You don’t know me at all

Von Lukas Heinser, 29. Januar 2009 16:38

Achtung: Erhöhte Selbstreferentialität!

Ich weiß weder, wer Michael Arrington, noch, was Techcrunch ist.1 Aber dass er bei dem/der/dem DLD in München2 angespuckt wurde, das habe sogar ich mitbekommen.

Jeder Mensch weiß, dass man sowas nicht macht, und derjenige, der es getan hat, wird sich hoffentlich eine ordentliche Ohrfeige von seiner Mama einhandeln, wenn sie dahinter kommt. Andererseits hat er vermutlich sowieso genug Probleme.

Paul Carr, von dem ich ebenfalls nicht weiß, wer er ist und was er sonst so schreibt, hat für den Online-Auftritt des „Guardian“ einen sehr lesenswerten Artikel geschrieben, in dem er seine eigenen Erfahrungen auf dem/der/dem DLD und bei ähnlichen Ereignissen beschreibt. Wie die Leute auf ihn zukommen und ihn für irgendwelche Gehässigkeiten loben, die er mal geschrieben oder getwittert hat, und ihn fragen, ob er diese Veranstaltung und jene Person morgen auch wieder öffentlich schlachten würde.

Und obwohl mir diese Welt – wie oben oft genug angemerkt – fremd ist, kamen mir Carrs Schilderungen seltsam vertraut vor.

Wenn ich hier mal etwas vorstelle, was mir wirklich gefällt, fallen die Reaktionen bescheiden aus: ein Kommentar oder gar keiner. Wenn ich mich ein bisschen über Symbolfotos von dpa lustig mache, gibt’s deutlich mehr.

Natürlich habe ich in den letzten drei Wochen jede Menge schwachsinniger Obama-Anbiederungen aufgeschrieben. Zum einen, weil ich einmal damit angefangen hatte und ich alle Beispiele auf die eine oder andere Art bemerkenswert fand, zum anderen, weil unsere Leser mich mit Einsendungen überhäuft haben. Als ich die Postkarte in meinem Briefkasten fand, war ich gleichermaßen belustigt von der idiotischen Karte und gerührt von der Geste, dass ein mir unbekannter Mensch mir sowas einfach weitergeleitet hat.

Ich habe schon ernsthaft überlegt, ob ich über Blog-Beiträge wie die zum dpa-Symbolbild oder den ganzen Obamas vielleicht „Achtung, irrelevant!“ schreiben sollte, damit ja niemand glaubt, dahinter stecke mehr als mein schlichter Wunsch, das kurz aufzuschreiben.

Wir haben Coffee And TV vor fast zwei Jahren als Gruppenblog gestartet,3 in dem es um alles gehen sollte, was uns interessiert. Ich wollte Musik, Filme und Bücher, die mir gefallen, mit möglichen Lesern teilen und vor Sachen warnen, die mir persönlich nicht so gefallen. Dass das Thema Medien immer mehr Platz einnahm, lag daran, dass ich mich immer stärker damit beschäftigt habe und mir viele Dinge aufgefallen sind, die mich mitunter empört haben4 oder die ich erwähnenswert fand, weil sie lustig, merkwürdig oder auch einfach nur gut waren. Dass es mehr Platz braucht, wenn man über bizarre Stille-Post-Spielchen und Ungereimtheiten bei der Recherche schreibt, als wenn man eben einen guten Text empfehlen will,5 liegt wohl in der Natur der Sache.

Natürlich ist es etwas hinderlich, dass hier im Blog kurze Quatsch-Beiträge und längere Gedankengänge, die mir wichtig sind, völlig gleichberechtigt übereinander stehen. Hier gibt es keine Aufmacher und keine „Kurz notiert“-Spalte und das mag ich eigentlich auch. Ich vertraue darauf, dass die Leser merken, was mir wichtig ist und was nicht, und ich bin mir sicher, dass das bei den meisten auch ganz gut gelingt.

Als ich am Montag die Meldung der „Berliner Zeitung“ zum Atommülllager Asse verlinkte und mit dem spontanen Gedanken, der mir beim Hören der Meldung gekommen war, anreicherte, dachte ich, dass die drastischen Worte, die ich hier im Blog sonst nie benutze, für sich sprechen und meiner Resignation gegenüber unserer Bundesregierung Ausdruck verleihen würden. Stattdessen erfuhr ich aus den Kommentaren,6 dass dieses Blog „von sinnloser Polemik, Hochnäsigkeit, pseudo-politischen Anmaßungen und Klugscheißerei“ lebe.

Da fragte ich mich schon: Mache ich auf Sie wirklich den Eindruck eines arroganten, blasierten Menschen, der nie weiß, worüber er schreibt und sowieso nur austeilen will?

Falls ja, würde ich nämlich sofort aufhören mit diesem Blog.

  1. Und Sie sind bitte so anständig und schreiben jetzt nicht alle „Das ist doch … !“ []
  2. Da weiß ich auch nicht so ganz, was das ist aber das ist auch unerheblich. []
  3. Und es ist immer noch eines, auch wenn die Autoren weniger geworden sind und ich am häufigsten schreibe. []
  4. Wobei ich von niemandem erwarte, dass er meine Empörung teilen muss. []
  5. Beachten Sie dazu die Rubrik „Lesetipps“ in der rechten Spalte dieses Blogs. []
  6. Natürlich von einem anonymen Kommentator. []

44 Kommentare

  1. tux.
    29. Januar 2009, 17:03

    Wenn ich jetzt „ja“ schreibe, bin ich dann schuld?
    Dann kann ich drüber bloggen und mich wichtig fühlen.

    ;-)

  2. Manuel
    29. Januar 2009, 17:11

    Also wenn DU sofort aufhören solltest, versteigerst Du dann auch den Blog?

  3. Alberto Green
    29. Januar 2009, 17:21

    Quatsch, das war doch dieser raventhird, oder? Der tingelt von Spreeblick zu Stefan uns wieder zurück zu dir und schreibt überall drunter, wie irrelevant doch der Eintrag sei, den er gerade kommentiere. Bitte nicht zu Herzen nehmen, lieber das: Ich freue mich jedenfalls immer, wenn hinter Coffee And Tv ne 1 steht; manchmal versuche ich auch einen Artikel herbeizuklicken, klappt nie!

  4. B
    29. Januar 2009, 17:30

    Auch wenn ich sagen würde, dass die letzten Wochen nicht grade die besten dieses Blogs waren, fänd ich es doch sehr schade wenn du (warum sie ? o0) mit dem blog aufhören würdest.
    Wer sich über Polemik in einem blog aufregt, der hat echt nicht verstanden worum es in einem blog geht.
    Du hast hier viele artikel veröffentlicht die ich sehr interessant fand (zb das interview mit arvid bell etc.).

  5. Ommelbommel
    29. Januar 2009, 18:04

    Eigentlich sind die doch alle <a href=“http://www.youtube.com/watch?v=kGC-xRI307s“ verliebt in dich und versuchen das mit gemeinen Kommentaren zu ueberspielen. Wie frueher in der Grundschule, nur ohne Zettelchenschreiben.

  6. heinzkamke
    29. Januar 2009, 18:09

    Absurder Gedanke, Coffee and TV wolle primär „austeilen“. Ganz im Gegenteil: selbst die vermeintlichen Austeiltexte sind in der Regel vergleichsweise freundlich geschrieben; manchmal schimmert auch Sympathie für die eigenen „Opfer“ durch.

    Abgesehen davon habe ich gerne über die Obama-Sachen geschmunzelt, würde das auch weiterhin tun, und freue mich gleichzeitig auf ausführlichere Texte.

    Im Sinne der ultimatiben Lobhudelei kann ich mich Alberto Green anschließen und zudem festhalten, dass selbst bei übervollem Reader Coffee and TV zu den Feeds gehört, die nicht der mitunter unumgänglichen Radikallösung „Alles als gelesen markieren“ zum Opfer fallen.

  7. heinzkamke
    29. Januar 2009, 18:11

    Kann man Tippfehler durch gegenläufige Fehler avgelten?

  8. Nummer 9
    29. Januar 2009, 18:38

    Nicht zu vergessen der Kommentator, der neulich bei dir die „Blogosphäre“ verflucht hat, weil du es gewagt hast, etwas positives über das Dschungel-Camp zu schreiben… was zeigt, dass man auch für Positiv-Beiträge kritisiert wird.

    Wenn man aber etwas kritisieren darf: Diese Obama-Serie fand ich persönlich schnell ausgelutscht und ich fühle mich unwohl, wenn ich hier gesietzt werde. Und ja: Ich habe versucht nicht persönlich beleidigend zu werden.

    Und das mit dem Gruppenblog geht hier ganz schön unter ;)

  9. Frontbumpersticker
    29. Januar 2009, 18:40

    So ist halt das Internet. Irgendwelche Leute finden Gefallen an einem Blog ohne den Menschen dahinter zu kennen (was nur anhand von ein paar Einträgen auch kaum möglich ist). Die Vorstellung die man sich vom Autor macht komplettiert man dann durch eigene Vorstellungen, Vorlieben und Klischees, bis man eine halbwegs klare Vorstellung hat: „So sieht der Typ aus dessen Kram ich hier lese.“ Dass diese Kunstgestalt letztendlich an der Realität scheitert (genauer: scheitern muss) ist tragisch aber zwangsläufig. Ich habe Leute getroffen, die von Niggemeier, Knüwer und Alphonso gesprochen haben als wären es alte Bekannte. Getroffen hatte die niemand von denen, aber sie reagierten recht aggressiv darauf wenn man das anmerkte (und bevor Missverständnisse aufkommen – ich kenne die drei auch nicht persönlich). Der langen Rede kurzer Sinn: in Blogkommentaren findet man seltsames Volk. Dem kann man Beachtung schenken (Feedback ist ja an sich positiv), für repräsentativ halten muss man es nicht. Der durchschnittliche Blog-Leser hat nämlich eine typische Eigenschaft die ihn von denen abhebt: er kommentiert praktisch nie.

  10. Nummer 9
    29. Januar 2009, 18:48

    @Front…: Das passiert aber auch erst ab einer gewissen Größe. Bei den meisten Blogs, die ich so verfolge (und die dann meistens auch eher alltägliche Inhalte haben und nicht in Richtung Journalismus gehen), kennt man die Kommentatoren wenigstens soweit, dass man sie einzelnen Blogs zu ordnen kann. Und bei diesen Blogs gibt es dann auch keine „graue Leserschaft“, die nur konsumiert. Die Probleme kommen ja dann erst mit der Größe des Publikums.

    @Lukas: Wie viele Visits hast du denn so im Schnitt pro Tag? Bildergalieren bitte rausgerechnet.

  11. Taraxacum
    29. Januar 2009, 18:53

    Genau!

    Bitte nicht aufhören – ich brauch in einsamen Nächten doch was zum lesen… und da ist u.a. dieses Blog genau das Richtige.

  12. Manuel
    29. Januar 2009, 18:55

    Moooooooooment. Das mit dem Dschungel-Camp war ich, oder?

    Da darf ich doch wohl meckern, wenn das hochgelobt wird! Oder mus man alls was niedergemacht wird bemeckern und alles, was hochgelobt wird bejubeln?

  13. irgendwer
    29. Januar 2009, 18:58

    Ein Blog lebt doch gerade von der Subjektivität. Von daher finde auch auch den Artikel, unter welchem der Vorwurf der Polemik stand, völlig okay – ungeachtet jeglicher politischen Einstellung.
    Nur – für ein „Sie“ schreibst Du generell und Gott sei Dank nicht förmlich genug. :)

  14. Bernie
    29. Januar 2009, 19:05

    Arroganter blasierter ahnungsloser Austeiler? Nö, überhaupt nicht. Und wenn ich das sage, dann heißt das doppelt was, denn ich bin in politischen Fragen oft nicht Deiner Meinung. Ich lese hier mit, weil Du eine Haltung hast und diese gut und stilvoll untermauern kannst, und sei es durch ein beherztes „Fickt euch“. (Außerdem hast Du einen passablen Musikgeschmack und bist Borussia-Fan.)

    Ich wunder mich auch immer wieder darüber, welche Beiträge in meinem Blog Resonanz bekommen – und welche nicht. Liegt vielleicht daran: Lang liest keiner. Und eingebettete Videos guckt keiner.

  15. Manuel
    29. Januar 2009, 19:10

    Moment, Lukas – Du bist Borussia-Fan? Ich kündige mein Abo!!! ;-)

  16. Tobias
    29. Januar 2009, 19:28

    Richtig .. allein der Fußballgeschmack sollte einem zu denken geben … ;o)

    Mir gefällt die für mich durchaus vorhandene Abwechslung .. auch wenn mir die Obamaserie am liebsten selber eingefallen wäre – was sie gottseidank nicht ist, denn dann „müsste“ ich ja dauernd auf der Suche sein, um neues Futter zu finden – überklicke ich sie meistens und suche mir in jenem Falle ältere Beiträge und lese sie nochmal, da du eine gute Schreibe hast.

    Also mein Fazit: Bist du nicht!

    In diesem Sinne.

    Gruß Tobias

    EINMAL FC – IMMER FC

  17. coffee annan
    29. Januar 2009, 19:51

    absurder gedanke. mittelsporadische lektüre deiner twitter-updates und blog-texte führt mich dazu, dich sympathisch, vielleicht sogar sehr sympathisch, zu finden (und das kommt gar nicht mal so oft vor, wohlgemerkt, vor allem bei twitter).

  18. Nummer 9
    29. Januar 2009, 19:53

    @Manuel: Wenn du da als „heumahd“ kommentiert hast, dann ja ;)

  19. asdrubael
    29. Januar 2009, 19:57

    „Ich freue mich jedenfalls immer, wenn hinter Coffee And Tv ne 1 steht; manchmal versuche ich auch einen Artikel herbeizuklicken, klappt nie!“
    Dito ich sehe das hier auch nicht als „Austeil Blog“ und finde gerade die Mischung der Themen sehr interessant. Da gibt es ganz andere Pseudo oder offiziell „Watch“/Kritisier Blogs wo sich schneller Tristesse einstellt.

    Wovon ich allerdings überhaupt kein Fan bin ist die schier endlose Masse an (Quatsch) Video Filmchen die „die Blogosphäre“ in letzter Zeit überschwemmen. Oft genug hat man keine Möglichkeit und/oder auch einfach keine Lust laut Sound aufzudrehen um sich 2,5 Minuten berieseln zu lassen. Das haben aber auch Stern.de und Co. noch nicht begriffen.

  20. Sebastian S.
    29. Januar 2009, 20:06

    Der Artikel über Asse II war ja einer der wenigen, die überhaupt Politik zum Thema hatten (wenn man mal von den Beiträgen absieht, in denen es um das mediale Auftreten von Politikern geht), davon wünsche ich mir eigentlich mehr. Auch wenn Du dann doch recht schnell aus der Haut fährst, Beiträge über die Linke zum Beispiel kommen ja auch recht emotional daher.

  21. Susanne
    29. Januar 2009, 20:06

    “Ich freue mich jedenfalls immer, wenn hinter Coffee And Tv ne 1 steht; manchmal versuche ich auch einen Artikel herbeizuklicken, klappt nie!”

    Das ist so schön gesagt, da kann ich auch nochmal zustimmen. Ich find’s hier schön ;)

  22. Jan II
    29. Januar 2009, 20:24

    Ich will noch viel mehr über das Bürgerforum Solidarität lesen! Will Frau Zepp-LaRouche immer noch eine Betonbrücke bis ins Palinsche Alaska? CoffeeandTV, bitte helfen Du mir!!!

  23. SvenR
    29. Januar 2009, 20:41

    Fishing for Compliments — klappt ;-)

    Du weißt, was ich von Dir und Deiner Schreibe halte: http://www.coffeeandtv.de/2008.....mment-7899

    Lustig, damals waren wir noch per Sie.

    Aber ich muss zugeben, Alberto hat es wieder einmal auf den Punkt gebracht. So sind sie halt, die Intelektuellen.

  24. Kat
    29. Januar 2009, 21:57

    Ich bin einer dieser „Konsumierer“ die so gut wie nie kommentieren und muss mich den Vorschreibern anschließen. Habe nicht den Eindruck, dass es hier ums Austeilen oder Meckern geht, sondern eher um kritischen Umgang mit den Themen die Du wählst. Sicher ist das subjektiv, das ist ja der Sinn der Sache.

    Dasselbe passiert auch im Niggemeier-Blog, wie Alberto Green schon sagte. Manchmal reibe ich mir die Augen wenn ich einen Artikel lese, der für mich schlüssig die *Meinung* des Bloggers wiedergibt und dann lese ich die Kommentare in denen diverse Menschen Elitismus schreien und wie hoch der Autor angeblich auf seinem Ross sitzt. Ablaufen lassen.

    Und bloß nicht aufhören mit den Geschichten aus der Lokalpresse, als ehemaliger Berliner hab ich jedesmal Spaß an den Berichten zu Bochum und der Loveparade und Deinen pointierten Kommentaren dazu! :D

    (Zum Thema Musikgeschmack, ich geh jetzt meinen Mann ermorden der schon den ganzen Tag Captain Jack und so anderes repetitives Zeugs auf youtube laufen hat. So geht das auch ganz ohne Diskussionen.)

  25. Hirngabel
    29. Januar 2009, 22:01

    Das Problem bei solchen Einträgen, die nette kleine Videos wie den Lego-Clip verlinken, ist doch ganz einfach folgendes:
    Was soll ich großartig anderes kommentieren als „Oh wie toll!“? Und bringt man dann einen solchen Kommentar, dann habe ich zumindest immer das schlechte Gefühl, das wirkt dann doch eh nur nichtssagend und anbiedernd. (Oder man kommentiere nur, um vielleicht noch ein, zwei Klicks auf seinen eigenen Blog abzubekommen)

    Naja, jedenfalls bleibt das hier weiterhin mein absolutes Lieblingsblog aus dem Bereich „Popkultur“. Auch wenn Du weiterhin so viel gegen Köln stänkerst.

    Und jetzt hör ich Ben Folds (auf den ich übrigens hauptsächlich wegen dieses Blogs aufmerksam geworden bin – trotz durchschnittlicher Wertung fürs neue Album).

  26. Ommelbommel
    29. Januar 2009, 22:14

    Hm, wo ist denn mein Kommentar geblieben?

  27. Sonja
    29. Januar 2009, 22:14

    Ich dachte, ich wäre durch ausgiebiges Lurken hier durchaus heimisch geworden, bis ich dann plötzlich gesiezt wurde… jetzt frage ich mich auch, wer Sie eigentlich sind, wer ich, und überhaupt.

  28. cookie
    29. Januar 2009, 22:48

    Meiner Erfahrung nach ist es einerseits tatsächlich so, dass die „stille Leserschaft“ existiert, die sich, wie auch ich, sehr selten zu Wort meldet, aber nichtsdestotrotz die Lektüre zu schätzen weiß. Andererseits ist das Internet schon ein Ort, wo Menschen drastischere Worte in den Mund nehmen, als sie sie einer „realen“ Person gegenüber tatsächlich äußern würden. Dazu würde ich den o.g. Kommentar zählen. Aufregen ist immer einfach, aber wenn man sich über einen Beitrag freut, scheint Kommentieren oft überflüssig, wie von Vorrednern ja schon erwähnt.

  29. epihelix
    29. Januar 2009, 23:49

    Ich empfand die „Kritik“ nicht der Bezeichnung würdig, sondern eher trollig. Leere Phrasen. Fuck it all.

    Da sind Menschen die Konzertsäale füllen die dich mögen, die deine Sätze lesen, die deine storys lieben. Genieß es.

  30. Manuel
    29. Januar 2009, 23:53

    @#9: Nee, dann war das doch jemand anderes.

  31. Philip S.
    30. Januar 2009, 0:13

    Sei doch froh dass man nicht unter jedes Tube Video * Yeah geil* schreibt, sondern dass dich stattdessen nilz (http://www.qlod.org/weltfrieden/?p=1032) und nilz dann von rené (http://www.nerdcore.de/wp/2009.....ashington/) verlinkt wird und man dann einfach nichts mehr dazu sagen kann und meiner Meinung nach auch nicht muss, außer du möchtest wirklich beweihräuchert werden was du für so was doch gar nicht nötig hast. Ich freu mich über so was (vor allem weil ichs als Lieblingsvideo) angegeben, hab aber nicht das Gefühl ich könne noch was sinnvolles beifügen. Gibt halt so Momente in denen Schweigen einfach das Beste ist.

    Du hast meiner Meinung nach einen der sympathischsten, deutschen Blogs und auch wenn mir das mit „yes we can“ auf die Nerven ging, mag ich andere Dinge umso mehr. Vor allem die etwas hintergründigen RBeiträge (siehe INSM) oder wenn du mal wieder dazu kommst ein wenig über neue Musik zu bloggen.

    Und wo wir schon beim Thema Hochnäsigkeit und austeilen sind:
    Betrachtet man angenehme Hinweise bei Thomas Knüwer (http://blog.handelsblatt.de/in.....hp?id=1964) werden diese auch nicht groß kreditiert, bestimmt aber wahr genommen.

    Das alles scheiße ist schreit man in Deutschland gewohnter Weise immer lauter…

    Das haben hier wahrscheinlich schon x Leute geschrieben haben aber denke wenn du schon danach fragst dann raus damit…

  32. Philip S.
    30. Januar 2009, 0:16

    ach ja wie wärs mit ner Edit Funktion für Kommentare?
    Dann würd ich mich später nicht so Ärger was für bescheuerte Fehler ich in meine Comments einbaue…

    sollte heißen: Ich freu mich über so was (vor allem weil ichs als Lieblingsvideo angegeben hab) aber nicht das Gefühl hatte ich könne noch was sinnvolles beifügen. Gibt halt so Momente in denen Schweigen einfach das Beste ist.

  33. Coffee And TV: » Change
    30. Januar 2009, 0:23

    […] Dank für die vielen Kommentare, E-Mails und sonstigen Nachrichten, die Sie mir in meiner kleinen Sinnkrise haben zukommen […]

  34. mary
    30. Januar 2009, 0:25

    Zu deiner Frage am Ende des Textes: Nein. Auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt (von mir) anbiedernd klingt, möchte ich einfach sagen, dass ich dein Blog sehr mag. Es gibt nicht viele, die ich so häufig lese, und das liegt auch an der Person, die dahinter steht.
    Ich habe dich nicht als arrogant/blasiert/wasauchimmer wahrgenommen und finde es sehr schade, dass es tatsächlich Leute gibt, die über dich so widerwärtige Dinge verbreiten. Nähme ich dich als unangenehmen Menschen wahr, der das praktiziert, was dir vorgeworfen wird, würde das definitiv die Lust am Lesen dämpfen. Und so denke nicht nur ich, wie ja schon zuvor deutlich wurde.

    Bezüglich der (fehlenden) Kommentare bzw. deren Verteilung: Wenn du etwas Amüsantes, leicht Zugängliches postest, so hat man dazu schnell mal was hingetippt.
    Geht es jedoch tiefer und erfordert, dass der Leser sich damit intensiver auseinandersetzt oder er merkt, dass es für dich eine persönliche Bedeutung hat, so glaube ich nicht, dass dieser das Interesse verliert… aber vielleicht davon absieht, einen Kommentar zu verfassen, aus Angst, dem von dir Geschriebenen nicht gerecht zu werden. Kommentare sind oft genug banal (ich beziehe mich hier besonders auf die Entrüstungs- bzw. Schmunzelbeiträge), und je nach Verfassung fällt es vielen auch leichter, was Banales zu schreiben. Ich persönlich muss zugeben, dass ich bei Beträgen, die in dem Sinne mehr bedeuten, etwas Respekt davor habe, zu kommentieren. Auch weil ich oft nicht die richtigen Worte finde, es total doof klingt und ich dann alles wieder lösche und denke „ach, das bringt’s jetzt auch nicht, diesen Brei von Kommentar zu hinterlassen.“
    Mh, und jetzt grade denke ich auch schon wieder, dass ich nicht die richtigen Worte gefunden habe. Du kannst dir sicher sein, dass viele Menschen dieses Blog und die Art, wie es betrieben wird, sehr schätzen. Auch die zahlreichen (bestimmt auch zeit- und gedankenintensiven) Rückmeldungen hier zeigen das… jedenfalls wäre die Reaktion eine ganz andere, hätte man wirklich den Eindruck, hinter deinen Beiträgen stünde nur ein geltungssüchtiger Selbstdarsteller, der vor allem schreibt und veröffentlicht, um sein Riesenego zu streicheln oder streicheln zu lassen. So einer steht wohl eher hinter der Kritik. Nimm dir das bitte nicht zu Herzen, mehr als genug Menschen können dir bestätigen, dass du mit so etwas nicht deine Zeit verschwenden solltest, das ist Mist.

    Und zum Titel dieses Beitrags: Ja, es wäre überzogen, würde ich wirklich behaupten, dich zu kennen. Aber ich habe durch deine Beiträge eine gewisse Vorstellung/einen Eindruck von dir und der hat nichts mit dem in der Kritik Geäußerten zu tun.

  35. Lukas
    30. Januar 2009, 0:36

    @Ommelbommel, #26: Das Spam-Aussortier-Monster hatte sich in Deinem Kommentar verbissen. Er ist wieder da.

    @Philip S., #32: Ich seh mich mal nach einem Plugin zum Kommentare editieren um. Hier sollte eh so vieles neu gemacht werden …

    @ALLE: Ach, Ihr seid so gut zu mir. Kommt doch grad mit rüber, da können wir gemeinsam anstoßen!

  36. Kim
    30. Januar 2009, 8:30

    auch, wenn deine sinnkrise bereits erfolgreich abgewendet ist, vielleicht einen schlauen spruch fürs nächste mal: was kümmerts die eiche, wenn sich ne sau dran reibt ;-)

    kritik, die emotional wird, in der es nicht mehr um die sache, sondern um den menschen geht der kritisiert wird, verrät ganz ganz oft hauptsächlich etwas über den der unsachlich wird und sollte nicht dazu führen, sich selbst in frage zu stellen. mal laienpsychologisch ins unreine geschrieben, kann dich jemand nur als arrogant empfinden, der mit sich selbst nicht im reinen ist, sich von dir o. anderen mehr beachtung wünscht, seine wertvorstellung und meinung wie das leben und die menschen zu sein haben über alles stellt….

    aber das ist nicht dein problem. du weißt wie du bist und wer du bist. und wenn das nächste mal einer kommt, der sich virtuell ein „feindbild“ von dir zugerecht gezimmert hat: who cares? überleg dir, was es über den anderen verrät und lass die sau sich kratzt. wenns nicht mehr kratzt zieht sie weiter ;-)

    lieben gruß
    kim
    eigentlich teil der anonymen grauen gern-leser-massen

  37. Kim
    30. Januar 2009, 8:32

    „lass die sau sich kratzen, wenns nicht mehr juckt zieht sie weiter“ sollte der letzte satz heißen. (argh, sorry)

  38. ckwon
    30. Januar 2009, 9:15

    Wo ´du es auch erwähnst: Danke für die Rubrik Lesetipps. Habe da schon so manches interessantes gefunden!

  39. Jens
    30. Januar 2009, 19:07

    Den Beitrag lese ich leider erst jetzt, sonst hätte ich es Dir gestern schon gesagt. Und ich muß mich auch gleich bei den Kommentatoren vor mir entschuldigen – die habe ich nämlich alle nicht gelesen.

    Aber wenn sich wirklich jemand über Deinen Asse-Beitrag aufregt, dann scheint er wohl von der Atomlobby zu kommen, denn ich habe ungefähr ähnlich wie Du darüber gedacht und nur keine Muße gefunden über diesen energiepolitischen Unsinn zu bloggen!

  40. Oke Johannsen
    31. Januar 2009, 15:57

    Hier schreibt jetzt mal zur Abwwechslung kein Fanboy.

    Ich lese hin und wieder mal Beiträge in diesem Blog und hin und wieder mal auch nicht, weil sie mir zu oberflächlich und unreflektiert erscheinen. Dieser Atommüllbeitrag ist ein Beispiel.

    Also, kurz und gut: Ja.

  41. Matthias Sch.
    2. Februar 2009, 3:15

    erstmal (nachträglich) kurz und gut: nein!

    Und – ich kann es mir nicht verkneifen – zu deiner Fußnote 2:

    >>Da weiß ich auch nicht so ganz, was das ist aber das ist auch unerheblich<<

    MÜNCHEN ist eine kleine süddeutsche Stadt (mit einer Gurkentruppe, die meine Gürkchentruppe diese Woche entpokalisiert hat). Also ich finde, das ist nun echt Allgemeinbildung, selbst in Bochum ;-)

  42. fred
    2. Februar 2009, 21:01

    Malte hat mal vorgeschlagen, sich jeden Kommentatoren, der einen ärgert, nackt vorzustellen.

    Kein Scheiß, das hilft.

  43. heinzkamke
    3. Februar 2009, 11:36

    Beinahe hätte ich die schöne Erfahrung verpasst, endlich einmal als fanboy zu gelten.

    Danke, Oke Johannsen, für diesen tiefgründigen, wohl reflektierten Kommentar.

  44. Scribito – Ich erlaube mir zu denken » Post Topic » Klickbefehle …
    22. Dezember 2010, 10:25

    […] You don´t know me at all Lukas Heinser bei Coffee and TV über die Zweifel eines Bloggers. Ein etwas älterer Artikel, den ich aber kürzlich wieder interessant fand. […]