Not Following

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 8. Januar 2012 23:16

Seit Tagen wurde ich von Freunden darauf hingewiesen, dass am gestrigen Samstag auf arte die endgültige Demaskierung von Lena Meyer-Landrut zu bestaunen sei. Die sei nämlich doof, zickig und wahnsinnig anstrengend, so war es vorab in den Medien zu lesen.

Die “Spex” verkündete:

Dabei knüpft Lena an die fragwürdigen Dauerinterviews rund um ihre gescheiterten Titelverteidigung in diesem Jahr an, als das Bild vom ganz natürlichen Liebling der Nation erste Risse bekam.

Und die “Visions” nutzte die Gelegenheit, auf dem doofen, doofen Mainstream-Publikum rumzuhacken:

Bleibt nur zu hoffen, dass die Episode von “Durch die Nacht mit” das Bild von Lena als süßes, keckes Mädchen in den Köpfen der tumben Masse relativiert.

Beides sind keine Medien, in denen Lena sonst groß stattfindet, und vielleicht hatten beide das Bedürfnis, den anderen Teilnehmer von “Durch die Nacht mit” beschützen zu müssen: den Indie-Liebling Casper, mit dessen Musik ich nach wie vor nicht viel anfangen kann, den ich in Interviews aber oft sehr sympathisch finde.

Ich hatte es vorher schon geahnt und tatsächlich bestätigte die fertige Sendung, dass alles so schlimm nicht werden würde. Im Gegenteil: Es war eine hochvergnügliche Tour durch Berlin, die (im Gegensatz zu anderen im Vorfeld hochgejazzten Sendungen) durchaus das Zeug zum Klassiker hat — nur halt ganz anders als gedacht.

Der Start ist tatsächlich kein guter: Lena kommt in Caspers Wohnung, beide stehen ein bisschen krampfig rum und Lena sagt: “Ja, schön. Schön eingerichtet, schön dreckig auch!” Damit bricht sie erst mal so ziemlich alle zwischenmenschlichen Konventionen, die so in den vergangenen Jahrhunderten zum Thema Höflichkeit entwickelt wurden. Vielleicht würde man den Privatbesuch, der einem so etwas sagt, auf der Stelle achtkantig wieder rausschmeißen — aber zu Beginn einer Fernsehsendung ist das doch ein spannender Auftakt, der das Gegenüber aus der Reserve holen könnte. Könnte, denn hier klappt es nicht.

Nach dem missglückten Auftakt sieht es erst mal nicht gut aus: Lena und Casper haben nicht den gleichen Geschmack bei Tattoomotiven (können sich aber darauf einigen, dass Leute, die dem Tättowierer ihre Lebensgeschichte erzählen, bestimmt super-anstrengend sind), bei Musik, bei der Abendplanung. Casper sitzt erst mal ziemlich nervös neben ihr, was aber auch sehr sympathisch wirkt. Lenas “Du malst jetzt echt ‘ne Katze und so’n Kack, ne?” liest sich transkribiert nach großer Boshaftigkeit, kommt im O-Ton in der Situation dann aber doch deutlich kumpelig-flapsiger rüber.

Tatsächlich gibt es zahlreiche harmonische Momente, zum Beispiel die Szene, in der beide erzählen, dass sie nicht in einem Raum bleiben könnten, in dem ihre eigene Musik läuft, und Lena dann kurz zu Höchstleistungen aufläuft:

Das hier ist dann wieder nicht so gut:

Grandios aber auch die Szene, wo die beiden in einem futuristischen Wohnraumkonzept voller riesiger aufgeblasener Plastikkugeln sitzen und Casper anfängt: “Wenn man sich das jetzt als Wohnung der Zukunft vorstellt …”, bevor Lena das ganze intellektuelle Künstler-Konzept mit einem “… isses scheiße!” kurz und knapp hinrichtet. So jemanden wie Lena braucht man in den Galerien, Konzertsälen und bei Poetry Slams, die von Leuten besucht werden, die mal gehört haben, dass sie dort Kunst erwarte.

Wirklich menscheln kann’s dann zum Beispiel in dem Moment, wo Lena “pinkeln” ist und Casper sich nett und ungezwungen mit zwei Museumsbediensteten unterhalten kann: “Wir halten doch die Menschen von ihrem Feierabend ab!” Lena wird ihm anschließend auf verstörend abgeklärte Art erklären, die beiden Mädchen seien total verliebt in ihn gewesen, was Casper überrascht zurückweist und ich weiß, das hört sich jetzt nicht spektakulär an, aber ich saß davor und rief entzückt “ist das toll!” in den sonst menschenleeren Raum.

Irgendwann haben die beiden dann eine Ebene gefunden, auf der sie sich durchaus humorvoll gegenseitig angehen können: “Ich würd’ Dir noch ‘n Alster austun, wenn Du magst!” – “Austun?!”, “Ist das Deine echte Schrift?!”, “Na, das ist ja jetzt scheiße!” – “Wieso ist das scheiße? Du bist scheiße!” – “Du bist scheiße!”. Man muss das natürlich sehen und hören, denn in Schriftform taugt es tatsächlich zu der Skandalisierung, die die Medien im Vorfeld versucht hatten. Besorgniserregenderweise klangen ausgerechnet die Redakteure der Musikzeitschriften dabei wie ihre eigenen Großeltern, aber vielleicht sind das halt so Veganer, die zum Lachen in den Keller gehen und bei YouTube immer verzweifelt nach dem einen geilen Indie-Song suchen müssen, der noch nicht mehr als 34 Views hat. Lena und Casper zuzusehen ist jedenfalls, wie mit meinen Freunden unterwegs zu sein: hart, aber doch durchaus herzlich.

Nachdem die beiden Nachts durch die leeren Flure der Deutschen Popakademie (gähn!) gelaufen sind und in ein Zimmer mit Instrumenten gesperrt wurden, spielen sie Galgenmännchen. Das allein ist ja schon großartig abwegig, aber dann wird Frau Meyer-Landrut wieder gehässig, Herr Casper zickt zurück und herein platzt der wahnsinnig umtriebige Mann von der Popakademie, der von der “Lounge” erzählt, die “das Herzstück der Akademie” sei. Eigentlich ist es ein Wunder, dass in diesem Moment niemand vierhundert Arosa schlitzverstärkt mit kurzem Arm bestellen will, aber dann sitzen sie halt in dieser “Lounge”, trinken Mineralwasser und führen ein (wie Casper und Lena hinterher offen zugeben) eher zähes Gespräch mit Studenten. Jeder Versuch des Akademie-Manns, sich und seine tolle Institution irgendwie ins Gespräch einzubringen, prallt grandios ab und das geschieht ihm in diesem Moment ehrlich gesagt ganz recht.

Dass eine Frau eine andere beim ersten Händedruck vor allen Leuten fragt, ob die Wimpern echt oder angeklebt seien, verstößt mal wieder gegen so ziemlich alle zwischenmenschlichen Konventionen — aber es ist eben auch genau diese Authentizität, für die Lena mal eine kurze Zeit von den Medien geliebt wurde. Lena liefert nicht das, was die Medien bei ihr bestellen. Der Beobachtereffekt, der eigentlich zwangsläufig alle Natürlichkeit zerstört, sobald eine Fernsehkamera dabei ist, bleibt aus, stattdessen fragt man sich ständig, ob sie das jetzt grad wirklich wieder gesagt hat. Doch, hat sie: Der Frau mit den “natürlich echten” Wimpern sagt sie zum Abschied: “Ich finde, Du könntest mir ‘n bisschen was von Deinen Brüsten abgeben!”

Was die Medien vorab nicht für erwähnenswert hielten, ist etwa die Szene, in der die beiden im Auto voller Hingabe “Son Of A Preacher Man” oder “Big In Japan” singen, wobei sie die Texte von einem iPhone-Display ablesen müssen, oder die, wo sie sich Pommes essend über Fans beklagen, die Promis in privaten Situationen behelligen, und Lena dann unvermittelt und mit verklärtem Blick über Turnschuhe zu sprechen beginnt.

Das heißt: “Welt Online” hat das erwähnt, fasste es aber als Unprofessionalität auf und bölkte:

Offensichtlich wird an diesem Abend, dass die beiden mit ihrer Rolle als Prominente noch überfordert sind.

Natürlich war “Durch die Nacht mit Liza Minnelli und Fritz Wepper” schön, weil da zwei Vollprofis, die sich ewig kennen, formvollendet miteinander umgingen, aber das andere Ende des Spektrums kann ja genauso spannend sein, wenn man sich denn drauf einlassen will.

Man kann sich doch nicht einerseits über die ganzen stromlinienförmigen Popsternchen, Fußballer und Politiker der Gegenwart beklagen und dann andererseits sofort Zeter und Mordeo schreien, wenn mal jemand vorbeikommt, der unkonventionell und anders ist. Man muss das ja noch nicht mal als Natürlichkeit preisen und sich darüber freuen, man muss Lena oder Casper nicht mal mögen, aber man könnte doch zumindest mal anerkennen, wenn da plötzlich “Stars” auftauchen, die anders sind. Die müssen dann natürlich nicht “Liebling der Nation” sein, aber wer würde das auch wollen?

Ich hab in letzter Zeit von mehreren Kollegen gehört, dass Lena anstrengender und weniger locker geworden sei. Von Casper heißt es, dass er sich nach dem Abend regelrecht ausgeheult bzw. ausgekotzt haben soll. Das mag alles sein, nur die dabei entstandene Sendung taugt nicht zum Beleg. Ja: Lena hat offensichtlich keine große Lust auf die ganze Sache, sie zickt rum und Casper zickt zurück — aber das kann doch niemand, der in den letzten zwanzig Jahren mal mit jungen Menschen zu tun hatte, ernst nehmen! Man muss sich doch als Musikmagazin nicht dem Skandalisierungswahn der anderen Medien anschließen und wie die “Spex” “fast die Eskalation” herbeischreiben!

Selbst der Abschied der beiden voneinander oszilliert vielfarbig zwischen Neid, Gehässigkeit und schlichter Freude an exakt dieser Situation. Natürlich gibt es Szenen, in denen man ahnt, welche Leistung Cutter Martin Eberle erbracht haben muss, um aus vielen schwierigen Situationen einen erträglichen Film zu schneiden, aber es ist ihm gelungen.

“Durch die Nacht mit Lena und Casper” ist noch bis nächsten Samstag in der arte-Mediathek verfügbar.

Offenlegung: Ich bin Frau Meyer-Landrut ein paar Mal begegnet und finde sie recht sympathisch.

94 Kommentare

  1. Sebastian
    8. Januar 2012, 23:27

    Word!

  2. Carsten
    8. Januar 2012, 23:43

    “Besorgniserregenderweise klangen ausgerechnet die Redakteure der Musikzeitschriften dabei wie ihre eigenen Großeltern, aber vielleicht sind das halt so Veganer, die zum Lachen in den Keller gehen und bei YouTube immer verzweifelt nach dem einen geilen Indie-Song suchen müssen, der noch nicht mehr als 34 Views hat.”

    Das trifft den Nagel auf den Kopf! Herzlichen Dank für den brillanten und auf den Punkt richtigen Beitrag. Was das unfassbar dumme Medienvolk betrifft, überlassen wir Lena das Wort, gesprochen bei Inas Nacht:

    “Ihr Idioten!”

    Punkt.

  3. Uwe
    8. Januar 2012, 23:44

    Danke Lukas! Eine sehr treffende Beschreibung einer sehr vergnüglichen TV-Unterhaltung, von deren Sorte es leider viel zu wenige gibt!

  4. Der Peter
    8. Januar 2012, 23:48

    sie haben eine sehr schräge sicht auf die episode und irgendwie stehen sie damit leider recht alleine da.
    diese folge von DDNM hatte leider null unterhaltungswert und es war für jeden erkennbar, dass lena sich einzig um sich selbst dreht und keine lust auf ein sinnvolles zusammentreffen mit casper hatte.
    aber nicht schlecht, dass man über diesen “schuss in den ofen” eine a4-seite meinung zum besten geben kann. sie scheinen viel zeit zu haben…

  5. Manuel
    8. Januar 2012, 23:56

    Dass manche Medien übertrieben haben ist klar, aber Mischas Kommentar hier: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=324116910942508&id=1289078967 und Tweets von Lena (https://twitter.com/#!/Lenas_view/status/155995303877685248) und Casper (https://twitter.com/#!/BenniferRostock/status/155720880750723074) zeigen doch irgendwie, dass die beiden das selber nicht viel anders gesehen haben, oder interpretier ich falsch?

  6. Der Peter
    8. Januar 2012, 23:59

    ich empfehle zum neujustieren der geschmacksskala die folge mit schlingensief und friedman. DAS war eine sternstunde!

  7. madcynic
    9. Januar 2012, 0:03

    Erstmal – guter Text. Die Paarung ist an sich reizvoll, gerade weil hier zwei Leute aufeinandertreffen, die offenbar doch auch ein sehr unterschiedliches Publikum ansprechen.
    Allerdings frage ich mich schon, warum man den Beteiligten (oder konkret einer Beteiligten) so wie mein Vorredner und so wie manche Medien vorwerfen muss sie habe “keine lust auf ein sinnvolles zusammentreffen” gehabt. Was ist denn bitte ein sinnvolles Zusammentreffen? Sollen die beiden sich hinsetzen und über ihren künstlerischen Anspruch oder sonstwas reden? Es ist doch viel spannender, wenn man Leute hat, die nicht superprofessionell mit allen anderen umgehen, nur weil da jetzt eine Kamera ist. Die nicht so tun, als wäre das Gegenüber jetzt gerade der interessanteste Mensch der Welt, auch wenn sie es nicht so empfinden.
    Insofern völlig richtig erkannt – man kann nicht einerseits streamlined mainstream artists beklagen, die null Persönlichkeit haben, sondern bei denen alles bis ins letzte Detail gecoacht wird, und andererseits beim ersten Anflug von “Unprofessionalität” gleich das Karriereende herbeischreiben.

  8. Joe
    9. Januar 2012, 0:04

    Lieber Lukas,

    ganz kurz: Word 2!!

    @Der Peter: Der gute Lukas steht mit seiner Meinung kaum alleine da. Im Gegenteil sind das wohl eher Sie, wenn ich mir die bisherigen Kommentare so anschaue…

  9. Lukas Heinser
    9. Januar 2012, 0:06

    @Manuel: Na ja, Lena schrieb auch, dass sie den Abend “nice” fand. Aber wenn ich den Medien im Vorfeld geglaubt hätte, dass die sich ja jetzt fast die Köpfe einschlagen, dann wäre ich am Ende doch enttäuscht gewesen.

    Vielleicht lag’s wirklich am Schnitt, aber ich finde, beide haben das am Ende recht würdevoll über die Bühne gekriegt und es ist (entweder trotz allem oder gerade deshalb) ein unterhaltsamer Film draus geworden.

    Aber klar: Wenn man Lenas Art sowieso nicht mag, wird der Film da definitiv nichts dran ändern.

  10. Lars
    9. Januar 2012, 0:07

    Exakt auf den Punkt, insbesondere das mit den Spießern von Spex und Veganern von Visions ;)
    Danke

  11. Max
    9. Januar 2012, 0:10

    Schön und voll getroffen. Man merkt, dass der Autor sie persönlich kennt. (Hab mir das Oslo-Interview bei der Gelegenheit nocmal reingezogen..;-)

  12. Jdevil
    9. Januar 2012, 0:11

    Lieber Lukas,
    Danke für den wohltuend anderen Artikel, neben dem vom Imre Grimm im Vorfeld. Ich frage mich auch, ob man einen Man der wie Lena agierte auch so kritisieren würde. Und das gerade ein Musikmagazin das nicht feiert sondern verreist und aus dem Zusammenhang reißt, sagt alles über unsere Kultur aus.
    Auch ich dachte im Vorfeld, Au weia, was wird das denn und dann sah ich Lena, so wie zumindest die, die sich ein bisschen mit Ihr (weiter) beschäftigt haben, Sie kennen und teilweise lieben gelernt haben.
    Ich empfand es als sehr unterhaltsam und die Eröffnung war ja auch Casper zu verdanken, der seine Wohnung als die eines 16-jährigem bezeichnete und Lena hat’s mit dem dreckigen Tisch quasi bestätigt.
    Casper war vielleicht nicht Lenas Wunschpartner und umgekehrt vielleicht ähnlich. Dafür und trotz der teilweise komischen Location Planung durch die Produktion, haben sich beide gut geschlagen. Es war,kaum tiefschürfend, aber durch die Kabbelei der beiden ganz lustig. Was wir natürlich nicht sahen, war was hinter den Kulissen abging. Und das Casper das nachträglich als den schlimmsten Tag seines Lebens bezeichnet war entweder Ironie oder einfach erbarmungswürdig.
    Und was andere von Lena halten, man darf nicht vergessen was Lena in Ihren jungen Jahren und der kurzen Kariere schon alles aushalten musste, von den billigsten Lobhudeleien, bis zu den harschesten und teilweise unfundiertesten Kritiken. Das Sie bei den allen weiterhin einfach Ihr Ding durchzieht und sich unverbogen in diesem Business behauptet … Meine Hochachtung!

  13. Jdevil
    9. Januar 2012, 0:24

    An Der Peter: Aha, Frau hat also immer schön artig zu sein, keine eigene Meinung zu äußern. Der Casper hat alles richtig gemacht.

    Und der Vergleich mit einer Schlingensief Sendung hinkt doch etwas. Da könnte man auch die Sendung vom Dienstag mit vergleichen, die mit Cosma und Mimi. Die war sicher auch ganz anders als die mit Schlingensief, also was soll dieser Terz.

    Fakt ist, diese Sendung wird aufgrund der Diskuionen sehr wahrscheinlich eines der Highlights der Sendereihe werden. Die Aufrufzahlen des Videos sprechen da schon Bände.

  14. Wondergirl
    9. Januar 2012, 1:05

    Sehr guter Artikel!

    Mich erschreckt, dass die stärksten Kritiker Lenas Verhalten in Geschlechternormen fixiert sind, und gar nicht merken, dass sie damit eine Form von Sexismus betreiben, die eigentlich seit Generationen verschwunden sein sollte.

  15. Jdevil
    9. Januar 2012, 1:14

    @wondergirl Du hast es besser ausgedrückt!

  16. La semaine 1 en 2012 | Mehr Pusteblumen, mehr Seifenblasen!
    9. Januar 2012, 1:14

    [...] ein Abendessen ausgegeben. Lena Meyer Landrut gibt mir dann aber endgültig den Rest (und dies ist einer der wenigen Momente in denen ich nicht mit Herrn Heinser übereinstimme, btw. in der Folge aus der vorangegangenen Woche macht Cosma Shiva Hagen übrigens wieder Promo [...]

  17. Judith
    9. Januar 2012, 1:28

    Lukas, du bist mit deinem ‘Ist das toll!’ nicht allein! Ich danke dir für die Anregung zu einem der schönsten Fernsehabendspäße seit Langem. Ich hatte im Vorfeld nichts darüber in den Medien gelesen und wippte gerade eine Stunde lang entzückt auf meinem Sessel auf und ab vor Freude über die etwas ungelenken, aber dafür um so charmanteren Schlagabtausche. Noch dazu ist das ganze wirklich schön gefilmt, geschnitten und musikalisch untermalt.
    Jetzt bin ich gespannt auf die Zeitungsberichte, finde es aber auch immer wieder amüsant, wie sich die Medien an Lena abarbeiten können. Dabei wünsche ich ihnen weiterhin viel Spaß.

    Und danke dir noch einmal für diesen schönen Artikel.

  18. gerrit
    9. Januar 2012, 1:56

    Warum erwähnt keiner, dass beide Weltklasse-Schwarzlicht-Minigolfer sein müssen? 26 zu 29, wo sie für die einfachste Bahn 3/6 Schläge benötigen und erkennbar keinen blassen Dunst von dieser Freizeitvergnügung haben…

  19. Horst
    9. Januar 2012, 2:16

    Thx für das Posting, hatte gestern die Sendung kurz in meiner FB-Timelinie aufblitzen sehen, aber dann aufgrund der Rezensionen das Interesse verloren.
    War aber in der Tat, nachdem ich’s dann heute doch gekuckt habe ne recht vergnügliche Sendung.

  20. Martin
    9. Januar 2012, 3:38

    Argh… bitte, Du darfst Lena symphatisch und frech finden.
    Aber tue mir einen Gefallen: Bezeichne sie nicht als authentisch. Das ist sie nicht.

  21. Thomas
    9. Januar 2012, 8:32

    Ich habe bei Facebook auch viele gehässige Kommentare gelesen. Offensichtlich fanden meine Freunde das ganz schlimm, von Fremdscham war da zu lesen. Also hab ich mir die Folge gestern Abend angeschaut und ich fand es ganz hervorragend! Was ich im Nachhinein aus den Kommentaren herauslese ist Neid und die Tatsache, dass all das, was nicht nur von denen gutgefunden wird und im Mainstream stattfindet, nicht mehr cool sein darf!

  22. plenoparus
    9. Januar 2012, 8:51

    Daran, ob Lena “authentisch” ist, mögen sich andere abarbeiten. Sie selbst jedenfalls erhebt diesen – mediengemachten – Anspruch gewiß nicht.
    Tatsächlich gibt sie sich wenig Mühe, überhaupt an irgendeinem Image zu feilen. Allein das macht sie sympathisch.
    Vielen Dank jedenfalls für diesen ehrlich subjektiven Artikel, der die versteckte Subjektivität der anderen so treffend entlarvt.

  23. Jeck
    9. Januar 2012, 8:59

    Für mich war das ENDLICH mal ein Stück Fernsehen, in dem vieles nicht vorgefertigt und in eine möglichst glatte Form gepresst wirkte. Ja: die beiden werden vermutlich niemals beste Freunde sein. Und so, wie wir mit unseren Bekannten auch schon mal Abende verbracht haben, die nicht unbedingt legendär sind, haben sich da zwei unterschiedliche Charaktere ein paar Stunden aneinander reiben müssen. Kein Skandal, sondern einfach nur Menschen auf dem Rücksitz eines Autos.

    Ich fand das toll, unaufgeregt und gleichzeitig deutlich spannender als all die fabrizierten Konflikte, die man sonst so sieht. Vor allem dieses ständige Gefühl zwischen Sympathie und Ich-find-dich-doof.

  24. Frank
    9. Januar 2012, 9:01

    @Lukas Heinser: sehr treffend, danke für den schönen Artikel.

    @Thomas: stimmt! Und ganz besonders peinlich sind die Leute, die meinen, sich mittels Facebook und Twitter nun bei Capser anbiedern zu müssen, indem sie Lena dissen.

  25. Ben
    9. Januar 2012, 9:06

    die sendung war irre langweilig. und lena ist sowas von ätzend. kann es sein, dass der autor sie etwas verteidigt, weil er sie schon persönlich kennen lernen durfte. bihatch.

  26. Friedemann
    9. Januar 2012, 9:46

    Ich glaube Dir, dass sie zu Dir als freundlich-wohlwollendem Musikjournalist menschlicher ist, Einblicke gibt und damit vieles relativiert.

    Ich glaube Dir jedoch nicht, dass Deine Freunde so negativ, so oberflächlich, so reflexhaft aggressiv unterwegs sind.

  27. JMK
    9. Januar 2012, 10:21

    Eine der Folgen in der beide Protagonisten keine Verbindung zueinander finden. Lena war teilweise unerträglich zickig und benahm sich wie ein verzogenes Gör. Nein man braucht solche Menschen nicht n Galerien oder auf Konzerten, die jede auch nur halbwegs intellektuelle Auseinandersetzung mit Musik, Kunst etc. vermissen lassen. So geriet diese Episode zu den schlechteren der Reihe. Ich freue mich auf Michael Rooker und James Gunn, das wird dann wieder was.

  28. Uli
    9. Januar 2012, 10:46

    “Lena und Casper haben nicht den gleichen Geschmack bei Tattoomotiven”
    Man könnte auch sagen Casper hat Geschmack und Lena potthässliches Gedöns aufm Arm…

  29. plenoparus
    9. Januar 2012, 11:13

    Ein Problem bei der Bewertung der Folge ist offenbar die Erwartungshaltung. Gewiß ist Lena Keine, die ihrem Tun auf der Bühne durch geschraubte Konversation einen pseudointellektuellen Hintergrund zu geben versucht. Wer diese Erwartung hat, muß sich in der Tat andere Protagonisten suchen.

    Darüberhinaus hatte sie vermutlich wirklich einen schlechten Tag und ist hinter ihren eigenen Möglichkeiten zurückgeblieben, aber der Unterhaltung tut das offenbar keinen großen Abbruch, wie man an den unzähligen Reaktionen – positiven wie negativen – hier und anderswo sieht.

  30. H.v.B.
    9. Januar 2012, 11:15

    Ihren Artikel kann ich in großen Teilen voll unterstreichen. Es war eine Sendung die Spaß gemacht hat und von den vorher in der Presse angekündigten “Zickereien” war eigentlich nichts zu sehen. Zu sehen waren zwei junge Leute, die mit Witz und Ironie einander anfrotzelten, wobei Lena eindeutig charmanter frotzelt. Da hat sich keiner beim Anderen angebiedert, wie man das sonst oft sieht, wenn sich zwei Prominente treffen und der eine dem anderen nicht dick genug sagen kann, welch großer Fan er doch von dem Anderen ist. Das war hier erfrischend anders und so war’s gut!
    Ich hoffe das Lena und natürlich auch Casper sich diese direkte und unverblümte Art bewahren können und weiterhin das sagen was sie denken und nicht das, was man von ihnen verlangt zu denken und zu sagen!

  31. Linus Engelke
    9. Januar 2012, 11:16

    Lena zeigte Casper am Filmanfang ihre neue Tättowierung am Unterarm und nach einem kurzem kommentarlosen Blick zeigte er ihr sein neues Tattoo. Spätestens jetzt hätte der Regisseur abbrechen können, weil so ein Verhalten bei der Hälfte aller Frauen ganz bestimmte Reaktionen auslöst.

    Ich hatte einmal gegenüber einer Frau Desinteresse an einem technischen Problem gezeigt, ein an ein DSL-Modem angeschlossenes Telefon funktionierte nicht, und musste mir dann eine kalten Satz anhören bei dem beinahe die Elektronen im Handy eingefroren wären. Kontaktmäßig war danach eine Woche Eiszeit.

    Lena verhielt sich dann “typisch Frau” und zog das volle Programm durch mit Kommentaren wie “Du malst jetzt echt ‘ne Katze und so’n Kack, ne?”, “Wie einfaltslos!”, “Was hattest du für eine Kunstnote? 5 wahscheinlich?”, Du bist scheiße”, … ohne Rücksicht auf Konsequenzen.
    Klaus-Jürgen Deuser hats es bei “Hitlistens des Westen” in seinem Stil kommentiert: “… ist halt ne Frau”.

    Ach ja, das Telefon funktionierte einwandfrei als sie es in die zweite Telefonbuchse des DSL-Modems steckte.

  32. SvenR
    9. Januar 2012, 11:24

    @Linus Engelke #31: “Wie einfaltslos!” ist ungewollte Spitzenklasse!

    Und noch eine Frage ans fachkundige Publikum: Wenn ich an meinem Computer im Browser auf der arte.tv seite bei arte + 7 nach “Durch die Nacht” suche bekomme ich die beiden Folgen Mimi /Cosma und Lena/Casper angezeigt, in der iPadd-App nur Mimi/Cosma. Warum?

  33. Linus Engelke
    9. Januar 2012, 11:34

    @SvenR #32, Rechtschreibfehlersammler wie du dürfen natürlich meine Rechtschreibfehler behalten und sie kommentieren, verwerten und weiterverarbeiten wegen CC-by-SA-NC.

  34. TVSurfer
    9. Januar 2012, 12:27

    Kongeniale TV-Kritik eines echten Lena-Verstehers. Ich habe sie in einem Tweet bereits eine sympathische Kackbratze genannt. Ich bin zwar etwas skeptisch und leider auch uninformiert aus diesem Film gegangen, was denn nun in Zukunft aus ihr werden soll, und was sie überhaupt gerade so treibt – obgleich sie als ESC-Gewinnerin ja im Prinzip schon alles geworden ist und noch Zeit genug hat, mehr zu werden. Aber in diesem Film hat sie sich immer noch als die gleiche unbekümmert-freche Zicke gezeigt, als die sie bei USFO bekannt geworden ist. Dazu muss man natürlich wissen, dass die Zicke an und für sich keinesfalls nur negativ äh konnotiert ist. Viele Frauen und Fröilleins fassen das sogar als Kompliment auf und bauen eine ganze (Zicken-) Ideologie darum herum. Jedendfalls hat sich Lena in ihrer offenen, direkten Art, die sie sich unbedingt bewahren sollte, auch in diesem Film wieder als ausgesprochen erfrischend urige Zicke aufgeführt.

  35. Howie Munson
    9. Januar 2012, 12:28

    Für “der peter”: http://www.youtube.com/watch?v=d4tTFIBFyVU

    also ich find Friedmann bisschen lenaesk *duck*

    ernsthaft: ich guck doch nicht ne Stunde lang zu wenn ich die Leute gar nicht mag…

  36. Thomas Vorreyer
    9. Januar 2012, 12:48

    Solche Vermutungen über das Wesen fremder Autoren sind natürlich amüsant, gehen hier aber in allen drei Punkten (Beleg: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.374776431106.159784.696881106&type=3) fehl. Ebenso liegen Spex jegliches bloßes “Lena-Bashing”, altvordere Dichotomien zwischen “Mainstream” und “Indie” (den Casper als #1-Künstler mit Major-Vertrag und dicker Produktion höchstens in nur noch völlig Sinn entleerten Weise bedient) oder wehleidiges Klagen wahlweise über den Verfall der Kultur oder gleich des ganzen Landes fern.

    Nein, der erste Kritikpunkt ist ein anderer: Die beiden haben sich herzlich wenig zu sagen, das über den jeweiligen Moment hinausgeht. Fast nirgendwo findet eine tiefere Auseinandersetzung statt. (Auch das Programm gleicht eben einer “Beschäftigungstherapie”.) Das liegt durchaus an beiden Protagonisten gleichermaßen und wird im Artikel keinesfalls Lena aufgebunden. Sie ist es aber, die diese Leere durch stetiges Nörgeln füllt, wobei auch hier die Reflektion selten über ein “scheiße” hinausreicht. Der Kunst im Museum begegnet sie so mit dem gleichen Desinteresse wie ihrer eigenen (s. die Streicherarrangements).

    Und warum Skandalisierung? Die zitierte Szene beim Minigolfen zeigt einen genervten Casper, der sich abwendet und später den Abend als einen seiner “schlimmsten” bezeichnet und dabei die Unterstützung des Kamerateams findet. Das wird im Text allerdings auch gar nicht so hochgestochen, schon die Artikelüberschrift birgt eine gewisse Ironisierung.

    Das jetzt wiederum ausgerechnet die Fragen nach Wimpern und Augen schockierend sein sollen, erschließt sich nicht. Das ist doch tatsächlich locker-natürlich.

  37. Martina
    9. Januar 2012, 13:03

    ebenso: Word!

  38. Christoph
    9. Januar 2012, 13:06

    lena is doch sowieso nicht authentisch. die will nur den anschein von authentizität erwecken. langweilig.

  39. DW
    9. Januar 2012, 13:07

    Kann mir mal jemand sagen, was eigentlich die “Word!”-Kommentare immer aussagen sollen?

  40. Christoph
    9. Januar 2012, 13:25

    sowas wie “meine rede” oder so… nervt unwahrscheinlich

  41. Christoph
    9. Januar 2012, 13:29

    oder “du bringst es auf den punkt”

  42. DW
    9. Januar 2012, 13:57

    @ Christoph: Dankeschön.

  43. plenoparus
    9. Januar 2012, 14:12

    @Christoph 13:06
    Nein, Lena versucht gar keinen bestimmten Eindruck zu erwecken und das wird ihr letztlich zum Vorwurf gemacht.
    Paßt ihr etwas nicht, dann sagt oder zeigt sie das. Aber nicht aus Berechnung, um eines “authentischen” Eindrucks willen, sondern weil sie so ist: Unbekümmert, undressiert.
    Kann man unhöflich oder unpassend finden, oder auch “authentisch”, oder eben “langweilig”. Spielt aber gar keine Rolle. Sie macht es so, das ist bekannt. Wer es mag, lädt sie ein bzw. schaut es sich an, wer nicht, der läßt es.

  44. Christoph
    9. Januar 2012, 14:29

    @plenoplarus

    tja, da bin ich anderer Meinung. Ich denke nicht, dass sie im Beisein einer Kamera echt ist. Aber das kann weder ich wissen, noch kannst du es wissen. Ich behaupte es einfach mal. Ich kenne nämlich nur die öffentliche Person Lena. Genauso, wie das bei 98 Prozent der anderen Leute ist, die aber alle unwahrscheinlich genau wissen, wie authentisch diese Lena nun doch ist. Deshalb sage ich auch, dass sie nicht authentisch ist, sondern nur den Anschein erwecken will, so zu sein. Und das macht sie genauso langweilig wie viele andere auch. Es ist halt ihr Image und das pflegt sie anscheinend gut.

  45. Spex - Magazin für Popkultur » Kino im Musikvideoformat
    9. Januar 2012, 15:11

    [...] Nachdem unsere Berichterstattung zu Durch die Nacht mit Lena & Casper kontrovers diskutiert wurde, kehren wir direkt zu einem der Drehorte zurück: Die Cloud Cities im Hamburger Bahnhof [...]

  46. Michael
    9. Januar 2012, 16:09

    History repeats itself. Wie sehr mich das Gehabe um Lena doch alles an die Jahre ’84/’85 erinnert, als die damals in ähnlichen Dimensionen erfolgreiche Nena genau dieselben Vorwürfe bezüglich “Zicke” und “Arroganz” um die Ohren gehauen bekam (was ja genaugenommen bis heute anhält). Ich wünsch der Lena jedenfalls einen ähnlich langen Atem bei diesen Diskussionen wie Frau Kerner.

  47. Sull
    9. Januar 2012, 16:13

    Wenn bei mir ein Kamerateam zu Besuch käme, dazu noch Lena, würde ich meine Wohnung putzen.

  48. Lukas Heinser
    9. Januar 2012, 16:25

    @DW: Diese “Word!”-Kommentare sorgen dafür, dass es auch in den Kommentarspalten noch Zustimmung gibt.

    Die Regel ist nämlich inzwischen leider in vielen Blogs, dass Zustimmung per “Gefällt mir!”- oder Flattr-Button ausgedrückt wird (worüber ich mich natürlich sehr freue) und es in den Kommentaren dann so aussieht, als schlüge dem Autor ausschließlich Abneigung entgegen.

  49. ManneK
    9. Januar 2012, 16:43

    Die Kommentare der Lena-hater in Twitter, facebook oder sonstwo stammen zu Großteil von Leuten, die sich anscheinend von der gradlinigen und authentischen Art von Lena provoziert fühlen. Aufgeblasene Idioten die sich selbst unwiderstehlich finden, in ihre Kunst- oder Szenewelt glauben, sie seien die tollsten und coolsten, in Wirklichkeit aber armselige Würstchen sind, die nichts auf die Reihe bringen. Leute, die die “Guten” mit in den gleichen Dreck ziehen wollen, in dem sie sich selbst bis über den Hals hinaus befinden. Es ist die Schattenseite des Internets, dass dieser Abschaum eine Plattform für ihren Auswurf findet. Man kann nur an alle appellieren, diesem Gesindel Paroli zu bieten.

  50. H.v.B.
    9. Januar 2012, 17:04

    @ManneK
    Leider ist gegen Dummheit bis heute kein wirksames Kräutlein gewachsen. So müssen wir vernünftigen wohl oder übel diese Zeitgenossen ertragen, die meinen mit ihren “hochgeistigen” Einlassungen die Welt “beglücken” zu müssen! ;-))

  51. Lukas Heinser
    9. Januar 2012, 17:10

    Ja. Oder wir können alle mal in eine Tüte atmen, bis wir uns ein bisschen beruhigt haben und einen Schritt zurücktreten, bevor in Deutschland noch der Bürgerkrieg ausbricht über eine Sendung mit zwei Musikern, die man nicht mögen muss, aber kann.

    (Leute!)

  52. ManneK
    9. Januar 2012, 18:06

    Mit den “hater” im Internet ist es wie mit den hooligans beim Fußball. Eine kleine Minderheit benutzt eine öffentliche Plattform, um eine möglichst große Wirkung zu erzielen. Außerdem, wenn ein Jan Schwarzkamp in visions.de von “unsympathischem Popsternchen” und “dressiertem Stefan Raab-Püppchen” schreibt, ist für mich der Rubikon überschritten! Solche Seiten gehören abgeschaltet und den Verantwortlichen das Handwerk gelegt. http://www.visions.de/news/155.....s-LenaAlso

  53. Christoph
    9. Januar 2012, 18:21

    http://de.wikipedia.org/wiki/T.....zkultur%29

  54. plenoparus
    9. Januar 2012, 18:23

    @Christoph 14:29

    Natürlich könnte das alles theoretisch auch gespielt sein.
    Wenn man allerdings den (öffentlichen) Werdegang von Lena Meyer-Landrut lange genug verfolgt hat, stellt man gerade in den hier diskutierten Eigenschaften eine solche Kontinuität fest (bis zurück zu dem Zeitpunkt, wo sie an eine solche steile Karriere und damit verbundene Imagefragen noch gar nicht denken konnte), daß man eine ständige Schauspielerei wohl ausschließen kann.
    Andernfalls hätten wir es wohl mit einem Jahrhunderttalent in Sachen Schauspielerei zu tun und Lenas eigentliche Karriere läge dann wohl noch vor ihr.

  55. Frank
    9. Januar 2012, 18:25

    Trotzdem: In dieser Nacht wäre ich gerne Casper gewesen und hätte Lena dann eine Schokotorte in Herzform gebacken.

  56. Christoph
    9. Januar 2012, 18:42

    @plenoparus

    Nö, sie muss gar kein Jahrhunderttalent sein. Und wenn man mal den öffentlichen Werdegang von LML genau ansieht, so ist es keineswegs auszuschließen, dass sie ihre Art von Anfang an gespielt hat (schließlich war sie ja auch am Anfang im Fernsehen und hat gemerkt, dass sie bei den Leuten mit dieser angeblich “authentischen” Art ankommt und hat diese “authentische” Art dann eben in ihrem Sinne weiterentwickelt).
    Ich sehe allerdings noch einen anderen Aspekt in der Sache. LML hat nämlich bekanntlichermaßen schon vor dem Grand Prix im Fernsehen stattgefunden: http://www.bz-berlin.de/kultur.....29732.html
    Da ist für mich der springende Punkt. Nehme ich jemandem Authentizität ab, der schon in der Weise in die Öffentlichkeit drängen wollte und dafür sogar in Kauf genommen hat, obenrum frei im Fernsehen zu erscheinen? Man kann natürlich dazu auch sagen: Ja klar, aber das kann man doch unter Jugendsünde verbuchen. Man kann aber in solche Aktionen auch die bereits in jungen Jahren vorhandene Neigung zur Selbstdarstellung sehen. Und genau diese Selbstdarstellung setzt sich im Auftritt beim Eurovision Song Contest fort.

  57. Alisa
    9. Januar 2012, 18:47

    Wer Lena nicht mag, muss sich das ja auch nicht reinziehn… LENA I LOVE YOU

  58. Daniel
    9. Januar 2012, 19:21

    Fakt ist ja das Lena auf Twitter schon Schadensbegrenzung betrieben hat mit der Aussage “Ich hatte nen schlechten Tag”… Also wird Ihr persönlich ja wohl schon aufgefallen sein das einfach nur unfreundlich sein mittlerweile bei Ihr nicht mehr als “fräulein/keck/niedlich” angesehen wird… Das war in Zeiten so als der Oslo-Hype noch da war und sie noch das “Retter”-Symbol trug. Da war sie zwar in Interviews auch schon desinteressiert/unhöflich/zickig aber man hat es ihr noch verziehen…

    Ich finde es aber super-unrealistisch das diese gesamten Unfreundlichkeiten/Zickigkeiten/Genervtheiten der Dame (die sich hier eher benimmt wie eine kleine verzogene Göre) bei Lena-Fans immernoch mit “authentisch/spannend/guten Vorlagen” gleichgesetzt werden. Immer ne gute Ausrede parat?

    Schade finde ich auch das sie hier jemandem gegenüber gesetzt wurde der Pädagogik studiert hat. Jeder andere hätte Ihr bestimmt mal mehr Zunder für dieses Verhalten gegeben statt den zwei/drei Kommentaren die Casper dazu gebracht hat.

    Ich kannte Casper vorher kein Stück muss aber sagen das er das gut gehandelt hat und (meines Erachtens) sogar noch versucht hat sie davon abzuhalten sich komplett zu demontieren mit Kommentaren wie:

    – “Wie du auch gleich wieder kackig wirst.”
    – Lena: “Weißt du was ich jetzt mache?” Casper: “Mir ne Backpfeife geben ohne Grund?”

    Und am Schluß wie Madam es nicht verträgt das sie nicht in der Aufmerksamkeit der Casper-Fans war und die Menschen die Casper gut fanden so richtig dämlich/überheblich nachgeäfft hat brachte er glaube ich den Satz: “Jetzt reg Dich doch nicht so auf” und direkt danach “Da steht übrigens Dein Auto…”

    Kein Wunder das er dazu gesagt hat “Schlimmster Abend meines Lebens. Ich habe die DVD hier und trau mich einfach nicht das zu gucken.”

    Man könnte sich mit mir echt drauf einigen zu sagen “Sie hat nen richtig beschissenen Tag gehabt” und dann Schwamm drüber.. Aber wirklich sagen zu wollen das dieses Verhalten in Ordnung/authentisch/cool war ist SEHR weit hergeholt…

  59. Julian
    9. Januar 2012, 20:37

    Ich fand die Folge nicht gut, weil sie schlichtweg langweilig war. Man muss das jetzt nicht zur Skandalfolge hochjazzen, sie im Gegenreflex gleich als Klassiker verteidigen oder, wie das offenbar viele machen, zum Großangriff auf Lena nutzen. Hier hat man eben mal zwei junge Leute ausgewählt, die offenbar nicht auf einer Linie lagen und sich daher wenig zu sagen hatten. Soll ja vorkommen.

    Dennoch danke ich Casper dafür, mir die prima Redewendung “inneres Blumenpflücken” beigebracht zu haben.

  60. plenoparus
    9. Januar 2012, 23:03

    @Christoph

    Jetzt habe ich aber doch den Eindruck, daß diese Ansichten nicht aus Beobachtung sondern aus der Presse bezogen sind.
    Lena ist vom ersten Augenblick so aufgetreten (und übrigens auch dafür kritisiert worden), mal mehr, mal weniger extrem. Je nach Situation und Tagesform halt. Und an dem Arte-Abend war ihre Form sicher nicht die beste, da würde ich zustimmen.

    Die Frühversuche im Fernsehen nach Drehbuch (die fast jeder bühneninteressierte junge Mensch genutzt hätte, wenn er die Chance dazu bekommen hätte) haben damit gar nichts zu tun und lassen keine andere Aussage zu, als die, daß sie sich immer schon für Film und Bühne interessiert hat. Soweit, so bekannt.

    Gewiß agiert sie auch für die Kamera, das liegt ihr im Blut.
    Nur: Das direkte, unverblümte, manchmal provokante, im konkreten Fall bisweilen meinetwegen auch zickige, von anderen gerne als “ungezogen” bezeichnete – kurz: was hier in Rede steht, hat damit wiederum nichts zu tun. Das ist Teil ihrer Persönlichkeit, den sie nie ablegt (es sei denn für ein Drehbuch, und das gab es hier nunmal nicht).

    Der deutlich ältere (und jetzt gerne als der Vernünftigere und freundlich Bemühte dargestellte) Casper, den ich auf seine Art durchaus sympathisch fand, hatte an den kleinen Reibereien bei genauer Betrachtung im übrigen auch seinen Anteil. Hier haben sich zwei aneinander gerieben, die halt an dem Abend (und vielleicht auch sonst) nicht so viel meineinander anfangen konnten, wie mancher sich das wohl erhofft hatte. Lena war ohne Zweifel die Distanziertere.

    Alles in allem kann man Lena ja für viele Details ihres Auftretens gerne kritisieren, allein die Maßlosigkeit vieler Zeitgenossen in ihrem Tun (hier: Schreiben) ist von Lukas Heinser zu Recht kritisiert bzw. entlarvt worden.

  61. SvenR
    9. Januar 2012, 23:14

    So, jetzt hab’ ich’s endlich auch gesehen. Ich fand’s unterhaltsam. Und den Casper echt nett sympathisch. Solange er nicht “singt”, oder wie der das nennt.

  62. Judith
    9. Januar 2012, 23:30

    hehe, word SvenR!

  63. Judith
    10. Januar 2012, 0:04

    Achso, das fiel mir noch ein:

    http://www.youtube.com/watch?f.....hic#t=209s

    (das müsste ja nach ‘durch die nacht mit’ gewesen sein)

  64. Marco
    10. Januar 2012, 2:38

    Mich hat die allgemeine Lieblosigkeit von Lena vielen Dingen und Menschen gegenüber sehr erschrocken, das hatte nichts mehr mit zickig sein zu tun. Casper im Gegenzug hatte Augen und Ohren für seine Umgebung, was ihn für mein Gefühl zum Retter dieser Folge gemacht hat.

  65. Holger Tonn
    10. Januar 2012, 4:47

    Schöner Artikel, und auch durchaus lesenswerte Kommentare (überwiegend). Die Sendung hat mir gut gefallen, einfach in dem Sinne, daß ich mich bestens unterhalten gefühlt und häufig gelacht habe.

    Interessant die Stellungnahme von Thomas Vorreyer vom “Spex”:
    Wie nennt man das, “zurückrudern”?
    Es ist nicht immer nur das geschriebene Wort, sondern auch die Attitüde, die in einer “Kritik” nerven kann.
    Da könnte man Romane gerade über “Spex” verfassen, aber bleiben wir sachlich.
    Ich habe mir die Folge inzwischen mit Vergnügen drei mal angesehen, aber ich konnte beim besten Willen beim Minigolfen keinen “genervten Casper, der sich abwendet” erkennen. Genervt war er allenfalls (und das eher humorvoll), weil er verloren hatte, und sich doch sicher war, daß er diese Runde (Minigolf) gewinnen würde.

    Und, bitte:
    Woher stammt die Aussage von Caspers “schlimmsten Abend”, wobei er die “Unterstützung des Kamerateams fand”?
    Ich suche eigentlich seit Tagen nach einer Stellungnahme von Casper zu diesem Abend/Film, weil mich diese Frage ehrlich interessiert.
    Nix. Null.
    Vielleicht ist “Spex” ja so freundlich und nennt da mal eine Quelle, andernfalls doch (wieder mal) der Eindruck entsteht, daß “Spex” überwiegend mit lauwarmer Luft arbeitet, und überdies jeder jede einzelne Szene so interpretieren kann wie er/sie will. Das gilt natürlich auch für einen Spex-Redakteur. Desinteressiert an den Streicher-Arrangements? Eher ein genervt sein von der “Pop-Akademie”-Atmosphäre, und wer wissen will, inwiefern sich Lena für die “eigene Kunst” interessiert, der sollte vielleicht mal das Gespräch mit Andreas Grimm suchen. Auch dem Spex kann es nicht schaden, neben der pointierten “Meinung” auch ein wenig “Recherche” zu bemühen, zumal wenn es darum geht eine Künstlerin zu dissen, die den Intellekt des durchschnittlichen Spex-Lesers zu beleidigen scheint, von dessen Redakteuren ganz zu schweigen.
    Ich werde es bestimmt erfahren, sollte “Spex” jemals einen brauchbaren Artikel über Lena Meyer-Landrut schreiben, das Heft wird dann nach Jahren und Aberjahren erstmals wieder gekauft. Großes Indianerhäuptling-Ehrenwort!
    (Nebenbei: verglichen mit dem Rotz der “Visions” ist der Spex-Artikel noch Gold).
    Gruß!

  66. Christoph
    10. Januar 2012, 7:46

    @plenoparus

    Der Eindruck täuscht aber, die Meinung, dass sie nicht authentisch wäre, konnte man auch schon haben, als diese Fernseh-Sache noch nicht in der Presse veröffentlicht war. Bei mir hat das allerdings das Bild bestätigt, was ich von LML habe. Ich finds allerdings schon witzig, dass du sagst, dass die Fernsehauftritte “keine andere Aussage zu[lassen], als die, daß sie sich immer schon für Film und Bühne interessiert hat”. Als ob diese Ansicht alternativlos wäre. Sicherlich nicht. Es ist nämlich nicht nur so, dass man interpretieren kann, dass sie sich nur für Film und Bühne interessiert, sondern nur für Bühne. Öffentlichkeit. Wenn du nämlich mal ganz genau überlegen würdest, würde dir einfallen, dass das Mädel da noch in der Schule war. Und für den Fall, dass du nie in einer Schule gewesen bist: Mit nacktem Oberkörper als 16-17jähriges Mädchen im Fernsehen zu erscheinen, wird auch in der Schule herumgehen und auch nicht immer zum Vorteil desjenigen sein, der sich so gezeigt hat. Dass sie aber dieses Risiko auf sich genommen hat, um an die Öffentlichkeit zu gelangen, ist für mich der Beweis dafür, dass sie eben doch in ihrer Art nicht so echt ist, sondern dass sie in der Öffentlichkeit einfach nur eine Rolle spielt (aber da wiederhole ich mich eigentlich, hättest du meinen Kommentar richtig gelesen, würdest du es verstehen).
    Den Auftritt bei “Durch die Nacht mit…” finde ich übrigens gar nicht so schlimm und beziehe mich auch nicht darauf. Ich finds nur unfassbar, wenn man ihre Art, die sie auch dort an den Tag legt, als authentisch bezeichnet. Insoweit stimme ich mit Daniel (19:21) überein.

  67. OJ
    10. Januar 2012, 8:37

    @Lukas Heinser: Stimmt alles, ich fands auch eher “ging so”, welt.de übertreibt ein bisschen.

    Mit einer Ausnahme: In einer Szene werden die beiden von augenscheinlichen Casper-Fans belagert, was Casper irgendwie sehr gelassen hinnimmt, Lena sich aber nicht zu schade ist, schnurstracks zur Kamera zu rennen und die maximal 16jährigen in hochnotpeinlicher und nicht mal lustiger Art und Weise nachzuäffen. Wenn man genau hinschaut, konnte man sogar die entgeisterten Blicke der Kinder sehen, die das alles 1a mitbekommen. Da fiel schon ein bisschen der Schleier. Schade eigentlich. bisher war mir Lena immer sympathisch. Wobei auch jeder mal einen schlechten Tag haben kann.

  68. Linus Engelke
    10. Januar 2012, 8:51

    Lena ist auf der Bühne (ich war auf einem Konzert und begeistert) ein anderer Mensch als in der Nacht in Berlin, weswegen ich gerne weitere Konzerte von ihr besuchen würde.
    Jedoch ist ihre Akustik-Tour von März auf Sommer 2012 verschoben worden und es ist nicht sicher, ob dieser Termin eingehalten wird, denn Lena twitterte: „Ich denke ein neues Album + Tour kommen erst im Sommer raus“.

    Warum Brainpool die Ausstrahlung von arte trotz üblicher Ausstiegs-, Ausnahme-, Verbots- und Aufhebungsklauseln nicht verhinderte, weil Lena abgesehen von dem Duett mit Casper in der Limousine und in der Karaoke-Bar eine schwierige und nicht unterhaltsame Lena präsentierte, die das bei Twitter sogar noch bestätigte, ist offensichtlich. Wenn @giblahoj aka Jo Halbig von den Killerpilzen twittert, dass Lena sich innerhalb von 50 Minuten “SO” demontiert hat, meint er eigentlich, dass Brainpool Lena “SO” demontiert hat. Jeder, der hier und anderswo kommentierte, dass Lena irgendwie kackbratzig, zickig, lustlos, … wirkte, bestätigt eine gewollte negative PR-Kampagne von Brainpool gerichtet gegen Lena.

    Falls THE VOICE OF GERMANY Gewinner ebenfalls vom Brainpool-Musik-Management betreut wird, sollte er sich Tipps von Lena geben lassen, welche Klauseln zu streichen sind und welche Vertragsergänzungen hinein müssen, falls das Management keine Zeit mehr für seinen Künstler hat oder kontraproduktive schädigende PR-Arbeit leistet.

  69. DW
    10. Januar 2012, 9:26

    @ Linus Engelke, # 68

    Aber wenn Brainpool die Ausstrahlung verhindert hätte, hätte es garantiert die üblich “Zensur!”-Rufe gegeben. Irgendwo auch zurecht.

  70. Holger Tonn
    10. Januar 2012, 9:50

    @ Christoph & Plenoparus:
    Eure Diskussion hier wirkt ein wenig sinnlos auf mich, zudem gespickt mit Halbwahrheiten.
    Da ist nun plötzlich von einer “16-17-jährigen” die Rede, die es vor die Kameras drängte- Lena war zum Zeitpunkt der ersten TV-Aufnahmen bereits 18. Doch egal, niemand wird doch ernsthaft bestreiten, daß ein Bühnenkünstler immer auch dieses “Selbstdarsteller-Gen” in sich trägt, ohne dem geht es doch garnicht. Wieso aber soll das eine “Authentizität” ausschliessen?
    Vielleicht solltet ihr euch erst einmal darauf einigen, was der Begriff genau bedeutet, dann werdet ihr vielleicht feststellen, daß ihr garnicht so weit auseinander liegt.

    @ Linus Engelke:
    Was soll das jetzt sein, eine Verschwörungstheorie? Brainpool will Lena fertig machen? Wozu denn, und wem nützt das?
    Möglicherweise verfügst du ja über Insiderwissen, dann wäre es ja nett, andere an diesem teilhaben zu lassen. Wenn sich dieses Wissen aber auch nur auf Halbwahrheiten beschränkt, wie die, Lena habe via Twitter “sogar noch bestätigt”, schwierig und nicht unterhaltsam gewesen zu sein, so ist das doch eine recht kreative Interpretation. Sie hat auf direkte Angriffe via Twitter gegen sie mit dem Satz reagiert, man könne auch mal einen schlechten Tag haben. In diesen Satz sollte man nicht zu viel hineindeuteln, es war eher eine leicht genervte Reaktion auf diese Art von direkten Angriffen, wobei ich auch vermute, daß Lena auch von den negativen Kritiken (und deren Massivität) etwas überrascht war.
    Wenn der Rest deiner Verschwörungstheorie ebenso kreativ ausfällt, dann solltest du uns (und dir) diese besser ersparen –
    oder aber “Butter bei die Fische!”

  71. H.v.B.
    10. Januar 2012, 10:57

    Das hat wirklich schon was von einer Verschwörungstheorie was @Linus Engelke da behauptet und ist recht betrachtet wohl auch vollkommen haltlos. Warum hätte Brainpool denn eine Austrahlung verhindern sollen? Zur “Demontage” Lenas taugt diese Sendung doch nun wirklich nicht. Gut, eine gewisse Genervtheit ist auf beiden Seiten feststellbar, allerdings nicht von einander sondern eher von den Situationen und Aktionen die den Beiden vorgesetzt wurden. Hätten Lena und Casper den Abend nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können, wäre es wahrscheinlich entspannter gewesen aber dann wäre auch das Salz aus der Suppe verschwunden!
    Es wird wieder einmal sehr viel Lärm um nichts gemacht, aber das macht man ja gerne, wenn es eigentlich nichts zu berichten gibt.

  72. plenoparus
    10. Januar 2012, 11:08

    @Holger Tonn:

    Es geht mir in der Tat nur um die ewige Leier, Lena spiele ihre Eigenarten (ich verwende den Begriff der “Authentizität” bewußt nicht bzw. habe das auch oben bereits nur zitierend getan).
    Das tut sie für mich definitiv nicht, sie nimmt nur einfach wenig Rücksicht auf irgendwelche Erwartungshaltungen Dritter.
    Ihr gelegentliches spielerisches Agieren in Richtung Kamera ist ändert daran nichts. Sie spielt ihre Ansichten nicht, sie unterdrückt sie nur nicht. Das mag offenbar nicht jeder.

    Den Begriff der Authentizität (was immer das hier genau heißt) hat sie sich ja auch nicht selbst zugelegt, der wurde ihr bereits vor Oslo als medientaugliches Schlagwort um den Hals gehängt.
    Seitdem wurde er ihr dann von jedem um die Ohren geschlagen, der gerade meinte, hier eine Abweichung von diesem Image zu entdecken und dies für sich passend verwenden zu können.

    Was das in diesem Zusammenhang unsinnige Heranziehen ihrer skandalisierten RTL-Rolle aus Schulzeiten betrifft, stimme ich wie schon oben zu lesen vollkommen zu.

    Die Verschwörungstheorie von @Linus Engelke ist in der Tat albern, da hat jemand ein persönliches Problem mit Brainpool bzw. Raab. Es gibt nicht wenige, die “ihre” Lena von Beginn an ungern beim “bösen Raab” sahen, manche packen dann bei Gelegenheiten wie diesen ihre absurden Thesen aus.

  73. TVSurfer
    10. Januar 2012, 11:29

    Lukas Heinser, ich denke, dass Du das etwas unterschätzt. Ich denke schon, dass die Lena-Frage ein Problem von nationaler Dimension ist, an der sich die Nation scheidet.

    Und im Ernst: An Menschen wie ihr scheiden sich mit und über persönliche Affininitäten hinaus durchaus Menschen, die es eben gerne etwas gekünstelter oder ungekünstelter, unnatürlicher oder natürlicher, verklausulierter oder direkter, fader oder origineller, konventioneller oder unkonventioneller mögen. Eine originelle, eingensinnige Sängerin wie sie ist selbstverständlich auch an Kunst und Kultur interessiert, sie ist aber, wie auch gut in diesem Film zu sehen, ein erklärter Feind und Verächter alles Gekünstelten und Schlechten. Kunst wie die im Museum oder die Tatoos und Bilder des Rappers muß man ja nicht unbedingt gut finden, nur weil sie als Kunst ausgegeben werden. Vielleicht war neben der schlechten Laune der Protagonistin auch die Konstellation mit dem Rapper etwas unglücklich, weil über die lustigen Zickereien hinaus etwas unproduktiv und unergiebig. Wahrscheinlich wurde gar die schlechte Laune durch diese nicht ganz glückliche Konstellation selbst mit befördert und weiter verstärkt.

  74. Matthias
    10. Januar 2012, 11:42

    Ich probier’s mal mit einem semi-sachlichen Metakommentar:
    Holla, die Waldfee, wie sehr Frau Meyer-Landrut offenbar immer noch polarisiert. Ja, das sind gute Voraussetzung für eine goldene Zukunft im Showbiz.

  75. Holger Tonn
    10. Januar 2012, 11:52

    @ plenoparus:

    Schon klar, bin da auch ganz “bei dir”.
    Mir ging es nur darum, daß dieses nun wirklich nicht die erste Diskussion ist, die sich um Lenas “Authentizität” im Kreise dreht, weil die Diskutanten unter dem Begriff offenbar völlig unterschiedliche Dinge verstehen. Letztlich geht es dann immer nur um die Haltung, die der jeweilige Diskutant zu Lena hat und auch vorher schon hatte, und das ist dann irgendwann einfach ermüdend.

    Ich halte Lena durchaus für “authentisch”, wenngleich ich über das Thema (aus o.g. Gründen) nur ungern diskutiere.
    Ich halte es allerdings für ebenso legitim, die Image-Mär des “ich bin super-mega-unerfahren” (USFO) diskret-kritisch zu hinterfragen, ohne damit einer Lena gleich “Böses” zu unterstellen. Solange sich kein Journalist findet, der den “Mut” aufbringt, eine Lena auch mal mit solchen Fragen zu konfrontieren, und im Zweifelsfalle auch mal nachzuhaken (beides kann man ja auch nett und mit dem nötigen Respekt tun), solange bleiben solche Meinungen von unsereinem eben genau das: “Meinungen”.

    Zu Raab und Brainpool:
    SR hat sich zwar bei mir in den vergangenen 2 Jahren einiges an Respekt erworben, das ändert jedoch wenig daran, daß ich ihn nach wie vor recht kritisch und distanziert sehe. Und man sollte sich bei SR und Brainpool auch nicht wundern, wenn die etwas seltsame Kommunikation der letzten Monate auch irgendwann mal zu gewissen absurden Theorien führt.

    Lena selbst hat Raab immer wieder als “Freund” bezeichnet, eine Einschätzung, die mir schon immer ein wenig naiv erschien, aber letztlich kann ich es natürlich nicht beurteilen. Daß diese “Freundschaft” inzwischen deutlich abgekühlt zu sein scheint, daß kann man (wenn man will) aus diversen Äusserungen Lenas in letzter Zeit schliessen, in denen sie auch immer ein wenig ratlos oder unsicher wirkte, wann immer das Thema auf Raab kam.
    Das Thema “Gastjurorin” bei USFB kommt einem in den Sinn, ThomasD. wollte Lena (im Sommer), Lena ihrerseits signalisierte mehrfach Interesse, doch plötzlich scheint sie diesbezüglich “ausgebootet”, man plant gänzlich ohne sie. Ich bin darüber ehrlich gesagt nicht wirklich traurig, aber das könnte Lena ja durchaus anders sehen. Es mag dafür auch andere, harmlosere Erklärungen geben, allerdings bin ich gewiß nicht der einzige, der zB das völlige Ignorieren Lenas im “TVT-Jahresrückblick” mit einer gewissen Verwunderung registrierte (sehr höflich formuliert).

    Aber es geht mir jetzt auch garnicht so sehr darum, über Raab oder Brainpool zu diskutieren, ich möchte nur dezent darauf hinweisen, daß nicht jeder, der Raab für eine eher zwielichte Gestalt hält (was auf mich durchaus zutrifft), diese Distanz auch gleich in Verschwörungstheorien umwandeln muß.
    Aber du sprachst ja auch von “manche”, insofern auch hier: einverstanden.

  76. Lukas Heinser
    10. Januar 2012, 12:05

    Ich glaube, so langsam ist dann alles gesagt, nur noch nicht von jedem …

    @Linus Engelke: Warum sollte Brainpool die Ausstrahlung einer Sendung verhindern wollen, die nur bestätigt, dass Lena polarisiert? Ich glaube nicht an diesen Spruch, wonach jede PR gute PR sei, aber bedeutend schlimmer als Justin-Bieber-Fans sind auch die Menschen, die öffentlich bei jeder Gelegenheit rumbrüllen müssen, wie scheiße sie Justin Bieber finden.

    Der Gewinner von “The Voice Of Germany” wird auch sicher nicht bei Brainpool unter Vertrag stehen, die Show wird nämlich von der Konkurrenz (Schwartzkopff TV) produziert.

  77. H.v.B.
    10. Januar 2012, 12:46

    Lena tut eben nicht das was Medienleute, Journalisten und auch die Fans von ihr erwarten, sondern sie tut das, was sie für richtig hält und schert sich wenig darum wie das in der Öffentlichkeit ankommt. Das ist die viel gepriesene “Authenzität” mit der nicht jeder klar kommt. Wenn ihr etwas nicht passt, dann kann sie auch schon mal pampig werden, mir persönlich lieber als das angepasst stromlinienförmige Gehabe der auf Linie gebürsteten Pop-Sternchen, die man ja zur genüge kennt. Sie wird immer wieder mal anecken und das ist auch ganz gut so, sie ist nun mal keine 08/15-Castingmaus sondern eine echte Persönlichkeit mit Ecken und Kanten und das wird ihrer Karriere nicht schaden sondern eher nützen.
    Was die Freundschaft zu Raab angeht, wird es sich hierbei wohl um eine Geschäftsfreundschaft handeln und nicht um eine solche, bei der man sich abends zum gemütlichen Plausch trifft, da wird Lena andere Freunde haben. Das Lena aus der Jury bei USfB “ausgebootet”, durch wen auch immer, wurde, glaube ich so auch nicht. Bei einer wechselnden Jury, wie in den letzten Jahren, wäre es denkbar gewesen, das Lena auch mal auf der Jurybank Platz nimmt, aber bei einer festen Jury über alle 8 Folgen wäre das doch eher kontraproduktiv für sie und auch für die Kandidaten wäre es wohl auch unangenehm ständig vor dem “Wunder von Oslo” zu performen.
    Ich denke so wie es ist, ist es richtig!

  78. Martin
    10. Januar 2012, 13:03

    Lena reiht sich ja mit ihrer kecken Art in die Ära der Viva-Moderatoren ein, die ähnlich frech und keck daher kamen. Aber das ist m.E. eben eine Pose, genauso wie Ulrich Deppendorf auch für sich eine Rolle und Form der Selbstinszinierung gefunden hat.
    Ich finde das man ihr den Druck einer bestimmten Pose gerecht zu werden ansieht.

    Ich würde mich freuen, wenn Lena einfach mal nur Lena sein könnte.

  79. TVSurfer
    10. Januar 2012, 13:18

    Mit der Authentizität und den Rollen verhält es sich ja genauso wie vielerandererorts auch: sowohl als auch. Wie sagte mal irgend ein Soziologe: Wir spielen alle Theater oder wir spielen alle eine Rolle. So verhält es sich auch bei Lena wie bei uns allen: sowohl als auch. Sie spielt sicher auch Rollen, ihre Rollen eben – die eben stark von ihrer Persönlichkeit geprägt und gespeist sind. Insofern kann man wohl sagen, wir alle spielen mehr und weniger authenthische Rollen, wir alle sind sozusagen mehr und weniger authentische Rollenspieler und ist es insofern unsinnig, überhaupt zwischen “Authentizität” und Rolle zu unterscheiden und zu trennen. Das vermengt und vermischt sich ja alles in einem kaum identifizierbaren und auch zeitlich höchst vielfältigen Brei von Moment zu Moment. Mal agiert man mehr authentisch aus sich selbst heraus, weil grad was da ist, was man “bringen” kann – mal spielt und überbrückt man bißchen mit Rolle, weil halt grad Ebbe im Kasten ist. Entscheidend ist sicher das “Endergebnis” und der Gesamteindruck – und da finde ich sie relativ echt und ungekünstelt.

  80. norbse
    10. Januar 2012, 14:10

    @TVSurfer,@Lukas,und @Holger Tonn word,word,word

  81. FF
    10. Januar 2012, 14:31

    @daniel: hat er wirklich gesagt “schlimmster Abend meines Lebens”, und er traue sich nicht die DVD zu gucken?

    Wär’ absolut verständlich.

    Ich fürchte, die Dame hat das Mantra “don’t believe the hype” irgendwie dann doch überhört.

    @Lukas: Die Apostrophierung “Musikerin” stößt mir irgendwie auf. Sie kann kein Instrument, und Songs schreibt sie – seien wir ehrlich – alleine auch nicht.

    Es bleiben: der “eigenwillige”, aber absolut durchschnittliche Gesang (Abiband-Level), ein durchaus gefälliges Äußeres und eine sehr bezaubernde Art – wenn die Dame denn gerade Bock hat. Das isses dann auch schon.

    Herr Federsen (?) sprach immer von “Diseuse” – das trifft für mich genau ins Schwarze. Es läßt alles offen, von Eintagsfliege (wie ich vermute) bis Weltkarriere (dann wären auch wieder Starallüren drin).

    Was soll’s. Geschmackssache, das alles.

  82. Martin
    10. Januar 2012, 15:02

    Naja wir haben da alle unterschiedliche Vorstellungen und Bilder im Kopf. Ich finde z.B. Manfred Krug sehr authentisch.

  83. pebe
    10. Januar 2012, 15:30

    Houellebecq war viel schlimmer – mal ein kleines Statement von der Produktionsfirma zur ganzen Aufregung. Im Interview

    http://on3.de/e/12736#/e/12736

    Versetzt mit einigen PR-Satzbausteinen wie “dramaturgisch verdichtet”, bleibt eine Essenz aber: “Das war schon relativ echt”. Über Authentizität philosophieren kann man natürlich immer, genauso wie es gut finden, so mittel oder abgrundtief unsympathisch oder auch unprofessionell, was immer das heißt. Aber wenn das passiert, dann hat doch alles eins-a geklappt, oder?

  84. Braudel
    10. Januar 2012, 15:33

    Ich empfand Lena, die ich schon kannte, im Kern als so wie sie schon immer war (Wer sich über das im Arte-Streifen benutzte “Du bist Scheiße” aufregt sollte sich an die Flapsen zu Jan Delay bei USFO seligen Angedenkens erinnern) und Casper, den ich nur kurzfristig mal bei Sabine Heinrich mitbekommen habe, als recht sympathisch. Ich fand die Folge sehr unterhaltend gerade weil sie zeigt wie die beiden grandios daran scheitern wirklich miteinander zu kommunizieren (wobei es natürlich interessant wäre darüber zu spekulieren, ob ohne ein vorgegebenes, teilweise doch recht seltsames Rahmenprogramm und ohne Kammeras die beiden nicht doch irgendwo eine gemeinsame Wellenlänge entdeckt hätten). Schuldzuweisungen oder Salvierungen für die eine wie die andere Seite halte ich für abwegig. Kommunikationstechnisch hat es unter den gegebenen Voraussetzungen oder an diesem Tag eben nicht gefunzt (hat man das nicht selbst schon mal erlebt …??)und nach den gezeigten Bildern scheint das damals keinen der beiden in seinen Grundfesten erschüttert zu haben. In einen seltsamen Widerspruch zu seinem Auftreten im Film steht allerdings das (angebliche?) Statement von Casper, dies sei sein schlimmster Abend gewesen und seine rumdruckensden Twitterverlautbarungen die dieses Statement zu bestätigen scheinen. Das klingt irgendwie nach “fishing for hugs” wenn nicht gar ein wenig lamoriant und so hätte ich ihn, zumindest nach den 50 Filmminuten, eigentlich nicht eingeschätzt.

  85. Braudel
    10. Januar 2012, 15:46

    @pebe, danke für den Link zum Interview mit dem Produzenten der Folge.
    Nach der Einleitung des Interviewers hat sich also Casper beim Sender tatsächlich über seine “schlimmste Nacht” ausgeweint.

  86. norbse
    10. Januar 2012, 16:04

    @pebe Ist Casper nun ne Heulsuse ? Da hat er sich dann aber sehr verstellt,kam mir ganz taff vor der Bursche.

  87. Lena-Clueso-Fan Daniel Schubert
    10. Januar 2012, 16:27

    Nach dem im Vorfeld seitens der Presse veröffentlichten Artikel zu dieser Sendung das sich Lena gegenüber Casper zickig verhalten hat und keine richtige Lust an der Sendung hatte wurde die Sendung unter ein völlig falsches Licht gesetzt. Denn das Gegenteil war der Fall gerade das aufeinander treffen zweier unterscheidlicher Persönlichkeiten wie Lena und Casper macht den Reiz einer solchen Sendung aus. Es war ein abwechslungsreiches hin und her zwischen beiden die dabei versucht haben ihren Gegenüber im wieder aus der Reserve zu locken. Am Ende wurde es von beiden durch Witz, Ironie und Charme eine doch sehr gut umgesetzte Sendung wo man auch als Zusachauer an der ein oder anderen Stelle das eigene lächeln nicht ganz verbergen konnte.

  88. bates
    10. Januar 2012, 17:12

    Die Lena-Kritiker haben in gewissen Momenten zwar durchaus recht, wenn sie sagen, ihr Verhalten sei ja “aufgesetzt” / / “nicht authentisch” / “nur gespielt” – aber ihnen entgeht offenkundig, WAS da gespielt wird. Lena reagiert in vielen Situationen so offenkundig ironisch, dass ich es schwer fassbar finde, wie man das übersehen kann. Und sie verfügt zweifellos über ein parodistisch-imitatorisches Talent. Sie hat einen Hang dazu, Verhaltensweisen / Redeweisen / Jargons *völlig offensichtlich* zu überzeichnen, m.a.W. zu persiflieren, das zieht sich zurück bis zu ihren allerersten Auftritten – oft sehr treffsicher, ab und zu sicher auch übers Ziel hinausschießend oder „daneben liegend“. Dies geschieht freilich eher spontan-intuitiv als geplant – insofern ist es „authentisch“. An diesem Abend war sie m.E. die ganze Zeit in diesem ” Modus”, möglicherweise hat sie sich darauf auch stärker darauf eingeschossen, als ihr hinterher selber lieb war, aber ich empfinde keine einzige ihrer flapsigen / konfrontativen Bemerkungen als Ausdruck echter Boshaftigkeit. Mir schien eher, als empfand sie das ganze Setting von Anfang bis Ende als etwas absurd (möglicherweise auch auf die Dauer als unangenehm). Dieses Setting ist ja schon durch die Anwesenheit von Kameras unrettbar ein *künstliches*, ein inszeniertes und eben *kein* „authentischer“ Streifzug durchs Nachtleben. Ich hatte das Gefühl, dass sie das ganze Format fortwährend ein wenig „verarscht“ (und auch die Echtheits-Illusion manchmal aufbricht; sie fragt „Sind wir hier fertig?“, sie weist auf die Kameras hin usw.). Selbst das “Nachäffen” am Ende empfand ich eher als ein Veralbern eines bestimmten Fan-Gebarens denn als Ausdruck von „Neid“ – auch wenn Lukas Heinser natürlich recht hat, dass da verschiedenes oszilliert.

  89. Sebastian
    10. Januar 2012, 17:33

    Da hatte ich voreilig zugestimmt: Dein Artikel war einfach so überzeugend geschrieben. Ich habe mir allerdings die gesamte Sendung angeschaut und muss mein Urteil revidieren: Lukas, du siehst das glaube ich durch die Brille deiner großen persönlichen Sympathie zu Lena. In Wirklichkeit hat sie sich grotesk daneben verhalten. Schlechter Tag, meinetwegen. Aber so geht man einfach nicht mit Leuten um, egal ob mit oder ohne Kamera.

    Wo du allerdings Recht hast: Das nun als die große Entzauberung zu sehen, ist ebenso Unsinn. Schon alleine, weil die Prämisse nicht stimmt, nämlich der Anspruch auf die “süße Lena” in allen Lebenslagen.

  90. TVSurfer
    10. Januar 2012, 17:39

    Da hier kolportiert wird, Casper hätte sich beim Sender ausgeweint: Ist Rap nicht generell eine Art musikalisches “Ausweinen”? – insofern würde es ja, wenn es denn stimmt, auch seinem Genre entsprechen. Mal abgesehen davon, dass ich Casper wie SvenR über seine greuliche Musik hinaus in dem Film ganz sympathisch fand.

  91. Lena-Clueso-Fan Daniel Schubert
    10. Januar 2012, 18:10

    Es ist sicherlich so das nicht jeder etwas mit der Musik von Casper anfangen kann da gehöre ich auch dazu bis auf zwei Titel den MichaelX und So Perfekt finde ich jetzt nicht schlecht. Aber mal abgesehen davon fande ich ihn in der Sendung ganz nett wie auch schon damals bei der Sendung “Inas Nacht mit Lena” wo er mit Lena auch schon sehr gut harmoniert hat. Deshalb kann ich das ganze auch nicht glauben das er sich gar so sehr über Lena beschwert hat und sich regelrecht ausgweint haben soll da wurde denke ich auch wieder mehr übertrieben als es tatsächlich war und er machte während der ganzen Sendung nicht den Eindruck als ob er von Lena total genervt war. Da müsste er sich schon sehr verstellt haben aber ich denke das es wie bei Lena nicht seine Art ist.

  92. Holger Tonn
    10. Januar 2012, 19:35

    @pebe:
    Vielen Dank für den link zum Telefon-Interview.
    Sehr interessant, auf sowas hatte ich gewartet.
    Hat sich Casper also tatsächlich ausgeheult, nicht zu fassen.

    @Braudel: Sehe es exakt genauso. Hatte ebenfalls einen recht sympathischen Eindruck vom Casper, mir war aber auch das “Rumgedruckse” (wie du es nennst) dieser Tage bei Twitter nicht entgangen.

    Und mal ganz ehrlich: Was ist denn nun schlimmer, die junge Frau, die sich sehenden Auges und mit offenem Visier “daneben benimmt” (wenn man es denn so sehen will, ich tue das keineswegs), oder der 10 Jahre ältere Mann, der den ganzen Abend einen auf nett und zuvorkommend macht, aber sowas von sympathisch, um sich dann “hintenrum” auszuheulen? Nicht mal nachträglich, Monate später, in der Lage ist, Lenas “ich fands nice” via Twitter auch nur zu beantworten?

    Also ich weiß ja nicht, und es ist ganz bestimmt eines meiner am besten gepflegten Vorurteile, aber irgendwie sind doch diese ganzen “Rapper” nichts weiter als Pussies.
    Diese ganzen Sidos, Bushidos und sonstigen ganz harten Typen mit ihren Ganzkörpertatoos, ihrem Macker- und Ghetto-Getue, täglich vor dem Spiegel stehend um zu üben möglichst böse zu gucken, keinem von denen möchte man wirklich gern im Dunkeln begegnen –
    und dann kommt da eine etwas unangepasste und aufgeweckte 20-jährige mit etwas Gegenwind, und schon kullern die Tränen in den 5-Tage-Bart?
    Ist ja wirklich goldig.

    Nun mögen all diese Klischees auf einen Casper nicht ganz zutreffen, aber dennoch, man fasst es nicht, dieses weinerliche sich hintenrum bei Mami ausweinen.
    Wer sich erinnert, wie cool und souverän eine Lena Meyer-Landrut auf die wirklich üblen Beleidigungen eines Sido reagierte (der sich erst kürzlich wieder öffentlich über ihre “Nippel” ausliess), der kann jetzt einfach nur den Kopf schütteln.

    Nein, Lena und Casper werden ganz bestimmt keine Freunde mehr. Aber nicht, weil Lena sich ach so gemein verhalten hätte, sondern weil dieser Mann nicht einmal den Mumm in den Knochen hat, ihr offen seine Meinung zu sagen, nein, das geht nur hintenrum. So jemand wird bei Lena kein Land mehr sehen, das ist mal sicher.

    Aber wer weiß, vielleicht haben die beiden das ja auch untereinander längst geklärt.
    Das Rumgeeiere auf Twitter etc spricht aber deutlich dagegen, und ich wüßte nun wirklich überhaupt keinen Grund, nun ausgerechnet eine solche Klärung “geheim” zu halten.

    Doch, Casper ist tatsächlich enttäuschend.
    Keine Persönlichkeit, einfach nur Pussy.
    Und es bleibt alles in allem: witzig!

  93. Forodrim
    10. Januar 2012, 19:37

    Das glaub ich jetzt nicht … 92 kommentare weil sich zwei jugendliche anzicken?

  94. Lukas Heinser
    10. Januar 2012, 19:40

    Richtig, Forodrim. Inzwischen ist dann auch tatsächlich alles mindestens ein Mal von jedem gesagt worden und ich mach hier einfach mal zu.