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Am Lehrgutautomaten

Nach dem Sieg der deut­schen Mann­schaft im Fina­le der Bas­ket­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft der Her­ren über­kam mich ges­tern Abend – nicht zum ers­ten Mal – die Fra­ge, was zum Hen­ker eigent­lich der Begriff „Unter­pfand“ aus­drü­cken soll, der da in der deut­schen Natio­nal­hym­ne so herr­lich sper­rig her­um­steht.

Die­ses Mal hab ich ein­fach gegoo­gelt und die meis­ten pro­mi­nent plat­zier­ten Such­ergeb­nis­se bezo­gen sich expli­zit auf die Fra­ge, was die­ses Wort in der Hym­ne aus­drü­cken soll.

Die Inter­net­sei­te der Gesell­schaft für deut­sche Spra­che erschien mir eine ange­mes­sen seriö­se Quel­le zu sein. Aller­dings ließ mein Ver­trau­en in den Erklär­text ins­ge­samt deut­lich nach, als ich das hier las:

Gerade im Kontext eines internationalen Turniers wie einer Fußballmeisterschaft oder einer Olympiade ist der Ausdruck interessant, da er mit ähnlicher Bedeutung in zahlreichen anderen Sprachen existiert:

Eine „Olym­pia­de“ ist der Zeit­raum zwi­schen zwei Olym­pi­schen Spie­len. Ich weiß das seit der sechs­ten Klas­se, als es mir Herr Lehr­feld in einer Ver­tre­tungs­stun­de erklärt hat, aber ich wür­de sagen, dass man es nicht zwin­gend wis­sen muss, wenn man nicht gera­de als Sportreporter*in arbei­tet — oder halt für die Gesell­schaft für deut­sche Spra­che.

Die Gesell­schaft für deut­sche Spra­che hät­te es aller­dings auch leicht nach­le­sen kön­nen. Zum Bei­spiel auf ihrer eige­nen Web­site.

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Lucky & Fred: Episode 15

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Bran­ge­li­na sind Geschich­te, Lucky & Fred sind wie­der da: Zurück aus der Som­mer­fri­sche spre­chen sie über Popu­lis­ten wie Donald Trump und Horst See­ho­fer, zer­le­gen die Null­for­mel „Wir schaf­fen das“ inhalt­lich und sprach­lich und rät­seln, wie es mit dem Kon­ser­va­ti­vis­mus wei­ter­ge­hen könn­te.

Außer­dem erzäh­len sie alles, alles über Natio­nal­hym­nen, ver­ra­ten, wer neu­er Bun­des­prä­si­dent wird, und wel­ches Amt Lucky dem­nächst über­neh­men wird.

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Brüh im Lichte dieses Glückes

Fol­gen­de G‑8-Staa­ten haben ihre Natio­nal­hym­ne in ihrer Ver­fas­sung fest­ge­legt:

Und fol­gen­de nicht:

  • Deutsch­land (1952 in einem Brief­wech­sel zwi­schen Kanz­ler Ade­nau­er und Bun­des­prä­si­dent Heuss fest­ge­legt)
  • Groß­bri­tan­ni­en (hat nicht mal eine Ver­fas­sung)
  • Ita­li­en (seit 1946 „vor­läu­fi­ge Natio­nal­hym­ne“, 2005 per Dekret des Staats­prä­si­den­ten offi­zi­ell ein­ge­führt)
  • Japan (seit dem 12. Jahr­hun­dert, nach dem zwei­ten Welt­krieg erst 1999 wie­der gesetz­lich fest­ge­legt)
  • Kana­da (1980 gesetz­lich fest­ge­legt)
  • USA (1931 gesetz­lich fest­ge­legt)
  • Russ­land (2001 von Prä­si­dent Putin fest­ge­legt)

War­um ich das schrei­be? Ich habe bei der letz­ten Bochu­mer pl0gbar mit Jens gewet­tet. Viel­mehr: Ich habe ihm nicht glau­ben wol­len, dass „höchs­tens die Hälf­te der G‑8-Staa­ten“ ihre Hym­ne in ihren jewei­li­gen Ver­fas­sun­gen fest­ge­legt haben. Wir sehen: Es ist genau ein Ach­tel (und auch noch genau das Frank­reich, das Jens vor­her­ge­sagt hat­te). Gut, dass wir nur ums Recht gewet­tet haben …

War­um ich das jetzt alles schrei­be? Nun ja: Mor­gen isses wie­der soweit.