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Musik Rundfunk Radio

Schatzsuche

KQED ist mein Lieb­lings­ra­dio­sen­der, da gibt’s kein Ver­tun. Seit ich in den USA gehört habe, was man mit dem Medi­um Radio so alles anstel­len kann, fin­de ich die deut­sche Radio­land­schaft end­gül­tig nur noch zum Heu­len.

Das heißt für mich: Radio­hö­ren geht nur über Inter­net und um neun Stun­den ver­scho­ben. Aber natür­lich gibt es bei allen Sen­dern des Natio­nal Public Radio alle Sen­dun­gen hin­ter­her auch als Pod­cast, was sowohl vor­bild­lich, als auch sehr fein ist.

Das aber nur als Vor­spann zur eigent­li­chen Geschich­te: Wie ich gera­de erst fest­ge­stellt habe, gibt es von der sehr emp­feh­lens­wer­ten Musik­sen­dung „All Songs Con­side­red“ nicht nur Pod­casts und ein umfang­rei­ches Sen­dungs­ar­chiv, auch vie­le der Kon­zer­te, die „All Songs Con­side­red“ immer wie­der über­trägt, ste­hen im Netz.

Eini­ge kann man „nur“ anhö­ren (dar­un­ter Rufus Wain­w­right, Ben Gib­bard, Björk, Arca­de Fire und Lily Allen), ande­re kann man kom­plett her­un­ter­zu­la­den, wenn man den Pod­cast abon­niert (z.B. Tra­vis, Femi Kuti und ganz aktu­ell: Rilo Kiley). Es lohnt sich, sich durchs kom­plet­te Archiv zu kli­cken und zu hören.

Wie das mit den Down­loads recht­lich geht, ist mir ein biss­chen schlei­er­haft, aber in den USA gibt’s ja auch kei­ne GEMA.

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Musik

Von wegen sparsame Schotten

Aus­lands­se­mes­ter sind nicht immer nur gut, um sich fach­lich etwas wei­ter­zu­bil­den, auch kul­tu­rell brin­gen ein paar Mona­te in einem ande­ren Land vie­le schö­ne Din­ge mit sich. Man lernt ande­re Men­schen ken­nen, ande­re Lebens­wei­sen, und manch­mal auch neue Musik von Bands, die ganz am Anfang ste­hen und noch alles vor sich haben.

Es geschah an einem Abend, an dem ich zusam­men mit mei­nen schot­ti­schen Mit­be­woh­ne­rin­nen den Fern­se­her anmach­te und die schot­ti­sche New­co­mer-Musik­sen­dung schau­te (auch durch län­ger­fris­ti­ges goo­geln habe ich nicht mehr raus­fin­den kön­nen, wie die Sen­dung hieß und wo sie lief, aber ich neh­me an, es war bei der BBC). Es folg­te eine Vor­schau auf alles, was in der Sen­dung kom­men soll­te. Und ein Kom­men­tar mei­ner Mit­be­woh­ne­rin Ash­ley: „Ooooh, The Dykee­nies! I know that one guy who’s play­ing in that band, he used to be one of my class­ma­tes!“

Ob sie die Jungs nun kann­te oder nicht, ich war auf jeden Fall auf Anhieb hin und weg von dem, was ich da hör­te. Um mal ein wenig klas­si­sches Name­drop­ping zu betrei­ben: Der Sound liegt irgend­wo zwi­schen den Kil­lers, Snow Pat­rol, Vega 4 und den Kai­ser Chiefs. Kraft­voll, über­wäl­ti­gend, melo­di­ös.

Ihr bis­her größ­ter Auf­tritt ein Gig auf der Break Stage beim T in the Park-Fes­ti­val im schot­ti­schen Kin­ross. Neben ihnen auf der Büh­ne: The View und Pao­lo Nutini. Um mal die unge­fäh­ren Dimen­sio­nen klar­zu­stel­len.

Ihr neu­es Album, „Not­hing Means Ever­y­thing“, ist vor rund einer Woche in Groß­bri­tan­ni­en auf den Markt gewor­fen wor­den. Bei Ama­zon konn­te ich es bis­her nicht ent­de­cken, daher wer­de ich es wohl oder übel impor­tie­ren müs­sen. Und mich bis dahin mit dem begnü­gen, das die Band auf ihrer MySpace-Sei­te prä­sen­tiert. Beson­ders ans Herz legen kann ich dort „Stit­ches“, einen Song, der sich auch auf dem eben genann­ten Album befin­det. Und nun los: Anhö­ren! Damit ihr hin­ter­her nicht ankommt und behaup­tet, ich hät­te euch nicht gewarnt…

The Dykeenies

Band­fo­to von Lau­ra McN­ei­ce, All Rights Reser­ved

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Musik Digital

Noch tiefer im Westen

Mei­ne Mut­ter grad so im ICQ: „Hier, Sohn, guck Dir das mal an. Hab ich bei You­Tube gefun­den!“
Ich so: „Mama, was machst Du bei You­Tube?“, dann aber auf den Link geklickt und – Waaaaaaaah!

Bit­te sehen Sie selbst:

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Musik Digital

Fingerbruch Teil II

Vor ein paar Wochen habe ich hier schon ein Wor­te zu der Plat­te Art of Moti­on von Andy McKee ver­lo­ren. Heu­te möch­te ich über mei­nen Neu­erwerb spre­chen – das Album Fates von Erik Mong­rain. Bei Mong­rain han­delt sich wie auch bei McKee um einen noch sehr jun­gen nord­ame­ri­ka­ni­schen Fin­ger­style-Artist. Doch wäh­rend McKee aus Kan­sas kommt und in eini­gen sei­ner Songs ger­ne ein biss­chen rabia­ter mit sei­nem Instru­ment umgeht, holt Mong­rain aus sei­nem Instru­ment durch eine selbst­bei­ge­brach­te Lap-Tap­ping-Tech­nik auch mal sanf­te­re Töne her­aus.
10 Songs gibt es auf sei­nem Album, das die­sen Juni erschie­nen ist. Dabei zeigt er das vol­le Spek­trum sei­nes Kön­nens, das ihm schein­bar zuge­flo­gen kommt.

St-Sebas­ti­an, Spain, 9 AM. Sit­ting on stone stairs, under­neath the shades of a tree. A pure sun edging out through the lea­ves, dra­wing crests of light. My cof­fee on my left and my gui­tar on my kne­es. It’s with a heart fil­led with joy that the­se melo­dies came to me… and I play­ed!

Als 14-Jäh­ri­ger begann Mong­rain mit dem Gitar­re­spie­len; ähn­lich wie der bereits erwähn­te McKee, begann auch er zunächst mit dem Spie­len von Metal­li­ca-Songs, bis er dann mit der klas­si­schen Musik von Bach in Berüh­rung kam und nach einem inspi­rie­ren­den Gespräch mit Don Ross selbst zu Kom­po­nie­ren begann.

Viel­leicht ste­he ich etwas allei­ne da, aber die­se Fin­ger­style-Gitar­ris­ten haben es mir irgend­wie ange­tan. Wenn man selbst seit Jah­ren die­ses Instru­ment spielt, aber nicht im Ent­fern­tes­ten sol­che Har­mo­nien spie­len kann, dann weiß man wohl die­ses ein­zig­ar­ti­ge Talent zu bewun­dern;)

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Musik Digital

Ratinger Hofnarren

Lukas: „Was hal­ten wir eigent­lich von den Toten Hosen?“
Ima­gi­na­ry Fri­end: „Uff! Hmmm, na ja …“
Lukas: „… damit auf­ge­wach­sen sind wa ja schon. Irgend­wie. Nich?“
Ima­gi­na­ry Fri­end: „Das mag sein. Aber Cam­pi­no geht doch gar nicht.“
Lukas: „Wenn wir gleich alle deut­schen Bands schei­ße fin­den wür­den, deren Sän­ger ein zu gro­ßes Mit­tei­lungs­be­dürf­nis haben und jede Talk­show und jede Gazet­te voll­la­bern, dann könn­ten wa aber nur noch Kraft­werk hören. Sieh’s mal so!“
Ima­gi­na­ry Fri­end: „War­um ver­tei­digst Du denn hier die Toten Hosen?“
Lukas: „Tu ich gar nicht. Ich woll­te nur wis­sen, was wir von denen hal­ten.“
Ima­gi­na­ry Fri­end: „Uff …“

Nun, wie dem auch sei: Von den Toten Hosen gibt es inzwi­schen – wahn­sin­nig Punk­rock-like – eine eige­ne „SingStar“-Edition. Das ist … ach, das ist halt so und wäre mir sicher kei­ne Erwäh­nung wert, wenn man beim Uncle-Sally’s‑Magazin die­ses Com­pu­ter-Spiel nicht von drei fach­kun­di­gen Tes­tern auf Herz und Leber hät­te über­prü­fen las­sen: Nagel, Thees Uhl­mann und Mil­le von Krea­torCam­pi­no bewer­tet das Gan­ze. Das alles als Video hier.

Eigent­lich ist es ganz schreck­lich, aber irgend­wie auch sehr unter­halt­sam. Anders aus­ge­drückt: Näher am Punk waren die Toten Hosen in den letz­ten fünf­zehn, zwan­zig Jah­ren nicht.

[via Tom­te-Blog]

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Musik Sport

„Alles Strokes!“

Aller guten Din­ge sind drei. Des­we­gen jetzt und hier der letz­te Kili­ans-Con­tent für … na ja, wir wol­len nicht zu viel ver­spre­chen. Aber erst mal der letz­te Kili­ans-Con­tent.

In den Haupt­rol­len: wei­ter­hin Simon den Har­tog und ich, ein Schwe­den­pan­zer und die Stra­ßen von Dins­la­ken. Und wenn ich danach nicht „Poly­lux“ mode­rie­ren darf, weiß ich auch nicht wei­ter …

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(Erst Teil 1 und 2 anschau­en oder gleich die gan­ze Play­list)

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Musik

„Wir sind ja leider keine Hip-Hopper“

Din­ge, die man an einem son­ni­gen Sams­tag­nach­mit­tag tun kann: Auto waschen, Bun­des­li­ga hören, Video-Inter­views schnei­den.

Viel Spaß mit dem zwei­ten Teil von „Simon und Lukas begu­cken sich Dins­la­ken“:

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(Vor­her Teil 1 gucken)

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Musik

Im Schmelztiegel der Subkultur

Man­che mögen der Mei­nung sein, ich hät­te lang­sam mal genug über die Kili­ans, die­se fan­tas­ti­sche Nach­wuchs­band aus Dins­la­ken, deren groß­ar­ti­ges Debüt­al­bum letz­te Woche erschie­nen ist, geschrie­ben. Das sehe ich inzwi­schen ähn­lich – und habe schwups mal das Medi­um gewech­selt.

Viel Spaß mit jede Men­ge Kili­ans und Dins­la­ken im ers­ten Teil unse­res klei­nen Inter­view-Spe­cials mit Simon den Har­tog:

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Musik Rundfunk

Sternstunden der Hörfunkgeschichte

Bratwurst, Messdiener, Photosynthese, Körperfettwaage

Simon den Har­tog hat am Mon­tag­abend einen Kas­ten Bier gewon­nen.

Die obi­gen Begrif­fe erreich­ten den Sän­ger der Kili­ans kurz vor sei­nem Live-Inter­view bei „Eins­Li­ve Plan B“ per SMS. Wenn er alle vier ins Gespräch ein­flie­ßen las­se, bekom­me er von mir einen Kas­ten aus­ge­ge­ben, schrieb ich ihm. Er ant­wor­te­te nur „Dann hör genau hin mein lie­ber!“, und hau­te sie alle nach­ein­an­der raus.1 Da der Kon­text mit­un­ter etwas gewagt war, wer­den ihn eini­ge Hörer nun für völ­lig durch­ge­knallt hal­ten. Für mich ist er mein Held des Tages.

Und für den Kas­ten zitie­re ich ger­ne einen wei­te­ren Hel­den, näm­lich den gro­ßen Ben Folds, der sei­ne Sach­be­schä­di­gung am Flü­gel in der Ber­li­ner Colum­bia­hal­le vor zwei Jah­ren wie folgt kom­men­tier­te: „I’m hap­py to pay for it!“

1 Ger­ne wür­de ich auf einen Pod­cast der Sen­dung oder einen ähn­li­chen Audio­be­weis ver­lin­ken, aber Eins­Li­ve, der cra­zy-coo­le Jugend­sen­der des WDR, hat sol­che tech­ni­schen Spie­le­rei­en offen­bar noch nicht im Ange­bot.

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Musik Leben

Peter und kein Wolf

Es ist ja längst ein völ­lig unwich­ti­ges Rand­de­tail, dass Ende des Monats mit „Shotter’s nati­on“ ein neu­es Album der Babysham­bles erscheint. Viel bedeut­sa­mer für die inter­es­sier­te Welt­öf­fent­lich­keit sind doch neue Dro­gen­pe­gel­le­vel aus der Blut­bahn von Pete Doh­erty und sei­ner engs­ten Umge­bung. Gut, seit­dem Kate Moss Reiß­aus genom­men hat, ist die­se nähe­re Umge­bung deut­lich weni­ger ansehn­lich. Aber immer­hin hat Betäu­bungs­mit­tel­ex­per­te Doh­erty eine Kat­ze, die ihn ver­steht.

Die bekannt bedäch­tig recher­chie­ren­de The Sun hat denn auch schon fol­gen­des her­aus­ge­fun­den: Weil Ver­ständ­nis durch die Venen (oder min­des­tens über die Blut-Hirn-Schran­ke) geht, hat Doh­erty für sein Exem­plar der Art Felis catus ein klei­nes Crack-Pfeif­chen gebaut. Ein hüb­sches Bild­chen der Inha­la­ti­on gibt’s auch schon. Zeu­gen berich­te­ten hin­ter­her, dass die Kat­ze ohn­mäch­tig gewor­den sei, Stim­mungs­schwan­kun­gen bekom­men hät­te und geglaubt habe, sie kön­ne flie­gen. Nun, wer jemals Kat­zen über einen län­ge­ren Zeit­raum erlebt hat, könn­te auf die Idee kom­men, das sei der Nor­mal­zu­stand. Aber wenn da nicht irgend­je­mand etwas mit dem Dro­gen­ka­ter dezent miss­ver­stan­den hät­te, besä­ße die­se Mel­dung ja gar kei­nen Neu­ig­keits­wert mehr.

Obli­ga­to­ri­sche Rand­no­tiz: Pete Doh­erty ist wei­ter­hin im bes­ten Alter, um zur mys­ti­fi­zier­ba­ren Legen­de zu wer­den. Ein hal­bes Jahr noch …

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Musik

Finger brechen für Fortgeschrittene

Durch Zufall bin ich Anfang letz­ter Woche bei der FreakVideo­platt­form You­tube auf das Video Drif­ting von Andy McKee gesto­ßen. Andy McKee ist ein 28jähriger Fin­ger­style-Gitar­rist aus Kan­sas und was soll ich sagen? Er hat es ein­fach drauf.
Im Video sieht man einen etwas dick­li­chen, kah­len jun­gen Mann, der einen lus­ti­gen Voll­bart trägt und Gitar­re spielt. Irgend­wie war mein ers­ter Gedan­ke: „War der nicht mal bei „Das Model und der Freak“?

Aber dann ging es los und Andy McKee schlägt in die Sai­ten. Aller­dings auf eine Art und Wei­se, die ich so noch nicht gese­hen habe. Mir fiel die Kinn­la­de zu Boden und ich war hin und weg von den Klän­gen, die er aus sei­ner Andrew White gui­tar her­aus­holt (Die gibt es übri­gens hier zu kau­fen. Ab 3700€).

Nach­dem ich sein Video förm­lich auf­ge­so­gen hat­te, schau­te ich mir noch die ande­ren Vide­os von ihm bei You­tube an und such­te par­al­lel nach einem Album. Lei­der konn­te ich es bei kei­nem deut­schen Inter­net­shop fin­den, also bestell­te ich es kur­zer­hand bei Ama­zon (zusam­men mit dem Album eines ande­ren begab­ten Gitar­ris­ten – dem­nächst viel­leicht mehr). Am Diens­tag lag die CD Art Of Moti­on“ dann bei mir im Brief­kas­ten. Ich freu­te mich wie ein klei­nes Kind…
Seit­dem läuft die Plat­te bei mir auf hoher Rota­ti­on und ich bin echt ver­dammt begeis­tert. Kei­ne Ahnung, wie vie­le die­se Begeis­te­rung mit mir tei­len. Viel­leicht muss man selbst Gitar­re spie­len, um zu mer­ken wie schwer das ist, was die­ser Kerl da so leicht und locker daher­klim­pert.

Emp­feh­len kann ich die CD aller­dings jedem, der akus­ti­sche Gitar­ren­klän­ge mag und auch mal auf ande­re Instru­men­te und Gesang ver­zich­ten kann. Denn auf der CD hört man aus­schließ­lich Andy McKee und nur sein Gitar­ren­spiel.

Bei eini­gen Songs benutzt er übri­gens eine Harp-Gitar­re. Sehr wit­zi­ges Ding!

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Musik

Blasmusik

Ges­tern spiel­ten also die Kili­ans ein „exklu­si­ves Radio­kon­zert“ in Bochum. Da mein Com­pu­ter immer noch in der Repa­ra­tur ist, kann ich gera­de nicht nach­gu­cken, wie oft ich die Band schon gese­hen habe, aber es dürf­te ges­tern so unge­fähr das fünf­zehn­te Mal gewe­sen sein.

Vor dem Kon­zert waren die Her­ren Musi­ker etwas miss­ge­stimmt, weil Orga­ni­sa­ti­on und Ablauf wohl zu wün­schen übrig­ge­las­sen hat­ten, aber schon ab dem ers­ten Akkord war alles wie­der bes­tens und sie rock­ten so unge­stüm und auf den Punkt wie eh und je.

Das alles wäre also von so gerin­gem Neu­ig­kei­ten­wert, dass nicht mal ich dar­über blog­gen wür­de. Aber die Ansa­gen von Simon den Har­tog, dem klei­nen gro­ßen Mann am Mikro­fon, waren ges­tern so exor­bi­tant unter­halt­sam, dass sie ein­fach für die Nach­welt fes­ge­hal­ten wer­den müs­sen – was Dank der Auf­zeich­nung für die Radio­aus­strah­lung auch kein Pro­blem gewe­sen sein dürf­te.

Im hin­te­ren Bereich des Kon­zert­saals, wo gleich meh­re­re Dins­la­ke­ner zusam­men­gluck­ten, macht das Wort vom „Dins­la­ken-Humor“ die Run­de – wenn wir nicht gera­de wie­hernd über den Fuß­bo­den kugel­ten. Wie, Sie fin­den „Ich muss­te dem Kav­ka sei­nen Schwanz lut­schen, damit das bei MTV gespielt wird“, als Anmo­de­ra­ti­on für „Enforce Yours­elf“ nicht brüll­ko­misch? Dann gibt es nur noch zwei Mög­lich­kei­ten: a) Sie müs­sen mehr Alko­hol trin­ken oder nach Dins­la­ken zie­hen (das kommt aufs Glei­che raus); b) Wir ver­set­zen die­ser Anek­do­te den abso­lu­ten Todes­stoß und sagen „Viel­leicht hät­te man dabei­ge­we­sen sein müs­sen.“

Not­aus­gang: Die Kili­ans und deren stän­di­ge Erwäh­nung hier gehen Ihnen auf die Ket­ten? Sie fin­den, Bands aus der deut­schen Pro­vinz dür­fen nicht klin­gen, als kämen sie aus dem eng­lisch­spra­chi­gen Aus­land? Sie glau­ben, wer Locken hat, will wie die Strokes aus­se­hen? Dann fin­den Sie hier sicher eine neue Hei­mat. Und wenn Sie sich auch noch anmel­den wol­len, bevor Sie lesen kön­nen, was die ande­ren Indi­en­a­zis so den­ken, dann ken­nen Sie das hier bestimmt eh schon.