Inzwischen, mittlerweile, neu
Von Lukas Heinser am Sonntag, 22. März 2009 23:12
Kategorie: Digital Ist Besser

[Bild.de, 20. März 2009]

["Welt Online", 20. März 2009]
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[blick.ch, 22. März 2009]

[express.de, 22. März 2009]

[suedkurier.de, 22. März 2009]
Frage: Wann wurde die Facebook-Gruppe “Ich könnte Peer Steinbrück pausenlos die Fresse polieren!” gegründet?
Antwort: Irgendwann vor 11:42 Uhr am 29. Oktober 2008 — da wurde nämlich der älteste Kommentar in der Gruppe abgegeben:

Aber das Alter von Facebook-Gruppen ist erfahrungsgemäß ein bisschen schwerer zu bestimmen.
Montag, 23. März 2009 8:27
frage: muss welt online den satz: “Die Bild zeitung berichtet..” schreiben?
Ich meine, es wäre ja nicht sonderlich schwer das selbst nachzuschauen und dann als “selbst recherchiertes” material auszugeben.
wahrscheinlich ist aber facebook in der redaktion gesperrt :D
Montag, 23. März 2009 8:54
[...] 3. “Inzwischen, mittlerweile, neu” (coffeeandtv.de, Lukas) Die Facebook-Gruppe “Ich könnte Peer Steinbrück pausenlos die Fresse polieren!” wurde “irgendwann vor 11:42 Uhr am 29. Oktober 2008″ gegründet. Dennoch erwecken einige Medien den Eindruck, die Gruppe sei neu. Zum Thema schreibt auch bildblog.de: “Fressemeldung mit Fehlern“. [...]
Montag, 23. März 2009 9:36
Peer Steinbrück die Fresse polieren zu wollen hat in der Formulierung auch wenig mit dem Bankgeheimnis zu tun… Vielleicht überfuhr der Peer die Katze des Gründers und entschuldigte sich nicht?
Montag, 23. März 2009 10:14
@dellife:
Die Gründung der Gruppe dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Steinbrück kurz vorher der Schweiz mit der Peitsche gedroht hat.
http://www.epochtimes.de/artic.....56330.html
Diese Wortwahl ist dort schon damals nicht besonders gut angekommen. Bei den in der Schweiz lebenden Deutschen, die u.A. diese Art der Diplomatie ausbaden müssen, übrigens auch nicht.
Montag, 23. März 2009 19:35
@Residium: Noch absurder ist das, was der “Express” als Quellenangabe aufführt:
Bei 20min.ch steht dann nämlich:
Um den (winzigen) “NZZ”-Artikel lesen zu können, hätte man aber entweder eine Zeitung zur Hand haben oder 2,38 Euro für eine PDF (dieser Meldung, wohlgemerkt, nicht der ganzen Zeitung!) berappen müssen. Und weil man ja sparen muss als Zeitung, kann man die Quellen ja immer noch über Bande verwenden.
Dienstag, 24. März 2009 12:19
Was lernen wir daraus – dass Journalisten sich lieber gegenseitig falsch zitieren, als Details selbst zu checken, selbst wenn es nur wenige Minuten dauern würde?
Samstag, 28. März 2009 20:03
Für Kulturpessimisten:
“Ich könnte Peer Steinbrück pausenlos die Fresse polieren” ist mal wieder so ein Satz, den die Deutsche Sprache vor Erfindung des Internets nie zugelassen hätte.
Dienstag, 31. März 2009 14:31
Wenn die Journalisten echte Hass Gruppen finden wollen, dann hätten sie lieber auf http://www.hatebook.org gesurft haben müssen.
Im Unterschied mit Facebook, konnte man (die Webseite ist momentan unverfügbar) sogennante “Homies” anstatt “Freunde” haben, und Hass Nachrichten schicken…