Rasende Reporter

Von Lukas Heinser, 17. Oktober 2009 14:18

Alle paar Monate muss ich über meinen Schatten springen und die „Rheinische Post“ loben. Ich tue es gern angesichts der Jugendbeilage (falls Sie da noch mal schnell ein Wort für hätten, das weniger nach Achtziger Jahren und Hanni-und-Nanni-Starschnitt klingt …) „Herzrasen“, die der Zeitung heute beiliegt.

Darin unter anderem: Kreative Bastelideen von thereifixedit.com werden mit einem Experten von der Handwerkskammer besprochen, eine Reportage über die „demokratischste Cola der Welt“ und ein Rollentausch für eine Samstagnacht, bei dem sich der verehrte Kollege Sebastian Dalkowski in der Düsseldorfer Altstadt vergnügen soll, während seine Kollegin Gesa Evers zuhause vor dem Fernseher hockt.

Der Text ist online leider nicht verfügbar (Och, bitte, bitte …), daher müssen Sie mit diesen Kostproben vorlieb nehmen:

Als ich das Oberbayern betrete, denke ich: Wer volljährig ist, kommt hier nur nicht rein, wenn er mit einem Maschinengewehr kommt. Gefühlte 75 Prozent der Gäste gehören zu einem der Junggesellenabschiede, sie trinken bunten Alkohol aus Eimern oder Toilettenschüsseln. […]

Ich sehe viele Menschen, die fortgehen, mit Gesichtern, die nichts mehr ausdrücken. Wer jetzt noch niemanden gefunden hat, findet niemanden mehr. Falls doch, wird es richtig bitter.

Falls Sie sich irgendwie in der Nähe von Duisburg befinden, können Sie heute Abend ab 20 Uhr zur „Herzrasen-Party“ ins Café Steinbruch gehen, wo zunächst Herr Dalkowski ein paar seiner Texte vorlesen wird, dann musiziert der Singer/Songwriter Daniel Benjamin und anschließend ist Party.

Und um diesen Lobpreisungs- und Werbeeintrag (für den ich – bisher – noch nicht mal ein Bier bekommen habe) jetzt abzurunden, erkläre ich diese Bildunterschrift aus der Party-Ankündigung zu meinem Liebling des Monats:

Lampe in Anlehnung an Daniel Benjamin.

Und jetzt ist aber bis Weihnachten auch erst mal wieder gut …

Nachtrag, 19. Oktober: Das gesamte „Herzrasen“-Magazin kann man nun kostenlos als PDF herunterladen.

5 Kommentare

  1. Muriel
    17. Oktober 2009, 16:20

    Ich gebe ja gerne zu, dass ich keine Ahnung habe, und deshalb ist das sicher eine dumme Frage, aber… Äh… Man trinkt bunten Alkohol aus Toilettenschüsseln?

  2. Sebastian Dalkowski
    17. Oktober 2009, 17:00

    Ja, im Oberbayern in Düsseldorf macht man das. Kostet ungefähr 80 Euro.

  3. Muriel
    17. Oktober 2009, 17:06

    @Sebastian Dalkowski: Und die werden dann gebracht und auf den Tisch gestellt, oder geht man dafür dann eben in den Waschraum? Ich kann mir das nicht richtig vorstellen.

  4. Sebastian Dalkowski
    17. Oktober 2009, 17:21

    Ja, die stehen auf dem Tisch. Ich hab’s auch erst nicht geglaubt.

  5. Ruhrpilot » ruhrbarone
    18. Oktober 2009, 5:42

    […] Rheinische Post: Auch mal was gutes… Coffee And TV […]