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Song des Tages: Savage Garden – Affirmation

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Zum ers­ten Mal gehört:

Irgend­wann so 1999/​2000, als ich wie ein Wahn­sin­ni­ger CDs aus der Stadt­bi­blio­thek nach hau­se geschleppt habe um kurz rein­zu­hö­ren und mir dann mei­ne Favo­ri­ten als MP3 auf die Fest­plat­te zu packen.

Wer musi­ziert da? Sava­ge Gar­den. Zwei Aus­tra­li­er, die für … äh … „gefäl­li­gen Radio­pop“ berühmt waren.

War­um gefällt mir das? Haupt­säch­lich wegen des Tex­tes. Es ist, wie der Titel schon nahe­legt, ein Glau­bens­be­kennt­nis, das gran­di­os zwi­schen Kalen­der­blatt­weis­hei­ten und ech­ter Lebens­hil­fe oszil­liert: „I belie­ve that junk food tas­tes so good becau­se it’s bad for you /​ I belie­ve your par­ents did the best job they knew how to do“. Musi­ka­lisch ist das natür­lich super-chee­sy (sogar schlim­mer, als ich es in Erin­ne­rung hat­te), aber ich freu mich immer noch, wenn der Song im Radio läuft.

[Alle Songs des Tages — jetzt auch als Spo­ti­fy-Play­list]

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Song des Tages: Toploader – Dancing In The Moonlight

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Zum ers­ten Mal gehört:

Irgend­wann im Som­mer 2000, als der Song im Radio rauf und run­ter lief.

Wer musi­ziert da? Eine Band aus East­bourne, die damals vor allem im Ver­ei­nig­ten König­reich unfass­bar erfolg­reich, aber nie wirk­lich kre­di­bel war. Die Band gibt’s übri­gens wie­der. Bei dem Song han­delt es sich um ein Cover, das Ori­gi­nal stammt von der ame­ri­ka­ni­schen Band King Har­ve­st.

War­um gefällt mir das? Heu­te vor allem aus nost­al­gi­schen Grün­den. Es errin­nert mich an den Spät­som­mer und Herbst 2000, als ich mich an den Wochen­en­den abends mit mei­nen Freun­den am Rhein getrof­fen habe. Die­ses Lied lief damals stän­dig im Radio, auf Kas­set­te oder MD (Mini Disc, das waren so klei­ne Plas­tik­din­ger, wo man Musik drauf auf­neh­men konn­te – kei­ne Ahnung, was das soll­te) und spä­ter auch auf CD, weil ich das Album zum Geburts­tag bekam. Musik hat­te damals noch eine viel län­ge­re Halt­bar­keit und so haben mich „Dancing In The Moon­light“ und „Onkas Big Moka“ lan­ge beglei­tet.

Der Song und das Video sind auch Doku­men­te einer Zei­ten­wen­de: Das hier sind, obwohl das Album im Jahr 2000 erschien, ein­deu­tig noch die Neun­zi­ger. Die Pro­duk­ti­on (Das Orgels­o­lo! Die Con­gas! Das Schlag­zeug!) und der Look (Die Leder­ja­cke! Die Kote­let­ten! Sogar das ver­damm­te Haus, in dem die­ses Video spielt und in dem ich damals unbe­dingt woh­nen woll­te!) atmen noch voll den Geist von Cool Bri­tan­nia, der hier aller­dings schon deut­lich ange­staubt ist und schon bei­na­he aus­schließ­lich als Zitat (nicht) funk­tio­niert. Das waren Zei­ten!

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Song des Tages: Kathleen Edwards – Six O’Clock News

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Zum ers­ten Mal gehört:

Irgend­wann im Jahr 2003. Ich mei­ne, dass das irgend­wie mit dem Buch „31 Songs“ von Nick Horn­by zusam­men­hing, kann den Zusam­men­hang gera­de aber nicht mehr rich­tig rekon­stru­ie­ren.

Wer musi­ziert da? Kath­le­en Edwards, eine kana­di­sche Singer/​Songwriterin, und wahr­schein­lich mei­ne Lieb­lings­sän­ge­rin. Ich kann alle ihre Alben emp­feh­len, ger­ne auch „Voy­a­ge­ur“, das Jus­tin Ver­non von Bon Iver pro­du­ziert hat.

War­um gefällt mir das? Ich mag den Sound, ich lie­be die­se Stim­me und der Text hat so eine unglaub­li­che Tra­gik, die man beim ers­ten Hören jetzt viel­leicht nicht unbe­dingt erwar­ten wür­de.

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Song des Tages: Estrich Boy – Saving The End Of Summer

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Zum ers­ten Mal gehört:

Anfang 2003, als der Song auf der Band­home­page zum kos­ten­lo­sen Down­load zur Ver­fü­gung stand. Glaube/​Hoffe ich.

Wer musi­ziert da? Est­rich Boy, eine nach einer Bau­ma­schi­ne benann­te Band aus der nie­der­rhei­ni­schen Retor­ten­stadt Voer­de. Eine Band, die schon mehr­fach den gro­ßen Durch­bruch hät­te schaf­fen sol­len, dies aber lei­der noch nicht geschafft hat. Was aus denen wohl gewor­den ist? Über die Bedeu­tung Voer­des (und dort: ins­be­son­de­re die der „Sto­cku­mer Schu­le“ und des Clubs „Rol­ling Stone“, spä­ter „Index“ und „The Ham­bur­ger Schu­le Club“) für die Musik­sze­ne sind mei­nes Erach­tens übri­gens noch nicht genug Bücher geschrie­ben wor­den. Das gilt es nach­zu­ho­len, mit Dins­la­ken als ver­gleichs­wei­se kur­zem Kapi­tel.

War­um gefällt mir das? Das ist die Musik, die wir damals „Emo“ nann­ten, und die sich auch genau­so anfühl­te. Das Lied fiel in die Zeit von Zivil­dienst und War­ten auf den Stu­di­en­be­ginn, in der Zei­len wie „The­re is so much to do /​ So I bet­ter don’t do any­thing at all /​ I’d bet­ter do not­hing“ per­fekt pass­ten. Ich lie­be es, wie sich die­ses Lied immer wei­ter stei­gert und die Gitar­ren in jedem Durch­gang von Stro­phe und Refrain neu klin­gen und mit ande­ren Rhyth­men um die Ecke kom­men.

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Song des Tages: The Divine Comedy – Perfect Lovesong

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Zum ers­ten Mal gehört:

Auf dem Hald­ern Pop 2001 (das mit dem bes­ten Line-Up aller Zei­ten: Tra­vis, The Divi­ne Come­dy, Neil Finn, Star­sail­or, Muse [damals noch gut], Slut, Black­mail, …), danach den gan­zen Som­mer über. Auch heu­te über­kommt mich ein sehr ent­spannt-som­mer­li­ches Gefühl, wenn ich den Song und das dazu­ge­hö­ri­ge Album „Rege­ne­ra­ti­on“ höre.

Wer musi­ziert da? Der Nord­ire Neil Han­non und eine wech­seln­de Trup­pe Musi­ker, bes­ser bekannt als The Divi­ne Come­dy.

War­um gefällt mir das? Zunächst ein­mal ist es musi­ka­lisch zucker­süß, ohne weh zu tun, aber ich lie­be auch die­se text­li­che Meta-Ebe­ne: Es ist ein Lied übers Song­schrei­ben und über die Wir­kung von Musik (Han­non hat­te das bei „Songs Of Love“ zuvor schon mal gemacht). Und dann ist da noch der ein­zi­ge mir bekann­te Ein­satz einer Block­flö­te in der Pop­mu­sik über­haupt!

Außer­dem erin­nert mich das Lied an die Zei­ten, als das Hald­ern Pop Fes­ti­val der jähr­li­che Fix­punkt in mei­nem Kalen­der war. Ich habe dort groß­ar­ti­ge Auf­trit­te gese­hen und eini­ge Musi­ker inter­viewt – dar­un­ter 2006 auch Neil Han­non. Obwohl die Besu­cher­zah­len gleich blei­ben, ist mir das Fes­ti­val mit den Jah­ren zu groß gewor­den: Zu vie­le Büh­nen, zu früh aus­ver­kauft, zu vie­le Hips­ter. Ich ver­ste­he inzwi­schen auch nicht mehr, war­um man die gan­ze Tech­nik auf eine (zuge­ge­be­ner­ma­ßen idyl­li­sche) Wie­se ver­frach­tet, wo man in neun von zehn Jah­ren Pech mit dem Wet­ter hat, anstatt Kon­zer­te in der dafür vor­ge­se­he­nen Infra­struk­tur abzu­hal­ten. Fes­ti­vals sind eben was für Men­schen unter 30 – aber wenn ich noch ein­mal zu einem hin­fah­ren soll­te, dann wahr­schein­lich zum Hald­ern. Die­ses Jahr jedoch nicht (obwohl das Line-Up mit Pat­ti Smith, First Aid Kit, Conor Oberst, Fink, Ale­xi Mur­doch, Grant Hart und Sun Kil Moon end­lich mal wie­der recht gelun­gen ist). Viel Spaß!

PS: Es schmerzt auch nach mehr als zwölf Jah­ren noch, das Viva-Zwei-Logo in dem Video da oben zu sehen!

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Song des Tages: Ben Folds – Still Fighting It

Sor­ry, da ist die Serie jetzt mal ganz amt­lich geris­sen. Aber es gibt ein­fach auch wich­ti­ge­re Din­ge, als irgend­wel­chen Kram ins Inter­net zu schrei­ben!

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Zum ers­ten Mal gehört: Am Mit­tag des 24. August 2001, als ich end­lich das Rezen­si­ons­exem­plar von „Rockin‘ The Sub­urbs“ in den Hän­den hielt, des für den 11. Sep­tem­ber ange­kün­dig­ten Solo­de­büts von Ben F… aber das hab ich ja alles schon mal auf­ge­schrie­ben.

Wer musi­ziert da? Ben Folds, damals frisch geba­cke­ner Ex-Band­lea­der des inzwi­schen wie­der­ver­ei­nig­ten Tri­os Ben Folds Five, und einer mei­ner ganz gro­ßen musi­ka­li­schen Hel­den.

War­um gefällt mir das? It’s Ben Folds, stu­pid! Außer­dem ist „Ever­y­bo­dy knows it sucks to grow up /​ But ever­y­bo­dy does“ eine der bes­ten, all­ge­mein­gül­ti­gen Zusam­men­fas­sun­gen vom Erwach­sen­wer­den, aber gleich­zei­tig auch sehr trös­tend. Und auch musi­ka­lisch ist das ja wohl aller­ers­te Güte – vor allem wenn man bedenkt, was jun­ge Eltern sonst so ver­zap­fen. Fast 13 Jah­re lang hab ich davon geträumt, den Song eines Tages mei­nem Sohn vor­zu­spie­len oder ‑sin­gen. Er fand’s glaub ich ganz okay.

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Song des Tages: Lori McKenna – Never Die Young

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Zum ers­ten Mal gehört:

Im Som­mer 2009, als ich im Fern­se­hen zufäl­lig eine Doku­men­ta­ti­on sah, von der ich ers­tens nicht mehr weiß, wor­um es genau ging, und die ich zwei­tens trotz län­ge­rer Recher­che nicht mehr wie­der­ge­fun­den habe. Am Ende war jeden­falls die (kran­ke) Haupt­per­son gestor­ben, die­ser Song lief und ich saß da mit gro­ßen Augen und Kloß im Hals und muss­te das Lied dann auch sofort haben. Es ist seit­dem immer auf mei­nem iPod.

Wer musi­ziert da? Eine ame­ri­ka­ni­sche Singer/​Songwriterin, von der ich sonst exakt nichts ken­ne oder weiß, aber wir kön­nen den Wiki­pe­dia-Ein­trag mal zusam­men durch­ge­hen.

War­um gefällt mir das? Das ist nicht mehr melan­cho­lisch, das ist nur noch abgrund­tief trau­rig. Man kann sich die Dra­men und die Trau­er hin­ter den Lyrics nur vor­stel­len, aber irgend­wo schwingt da am Ende doch noch Hoff­nung mit. Eigent­lich braucht man nach dem Lied einen Schnaps, um sich wie­der zu beru­hi­gen.

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Song des Tages: Andrew McMahon – Cecilia And The Satellite

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Zum ers­ten Mal gehört:

Vor unge­fähr einer hal­ben Stun­de. Seit­dem auf hea­vy rota­ti­on.

Wer musi­ziert da? And­re McMa­hon, der frü­he­re Sän­ger von Some­thing Cor­po­ra­te und Jack’s Man­ne­quin, der mich jetzt schon seit mehr als zehn Jah­ren mit sei­ner Musik durch mein Leben beglei­tet und dem ich mich sehr ver­bun­den füh­le.

War­um gefällt mir das? Nun ja: Es ist Andrew McMa­hon. Das Lied rich­tet sich an sei­ne Toch­ter Ceci­lia, die im Febru­ar gebo­ren wur­de, und auch wenn es fast immer rich­tig schief geht, wenn Musi­ker Lie­der für oder über ihre Kin­der schrei­ben, bin ich froh, dass es bei Andrew McMa­hon fast so gut gegan­gen ist wie bei mei­nem ande­ren Pia­no-Hel­den, Ben Folds.

Andrew McMa­hon hat zu dem Song ein paar Liner Notes ver­öf­fent­licht, die ich an die­ser Stel­le nicht unzi­tiert las­sen möch­te:

I’ve been wri­ting music most of my life. Songs have always been the place whe­re I’ve sor­ted out the events of day. If you trace the­se songs back far enough they tell a sto­ry of whe­re I’ve been and what I’ve seen along the way. That said, most peo­p­le don’t have the time to sort through the hundreds of songs that have coll­ec­ted in the wake of my 20 plus years behind a pia­no, and that’s why I love „Ceci­lia and the Satel­li­te“. As a song it encap­su­la­te so much living against the back drop of a new life. Ceci­lia was writ­ten with the know­ledge that my wife and I would soon meet our first child. With the hope of avo­i­ding ter­ri­to­ry this type of song often treads, I tried to crea­te a road map of the life I had lived lea­ding up to that moment. One my daugh­ter might look back on some day. A stran­ge life of con­stant moti­on, spent tra­ve­ling in the pur­su­it of music. A life I’ve near­ly lost on more than one occa­si­on and one which I am thank­ful for, now more than ever. Deep down this song is about more than me and whe­re I’ve been, it’s about more than my daugh­ter and what I want for her. It’s about being proud of whe­re you come from and wan­ting the most for the peo­p­le you share your world with.

Die Pro­duk­ti­on ist (wie schon bei Andrew McMa­hons Solo-Debüt-EP „The Pop Under­ground“) viel­leicht ein biss­chen sehr plas­tik­haft und elek­tro­nisch, aber: Die­ses „Such Gre­at Heights“-Pulsieren! Die­se Trom­meln-und-Chö­re-Pas­sa­ge! Satel­li­ten! Das ist Musik, genau für mich gemacht.

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Song des Tages: Sugababes – About You Now

Ver­dammt! Nach nur neun Tagen ist die Serie schon zum ers­ten Mal geris­sen!

Ich könn­te mich jetzt raus­re­den, dass ich ges­tern zu beschäf­tigt war, aber die fünf Minu­ten hät­te ich ja eigent­lich auch noch Zeit gehabt.

Aber machen wir ein­fach wei­ter, als wäre nichts gesche­hen:

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Suga­ba­bes – About You Now – MyVi­deo

Zum ers­ten Mal gehört: Irgend­wann im Herbst 2007 ver­mut­lich, zur Ver­öf­fent­li­chung von „Chan­ge“, dem fünf­ten Album der Suga­ba­bes.

Wer musi­ziert da? Die bri­ti­sche Girl­group Suga­ba­bes in ihrer drit­ten Inkar­na­ti­on (Kei­sha, Hei­di und Amel­le). Zwei der Grün­dungs­mit­glie­der hat­ten die Band damals schon ver­las­sen, seit 2009 sind alle drei weg. Auf dem sieb­ten Suga­ba­bes-Album besteht die Band also aus drei kom­plett ande­ren Frau­en als auf dem ers­ten, wohin­ge­gen die drei Ori­gi­nal­mit­glie­der (Mutya, Kei­sha und Siob­han) seit 2011 wie­der in einer neu­en Band (Mutya Kei­sha Siob­han) Musik machen. Das ist so herr­lich absurd, dass nicht mal die Beach Boys und Jour­ney da mit­hal­ten kön­nen.

War­um gefällt mir das? Das fängt schon mit die­sem (zuge­ge­be­ner­ma­ßen sehr plas­tik­haf­ten) Beat an, der auf­fal­len­de Par­al­le­len zum Intro von „Hard To Explain“ von den Strokes auf­weist, hin­zu kom­men die­se Gitar­ren und dann die­ser Refrain, der noch mal eine Schüp­pe drauf­legt. Es ist nicht der bes­te Suga­ba­bes-Song (das ist ver­mut­lich „Over­load“, viel­leicht auch „Push The But­ton“), aber es ist ein­fach ein rund­her­um gelun­ge­ner Pop­song, so wie „Sin­ce U Been Gone“ von Kel­ly Clark­son und „Call Me May­be“ von Car­ly Rae Jep­sen. Wir haben den Song damals mit Occi­dent ein­ge­übt, aber nie live gespielt, wes­we­gen ich auch heu­te noch den kom­plet­ten Text mit­sin­gen kann.

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Song des Tages: Fucked Up – No Epiphany

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Zum ers­ten Mal gehört:

Im Som­mer 2009, als ich mir das Album „The Che­mis­try Of Com­mon Life“ nach zahl­rei­chen Emp­feh­lun­gen end­lich gekauft hat­te.

Wer musi­ziert da? Eine Band, deren Namen man im ame­ri­ka­ni­schen Radio gar nicht nen­nen darf — sind aber auch Kana­di­er. Die Live­shows der Band rund um Front­mann Dami­an Abra­ham müs­sen ein Erleb­nis sein. Ich hab lei­der noch kei­ne besucht.

War­um gefällt mir das? Ich mag die­se Kom­bi­na­ti­on aus den lau­ten Gitar­ren und dem Geschrei auf der einen und die engels­glei­chen Chö­re auf der ande­ren Sei­te. Der Song strotzt – wie eigent­lich alle Songs von Fucked Up, die ich ken­ne – nur so vor Ener­gie.

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Song des Tages: Ini Kamoze – Here Comes The Hotstepper

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Zum ers­ten Mal gehört:

Ich hät­te jetzt „auf Eins­li­ve“ gesagt, aber das kommt chro­no­lo­gisch nicht hin. Dann war es ver­mut­lich „Hit Clip“. Jeden­falls erin­ne­re ich mich noch dar­an, dass mein Onkel, als ich ihn im April 1995 zum ers­ten Mal in San Fran­cis­co besuch­te, den Sound­track zu Robert Alt­mans „Prêt-à-Por­ter“ auf­leg­te und die­ser Song durch sein Apart­ment schall­te (wor­an ich selbst­ver­ständ­lich jedes Mal den­ken muss, wenn ich den Song höre).

Wer musi­ziert da? Ini Kamo­ze, ein jamai­ka­ni­scher Reg­gae-Musi­ker. In Wahr­heit noch vie­le ande­re, denn das Lied steckt vol­ler Samples. Ich weiß noch, wie ich vor ein paar Jah­ren zum ers­ten Mal bewusst „Land Of 1000 Dances“ von Wil­son Picket hör­te und erstaunt fest­stell­te, dass da die­se „Naaa-naa-na-na“-Chöre her­ka­men (also: streng genom­men aus der Ver­si­on von Can­ni­bal & The Head­hun­ters, aber Sie ver­ste­hen, was ich mei­ne).

War­um gefällt mir das? Mir gefällt erschre­ckend vie­les von dem, mit dem ich auf­ge­wach­sen bin. Ich fin­de aber, dass der Song auch nach 20 Jah­ren noch eine ganz eige­ne Cool­ness hat, und – zumin­dest bei mir – sofort gute Lau­ne bringt.

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Song des Tages: Straylight Run – Existentialism On Prom Night

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Irgend­wann im Herbst 2003, neh­me ich an, als die ers­te Demo von Stray­light Run zum kos­ten­lo­sen Down­load im Inter­net ver­öf­fent­licht wur­de.

Wer musi­ziert da? John Nolan, der (damals) ehe­ma­li­ge Gitar­rist von Taking Back Sun­day, sei­ne Schwes­ter Michel­le und ein paar ande­re Musi­ker aus der New Yor­ker Emo-Sze­ne (Emo im eigent­li­chen Sin­ne, nicht die­se Tokio-Hotel-Teen­ager-Vari­an­te. Lesen Sie dazu das Stan­dard­werk „Ever­y­bo­dy Hurts“ von Les­lie Simon und Tre­vor Kel­ley). Die Demo war unfass­bar gut, das selbst­be­ti­tel­te Debüt­al­bum ein Jahr spä­ter hat­te eini­ge groß­ar­ti­ge Songs und danach hab ich die Band dann aus den Augen ver­lo­ren.

War­um gefällt mir das? Nun ja, da wäre zunächst das Kla­vier … Und dann die­se Stim­mung, zwi­schen Melan­cho­lie und Auf­bruch, die in Melo­die und Text („We’­re glad for what we’­ve got /​ Done with what we’­ve lost /​ Our who­le lives laid out right in front of us“) so wun­der­bar auf­ge­grif­fen wer­den. Der (schon ziem­lich coo­le) Song­ti­tel ist eigent­lich nur die Erklä­rung zu den Bil­dern, die da beschrie­ben wer­den („When the sun came up /​ We were slee­ping in /​ Sunk insi­de our blan­kets /​ Spraw­led across the bed /​ And we were dre­a­ming“). Jeder soll­te am Tag sei­ner Abschluss­fei­er die Son­ne wie­der auf­ge­hen sehen und von den Leu­ten umge­ben sein, die man bis dahin jeden Tag gese­hen hat und die einem alles bedeu­tet haben. Freund­schaf­ten müs­sen danach nicht enden (und ich neh­me an, heut­zu­ta­ge ist es leich­ter, in Kon­takt zu blei­ben als … sagen wir: 2002), aber vie­le tun es eben doch. Wie die Zei­len „Sing like you think no one’s lis­tening“ und „You would kill for this /​ Just a litt­le bit“ da inein­an­der ver­wo­ben sind, das jagt mir auch nach zehn Jah­ren im rich­ti­gen Moment Gän­se­haut über die Arme.

[Alle Songs des Tages]