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Hebt die Gläser für John Keating

Ges­tern, auf dem Weg nach hau­se, hat­te ich die Idee, „Reiß die Trau­er aus den Büchern“ von Jupi­ter Jones zum heu­ti­gen Song des Tages zu machen. Zum einen, weil es auch nach zehn Jah­ren immer noch ein unglaub­lich guter Song ist, aber auch ein biss­chen, um mich und alle ande­ren dar­an zu erin­nern, wie die­se Band mal ange­fan­gen hat. Und wegen der Text­zei­le „Hebt die Glä­ser für John Kea­ting“.

Heu­te erwach­te ich zu der Nach­richt, dass Robin Wil­liams, der den Leh­rer John Kea­ting in Peter Weirs „Der Club der toten Dich­ter“ gespielt hat­te, gestor­ben ist.

Wir haben „Der Club der toten Dich­ter“ in der zehn­ten Klas­se im Deutsch­un­ter­richt gele­sen, was inso­fern ein biss­chen absurd ist, weil es sich um ein ursprüng­lich eng­lisch­spra­chi­ges Buch han­del­te, das auf Grund­la­ge des Dreh­buchs zu einem Hol­ly­wood-Film geschrie­ben wur­de. Und „gele­sen“ habe ich es, wie unge­fähr alle Lek­tü­ren in der Schul­zeit, allen­falls quer. Natür­lich haben wir uns auch den Film ange­se­hen, von dem ich weni­ger über Lite­ra­tur gelernt habe (noch heu­te wer­de ich mit Lyrik nicht so rich­tig warm), aber viel über unpas­sen­de Syn­the­si­zer-Klän­ge und über Pathos.

Die Schluss­sze­ne, wenn die Schü­ler auf ihre Tische stei­gen und die ers­te Zei­le aus Walt Whit­mans „O Cap­tain! My Cap­tain!“ rezi­tie­ren, wäh­rend Ihr Leh­rer John Kea­ting abbe­ru­fen wird, traf mich mit unge­heu­rer Wucht ins Herz. Sie sorg­te dafür, dass ich im Real Life häu­fig von Abschie­den etwas ent­täuscht war, weil sie mit die­ser Fik­ti­on nicht mit­hal­ten konn­ten. Ich sehe eine direk­te Linie zwi­schen die­ser Sze­ne und mei­ner Begeis­te­rung für leicht melo­dra­ma­ti­sche ame­ri­ka­ni­sche Pop­kul­tur („Dawson’s Creek“, Springsteen, Bücher von John Green) und für die Lie­der von Tom­te. Schon an nor­ma­len Tagen kann ich die­se Sze­ne nicht anschau­en, ohne Gän­se­haut und feuch­te Augen zu bekom­men.

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Mei­ne ers­te rich­ti­ge „Begeg­nung“ mit Robin Wil­liams lag zu die­ser Zeit schon fünf Jah­re zurück: Mit zehn hat­te ich „Mrs. Doubt­fi­re“ gese­hen und für eini­ge Jah­re zu mei­nem Lieb­lings­film erko­ren. Ich muss den Film in die­ser Zeit buch­stäb­lich Dut­zen­de Male gese­hen haben.

Robin Wil­liams spielt dar­in den Vater Dani­el Hil­lard, der sei­ne Kin­der nach der Tren­nung von sei­ner Frau zu sel­ten sehen darf und sich des­halb als Kin­der­mäd­chen ver­klei­det, um ihnen den­noch nahe sein zu kön­nen. Ich bezweif­le, dass mir das als Zehn­jäh­ri­gem auf­ge­fal­len ist und es ist schon Jah­re her, dass ich den Film zuletzt gese­hen habe, aber in der Erin­ne­rung ist es eine unglaub­li­che Mischung aus Kla­mauk und Warm­her­zig­keit, die die­sen Film aus­macht — und aus schreck­li­chen 90er-Jah­re-Kla­mot­ten.

Die jetzt zitier­ten essen­ti­el­len Robin-Wil­liams-Fil­me wie „König der Fischer“ oder „Hook“ habe ich nie gese­hen, aber vie­le ande­re: „Juman­ji“, „Good Mor­ning, Viet­nam“, „Good Will Hun­ting“ und die deut­lich düs­te­re­ren „One Hour Pho­to“ und „Insom­nia“, in denen er den Psy­cho­pa­then hin­ter der Mas­ke des net­ten Jeder­manns gab. Wer, wie ich, die Fil­me über­wie­gend der deut­schen Syn­chron­fas­sung ken­nen­ge­lernt hat, für den ist Wil­liams‘ Gesicht untrenn­bar mit der Stim­me von Peer Augus­t­in­ski ver­knüpft, der zwi­schen­durch nach einem Schlag­an­fall lan­ge pau­sie­ren muss­te. Es ist sicher­lich nicht ein­fach, jeman­den wie Wil­liams zu spre­chen, der in den alber­nen Sze­nen selbst stän­dig die Stim­me wech­sel­te und in ande­ren Momen­ten eine unge­heu­re Weis­heit, Ruhe und Melan­cho­lie aus­strah­len konn­te, aber Augus­t­in­ski hat dies meis­ter­haft gemacht.

Robin Wil­liams war irgend­wie immer in Sicht­wei­te, so wie der etwas merk­wür­di­ge Onkel in einer Fami­lie, von dem man mal gute, mal schlech­te Nach­rich­ten hört: in den letz­ten Jah­ren las man von einem Ent­zug, einer Herz-OP und von einem Come­di­an, der nach Jahr­zehn­ten des Strau­chelns mit sich selbst im Rei­nen schien. Sei­ne neue TV-Serie „The Cra­zy Ones“ – von der ich Dank der Kurz­at­mig­keit von Pro­Sie­ben eine Fol­ge gese­hen habe – wur­de nach nur einer Staf­fel ein­ge­stellt, aber es gab wohl recht kon­kre­te Plä­ne für eine Fort­set­zung von „Mrs. Doubt­fi­re“.

Robin Wil­liams ist im Alter von 63 Jah­ren gestor­ben. Er litt offen­bar an Depres­sio­nen, was einen Rei­gen von „Trau­ri­ger Clown“-Artikeln nach sich zie­hen dürf­te. Dabei war er deut­lich mehr als nur das.

Hebt die Glä­ser für Robin Wil­liams!

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Rundfunk Digital

Dieser Text soll wütend machen

Ich habe ange­fan­gen, einen Text zu ver­fas­sen. Unglaub­lich, was dann pas­sier­te.

Man weiß ja eigent­lich, dass eine Sache pop­kul­tu­rell durch ist, wenn die Par­odien dar­auf anfan­gen, einem mas­siv auf den Sack zu gehen. 1 Die Num­mer mit dem „Hef­tig­style“ ist also eigent­lich durch.

Der „Hef­tig­style“ ist benannt nach dem „sti­lis­ti­schen“ Vor­bild heftig.co, einer Inter­net­sei­te, die es sich zum Ziel gesetzt hat, bun­te Mel­dun­gen von ande­ren, inter­na­tio­na­len Trash-Por­ta­len zusam­men­zu­klau­ben, die­se grob ins Deut­sche zu über­set­zen und mit plum­pen Anrei­ßer­tex­ten in Sozia­len Netz­wer­ken zu streu­en. Unge­fähr alles, was man über die­se Web­site wis­sen muss, die vom guten Anstand über die Prin­zi­pi­en des Kapi­ta­lis­mus bis hin zum gerings­ten sprach­li­chen Emp­fin­den ein­fach alles belei­digt, hat der Herm schon vor drei Mona­ten auf­ge­schrie­ben. In mei­nen eige­nen Social-Net­work-Feeds tau­chen Mel­dun­gen von „Hef­tig“ auf­fal­lend sel­ten auf, was ich sehr gut fin­de, aber die Seu­che greift um sich – immer mehr (meist eben­falls unse­riö­se) Inter­net­por­ta­le beteasern ihre Arti­kel in „Heftig“-Manier. Einen gro­ben Über­blick über die­se Höl­le lie­fert der inzwi­schen schon wie­der etwas ver­waist erschei­nen­de tumb­lr „hef­tig­style“.

For­mu­lie­run­gen wie „Die­ser Elf­me­ter­schüt­ze möch­te beson­ders ange­ben. Doch was dann folgt, ist ein­fach zum Lachen.“ machen mich so unfass­bar aggres­siv wie sonst nur trop­fen­de Was­ser­häh­ne über Edel­stahl­spü­len. Ich brauch­te ein paar Wochen mit mir und mei­nen Gefüh­len um zu begrei­fen, war­um das so ist. Dann wur­de mir klar: Es ist die völ­li­ge Bevor­mun­dung des Lesers. Er soll schon vor der Lek­tü­re des gan­zen (meist lächer­lich kur­zen) Arti­kels wis­sen, wie er zu reagie­ren hat – im kon­kre­ten Fall Lachen. Mal davon ab, dass die wenigs­ten als beson­ders lus­tig ange­prie­se­nen Geschich­ten die ent­stan­de­ne Erwar­tungs­hal­tung erfül­len kön­nen, ist das für mich auf eine Art aus­ge­präg­te Men­schen­ver­ach­tung. Es ist irgend­wie noch schlim­mer als Fast-Food-Ver­pa­ckung, auf die groß „Lecker!“ gedruckt ist, es ist die maxi­ma­le Unter­for­de­rung des Rezi­pi­en­ten.

Das Law-and-Order-For­mat „Ach­tung Kon­trol­le“ auf Kabel Eins arbei­tet mit den glei­chen rhe­to­ri­schen Mit­teln, wenn die lai­en­schau­spie­lern­den Poli­zis­ten oder Steu­er­fahn­der eben­so leb- wie lieb­los Satz­kon­struk­tio­nen able­sen, die unge­fähr so gehen: „Ich habe den Mann dann noch mal auf­ge­sucht und was ich dann sah, hat mich wirk­lich über­rascht.“ Dar­auf folgt die nach­ge­stell­te Sze­ne, in der der Ord­nungs­hü­ter den Mann noch ein­mal auf­sucht und dann etwas sieht, was ihn wirk­lich über­rascht. Nor­mal ent­wi­ckel­te Fünf­jäh­ri­ge wür­den die­sen Ablauf kor­rekt ver­ste­hen und ein­ord­nen, aber für die angeb­lich erwach­se­nen Zuschau­er, die die Macher die­ser Sen­dung offen­bar für lern­be­hin­der­te Matsch­kar­tof­feln auf dem hei­mi­schen Sofa hal­ten, wird das schön erklärt – und nach der Wer­be­pau­se noch mal vom Off-Spre­cher wie­der­holt.

Klar, wir Aka­de­mi­ker könn­ten uns jetzt schön zurück­leh­nen und sagen: „Das ist halt Trash-TV fürs Trash-Volk. Bil­dungs­fer­ne Schich­ten, Hartz IV, Dosen­bier – die sind halt doof.“ Also genau das, was sich die Pro­du­zen­ten sol­cher TV-Sen­dun­gen in all ihrer Über­heb­lich­keit – und der dar­aus fol­gen­den Men­schen­ver­ach­tung – auch den­ken. Aber ich wei­ge­re mich, das zu glau­ben. Bil­ly Wil­der hat mal gesagt, 2 man dür­fe den Zuschau­er nicht unter­schät­zen bzw. unter­for­dern, er sei schlau genug, eins und eins selb­stän­dig zusam­men­zu­zäh­len.

Bei „Tages­schaum“ hat­ten wir spa­ßes­hal­ber mal das Mis­si­on State­ment „Wir wol­len den Zuschau­er auf meh­re­ren Ebe­nen über­for­dern“ for­mu­liert – und die­ses Ver­spre­chen sicher­lich auch oft genug ein­ge­löst. 3 Ich habe erst mit der Zeit begrif­fen, dass es beim Fern­se­hen wirk­lich außer­ge­wöhn­lich ist, gewis­se Fak­ten als bekannt vor­aus­zu­set­zen und den Zuschau­er vor allem mal eige­ne Schlüs­se zie­hen zu las­sen. Man kann ja heu­te kaum noch eine Nach­rich­ten­sen­dung schau­en, in denen Auf­nah­men von hun­gern­den Kin­dern, ver­trie­be­nen Men­schen oder den Aus­wir­kun­gen von Natur­ka­ta­stro­phen nicht als „schlim­me Bil­der“ anmo­de­riert wer­den – ganz so, als wäre das Publi­kum nicht selbst in der Lage, das Gezeig­te als schlimm ein­zu­ord­nen.

Womög­lich bin ich da allei­ne, aber ich füh­le mich von sol­chen Erklä­run­gen immer bevor­mun­det – genau­so übri­gens wie von den meis­ten Auf­lö­sun­gen in Kri­mis. Da haben die Autoren im ers­ten und zwei­ten Akt schön ihre Fähr­ten gelegt und Hin­wei­se gege­ben, 4 und dann wird im drit­ten Akt noch mal eine Rück­blen­de abge­feu­ert, damit auch der größ­te Depp (aus Sicht der Macher: der Zuschau­er an sich) begreift, was ambach ist.

Ich möch­te hier noch mal in Betracht zie­hen, dass ich der ein­zi­ge Mensch auf der Welt bin, dem es so geht, aber ich den­ke bei Fil­men oder Roma­nen lie­ber „Das habe ich jetzt nicht ver­stan­den, da hät­te ich bes­ser auf­pas­sen müs­sen, mein Feh­ler!“ als „Ja-haaa! Ich hab’s ver­stan­den!“. Ich weiß noch, wie wütend ich beim Sehen von Quen­tin Taran­ti­nos „Ing­lou­rious Bas­ter­ds“ an einer Stel­le wur­de: In einer Gast­stät­te hat­te sich ein Bri­te als Deut­scher aus­ge­ge­ben, tadel­lo­ses Deutsch gespro­chen und war doch auf­ge­flo­gen. Er hat­te beim Bestel­len von drei Glä­sern Scotch den Zeige‑, Mit­tel- und Ring­fin­ger hoch­ge­hal­ten – ein ech­ter Deut­scher wür­de die Zahl Drei aber mit Dau­men, Zei­ge- und Mit­tel­fin­ger anzei­gen. Man sieht in der Sze­ne, wie August Diehl Micha­el Fass­ben­ders Fin­ger anstarrt und sein Gehirn rat­tert. Selbst wenn man nicht mit den kul­tu­rel­len Unter­schie­den des fin­ger-coun­tings ver­traut ist, gehen an die­ser Stel­le qua­si alle Sire­nen an und der Satz „Hier stimmt etwas nicht, Ihr seid auf­ge­flo­gen!“ läuft in Lauf­schrift über Diehls Stirn. 5 Und trotz­dem hielt Taran­ti­no (womög­lich: hiel­ten die Pro­du­zen­ten) es für not­wen­dig, die Sache mit den Fin­gern spä­ter noch ein­mal im Dia­log auf­zu­lö­sen. Damit auch der Letz­te begreift, war­um die Tar­nung auf­ge­flo­gen ist.

Man hört ja immer wie­der davon, dass vie­le Men­schen, allen vor­an natür­lich Schul­kin­der, nicht mehr in der Lage sei­en, ein­fa­che Tex­te sinn­ent­neh­mend zu lesen. Klar: Wenn ich dar­an gewöhnt bin bzw. wer­de, dass eine über­ra­schen­de Wen­dung als sol­che gekenn­zeich­net wird oder dass trau­ri­ge Musik anschwillt, wenn etwas trau­ri­ges pas­siert, dann wird es schwie­rig, wenn sich plötz­lich der Asphalt vor mir auf­tut und der Tage­bruch nicht „Über­ra­schung!“ schreit und die Musik aus­bleibt, wenn der Hams­ter stirbt. Da bedarf es schon ein biss­chen Vor­wis­sen und Trans­fer­leis­tung, um das von sel­ber auf die Ket­te zu krie­gen.

Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker wür­den jetzt erklä­ren, dass es Wunsch und Auf­trag von Regie­rung und/​oder Wer­be­kun­den sei, das Volk dumm zu hal­ten, aber ich fürch­te, die Erklä­rung ist wie so oft viel ein­fa­cher, also schlim­mer: Irgend­wel­che Con­trol­ler haben in irgend­wel­chen Umfra­gen her­aus­ge­fun­den, wie man mit noch weni­ger eige­nem Auf­wand noch mehr Leu­te errei­chen kann, die sich schon so sehr dar­an gewöhnt haben, für Toast­brot gehal­ten zu wer­den, dass es sie gar nicht mehr auf­regt.

  1. Das ist in der Regel der Moment, in dem Radio­sen­der anfan­gen, die betref­fen­de Sache in ihr „Comedy“-Repertoire auf­zu­neh­men.[]
  2. Sinn­ge­mäß, ich fin­de das Zitat lei­der auf die Schnel­le nicht mehr wie­der, es ist aber irgend­wo im Wil­der-Buch von Hell­muth Kara­sek zu fin­den.[]
  3. Und, klar: Unse­re Quo­ten konn­ten nicht mit denen von „Ach­tung Kon­trol­le“ mit­hal­ten.[]
  4. Inzwi­schen muss man ja schon froh sein, wenn das noch halb­wegs natür­lich geschieht und nicht irgend­wel­che Ein­blen­dun­gen auf­pop­pen, auf denen „Ach­tung! Die­se Infor­ma­ti­on wird gleich noch wich­tig!“ steht.[]
  5. Damit wir uns nicht falsch ver­ste­hen: August Diehl macht in die­sem Film einen phan­tas­ti­schen Job. Ich fand ihn fast noch bes­ser als Chris­toph Waltz.[]
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Musik

Song des Tages: Estrich Boy – Saving The End Of Summer

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Zum ers­ten Mal gehört:

Anfang 2003, als der Song auf der Band­home­page zum kos­ten­lo­sen Down­load zur Ver­fü­gung stand. Glaube/​Hoffe ich.

Wer musi­ziert da? Est­rich Boy, eine nach einer Bau­ma­schi­ne benann­te Band aus der nie­der­rhei­ni­schen Retor­ten­stadt Voer­de. Eine Band, die schon mehr­fach den gro­ßen Durch­bruch hät­te schaf­fen sol­len, dies aber lei­der noch nicht geschafft hat. Was aus denen wohl gewor­den ist? Über die Bedeu­tung Voer­des (und dort: ins­be­son­de­re die der „Sto­cku­mer Schu­le“ und des Clubs „Rol­ling Stone“, spä­ter „Index“ und „The Ham­bur­ger Schu­le Club“) für die Musik­sze­ne sind mei­nes Erach­tens übri­gens noch nicht genug Bücher geschrie­ben wor­den. Das gilt es nach­zu­ho­len, mit Dins­la­ken als ver­gleichs­wei­se kur­zem Kapi­tel.

War­um gefällt mir das? Das ist die Musik, die wir damals „Emo“ nann­ten, und die sich auch genau­so anfühl­te. Das Lied fiel in die Zeit von Zivil­dienst und War­ten auf den Stu­di­en­be­ginn, in der Zei­len wie „The­re is so much to do /​ So I bet­ter don’t do any­thing at all /​ I’d bet­ter do not­hing“ per­fekt pass­ten. Ich lie­be es, wie sich die­ses Lied immer wei­ter stei­gert und die Gitar­ren in jedem Durch­gang von Stro­phe und Refrain neu klin­gen und mit ande­ren Rhyth­men um die Ecke kom­men.

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Song des Tages: The Divine Comedy – Perfect Lovesong

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Zum ers­ten Mal gehört:

Auf dem Hald­ern Pop 2001 (das mit dem bes­ten Line-Up aller Zei­ten: Tra­vis, The Divi­ne Come­dy, Neil Finn, Star­sail­or, Muse [damals noch gut], Slut, Black­mail, …), danach den gan­zen Som­mer über. Auch heu­te über­kommt mich ein sehr ent­spannt-som­mer­li­ches Gefühl, wenn ich den Song und das dazu­ge­hö­ri­ge Album „Rege­ne­ra­ti­on“ höre.

Wer musi­ziert da? Der Nord­ire Neil Han­non und eine wech­seln­de Trup­pe Musi­ker, bes­ser bekannt als The Divi­ne Come­dy.

War­um gefällt mir das? Zunächst ein­mal ist es musi­ka­lisch zucker­süß, ohne weh zu tun, aber ich lie­be auch die­se text­li­che Meta-Ebe­ne: Es ist ein Lied übers Song­schrei­ben und über die Wir­kung von Musik (Han­non hat­te das bei „Songs Of Love“ zuvor schon mal gemacht). Und dann ist da noch der ein­zi­ge mir bekann­te Ein­satz einer Block­flö­te in der Pop­mu­sik über­haupt!

Außer­dem erin­nert mich das Lied an die Zei­ten, als das Hald­ern Pop Fes­ti­val der jähr­li­che Fix­punkt in mei­nem Kalen­der war. Ich habe dort groß­ar­ti­ge Auf­trit­te gese­hen und eini­ge Musi­ker inter­viewt – dar­un­ter 2006 auch Neil Han­non. Obwohl die Besu­cher­zah­len gleich blei­ben, ist mir das Fes­ti­val mit den Jah­ren zu groß gewor­den: Zu vie­le Büh­nen, zu früh aus­ver­kauft, zu vie­le Hips­ter. Ich ver­ste­he inzwi­schen auch nicht mehr, war­um man die gan­ze Tech­nik auf eine (zuge­ge­be­ner­ma­ßen idyl­li­sche) Wie­se ver­frach­tet, wo man in neun von zehn Jah­ren Pech mit dem Wet­ter hat, anstatt Kon­zer­te in der dafür vor­ge­se­he­nen Infra­struk­tur abzu­hal­ten. Fes­ti­vals sind eben was für Men­schen unter 30 – aber wenn ich noch ein­mal zu einem hin­fah­ren soll­te, dann wahr­schein­lich zum Hald­ern. Die­ses Jahr jedoch nicht (obwohl das Line-Up mit Pat­ti Smith, First Aid Kit, Conor Oberst, Fink, Ale­xi Mur­doch, Grant Hart und Sun Kil Moon end­lich mal wie­der recht gelun­gen ist). Viel Spaß!

PS: Es schmerzt auch nach mehr als zwölf Jah­ren noch, das Viva-Zwei-Logo in dem Video da oben zu sehen!

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Musik

Song des Tages: Ben Folds – Still Fighting It

Sor­ry, da ist die Serie jetzt mal ganz amt­lich geris­sen. Aber es gibt ein­fach auch wich­ti­ge­re Din­ge, als irgend­wel­chen Kram ins Inter­net zu schrei­ben!

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Zum ers­ten Mal gehört: Am Mit­tag des 24. August 2001, als ich end­lich das Rezen­si­ons­exem­plar von „Rockin‘ The Sub­urbs“ in den Hän­den hielt, des für den 11. Sep­tem­ber ange­kün­dig­ten Solo­de­büts von Ben F… aber das hab ich ja alles schon mal auf­ge­schrie­ben.

Wer musi­ziert da? Ben Folds, damals frisch geba­cke­ner Ex-Band­lea­der des inzwi­schen wie­der­ver­ei­nig­ten Tri­os Ben Folds Five, und einer mei­ner ganz gro­ßen musi­ka­li­schen Hel­den.

War­um gefällt mir das? It’s Ben Folds, stu­pid! Außer­dem ist „Ever­y­bo­dy knows it sucks to grow up /​ But ever­y­bo­dy does“ eine der bes­ten, all­ge­mein­gül­ti­gen Zusam­men­fas­sun­gen vom Erwach­sen­wer­den, aber gleich­zei­tig auch sehr trös­tend. Und auch musi­ka­lisch ist das ja wohl aller­ers­te Güte – vor allem wenn man bedenkt, was jun­ge Eltern sonst so ver­zap­fen. Fast 13 Jah­re lang hab ich davon geträumt, den Song eines Tages mei­nem Sohn vor­zu­spie­len oder ‑sin­gen. Er fand’s glaub ich ganz okay.

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Song des Tages: Lori McKenna – Never Die Young

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Zum ers­ten Mal gehört:

Im Som­mer 2009, als ich im Fern­se­hen zufäl­lig eine Doku­men­ta­ti­on sah, von der ich ers­tens nicht mehr weiß, wor­um es genau ging, und die ich zwei­tens trotz län­ge­rer Recher­che nicht mehr wie­der­ge­fun­den habe. Am Ende war jeden­falls die (kran­ke) Haupt­per­son gestor­ben, die­ser Song lief und ich saß da mit gro­ßen Augen und Kloß im Hals und muss­te das Lied dann auch sofort haben. Es ist seit­dem immer auf mei­nem iPod.

Wer musi­ziert da? Eine ame­ri­ka­ni­sche Singer/​Songwriterin, von der ich sonst exakt nichts ken­ne oder weiß, aber wir kön­nen den Wiki­pe­dia-Ein­trag mal zusam­men durch­ge­hen.

War­um gefällt mir das? Das ist nicht mehr melan­cho­lisch, das ist nur noch abgrund­tief trau­rig. Man kann sich die Dra­men und die Trau­er hin­ter den Lyrics nur vor­stel­len, aber irgend­wo schwingt da am Ende doch noch Hoff­nung mit. Eigent­lich braucht man nach dem Lied einen Schnaps, um sich wie­der zu beru­hi­gen.

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Song des Tages: Andrew McMahon – Cecilia And The Satellite

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Zum ers­ten Mal gehört:

Vor unge­fähr einer hal­ben Stun­de. Seit­dem auf hea­vy rota­ti­on.

Wer musi­ziert da? And­re McMa­hon, der frü­he­re Sän­ger von Some­thing Cor­po­ra­te und Jack’s Man­ne­quin, der mich jetzt schon seit mehr als zehn Jah­ren mit sei­ner Musik durch mein Leben beglei­tet und dem ich mich sehr ver­bun­den füh­le.

War­um gefällt mir das? Nun ja: Es ist Andrew McMa­hon. Das Lied rich­tet sich an sei­ne Toch­ter Ceci­lia, die im Febru­ar gebo­ren wur­de, und auch wenn es fast immer rich­tig schief geht, wenn Musi­ker Lie­der für oder über ihre Kin­der schrei­ben, bin ich froh, dass es bei Andrew McMa­hon fast so gut gegan­gen ist wie bei mei­nem ande­ren Pia­no-Hel­den, Ben Folds.

Andrew McMa­hon hat zu dem Song ein paar Liner Notes ver­öf­fent­licht, die ich an die­ser Stel­le nicht unzi­tiert las­sen möch­te:

I’ve been wri­ting music most of my life. Songs have always been the place whe­re I’ve sor­ted out the events of day. If you trace the­se songs back far enough they tell a sto­ry of whe­re I’ve been and what I’ve seen along the way. That said, most peo­p­le don’t have the time to sort through the hundreds of songs that have coll­ec­ted in the wake of my 20 plus years behind a pia­no, and that’s why I love „Ceci­lia and the Satel­li­te“. As a song it encap­su­la­te so much living against the back drop of a new life. Ceci­lia was writ­ten with the know­ledge that my wife and I would soon meet our first child. With the hope of avo­i­ding ter­ri­to­ry this type of song often treads, I tried to crea­te a road map of the life I had lived lea­ding up to that moment. One my daugh­ter might look back on some day. A stran­ge life of con­stant moti­on, spent tra­ve­ling in the pur­su­it of music. A life I’ve near­ly lost on more than one occa­si­on and one which I am thank­ful for, now more than ever. Deep down this song is about more than me and whe­re I’ve been, it’s about more than my daugh­ter and what I want for her. It’s about being proud of whe­re you come from and wan­ting the most for the peo­p­le you share your world with.

Die Pro­duk­ti­on ist (wie schon bei Andrew McMa­hons Solo-Debüt-EP „The Pop Under­ground“) viel­leicht ein biss­chen sehr plas­tik­haft und elek­tro­nisch, aber: Die­ses „Such Gre­at Heights“-Pulsieren! Die­se Trom­meln-und-Chö­re-Pas­sa­ge! Satel­li­ten! Das ist Musik, genau für mich gemacht.

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Musik

Song des Tages: Sugababes – About You Now

Ver­dammt! Nach nur neun Tagen ist die Serie schon zum ers­ten Mal geris­sen!

Ich könn­te mich jetzt raus­re­den, dass ich ges­tern zu beschäf­tigt war, aber die fünf Minu­ten hät­te ich ja eigent­lich auch noch Zeit gehabt.

Aber machen wir ein­fach wei­ter, als wäre nichts gesche­hen:

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Suga­ba­bes – About You Now – MyVi­deo

Zum ers­ten Mal gehört: Irgend­wann im Herbst 2007 ver­mut­lich, zur Ver­öf­fent­li­chung von „Chan­ge“, dem fünf­ten Album der Suga­ba­bes.

Wer musi­ziert da? Die bri­ti­sche Girl­group Suga­ba­bes in ihrer drit­ten Inkar­na­ti­on (Kei­sha, Hei­di und Amel­le). Zwei der Grün­dungs­mit­glie­der hat­ten die Band damals schon ver­las­sen, seit 2009 sind alle drei weg. Auf dem sieb­ten Suga­ba­bes-Album besteht die Band also aus drei kom­plett ande­ren Frau­en als auf dem ers­ten, wohin­ge­gen die drei Ori­gi­nal­mit­glie­der (Mutya, Kei­sha und Siob­han) seit 2011 wie­der in einer neu­en Band (Mutya Kei­sha Siob­han) Musik machen. Das ist so herr­lich absurd, dass nicht mal die Beach Boys und Jour­ney da mit­hal­ten kön­nen.

War­um gefällt mir das? Das fängt schon mit die­sem (zuge­ge­be­ner­ma­ßen sehr plas­tik­haf­ten) Beat an, der auf­fal­len­de Par­al­le­len zum Intro von „Hard To Explain“ von den Strokes auf­weist, hin­zu kom­men die­se Gitar­ren und dann die­ser Refrain, der noch mal eine Schüp­pe drauf­legt. Es ist nicht der bes­te Suga­ba­bes-Song (das ist ver­mut­lich „Over­load“, viel­leicht auch „Push The But­ton“), aber es ist ein­fach ein rund­her­um gelun­ge­ner Pop­song, so wie „Sin­ce U Been Gone“ von Kel­ly Clark­son und „Call Me May­be“ von Car­ly Rae Jep­sen. Wir haben den Song damals mit Occi­dent ein­ge­übt, aber nie live gespielt, wes­we­gen ich auch heu­te noch den kom­plet­ten Text mit­sin­gen kann.

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Song des Tages: Fucked Up – No Epiphany

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Zum ers­ten Mal gehört:

Im Som­mer 2009, als ich mir das Album „The Che­mis­try Of Com­mon Life“ nach zahl­rei­chen Emp­feh­lun­gen end­lich gekauft hat­te.

Wer musi­ziert da? Eine Band, deren Namen man im ame­ri­ka­ni­schen Radio gar nicht nen­nen darf — sind aber auch Kana­di­er. Die Live­shows der Band rund um Front­mann Dami­an Abra­ham müs­sen ein Erleb­nis sein. Ich hab lei­der noch kei­ne besucht.

War­um gefällt mir das? Ich mag die­se Kom­bi­na­ti­on aus den lau­ten Gitar­ren und dem Geschrei auf der einen und die engels­glei­chen Chö­re auf der ande­ren Sei­te. Der Song strotzt – wie eigent­lich alle Songs von Fucked Up, die ich ken­ne – nur so vor Ener­gie.

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Song des Tages: Ini Kamoze – Here Comes The Hotstepper

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Zum ers­ten Mal gehört:

Ich hät­te jetzt „auf Eins­li­ve“ gesagt, aber das kommt chro­no­lo­gisch nicht hin. Dann war es ver­mut­lich „Hit Clip“. Jeden­falls erin­ne­re ich mich noch dar­an, dass mein Onkel, als ich ihn im April 1995 zum ers­ten Mal in San Fran­cis­co besuch­te, den Sound­track zu Robert Alt­mans „Prêt-à-Por­ter“ auf­leg­te und die­ser Song durch sein Apart­ment schall­te (wor­an ich selbst­ver­ständ­lich jedes Mal den­ken muss, wenn ich den Song höre).

Wer musi­ziert da? Ini Kamo­ze, ein jamai­ka­ni­scher Reg­gae-Musi­ker. In Wahr­heit noch vie­le ande­re, denn das Lied steckt vol­ler Samples. Ich weiß noch, wie ich vor ein paar Jah­ren zum ers­ten Mal bewusst „Land Of 1000 Dances“ von Wil­son Picket hör­te und erstaunt fest­stell­te, dass da die­se „Naaa-naa-na-na“-Chöre her­ka­men (also: streng genom­men aus der Ver­si­on von Can­ni­bal & The Head­hun­ters, aber Sie ver­ste­hen, was ich mei­ne).

War­um gefällt mir das? Mir gefällt erschre­ckend vie­les von dem, mit dem ich auf­ge­wach­sen bin. Ich fin­de aber, dass der Song auch nach 20 Jah­ren noch eine ganz eige­ne Cool­ness hat, und – zumin­dest bei mir – sofort gute Lau­ne bringt.

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Song des Tages: Straylight Run – Existentialism On Prom Night

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Zum ers­ten Mal gehört:

Irgend­wann im Herbst 2003, neh­me ich an, als die ers­te Demo von Stray­light Run zum kos­ten­lo­sen Down­load im Inter­net ver­öf­fent­licht wur­de.

Wer musi­ziert da? John Nolan, der (damals) ehe­ma­li­ge Gitar­rist von Taking Back Sun­day, sei­ne Schwes­ter Michel­le und ein paar ande­re Musi­ker aus der New Yor­ker Emo-Sze­ne (Emo im eigent­li­chen Sin­ne, nicht die­se Tokio-Hotel-Teen­ager-Vari­an­te. Lesen Sie dazu das Stan­dard­werk „Ever­y­bo­dy Hurts“ von Les­lie Simon und Tre­vor Kel­ley). Die Demo war unfass­bar gut, das selbst­be­ti­tel­te Debüt­al­bum ein Jahr spä­ter hat­te eini­ge groß­ar­ti­ge Songs und danach hab ich die Band dann aus den Augen ver­lo­ren.

War­um gefällt mir das? Nun ja, da wäre zunächst das Kla­vier … Und dann die­se Stim­mung, zwi­schen Melan­cho­lie und Auf­bruch, die in Melo­die und Text („We’­re glad for what we’­ve got /​ Done with what we’­ve lost /​ Our who­le lives laid out right in front of us“) so wun­der­bar auf­ge­grif­fen wer­den. Der (schon ziem­lich coo­le) Song­ti­tel ist eigent­lich nur die Erklä­rung zu den Bil­dern, die da beschrie­ben wer­den („When the sun came up /​ We were slee­ping in /​ Sunk insi­de our blan­kets /​ Spraw­led across the bed /​ And we were dre­a­ming“). Jeder soll­te am Tag sei­ner Abschluss­fei­er die Son­ne wie­der auf­ge­hen sehen und von den Leu­ten umge­ben sein, die man bis dahin jeden Tag gese­hen hat und die einem alles bedeu­tet haben. Freund­schaf­ten müs­sen danach nicht enden (und ich neh­me an, heut­zu­ta­ge ist es leich­ter, in Kon­takt zu blei­ben als … sagen wir: 2002), aber vie­le tun es eben doch. Wie die Zei­len „Sing like you think no one’s lis­tening“ und „You would kill for this /​ Just a litt­le bit“ da inein­an­der ver­wo­ben sind, das jagt mir auch nach zehn Jah­ren im rich­ti­gen Moment Gän­se­haut über die Arme.

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Song des Tages: The Upper Room – All Over This Town

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Zum ers­ten Mal gehört:

Ich weiß es nicht mehr ganz genau, ver­mu­te aber, dass wir damals bei CT das radio mit die­ser Sin­gle bemus­tert wur­den. Da der Song auf mei­ner Songs-des-Jah­res-CD von 2006 ist (auf Platz 3) und ich mir das Album im Herbst 2006 gekauft habe, neh­me ich stark an, dass es im Jahr 2006 war.

Wer musi­ziert da? Laut Wiki­pe­dia ein Quar­tett aus Brigh­ton, das sich kurz nach Ver­öf­fent­li­chung des Debüt­al­bums auf­ge­löst hat. (Das Album ist übri­gens ziem­lich mit­tel­mä­ßig, mit eini­gen Songs, die so unfass­bar chee­sy sind, dass Pur sich dafür schä­men wür­den.)

War­um gefällt mir das? Natür­lich ist das schon sehr schlich­ter, scha­blo­nen­haf­ter Brit­pop. Aber der Beat und der Refrain drü­cken bei mir die rich­ti­gen Knöp­fe und so mag ich das Lied auch nach acht Jah­ren noch.

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