“Das ist keine Reisegruppe”
Ein Interview mit Sven Regener

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 5. Februar 2010 0:20

Musikjournalisten erzählen häufiger, dass sie relativ wenig Ambitionen hätten, ihre persönlichen Helden zu treffen. Zu groß ist die Angst, dass sich der über lange Jahre Bewunderte als langweilig oder – schlimmer noch – unsympathisch herausstellt, dass einem keine guten Fragen einfallen oder man versehentlich die eigenen Freunde mit reinzieht.

Vor Sven Regener habe ich einen Heidenrespekt: Die Musik seiner Band Element Of Crime begleitet mich schon länger, die letzten beiden Alben habe ich rauf und runter gehört und seine Romantrilogie über Frank Lehmann habe ich mit großem Gewinn gelesen. Außerdem muss ich immer an jenes legendäre Interview mit der (inzwischen fast schon wieder völlig vergessenen) “Netzeitung” denken.

Es hätte also gute Gründe gegeben, sich nicht um ein Interview mit dem Mann zu bemühen, obwohl er mit Element Of Crime in Bochum war. Aber ein kurze Begegnung beim letztjährigen Fest van Cleef hatte mich so weit beruhigt, dass ich gewillt war, mich auf das Experiment einzulassen.

Element Of Crime (Archivfoto vom Fest van Cleef 2009)

Kurz bevor es losging sagte er: “So, wir duzen uns. Ich bin Sven.” Gut, dass das vorab geklärt ist, Respektspersonen würde man ja sonst auch siezen.

Wie das Gespräch dann lief, können Sie jetzt selber hören und beurteilen. Zu den Themen zählen Sven Regeners Tourblog, kleinere Städte, “Romeo und Julia”, Coverversionen und Vorbands.

Interview mit Sven Regener
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6 Kommentare

  1. Kathi
    5. Februar 2010, 0:35

    Das ist Blödsinn, dachte Frank, was ich da rede, von wegen es gibt keine Provinz, aber er redete weiter, das ist totaler Quatsch und man wird sich später schämen, dachte er.

  2. SimSullen
    5. Februar 2010, 9:43

    wenn man nur die stimme hört ist das die exakte mischung aus karl lagerfeld und dittsche. faszinierend! schönes interview… danke dafür.

  3. Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet « Ruhrbarone
    5. Februar 2010, 10:06

    [...] Pop: Interview mit Sven Regener…Coffee & TV [...]

  4. jack
    5. Februar 2010, 12:59

    Ich muss sagen, dass ich die Fragen nach den Orten doch berechtigt fand, auch wenn Herr Regener das eher abgebügelt hat. Die Frage ist doch, warum man einen Song “Delmenhorst” nennt, wenn die Orte doch eigentlich “sekundär” sind. Natürlich kann man wierderum sagen, das sei die Sicht der jeweiligen Figur, dessen Perspektive man einnimmt, aber warum gerade Delmenhorst? Dasselbe gilt für Herr Lehmann. Es ist doch gerade diese seltsame Inselfunktion zwischen Ost und West, die das Verhalten der Hauptfigur beeinflusst oder erst ermöglich. Diese stehengebliebene Zeit, die sich erst durch den Mauerfall wieder in Bewegung setzt, ist doch nur in Berlin möglich.

  5. blavont
    5. Februar 2010, 20:43

    toll

  6. Jim
    12. Februar 2010, 21:32

    Danke

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