Glühwein gegen den Hunger

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 13. Dezember 2011 15:28

Eines muss man der Politik lassen: Wir haben jahrelang unentdeckte Rechtsterroristen, eine sich täglich verschärfende Eurokrise, den längsten Castor-Transport aller Zeiten und doch haben es die Politiker geschafft, heimlich still und leise die Hungerkatastrophe in Ostafrika zu lösen. Zumindest hat man davon seit Monaten nichts mehr gehört und gelesen.

Sarkasmus beiseite: Die Hungerkatastrophe ist natürlich noch nicht gelöst. Und da die Vorweihnachtszeit ja eh die Hochphase der Charity-Events ist und unsere Aktion “Saufen gegen den Hunger” im August in jeder Hinsicht erfolgreich verlaufen ist, haben Jan und ich uns etwas neues einfallen lassen:

Die Regeln der Aktion bleiben denkbar einfach:

Wir werde den gleichen Betrag, den wir am Wochenende (16. – 18.12) verfeiern/verköstigen/versaufen/weg-eskalieren/nach der Party verfressen für Afrika spenden.

Wir haben uns wieder für dieses Projekt entschieden gerade weil es momentan komplett aus den Medien verschwunden ist und die Guttenbergs und Co. wieder alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Also, für jeden Eintritt, jedes Bier, jeden Schnaps/Sekt/Döner/sonstwas kommt der gleiche Betrag auf das Spendenkonto der ARD.

Dann wirds zwar logischerweise doppelt so teuer, aber der Kater wird durch ein gutes Gewissen ausgeglichen…! (und wenn das nicht wirkt: Aspirin)

Wie beim ersten Mal können und wollen wir nicht überprüfen, ob die Teilnehmer sich auch tatsächlich an die (recht vagen) Regeln halten, aber wir glauben weiterhin an das Gute im Menschen.

Alles Weitere zu “Glühwein gegen den Hunger” erfahren Sie bei Facebook — und wenn Sie spenden wollen, ohne etwas zu trinken, können Sie das selbstverständlich auch tun.

Ob es auch eine Benefiz-Single zu dem Projekt geben wird, ist noch nicht entschieden.

7 Kommentare

  1. Horst
    14. Dezember 2011, 0:00

    “Hungerkatastrophe in […]afrika” is jedes Jahr und warum einem das immer gerade zu Weihnachten nicht egal sein soll, was es gemessen am Spendenaufkommen den meisten Mitteleuropäern den Rest des Jahres über ist, will mir nicht recht einleuchten.
    Außer man geht davon aus, der ‘Hilfs’Organisationen gerade zu Weihnachten vermehrt PR betreiben.

  2. LabaNich
    14. Dezember 2011, 13:31

    Ohh, da mache ich mal mit! Auch wenn noch nichts ansteht fürs Wochenende, werde ich sicherlich wieder ein paar Münzen in den Schlund des Blödsinns werfen!

  3. Matthias Schumacher
    14. Dezember 2011, 18:24

    Die kalte Schlacht am heißen Buffet oder so…

  4. Coffee And TV: » Glühwein gegen den Hunger | testschmecker.de
    15. Dezember 2011, 5:42

    […] auf Anhieb eher etwas schräg, das Motto dieser Aktion: Glühwein gegen den Hunger. Hat aber was. Und da es im August schon eine erfolgreiche Aktion mit dem nicht minder […]

  5. jensen
    15. Dezember 2011, 20:04

    Tja, ich muss an dem Wochenende arbeiten. Insofern wird da nicht viel zusammenkommen. Aber gute Aktion!

  6. SvenR
    20. Dezember 2011, 17:22

    Ein Glühwein, zwei Kinderpunsch und ein paar Lebkuchen und Dominosteine vom Schmidt. Mehr ist nicht zusammengekommen. Aber ich bin sicher, ich darf aufrunden…

  7. Rajana
    21. März 2014, 8:52

    Als langjähriger Anhänger der Glühwein-Bewegung applaudiere ich zum vorgestellten Charity-Event und trinke direkt heftig mit. Des weiteren plane ich für kommendes Jahr die Aktion „Saufen gegen Durst“ und hoffe auf eine breite Unterstützung in Funk und Fernsehen. Wir können nicht länger wegblicken, wenn es darum geht, dass der Alkoholismus endlich seine karitative Verantwortung wahrnehmen muss. Der Kater am nächsten morgen hat ein bisher ungenutztes Potential, Spendenbereitschaft wird durch fehlendes Erinnerungsvermögen positiv stimuliert. Deshalb lasst uns weiter trinken, am besten schon früh am morgen. So kommen wir einer besseren Welt jeden Tag ein Stückchen näher.

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