Packende Geschichte

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 10. November 2008 14:42

Ich muss irgendwann einmal versehentlich den Erzengel Gabriel verärgert haben, denn anders lässt sich die Art und Weise, in der Post- und Paketzusteller mich behandeln, kaum noch erklären. Oder, um es freundlicher auszudrücken: Es ist in der Menschheitsgeschichte schon aus nichtigeren Gründen als der Nicht-Zustellung dringend erwarteter Pakete zu langjährigen kriegerischen Auseinandersetzungen gekommen.

Weil mich der DHL-Zusteller ja grundsätzlich nicht zuhause antrifft (auch oder gerade wenn ich den ganzen Tag in meiner Wohnung hocke), habe ich mir den Ratschlag meiner Beraterkommission zu Herzen genommen und mich für eine sogenannte Packstation angemeldet. Packstationen sind im Grunde die völlige Negation des Postwesens, weil man sich plötzlich selbst darum kümmern muss, wie man das Paket in sein Haus bekommt. Dafür haben sie rund um die Uhr geöffnet und befinden sich nicht wie die Postagenturen, aus denen man seine Sendungen wochentags zwischen Zwölf und Mittag abholen kann, am Arsch der Heide. Und wenn man tagsüber nicht zuhause ist (oder man den selben Zusteller hat wie ich), sind sie die einzige Möglichkeit, Pakete zu empfangen.

Ich meldete mich also im Internet für die Packstation an und bekam kurz darauf ein Anschreiben mit einer goldenen Kundenkarte. Die kriegt (anders als bei Kredit- oder Bonusmeilenkarten) jeder Kunde, damit er denkt, es sei etwas ganz besonderes, den Job des Postboten selbst übernehmen zu dürfen. In dem Anschreiben stand, meine “PostPin”, mit der ich die Packstation dann auch öffnen kann, werde mir “in wenigen Tagen” per Einschreiben zugehen.

Die Tage kamen und gingen und überschritten meine persönliche Definition von “wenige” erheblich. Ich nutzte also wider besseres Wissen das Kontaktformular auf der Internetseite von DHL, um mich nach dem Verbleib meiner “PostPin” zu erkundigen. Es war die Mühe ausformulierter Sätze nicht wert, denn das Kontaktformular von DHL ist ein toter Briefkasten. Selbst die Zeit, die man bräuchte, knackige Beleidigungen in die Tastatur zu hacken, wäre verschenkt: ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass die Kontaktversuche nicht nur nicht gelesen werden — sie werden vermutlich nicht einmal verschickt. Jedes Stoßgebet wirkt besser als eine E-Mail an DHL.

Ein paar Tage später rief ich bei der kostenpflichtigen Packstations-Hotline an und trug mein Anliegen vor. Nachdem sie sich meine Geschichte bis zum Schluss angehört hatte, erklärte mir die Callcenter-Agentin mit angsterfüllter Stimme, die Server seien leider alle ausgefallen und sie könne meine Daten jetzt nicht nachgucken. Ich möge es doch bitte später noch einmal versuchen.

Ich ließ DHL also eine Woche Zeit, die Server zu reparieren, und beschloss dann, erneut Geld an der Hotline zu verballern. Diesmal klappten die Server, aber der freundliche Mann am anderen Ende konnte sich trotzdem nicht erklären, wo mein Einschreiben abgeblieben sein könnte. Er versprach, sich darum zu kümmern. Und in der Tat bekam ich zwei Tage später Post von DHL: ein Anschreiben mit einer goldenen Kundenkarte. In dem Anschreiben stand, meine “PostPin” werde mir “in wenigen Tagen” per Einschreiben zugehen.

Weitere zwei Tage später schaute ich abends, als ich mich nach einem Tag in der Wohnung ins Bochumer Nachtleben stürzen wollte, in meinen Briefkasten und fand dort – ich weiß, es ist weder überraschend noch witzig – eine Benachrichtigungskarte der Deutschen Post. Ein Einschreiben für mich habe nicht zugestellt werden können, erklärte mir da mein Briefträger, den ich erst vor wenigen Wochen auf der Straße abgefangen und leider nicht zur Sau gemacht hatte, nachdem er mir eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten geworfen hatte, während ich zuhause hockte. Meine Theorie, dass er die Sendungen einfach direkt auf der Post liegen ließe und nur bereits ausgefüllte Benachrichtigungskarten austrüge, hatte sich da im Übrigen nicht bestätigt: er hatte das Päckchen in seinem Schiebewägelchen und händigte es mir auch sofort aus.

Gerade war ich bei der Post (zum Glück im Hauptpostamt am Hauptbahnhof und nicht am Arsch der Heide) und habe das Einschreiben abgeholt. Als ich kurz erzählte, dass ich trotz Anwesenheit eine Benachrichtigungskarte bekommen habe, und die Frage des fast besorgniserregend freundlichen Schalterbeamten, ob ich weit oben wohnen würde, mit “Ja” beantwortet hatte, meinte dieser zu mir, ich hätte offensichtlich einen “faulen Briefträger”, dem ich mal “in den Hintern treten” solle. Ich werde mich bei Gelegenheit gerne auf ihn berufen.

Ansonsten bin ich natürlich gespannt, was die Deutsche Post und DHL als nächstes unternehmen wollen, um mich zu ärgern. Falls Sie irgendwann in der Zeitung von einer Packstation lesen sollten, die von Globalisierungsgegnern/Psychopathen/Außerirdischen in die Luft gesprengt wurde: das war dann sicher meine.

26 Kommentare

  1. David
    10. November 2008, 15:01

    Ich bin seit “wenigen Tagen” (knapp zwei Wochen) auch – stolzer – Besitzer so einer goldenen Kundenkarte.

    Mein erstes Erlebnis mit der Packstation (nachdem ich sie dann endlich gefunden hatte) war, dass ich die Fachgröße auswählen sollte in die mein Retourpäckchen (zu große Hose) hineingepackt werden sollte, mit “L” bestätigte (ich hatte mangels Schlange hinter mir keine Lust darauf, dass das Päckchen nicht reinpasst…). Es öffnete sich dann natürlich ein völlig überdimensioniertes Paketfach in das mein Paket fünfmal reingepasst hätte…

    …Habe dann im weggehen nur noch mitbekommen wie meine Nachfolgerin sich aufregte das für ihr Paket kein geeignetes Fach mehr frei war :-/

    Mir sind die DHL Leute aber immer noch lieber als die von DPD. Die klingeln einen auch gerne mal an Urlaubstagen morgens um 7 Uhr stürmich aus dem Bett und sind dann stinke unfreundlich…

  2. 50hz
    10. November 2008, 15:44

    Wen wundert es da noch, dass DHL in USA aufgibt: http://tinyurl.com/5wq63b Außerhalb der Service-Wüste D haben die einfach keine Chance.

  3. OJ
    10. November 2008, 15:52

    Ich habe vor langer Zeit, als ich noch zu Hause arbeitete, haufenweise DVDs per Post bezog und ständig genau dasselbe (im 2. Stock) erlebte, auf den Vorschlag des Schalterbeamten hin, bei dem ich mich beklagte, dass ich trotz Anwesenheit … na ja, Du kennst das … mal einen Brief an mein “Verteilzentrum” geschrieben.

    Das führte zu einem Entschuldigungsschreiben (ich glaube, das war noch zu Zeiten des Postmonopols, und deshalb las ich hinter dem Bedauern, dass ich “mit unseren Dienstleistungen nicht zufrieden” sei ein gefühltes “Aber was wollen Sie machen, hm?”) mit dem Versprechen, mit “den betroffenen Zustellern zu sprechen”.

    Ich überlasse es der Phantasie des geneigten Lesers, ob sich daraufhin etwas geändert hat.

  4. Der Postillon
    10. November 2008, 16:22

    Möchte spitzfindigerweise darauf hinweisen, dass ein toter Briefkasten etwas anderes bedeutet als du denkst. Hat was mit Agenten und so zu tun.

  5. Thomas
    10. November 2008, 16:34

    @Der Postillon: Das hab ich schon als 6-jähriger bei TKKG in der Folge “Das Geheimnis um die chinesische Vase” gelernt :)

  6. Der Postillon
    10. November 2008, 16:49

    TKKG bildet.

  7. meteorite
    10. November 2008, 16:59

    Bei mir hat die Packstation ein ewiges Problem gelöst: Die Frage, wie ich sicherstellen soll, dass ich zur Kernarbeitszeit 12-14 Uhr zu Hause auf den Paketboten warten sollte.

    Den Ärger kann ich übrigens nicht bestätigen: Ich bin Packstationskunde “der ersten Stunde” – meine Packstation war wohl damals eine der ersten, die aufgestellt wurden, und die einzigen Probleme hatte ich, wenn Versandhändler unangekündigt anders als per DHL verschickt haben. Ansonsten bin ich begeistert: Wenn ich nach Hause komme, habe ich die Paketnachricht schon per SMS und e-Mail erhalten und weiß, dass ich schnell noch einen Schlenker fahren muss. Wenn ich sowieso zu Hause bin, habe ich wieder einen 5minütigen Spaziergang (hin und zurück).

    Und statt der 15-Meter-Schlange aus Omas, die 3,75 EUR vom Postsparbuch abheben wollen, nehme ich jetzt auch beim Versenden von Paketen die Packstation in Anspruch. Auch gut!

  8. Unki
    10. November 2008, 17:06

    Der Spaß wird auch trotz Packstation weiter gehen. Aber dann hast Du zumindestens keine Benachrichtigungskarte im Briefkasten, sondern im Email-Fach oder im Telefon. Wehe, wenn ein Paket mal größer als eine Box in der Packstation ist …

  9. alex
    10. November 2008, 17:19

    …oder die Packstation voll. Was meine grundsätzlich ist. Was dazu führt, dass man wieder alles aus der Filiale abholen muss. Immerhin haben wir hier inzwischen einen neuen DHL-Fahrer, der alles was nicht zugestellt werden kann grundsätzlich in einem bis 22:00 Uhr geöffneten Geschäft gegenüber ablädt. Ich gebe diesem momentan akzeptablen Zustand maximal noch 3 Wochen, bis man sich bei DHL neue Methoden ausgedacht hat, mich zu nerven. :p

  10. David
    10. November 2008, 17:22

    @Alex: Wenn sich mein DHL-Zusteller zumindest darauf festgelegt hätte alles im bis 20 Uhr geöffneten Geschäft gegenüber abzugeben, wäre ich da garnicht so unzufrieden mit – hat er aber leider nur recht selten (wenn, dann meinst im bis 17Uhr geöffneten Geschäft unter mir – was dann dazu geführt hat, dass ich das Paket nicht am nächsten Tag in der Post sondern erst am nächsten Samstag abholen konnte…)

  11. the Geek
    10. November 2008, 18:44

    Ich habe schon vor zwei Jahren oder so erkannt, dass der Postbote bei uns faul ist und habe mich für die Packstation angemeldet.

    Bei mir war damals Pin und Karte zusammen verschickt worden und ich musste das Briefchen dann von der Post abholen.

    Aber regelmäßig ärgere ich mich an der Packstation, wenn ich den leeren Toner von meinem Laserdrucker mit dem beigefügten Versandschein an Brother verschicken möchte. Die Packstation erkennt nämlich immer nicht den aufgedruckten Strichcode, weil dass irgendein besonderer Strichcode für die Rücksendung von Toner ist und dann muss ich doch immer zum Schalter.

    Wenigstens habe ich das Glück, dass in meiner Nähe noch eine echte Postfiliale mit echten Öffnungszeiten ist und kein Strumpfladen der auch Päckchen annimmt und nur wochentags von 9 bis 15 Uhr geöffnet hat (wie in manchem Dorf).

  12. Christian H.
    10. November 2008, 19:13

    Ich bin ebenfalls seit mehreren Jahren Packstation-Kunde und bestelle sehr viele Artikel. Im Großen und Ganzen bin ich eigentlich sehr zufrieden, Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. Und du wirst – bei deinem Glück – sicherlich sofort mit den Ausnahmen vertraut werden.
    Ärgerlich, aber von DHL ja nicht zu ändern wären die ersten beiden Phänomene:
    1. Die Packstation ist voll. Das Paket landet also in der Posthauptfiliale (die hier in Berlin mehrere U-Bahn-Stationen entfernt ist). Bei einem Buch ist das ja noch zu ertragen. Aber als ich eine Brotbackautomaten mit mir herumtragen musste fand ich das schon blöd.
    2. Das Paket ist einfach zu groß für die Packstation. Mein Paket “Guitar Hero III” (inkl. Gitarre) passte nicht in die Packstation. Was auch daran lag, dass Amazon es in einem 9 Kubikmeter großen Karton verschickt hat. Ich mochte damit nicht in die U-Bahn oder den Bus, und habe jemanden angerufen, der mich abgeholt hat. Das Paket musste auf die Rückbank, der Kofferraum war zu klein.
    3. Punkt und vollkommen Schuld von DHL: Die Packstation ist ausgefallen.
    Das ist mir bis jetzt zwei Mal passiert und regt mich noch immer auf. Ich bin auf der Arbeit, bekomme meine SMS und freue mich. 30 Min später nächste SMS “Entschuldigung, die Packstation ist defekt, wir melden uns wenn das Problem behoben ist”.
    Naja, denke ich, kann sich ja nur um Stunden handeln. Denkste, nach 2 Tagen war das Ding noch immer defekt (nachgeschaut). Anruf bei der teuren Hotline und da hieß es dass der Fehler in den nächsten 48 Stunden behoben wird. Meine Frage, ob man das Paket nicht an die Filiale umleiten könne wurde verneint. “Niemand kommt augenblicklich an die Sendungen heran”. Natürlich habe ich innerhalb dieser 48 Stunden keine Benachrichtigung bekommen und bin dann nach exakt einer Woche zur Packstation gestiefelt und nachts noch mal nachgeschaut. Und siehe da: Meine Karte funktionierte, und das Paket kam heraus. Und in der selben Sekunde vibrierte mein Handy und teilte mir mit, dass die Packstation wieder zur Verfügung stünde. Ich wette ein Monatsgehalt, dass ich der Auslöser war.
    Bestelle also lieber nichts verderbliches…

  13. Patrick
    10. November 2008, 19:26

    Ich dachte immer, das Anmelden bei dem Packstationspass ist nur notwendig, wenn man damit auch verschicken will.
    Denn ich bin nicht angemeldet und meine Pakete landen manchmal auch in der Packstation. Ich bekomme dann immer so n Strichcode-Gedönse wie bei Selbstausdruck-Bahntickets und kann mein Paket abholen. Zumindest hier in Köln scheint das einzig von der Laune des Postboten abzuhängen.

  14. Justus
    10. November 2008, 22:30

    Als ein Paketbote zum wiederholten Male nur eine Paktkarte hinterließ, obwohl ich daheim war, bin ich in das nächste Postamt gegangen und hab das Mädel hinter dem Schalter zur Schnecke gemacht. (“Ich weiß, SIE können ja nix dafür, aber das muss ich jetzt mal loswerden…”) Obwohl ich ein friedliebender Mensch bin, muss das richtig Eindruck gemacht haben. Am Ende meiner Tirade händigte sie mir als kleine Entschädigung zwei Briefmarkenheftchen (Wert 6 Euro) aus. Und dazu die Telefonnummer des zuständigen Menschen im Verteilzentrum, das sinnvollerweise ja nicht im Telefonbuch steht, dafür gibts ja die gebührenpflichtigen Servicenummern. Sie gab mir die Nummer mit den Worten: “Aber sagen Sie bloß nicht, dass Sie sie von mir haben.”
    Was soll ich sagen? Ich verließ das Postamt mit einem Lächeln auf den Lippen.

  15. Gua
    10. November 2008, 22:55

    Also ich habe mal das Kontaktformular auf der Packstation-Seite benutzt und wurde nur wenig später von einer freundlichen Dame angerufen, die mir die Antwort erklärt hat. So ganz tot können die da also nicht sein, auch wenn das nun schon gut ein Jahr her ist.

  16. Knud
    11. November 2008, 9:49

    Vermutlich geht die Gechichte so weiter:
    Die PIN gehört zur ersten Dir zugestellten Goldkarte, die aber inzwischen gesperrt wurde, weil Du ja eine neue Karte bekommen hast. Auf die PIN zur neuen, gültigen Karte wartest Du ein paar Tage, bis Du Dich wieder beschwerst, worauf Dir eine neue Karte geschickt wird. Die nächste PIN gehört zur zweiten Dir zugestellten Goldkarte, die aber inzwischen gesperrt wurde, weil Du ja eine neue Karte …

  17. Der Postillon
    11. November 2008, 21:33

    Jetzt merk ich’s erst. Hat da jemand Ärger mit dem Postillon?

  18. Tacke
    11. November 2008, 21:42

    Ich hab mal 5 Wochen als Postbote gearbeitet und kann es nur bestätigen:
    Wenn man ständig Druck von der Zentrale kriegt (“Einkauf Aktuell” in jeden Briefkasten zu werfen), man jeden Tag 2000 Briefe Werbung und nur zwei handgeschriebene unter Streß austrägt und dann kommen da noch etliche Pakete teilweise kleinkindgroß (Hauptsache unter zwei Kilo) – ja natürlich lässt man dann den Mist in der Post und wirft einfach nur die Benachrichtigungskare ein, ohne auch nur zu klingeln!
    :-)

  19. Nele
    12. November 2008, 9:39

    Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für die Post brechen. Faule Briefträger sind nervig. Aber allermeistens klappt es ja mit der Post. Und ab und an beschweren muss man sich überall – selbst beim Bäcker um die Ecke (“seien sie doch bitte mal freundlich, schließlich kaufe ich hier immer meine Brötchen”).
    Ich nutze die Packstation jetzt rund eineinhalb Jahre und es ging immer so wie es gehen sollte: schnell, einfach und zuverlässig. Und da selbst im Kaiserreich niemals abends geliefert wurde ist das Ding auch kein Untergang des Postsystems, sondern eine sehr sinnvolle Sache für Menschen die tagsüber arbeiten. In etwa genau so wie uns Bankautomaten vom Anstehen an Bankschaltern und den grauenhaften Öffnungszeiten befreit haben. Außerdem gibt es neuerdings Sachen wie Online-Frankierung, die wirklich praktisch sind und – faule Einzelpersonen hin oder her – mir das Gefühl geben, dass irgendwo sehrwohl Menschen sitzen die darüber nachdenken wie sie mir als Kunden Service bieten können.

  20. Der Steffen
    13. November 2008, 10:45

    Leute, die DHL-Jungs sind in Wahrheit große Könner! Mein Büro ist tagsüber fast immer besetzt, meine Mitbewohnerin hockt hinter einer Abschlusstür aus Glas (!) zur Straße. Hingegen ist gegenüber ein Miniverlag für arabische Literatur, der die ganze Woche über exakt zwei Stunden geöffnet hat. Jetzt dürft ihr raten, wo immer wieder Päkchen für uns landen… Das ist schon eine epochale logistische Meisterleitung, sich an unserer Glastür vorbei zur Tür des Verlages zu schleichen und dort exakt zur Öffnungszeit Pakete für usn zu hinterlassen!!! Das muss man doch auch mal anerkennen, verdammt!

  21. David
    13. November 2008, 17:26

    …ich fürchte ich muss die von DHL jetzt auch mal in Schutz nehmen. Komme vor wenigen Minuten nach Hause, mache den Briefkasten auf…
    Draußen hält ein DPD-Sprinter – ich denke mir: “Hmm, der könnte zu mir wollen und mir die T-Shirts liefern die seit drei Tagen in Neufahrn auf ihre Weitergabe Richtung Köln warten (laut DPD-Paketverfolgung)”. Denk ich mir, warstest´ noch kurz bis der Fahrer kommt. Er kommt. Und gibt mir tatsächlich ohne nach meinem Ausweis zu fragen das Päckchen nachdem ich ihm signalisiert hatte, dass das wohl für mich ist. Eine Unterschrift und zack. Das wars – die hätte jeder andere auch abgeben können.
    (Ich war zwar beim “Handyfonieren” aber mal nachfragen können hätte er doch schon…)

    Das ist mir bei DHL noch nicht passiert. Da kam es sogar schon vor, dass ich in der eigenen Wohnung meinen Ausweis zeigen sollte.

    Achja: Meine erste Packstationsendung ist laut Email und SMS angekommen :-)

  22. Michael
    14. November 2008, 20:00

    das schöne ist ja auch, wenn man informiert wird, doch bitte ein Einschreiben beim Amt abzuholen, dort ist die Sendung aber nie angekommen… 2 Wochen später Email aus HongKong: meine Sendung wäre wieder dort angekommen…ohne Worte.

  23. David
    15. Dezember 2008, 17:26

    Na, das ging ja schneller als ich dachte:

    Guten Tag Herr David M.,

    leider konnte Ihre Sendung NICHT in die gewünschte PACKSTATION eingestellt werden.

    Die Sendung liegt für Sie in der FILIALE XXXXX
    in Köln am nächsten Werktag zur Abholung bereit.

    Bitte denken Sie daran, Ihre Goldcard und einen amtlichen Ausweis mitzunehmen.
    Ihre Sendung liegt 7 Werktage für Sie zur Abholung bereit.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr PACKSTATION Team

  24. Otto
    30. Januar 2009, 3:17

    Ich muss an dieser Stelle anmerken, dass ich meinen DPD-Zusteller liebe!
    Cooler Typ, freundlich, passende Lieferzeiten, Schäzchen an der Tü (“Autoteile bestellt?” – “Nee, nen 1865 Colt Navy” – “Auch gut!”)
    Außerdem hat der DPD mich selbst aus dem Inselreich schon schnell und problemlos beliefert.

  25. Otto
    30. Januar 2009, 3:23

    Schwäzchen! Schwäzchen an der Tür, natürlich. :D

  26. Packstation – Erst ärgerlich, dann peinlich [3. UPDATE] | svenkubiak.de
    10. September 2009, 9:54

    […] [3. UPDATE] Bei Coffee And TV findet sich auch ein sehr interessanter Erfahrungsbericht mit der Packstation. […]

Diesen Beitrag kommentieren: