„I can do anything, I was in a boy band“

Von Lukas Heinser, 29. Oktober 2008 22:31

Stellen Sie sich das mal in Deutschland vor.

Oder besser: Nicht. Veronica Ferres, Dieter Bohlen und Bill Kaulitz würden mich so ziemlich überall hinjagen, aber nicht ins Wahllokal.

[via meinen Bruder]

19 Kommentare

  1. Patrick
    29. Oktober 2008, 23:30

    Ich hätte ja eher erwartet, dass du den ersten Teil einbindest. Der ist nämlich mit Natalie Portman: 5 Friends.

  2. Philip S.
    29. Oktober 2008, 23:36

    Stimmt, mehr Prominente gibts ja nicht in Deutschland, vor allem keine Sympathischen.

    Obwohl da wäre Götz George, Christian Ulmen, Charlotte Roche, Norah Tschirner, Daniel Brühl, Moritz Bleibtreu, Dieter Nuhr, Götz Alsmann und noch son paar andere…
    in dem Spot taucht ja auch nicht unbedingt Britney auf.
    Ich weiß nicht ob Deutschland so was braucht, aber so schlimm ist die Vorstellung nicht dass vielleicht ein paar mehr Leute aus Überzeugung zur Wahlurne gehen…

  3. Kunar
    29. Oktober 2008, 23:55

    In Deutschland würde irgendeine Initiative mit einem schmissigen Titel gegründet und einige bekannte Werbeagentur bekäme 30 Millionen Euro, um solche Videos zu drehen und Plakate zu machen. Marius Müller-Westernhagen, Johannes B. Kerner und Hera Lind würden „Du bist Wähler!“ verkünden und alle wären froh, etwas getan zu haben.

    Richtig wirkungsvoll wäre natürlich, wenn die Prominenten „Gehe nicht wählen!“ verkünden würden oder daran erinnern, dass sie bei der nächsten Kommunal- oder Landtagswahl wieder deutschlandweit auftreten werden, wenn die Wahlbeteiligung wieder so niedrig ausfallen würde. Ich würde gleich morgens ins Wahllokal stürmen, um meine Stimme abzugeben.

  4. meistermochi
    30. Oktober 2008, 2:30

    ach tom cruise. du könntest so nett sein – ohne deine kirche.

  5. Harlin
    30. Oktober 2008, 7:00

    Die sympatischsten Promis hat Amerika nun wirklich. In Deutschland würde das ganze eher eine Lachnummer ähneln wenn sie dich deutsche C-Prominenz daran versucht…

  6. Thomas
    30. Oktober 2008, 9:20

    hahahaha,

    „there are more baldwin-brothers than that“

    großartig!

  7. Christian
    30. Oktober 2008, 10:14

    ja, das war auch mein liebster part. wer war das eigentlich? Ben Affleck?

  8. asnoka
    30. Oktober 2008, 10:45

    Ryan Reynolds, hier http://justjared.buzznet.com/2.....dont-vote/ ist eine Liste

  9. Lukas
    30. Oktober 2008, 11:56

    @Patrick: Natalie Portman ist bei 4:17 Min. für einen kurzen Moment zu sehen und zu hören.

  10. Patrick
    30. Oktober 2008, 12:57

    @Lukas: Erbsenzähler.

  11. the Geek
    30. Oktober 2008, 13:20

    Ich glaube das so ein Spot auch in Deutschland funktionieren kann. Mann muss sich eben nur überlegen, wen ich damit ansprechen will. Wenn das Problem ist, dass zu wenige junge Deutsche wählen gehen, dann nehme ich eben Dieter Bohlen und Bill Kaulitz – auch wenn ich sie nicht mag, die Masse mag sie ja doch irgendwie. Außerdem wären das ja nicht alle beteiligten Promis. Für mich als jungen Wähler währen da noch Stefan Raab, Sarah Kuttner, Charlotte Roche, Nora Tschirner und Harald Schmidt dabei.

  12. moritz
    30. Oktober 2008, 13:49

    bester moment tatsächlich in der schlusssequenz borat „don’t vote“

  13. westernworld
    30. Oktober 2008, 19:55

    das ist“ du bist deutschland“ in grün und letztliche genauso verlogen.

    kometik für die inszenierung von legitimationsritualen.

    don’t vote wäre inovativ, wenn sie keiner wählt können sie nicht behaupten etwas anderes als ihre geldgeber zu repräsentieren.

    das problem ist das spiel nicht die spieler.

  14. Lukas
    30. Oktober 2008, 20:03

    Warum ist es „verlogen“, wenn sich berühmte Menschen dafür einsetzen, dass die Leute von einem ihrer Grundrechte in einer Demokratie Gebrauch machen?

    (Und jetzt komm nicht mit „Die USA sind keine Demokratie!“ oder sowas …)

  15. Christian
    31. Oktober 2008, 8:50

    wenn ich deinen einwurf nun richtig verstehe, hieße das eine abschaffung des wahlrechts, weil es nur die inszenierung einer legitimation ist?

    und die alternative wäre dann noch mal was? eine diktatur? die unmögliche utopie der anarchie?

  16. Lukas
    31. Oktober 2008, 10:36

    @Christian: Meinen Einwurf?

  17. Christian
    31. Oktober 2008, 10:40

    quatsch, nicht deinen. wir sind uns ja einig. Den Herrn Westernworld meinte ich.

  18. Kai
    31. Oktober 2008, 12:04

    „Stellen Sie sich das mal in Deutschland vor.“

    Warum? Wir haben hier eine andere politische Kultur mit anderen Ausgangsbedingungen (damit ist übrigens keine Wertung verbunden). In den USA gibt es beispielsweise keine Melderegister wie bei uns, die zu Wahlen automatisch Bürger anschreiben. Wer sich dort nicht zur Wahl anmeldet, kann am 4. November schlicht nicht wählen. Daher ist das Problem der Wählreregistrierung und der Wahlbeteiligung aufgrund dieser Umstände ein völlig anderes als bei uns. Ich halte es für viel zu kurz gegriffen, wenn man jetzt immer auf den US-Wahlkampf schielt und meint, dass wir Hinterwäldler da unbedingt von lernen müssten. Dafür sind die Unterschiede viel zu groß.

  19. Coffee And TV: » Miss American Pie
    1. November 2008, 13:30

    […] eklatanten Unterschiede zwischen den USA und Deutschland auf: Nicht nur, dass wir hier ein anderes Wahlsystem haben, auch kulturell sieht es hier ganz anders aus. Das Pathos, das Obamas halbstündigen […]