Für einen winzigen Moment habe ich mich verlesen:

Screenshot: musikwoche.de (Nur mit Anmeldung lesbar)
Aber wäre „bereut“ wirklich so abwegig?
Für einen winzigen Moment habe ich mich verlesen:

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Aber wäre „bereut“ wirklich so abwegig?
KQED ist mein Lieblingsradiosender, da gibt’s kein Vertun. Seit ich in den USA gehört habe, was man mit dem Medium Radio so alles anstellen kann, finde ich die deutsche Radiolandschaft endgültig nur noch zum Heulen.
Das heißt für mich: Radiohören geht nur über Internet und um neun Stunden verschoben. Aber natürlich gibt es bei allen Sendern des National Public Radio alle Sendungen hinterher auch als Podcast, was sowohl vorbildlich, als auch sehr fein ist.
Das aber nur als Vorspann zur eigentlichen Geschichte: Wie ich gerade erst festgestellt habe, gibt es von der sehr empfehlenswerten Musiksendung „All Songs Considered“ nicht nur Podcasts und ein umfangreiches Sendungsarchiv, auch viele der Konzerte, die „All Songs Considered“ immer wieder überträgt, stehen im Netz.
Einige kann man „nur“ anhören (darunter Rufus Wainwright, Ben Gibbard, Björk, Arcade Fire und Lily Allen), andere kann man komplett herunterzuladen, wenn man den Podcast abonniert (z.B. Travis, Femi Kuti und ganz aktuell: Rilo Kiley). Es lohnt sich, sich durchs komplette Archiv zu klicken und zu hören.
Wie das mit den Downloads rechtlich geht, ist mir ein bisschen schleierhaft, aber in den USA gibt’s ja auch keine GEMA.
Auslandssemester sind nicht immer nur gut, um sich fachlich etwas weiterzubilden, auch kulturell bringen ein paar Monate in einem anderen Land viele schöne Dinge mit sich. Man lernt andere Menschen kennen, andere Lebensweisen, und manchmal auch neue Musik von Bands, die ganz am Anfang stehen und noch alles vor sich haben.
Es geschah an einem Abend, an dem ich zusammen mit meinen schottischen Mitbewohnerinnen den Fernseher anmachte und die schottische Newcomer-Musiksendung schaute (auch durch längerfristiges googeln habe ich nicht mehr rausfinden können, wie die Sendung hieß und wo sie lief, aber ich nehme an, es war bei der BBC). Es folgte eine Vorschau auf alles, was in der Sendung kommen sollte. Und ein Kommentar meiner Mitbewohnerin Ashley: „Ooooh, The Dykeenies! I know that one guy who’s playing in that band, he used to be one of my classmates!“
Ob sie die Jungs nun kannte oder nicht, ich war auf jeden Fall auf Anhieb hin und weg von dem, was ich da hörte. Um mal ein wenig klassisches Namedropping zu betreiben: Der Sound liegt irgendwo zwischen den Killers, Snow Patrol, Vega 4 und den Kaiser Chiefs. Kraftvoll, überwältigend, melodiös.
Ihr bisher größter Auftritt ein Gig auf der Break Stage beim T in the Park-Festival im schottischen Kinross. Neben ihnen auf der Bühne: The View und Paolo Nutini. Um mal die ungefähren Dimensionen klarzustellen.
Ihr neues Album, „Nothing Means Everything“, ist vor rund einer Woche in Großbritannien auf den Markt geworfen worden. Bei Amazon konnte ich es bisher nicht entdecken, daher werde ich es wohl oder übel importieren müssen. Und mich bis dahin mit dem begnügen, das die Band auf ihrer MySpace-Seite präsentiert. Besonders ans Herz legen kann ich dort „Stitches“, einen Song, der sich auch auf dem eben genannten Album befindet. Und nun los: Anhören! Damit ihr hinterher nicht ankommt und behauptet, ich hätte euch nicht gewarnt…
Bandfoto von Laura McNeice, All Rights Reserved
Filmfans kennen ihn als Schauspieler aus Filmen wie „Absolute Giganten“, „Eierdiebe“ oder „Das Experiment“: Antoine Monot, Jr.
Was viele nicht wissen: Seit 2005 ist er künstlerischer Leiter des Zurich Film Festivals. Das Festival hat sich besonders dem jungen Film verschrieben, in diesem Jahr laufen im Wettbewerb 24 Erst‑, Zweit- oder Drittwerke junger Spiel- und Dokumentarfilmer. Zur Jury unter dem Vorsitz von Produzent Albert S. Ruddy gehören unter anderem Moritz Bleibtreu, Matthew Modine und Dieter Meier von Yello.
Vor dem Start der dritten Auflage am morgigen Donnerstag nahm sich Antoine Monot, Jr. die Zeit, mit uns über die Schweiz, Deutschland, die Magie des Films und „sein“ Festival zu sprechen:
Mein Search-Engine-Optimizer hat mir geraten, mehr User Generated Workflow in einem Mashup zu parsen und Private Equitana im Random Access unter Protection zu halten.
Anders ausgedrückt: Wir probieren mal was ganz crazy neues – eine Videokolumne. Hat es so noch nie gegeben. Nirgends. Wird aber im Erfolgsfalle trotzdem fortgesetzt.
Heute geht’s um ganz heiße Sachen:
[Direktlink zu YouTube]
Meine Mutter grad so im ICQ: „Hier, Sohn, guck Dir das mal an. Hab ich bei YouTube gefunden!“
Ich so: „Mama, was machst Du bei YouTube?“, dann aber auf den Link geklickt und – Waaaaaaaah!
Bitte sehen Sie selbst:
Vor ein paar Wochen habe ich hier schon ein Worte zu der Platte Art of Motion von Andy McKee verloren. Heute möchte ich über meinen Neuerwerb sprechen – das Album Fates von Erik Mongrain. Bei Mongrain handelt sich wie auch bei McKee um einen noch sehr jungen nordamerikanischen Fingerstyle-Artist. Doch während McKee aus Kansas kommt und in einigen seiner Songs gerne ein bisschen rabiater mit seinem Instrument umgeht, holt Mongrain aus seinem Instrument durch eine selbstbeigebrachte Lap-Tapping-Technik auch mal sanftere Töne heraus.
10 Songs gibt es auf seinem Album, das diesen Juni erschienen ist. Dabei zeigt er das volle Spektrum seines Könnens, das ihm scheinbar zugeflogen kommt.
St-Sebastian, Spain, 9 AM. Sitting on stone stairs, underneath the shades of a tree. A pure sun edging out through the leaves, drawing crests of light. My coffee on my left and my guitar on my knees. It’s with a heart filled with joy that these melodies came to me… and I played!
Als 14-Jähriger begann Mongrain mit dem Gitarrespielen; ähnlich wie der bereits erwähnte McKee, begann auch er zunächst mit dem Spielen von Metallica-Songs, bis er dann mit der klassischen Musik von Bach in Berührung kam und nach einem inspirierenden Gespräch mit Don Ross selbst zu Komponieren begann.
Vielleicht stehe ich etwas alleine da, aber diese Fingerstyle-Gitarristen haben es mir irgendwie angetan. Wenn man selbst seit Jahren dieses Instrument spielt, aber nicht im Entferntesten solche Harmonien spielen kann, dann weiß man wohl dieses einzigartige Talent zu bewundern;)
Lukas: „Was halten wir eigentlich von den Toten Hosen?“
Imaginary Friend: „Uff! Hmmm, na ja …“
Lukas: „… damit aufgewachsen sind wa ja schon. Irgendwie. Nich?“
Imaginary Friend: „Das mag sein. Aber Campino geht doch gar nicht.“
Lukas: „Wenn wir gleich alle deutschen Bands scheiße finden würden, deren Sänger ein zu großes Mitteilungsbedürfnis haben und jede Talkshow und jede Gazette volllabern, dann könnten wa aber nur noch Kraftwerk hören. Sieh’s mal so!“
Imaginary Friend: „Warum verteidigst Du denn hier die Toten Hosen?“
Lukas: „Tu ich gar nicht. Ich wollte nur wissen, was wir von denen halten.“
Imaginary Friend: „Uff …“
Nun, wie dem auch sei: Von den Toten Hosen gibt es inzwischen – wahnsinnig Punkrock-like – eine eigene „SingStar“-Edition. Das ist … ach, das ist halt so und wäre mir sicher keine Erwähnung wert, wenn man beim Uncle-Sally’s‑Magazin dieses Computer-Spiel nicht von drei fachkundigen Testern auf Herz und Leber hätte überprüfen lassen: Nagel, Thees Uhlmann und Mille von Kreator – Campino bewertet das Ganze. Das alles als Video hier.
Eigentlich ist es ganz schrecklich, aber irgendwie auch sehr unterhaltsam. Anders ausgedrückt: Näher am Punk waren die Toten Hosen in den letzten fünfzehn, zwanzig Jahren nicht.
[via Tomte-Blog]
Ja, bei Namen, die auf „S“ enden, ist es in der deutschen Sprache geradezu unmöglich, einen halbwegs ansehnlichen Genitiv zu bilden. Gerade, wenn es automatisch erfolgen soll.
Ich glaube zwar, dass ein Internethändler, der mir aufgrund meiner bisherigen Bestellungen Vorschläge unterbreiten kann, was mir noch so gefallen könnte, auch in der Lage sein sollte, Namen, die auf „S“ enden, ein einfaches Apostroph anzuhängen, aber vielleicht erwarte ich auch zu viel von Amazon.de.
Und ohne diesen charmanten Fehler hätte es heute gar keinen Blogpost gegeben:

P.S.: Sollte sich Ihnen ein möglicher Witz überhaupt nicht erschließen und sollten Sie die Überschrift allenfalls als verwirrend empfinden: Ignorieren Sie diesen Beitrag einfach. Der nächste allgemeinverständliche kommt bestimmt.
Vielleicht brauchen wir uns doch nicht so viele Sorgen zu machen um mitgelesene E‑Mails, Vorratsdatenspeicherung und Gedankenkontrolle.
Schließlich leben wir in einem Land, in dem es die Behörden nicht mal auf die Reihe kriegen, 82 Millionen Steuernummern in time zuzuteilen.

Ich bin immer sehr vorsichtig mit diesem Gerede von einer „Generation XY“. Einerseits finde ich es absurd, dass alle (oder viele) Menschen, die alle gleich alt sind, mehr gemein haben müssten als ihr Geburtsdatum; andererseits sind gewisse äußere Einflüsse zu einem bestimmten Zeitpunkt natürlich nicht von der Hand zu weisen.
So würde ich mal davon ausgehen, dass viele (inzwischen nicht mehr wirklich junge) Männer, die Anfang der Achtziger Jahre geboren wurden, unter anderem mit folgenden Ansagen groß geworden sind: Atomkraft ist doof; Frauen können alles genauso gut wie Männer; Körnerbrötchen sind gesünder als Toast; man bietet alten Menschen und schwangeren Frauen seinen Sitzplatz in der Straßenbahn an; man steht auf, wenn man jemandem die Hand gibt; es ist als Mann völlig in Ordnung, zu seinen Gefühlen zu stehen, man darf auch gerne lange Haare haben, aber niemals und auf gar keinen Fall pinkelt man im Stehen oder lässt die Klobrille hochgeklappt.
Zumindest letzteres hat man meinen Mitbewohnern offenbar nie erzählt.
Eben schnupperte ich mal wieder über den pünktlich um 20 Uhr verschickten Tagesschau-Newsletter, der viel charmanter ist als irgendein Stream, über den sich Lukas mal zur Abwechslung nicht lustig machen kann. Da stand dann also in angenehm unblinkender Festbreitenschrift folgendes:
* Schavan will nationales Demenzzentrum einrichten
Immer mehr Menschen erkranken an Alzheimer. Deshalb will die
Bundesregierung jetzt ein nationales Demenzzentrum schaffen, um das
Problem näher zu erforschen. Betroffenen soll es ein „Leuchtfeuer der
Hoffnung“ sein, so Forschungsministerin Schavan.
Ich schaffte es leider nur bis zum ersten Komma und musste losbrüllen vor Lachen. Doch bevor ich den Gedanken zuende gedacht hatte, dass ihre Chefin Angela doch schon eine Regierung beisammen hätte, merkte ich, dass es gar nicht um die angemessene Endlagerung von durchdrehenden Politikern ging. Schade eigentlich.