Die Bonner Republik

Von Lukas Heinser, 8. August 2011 1:11

Das Land meiner Kindheit existiert nicht mehr. Es ist nicht einfach untergegangen wie die DDR, in der ein paar meiner Freunde ihre ersten Lebensjahre verbracht haben, aber es ist auch nicht mehr da.

Früher, als in den Radionachrichten noch die Ortsmarken vorgelesen wurden, gab es dieses Wort, das mehr als ein Wort oder ein Städtename war: „Bonn.“ Damals braucht man in den Nachrichten noch keine Soundtrenner zwischen den einzelnen Meldungen, denn es gab dieses Wort, das wie ein Trenner klang, wie der Schlag mit einem Richterhammer. Bonn.

Bonn war die Hauptstadt des Landes, in dem ich lebte, und die Stadt, in der meine Oma damals lebte. Ich glaube nicht, dass ich das eine mit dem anderen jemals in einen Zusammenhang gebracht habe, aber das Land, in dem ich lebte, wurde von alten, grauen Männern in karierten Sakkos regiert und ihre Entscheidungen wurden von gleichermaßen alten, gleichermaßen grauen Männern in gleichermaßen karierten Sakkos verlesen.

Wahrscheinlich wusste ich damals noch nicht, was „regieren“ bedeutet und welche Funktion die letztgenannten Männer hatten (außer, dass man als Kind still sein musste, wenn sie zur Abendbrotzeit über den Fernseher meiner Großeltern flimmerten), aber es gab einen dicken Mann mit lustigem Sprachfehler, der immer da war und das war – neben Thomas Gottschalk – der König von Deutschland.

Die Auswirkungen, die die Existenz Helmut Kohls auf ganze Geburtenjahrgänge hatte, sind meines Wissens bis heute nicht untersucht worden. Aber auch Leute, die in den ersten acht bis sechzehn Jahren ihres Lebens keinen anderen Bundeskanzler kennengelernt haben, sind heute erfolgreiche Musiker, Fußballer, Schauspieler oder Autoren, insofern kann es nicht gar so verheerend gewesen sein.

Es passte fast drehbuchmäßig gut zusammen, dass Kohls Regentschaft endete, kurz bevor das endete, was er geprägt hatte wie nur wenige andere alte Männer: die Bonner Republik. Gerhard Schröder wurde Kanzler und plötzlich wirkte die ganze gemütliche Bonner Bungalow-Atmosphäre angestaubt. Schröder zog nach einem halben Jahr in einen grotesken Protzbau, den Helmut Kohl sich noch ausgesucht hatte, der aber magischerweise von der Architektur viel besser zu Schröder passte. Bei Angela Merkel hat man häufig das Gefühl, sie säße lieber wieder in einem holzvertäfelten Bonner Büro.

Die Berliner Republik währte nur drei Sommer. Das hatte ausgereicht für ein bisschen Dekadenz und Fin de Siècle, für einen Kanzler mit Zigarren und Maßanzügen, einen schwulen Regierenden Bürgermeister in Berlin und die vollständige Demontage von Helmut Kohl und weiten Teilen der CDU. In ganz Europa herrschte Aufbruchstimmung: Unter dem Eindruck von New Labour war ganz Europa in die Hände der sogenannten Linken und Sozialisten gefallen, die Sonne schien, alles war gut und nichts tat weh.

Dann kamen der 20. Juli und der 11. September 2001.

Bitte? Sie wissen nicht, was am 20. Juli 2001 passierte? An jenem Tag starb Carlo Giuliani auf den Straßen Genuas. Der 20. Juli hätte der 2. Juni unserer Generation werden können, Giuliani war schon wenige Wochen später als Posterboy der aufkommenden Anti-Globalisierungs-Bewegung auf der Titelseite des „jetzt“-Magazins. Doch 53 Tage später flogen entführte Passagierflugzeuge ins World Trade Center und Giuliani geriet derart in Vergessenheit, dass ich zu seinem 10. Todestag keinerlei Berichterstattung beobachten konnte. In Berlin tagte nun das Sicherheitskabinett, das aber auch in Bonn hätte tagen können, irgendwo in der Nähe des atomsicheren Bunkers im Ahrtal.

Das, was die CDU-Parteispendenaffäre von Helmut Kohl übrig gelassen hatte, wird gerade zerlegt — so zumindest die Meinung verschiedener Journalisten. Zwei Biographien, eine über Hannelore Kohl, eine Auto- von Walter Kohl, enthüllen, was niemand für möglich gehalten hätte: Die ganze schöne Fassade der Familie Kohl war nur … äh … Fassade.1

Die Familienfotos der Kohls weisen eine erstaunliche, aber kaum überraschende Deckungsgleichheit mit den Kindheitsfotos meiner Eltern (und mutmaßlich Millionen anderer Familienfotos) auf: Jungs in kurzen Hosen, die Familie am Frühstückstisch, auf dem ein rot-weiß kariertes Tischtuch ruht.2 Das alles in einer heute leicht ins Bräunliche changierenden Optik und obwohl die Anzahl von Gartenzwergen objektiv betrachtet auf den meisten Bildern bei Null liegt, hat man doch, sobald man nicht mehr hinschaut, das Gefühl, mindestens einen Gartenzwerg erblickt zu haben.3 Meine Kindheitsfotos sahen schon ein bisschen anders aus, verfolgten aber noch das gleiche Konzept. Auf heutigen Kinderfotos sieht man Dreijährige im St.-Pauli-Trikot auf Surfbrettern stehen, Gartenzwerge werden allenfalls von ihnen durch die Gegend getreten.

Die Gemütlichkeit der Bonner Republik ist verschwunden, obwohl ihre Bevölkerung immer noch da ist. Regelmäßig entsorgt man die Kataloge von Billigmöbelhäusern, die Schrankwände Versailler Ausmaße und Pathologie-erprobte Fliesentische anbieten, und regelmäßig fragt man sich, wer außer den Ausstattern von Privatfernseh-Nachmittagsreportagen so etwas kauft. Dann klingelt man mal beim Nachbarn, weil die Regenrinne leckt, und schon kennt man wenigstens einen Menschen, der so was kauft. In Deutschland gibt es 40,3 Millionen Haushalte und Ikea kann nicht überall sein. Ein Blick auf die Leserbriefseite der „Bild“-Zeitung oder in die Kommentarspalten von Online-Medien beweist, dass auch die Aufklärung noch nicht überall sein kann.

Eigentlich hat sich wenig geändert (oder alles, dann aber mehrfach), aber Deutschland wird heute … Entschuldigung, ich wollte gerade „Deutschland wird heute von Berlin aus regiert“ schreiben, was völliger Unfug gewesen wäre, weil Deutschland nachweislich nicht regiert wird. Die deutsche Hauptstadt ist also heute Berlin, eine Stadt, die eigentlich gar nicht zum Rest Deutschlands passt: Eine Metropole, von der vor allem Ausländer schwärmen, sie sei der Ort, an dem man jetzt sein müsse. Ganze Landstriche in Schwaben und Ostwestfalen liegen verlassen da, weil ihre Kinder das Glück in der großen Stadt suchen. Von Bonn wurde solches nie berichtet.

Am Samstag war ich nach rund zwanzig Jahren mal wieder in Bonn. Der erste Taxifahrer, zu dem ich mich in Auto setzte, konnte nicht lesen und schreiben, was die Bedienung seines Navigationsgeräts schwierig machte. Der zweite musste seinen Kollegen fragen, wo die gesuchte Straße liegen könnte. Ich wollte in eine Neubausiedlung, erstaunlich, dass es das in Bonn gibt. Ich saß auf dem Beifahrersitz in der freudigen Erwartung eines Deutschlandbildes voller Bungalows und Gartenzwerge, aber Bonn sah eigentlich aus wie überall. Für einen Moment fühlte ich mich sehr zuhause.

  1. Und wie sehr das Privatleben von Politikern ihr Vermächtnis trüben können, sieht man ja etwa an John F. Kennedy und Willy Brandt. []
  2. Es gab damals – was nur die Wenigsten wissen – ein Tischdecken-Monopol in Deutschland: Alle wurden in der Fabrik eines geschäftstüchtigen, aber latent wahnsinnigen Fans des 1. FC Köln produziert. Bitte zitieren Sie mich dazu nicht. []
  3. Natürlich ganz ordentliche Gartenzwerge und nicht so ein pfiffiges neumodisches Exemplar mit Messer im Rücken oder entblößtem Genital. []

25 Kommentare

  1. Kunar
    8. August 2011, 1:24

    „die vollständige Montage“ -> wohl „Demontage“
    „pffifiges“ -> „pfiffiges“

    Mir fällt leider auch nichts Besseres ein, als das in die Kommentare zu schreiben. Von mir aus kann dieser nach Behebung auch gerne gelöscht werden (oder muss gar nicht erst freigeschaltet werden).

  2. Lukas Heinser
    8. August 2011, 1:30

    Danke, ist beides korrigiert!

  3. DerMaeder
    8. August 2011, 1:38

    „Entschuldigung, ich wollte gerade “Deutschland wird heute von Berlin aus regiert” schreiben, was völliger Unfug gewesen wäre, weil Deutschland nachweislich nicht regiert wird.“

    Ja, soll lustig-kritisch sein, ist aber irgendwie sozialdemokratischer Altherrenkabaretthumor.

    Und „Aufklärung“ ist so ein humanistischer Allzweckbegriff, den Journalisten gerne verwenden, wenn er ihnen zuträglich ist, der aber (außer im historischen Sinne) abgeschafft gehört.

    Ansonsten ein sehr netter Text, der einen guten Mittelweg zwischen Nostalgie und Ironie findet.

  4. Kat
    8. August 2011, 4:26

    Ein wunderbarer Artikel. Ich bin 1982 geboren und habe meine ersten 8 Lebensjahre in der DDR verbracht. Ich erinnere mich noch sehr genau an die Kohl Aera. Und irgendwie vermiss ich es auch.

  5. Alex
    8. August 2011, 5:10

    Das ist schön geschrieben und argumentiert, aber ich frage mich immer, ob solche doch recht nostalgisch angehauchten Rückbetrachtungen (Früher war alles so, heute jedoch ist alles anders) wirklich irgendwo hinführen. Wenn man mal hundert Schritte zurücktut, ändert sich die Menschheit doch eigentlich gar nicht, denke ich immer.

  6. Links anne Ruhr (08.08.2011) » Pottblog
    8. August 2011, 6:12

    […] Die Bonner Republik (Coffee And TV) – "Das Land meiner Kindheit existiert nicht mehr. Es ist nicht einfach untergegangen wie die DDR, in der ein paar meiner Freunde ihre ersten Lebensjahre verbracht haben, aber es ist auch nicht mehr da." […]

  7. There is a narrative here somewhere. – LostFocus
    8. August 2011, 8:01

    […] Metropolis II – Management consulting isn’t a science, it’s a party trick. – Stop doing stupid shit – Die Aufhörer – Die Bonner Republik […]

  8. FS
    8. August 2011, 12:35

    An einer Stelle würde ich wiedersprechen: Bonn mag keine Hauptstadt mehr sein (zum Glück, wie ich finde, es ist bisweilen doch sehr provinziell), „so wie überall“ ist es hier aber nicht. Es ist ja gerade das Bemerkenswerte, dass wie aus dem Weltraum gestürzte „Metropolen-Bruchstücke“ völlig unmotiviert in der Kleinkleckersdorf-Umgebung herumstehen. Während z. B. Beuel oder Friesdorf auch Dörfer im Westerwald sein könnten, denkt man bei der Godesberger Allee an die Karl-Marx-Allee in Ostberlin, bei Teilen von Godesberg wieder an die frankfurter Geld-Vororte im Taunus und bei Tannenbusch auf einmal an Essen-Vogelheim oder Duisburg-Marxloh. Dazwischen dann plötzlich die Hochhäuser der Post und der UNO, hinter denen auf einmal die Kurort-Atmosphäre am Rhein oder das „19.-Jahrhundert-Universitäts-Flair“ in Poppelsdorf …

    Bonn kann sehr strange sein.

  9. Enno
    8. August 2011, 17:47

    Hatten wir nicht alle ne Oma in Bonn?

  10. PabloD
    8. August 2011, 18:29

    Als „Ossi“ Jahrgang ’82 war ich im letzten Jahr dann doch schon das erste Mal in meinem Leben in Bonn. Also im großen, wichtigen und sagenumwobenen Bonn von früher. Und was soll ich sagen? Hoyerswerda oder Eisenhüttenstadt hatten nach dem Krieg einfach Pech in der falschen Zone zu liegen, ansosnten hätten sie wohl gute Chancen auf den Hauptstadttitel gehabt. Für mich völlig unbegreiflich, wie dieses Kaff jahrzehntelang in einer Liga mit London, Paris, Rom, Moskau, Tokyo und (nagut von mir aus auch) Washington spielen konnte.

    „Mir haddn zwoar nüschd, abor wenigstns ’ne HauptSTADT!“ :-)

  11. hinterwald
    8. August 2011, 19:27

    @derMaeder

    >> sozialdemokratischer Altherrenkabaretthumor <<

    nope, ist es nicht, es ist die traurige wahrheit: wir werden nicht regiert, wir werden verwaltet und zwar planlos. das war schon unter der grßen koalition so und unter der regentin ist es geradezu zur staatsdoktrin geworden, daß der laden laufen muss, egal wohin, hauptsache sie bleibt auf dem posten.

    dabei hat die dame dann alles versaut, was nur zu versauen ist. statt einen europäischen schritt nach vorne zu machen, liest sie lieber morgens die kritiken vom vortag und entschliesst sich nach dem motto "wer nichts macht macht nichts falsch" lieber mal gar nix zu machen.

    ich will sofort meine gute alte bonner republik zurück! da gab's zwar ne menge knallchargen, aber man konnte sich wenigstens darüber aufregen. heute gibt's nur durchgestylte nullen a la gutti.

  12. tyko
    8. August 2011, 20:24

    Mit dem „Deutschland wird nicht mehr regiert“ konnte ich jetzt auch nicht sooo viel anfangen. Klingt schon etwas platt und ich dachte daher zunächst, ich hätte irgendeine Anspielung nicht verstanden. Oder doch?

    Ansonsten: Als Kind der 80er weiß ich genau, was du meinst!

  13. Markus
    8. August 2011, 22:43

    Vorletzter Absatz, vorletzter Satz. Erster Gedanken: http://www.youtube.com/watch?v=uK6Qc52xPWk <3

  14. Lukas Heinser
    8. August 2011, 23:13

    Ja, Markus, genau auf dieses Lied spielt der Satz an. :-)

  15. SvenR
    9. August 2011, 0:05

    Ich habe früher eine Zeit lang in Bonn in Projekten gearbeitet. Taxifahrer sind überall speziell, aber die in Bonn waren alle skuril. Ich könnte da Geschichten erzählen…

    Ansonsten ein schönes Bild, dass Du da gezeichnet hast.

  16. eva
    9. August 2011, 1:24

    mir gefällt das beuel-bashing nicht. hier ist viel länger sonne.

  17. ellebil
    9. August 2011, 2:00

    Also, Herr Heinser, vielleicht mögen in Ostwestfalen ganze Landstriche durch den Berlinhype entvölkert worden sein. Ich als gebürtige und frohgeflüchtete Südwestfälin bin aber in eine der anderen Richtungen und zwar nach Bonn entronnen und bereue es bislang nicht. Allerdings sind die Taxifahrer wirklich ein echtes Grauen, der Bahnhof auch mal so gar niemals hauptstadtlike und das Bonn-Berlin-Gesetz – in meinen Augen – völlig sinnlos gewesen.

  18. gerrit
    9. August 2011, 11:32

    Zum Inhalt:

    Sehr traurige und richtige Beobachtung zu Carlo Giulani. Allein schon wegen solcher Vorkommnise ist zu hoffen, dass die Italiener mal Politiker wählen und SB ab-.

    Wenn man darauf herumreitet, wie kleinstädtisch Bonn so ist, dann sollte es einem peinlich sein, Taxen zu nutzen. Also zumindest in Bonn. Da ist doch nun wirklich ALLES fussläufig erreichbar.

    Zur Orthographie: In diesen Schnipseln
    „denn es gab dieses Wort, dass wie ein Trenner klang, wie der Schlag mit einem Richterhammer.“
    und „Es passte fasst drehbuchmäßig gut zusammen“
    ist jeweils ein s zuviel.

  19. Lukas Heinser
    9. August 2011, 11:56

    Danke, ist korrigiert.

  20. gerrit
    9. August 2011, 12:14

    AAArgh. Ist das peinlich. Vorkommnise. Bitte, kannstu das ändern und diesen Kommentar hier löschen…

  21. FG
    9. August 2011, 14:47

    Ja mei, solche Texte schreibt man eben, wenn die 30 näher sind als die 20 und einem erstmals bewusst wird, dass es ein „damsls“ gibt, das anders ist als das heute. Das kommt so ungefähr alle 10 Jahre und man gewöhnt sich drann. Bin grade im dritten Durchlauf.

  22. Till
    10. August 2011, 8:38

    Wenn du in der DDR groß geworden wärest, könntest du noch die Band Feeling B aufführen, welche als letzten großen Hit „Wo ist die DDR“ hatte, bevor sich die Band auflöste und wie die DDR und die alte BRD verschwand.

    Sehr schön deine Erkenntnis: Berlin passt nicht zum Rest von Deutschland. Es ist eine Stadt voller Biotope die so weit entfernt ist vom mittelstandsgeprägten süd/südwesten, dass es schon erstaunlich ist.

  23. Fabian W.
    10. August 2011, 8:46

    Das waren noch Zeiten. Damals, als alle hier auf dem Blog Bonn-Song-Wortspiele gemacht haben. Bonn To Run und so. Erinnert sich noch jemand? Hach.

  24. Ky
    10. August 2011, 10:30

    Finde den Artikel sehr schön, kann das nachvollziehen und kenne das Gefühl, wenn man dieses „BONN“ (man hat es förmlich soort im Ohr) plötzlich genauso vermisst wie den schneidenden Lärm der Tieflieger, der in meiner Kindheit und Jugend einfach zum Sommer gehörte. Mag Nostalgie sein, mag Altherrenhumor sein oder Otalgie oder wasweißich. Aber: es ist gut geschrieben!

    Aber nimms mir nicht übel: werde das nicht auf Facebook „liken“, ok?

  25. The Big A
    29. August 2011, 15:05

    Im Jahr 1981 geboren kann ich die Eindrücke des Autors bestätigen. Die Leute aus meinem Jahrgang haben (fast) bis zur Volljährigkeit keinen anderen Bundeskanzler als Helmut Kohl erlebt. Für mich Kohl lange Zeit so selbstverständlich Bundeskanzler wie Elisabeth II eben Queen ist. Seinerzeit dachte ich Kohl wäre von der falschen Seite und wollte, dass ein „Linker“ (SPD) Bundeskanzler wird. Erst im Nachhinein ist mir klar, wie naiv ich war. Im Vergleich mit dieser vulgären, halbseidenen Gestalt aus Hannover war Helmut Kohl eine wahre Wohltat. Herr Dr. Kohl, ich bitte Sie um Entschuldigung !