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Musik

New Regrets

Für einen win­zi­gen Moment habe ich mich ver­le­sen:

“Lieberberg betreut Comeback von Chris Rea”

Screen­shot: musikwoche.de (Nur mit Anmel­dung les­bar)

Aber wäre „bereut“ wirk­lich so abwe­gig?

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Musik Rundfunk Radio

Schatzsuche

KQED ist mein Lieb­lings­ra­dio­sen­der, da gibt’s kein Ver­tun. Seit ich in den USA gehört habe, was man mit dem Medi­um Radio so alles anstel­len kann, fin­de ich die deut­sche Radio­land­schaft end­gül­tig nur noch zum Heu­len.

Das heißt für mich: Radio­hö­ren geht nur über Inter­net und um neun Stun­den ver­scho­ben. Aber natür­lich gibt es bei allen Sen­dern des Natio­nal Public Radio alle Sen­dun­gen hin­ter­her auch als Pod­cast, was sowohl vor­bild­lich, als auch sehr fein ist.

Das aber nur als Vor­spann zur eigent­li­chen Geschich­te: Wie ich gera­de erst fest­ge­stellt habe, gibt es von der sehr emp­feh­lens­wer­ten Musik­sen­dung „All Songs Con­side­red“ nicht nur Pod­casts und ein umfang­rei­ches Sen­dungs­ar­chiv, auch vie­le der Kon­zer­te, die „All Songs Con­side­red“ immer wie­der über­trägt, ste­hen im Netz.

Eini­ge kann man „nur“ anhö­ren (dar­un­ter Rufus Wain­w­right, Ben Gib­bard, Björk, Arca­de Fire und Lily Allen), ande­re kann man kom­plett her­un­ter­zu­la­den, wenn man den Pod­cast abon­niert (z.B. Tra­vis, Femi Kuti und ganz aktu­ell: Rilo Kiley). Es lohnt sich, sich durchs kom­plet­te Archiv zu kli­cken und zu hören.

Wie das mit den Down­loads recht­lich geht, ist mir ein biss­chen schlei­er­haft, aber in den USA gibt’s ja auch kei­ne GEMA.

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Musik

Von wegen sparsame Schotten

Aus­lands­se­mes­ter sind nicht immer nur gut, um sich fach­lich etwas wei­ter­zu­bil­den, auch kul­tu­rell brin­gen ein paar Mona­te in einem ande­ren Land vie­le schö­ne Din­ge mit sich. Man lernt ande­re Men­schen ken­nen, ande­re Lebens­wei­sen, und manch­mal auch neue Musik von Bands, die ganz am Anfang ste­hen und noch alles vor sich haben.

Es geschah an einem Abend, an dem ich zusam­men mit mei­nen schot­ti­schen Mit­be­woh­ne­rin­nen den Fern­se­her anmach­te und die schot­ti­sche New­co­mer-Musik­sen­dung schau­te (auch durch län­ger­fris­ti­ges goo­geln habe ich nicht mehr raus­fin­den kön­nen, wie die Sen­dung hieß und wo sie lief, aber ich neh­me an, es war bei der BBC). Es folg­te eine Vor­schau auf alles, was in der Sen­dung kom­men soll­te. Und ein Kom­men­tar mei­ner Mit­be­woh­ne­rin Ash­ley: „Ooooh, The Dykee­nies! I know that one guy who’s play­ing in that band, he used to be one of my class­ma­tes!“

Ob sie die Jungs nun kann­te oder nicht, ich war auf jeden Fall auf Anhieb hin und weg von dem, was ich da hör­te. Um mal ein wenig klas­si­sches Name­drop­ping zu betrei­ben: Der Sound liegt irgend­wo zwi­schen den Kil­lers, Snow Pat­rol, Vega 4 und den Kai­ser Chiefs. Kraft­voll, über­wäl­ti­gend, melo­di­ös.

Ihr bis­her größ­ter Auf­tritt ein Gig auf der Break Stage beim T in the Park-Fes­ti­val im schot­ti­schen Kin­ross. Neben ihnen auf der Büh­ne: The View und Pao­lo Nutini. Um mal die unge­fäh­ren Dimen­sio­nen klar­zu­stel­len.

Ihr neu­es Album, „Not­hing Means Ever­y­thing“, ist vor rund einer Woche in Groß­bri­tan­ni­en auf den Markt gewor­fen wor­den. Bei Ama­zon konn­te ich es bis­her nicht ent­de­cken, daher wer­de ich es wohl oder übel impor­tie­ren müs­sen. Und mich bis dahin mit dem begnü­gen, das die Band auf ihrer MySpace-Sei­te prä­sen­tiert. Beson­ders ans Herz legen kann ich dort „Stit­ches“, einen Song, der sich auch auf dem eben genann­ten Album befin­det. Und nun los: Anhö­ren! Damit ihr hin­ter­her nicht ankommt und behaup­tet, ich hät­te euch nicht gewarnt…

The Dykeenies

Band­fo­to von Lau­ra McN­ei­ce, All Rights Reser­ved

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Film

„Film ist Licht“: Ein Interview mit Antoine Monot, Jr.

Film­fans ken­nen ihn als Schau­spie­ler aus Fil­men wie „Abso­lu­te Gigan­ten“, „Eier­die­be“ oder „Das Expe­ri­ment“: Antoine Monot, Jr.

Antoine Monot, Jr. (Pressefreigabe)Was vie­le nicht wis­sen: Seit 2005 ist er künst­le­ri­scher Lei­ter des Zurich Film Fes­ti­vals. Das Fes­ti­val hat sich beson­ders dem jun­gen Film ver­schrie­ben, in die­sem Jahr lau­fen im Wett­be­werb 24 Erst‑, Zweit- oder Dritt­wer­ke jun­ger Spiel- und Doku­men­tar­fil­mer. Zur Jury unter dem Vor­sitz von Pro­du­zent Albert S. Rud­dy gehö­ren unter ande­rem Moritz Bleib­treu, Matthew Modi­ne und Die­ter Mei­er von Yel­lo.

Vor dem Start der drit­ten Auf­la­ge am mor­gi­gen Don­ners­tag nahm sich Antoine Monot, Jr. die Zeit, mit uns über die Schweiz, Deutsch­land, die Magie des Films und „sein“ Fes­ti­val zu spre­chen:

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Digital

Hauptsache schön verpackt

Mein Search-Engi­ne-Opti­mi­zer hat mir gera­ten, mehr User Gene­ra­ted Work­flow in einem Mas­hup zu par­sen und Pri­va­te Equi­ta­na im Ran­dom Access unter Pro­tec­tion zu hal­ten.

Anders aus­ge­drückt: Wir pro­bie­ren mal was ganz cra­zy neu­es – eine Video­ko­lum­ne. Hat es so noch nie gege­ben. Nir­gends. Wird aber im Erfolgs­fal­le trotz­dem fort­ge­setzt.

Heu­te geht’s um ganz hei­ße Sachen:

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Musik Digital

Noch tiefer im Westen

Mei­ne Mut­ter grad so im ICQ: „Hier, Sohn, guck Dir das mal an. Hab ich bei You­Tube gefun­den!“
Ich so: „Mama, was machst Du bei You­Tube?“, dann aber auf den Link geklickt und – Waaaaaaaah!

Bit­te sehen Sie selbst:

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Musik Digital

Fingerbruch Teil II

Vor ein paar Wochen habe ich hier schon ein Wor­te zu der Plat­te Art of Moti­on von Andy McKee ver­lo­ren. Heu­te möch­te ich über mei­nen Neu­erwerb spre­chen – das Album Fates von Erik Mong­rain. Bei Mong­rain han­delt sich wie auch bei McKee um einen noch sehr jun­gen nord­ame­ri­ka­ni­schen Fin­ger­style-Artist. Doch wäh­rend McKee aus Kan­sas kommt und in eini­gen sei­ner Songs ger­ne ein biss­chen rabia­ter mit sei­nem Instru­ment umgeht, holt Mong­rain aus sei­nem Instru­ment durch eine selbst­bei­ge­brach­te Lap-Tap­ping-Tech­nik auch mal sanf­te­re Töne her­aus.
10 Songs gibt es auf sei­nem Album, das die­sen Juni erschie­nen ist. Dabei zeigt er das vol­le Spek­trum sei­nes Kön­nens, das ihm schein­bar zuge­flo­gen kommt.

St-Sebas­ti­an, Spain, 9 AM. Sit­ting on stone stairs, under­neath the shades of a tree. A pure sun edging out through the lea­ves, dra­wing crests of light. My cof­fee on my left and my gui­tar on my kne­es. It’s with a heart fil­led with joy that the­se melo­dies came to me… and I play­ed!

Als 14-Jäh­ri­ger begann Mong­rain mit dem Gitar­re­spie­len; ähn­lich wie der bereits erwähn­te McKee, begann auch er zunächst mit dem Spie­len von Metal­li­ca-Songs, bis er dann mit der klas­si­schen Musik von Bach in Berüh­rung kam und nach einem inspi­rie­ren­den Gespräch mit Don Ross selbst zu Kom­po­nie­ren begann.

Viel­leicht ste­he ich etwas allei­ne da, aber die­se Fin­ger­style-Gitar­ris­ten haben es mir irgend­wie ange­tan. Wenn man selbst seit Jah­ren die­ses Instru­ment spielt, aber nicht im Ent­fern­tes­ten sol­che Har­mo­nien spie­len kann, dann weiß man wohl die­ses ein­zig­ar­ti­ge Talent zu bewun­dern;)

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Musik Digital

Ratinger Hofnarren

Lukas: „Was hal­ten wir eigent­lich von den Toten Hosen?“
Ima­gi­na­ry Fri­end: „Uff! Hmmm, na ja …“
Lukas: „… damit auf­ge­wach­sen sind wa ja schon. Irgend­wie. Nich?“
Ima­gi­na­ry Fri­end: „Das mag sein. Aber Cam­pi­no geht doch gar nicht.“
Lukas: „Wenn wir gleich alle deut­schen Bands schei­ße fin­den wür­den, deren Sän­ger ein zu gro­ßes Mit­tei­lungs­be­dürf­nis haben und jede Talk­show und jede Gazet­te voll­la­bern, dann könn­ten wa aber nur noch Kraft­werk hören. Sieh’s mal so!“
Ima­gi­na­ry Fri­end: „War­um ver­tei­digst Du denn hier die Toten Hosen?“
Lukas: „Tu ich gar nicht. Ich woll­te nur wis­sen, was wir von denen hal­ten.“
Ima­gi­na­ry Fri­end: „Uff …“

Nun, wie dem auch sei: Von den Toten Hosen gibt es inzwi­schen – wahn­sin­nig Punk­rock-like – eine eige­ne „SingStar“-Edition. Das ist … ach, das ist halt so und wäre mir sicher kei­ne Erwäh­nung wert, wenn man beim Uncle-Sally’s‑Magazin die­ses Com­pu­ter-Spiel nicht von drei fach­kun­di­gen Tes­tern auf Herz und Leber hät­te über­prü­fen las­sen: Nagel, Thees Uhl­mann und Mil­le von Krea­torCam­pi­no bewer­tet das Gan­ze. Das alles als Video hier.

Eigent­lich ist es ganz schreck­lich, aber irgend­wie auch sehr unter­halt­sam. Anders aus­ge­drückt: Näher am Punk waren die Toten Hosen in den letz­ten fünf­zehn, zwan­zig Jah­ren nicht.

[via Tom­te-Blog]

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Digital

Turbojugend Amazonas

Ja, bei Namen, die auf „S“ enden, ist es in der deut­schen Spra­che gera­de­zu unmög­lich, einen halb­wegs ansehn­li­chen Geni­tiv zu bil­den. Gera­de, wenn es auto­ma­tisch erfol­gen soll.

Ich glau­be zwar, dass ein Inter­net­händ­ler, der mir auf­grund mei­ner bis­he­ri­gen Bestel­lun­gen Vor­schlä­ge unter­brei­ten kann, was mir noch so gefal­len könn­te, auch in der Lage sein soll­te, Namen, die auf „S“ enden, ein ein­fa­ches Apo­stroph anzu­hän­gen, aber viel­leicht erwar­te ich auch zu viel von Amazon.de.

Und ohne die­sen char­man­ten Feh­ler hät­te es heu­te gar kei­nen Blog­post gege­ben:

“Lukass Shop” bei amazon.de

P.S.: Soll­te sich Ihnen ein mög­li­cher Witz über­haupt nicht erschlie­ßen und soll­ten Sie die Über­schrift allen­falls als ver­wir­rend emp­fin­den: Igno­rie­ren Sie die­sen Bei­trag ein­fach. Der nächs­te all­ge­mein­ver­ständ­li­che kommt bestimmt.

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Politik

Vorgang wird bearbeitet

Viel­leicht brau­chen wir uns doch nicht so vie­le Sor­gen zu machen um mit­ge­le­se­ne E‑Mails, Vor­rats­da­ten­spei­che­rung und Gedan­ken­kon­trol­le.

Schließ­lich leben wir in einem Land, in dem es die Behör­den nicht mal auf die Rei­he krie­gen, 82 Mil­lio­nen Steu­er­num­mern in time zuzu­tei­len.

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Leben Gesellschaft

Irrtum mütterlicherseits

Babies Of The 80

Ich bin immer sehr vor­sich­tig mit die­sem Gere­de von einer „Gene­ra­ti­on XY“. Einer­seits fin­de ich es absurd, dass alle (oder vie­le) Men­schen, die alle gleich alt sind, mehr gemein haben müss­ten als ihr Geburts­da­tum; ande­rer­seits sind gewis­se äuße­re Ein­flüs­se zu einem bestimm­ten Zeit­punkt natür­lich nicht von der Hand zu wei­sen.

So wür­de ich mal davon aus­ge­hen, dass vie­le (inzwi­schen nicht mehr wirk­lich jun­ge) Män­ner, die Anfang der Acht­zi­ger Jah­re gebo­ren wur­den, unter ande­rem mit fol­gen­den Ansa­gen groß gewor­den sind: Atom­kraft ist doof; Frau­en kön­nen alles genau­so gut wie Män­ner; Kör­ner­bröt­chen sind gesün­der als Toast; man bie­tet alten Men­schen und schwan­ge­ren Frau­en sei­nen Sitz­platz in der Stra­ßen­bahn an; man steht auf, wenn man jeman­dem die Hand gibt; es ist als Mann völ­lig in Ord­nung, zu sei­nen Gefüh­len zu ste­hen, man darf auch ger­ne lan­ge Haa­re haben, aber nie­mals und auf gar kei­nen Fall pin­kelt man im Ste­hen oder lässt die Klo­bril­le hoch­ge­klappt.

Zumin­dest letz­te­res hat man mei­nen Mit­be­woh­nern offen­bar nie erzählt.

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Politik

Jeden Tag so viele nette Leute

Eben schnup­per­te ich mal wie­der über den pünkt­lich um 20 Uhr ver­schick­ten Tages­schau-News­let­ter, der viel char­man­ter ist als irgend­ein Stream, über den sich Lukas mal zur Abwechs­lung nicht lus­tig machen kann. Da stand dann also in ange­nehm unblin­ken­der Fest­brei­ten­schrift fol­gen­des:

* Scha­van will natio­na­les Demenz­zen­trum ein­rich­ten
Immer mehr Men­schen erkran­ken an Alz­hei­mer. Des­halb will die
Bun­des­re­gie­rung jetzt ein natio­na­les Demenz­zen­trum schaf­fen, um das
Pro­blem näher zu erfor­schen. Betrof­fe­nen soll es ein „Leucht­feu­er der
Hoff­nung“ sein, so For­schungs­mi­nis­te­rin Scha­van.

mehr: http://newsletter.tagesschau.de/re?l=6m7680I1oa164Ii

Ich schaff­te es lei­der nur bis zum ers­ten Kom­ma und muss­te los­brül­len vor Lachen. Doch bevor ich den Gedan­ken zuen­de gedacht hat­te, dass ihre Che­fin Ange­la doch schon eine Regie­rung bei­sam­men hät­te, merk­te ich, dass es gar nicht um die ange­mes­se­ne End­la­ge­rung von durch­dre­hen­den Poli­ti­kern ging. Scha­de eigent­lich.