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Gesellschaft

Wanted dead or alive

Wal­ter Krä­mer, Vor­sit­zen­der des schreck­li­chen „Ver­eins Deut­sche Spra­che“, durf­te sich in der Ruhr­ge­biets­aus­ga­be von „Bild“ mal wie­der über „Sprach­pan­scher“ und „Deng­lisch“ auf­re­gen.

Der Dort­mun­der Sta­tis­tik-Pro­fes­sor, den Bild.de irri­tie­ren­der­wei­se als „Sprach-Pro­fes­sor“ bezeich­net, erklärt in dem Inter­view:

„Inzwi­schen machen 33 000 Leu­te in unse­rem Ver­ein mit. Dar­un­ter rund 100 bekann­te Per­sön­lich­kei­ten wie Hape Ker­ke­ling, Jür­gen von der Lip­pe, Rein­hard Mey oder die kürz­lich ver­stor­be­nen Otto von Habs­burg und Gun­ter Sachs.“

Dass beim „Ver­ein Deut­sche Spra­che“ auch Tote mit­ma­chen dür­fen, erklärt natür­lich vie­les.

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Musik

ZusammengeK.I.T.T.et

Saxo­phon, Cel­lo und Beat­boxing – die Kom­bi­na­ti­on klingt erst mal … äh … „inter­es­sant“.

Aber hören Sie mal, was pas­siert, wenn man in die­ser Beset­zung die Titel­mu­sik von „Knight Rider“ spielt:

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Die Duis­bur­ger Band Beas­ting gibt’s (natür­lich) auch bei Face­book.

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Leben

Klar umrissene Zielgruppe

Aktionstag "Sport der Älteren" von 35 bis 70 Jahre

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Print

Die schon wieder!

So sieht nächs­te Woche das Cover des „Spie­gel“ aus:

Hitler gegen Stalin - Bruder Todfeind

Und da dach­te ich: „Hä? Das hat­ten die doch schon mal. Im Som­mer­ur­laub, als ich ein Kind war.“

Mit Hil­fe der groß­ar­ti­gen Lis­te aller „Spiegel“-Hitler-Titel vom Umblät­te­rer wur­de ich sehr schnell fün­dig:

Hitler kontra Stalin - Rudolf Augstein über das "Unternehmen Barbarossa"

Aus­ga­be 24/​1991, exakt 20 Jahr­gän­ge her. Und das wahr­schein­lich ers­te „Spiegel“-Cover, an das ich mich bewusst erin­nern kann (wahr­schein­lich wegen die­ses komi­schen Wor­tes „kon­tra“). Womög­lich sogar das ein­zi­ge „Spiegel“-Cover, an das ich mich bewusst erin­nern kann.

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Digital

Gruppenbild mit Darm

Gera­de so gedacht: „Wie alt ist eigent­lich Hubert Bur­da?“ Schnell in der Wiki­pe­dia nach­ge­guckt und dabei die­ses groß­ar­tig ver­stö­ren­de Foto ent­deckt:

Hubert Burda (rechts) mit Christa Maar vor dem Darmmodell Faszination Darm in München

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Leben Gesellschaft

Suggestivfrage, Euer Ehren!

Eine Pres­se­mit­tei­lung der beson­de­ren Art ver­dan­ken wir der Poli­zei­di­rek­ti­on Leip­zig:

Ob das eine Frau war?

Ort: Zen­trum, Brühl
Zeit: 20.05.2011, 20:00 Uhr – 21.05.2011, 09:15 Uhr

Viel zu tun hat­te ein Ein­bre­cher, um alle Siche­rungs­ein­rich­tun­gen zu besei­ti­gen. Zunächst hebel­te er die Haus­tür, dann die Zwi­schen­tür und schließ­lich eine Git­ter­tür auf, um in ein Schuh­ge­schäft zu gelan­gen. Hier wur­de der Kas­sen­be­reich durch­wühlt und aus der Regis­trier­kas­se Bar­geld im drei­stel­li­gen Bereich ent­wen­det. Schu­he waren dabei offen­bar völ­lig unin­ter­es­sant, was die Fra­ge nach dem Geschlecht des Ein­bre­chers nahe legt. Die Ermitt­lun­gen wer­den es hof­fent­lich bald zei­gen. Die Kri­po hat die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men. (FiA)

Ver­fas­se­rin ist inter­es­san­ter­wei­se eine Frau. Aber immer­hin müss­te die inzwi­schen ehe­ma­li­ge „Bild“-Gerichtsreportagepraktikantin Ali­ce Schwar­zer ja wie­der genü­gend Zeit haben, sich dar­über aus­gie­big auf­zu­re­gen.

[via Day]

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Musik

Certain Songs

Regel­mä­ßig, wenn ich in der S‑Bahn sit­ze, fra­ge ich mich, was die gan­zen Men­schen mit ihren (zumeist wei­ßen) Stöp­seln im Ohr wohl so gera­de hören.

Ändert sich, wenn man dienst­lich gezwun­gen ist, Anzug und Kra­wat­te zu tra­gen, auch der Musik­ge­schmack, oder hört der Mann aus dem Con­trol­ling irgend­ei­ner gro­ßen Ver­si­che­rung viel­leicht doch gera­de Napalm Death? Hören alle den neu­es­ten hei­ßen Scheiß oder sit­zen da auch Leu­te, die alte Alben von R.E.M. oder gar Semiso­nic anhö­ren? Und: Hört gera­de jemand das glei­che Lied wie ich? Haben wir es gar zufäl­lig im glei­chen Moment gestar­tet? (Und, falls ja: Wür­den wir je erfah­ren, dass wir ein­an­der eigent­lich hei­ra­ten müss­ten?)

Ein Mann namens Tyler Cul­len hat sich die glei­che Fra­ge gestellt – bzw. eben nicht sich, son­dern Pas­san­ten in New York. Und weil New York nicht Dins­la­ken ist, haben ihn die Leu­te für die­se Fra­ge nicht zusam­men­ge­schla­gen, son­dern ihm höf­lich geant­wor­tet:

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Bei den meis­ten (gezeig­ten) Men­schen kann man also tat­säch­lich erah­nen, was sie für Musik hören.

[via Face­book]

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Musik

Man müsste Klavier spielen können

Im Inter­net fin­det man ja die merk­wür­digs­ten Sachen.

Ross Lenn­ox zum Bei­spiel hat ein Video auf­ge­nom­men, in dem er die Intros von 26 Ben-Folds-(Five-)Songs anspielt. Braucht kein Mensch, find ich aber toll:

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Digital Politik

Von der Außenwelt abgeschnitten

Zuge­ge­ben: In der Pres­se­stel­le des Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums möch­te man die­ser Tage auch nicht arbei­ten.

Heu­te stand der Start der Bun­des­wehr­re­form auf dem Pro­gramm, in den letz­ten Tagen gab es die eine oder ande­re unschö­ne Mel­dung über die wis­sen­schaft­li­che Repu­ta­ti­on des Minis­ters und dann berich­te­te die „Finan­cial Times Deutsch­land“ auch noch, dass die Bun­des­wehr eine „gro­ße Wer­be­kam­pa­gne“ bei „Bild“, „Bild am Sonn­tag“ und Bild.de schal­ten wol­le.

Wegen die­ser „FTD“-Meldung hat­te ich eini­ge BILD­blog-Fra­gen an das Minis­te­ri­um. Aus der Erfah­rung weiß ich, dass ich bei Ver­su­chen, den rich­ti­gen Ansprech­part­ner zu tref­fen, immer zunächst den fal­schen anru­fe und es auch nie mög­lich ist, mich zu ver­bin­den.

Doch so weit kam ich heu­te nicht. Als ich die Lis­te der Pres­se­spre­cher durch­klick­te, bot sich mir fol­gen­des Bild:

Weil ich ger­ne den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht sehe, frag­te ich Freun­de und Kol­le­gen, ob sie die Kon­takt­da­ten der Spre­cher irgend­wo sähen. Nein, taten sie nicht.

Die Sei­ten mit den Ansprech­part­nern sind alle auf dem Stand vom heu­ti­gen 24. Febru­ar 2011. Im Goog­le-Cache fin­den sich noch die Ver­sio­nen von letz­ter Woche und die sahen bei­spiels­wei­se so aus:

Die Über­sichts­sei­te, auf der sonst immer die „Zen­tra­le Ser­vice­num­mer für Pres­se­an­fra­gen und Medi­en­ver­tre­ter nach Dienst und am Wochen­en­de“ ange­ge­ben war, wur­de offen­bar schon am Diens­tag über­ar­bei­tet.

Alt:

Neu:

Ich habe jetzt mal nicht beim Minis­te­ri­um nach­ge­fragt, was das zu bedeu­ten hat.

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Ein exklusiver Hund

Wenn Sie unse­re Defi­ni­ti­on des Begriffs „exklu­siv“ für extra­va­gant hiel­ten, dann haben Sie noch nicht den/​die/​das aktu­el­le „Auf einen Blick“ gese­hen:

Monica Lierhaus: So stolz! So stark! So tapfer! "Auf einen Blick"-Autorin Karen Webb schreibt exklusiv über den bewegendsten TV-Auftritt des Jahres.

Noch­mal zum Mit­den­ken: Ja, die „Auf einen Blick“-Autorin Karen Webb schreibt exklu­siv für „Auf einen Blick“. Wo gibt es so etwas schon sonst?

Ande­rer­seits ist das noch ver­gleichs­wei­se harm­los, wenn man sich das voll­stän­di­ge Cover der Zeit­schrift ansieht:

Monica Lierhaus: Deutschlands schönster Hund.
[via Petra O.]

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Musik Digital

Ein Beispiel, das Schwule machen sollte

Ein ganz beson­de­rer Musik­wunsch erreicht uns auf etwas absei­ti­gem Weg aus den Redak­ti­ons­räu­men von Bild.de:

Dass Fett nicht abwaschbar ist, sahen die Leute irgendwann ein. Es musste eine neue Verkaufsidee her. Das dachten sich wohl die Erfinder des Gerätes „Gaybar Simulator“. Dabei schnallte man sich einen Ledergürtel um die Taille und schaltete das elektrische Fitnessgerät an, das anfing zu rütteln. So sollten überflüssige Pfunden weggeschüttelt werden.

Bit­te­schön:

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Erfah­re mehr in der Daten­schutz­er­klä­rung von You­Tube.

[via Emp­ty]

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Musik Digital

Von der GEMA entstellt

Weil wir gera­de über­le­gen, wie wir inhalt­lich wie­der mehr Musik in die­ses Blog krie­gen, ohne Mona­te nach einer Ver­öf­fent­li­chung hilf­lo­se Kurz­re­zen­sio­nen in die Tas­ten zu hau­en (bzw. wie­der das Wich­tigs­te zu ver­ges­sen), habe ich mich mal über die Pod­cast-Kon­di­tio­nen bei der GEMA infor­miert.

Die Lizenz sieht unter ande­rem vor, dass ein­zel­ne Epi­so­den des Pod­casts nicht län­ger als 30 Minu­ten sein dür­fen und die Musik pro Pod­cast nicht mehr als 75% der Gesamt­län­ge der ein­zel­nen Epi­so­de ein­neh­men darf.

Außer­dem gilt:

Als Song wird jedes ver­wen­de­te Musik­werk gezählt, das weder Intro noch Out­ro ist. Dabei darf jedes Lied nur zur Hälf­te aus­ge­spielt wer­den, und es muss am Anfang und am Ende in das lau­fen­de Lied hin­ein­mo­de­riert wer­den (sog. „talk over“).

Das ist lus­tig, weil die GEMA gleich­zei­tig auf fol­gen­den Sach­ver­halt hin­weist:

Nicht umfasst ist zudem das Urhe­ber­per­sön­lich­keits­recht (§ 14 UrhG). Es muss unab­hän­gig von einer Pod­cas­ting-Lizenz beach­tet wer­den. Das bedeu­tet, dass die genutz­ten Musik­wer­ke ohne geson­der­te Ein­wil­li­gung der Berech­tig­ten nicht bear­bei­tet bzw. umge­stal­tet wer­den dür­fen (§ 23 UrhG). Eine Ver­let­zung des Urhe­ber­per­sön­lich­keits­rech­tes kann ins­be­son­de­re vor­lie­gen bei Ent­stel­lung eines Musik­wer­kes, eine uner­laub­te Bear­bei­tung kann vor­lie­gen bei Neu­tex­tie­rung oder sons­ti­gen Ver­än­de­rung eines Musik­wer­kes.

Was, bit­te, soll ein hal­ber und zuge­quatsch­ter Song sein, wenn kei­ne „Ent­stel­lung“?!