Tag 6: Osnabrück

Von Basti Boensch, 9. April 2010 13:31

Dieser Eintrag ist Teil 7 von bisher 9 in der Serie Das Simon den Hartblog

Kleine Freiheit

Wir überqueren gerade die ehemalige Deutsch-Deutsche Grenze. Auch wenn die Grenze seit über 20 Jahren nicht mehr existiert, wirkt die Grenzstation der Transitstrecke immer noch gruselig. Man hat die ganze Zeit das Gefühl etwas Verbotenes zu tun und gleich dabei erwischt zu werden. Aus der Grenzstation
einen schicken grauen Rasthof zu machen hat auch nicht viel geholfen.

Gestern waren wir in Osnabrück in der kleinen Freiheit, ein liebevoll eingerichteter Club mitten im industriellen Nirgendwo. Die traumhafte Strandbar des Clubs und tonnenweise Sand können bei 4 Grad aber nicht von unseren dicken Jacken ablenken.

Sekunden vor ihrem Auftritt hätte ich Kate und Damon von An Horse fast im Backstage-Raum eingesperrt. Eigentlich hab ich sie sogar eingesperrt, wurde bei meiner niederträchtigen Sabotage aber zum Glück von einem wachsamen Mitarbeiter erwischt.

Einmal Schlagzeuger, immer Schlagzeuger...

Einmal Schlagzeuger, immer Schlagzeuger...

In Osnabrück passiert es dann endlich, das erste Simon den Hartog und Band Konzert mit der von uns seit Tagen erwarteten Abstemplung und Schubladeneinsortierung. “Die Kilians klingen wie die Strokes und Simon den Hartog klingt wie die Strokes in langsam.“ Und dieser Aussage kann ich nur recht geben, immer wenn ich Lipstick Jungle höre, – zur eigenen Meinungsbildung zu hören auf Simons Seite – muss ich sofort an die Strokes denken, nur eben irgendwie in langsam.

Christoph und Dominic freuen sich auf eine weitere endlose Stunde im Bus.

Christoph und Dominic freuen sich auf eine weitere endlose Stunde im Bus.

Noch 170 Kilometer bis Berlin, Hotelzimmer wurden abbestellt, Partyprogrammplanungen in Auftrag gegeben. Es ist Wochenende und wir mögen Berlin, hoffentlich mag Berlin uns auch. Wenn nicht, kriechen wir heimlich ins Doppelzimmer von An Horse und werden wie treue Fifis am Fußende ihres Bettes
unseren Rock’n’Rausch auschlafen…

Ein Kommentar

  1. Lukas
    12. April 2010, 10:48

    „Strokes in langsam“ — zu meiner Zeit hieß das noch „Stereophonics“.