Beitrags-Archiv für die Kategorie 'My Shared Folder'

Wenn Brücken ihre Tage haben

Von Coffee And TV
Veröffentlicht: 22. Mai 2009 0:01

Heute ist ein sogenannter Brückentag. Und bevor es jemand anderes macht, dachten wir uns, wir präsentieren Ihnen einfach die schönsten Brückenfotos aus unserem Archiv:

Golden Gate Bridge in San Francisco, CA

Golden Gate Bridge in San Francisco, CA

[...]

Can’t read my baby face

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 18. Mai 2009 11:55

Weezer, die Älteren werden sich erinnern, waren eine Band, die Mitte der 1990er Jahre mit den Alben “Weezer” und “Pinkerton” Rock-Geschichte schrieben. 2001 kamen sie mit “Weezer (The Green Album)” zurück und befinden sich seitdem auf dem absteigenden Ast.

Das heißt: Nicht ganz. Letztes Jahr schafften sie es überraschenderweise, das definitive YouTube-Video zu drehen und mit “Heart Songs” auch noch eine anrührende Heldenverehrung zu veröffentlichen.

Und jetzt? Covern sie live “Kids” von MGMT und “Poker Face” von Lady Gaga. Hört sich bekloppt an?

Hört sich so an:

[Direktlink]

[via choochootheband]

Die wöchentliche Sendung

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 8. Mai 2009 0:13

Ich wünsche mir ja schon länger ein deutsches Äquivalent zur “Daily Show”. Eine Sendung also, in der aktuelle Nachrichten humorvoll kommentiert werden und wo man vielleicht auch noch ein bisschen was lernt.

Die Behauptung, ein solches Äquivalent gefunden zu haben, wäre irreführend: Die “Daily Show” läuft vier Mal in der Woche eine halbe Stunde, hat ein großes Autorenteam und etwa zwei Millionen Zuschauer.

“Das Nachrichten” läuft einmal in der Woche um die sechs Minuten auf YouTube, hat (wenn ich das richtig sehe) zwei Autoren und die Zuschauerzahlen der einzelnen Folgen liegen (noch) im dreistelligen Bereich.

Hinter “Das Nachrichten” stecken ONKeL fISCH, bekannt geworden durch sehr alberne, aber wie ich finde auch oft sehr gute Comedy bei Eins Live und im WDR Fernsehen. Und die kommentieren jetzt seit einigen Wochen die Meldungen der Woche und machen das meines Erachtens gar nicht schlecht:

[Direktlink]

Es ist – um das noch mal zu sagen – etwas anderes als die “Daily Show”, aber ich finde sowohl die Idee als auch die Umsetzung sehr gelungen und habe herzlich gelacht.

Den Gedanken, welcher Fernsehsender das wohl übernehmen könnte, habe ich übrigens wieder verworfen: Es braucht keinen Fernsehsender, es steht ja eh schon online.

Literaturtipps zum Welttag des Buches

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 23. April 2009 0:03

Bücher (Symbolfoto)

Buchbesprechungen sind hier ja eher die Sache von Annika, aber ich dachte mir, zum Welttag des Buches kann ich auch mal ein bisschen was über Literatur erzählen.

Und das hab ich dann auch getan: Eine gute halbe Stunde über die Bücher geredet, die ich seit meiner letzten Buchvorstellungsrunde gelesen habe. Es geht um große Namen und kleine Meisterwerke, um Christoph Hein, Daniel Kehlmann, Hartmut Lange, Chuck Klosterman und Goethe.

Wir nennen es Podcast:

 

Literaturtipps zum Welttag des Buches (Zum Herunterladen rechts klicken und “Ziel speichern unter …” wählen.)

Sie können die Podcasts übrigens auch als eigenen Feed abonnieren. An der Einbindung in iTunes arbeiten wir gerade.

Yes we kanin

Von Kathrin Grannemann
Veröffentlicht: 12. April 2009 18:07

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, bundesweit wurden am gestrigen Abend zahlreiche Brauchtumsfeuer abgefackelt: Es ist Ostern. Anstelle von neckischen1 Fotos von Osternestern oder pfiffigen2 Narzissen-Gestecken gibt es besonders keckes3, wenn auch leicht unscharfes Bild des Kaninchens Eeschen Van Poppel, das das ganze Jahr über auf Twitter sein Unwesen treibt.

Eeschen Van Poppel

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

  1. “Die 80er haben angerufen, sie wollen ihre Adjektive zurückhaben!” []
  2. s. Punkt 1 []
  3. s. Punkt 1 []

I Cross The Line

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 4. April 2009 22:46

Wie Sie diesem Blog regelmäßig entnehmen können, sind es gerade die kleinen Dinge, über die ich mich stundenlang freuen könnte.

Seit zwei Tagen erfreue ich mich an einer vermutlich eher nebensächlichen Entdeckung, die ich machte, als ich in einer Gegend unterwegs war, deren Einwohner sich aus mir unerfindlichen Gründen dem Münsterland zugehörig fühlen — obwohl sie genauso gut am schönen Niederrhein wohnen könnten.

Aber sehen Sie selbst:

[Direktlink]

Overwhelmed by their hometown

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 4. April 2009 15:25

Gestern also spielten die Kilians anlässlich der Veröffentlichung ihres zweiten Albums “They Are Calling Your Name” (erscheint Ende nächster Woche, kann man jetzt schon bei last.fm hören) in ihrer Heimatstadt Dinslaken.

Wie es wirklich war, werden wir am Montag (also 60 Stunden nach dem Konzert) in den Lokalzeitungen lesen können. Da wird dann vermutlich auch die exakte Besucherzahl stehen (Coffee-And-TV-Schätzungen: 1.200 bis 1.500).

Bis dahin verweise ich auf ungefilterte Live-Eindrücke in 13 Fotos und sechs Tweets:

Auf in die Stadt, #Kilians gucken. l:Dinslaken

[...]

Tausend Stimmen singen, singen

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 30. März 2009 11:18

Am Donnerstag war ich endlich mal wieder bei Scudetto. Neben “HSV-Kultautor” Axel Formeseyn (der u.a. erzählte, wie er als HSV-Präsidiumsmitglied die “Bild”-Zeitung boykottierte) und Ex-VfL-Bochum-Profi1 Thomas Stickroth war auch Tommy Finke zu Gast, den ich ja im letzten September schon mal gelobt hatte.2

Tommy Finke spielte eigene Fußballsongs, die er für die Filme von Scudetto-Gastgeber Ben Redelings geschrieben hatte, und stellte die schlechteste Vereinshymne aller Zeiten vor. Dass das keine Übertreibung war, mussten wir im Saal alsbald am eigenen Leib erfahren — und Sie können es jetzt auch: im Scudetto-Blog oder direkt hier.

Und wo wir grad von Scudetto sprachen: Der Geist von Malente, der Bochumer Laden für alles, was mit Fußball und Fankultur zu tun hat, macht ab heute Ausverkauf.

  1. Nur “VfL” ist für mich natürlich Borussia Verein für Leibesübungen 1900 e.V. Mönchengladbach. []
  2. Ich hab mir dann am Donnerstagabend auch endlich seine EP und sein Album im Downloadstore gekauft. []

Er war ein guter Simon

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 26. März 2009 23:58

Gestern Abend war ich beim Konzert von Tomte in Mülheim an der Ruhr. Erwarten Sie keine allzu differenzierte Kritik — es war toll!

Und weil ja gerade Kilians-Festspiele sind, passt es natürlich supergut ins Konzept, dass da ein junger Mann auf die Bühne schlurfte, um die zweite Strophe von “Ich sang die ganze Zeit von Dir” zu schmettern:

“Wer war das?” – “Das ist mein unehelicher Sohn, den ich in Mülheim hab. Mit einer wunderschönen Frau!”

Mr. Jones and me

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 3. März 2009 1:23

Das zweite Rockkonzert, das ich in meinem Leben besuchte, war ein Auftritt von Tom Jones in der Arena Oberhausen im Mai 2000.1

Jones tourte damals mit seinem sehr guten Album “Reload”, das mir unter anderem seine Duett-Partner Stereophonics und The Divine Comedy näherbrachte, und es war genau die Sorte hochprofessionelle, kompromisslose Familienunterhaltung, die ich später auch bei Robbie Williams und den Killers bewundert habe.2

Von seinen letzten Alben habe ich nicht mehr viel mitbekommen, höchstens die Nachricht, dass der walisische Tiger sein Haupthaar nicht mehr färbt, war zu mir durchgedrungen. Aber jetzt war er bei den “Tiny Desk Concerts”, einer intimen Konzertreihe von “All Songs Considered”-Macher Bob Boilen zu Gast.

Eine etwas überraschende Kombination, wie auch Produzent Robin Hilton im Begleittext zum Mitschnitt zugibt:

When a publicist for Tom Jones contacted us and said the singer wanted to do a “Big Desk Concert” for us, the thought of Jones’ rather substantial voice filling our office left us laughing… and dying to do it.

Nur von seinem musical director Brian Monroney auf der Gitarre begleitet, gibt Jones auch vor ein paar Dutzend NPR-Mitarbeitern alles, so als würde er gerade eine riesige Mehrzweckarena bespielen. Und doch ist vieles anders: Statt einstudierter Moves weiß der Mann kaum, wohin mit seinen Händen; seine Stimme klingt zwar noch immer voll, bricht aber manchmal ein bisschen weg, und statt dem Las-Vegas-erprobten Damenkränzchen-Bespaßer, über den sich alle lustig machen, sieht man plötzlich einen echten Musiker vor sich.

Es lohnt sich, das Video mit den vier Songs anzusehen. Vor allem “Green, Green Grass Of Home” hat bei mir durchaus für Gänsehaut gesorgt.

Tom Jones bei den “Tiny Desk Concerts”

  1. Das erste war ein Konzert der Prinzen 1994, das dritte – und da nähern wir uns dem Begriff “Rockkonzert” – eines der Smashing Pumpkins. []
  2. Jones machte das damals mehr als 30 Jahre, von Robbie Williams hat man länger nichts gehört. []

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