Habemus Großeinsatz
Von Lukas Heinser am Samstag, 1. Dezember 2007 18:49
Kategorie: Social Distortion
Was bin ich froh, dass ich so selten in Arztwartezimmern sitzen und Smalltalk führen muss. Sonst könnte es vielleicht passieren, dass ich meinen Missfallen zu diesem oder jenem Thema äußere und mir kurz darauf ein SEK die Bude einrennt.
Was? Nein, ich albere nicht schon wieder rum. Ich beziehe mich auf den Fall von Siegfried Lindner aus Oberbayern. Der hatte vor dem Papstbesuch im vergangenen Jahr im Wartezimmer einer Arztpraxis zu einem anderen Patienten gesagt, dass die 40 Millionen Euro für den Besuch besser hätten verwendet werden können. Und als dann ein paar Tage später Farbbeutel auf das Geburtshaus des katholischen Oberhirten geworfen wurden, dachte sich die Staatsanwaltschaft offenbar “Das ist unser Mann”, und schickte Familie Lindner ein Großaufgebot vorbei.
Die ganze ebenso absurde wie beunruhigende Geschichte lief offenbar am Montag bei “Fakt” in der ARD und man kann sie hier nachlesen.
[via Der Morgen]
Sonntag, 2. Dezember 2007 0:30
Bayern halt.
Sonntag, 2. Dezember 2007 12:57
Leider finde ich den Beitrag nicht mehr, der eine Abenteuerlichkeit anläßlich des Bush-Besuchs letztes Jahr in Mainz zum Thema hat: Eine Anwohnerin der gesicherten Wegstrecke, die über die Tage der amerikanischen Belagerung verreist war, hatte ein Schild mit netten Grüßen an den Nichtgewählten ins Fenster gestellt. Dieses war jedoch bei ihrer Rückkehr – vermutlich von Secret-Service-Mitarbeitern, denn die deutschen Behörden wiesen jede Verstrickung von sich – entfernt worden.
Leider kann ich, wie erwähnt, derzeit keine belegende Quelle mehr finden, aber ich kann mich noch lebhaft an meinen dicken Hals erinnern, als ich die Meldung damals las. So etwas geht eben auch in anderen Teilen Deutschlands.
Montag, 3. Dezember 2007 10:48
es ist doch erschreckend, dass der Staat und seine Organe, die sich immer mehr Zugang zu Informationen über den Bürger verschaffen wollen, sich als nicht in der Lage zeigen, mit den erlangten Informationen verantwortungsvoll, vernünftig und mit dem geeigneten Mass umzugehen.