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Super-Vertretungs-Symbolfotos (3)

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 2. Juli 2008 1:44

Am flashigsten ist immer noch der gute alte Blitz

Super-Vertretungs-Symbolfotos (2)

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 28. Juni 2008 12:20

Wie bebildert man das, wenn ein Mann seine beiden Kinder tötet und seine Ehefrau schwer verletzt?

Am besten gar nicht?

Oder doch so wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“?

Zwei Kinder sind in Ludwigshafen tot aufgefunden haben. (Symbolbild: dpa)

Super-Vertretungs-Symbolfotos (1)

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 26. Juni 2008 11:15

Normalerweise ist Herr Niggemeier ja für Symbolfotos zuständig. Der ist aber gerade in Urlaub. Weil die Symbolfoto-Bestücker der großen Onlinemedien aber keinerlei Rücksicht auf sowas nehmen (und auch auf sonst nichts), hauen sie weiter fleißig Symbolfotos raus.

So wie dieses:

Qualitätszeitungen haben gute Aussichten im Internet

Bitte achten Sie genau auf die Bildunterschrift und auf die Aussage des bebilderten Artikels!

[eingesandt von Sascha Lobo]

You don’t know me at all

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 29. Januar 2009 16:38

Achtung: Erhöhte Selbstreferentialität!

Ich weiß weder, wer Michael Arrington, noch, was Techcrunch ist.1 Aber dass er bei dem/der/dem DLD in München2 angespuckt wurde, das habe sogar ich mitbekommen.

Jeder Mensch weiß, dass man sowas nicht macht, und derjenige, der es getan hat, wird sich hoffentlich eine ordentliche Ohrfeige von seiner Mama einhandeln, wenn sie dahinter kommt. Andererseits hat er vermutlich sowieso genug Probleme.

Paul Carr, von dem ich ebenfalls nicht weiß, wer er ist und was er sonst so schreibt, hat für den Online-Auftritt des „Guardian“ einen sehr lesenswerten Artikel geschrieben, in dem er seine eigenen Erfahrungen auf dem/der/dem DLD und bei ähnlichen Ereignissen beschreibt. Wie die Leute auf ihn zukommen und ihn für irgendwelche Gehässigkeiten loben, die er mal geschrieben oder getwittert hat, und ihn fragen, ob er diese Veranstaltung und jene Person morgen auch wieder öffentlich schlachten würde.

Und obwohl mir diese Welt – wie oben oft genug angemerkt – fremd ist, kamen mir Carrs Schilderungen seltsam vertraut vor.

Wenn ich hier mal etwas vorstelle, was mir wirklich gefällt, fallen die Reaktionen bescheiden aus: ein Kommentar oder gar keiner. Wenn ich mich ein bisschen über Symbolfotos von dpa lustig mache, gibt’s deutlich mehr.

Natürlich habe ich in den letzten drei Wochen jede Menge schwachsinniger Obama-Anbiederungen aufgeschrieben. Zum einen, weil ich einmal damit angefangen hatte und ich alle Beispiele auf die eine oder andere Art bemerkenswert fand, zum anderen, weil unsere Leser mich mit Einsendungen überhäuft haben. Als ich die Postkarte in meinem Briefkasten fand, war ich gleichermaßen belustigt von der idiotischen Karte und gerührt von der Geste, dass ein mir unbekannter Mensch mir sowas einfach weitergeleitet hat.

Ich habe schon ernsthaft überlegt, ob ich über Blog-Beiträge wie die zum dpa-Symbolbild oder den ganzen Obamas vielleicht „Achtung, irrelevant!“ schreiben sollte, damit ja niemand glaubt, dahinter stecke mehr als mein schlichter Wunsch, das kurz aufzuschreiben.

Wir haben Coffee And TV vor fast zwei Jahren als Gruppenblog gestartet,3 in dem es um alles gehen sollte, was uns interessiert. Ich wollte Musik, Filme und Bücher, die mir gefallen, mit möglichen Lesern teilen und vor Sachen warnen, die mir persönlich nicht so gefallen. Dass das Thema Medien immer mehr Platz einnahm, lag daran, dass ich mich immer stärker damit beschäftigt habe und mir viele Dinge aufgefallen sind, die mich mitunter empört haben4 oder die ich erwähnenswert fand, weil sie lustig, merkwürdig oder auch einfach nur gut waren. Dass es mehr Platz braucht, wenn man über bizarre Stille-Post-Spielchen und Ungereimtheiten bei der Recherche schreibt, als wenn man eben einen guten Text empfehlen will,5 liegt wohl in der Natur der Sache.

Natürlich ist es etwas hinderlich, dass hier im Blog kurze Quatsch-Beiträge und längere Gedankengänge, die mir wichtig sind, völlig gleichberechtigt übereinander stehen. Hier gibt es keine Aufmacher und keine „Kurz notiert“-Spalte und das mag ich eigentlich auch. Ich vertraue darauf, dass die Leser merken, was mir wichtig ist und was nicht, und ich bin mir sicher, dass das bei den meisten auch ganz gut gelingt.

Als ich am Montag die Meldung der „Berliner Zeitung“ zum Atommülllager Asse verlinkte und mit dem spontanen Gedanken, der mir beim Hören der Meldung gekommen war, anreicherte, dachte ich, dass die drastischen Worte, die ich hier im Blog sonst nie benutze, für sich sprechen und meiner Resignation gegenüber unserer Bundesregierung Ausdruck verleihen würden. Stattdessen erfuhr ich aus den Kommentaren,6 dass dieses Blog „von sinnloser Polemik, Hochnäsigkeit, pseudo-politischen Anmaßungen und Klugscheißerei“ lebe.

Da fragte ich mich schon: Mache ich auf Sie wirklich den Eindruck eines arroganten, blasierten Menschen, der nie weiß, worüber er schreibt und sowieso nur austeilen will?

Falls ja, würde ich nämlich sofort aufhören mit diesem Blog.

  1. Und Sie sind bitte so anständig und schreiben jetzt nicht alle „Das ist doch … !“ []
  2. Da weiß ich auch nicht so ganz, was das ist aber das ist auch unerheblich. []
  3. Und es ist immer noch eines, auch wenn die Autoren weniger geworden sind und ich am häufigsten schreibe. []
  4. Wobei ich von niemandem erwarte, dass er meine Empörung teilen muss. []
  5. Beachten Sie dazu die Rubrik „Lesetipps“ in der rechten Spalte dieses Blogs. []
  6. Natürlich von einem anonymen Kommentator. []

Zwischen Biergarten und Grune Alt

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 14. Juli 2008 23:09

Was genau trinken die eigentlich bei der „taz“, bevor sie ihre Überschriften raushauen?

Die größte Bierbrauerfusion aller Zeiten: Hackedichter Markt

Wie üblich gelungen ist hingegen die Bildunterschrft:

Bud schmeckt wahrscheinlich genauso wie vorher: eben wie US-Plörre

(Wobei man natürlich nicht unerwähnt lassen darf, dass es auch in den USA das eine oder andere leckere Bier gibt.)