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Gesellschaft Leben

Am Lehrgutautomaten

Nach dem Sieg der deut­schen Mann­schaft im Fina­le der Bas­ket­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft der Her­ren über­kam mich ges­tern Abend – nicht zum ers­ten Mal – die Fra­ge, was zum Hen­ker eigent­lich der Begriff „Unter­pfand“ aus­drü­cken soll, der da in der deut­schen Natio­nal­hym­ne so herr­lich sper­rig her­um­steht.

Die­ses Mal hab ich ein­fach gegoo­gelt und die meis­ten pro­mi­nent plat­zier­ten Such­ergeb­nis­se bezo­gen sich expli­zit auf die Fra­ge, was die­ses Wort in der Hym­ne aus­drü­cken soll.

Die Inter­net­sei­te der Gesell­schaft für deut­sche Spra­che erschien mir eine ange­mes­sen seriö­se Quel­le zu sein. Aller­dings ließ mein Ver­trau­en in den Erklär­text ins­ge­samt deut­lich nach, als ich das hier las:

Gerade im Kontext eines internationalen Turniers wie einer Fußballmeisterschaft oder einer Olympiade ist der Ausdruck interessant, da er mit ähnlicher Bedeutung in zahlreichen anderen Sprachen existiert:

Eine „Olym­pia­de“ ist der Zeit­raum zwi­schen zwei Olym­pi­schen Spie­len. Ich weiß das seit der sechs­ten Klas­se, als es mir Herr Lehr­feld in einer Ver­tre­tungs­stun­de erklärt hat, aber ich wür­de sagen, dass man es nicht zwin­gend wis­sen muss, wenn man nicht gera­de als Sportreporter*in arbei­tet — oder halt für die Gesell­schaft für deut­sche Spra­che.

Die Gesell­schaft für deut­sche Spra­che hät­te es aller­dings auch leicht nach­le­sen kön­nen. Zum Bei­spiel auf ihrer eige­nen Web­site.