Verzeihlich

Von Lukas Heinser am Mittwoch, 22. Oktober 2008 13:36
Kategorie: My Shared Folder, Rock'n'Roll High School

Es scheint ein komplett neues Musik-Genre zu geben: die Metallica-Coverversion.

Mühten sich im August noch fünf deutsche Bands an einigen Songs der bekanntesten Metal-Band der Welt ab, kommt die neueste Nummer aus einer ganz anderen Ecke:

Stefanie Heinzmann, die Siegerin von Stefan Raabs Castingshow “SSDSDSSWEMUGABRTLAD”, hat ein Cover von “The Unforgiven” aufgenommen. Mir wäre dieser Umstand kaum aufgefallen, aber ich bin ja auch kein großer Metallica-Experte.

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Vom Original ist wenig bis fast gar nichts mehr zu erkennen, dafür groovt es ähnlich charmant wie letztes Jahr auf Mark Ronsons “Version”, auf dem ja auch jede Menge mehr oder weniger obskure Cover zu hören waren.

Unbedingt ansehen sollte man sich auch das electronic press kit, in dem Fräulein Heinzmann auf Lars Ulrich trifft. Ich kann nicht sagen warum, aber irgendwie hat diese Begegnung etwas rührendes.

18 Kommentare

  1. 1

    Willst du einen konstruktiven oder emotional geladenen Kommentar?

    ÄRXS. Kotz. Bin bis 0:19 gekommen. Was ist denn bitte das? Seife, ich brauche Seife, um mir die Ohren auszuwaschen … Aaargh.

  2. 2

    “Vom Original ist wenig bis gar nichts mehr zu erkennen.”
    Bitte?!?!? Sogar die Glocken am Anfang sind geblieben.
    Ich mag gute Cover-Versionen (z.B. “When doves cry” in der Gov’t Mule-Version – um Längen besser als das Original), aber das hier – sorry – ist ja wohl echt eine Zumutung.

  3. 3

    Bitte?!?!? Sogar die Glocken am Anfang sind geblieben.

    Ich sag doch, dass ich kein Metallica-Experte bin …

  4. 4

    Ich glaube, das ist akustische Vergewaltigung. Ich fühle mich schmutzig und werde jetzt 3 Stunden heiß duschen…

  5. 5

    Ach, dat Stefanie… Ich glaub ich leg mich jetzt hin. Bin auf einmal so müde.

  6. 6

    Och, das Treffen ist doch ganz niedlich.

    Neben Metallica-Cover als neues Genre stelle ich aber zunehmend fest, dass Amy Winehouse-Versionen von Liedern the new Kirmestechnoversionen ist/wird (gut, man könnte auch 60s Soul oder was weiss ich Versionen dazu sagen).

  7. 7

    Außer dem großen Erfolg und dem “Kult-Status” der Band gibt es einen anderen Grund, weshalb Metallica so oft nachgespielt werden: Über alle populären Musikrichtungen hinweg sind sie einfach auch eine musikalische Herausforderung. Die Notation der Stücke und die Arrangements sind komplex wie Brahms und Beethoven.

    Daraus kann mann manchmal so sensationelle Dingen machen wie Apocalyptica mit vier Cellos: http://www.youtube.com/watch?v=GoxahIruUek

    Oder man scheitert wie das Fräulein Heinzmann. Find ich gar nicht verzeihlich.

  8. 8

    “Die Notation der Stücke und die Arrangements sind komplex wie Brahms und Beethoven.”

    Nö.

  9. 9

    “Die Notation der Stücke und die Arrangements sind komplex wie Brahms und Beethoven.”

    Bitte was?

    Wenn man keine Arme hat vielleicht.

    Und Apocalyptica gehören bei mir zum nervigsten Liveerlebnis, das ich jemals hatte, aber ich schweife in Geschmack ab.

  10. 10

    den song habe ich vor fast drei monaten das erste mal gehört, durfte ihn damals aber noch nicht erwähnen.
    http://baddiel.posterous.com/s.....ay-to-ster immer noch toll!

  11. 11

    Neben Metallica-Cover als neues Genre stelle ich aber zunehmend fest, dass Amy Winehouse-Versionen von Liedern the new Kirmestechnoversionen ist/wird

    Volltreffer, wobei wir damit noch halbwegs glimpflich davonkommen: Vor 10 Jahren wurde alles durch den Techno-Fleischwolf gedreht. Und wir wollen uns doch nicht an die grauenhaften Hiphopcoverversionen von schönen Popliedern erinnern!

    Die “Ich spiele alles in einer bestimmten Musikrichtung nach”-Masche machen einige ja permanent: Boss Hoss mit Country/Western, Max Raabe und Palastorchester mit 1920er/1930er Schlager. The King interpretiert alles wie Elvis, wenn auch stilistisch nahe am Original.

  12. 12

    [...] Songs 1. The Killers – Human (s.a. hier) 2. Oasis – Falling Down 3. Tomte – Küss mich wach Gloria 4. Snow Patrol – Take Back The City 5. Stefanie Heinzmann – The Unforgiven (s.a. hier) [...]

  13. 13

    Ich kann ungewöhnlichen Coverversionen reichlich abgewinnen, und bei bei plattentests.de derjenige, der sich eigentlich um alles reißt, was solche Versionen aufhäuft. Dass Lukas aber die entsetzlichste und uninspirierteste Verhackstückung sogar in seiner Top5 hat, nötigt mir etwas entfernt an Respekt Erinnerndes ab. Hartgesotten und so.

  14. 14

    Auf der Single gibt es noch eine Piano-Version. Die müsste dich (Oliver) völlig fertig machen.

  15. 15

    Wenn die nicht diesen dem Song völlig widerstrebenden Schwofgroove hat, könnte die sogar beinahe wieder gut sein. Es liegt ja nicht am Gesang, dass ihr Cover das Ohr so quält, sondern an der Aufgesetztheit der Beats.

  16. 16

    In meinen Ohren ist das der einzige Song in diesem Jahr, bei dem der Mark-Ronson-Gedächtnissound nicht völlig nervt. (Aber auch nur, weil er hier so herrlich absurd ist.)

    Selbst die Sugababes haben ja inzwischen so furchtbare Bläser. Ich glaube, mir ist noch nie ein Produktionssound so schnell auf die Nerven gegangen, wie dieses Amy Winehouse/Duffy-Gedengel. Zum Glück deutet sich ja an, dass das neue Lily-Allen-Album irgendwie anders wird.

  17. 17

    Ich kann mir nicht helfen, aber einerseits geht das Lied nicht aus dem Ohr, andererseits fand ich schon beim ersten Anhören, dass Bass und Schlagzeug unglaublich lieblos und runtergenudelt klingen, nach Schema F eben. Es ist allerdings trotz erträglicher Stimme schwer, mich von Amy Winehouse 4 zu überzeugen. (Ich zähle die Amy-Winehouse-Klone einfach durch, Duffy ist Amy Winehouse 2 und Gabriella Cilmi ist Amy Winehouse 3. Ich habe keine Lust, mir die ganzen Namen zu merken, wenn die Musik sowieso gleich ist.)

  18. 18

    [...] peko tamen estas, fari reludversion de “The Unforgiven”, origine de Metallica. Kiel mi jam skribis aliloke, la kanto restas en la orelo, sed la muziko sonas tute senemocia kaj ludita sen pasio, laŭ la [...]

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