Song des Tages: The Narrative – The Moment That It Stops

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 9. Juli 2014 14:12

Zum ersten Mal gehört: Laut iTunes am 23. Dezember 2011. Vorher hatte ich einen anderen Song von der EP “Just Say Yes” auf YouTube entdeckt, als ich bei irgendeinem anderen Song auf “Related videos” geklickt hatte (was ich sonst nie tue). Ich weiß nicht mehr, welches Video ich zuvor gesehen hatte, und bin zu faul, bei Google und der NSA nachzufragen.

Wer musiziert da? Laut Bandwebsite zwei junge New Yorker namens Suzie Zeldin und Jesse Gabriel. Ich weiß buchstäblich nichts über diese Band und habe auch nie mehr gehört als die sechs Songs auf der EP, von denen “The Moment That It Stops” neben “Eyes Closed” und “Castling” der beste ist — die aber sehr oft.

Warum gefällt mir das? (Ich merke schon, diese Frage war keine gute Idee.) Es ist halt Indiepop in der Fahrrinne von Death Cab For Cutie, Relient K und Straylight Run und es ist auch ein Klavier dabei. Außerdem mag ich den Rhythmus- und Stimmungswechsel zwischen Strophe und Refrain.

[Alle (beiden) Songs des Tages]

Song des Tages: The Beatles – All My Loving

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 8. Juli 2014 16:13

Hier im Blog passiert in letzter Zeit nicht so richtig viel: Arbeit und Leben brauchen schließlich auch ihre Zeit. Das ärgert mich trotzdem — vor allem, weil wenn ich dann mal was blogge, der Grund meistens ist, dass ich mich über irgendetwas Journalisten aufrege. So wird das hier auf Dauer die Abraumhalde für meine schlechte Laune.

Aber das soll sich ändern.

Der Plan ist, jetzt jeden Tag ein Lied zu posten. Ob alt oder neu, bekannt oder unbekannt, Indie, Hiphop oder ESC ist dabei völlig wumpe. Das einzige Kriterium ist: Es muss mir gefallen oder für mich irgendeine Bedeutung haben, die ich in zwei, drei Sätzen erkläre.

Beginnen wollen wir mit einem Vorschlag von Captain Obvious:

Zum ersten Mal gehört: Keine Ahnung. Irgendwann vor 1993, als ich meine ersten eigenen CDs geschenkt bekam, die tatsächlich von den Beatles waren — wenn auch keine Original-Alben, sondern wüste Umsortierungen der ersten fünf Alben durch eine Kaffeerösterei. Ich kannte das Stück vorher schon, denn als Instrumentalversion war es die Titelmelodie der WDR2-Verbrauchersendung “Quintessenz”, die jeden Tag im Autoradio lief, wenn unsere Mutter uns Kinder zu Freunden, zu Arztterminen oder zum Einkaufen fuhr.

Wer musiziert da? Die Beatles. Ich bin nicht bereit, das näher zu erklären. Die sind ja keine Telefonzelle.

Warum gefällt mir das? Na ja, es sind die Beatles. Es ist sicherlich nicht ihr bester Song, es ist nicht mal der beste Song der frühen Phase. Aber es ist tatsächlich der Song, der mir mir nach langer Überlegung als derjenige einfiel, an den ich die ältesten Erinnerungen habe (von irgendwelchen Kinderliedern jetzt mal ab). Und irgendwie gefällt mir auch die rührende Schlichtheit der Lyrics: Hey, Darling, morgen bin ich weg, aber ich schick Dir jeden Tag einen Brief mit all meiner Liebe. Post von McCarteny, sozusagen.

Und jetzt bin ich mal gespannt, wie lange ich durchhalte …

Sack Reis in China

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 7. Juli 2014 11:23

Was macht eigentlich Angela Merkel?

Titelseite "Süddeutsche Zeitung" vom 7. Juli 2014

Titelseite "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 7. Juli 2014

Titelseite "Welt" vom 7. Juli 2014

Titelseite "Welt Kompakt" vom 7. Juli 2014

Das ist aber trotzdem natürlich nur ein halber Guttenberg.

[alle Titelbilder via "Meedia"]

Lucky & Fred: Episode 4

Von Coffee And TV
Veröffentlicht: 17. Juni 2014 16:05

Es hat lange gedauert, aber jetzt sind sie endlich wieder da: Lucky und Fred bewegen sich zwischen Europawahl und Weltmeisterschaft, ESC und WTC, zwischen Merkel in Washington und Gartenzäunen im Ruhrgebiet. Außerdem geht es um den biologischen Zustand der FDP und das neue Format “Deutschland sucht den Superschurken”. Fred widmet sich seinem Lieblingsgegner Joachim Gauck und Lucky verpasst Euch einen Ohrwurm für die nächsten vier Wochen.

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Das “Zeit Magazin” schreibt sich um Kopf und Fuß

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 12. Juni 2014 16:33

Früher war die Welt noch klar aufgeteilt: In der Tageszeitung am Frühstückstisch und der Wochenzeitung oder dem Magazin im Ohrensessel informierte man sich über Politik, Wirtschaft und Kultur (letztere zumeist mit dem etwas hochnäsigen Präfix “Hoch”) und wenn man beim Arzt oder dem Friseur auf die Verrichtung wartete, blätterte man mit spitzen Fingern in den sogenannten Illustrierten und las skandalöse Geschichten aus dem vermeintlichen Privatleben von angeblichen Prominenten, die einem zumeist unbekannt und egal waren. Als ich in meiner Schulzeit regelmäßig zur Krankengymastik musste, war ich bestens über die Geschehnisse der deutschen Schlagerszene informiert.

Heutzutage ist es schwer, irgendwo hinzulesen, ohne mit skandalösen Geschichten aus dem vermeintlichen Privatleben von angeblichen Prominenten behelligt zu werden. “Spiegel Online” hat den Irrsinn perfektioniert, belanglose Meldungen nachzuerzählen, die in amerikanischen Klatschblogs standen und deren Protagonisten, zumeist irgendwelche amerikanischen Teenie- oder Reality-Stars, den eigenen deutschen Lesern zunächst umständlich vorgestellt werden müssen.

Als die Eheleute Gwyneth Paltrow (Oscar-Preisträgerin) und Chris Martin (Coldplay-Sänger) das Ende ihrer Beziehung mit einem Blogeintrag unter der Überschrift “Conscious Uncoupling” öffentlich gemacht haben, war das vielen thematisch sonst eher anders aufgestellten Medien eine kulturwissenschaftliche Betrachtung der Konzepte “Ehe” und “Trennung” wert.

Im “Zeit”-Magazin gibt es eine Reihe, die sich “Über das echte Leben” nennt und sich unter dem augenzwinkernden Rubrum “Gesellschaftskritik” mit dem Privatleben von Prominenten auseinandersetzt. Der Blickwinkel ist dabei – “Zeit” halt – von oben herab, was schon deshalb ein bisschen witzlos ist, weil ja selbst die schrottigsten Boulevardresterampen die Objekte ihrer Betrachtungen nicht mehr umschwärmen, sondern am liebsten verspotten, gerne auch posthum.

Diese Woche darf Peter Dausend, im unechten Leben politischer Korrespondent der “Zeit” in Berlin, ran. Er widmet sich den Gerüchten, dass die Schauspielerin Uma Thurman (“Kill Bill”, “Pulp Fiction”) und der Regisseur Quentin Tarantino (“Kill Bill”, “Pulp Fiction”) seit Neuestem ein Paar sein sollen (vgl. die üblichen Klatschpostillen Bild.de, Bunte.de, Gala.de und Stern.de).

Er beginnt mit der Beschreibung einer Szene aus “Kill Bill”, in der Uma Thurmans nackte Füße zu sehen sind, und doziert:

Nun muss man wissen, dass Quentin Tarantino, der Kill Bill-Regisseur, eine Vorliebe für Frauenfüße im Allgemeinen und für die von Uma Thurman im Besonderen hat. Sie seien die schönsten, so hat er mal gesagt, die er je gesehen habe.

Wer sich ein bisschen intensiver mit dem Werk Tarantinos auseinandergesetzt hat, weiß davon ebenso wie von dem Umstand, dass Thurman für ihn lange Jahre das war, was dahergelaufene Bildungsbürgerfeuilletonisten als “Muse” bezeichnen.1

Quentin Tarantino und Uma Thurman sind jetzt ein Paar, 21 Jahre nachdem sie zusammen Pulp Fiction gedreht haben. Das erscheint auf den ersten Blick ganz wunderbar, zeigt es doch, dass der still liebende Mann immer auf ein Happy End hoffen darf.

Das klingt auf den ersten Blick beinahe romantisch, kriegt dann aber doch ganz schnell die Kurve ins Gehässige:

Wenn dann das Objekt der Begierde einen Milliardär aus Genf oder was ähnlich Langweiliges abschießt, muss man nur noch den eigenen Übergangspartner verabschieden – und schon kann man bis ans Lebensende glücklich sein.

Dass sich außer einem sogenannten “Insider” im britischen Klatschmagazin “Closer” noch niemand zu den Gerüchten um Thurman und Tarantino geäußert hat, ficht Dausend nicht an. Ihm geht es um ganz andere Gerüchte:

Ja, natürlich gibt es Gerüchte. Dass Tarantino und Thurman das Paarsein nur simulieren, um für Vorab-PR zu sorgen. Denn Tarantino, so raunt man sich zu, möchte demnächst den zweigeteilten Kill Bill unter dem Titel Kill Bill: The Whole Bloody Affair als vierstündiges Gesamt-Racheepos in die Kinos bringen.

Für einen kurzen Moment scheint es, als hätte Dausend erkannt, wie egal das alles ist. Mitten in seinem Text schimmert monolithisch das Mantra des Boulevardjournalismus:

Ob die Gerüchte nun stimmen oder nicht, spielt keine Rolle.

Aber er muss ja seine merkwürdige Kolumne füllen und tritt deshalb aufs Gaspedal — und dahin, wo’s sonst noch weh tut:

Wir geben den beiden sowieso keine Chance. Unterwürfige Bewunderung, liebestolles Hinterherhecheln, hündische Unterwerfung, wie es Männern nach langem Schmachten eigen ist – dafür hat der Star seine Fans, nicht seinen Partner.

Wenn schon die Beziehungsexperten vom renommierten deutschen “Zeit Magazin” den beiden keine Chance geben, können die’s natürlich gleich bleiben lassen — immer vorausgesetzt, es gibt überhaupt etwas, was sie bleiben lassen könnten.

Aber Frauenversteher Dausend scheint sich ja eh bestens auszukennen:

Thurman wird einen glücksbeseelten Tarantino nicht lange ertragen. Wir freuen uns jetzt schon auf den Film, mit dem der blutverspritzende Racheengel Tarantino den Liebestrottel in sich überwindet und das Scheitern seines Lebenstraumes verarbeitet. Und haben ein wenig Angst um Umas Füße.

Das vermeintlich private Glück fremder Menschen als Witzvorlage für eine launige Kolumne. Das ist das “Zeit Magazin”.

  1. In den letzten Jahren scheint diese inspirierende Sonderrolle ein wenig auf den Schauspieler Christoph Waltz übergegangen zu sein, was man einfach mal im Hinterkopf behalten sollte, wenn man den Rest von Dausends Ausführungen liest. []

Programmhinweis: Bloggenhagen

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 3. Mai 2014 23:55

Ich bin heute Morgen um 4.50 Uhr aufgestanden und nach Kopenhagen geflogen. Was ich da so erlebt habe und – vor allem – was ich dort in den nächsten Tagen als Mitglied der deutschen Delegation beim Eurovision Song Contest erleben werde, können Sie in meinem kleinen Videotagebuch sehen, das ich täglich für eurovision.de produziere:

Morgen sind dann – wieder zu einer etwas unchristlichen Zeit – die ersten Proben von Elaiza, am Abend gibt es die traditionelle Welcome Reception, die auch immer ein ganz besonderes Ereignis ist. Nur, dass Stefan diesmal nicht mit dabei sein wird (und Lena Meyer-Landrut und Dirk Elbers auch nicht).

Alle Folgen finden Sie auf YouTube, außerdem poste ich bei Twitter unter @eurovisionde weitere Eindrücke von hinter den Kulissen.

Lucky & Fred: Episode 3

Von Coffee And TV
Veröffentlicht: 24. April 2014 22:20

In der April-Ausgabe von Lucky & Fred vergleichen wir Franz Josef Wagner mit Wolfgang Schäuble und Gerhard Schröder mit den anderen deutschen Kanzlern. Wir spekulieren über eine Welt ohne 11. September, sprechen über unsere akademischen Laufbahnen und Streik-Erinnerungen und liefern Euch die definitive Eselsbrücke zur Zeitumstellung.
Außerdem gibt es eine kleine ESC-Vorschau, eine Art Reiseführer Ruhrgebiet und irgendwas mit Tassen.

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Cinema And Beer: “Grand Budapest Hotel”

Von Coffee And TV
Veröffentlicht: 23. März 2014 17:27

Nach einer viermonatigen Pause haben sich Tom und Lukas endlich wieder zusammengesetzt, um bei einem Bier einen aktuellen Film zu besprechen. Es geht um “Grand Budapest Hotel”, das neueste “niedliche” Werk von Wes Anderson.

Grand Budapest Hotel (Offizielles Filmplakat)

Cinema And Beer: “Grand Budapest Hotel”
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Eine unglückliche Frau

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 21. März 2014 23:26

Manchmal, wenn mein Blutdruck so niedrig ist, dass ihn nicht mal die Meldungen der “Tagesschau” auf Touren bringen können, schalte ich gegen 20 Uhr Vox ein, wo eine Frau namens Constanze Rick allabendlich über das Privatleben von Prominenten doziert und urteilt.

Man könnte diese Sendung als “verfilmte ‘Bild’-Zeitung” oder “verfilmte ‘Bunte’” bezeichnen, aber das trifft es nicht ganz. So viel geballte Überheblichkeit und Menschenverachtung findet man nicht mal bei Springer und Burda. Während zeitgleich in der ARD möglichst sachlich die weltpolitische Lage referiert wird, hecheln sie bei Vox das durch, was die einschlägigen Promi-Seiten im Internet ungefähr einen Tag zuvor berichtet hatten — nur nicht ganz so seriös.

Wenn man dieses Format ein paar Mal gesehen haben, fällt einem auf, wie weit sich die Redaktion von klassischen Fernsehkonventionen verabschiedet hat: Da ist etwa die Moderatorin, die durch Straßen und menschenleere Räume streift, während sie gleichzeitig aus dem Off spricht (aber darüber haben Stefan und Peer schon vor Jahren geschrieben), oder der Umstand, dass ein Beitrag erst angeteasert wird — und dann direkt danach anfängt, weil in den 15 Minuten Sendezeit gar nicht so viele Werbeblöcke laufen können, wie es die umständliche “Sehen Sie gleich”-Formatierung verlangt.

Auch das Prinzip “Schnittbilder” wird hier auf die Spitze getrieben, weil es das Allermeiste, was im Off-Kommentar beschrieben wird, gar nicht als Bewegtbild gibt. Anders als ihre Print-Kollegen haben die Macher von “Prominent” also das Problem, jeden einzelnen ihrer süffisanten Sätze bebildern zu müssen. Deshalb sieht man dann mehrmals hintereinander, wie der 80-jährige Karl Lagerfeld von Paparazzi bedrängt ins Stolpern gerät, oder die Witwe von Philip Seymour Hoffman, die mit den gemeinsamen Kindern zur Trauerfeier anreist, in Endlosschleife.

Als ich am Mittwoch einschaltete, ging es um den Tod von L’Wren Scott. Scott war eine namhafte Modedesignerin, aber auch die Freundin von Mick Jagger. Und sie hat sich das Leben genommen.

Was das für die internationale Berichterstattung bedeutet, hat Jane Martinson für den “Guardian” sarkastisch so kommentiert:

What makes a beautiful, successful and extremely rich woman take her own life? In lieu of any sort of evidence, the suspected suicide of designer L’Wren Scott is as baffling as it is heartbreaking for anyone who believes that depression is the sole preserve of the poor and ugly.

Unless, of course, you believe that a childless, unmarried woman has every reason in the world to be depressed.

Das “New York Magazine” hat ein bisschen dokumentiert, wie sich die Medien vor allem auf Scott als Frau an Jaggers Seite konzentriert haben, und erklärt:

In one sense, to those who follow celebrity and music as opposed to fashion, yes, Scott was the longtime partner of Jagger. But in life, she defined herself as not a hanger-on, not as a fame-whore, not just as one half of a relationship, but as L’Wren Scott, a woman who pulled herself up by her incredibly chic bootstraps and became an entrepreneur.

Und damit zurück zu “Prominent”, wo Constanze Rick in dem ihr eigenen Tonfall über verfärbte Archivaufnahmen und einen dicken Streicherteppich spricht:

Eigentlich hatte Mick Jaggers Freundin alles: Sie sah gut aus, hatte eine Karriere als Star-Designerin, ein Luxusleben und einen berühmten Freund. Doch jetzt sagt L’Wren Scotts Schwester: sie war eine unglückliche Frau.

Sie genoss das Blitzlicht, lächelte in die Kameras und präsentierte sich immer als starke, selbstbewusste Frau an der Seite eines ebenso starken Mannes: L’Wren Scott und Mick Jagger, vor fünf Monaten in New York. Ihr letzter gemeinsamer Auftritt — als glücklich wirkendes Paar. Doch das war vielleicht nur Fassade. Hier muss es der 49-Jährigen schon schlecht gegangen sein, von Dämonen und Depressionen ist die Rede.

Sie war unglücklich, behauptet jetzt auch ihre Schwester Jen: “Einmal sahen wir uns in die Augen und sie sagte: Ich beneide Dich. Ich fragte: Warum beneidest Du ausgerechnet mich? Und sie antwortete traurig: Du hast all diese Kinder, du hast eine Familie.” All das hat L’Wren nicht.

Na dann!

Es folgt ein “Rückblick”, also eine Art kurzreferierter Wikipedia-Eintrag, über die familiären Hintergründe von Scott. Darin diese Bildbesprechung:

Hier ein 14 Jahre altes Familienfoto: L’Wren steht in der letzten Reihe, ihre Schwester und ihre Mutter sitzen mittendrin. Mick Jagger ist hier noch kein Thema, erst ein Jahr später verlieben sie sich.

Dann ging es aber endlich aufwärts mit dem Leben in der letzten Reihe: Frau Scott wurde die Freundin des Rolling-Stones-Frontmanns.

Aber eben nur seine Freundin, 13 Jahre lang. Nie seine Ehefrau. Auch nicht die Mutter seiner Kinder. Ein Grund für einen Selbstmord?

Das fragt Constanze Rick wirklich. Im gleichen Tonfall, in dem normale Menschen “Noch was Kaffee?” fragen würden.

Es folgt dann noch mal ein mutmaßliches Zitat der Schwester der Verstorbenen, das – wie das erste – aus dem “Daily Mirror”, also einer für Boulevardjournalisten voll vertrauenswürdigen Quelle stammt. “Ich würde alles dafür geben, noch einmal mit ihr reden zu können”, sagt die Schwester da und Constanze Rick kommentiert gefühlvoll:

Dafür ist es zu spät. Am Montag strangulierte sich L’Wren Scott mit einem Schal. Die Frau, die vermeintlich alles hatte.

Nach einer Folge “Prominent” muss ich erst mal zwei Stunden Tierbabyvideos gucken.

Lucky & Fred: Episode 2

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 18. März 2014 21:36

Es ist ganz schön was passiert in der Welt seit unserer ersten Folge: Die Krim-Krise regt Journalisten zu wilden Historien-Vergleichen an. Wir erklären, warum wir uns über einen Rücktritt von Innenminister Hans-Peter Friedrich mehr gefreut hätten als über den von Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich.

Die Verurteilung von Uli Hoeneß ist der Startschuss für das Breitensportprojekt “Deutschland übt Kabarett”. Wir werfen einen Blick auf all das, was man ja wohl noch sagen dürfen können muss, und fordern Freiheit für Benjamin von Stuckrad-Barre.

Auf einer alltäglicheren Ebene sprechen wir über zu dicke Fliesenspiegel, gekühlte Supermärkte und Taxiteller:

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