Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Digital Ist Besser'

Von demagogischen Zwergen

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 6. August 2011 15:24

Stefan Niggemeier hat gestern über eine freie Journalistin gebloggt, die in vier verschiedenen Medien folgende Sätze geschrieben hatte:

Die Wettervorhersage ist Interpretationssache. Bei einer komplizierten Gemengelage kann ein- und dasselbe Meteoritenbild von zwei Meteologen unterschiedlich bewertet werden.

(Stefan hat sich bei der Bebilderung seines Eintrags leider vertan. Wie so ein Meteoritenbild wirklich aussieht, haben wir mal im BILDblog gezeigt.)

Unfälle mit Fremdwörtern können beim Schreiben schon mal passieren. Blöd ist halt, wenn solche Fehler in Online- und Printmedien enden, weil sie niemand als solche erkennt (dass “Meteologen” falsch ist, hatten immerhin zwei der vier Medien erkannt).

Was uns zu stern.de bringt:

Der demagogische Teufelskreis. Davon ist Deutschland weit entfernt und Besserung ist nicht in Sicht: Die Geburtenrate ist ebenfalls am Boden und die niedrigste in der EU. 8,3 Geburten kommen auf 1000 Einwohner. Die Bertelsmann Stiftung macht dafür die schrumpfende Elterngeneration verantwortlich, also die Menschen, die geradezu prädestiniert dazu sind, Nachwuchs zu bekommen. Und eben jene Männer und Frauen zwischen 22 und 35 Jahren werden in Deutschland auch ständig weniger. Ein demagogischer Teufelskreis: Weniger junge Eltern bekommen weniger Kinder, die Elterngeneration schrumpft weiter, bekommt noch weniger Kinder

Und zu “Spiegel Online”:

Nach der Abstufung der USA gibt es nur noch 18 Staaten, die von S&P die Bestnote AAA erhalten, dazu zählen allerdings auch einige Steueroasen und Zwergenstaaten.

[via Thomas J.]

Stichwort Justizverdrossenheit

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 4. August 2011 20:21

Zum Urteil, das das Landgericht Frankfurt heute im Fall des Kindesentführers und -mörders Magnus Gäfgen gefällt hat (und bei dem Gäfgen zu 80% “verloren” hat), ist im Laufe des Tages schon viel Unsinn geschrieben worden.

Dümmer als der letzte Absatz im Kommentar von Christian Denso bei “Zeit Online” dürfte es unter Einhaltung der Naturgesetze aber nicht mehr werden:

Doch selbst wenn Magnus Gäfgen nach der neuerlichen Entscheidung endlich Ruhe geben sollte: Das Urteil des Frankfurter Landgerichts reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Richter-Entscheidungen “im Namen des Volkes”, die zwar Recht darstellen mögen, aber von diesem Volk zu großen Teilen nicht verstanden werden. Sei es im Fall der Sicherungsverwahrung von Sexualstraftätern, bei Entscheidungen, Jungkriminelle nicht in Untersuchungshaft zu nehmen oder eben bei den Rechten, die auch einem Kindsmörder zugestanden werden müssen. Eine Rechtsprechung, die nur Juristen nachvollziehen können, bewegt sich auf unheilvollem Weg.

Das Volk versteht also nicht, was es mit Grund- und Menschenrechten auf sich hat. Hmmm, wer könnte es dem Volk denn erklären? Man bräuchte Menschen, die Texte schreiben, die dann vom Volk gelesen werden. Texte, die sauber recherchiert wurden und alle Fakten und Positionen abbilden, ohne dabei in Populismus zu verfallen. Die Autoren dieser Texte bräuchten noch eine Berufsbezeichnung — wie wäre es mit “Journalisten”?

Mit der falschen Amy Winehouse durchs Internet

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 4. August 2011 15:36

Es ist ja nicht so, dass die leichtgläubigen, schlechten oder schlicht dummen Menschen ausschließlich in den Redaktionsstuben in aller Welt säßen. Auch Mediennutzer können sich dämlich anstellen und über das Ziel hinausschießen.

Am Dienstag berichteten wir im BILDblog von der “Abendzeitung”, die so unvorsichtig gewesen war, einen Artikel über Amy Winehouse mit einer schlechten Fotomontage zu bebildern, die die Sängerin mit einem Bong in der Hand zeigt und seit längerem durchs Internet geisterte.

Unser Ausriss aus der “Abendzeitung” machte daraufhin seine eigene Runde durchs Netz und fand seinen Weg auf die Website Reddit, wo ihn ein Teilnehmer unter der Überschrift “Fuck you, Daily Mirror” dem britischen “Daily Mirror” in die Schuhe schob.

Obwohl manche Leser fragten, warum der Text im angeblichen “Mirror” denn auf Deutsch sei und einer sehr schnell auf das “Abendblatt” und unseren Eintrag verwies, steigerten sich die meisten anderen Diskutanten in ihre (in anderen Fällen sicher nicht unberechtigte) Wut auf den “Mirror”. Dabei findet sich bislang kein Hinweis, dass der “Daily Mirror” die Fotomontage ebenfalls verwendet hatte.

Doch die Geschichte scheint nicht mehr zu stoppen.

Am längeren Hebel der Empörungsmaschine

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 3. August 2011 15:05

Gestern schrieb Christoph Schwennicke einen Kommentar über die unterschiedlichen Reaktionen auf die Anschläge in Norwegen ebenda und in Deutschland. Gegen den deutschen Politiker, so Schwennicke, sei der pawlowsche Hund ein “vernunftbegabtes Wesen, das den Mut aufbringt, sich seines Verstandes zu bedienen”.

Er fragte:

Warum muss Politik in Deutschland so sein? Warum muss jeder und jede jede Gelegenheit nutzen, das zu sagen, was er oder sie immer schon gesagt hat? Warum kann nicht einfach mal Ruhe sein?

Schwennickes Kommentar hatte “Spiegel Online” einen Vorspann vorangestellt, in dem es hieß:

Norwegen hat besonnen und ohne vorschnelle Schuldzuweisungen auf die Attentate reagiert. In Berlin lief dagegen sofort die Empörungsmaschine an: Gesetze verschärfen, Neonazis verbieten. Kann in der deutschen Politik nicht einfach mal Ruhe sein?

Elf Stunden später stellte sich heraus: Auch bei “Spiegel Online” haben sie so eine Empörungsmaschine — und Christoph Schwennicke hat offensichtlich Zugang zu ihr.

Weil Heiner Geißler bei der Vorstellung des sogenannten Stresstests zum “Stuttgart 21″-Plan die versammelten Befürworter und Gegner des Projekts gefragt hatte, ob sie den totalen Krieg wollten, und sich hinterher partout nicht für dieses Goebbels-Zitat (das natürlich nicht als solches gekennzeichnet war) entschuldigen wollte, empört sich Schwennicke:

Er sollte jetzt, besser in den kommenden Minuten oder Stunden als erst in den nächsten Tagen, zur Räson kommen und sagen: Ich habe einen Fehler gemacht, und dann habe ich einen noch viel größeren Fehler begangen, als ich den ersten Fehler hanebüchen rechtfertigen wollte.

Das fällt schwer. Aber das muss jetzt sein. Sonst gab es einmal einen großen Politiker Heiner Geißler.

Im Vorspann ist diesmal von “grauenhaften Worten” die Rede — als ob die verdammten Worte (oder gar ihre Buchstaben) etwas für die Irren könnten, die sich ihrer bedienen. (Aber das haben wir ja schon mal besprochen.)

Was es zur Empörungsmaschine in Sachen Geißler-Goebbels zu sagen gibt, hat Volker Strübing zusammengefasst.

[via Peter B. und Sebastian F.]

Nachtrag, 21.10 Uhr: BILDblog-Leser Juan L. weist darauf hin, dass Schwennickes Geißler-Kommentar ursprünglich den folgenden Satz enthielt:

Man hört sich die Audio-Datei wieder und wieder an und fragt sich, wie ein Mann von der politischen und der Lebenserfahrung eines Heiner Geißler derart Amok laufen kann.

Nach Kommentaren im Forum wurde der Satz dann sang- und klanglos geändert in:

Man hört sich die Audio-Datei wieder und wieder an und fragt sich, wie sich ein Mann von der politischen Erfahrung und der Lebenserfahrung eines Heiner Geißler eine derartige Entgleisung leisten kann.

Herr Schwennicke scheint sich für seine grauenhaften Worte nirgendwo entschuldigt zu haben.

Der blonde Teufel von Seite 1

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 26. Juli 2011 15:43

Der Fußballweltverband FIFA steht nicht gerade in dem Verdacht, ein Ort zu sein, an dem logische und rationale Entscheidungen gefällt werden. Doch die FIFA hat ihren eigenen Fernsehleuten, die etwa die Liveübertragungen von Fußballweltmeisterschaften durchführen, die Anweisung gegeben, mögliche Störer im Stadion nicht im Bild zu zeigen. Was auf den ersten Blick nur wie die Wahrung einer Heile-Welt-Fassade aussieht, ist in Wahrheit viel logischer begründet: Störer wollen Öffentlichkeit, also gilt es, diese Öffentlichkeit zu vermeiden. Von dem (komplett bekleideten) “Flitzer” beim letztjährigen WM-Finale war also in der offiziellen FIFA-Übertragung fast nichts zu sehen — erst die Medien berichteten hinterher, dass es sich um jenen Spanier handelte, der schon beim Eurovision Song Contest in Oslo die Bühne gestürmt hatte, und boten dem Mann damit die Bühne, die er mit seinen Aktionen sucht.

Jedes Mal, wenn irgendwo in der Welt ein Schüler Amok läuft, überbieten sich die Medien darin, dem feigen, armseligen Täter das Denkmal zu errichten, das er mit seiner Tat errichten wollte. Wenn es Fotos gibt, die den späteren Täter mit Trenchcoat, Sonnenbrille und Pistole zeigen, dann kommt das auf die Titelseiten der Zeitungen. Und mithilfe möglicher Profilseiten in sozialen Netzwerken wird eine Exegese betrieben, die jeweils nur einen Schluss zulässt: Man hätte es kommen sehen müssen.

Jetzt also dieser Mann, der in Oslo eine Bombe gezündet und auf Utøya ein Blutbad angerichtet hat. Er hat – anders als die allermeisten Amokläufer – nach seiner Tat keinen Selbstmord begangen, sondern sich festnehmen lassen. Seine Verhaftung solle den Beginn einer “Propagandaphase” markieren, hat er geschrieben. Er hat nicht nur Videobotschaften oder wirre Artikel vorbereitet, er ist auch noch selbst da, um zu sprechen — und er will sprechen, das ist klar. Damit erinnert er ein wenig an John Wilkes Booth, der auf die Bühne sprang, nachdem er Abraham Lincoln in einem Theater erschossen hatte. Der Täter aus Norwegen sucht eine Bühne und die Medien stellen sie ihm zur Verfügung.

Keine deutsche Boulevardzeitung kam am Montag ohne ein Foto des Mannes aus, den sie wahlweise als “Mord-Maschine” (“Berliner Kurier”), “Bestie” (“Express”) oder “Teufel” (“tz”, “Bild”) bezeichneten. Blätter wie die “Hamburger Morgenpost” oder die “Abendzeitung” taten ihm den Gefallen und zeigten ihn in Kampfmontur, mit Waffe im Anschlag. Ein Bild wie aus einer Werbeanzeige für jene Computerspiele, die von den gleichen Medien dann gerne “Killerspiele” genannt werden.

Medien wie “Spiegel Online” griffen dankbar die Brocken auf, die ihnen der Täter bei Facebook, YouTube und in irgendwelchen zwielichtigen Webforen hingeworfen hatte, und bastelten sich aus diesen Informationen halbgare Psychogramme. Nicht einmal Lady Gaga schafft es, dass die Medien exakt so über sie berichten, wie sie sich das wünscht, doch dem Täter vom Freitag ist genau das gelungen. So wie Detective David Mills in “Sieben” am Ende den perfiden Plan des Killers vollendet, erweisen sich die Journalisten jetzt als willfährige Erfüllungsgehilfen einer Propaganda, die sie selbst als geisteskrank brandmarken.

Es muss schon einiges falsch gelaufen sein, wenn die Stimme der Vernunft ausgerechnet aus dem Körper von Franz Josef Wagner spricht:

Ich glaube, die höchste Strafe für den Attentäter wäre die Bedeutungslosigkeit. Nicht mehr über ihn zu berichten, seine Fotos nicht mehr zu zeigen, seine wirren Ideen nicht mehr im Internet zu lesen.

Dieser Typ will ja, dass alle Welt über seine Morde berichtet. Die Höchststrafe für diesen Psycho ist, dass er ein kleines Arschloch ist.

(Wagners Worte erschienen natürlich in einer Zeitung, die dieses “kleine Arschloch” heute vier Mal zeigt, davon einmal groß auf der Titelseite. Und einen Tag, nachdem Wagner seine “Post” an den Täter adressiert hatte.)

Der Täter hat darüber hinaus ein “Manifest” von 1.516 Seiten verfasst. Es dürfte (wie die meisten “Manifeste” dieser Art) eine eher freudlose Lektüre abgeben. Und es stellt die potentiellen Leser (also mutmaßlich vor allem Journalisten) vor die Frage, wie sie mit der Ideologie des Täters umgehen sollen.

Möglichkeit Eins ist der Klassiker, der bereits in vollem Gange ist: Die Dämonisierung. Menschen, die Jugendliche in einem Ferienlager erschießen, kleine Kinder missbrauchen oder die Eroberung Europas und die Auslöschung aller Juden planen, sind eine enorme Herausforderung für das menschliche Gehirn. Einfacher wird es, wenn die Tat von einer “Bestie” oder einer “Mord-Maschine” verübt wird — dann kann man sich im Lehnstuhl zurück lehnen und das Grauen beobachten wie eine Naturkatastrophe. Solange wir die Deutungshoheit darüber haben, wer Mensch ist und wer nicht, haben wir zumindest ein minimales Restgefühl von Kontrolle. Deswegen ist es so verlockend, Täter in außermenschliche Kategorien einzusortieren.

Möglichkeit Zwei wäre die inhaltliche Auseinandersetzung. Sie ist technisch (im Sinne von “in den meisten menschlichen Gehirnen”) unmöglich, weil sie von einer eingebauten Moralsperre blockiert wird. Das theoretische Gerede vom “Kulturmarxismus” (aktuell) oder der “Judenrasse” (historisch) taugt nicht mal als Arbeitshypothese, die man argumentativ widerlegen könnte, weil es praktisch zur Legitimation von Taten herangezogen wurde, die jeder Mensch, der noch alle Tassen im Schrank hat, verurteilen muss.

Muss man das “Manifest” also lesen und besprechen? Dafür spräche, dass der Täter darin recht weit verbreitete Ängste aufgreift, etwa vor einer “Überfremdung” und einem “Identitätsverlust”. Es sind die gleichen Ängste, die auch von islamophoben Hassblogs bedient werden, die mit Stimmungen und falschen Fakten hantieren, oder von Politikern verschiedener Parteien. Deswegen werden jetzt Logikketten geknüpft, die Thilo Sarrazin, Henryk M. Broder und andere Lautsprecher in einen direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem norwegischen Massenmörder setzen. Das ist ungefähr so billig wie die Argumentationsweise der Gegenseite, die eine direkte Linie vom Koran zum islamistischen Terror ziehen will. Dabei ist Broder nur ein Borderline-Komiker, der sich auch die rechte Hand abhacken würde für eine billige Pointe, ein bisschen Applaus und viel Aufruhr.

Gegen die ausführliche Exegese des Manifests spricht, dass es nie jemand gelesen hätte, wenn sein Autor nicht durch ein die Vorstellungskraft herausforderndes Verbrechen darauf aufmerksam gemacht hätte. Es ist ein perverser PR-Plan eines offensichtlich kranken Mannes und die Medien tun alles, um diesen Plan aufgehen zu lassen.

Die Medienberichterstattung, die sich nach Verbrechen so häufig auf die Täter konzentriert, mag eine kathartische Wirkung haben. Wir fühlen uns besser, wenn wir den immer freundlichen Nachbarn und Sachbearbeiter, der einen kleinen Jungen missbraucht und getötet hat, anschließend als “Schwein” bezeichnen, und vielleicht glauben Journalisten tatsächlich, dass es irgendetwas ändern oder irgendwie helfen kann, ihn in einem unscharfen Foto für jeden erkennbar auf der Titelseite zu zeigen. Doch es ist vor allem ein Ausdruck von Hilflosigkeit (die völlig okay ist, sich nur vielleicht nicht unbedingt in Zeitungstitelseiten niederschlagen sollte) — und im Fall von wahnhaften Massenmördern ist es sogar eine Form von Mittäterschaft.

Ich glaube, heute muss ich Franz Josef Wagner einfach mal vollumfänglich zustimmen.

“Spiegel Online”: Hier googelt der Leser noch selbst

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 1. Juli 2011 15:05

“Spiegel Online” hat einen durchaus lesenswerten Artikel über Modellflieger veröffentlicht, die mit den Kameras an Bord ihrer Drohnen spektakuläre Videos aufnehmen.

Ein paar Ausschnitte aus diesen Videos (unterlegt mit unfassbar nervigerer, mutmaßlich GEMA-freier Musik) kann man sich bei “Spiegel Online” direkt anschauen, aber offenbar kann man die Clips auch noch irgendwo anders sehen:

Seinem Onkel Reinhard missfällt der “illegale touch”. Er bewundert die Videoqualität, findet aber, dass sein Neffe sich zu sehr auf YouTube und Vimeo selbst inszeniert.

Nun hätte ich mir gewünscht, dass “Spiegel Online” die Worte “YouTube” und “Vimeo” mit Links unterlegt hätte — etwa zu den dortigen Profilen des porträtierten Hobbyfliegers und seines härtesten Konkurrenten.

Doch im ganzen zweiseitigen Artikel finden sich genau zwei Links: Unter dem Wort “Aufklärungsdrohnen” und unter der Typenbezeichnung “AR. Drone”. Sie führen ins Angebot von “Spiegel Online”.

Gruppenbild mit Darm

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 10. Juni 2011 13:28

Gerade so gedacht: “Wie alt ist eigentlich Hubert Burda?” Schnell in der Wikipedia nachgeguckt und dabei dieses großartig verstörende Foto entdeckt:

Hubert Burda (rechts) mit Christa Maar vor dem Darmmodell Faszination Darm in München

Der hermetische Zirkel

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 1. Juni 2011 16:29

Am Sonntagabend ist die Dinslakener McDonald’s-Filliale bei einem Brand schwer beschädigt worden.

Die “Rheinische Post” berichtet vom Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei:

Das gesamte Gewerbegebiet Mitte, indem sich das Schnellraustarant (sic) befindet, wurde in der Zeit von 22.15 bis 0.45 Uhr von Polizisten abgesperrt, um zu verhindern, dass die Löscharbeiten von Schaulustigen behindet (sic) werden.

Das mit der Absperrung scheint nur mittelgut geklappt zu haben. Oder der Fotograf, der für “RP Online” die 14-teilige Bildergalerie “Hier brennt ein McDonald’s ab” fotografiert hat, hatte ein sehr, sehr starkes Teleobjektiv dabei.

Auswärtsspiele: Duslog & Journalist

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 5. Mai 2011 18:39

Seit vergangenem Sonntag halten Stefan Niggemeier und ich in uns einem Luftkurort pensionierter Generäle versteckt — in Düsseldorf. Der Grund dafür ist der Eurovision Song Contest, der dieses Jahr überraschend in der Stadt zwischen Köln und Dinslaken stattfindet. Was wir hier genau machen, kann man in bereits vier Folgen auf duslog.tv verfolgen.

Vorher habe ich noch knapp 10.000 Zeichen darüber geschrieben, was uns hier mutmaßlich erwarten wird. Diesen Text finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Der Journalist” und auf journalist.de.

Die Kunst des stilvollen Entkommens

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 18. März 2011 12:06

Aus einer aktuellen Pressemitteilung des Vergleichsportals fluege.de:

Wer trickreich bucht, kann dennoch sparen

Japan-Reisende, die derzeit spontan von Tokyo nach Deutschland fliegen möchten, müssen zurzeit viel Geld bezahlen – bis zu 8.200 Euro für ein Eco-Ticket. Das ergab eine Auswertung des größten deutschen Flugportals fluege.de (2 Mio. Nutzer im Monat, AGOF internet facts 2010-III). Wer Japans Katastrophe lieber stilvoll mit einem First-Class-Ticket entkommen möchte, der muss derzeit beispielsweise für einen Flug von Tokyo nach München sogar über 20.000 Euro bezahlen. (…)

Seite: << 1 2 3 4 5 6 ...47 >>