And now for something completely different
Von Lukas Heinser am Donnerstag, 11. Oktober 2007 17:18
Kategorie: Somebody Told Me
Okay, Schluss mit dem Blödsinn.
Ich war gestern mit zwei charmanten jungen Damen alkoholische Getränke vernichten, als ein junger Mann an unseren Tisch trat und einen Spruch aufsagte, dessen genauer Wortlaut mir leider nicht erinnerlich ist. Er sprach für sich und seinen Kameraden vor, der in der Außengastronomie selbiges tat, denn es handelte sich um Handwerker auf der Walz.
Da ich durchaus ein Freund solcher Traditionen bin, leistete ich meinen bescheidenen Beitrag zur Reisekasse der Beiden und fragte, wo sie denn so herkämen. Der Kollege stamme aus Berlin, erzählte mir der Geselle, er selbst aus dem Allgäu. Wie lange er denn schon unterwegs sei, wollte ich wissen. Beinahe drei Jahre, in zwei Monaten dürfe er wieder heim, entgegnete er und erzählte noch ein wenig von der besonderen Erfahrung, die man mache, und dem Neuen, das man kennenlerne.
Drei Jahre und ein Tag von zuhause weg, nur unterwegs mit dem, was man tragen kann, (vermutlich) fern von Internet und Mobiltelefon – das klingt nach einer harten Zeit, aber auch nach einem irgendwie romantischen Dasein. Ich habe beinahe Angst, dass das irgendwann eine Trendsportart für Manager mit Burn-Out-Syndrom wird, und dann in zwei Jahren bei “Polylux” landet.
Donnerstag, 11. Oktober 2007 20:25
Hallo Lukas!
Nur mal so: Großes Lob für das, was Du hier so schreibst. Ich kenne kein zweites Blog, in dem jemand einen so klaren und gelassenen Blick auf Dinge und Zusammenhänge hat und über so viel Gespür für subtil pointierte Sprache verfügt. Wäre ich Verleger, würde ich dich als Kolumnisten einstellen.
PS: Den Schleim kriegst Du übrigens mit “Dr. Beckmanns Fleckenteufel Obst, Rotwein, Gemüse” problemlos wieder raus…
Donnerstag, 11. Oktober 2007 20:55
Jawohl, mir geht’s da ähnlich: Ich kenne auch kein zweites Blog usw. usf., wäre ich Verleger… – ich kann das vor lauter Eifersucht allerdings nur mit Mühe anerkennen!
Einen sprachmächtigen Blogger mit Schlag bei gleich mehreren charmanten jungen Damen, der nicht nur eine Abneigung gegen Polylux und Geld für die gute Sache übrig hat, sondern sogar eine aufmerksame und gewitzte Mutter, die im Internet surfen kann, gibt es daher für mich nach wie vor nicht; er ist eine Kunstfigur, ersonnen von irgendwem der beim Fernsehen arbeitet oder so, das Gegenteil kann ja doch niemand beweisen.
Donnerstag, 11. Oktober 2007 21:15
Ähm … wurde ich jetzt gerade für mein Lob verarscht? Bin mir nicht ganz sicher. Egal.
Donnerstag, 11. Oktober 2007 22:16
lonelylukas24
Bruhaha!!!1
Donnerstag, 11. Oktober 2007 22:34
Nein, Herr Kostjanix, ich versichere Ihnen hiermit, dass mein Neid echt und Ihr Lob nicht sehr verarschenswürdig ist.
Freitag, 12. Oktober 2007 1:03
Gerüchteweise soll es den Herrn Lukas aber geben.
Freitag, 12. Oktober 2007 8:55
Ich bin besagte Mutter und kann versichern, dass es ihn gibt!
Freitag, 12. Oktober 2007 9:01
kann ja jeder sagen
Freitag, 12. Oktober 2007 10:11
@Skeptiker: Ich glaube schon, dass er echt ist. Welche Pseudoperson würde freiwillig angeben, dass sie aus Dinslaken stammt?
Freitag, 12. Oktober 2007 15:21
@ Jens:
Nichts erhöht doch die Glaubwürdigkeit einer Kunstfigur so sehr wie ein unspektakulärer Hintergrund. Abgesehen muss Dinslaken eine gesegnete Stadt sein, wenn doch die Schwester vom lieben Gott dort eine Wäscherei hat und man von dort aus in anderthalb Stunden im Himmel ist – mit dem Rad! (Wobei ich’s probiert habe: In anderthalb Stunden schaffe ich es nur bis Moers-Kapellen.)
Freitag, 12. Oktober 2007 15:22
* Abgesehen DAVON…
Samstag, 13. Oktober 2007 12:51
Achtung, Eltern lesen mit in Blogs……
Von anderen Blogs und deren Autorinnen und Autoren wußte ich es ja schon – auch Eltern können Blogs lesen. Teilweise kann das ja sogar recht sinnvoll sein, wenn z.B. die Mutter von Lukas (Coffee and TV) in diesem Kommentar eine zuvor hinterfr…