Börek Obhammer

Von Lukas Heinser, 28. Oktober 2008 0:25

In einer Woche wird in den USA ein neuer Präsident gewählt.

Ob die deutschen Journalisten bis dahin noch lernen werden, dass der Name des demokratischen Kandidaten [bəˈrɑːk oʊˈbɑːmə] ausgesprochen wird und nicht [‚bæræk o’bæmɑ]?

Nachtrag, 13:22 Uhr: Auf vielfachen Wunsch gibt’s das Ganze jetzt auch audiovisuell:

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23 Kommentare

  1. blavont
    28. Oktober 2008, 6:50

    ein tonbeispiel (besser noch zwei) würden mir beim verstehen helfen ;-)

  2. moritz
    28. Oktober 2008, 9:30

    schließe mich diesem wunsch an. gerne auch per youtube, damit ich die lippenbewegungen imitieren kann

  3. Alberto Green
    28. Oktober 2008, 9:42

    Warum sollten sie den Namen des amerikanischen Präsidenten denn korrekt aussprechen und den des französischen, finnischen, chinesischen, i- und honduranischen Präsidenten aber weiterhin falsch?

  4. Kasulja
    28. Oktober 2008, 9:51

    Die Amis können „Merkel“ sicher auch nicht perfekt aussprechen. So ist das nun mal bei der eigenen Sprache fremden Namen.

  5. Lukas
    28. Oktober 2008, 10:03

    Aber warum sollten die Deutschen einen kenianischen Namen amerikanischer aussprechen als es die Amerikaner tun?

    Hörbeispiele kommen!

  6. Kathrin
    28. Oktober 2008, 10:09

    Das schlimme ist ja, dass sie Obamas Namen auch dann falsch aussprechen, wenn dieser nur Sekunden vorher bereits im Originalton eines übersetzten Interviews aufgetaucht ist.

  7. Volker
    28. Oktober 2008, 13:36

    Huch! Plötzlich läuft hier The Shining…

  8. fabian
    28. Oktober 2008, 14:04

    ..dem Pullover nach eher Nightmare on Elm Street.

  9. iolanthe
    28. Oktober 2008, 14:25

    Ich bin begeistert! Du solltest überlegen, einen Englisch-Onlinekurs anzubieten.

    Lautschrift-Analphabeten empfehle ich ansonsten für den Anfang wikipedia; http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen

  10. iolanthe
    28. Oktober 2008, 14:39

    Ach ja, wo du das gerade so schön erklärst, hätte ich gleich noch eine Frage, die mich schon lange beschäftigt (ich kann kaum noch gut schlafen!).
    Wo hören die Leute denn da am Ende von Obama immer das Schwa? Ich sehe das tatsächlich auch immer so transkribiert, aber für mich hört sich /obama/ eigentlich eher nach [oʊˈbɑːmɐ] an. Bin ich doof oder taub?

  11. Lukas
    28. Oktober 2008, 14:56

    Ich bin mal im Langenscheidt ein paar „englische“ Wörter durchgegangen, die überhaupt mit einem „a“ enden:

    lava [‚lɑːvə]
    gamma [‚gæmə]
    Messiah [mɪ’saɪə]

    „grandma“ wird mit einem /ɑː/ am Ende transkribiert, aber sonst scheint das Schwa schon die Regel zu sein.

    /ɐ/ scheint mir im Englischen als Auslaut eher ungebräuchlich.

    Allerdings ist mein Phonetikkurs auch schon wieder zehn Semester her …

  12. iolanthe
    28. Oktober 2008, 21:06

    Hmm, okay, wenn die Amerikaner das so mögen…
    Ein /ɑ/ am Ende ist es ja nun auch nicht, dann sollen sie halt ihr Schwa behalten ;-)

  13. Kunar
    28. Oktober 2008, 21:54

    Telekaffee – allein das Wort schon! Das Englische hat allerdings eine verwirrende Vielzahl von Lauten, die gelegentlich mit dem Schriftbild in Übereinstimmung gebracht werden können.

  14. meistermochi
    28. Oktober 2008, 22:41

    ist auch irgendwie scheißegal.

  15. Mone
    29. Oktober 2008, 8:32

    Hab bis jetzt nie laut den Vornamen von Obama ausgesprochen. Werde es mir trotzdem merken. Es gibt immer ein erstes Mal.

  16. the Geek
    29. Oktober 2008, 16:24

    Deine Interpretation eines „Fernseh-Dozenten für Fremdsprachen“ ist eigentlich ziemlich genial. Diese teils verstörende (und möglicherweise autobiografische) Neigung Zuschauer anzubrüllen gibt dem eine völlig neue unvorhersehbare Entwicklung. Erinnert auch ein stückweit an das HB-Männchen. Das wäre sicher auch ein Ansatz für sonst eigentlich ziemlich langweilige (öffentlich-rechtliche) Fernseh-Lehrfilmproduktionen und so manche eingestaubt wirkende Dokumentation / Ratgebersendung / Talkshow.

  17. Patrick
    29. Oktober 2008, 17:36

    Das könnte auch n Flashback bei Family Guy sein

  18. Andreas
    31. Oktober 2008, 16:31

    Erinnert mich (bin ja schon etwas älter) an die Anstrengungen von Radio- und Fernsehsprechern, die sie mit Lech Walesa hatten. Ungefähr jedes halbes Jahr gab es senderübergreifend eine neue Aussprachevariante. Ich dachte ständig, die haben dort einen neuen Arbeiterführerpräsidenten. Ich weiß bis heute nicht, wie der sich korrekt ausspricht. Walesa, Welensa, Walonsa, Walosa. Bildungsauftrag nicht erfüllt. Kriege ich die Gebühren zurück erstattet?

  19. Lukas
    3. November 2008, 23:00

    Weil grad die „Tagesthemen“ laufen: Tom Buhrow und Hanni Hüsch sprechen’s richtig aus.

  20. iolanthe
    3. November 2008, 23:45

    ich muss auch fairerweise sagen, dass ich es lange nicht mehr falsch gehört habe (kriege hier aber auch nur vier deutsche programme).

  21. Coffee And TV: » Präsidiales Liveblog
    5. November 2008, 0:44

    […] Uhr: ARD: Wie können die, wenn die Frau im O-Ton [bəˈrɑːk oʊˈbɑːmə] sagt, im Overdub [‚bæræk o’bæmɑ] sagen?! Und warum wird Jörg Schönenborn die Ergebnisse […]

  22. David
    5. November 2008, 23:37

    Hast Du die die Idee an den WDR verkauft? Heute um kurz nach 14 Uhr hat Thorsten Schorn bei 1LIVE beinahe im selben Wortlaut auf die Aussprache aufmerksam gemacht – nur das anschreien etwas radiokomformer aus…

  23. DaW
    3. August 2013, 18:18

    … und nachdem wir nun „Barack Obama“ richtig aussprechen können, nun ein Name für die Profis:
    http://www.youtube.com/watch?v=rmgbmysiJH0