Alben des Jahres 2011

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 23. Dezember 2011 14:00

Schnell auf “Pause” gedrückt, noch einmal kurz zurückgeguckt und dann beschlossen, dass ich jetzt die definitive Liste meiner Lieblingsalben 2011 (Stand: 23. Dezember, 13.59.42 Uhr) habe. Die Plätze 25 bis 8 sind heiß umkämpft und könnten auch eine ganz andere Reihenfolge haben, die Plätze 5 bis 2 auch.

Aber jetzt ist es halt so:

25. Rival Schools – Pedals
Gerade als der Eindruck entstand, dass Walter Schreifels endgültig den Überblick verlieren könnte über all seine Bands und Projekte, besann sich das Hardcore-Urgestein auf seine Band Rival Schools, mit der er vor immerhin zehn Jahren mal ein Album aufgenommen hatte. “Pedals” reicht nicht an “United By Fate” heran, ist aber ein erfrischend lebendiges Rockalbum für Menschen, die sich unter “Rock” dann doch noch etwas anderes vorstellen als Nickelback oder Sunrise Avenue.

24. Foo Fighters – Wasting Light
Leute, irgendwas stimmt da nicht: Dave Grohl ist (wie Walter Schreifels auch) 42 Jahre alt, was im Rockbusiness früher mal 90 Jahren im Schlagergeschäft entsprach. Und doch müssen diese verdienten “alten” Herren der Jugend zeigen, wie man ordentliche Rockmusik macht? Den Foo Fighters kann man jedenfalls nichts vorwerfen, außer, dass sie sich ein bisschen aufs business as usual verlegt haben. Aber dann hauen die so Dinger wie “Rope”, “White Limo” und ganz am Ende “Walk” raus und der Nachwuchs steht irgendwo in der Gegend rum und guckt betreten zu Boden. Das ist ja, als ob man sich in der ersten eigenen Wohnung von den Eltern die Ikea-Regale aufbauen lassen muss!

23. Oh, Napoleon – Yearbook
Was habe ich auf dieses Album gewartet! Vor zwei Jahren. Doch bis Universal das Debüt endlich auf den Markt gebracht hatte, war der Spannungsbogen in sich zusammengefallen, und dann waren die besten Songs ausgerechnet die, die schon vor zwei Jahren auf der selbstbetitelten EP enthalten waren. Doch von diesen (kleinen) Enttäuschungen ab ist “Yearbook” ein wunderbares Popalbum geworden. “To Have / To Lose” und “A Book Ending” haben nichts von ihrer erhabenen Schönheit eingebüßt und mit “Save Me”, “I Don’t Mind” oder “Pick Some Roses” sind auch genug Perlen unter den “neuen” Songs (die die Band seit Jahren live spielt). Deutschlands beste Nachwuchsbands kommen halt nach wie vor vom Niederrhein, aber eine Frage hätte ich noch: Warum läuft so schöne Musik nicht im Radio?

22. The Wombats – This Modern Glitch
“Tokyo (Vampires & Wolves)”, die (Weit-)Vorab-Single zum Zweitwerk der Wombats, war eine verdammt große Ansage und mein Song des Jahres 2010. “This Modern Glitch” löst das Versprechen der Single weitgehend ein: Cleverer Indierock mit viel Gelegenheit zum Mitsingen und -tanzen, der sich dank ausuferndem Synthie-Einsatz vom schlichten Jungs-mit-wilden-Haaren-schaukeln-ihre-Gitarren-im-Achteltakt-Gedöns abhebt.

21. The Decemberists – The King Is Dead
Autos, die auf endlosen staubigen amerikanischen Highways Richtung Sonnenuntergang brausen. Jetzt haben Sie zumindest ein Bild von den Bildern, die “The King Is Dead” in mir beim Hören auslöst. Recht countrylastig ist es geworden, das sechste Album der Band um Colin Meloy, aber fernab des schrecklichen Kommerz-Radio-Country und fernab von Truck Stop. Wenn Sie mich jetzt entschuldigen, ich geh grad meinen LKW-Führerschein machen.

20. Yuck – Yuck
Die Neunziger sind zurück und mit ihnen die Shoegaze-Bands mit unscheinbaren Frontmännern und Jeanshemden. “Yuck” enthält zwölf charmante Popsongs, die sich ein bisschen hinter verzerrten Gitarren verstecken, und sich deshalb vielleicht nicht immer sofort entfalten.

19. Fink – Perfect Darkness
Ich habe nie eine Liste im Kopf gehabt, was wohl die besten Konzerte gewesen sein könnten, die ich in meinem Leben besucht habe. Dann habe ich Fink im Oktober in der Bochumer Zeche gesehen und war mir sicher, dass er es gerade mindestens in die bisher nicht vorhandene Top 5 geschafft hatte. Was für ein klarer Sound, was für grandiose Songs, wie perfekt dargeboten von Fin Greenall und seiner Band. Ich habe “Perfect Darkness” viel zu selten gehört, weil es mir von der Stimmung her meistens nicht passte, aber es ist ein sehr, sehr gutes Album, so viel ist klar.

18. Jack’s Mannequin – People And Things
“The Glass Passenger”, das zweite Album von Jack’s Mannequin, war für mich persönlich das wichtigste Album der letzten fünf Jahre, vielleicht habe ich in meinem ganzen Leben kein Album so oft gehört wie dieses. Der Nachfolger musste also gegen schier übermenschliche Erwartungen ankämpfen und konnte nur verlieren. Tatsächlich waren die ersten fünf, sechs Durchgänge eine Enttäuschung, ich war schon kurz davor, “People And Things” einfach im Regal verschwinden zu lassen. Aber so langsam habe ich mich dann doch in die Songs reingehört. Sie sind zwar insgesamt schon arg glatt geraten, aber ich kann Andrew McMahon einfach nicht widerstehen, wenn er von den Herausforderungen und Rückschlägen des Lebens singt, die es zu meistern und zu überwinden gilt. Das kann man alles ganz, ganz schrecklich finden, aber ich finde es wunderbar.

17. Delay Trees – Delay Trees
“Kunden, denen Band Of Horses gefiel, kauften auch Delay Trees”. Steht da merkwürdigerweise nicht, würde aber stimmen. Ich kenne das Debüt der finnischen Indieband erst seit wenigen Wochen, deswegen bin ich womöglich ein bisschen zu vorsichtig mit meinem Lob, aber allein der Opener “Gold” ist mit seiner stetigen Steigerung ein wahres Meisterwerk. Diese Mischung aus Melancholie und Euphorie hält an und lässt das ganze Album klingen wie den Soundtrack zu dem Moment, in dem man sich nach einer durchfeierten Nacht und nach Sonnenaufgang ins Bett fallen lässt.

16. Cold War Kids – Mine Is Yours
Manchmal ist die Musikwelt schon rätselhaft: Während die Kings Of Leon inzwischen riesige Arenen füllen, treten die Cold War Kids nach wie vor in kleinen Clubs auf. Dafür haben sie keinen Song über sexuell übertragbare Krankheiten, der dank Dauerpenetration in Clubs, Radios und Fußballstadien inzwischen unhörbar geworden ist, sondern leicht angeschmutzte Rockhymnen wie den Titelsong oder “Louder Than Ever”.

15. R.E.M. – Collapse Into Now
Das war es dann also, das letzte Album dieser lebenden Legenden aus Athens, GA. Und alle kamen noch mal vorbei, um ihre Aufwartung zu machen: Patti Smith und Lenny Kaye, Eddie Vedder, Peaches und Joel Gibb von den Hidden Cameras. Es war ein würdevoller Abschied, der nur einen Nachteil hatte: “Collapse Into Now” war bereits das fünfzehnte Album einer Band, die so viele Klassiker geschaffen hatte, dass jeder neue Song ein bisschen sinnlos und unnötig wirkte. Aber, mein Gott: Das ist Jammern auf allerhöchstem Niveau.

14. Jupiter Jones – Jupiter Jones
Keiner Band der Welt hab ich ihren späten Erfolg so sehr gegönnt wie Jupiter Jones: Jahrelang hat sich die Truppe den Arsch abgespielt, jetzt dürfen sie endlich den Lohn der Arbeit einfahren. Dass nach “Still”, im Frühjahr die meistgespielte deutschsprachige Single im Radio, jetzt auch Revolverheld-Hörer zu Hunderten in die Konzerte strömen, ist völlig okay: Erstens ist das einfach ein großartiger Song und zweitens entschädigt die Fassungslosigkeit, die sich einstellt, wenn Jupiter Jones Songs aus ihrem Punk-Frühwerk auspacken, für alles. Den höheren Preis eines erfolgreichen Major-Acts muss die Band im Januar zahlen, wenn “Jupiter Jones” als “Deluxe Edition” erneut auf den Markt geschmissen wird.

13. Drake – Take Care
Es ist ein bisschen traurig, dass in Rezensionen immer wieder darauf hingewiesen werden muss, dass es auch intelligenten Hip-Hop gibt — zumal das dann gleich an den langweiligen deutschen “Studentenrap” erinnert. Lassen Sie es mich also so sagen: “Take Care” ist ein sehr langes, sehr zurückgelehntes Album, das so ungefähr das Gegenteil von all dem Protz- und Blingbling-Rap darstellt, den man sonst (mutmaßlich) im Musikfernsehen sieht. Wenn Drake über “bitches” und sex (“four times this week”) rappt, dann selbstreflexiv und -kritisch. Das Album ist ein achtzigminütiger Emo-Kater, nach dem man alles werden möchte, nur nicht erfolgreicher Rapper. Andererseits: Wenn dabei so grandiose Musik herumkommt …

12. The Low Anthem – Smart Flesh
Beim Haldern 2010 stand ich mit offenem Mund im Spiegelzelt und konnte mich nicht entscheiden, ob ich jetzt Gänsehaut kriegen, losheulen oder vor lauter Schönheit einfach tot umfallen sollte. 2011 spielten The Low Anthem dann auf der großen Bühne, aber das Publikum war fast stiller als im letzten Jahr. Was für ein berührendes, großartiges Folk-Album!

11. The Mountain Goats – All Eternals Deck
Über Jahre waren die Mountain Goats immer nur via Rockmagazin-Sampler am Rande meiner Wahrnehmung aufgetaucht, bis mir eine Freundin dieses Jahr (genau genommen: vor zwei Wochen) “Never Quite Free” vorspielte. Nachdem ich den Song etwa zwei Dutzend Mal auf YouTube gehört hatte, wollte ich mehr und “All Eternals Deck” hält viel davon bereit: Vom hingerotzten “Estate Sale Sign” bis zu dunklen Balladen wie “The Age Of Kings”. Und natürlich immer wieder “Never Quite Free”.

10. Adele – 21
Über Wochen hatte ich “Rolling In The Deep” im Radio gehört und für “ganz gut” befunden, dann stand ich während der Proben zur Echo-Verleihung irgendwo hinter der Bühne, guckte auf einen der Kontrollmonitore und dachte “Wow!” Trotzdem brauchte es noch acht Monate und gefühlte zwanzig Singleauskopplungen, bis ich mir “21″ endlich gekauft habe. Was für ein tolles Album das ist und wie unkaputtbar die Songs selbst bei maximaler Radiorotation sind! Mit Unterstützung von unter anderem Rick Rubin und Dan Wilson (Semisonic) hat Frau Adkins hier ein Album geschaffen, das sicher in einigen Jahren als Klassiker gelten wird. Und wer “Someone Like You” ungerührt übersteht, sollte vielleicht mal beim Arzt feststellen lassen, ob er nicht vielleicht einen Eisklotz im Brustkorb spazieren trägt.

9. Noah And The Whale – Last Night On Earth
Noah And The Whale waren für mich so eine typische Haldern-Band: Hundertmal auf Plakaten und im Programmheft gelesen, aber nie bewusst gesehen. Dann habe ich “L.I.F.E.G.O.E.S.O.N.” gehört, dieses ebenso dreiste wie gelungene Beinahe-Kinks-Cover. Und was soll ich sagen? Auch das Album lohnt sich: Makelloser Indiepop mit schönen Melodien und durchdachten Arrangements, der irgendwie direkt in die Euphoriesteuerung meines Gehirns eingreift.

8. Example – Playing In The Shadows
Hip-Hop, House, Grime, Dubstep, Indie — alles, was heutzutage mehr oder weniger angesagt ist, ist in der Musik von Elliot Gleave alias Example enthalten. Vom stampfenden “Changed The Way You Kissed Me”, das jedem Autoscooter gut zu Gesicht stünde, über das fast britpoppige “Microphone” bis hin zum dramatischen “Lying To Yourself”: Example rappt und singt sich durch die verschiedensten Stile und schafft damit ein abwechslungsreiches, aber in sich völlig schlüssiges Album, das irgendwie all das abdeckt, was ich im Moment gern hören möchte.

7. Coldplay – Mylo Xyloto
Es scheint unter Journalisten und anderen Indienazis inzwischen zum guten Ton zu gehören, Coldplay scheiße zu finden. “Iiiih, sie sind erfolgreich, ihre Konzerte machen Band und Publikum Spaß und überhaupt: Ist das nicht U2?”, lautet der Tenor und tatsächlich kann ich viele Kritikpunkte verstehen, aber nicht nachvollziehen. Auf “Mylo Xyloto” sind Coldplay so ungestüm unterwegs wie noch nie, ihre Songs sind überdreht und uplifting und zwischendurch schließen sie mit ruhigen Akustiknummern den Kreis zu ihrem ersten Album “Parachutes” aus dem Jahr 2000. Seit “A Rush Of Blood To The Head” hat mich kein Album von Coldplay mehr so begeistert und womöglich sind die vier Engländer tatsächlich die letzte große Band. Kaum eine andere Band schafft es, ihren Sound mit jedem Album so zu verändern und sich doch immer treu zu bleiben. Wenn sie jetzt auf einem Album Alex Christensen und Sigur Rós samplen und ein Duett mit Rihanna singen, dann ist das so konsequent zu Ende gedachte Popmusik, wie sie außer Lady Gaga kaum jemand hinbekommt. Und wenn das jetzt alle hören, sollte man das feiern — es gibt ja nun wirklich Schlimmeres.

6. Bright Eyes – The People’s Key
So richtig hohe Erwartungen hatte wohl niemand mehr an die Bright Eyes. Zu egal waren Connor Obersts letzte Lebenszeichen gewesen. Und dann kommt er einfach und haut ein Indierockalbum raus, zu dem man sogar tanzen kann. Gut: Die Passagen mit gesprochenem Text und Weltraumsounds muss man natürlich aushalten, aber dafür bekommt man ein merkwürdig optimistisches Gesamtwerk und mit “Shell Games” einen fast perfekten Popsong.

5. James Blake – James Blake
Nie in meinem Leben habe ich heftigere Bässe in meinem Körper vibrieren spüren als bei James Blakes Auftritt auf dem Haldern Pop. Es regnete leicht und diese Singer/Songwriter-Post-Dubstep-Songs zogen über das Publikum wie sehr gefährliche Gewitterwolken. Diese düstere und anstrengende Musik ist nicht für die Beschallung von Dinnerpartys geeignet, aber sie ist verdammt brillant.

4. The Pains Of Being Pure At Heart – Belong
Die Neunziger sind, wie gesagt, zurück und The Pains Of Being Pure At Heart haben ihr Shoegaze-Erfolgsrezept von vor zwei Jahren um minimale Grunge-Einsprengsel erweitert. Das ist auf Platte ebenso schön wie live und begleitet mich jetzt seit Mai.

3. Jonathan Jeremiah – A Solitary Man
Auf dem Haldern Pop Festival war ich so weit, dass ich dem nächsten Jungen mit Akustikgitarre selbige über den Schädel ziehen wollte. Dann hörte ich “Happiness” von Jonathan Jeremiah im Radio und war begeistert. Der Mann packt die Seele zurück in Soul — und alles Andere hab ich ja schon im August geschrieben.

2. Ed Sheeran – +
Na so was: Noch ein Junge mit Gitarre! Ed Sheeran war während meines Schottland-Urlaubs im September das Hype-Thema auf der Insel und er ist so etwas wie das fehlende Bindeglied zwischen Damien Rice und Jason Mraz, zwischen Get Cape. Wear Cape. Fly und Nizlopi. Die ruhigen Songs sind erschreckend anrührend, ohne jemals Gefahr zu laufen, kitschig zu werden, und bei den schnelleren Stücken kann der 21-Jährige (fuck it, I’m old) beweisen, dass er genauso gut rappen wie singen kann. “+” ist ein phantastisches Album, das ich gar nicht oft genug hören kann. In Deutschland kommt es im neuen Jahr raus.

1. Bon Iver – Bon Iver
Noch ein Junge mit Gitarre. Und noch zwei Gitarren. Und ein Bass. Synthesizer. Eine Bläsersektion. Und nicht einer, sondern gleich zwei Schlagzeuger. Justin Vernon hat gut daran getan, seine als Ein-Mann-Projekt gestartete Band zur Bigband auszubauen, und einen deutlich opulenteren Sound zu wählen als bei “For Emma, Forever Ago”. So lassen sich Debüt und Zweitwerk kaum vergleichen und “Bon Iver” kann ganz für sich selbst stehen mit seinen Tracks, die teilweise eher Klangräume sind als Songs, und die trotzdem ganz natürlich und kein Stück kalkuliert wirken. Vom anfänglichen Zirpen des Openers “Perth” bis zu den letzten Echos des viel diskutierten Schlusssongs “Beth/Rest” ist “Bon Iver” ein Meisterwerk, an dem 2011 nichts und niemand vorbeikam.

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23 Kommentare

  1. Jan
    23. Dezember 2011, 14:49

    Grundsätzlich sehe ich da einige Übereinstimmungen. Yuck kannte ich nicht, sind aber tatsächlich ziemlich großartig. Was mich wundert: Keine PJ Harvey?

  2. Hannah
    23. Dezember 2011, 16:54

    Meine Liste würde in Teilen anders aussehen, streckenweise aber exakt genauso. Und da Du Fink magst wollte ich fragen, ob Du je von Ben Howard gehört hast? Ich sah ihn zum ersten Mal als Supportact von Fink, ist allerdings schon eine kleine Weile her. Im Oktober erschien lang ersehnt sein Debütalbum und es ist – in meinen Ohren – großartig. Bei dem, was sich in dieser Liste alles finden lässt bin ich relativ sicher, dass es dir gut gefallen dürfte.

  3. Nummer Neun
    23. Dezember 2011, 18:18

    Das mit Coldplay ist tatsächlich so eine Sache. Die haben eine Größe erreicht, bei der man sie in angesagten Kreisen wohl nicht mehr gut finden darf. Ich würde mich auch nicht grade als Fan bezeichnen, aber dann sah ich sie im Sommer auf einem Festival und muss sagen: Die Show war großartig, obwohl ich die Hälfte der Songs nicht kannte.

    Wenn dir die Pains immer noch gefallen, hast du auch mal bei Veronica Falls rein gehört?

    Ansonsten ist natürlich eine Topliste ohne Young Rebel Set nichts wert, das ist ja wohl mal klar :)

  4. Alberto Green
    23. Dezember 2011, 19:06

    Stimme dir in weiten Teilen zu, aber Was ist los mit dir? Ich bin weder Journalist noch Indienazi.

  5. Imre
    23. Dezember 2011, 19:08

    Also, äh… (räusper) Noel Gallagher? Oder nicht oder wie oder was – ach, man traut sich ja gar nix zu sagen bei den strengen Regeln… Ist ja auch irgendwie ‘n Junge mit Gitarre. Oder ist das schon Alteleutemusik? Noch schlimmer: Mainstreamalteleutemusik? Gibt’s das überhaupt?

  6. SvenR
    23. Dezember 2011, 21:15

    Warum ist Kate Bush nicht auf dieser Liste?

  7. Lukas Heinser
    24. Dezember 2011, 0:30

    PJ Harvey: Nicht so meins. Das, was ich gehört hab, hat mich nicht so gekickt.

    Ben Howard: Schon mehrfach von Freunden genannt bekommen, einmal reingehört, aber bisher nicht weiter verfolgt.

    Veronica Falls: Noch nicht gehört.

    Noel Gallagher: Völlig okayes Album, aber mir persönlich auch sehr egal.

    Kate Bush: Nicht gehört und generell nicht so meins.

  8. Alex
    24. Dezember 2011, 0:55

    Nur mein Kommentar zu denen, die ich kenne (was nur bei ein paar Wenigen zutrifft):

    24. Foo Fighters: Das verstehst Du erst, wenn Du älter wirst. Das ist kein Business as usual, dass ist “Das bin ich jetzt”. Wir reden weiter, wenn Du die Pubertät hinter Dir hast.

    15 REM:
    Ich muss gestehen, auch für diese Band fehlt Dir das Alter für einen ausreichend würdevollen Kommentar

    14 Jupiter Jones:
    Was hast Du eigentlich gegen Revolverheld? Und wie erklärst Du Dir Fans, die sowohl die alten Jupiter Jones Sachen mögen als auch Revolverheld (daneben übrigens auch Kate Bush, Jean-Michel Jarre, Rammstein und Ina Müller). Nur fürs Protokoll, bin nicht ich, aber eine mir zugetane Person.

    10 Adele
    Royal Albert Hall
    unbedingt und einfach schön.
    Irgendwie doof, wenn so gute Musik auch noch erfolgreich ist.

    7. Coldpay kenn ich, aber die CD nicht

    Was sagt uns das?

    Ich kenne kaum die Cds, die Deine Favoriten sind. Und ich hab in meinem Bekanntenkreis den Ruf, einigermaßen informiert zu sein und zudem einen doch etwas abwegigen Geschmack zu haben.

    Die Musik-Kritik muss darauf achten, nicht den Lauf der Literaturkritik zu nehmen, in der nur noch die Bücher besprochen werden, die zwar preiswürdig sind, aber von den Dan Browns und Stephen Kings dieser Welt überrannt werden.

    Ach ja, nur fürs Protokoll, und ich weiss nicht mal, ob die 2011 rausgekommen sind:

    Boy: Mutual Friends
    Cäthe: Ich muss gar nichts
    Jupiter Jones
    Foo Fighters – Wasting Light
    Rebekka Bakken: September
    Thees Uhlmann

    Und Revolverheld (die ich mir im Bauhaus bei ZDFneo ziemlich lange angesehen habe)

    Abgegriffen, aber egal: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Und vor allem ist es kein Naturgesetz

  9. Tobias
    24. Dezember 2011, 10:32

    Wie jedes Jahr waren ein, zwei Musiktipps dabei. Merci dafür. Cäthe war Mitte des Jahres und definitiv ein Must-have 2011. Ob es ein Top25 Album sein sollte? Meines Erachtens schon. Diese Stimme wird noch eine ganze Weile in meinem Kopf umherirren auch wenn ich die Musik gerade nicht höre.

  10. Nummer Neun
    25. Dezember 2011, 12:50

    Den Semisonic Querverweise bei Adele sehe ich ja jetzt erst. Schon lustig, wo und wann manche Namen wieder auftauchen :)

  11. Jan
    26. Dezember 2011, 22:12

    Lukas, das großartigste Lied hast Du vergessen – das ist nämlich dies da:
    Adam Haworth Stephens mit “Praises In Your Name” – tssss…

  12. Ullrik
    26. Dezember 2011, 23:55

    The People’s Key:
    Ich war erst überrascht, dann geschockt, dann aber sehr begeistert! :) Und ohne den gesprochenen Text – ich wäre echt enttäucht… ;)

  13. Timo
    27. Dezember 2011, 11:16

    Dass Adele in dieser Liste auftaucht, macht die gesamte Zusammenstellung unglaubwürdig. ;)

  14. FF
    27. Dezember 2011, 15:58

    Nette Anregungen dabei… Keine Ahnung, ob’s noch was Besseres gibt. Boy, Mutual friends, etwa gruppiere ich unter den Top ten ein, vielleicht sogar Top five. Geschmackssache, is klar.

  15. siebenSACHEN vom 30. Dezember 2011 | daniel heinze
    30. Dezember 2011, 13:32

    [...] Alben des Jahres 2011 (Lukas Heinser, [...]

  16. Judith
    30. Dezember 2011, 19:57

    danke, hab sofort mal in die fink platte reingehört und sie passt perfekt zu meinem heutigen abendvorhaben: briefe schreiben und wein trinken dabei.

    und bei bright eyes wollte ich auch nochmal anmerken, wie mein vorredner: was wäre ein album von ihnen ohne gesprochenen text und komische geräusche? umso grandioser, dass die lieder dafür tanzbar und poppig sind. noch dazu hab ich sie dieses jahr zwei mal live gesehen in sehr unterschiedlicher atmosphäre. professionell und eingespielt, dennoch mit emotionalem versinkungs-potential.

    schön schön, ich habe jahresendlisten nie verstanden und finde sie dennoch sehr unterhaltsam, vor allem deine.

  17. jack
    31. Dezember 2011, 15:05

    Schoener Artikel. Manchmal tun mir Blog-Autoren doch Leid, wegen viel zu vielen idiotischen Kommentaren die zumindest hingenommen werden muessen.

    Ich las ich diese Liste mit der Erwartung, doch einige Uebereinstimmungen mit Visions/Musikexpress (das ist keine Unterstellung, ich hab die nur gerade hier liegen) zu finden, aber ich wurde positiv ueberrascht. Leider bin ich wohl immer auf Konsens-Suche, um der Masse der Veroeffentlichungen irgendwie gerecht zu werden – aber es ist doch schoener wenn jemand wie hier seine “eigene” Liste vorstellt. Damit zurueck ins Funkhaus. Ein gutes neues Jahr.

    Gruss,
    Jack

  18. Dr. Borstel
    31. Dezember 2011, 15:35

    Das, was ich gehört habe, geht so völlig in Ordnung (klar, ich vermisse die Post-Rock-Anklänge in der Liste, aber das muss wohl Geschmack sein), und irgendeine andere Platte als die hier wie auch überall sonst falsch geschriebene “Bon Iver, Bon Iver” auf die 1 zu stellen wäre natürlich rundum und total abwegig.

  19. Frank
    31. Dezember 2011, 19:20

    Du hast noch 4 Stunden und 40 Minuten Zeit “Zettel auf dem Boden” in Deiner Liste unterzubringen… Ansonsten eine sehr schöne Auswahl!

  20. Jan
    1. Januar 2012, 22:13

    Anbei – MEINE Lieblingslieder. Gruss aus dem Friedrichshain und alle ein gutes Neues, Jan

    Adam Haworth Stephens “Praises In Your Name”
    Timo Räisänen “Don’t Let the Devil Ruin It All”
    Chris Riffle “Downstream”
    Jukebox the Ghost “Good Day”
    Boy & Bear “Feeding Line”
    Young Rebel Set “If I Was”
    Doug Burr “And When We Awoke”
    Peasant “Hard Times”
    Joshua James “Crooked Arrow”
    Ravens & Chimes “Carousel”

  21. krusty20
    2. Januar 2012, 12:00

    @ Alex (# 8):

    Du kennst von der Liste gerade mal Foo Fighters, R.E.M., Jupiter Jones, Adele und Coldplay, und Deine Freunde/Bekannten halten Dich trotzdem für einigermaßen informiert? Haha, sehr hübsch. Ich erspare mir jeden weiteren Kommentar dazu, um die Netiquette zu wahren.

    Und was Deinen Satz für Lukas Poesiealbum (“Die Musik-Kritik muss darauf achten, …”) angeht: hier schreibt jemand in seinem Blog über seine ganz persönlichen Favoriten und Du wirst ihm vor, als “Musikkritiker” nicht Lady Gaga o.ä. in der Liste aufgenommen zu haben?

  22. Coffee And TV: » Songs des Jahres 2011
    8. Januar 2012, 17:00

    [...] Bevor 2012 richtig Fahrt aufnimmt oder ich meine Liste komplett verworfen habe, hier noch schnell meine Songs des Jahres 2011 (die Alben gibt’s hier): [...]

  23. Zehn Alben für 2011 « hulza
    30. Januar 2012, 16:46

    [...] tontraegerhoerer, den White Tapes, Nicorola, die Auftouren-Crew, Ronnys Kraftfuttermischwerk, oder Coffee and TV, und alle die ich vergessen habe. Toll, dass es soviel Musik gibt und soviele Menschen, die sie [...]

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