs­ten Jahr eine Abschieds­tour rund um den Erd­ball machen und am 4. Dezem­ber 2010 (zehn Jah­re und zwei Tage nach dem „Abschieds­kon­zert“ der Smas­hing Pump­kins – aber das hat nichts zu bedeu­ten, außer dass ich mir defi­ni­tiv zu vie­le Daten mer­ke) in Oslo ihr letz­tes Kon­zert spie­len.

Das ist einer­seits scha­de, ander­seits fin­de ich es immer beacht­lich, wenn Bands nach 25 Jah­ren sagen „Jetzt war gut“, bevor sie in die Rol­ling-Stones-Fal­le tap­pen. Mor­ten Har­ket wird dann 51 Jah­re alt sein und fri­scher aus­se­hen als irgend­wel­che Rock­mu­si­ker Anfang Zwan­zig. Alle drei Band­mit­glie­der wer­den ver­mut­lich wei­ter Musik machen und sie wer­den das wei­ter­hin sehr ordent­lich tun, wie die bis­he­ri­gen Solo- und Neben­pro­jek­te zei­gen. Zwar wäre das über­se­he­ne Meis­ter­werk „Ana­lo­gue“ das noch wür­de­vol­le­re Abschieds­al­bum gewe­sen als „Foot Of The Moun­tain“, aber so tre­ten sie wenigs­tens mit sat­tem Chart-Erfolg ab.

* * *

Bon Iver lösen sich nicht auf, son­dern machen nur Pau­se. Und zwar … irgend­wie län­ger – oder auch eben nicht:

During a packed stand at the River­si­de Thea­ter in Mil­wau­kee last night, Bon Iver’s Jus­tin Ver­non told the home sta­te crowd that the show would be the Bon-tourage’s last as a full band for an „inde­fi­ni­te“ peri­od of time or at least „until next year.“

[The Trip­wire, via Pas­te]

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Musik

Sex outside marriage is against our religion

Es ist über­haupt nicht schlimm, wenn Sie nicht auf Anhieb wis­sen, wer Levi John­s­ton ist. Immer­hin wür­de die­se Unkennt­nis bele­gen, dass die alber­nen Nicht-Schlag­zei­len deut­scher Bou­le­vard­me­di­en ver­gan­ge­ne Woche an Ihnen vor­bei gegan­gen sind. Levi John­s­ton jeden­falls ist der Vater des Enkel­kinds von Sarah Palin, Punkt.

Die Namen Nick Horn­by und Ben Folds soll­ten Ihnen – gera­de als regel­mä­ßi­ge Cof­fee-And-TV-Leser – aller­dings schon etwas sagen. Der eng­li­sche Best­sel­ler­au­tor hat Tex­te geschrie­ben, die vom ame­ri­ka­ni­schen Pia­no­bar­den ver­tont wur­den – was ja an sich schon mal eine Traum­mel­dung für Musik­nerds ist.

Um die bei­den etwas wacke­lig in der Luft hän­gen­den Absät­ze dort oben mal zusam­men­zu­füh­ren: Nick Horn­by und Ben Folds haben einen Song namens „Levi Johnston’s Blues“ geschrie­ben (Kern­text­zei­le: „Ya fuck with me and I’ll kick your ass“). Und den gibt es jetzt bei der „Huf­fing­ton Post“ zu hören.

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Rundfunk

Mit dem Zweiten zielt man besser

Auch wenn man das sonst nicht so häu­fig macht: Ach­ten Sie im fol­gen­den Aus­schnitt mal genau auf Peter Hah­ne.

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Aber kei­ne Angst: So was ver­sen­det sich, wie man beim Rund­funk sagt.

Mit Dank an Sebas­ti­an K. und Ste­fan N.

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Yeaahh! Alle so: „und“

Im BILD­blog hat­ten wir vor eini­ger Zeit einen Ein­trag über den über­ra­schen­den Ein­satz von Kon­junk­tio­nen.

Dar­an muss­te ich heu­te den­ken, als ich bei „RP Online“ einen Arti­kel aus der „Rhei­ni­schen Post“ las, in dem ein armer Mensch meh­re­re Poli­zei­mel­dun­gen hat­te zusam­men­fas­sen müs­sen und sich dabei ein wenig ver­hed­dert hat­te.

Der Vor­spann ging wie folgt (und ich möch­te Sie bit­ten, auf die über­ra­schen­de Kon­junk­ti­on im letz­ten Drit­tel zu ach­ten):

In der Nacht zu Sams­tag gegen 2.40 Uhr wur­den Poli­zei­be­am­te wegen einer Kör­per­ver­let­zung zu einer Gast­stät­te an der Fried­rich­stra­ße geru­fen. Ein unter Alko­hol­ein­wir­kung ste­hen­der 18-jäh­ri­ger Duis­bur­ger stör­te die Anzei­gen­auf­nah­me so erheb­lich, dass mehr­fach ein Platz­ver­weis aus­ge­spro­chen wur­de. Und in Dins­la­ken ist ein 74-Jäh­ri­ger Opfer eines Trick­be­trü­gers gewor­den.

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Musik

Verschenkte Früchte

Fools Gar­den zäh­len auch nicht unbe­dingt zu den Bands, die einem als ers­tes zum Wort „cool“ ein­fie­len. Der Erfolg ihrer Sin­gle „Lemon Tree“ vor drei­zehn Jah­ren war ein­fach zu groß gewe­sen und hat­te sie dann schnell in die Schub­la­de der one hit won­ders kata­pul­tiert: bei vier Wochen Num­mer Eins wird es halt schwer, das noch zu top­pen. (Wenn man den sym­pa­thisch Beat­le-esken Brit­pop von Fools Gar­den mit der Musik heu­ti­ger Erfolgs­bands wie Revol­ver­held ver­gleicht, könn­te man schnell auf die Idee kom­men, sich die Neun­zi­ger zurück zu wün­schen.) Fools Gar­den haben sich von ihrem Image offen­bar nicht beir­ren las­sen und mit einer treu­en Fan­ba­se ein­fach immer wei­ter gemacht – die­ser Tage erschien daher ihr Best Of „High Times“, das 15 Songs ent­hält, von denen 14 nicht „Lemon Tree“ hei­ßen.

Zu Pro­mo­ti­ons­zwe­cken hat sich die Band etwas ganz beson­de­res ein­fal­len las­sen (mög­li­cher­wei­se gab es so etwas auch vor­her schon mal, aber ich bin schlicht zu faul, in der Rich­tung zu recher­chie­ren, weil mir die pas­sen­den Goog­le-Begrif­fe nicht ein­fal­len wol­len). Jeden­falls gibt es eine „Web­tour“, bei der jeden Tag ein ande­rer Song auf einer ande­ren (teils exo­tisch anmu­ten­den) Web­site zum kos­ten­lo­sen Down­load ange­bo­ten wird. Ich hal­te das für eine sehr schö­ne Idee und wenn man von vor­ne bis hin­ten mit­macht, hat man am Ende das gan­ze Album für umme.

Zu den Sei­ten, auf denen der heu­ti­ge Gut­schein­code zu fin­den ist, gehört taubenstrasse.de, die Web­site mei­ner guten Freun­din und Haus­fo­to­gra­fin Mar­ti­na, die auch das Art­work für „High Times“ ent­wor­fen hat.

Der heu­ti­ge Song heißt übri­gens „Lemon Tree“.

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Musik

Coffee And TV empfiehlt mal wieder: Jacqui Naylor live

Was nur weni­ge wis­sen: Als wir die­ses Tex­te-im-Inter­net-Maga­zin hier gegrün­det und inten­siv über mög­li­che Namen nach­ge­dacht haben, lau­te­te einer der Vor­schlä­ge in der enge­ren Aus­wahl „Freun­de von mir ham da so ’ne Band …“

Okay, das war gelo­gen. Aber man muss ja die gän­gi­gen Vor­ur­tei­le bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit bedie­nen. Ande­rer­seits ken­nen wir (also Sie, der Leser, und ich) uns jetzt lan­ge genug, dass Sie wis­sen müss­ten, dass ich hier nur Sachen über den grü­nen Klee lobe vor­stel­le, hin­ter denen ich auch voll­in­halt­lich ste­he.

Jac­qui Nay­lor jeden­falls habe ich Ihnen schon mal an der einen oder ande­ren Stel­le nahe zu brin­gen ver­sucht. Die Jazz­sän­ge­rin aus San Fran­cis­co, in inter­es­sier­ten Krei­sen berühmt für ihr „acou­stic smas­hing“ (also die Kom­bi­na­ti­on von Jazz­stan­dards und Rock- und Pop­songs), ist Ende des Monats mal wie­der in Deutsch­land auf Tour.

Beson­ders erfreu­lich fin­de ich es, dass gleich zwei Hei­mat­städ­te von Cof­fee-And-TV-Autoren auf dem Tour­plan ste­hen:

27. Okto­ber: Saar­brü­cken, Saar­län­di­scher Rudn­funk
28. Okto­ber: Kem­pen, Cam­pus
29. Okto­ber: Dins­la­ken, Ledi­gen­heim Loh­berg
31. Okto­ber: Min­den, Jazz­club

Unge­fähr so sieht so ein Jazz­kon­zert übri­gens aus:

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Mehr zu Jac­qui Nay­lor
Offi­zi­el­le Web­site
Jac­qui Nay­lor bei MySpace
Künst­ler­sei­te beim deut­schen Label

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Digital Leben

Von hinten durch die Brust ins Auge

In die­sen gan­zen moder­nen Kri­mi- und Arzt­se­ri­en gibt es ja immer auf­wen­di­ge Ani­ma­tio­nen, um zu zei­gen, was bei einem Mord oder im Kör­per eines Pati­en­ten gesche­hen ist.

So etwas hät­te ich mir bei die­ser Mel­dung aus Duis­burg auch gewünscht:

Das Pro­jek­til traf den Mann zunächst in den Kopf und durch­schlug anschlie­ßend die Hand des 49-jäh­ri­gen Beam­ten, ehe es die 32-jäh­ri­ge Poli­zis­tin in den Ober­kör­per traf.

Das deckt sich mit der Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei.

Bei der DPA hat die Vor­stel­lungs­kraft offen­bar auch nicht mehr aus­ge­reicht, wes­we­gen die Vor­gän­ge dort etwas vager geschil­dert wer­den:

Der Schuss lös­te sich nach Poli­zei­an­ga­ben, als der Mann vor den Beam­ten flüch­te­te und zu Boden stürz­te. Das Pro­jek­til habe ihn am Kopf getrof­fen. Anschlie­ßend sei­en zwei Poli­zis­ten schwer ver­letzt wor­den.